Morgenkreis (1)

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Definition

Der Morgenkreis ist eine täglich wiederkehrende Handlung. Dabei versammeln sich alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse zu Beginn der ersten gemeinsamen Stunde mit ihrem/r Lehrer/in und setzen sich in einem Stuhl-, Teppich- oder Kissensitzkreis zusammen. Eventuell müssen dazu noch einige Tische, gegebenenfalls auch Stühle beiseite geschoben werden, damit genügend Platz vorhanden ist.

Die Form eines Kreises ist hierbei sehr vorteilhaft, da jedes Kind alle anderen im Kreis direkt anschauen kann und die Lehrkraft einen überschaubaren Überblick bekommt.

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Ablauf

In den meisten Fällen beginnt die Lehrkraft den Morgenkreis mit einer Begrüßung, die in einem gemeinsamen Lied oder Spiel zum Ausdruck gebracht werden kann.

Anschließend haben die Kinder die Möglichkeit, von Erlebnissen in ihrer Freizeit, wie an Wochenenden und in den Ferien, aber auch von Geschehnissen während der Unterrichtszeit zu erzählen, um eventuell vorhandene Konflikte und Thematiken anzusprechen und zu klären, die die Kinder beschäftigen. Häufig gibt es während dieser Phase des Berichtens einen Erzählgegenstand, wie beispielsweise einen schönen Stein, oder einen Ball, der symbolisiert, welches der Kinder and der Reihe ist. Diesen reichen die Kinder selbstständig weiter, sobald sie ihren eigenen Vortrag beendet haben. Währenddessen hat die Lehrerin die Möglichkeit, sich ein Bild vom Zustand der Kinder, von der Stimmung der gesamten Gruppe, aber auch von eventuellen nicht anwesenden Kindern zu machen.

Des Weiteren wird im Morgenkreis gemeinschaftlich der Tagesablauf geplant und besprochen und möglicherweise zu Beginn einer Woche der so genannte Wochenplan vorgestellt. So können sich die Kinder an der Planung beteiligen und eigene Anregungen zur Bearbeitung der verschiedenen Themen vorschlagen.


Regeln

Wichtig ist, dass es während des Morgenkreises bestimmte (Gesprächs-)Regeln gibt, die die Kinder selbst mit Hilfe der Lehrkraft ausarbeiten, um eine effiziente und angenehme Gesprächsatmosphäre zu schaffen. Entscheidend hierbei ist, dass jedes Kind seine Vorschläge äußern kann, ohne auf Ablehnung durch andere zu stoßen.


Ziele

Der Morgenkreis sollte stets flexibel sein und sich individuell auf die Thematiken der Kinder ausrichten, ihnen aber zugleich ein verlässliches Gerüst an wiederkehrenden Abläufen bieten. Durch die Regelmäßigkeit solcher Gewohnheiten wird den Kindern ein Gefühl von Sicherheit vermittelt, da sie Orientierung und Beständigkeit schaffen.

Angesichts des gemeinsamen Be- und Erarbeitens von Aufgabenplänen, sowie des großen Mitspracherechts der Kinder soll das Gruppengefüge gefördert werden. Durch die Kreisform und die kollektive Zusammenarbeit kann es zu einem starken Zusammengehörigkeitsgefühl kommen und die Kinder können sich mit ihrer Klasse als eine geschlossene Gruppe identifizieren.

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Quellen

eigene Erfahrungen http://www.paedagoklick.de/ http://www.vs-deining.de/upload/CY83d037fX11c41e70ef9X7965/279176282_morgenkreis.jpg http://www.max-traeger-schule.de/vorschulklasse/VSK%201.JPG http://www.hsdobl.stsnet.at/images/Morgenkreis.jpg


von A