Medien

Aus Grundschulwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche


Definition

Medien : Vermittelndes Element von Kommunikation oder Informationsübertragung (Langenscheidt Fremdwörterbuch)

Neue Medien : Unter „neuen Medien“ versteht man vor allem computergestützte Mediensysteme.


Auswirkungen der Medien auf Kinder

Die Auseinandersetzung mit den Medien beginnt schon vor der Einschulung. Kinder kommen in Kontakt mit dem Fernseher, dem Gameboy, Computerspielen, dem Internet usw. Die neuen Medien verändern unser Leben und das unserer Kinder, hier sind vor allem der Fernseher, das Internet und der Computer gemeint. 40 Prozent der Zwei- bis Fünfjährigen haben ein Audiogerät und 10 Prozent haben einen Fernseher bei sich im Zimmer stehen (Spiegel Special, Was Kinder klug und glücklich macht, S.105). Der Medienkonsum hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen.

Die Fragen die sich dadurch stellen sind:

  • „Wie wirken sich Medien, wie z.B. der Fernseher auf die Entwicklung des Kindes aus?“
  • „Können Medien auch Kinder fördern?“

Diese Fragen sind jedoch sehr schwer zu beantworten, da sich selbst die Meinungen der Experten sehr stark widersprechen. Zum einen wird das Thema stark kritisiert, wie z.B. vom Ulmer Hirnforscher Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer. Er behauptet:„ Wer als Kind viel fernsehe, lerne schlechter lesen, sei weniger kreativ und nehme Dinge eher oberflächlicher auf.“ Es kann momentan davon ausgegangen werden, dass rund zehn Prozent der Grundschüler gefährdet sind, computersüchtig zu werden. Erschreckend ist ebenfalls, dass Studien belegen, dass Computerspiele süchtig machen können und die gleichen Hirnreaktionen auslösen wie der Konsum von Alkohol und Cannabis(Spiegel Special, Was Kinder klug und glücklich macht, S.106). Es ist jedoch auch zu berücksichtigen, dass der Computer heute nicht mehr wegzudenken ist. Es ist wichtig, dass man mit diesen Medien umgehen kann, denn in Schule, Universität oder Beruf ist man darauf angewiesen und es wird erwartet, dass man damit umgehen kann. Man braucht heutzutage ein gewisses Medienverständnis und durch Mediennutzung wird dieses trainiert. Viele Experten sind der Meinung, dass nicht die Medien das Problem sind, sondern die mangelnde Betreuung. Für Eltern ist es oft schwierig sich im Dschungel der Medienwelt zurecht zu finden und die vielen verschiedenen Expertenmeinungen machen es nicht unbedingt einfacher. Zusammenfassend kann man sagen, dass man auf die am Anfang gestellten Fragen keine eindeutigen Antworten geben kann. Man kann aber soviel sagen, dass Eltern ihre Kinder leiten müssen. Erfahrungen mit Medien zu machen gehört heute dazu, es ist aber auch sehr wichtig, gerade in den jungen Jahren, körperliche Erfahrungen zu machen. Die Kinder sollen in keiner virtuellen Welt leben, sondern die wirkliche Welt erleben, im Wald toben, Berge besteigen, auf Bäume klettern und vieles mehr. Das sorgt wahrscheinlich eher für ein gutes Körpergefühl und regt eventuell die kindliche Phantasie an. Als gutes Beispiel dient folgende Darstellung. Hier kann man gut erkennen wie sich das Fernsehen auf die Phantasie und die künstlerischen Fähigkeiten der Kinder auswirkt.



04.06.jpg


Quellenangabe:

http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Fachbeitrag/a_Jugendforschung/s_1115.html
http://www.familienhandbuch.de/cms/Kindheitsforschung-Medien.pdf
Spiegel Special Nr.7/2008, Was Kinder klug & glücklich macht, S. 104 ff.
GEO kompakt Nr.12, Kindheit die wichtigsten Jahre im Leben, S.106ff.
Siegfried Preiser, Psychologische Grundlagen von Erziehung und Unterricht, Frankfurt am Main, 2003



--Tatjana Zimmermann 18:16, 6. Jul. 2009 (UTC)






                                           Medien in der Schule 




Definition: Medien

Unter dem Begriff Medien lassen sich zwei wesentliche Typen zusammenfassen: die Printmedien und die digitalen Medien. Die erste Kategorie setzt sich aus den klassischen Informationsquellen zusammen. Hierzu zählen in erster Linie Zeitungen, Zeitschriften, Magazine und Bücher. Die zweite Kategorie ist umfassender, moderner und weitaus differenzierter. Die digitalen – oder auch elektronischen – Medien liefern im Gegensatz zu den überwiegend passiv ausgerichteten Printmedien nicht nur Informationen, sondern erlauben ebenfalls die aktive Auseinandersetzung der Mediennutzer. Zu den wesentlichen Formen der digitalen Medien gehören unter anderem das Internet, das Fernsehen, das Radio, der Film, sowie das Computerspiel (welche zusammengefasst auch unter dem Begriff der Neuen Medien geläufig sind).


Vorherrschaft der Medien

Die Präsenz der Medien in der heutigen Gesellschaft ist allumfassend. Die oben aufgelisteten Formen der Medien sind etablierte Bestandteile der modernen Kultur und beherrschen als solche das öffentliche und private Leben. Besonders die Jungen zeigen ein hohes Interesse für die verschiedenen Medienformen. Zahlreiche Studien stellen fest, dass der Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen stetig steigt. Das Internet, der Fernseher und weitere Medientypen wie Spielkonsolen sind feste Komponenten des jugendlichen Unterhaltungs- und Informationsgebrauchs. Dem Medienpädagogischen Forschungsbund zufolge besitzen bereits 38% der Sechs- bis 13-Jährigen einen privaten Fernseher, 24% haben ein Handy und 15 % verfügen über einen eigenen Computer.

Passive Medienkompetenz

Kinder und Jugendliche erwerben im Rahmen der Allgegenwärtigkeit der Medien ein umfangreiches mediales Vokabular und entwickeln sich rasch zu Medienexperten, die im Umgang mit dem Internet, dem Fernsehen und der Videokonsole überaus vertraut und geschickt sind. Allerdings schlagen sich diese Kenntnisse nur unbewusst und passiv bei den jugendlichen Nutzern nieder. Um sie effektiv in das Bewusstsein der Kinder und Jugendlichen zu integrieren und zu aktiven Fertigkeiten auszubilden hat sich auf der universitären Forschungsebene die Disziplin der Medienpädagogik entwickelt.


Medienpädagogik

Die Medienpädagogik lässt sich in zwei Bereiche, die Mediendidaktik und die Medienerziehung, unterteilen. Die Mediendidaktik beschäftigt sich mit der Rolle der Medien in Lehr- und Lernprozessen. Hier wird das Potenzial der Medien als Unterrichtsgegenstand untersucht und ausgeschöpft. In der Medienerziehung steht vordergründig der reflektierte und bewusste Umgang mit Medien im gesellschaftlichen Umfeld im Vordergrund. Beide Ansätze haben die Herausbildung einer aktiven Medienkompetenz zum Ziel.


Medienkompetenz

Der Begriff der Medienkompetenz wurde von Dieter Baacke geprägt, der das Konstrukt in vier Teilabschnitte unterteilt: die Medienkritik (die kritische Auseinandersetzung mit Medien), die Medienkunde (das Wissen um den Aufbau und die Funktion spezifischer Medien), die Mediennutzung (der zielorientierte Gebrauch von Medien) und die Mediengestaltung (die Anwendung medialer Techniken). Medienkompetent ist man folglich wenn man kritisch, bewusst, aktiv und produktiv mit Medien umgehen kann. Die aktive Ausbildung und Förderung von Medienkompetenz wird heute vorrangig in der Schule betrieben.


Medien und Schule

Medien sind aus zwei wesentlichen Gründen für den Einsatz und die Thematisierung in der Schule geeignet. Erstens, die Schülerinnen und Schüler verfügen über ausgeprägte Medienkenntnisse, die sie mit Hilfe klarer Instruktionen und Aufgaben noch vertiefen können. Und zweitens, Medien bewirken bei Lernenden aufgrund ihrer Aktualität und Anziehungskraft ein hohes Motivationspotenzial, aus dem Lehrer in ihrem Unterricht Vorteile erzielen können. Die negative Seite der Nutzung von Medien in der Schule zeigt sich darin, dass Schülerinnen und Schüler Unterricht, der keine Medien beinhaltet, von vorneherein als langweilig ansehen.

Medien in der Grundschule

Der Grundstein für die aktive und didaktische Auseinandersetzung mit Medien in den höheren Klassenstufen muss in der Grundschule gelegt werden. Hier kann der bewusste Umgang mit Medien in Form von Musikstücken, dokumentarischen oder fiktionalen Filmsegmenten, die Nutzung von Lernsoftware und Vokabeltrainern sowie durch kurze Internetrecherchen spielerisch eingeübt werden. Ein derartiges Vorgehen setzt selbstverständlich eine entsprechende technische Ausstattung der Schule voraus. Weiterhin ist zu bedenken, dass nicht alle Lehrkräfte über eine ausgebildete Medienkompetenz verfügen, ihren Schülerinnen und Schülern sogar manchmal nachstehen. Dieser Nachteil lässt sich durch Fortbildungen und verstärkte Auseinandersetzung mit den Medien ausgleichen. Des Weiteren sollte das Wissen der Lernenden nie als Bedrohung, sondern als Bereicherung aufgefasst werden. Lehrende und Lernende können hier voneinander lernen und miteinander kooperieren.

Zusammenfassung

Medien bergen ein enormes Lern- und Lehrpotenzial im Schulunterricht und erfordern angesichts der stetig wachsenden Medienlandschaft eine angeleitete Bewusstmachung. Medien können sowohl didaktisch als Lehr- und Lernmittel als auch pädagogisch als Erziehungsmittel gebraucht werden. Wichtig ist es in der Schule den besonnenen Umgang mit dem Gegenstand zu fördern. Die Rolle der Medien wird in der Schule zukünftig noch an Bedeutung zunehmen. Eine Schule ohne Medien ist auf Dauer nicht existenzfähig.


Literatur

Baacke, Dieter (1997). Medienpädagogik. Tübingen: Niemeyer. Spanhel, Dieter & Dichanz, Horst (2006). Medienerziehung. Erziehungs- und Bildungsaufgaben in der Mediengesellschaft. Stuttgart: Klett-Cotta. Internetquellen: Datenbank: Medienerziehung in der Schule (06.07.09). Medienerziehung. URL: http://www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=705. Familie.de (06.07.09). Wieviel Fernsehen und Computer ist gut für Kinder? – Computer und Fernsehen: Grenzen sind wichtig. URL: http://www.familie.de/kind/artikel/wieviel-fernsehen-und-computer-ist-gut-fuer-kinder/computer-und-fernsehen-grenzen-sind-wichtig.

-- erstellt von: --Celine Natalie Kremer 21:40, 6. Jul. 2009 (UTC)