Klassenfahrt

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KLASSENFAHRT


Definition: Eine Klassenfahrt ist ein mehrtägiger Ausflug mit Übernachtungen im Klassenverband.


Warum Klassenfahrten?

Herbart: „ Allein das Leben bildet, allein Erfahrung und Umgang prägen den jungen Menschen, wofür aber die Schule die Vielfalt der Lebenseindrücke klären und ordnen muss, soll der Heranwachsende nicht der Verwirrung und Orientierungslosigkeit ausgeliefert bleiben- unwiderrufliche Folgeerscheinungen unserer immer komplizierter und undurchsichtiger werdenden Lebensverhältnisse.“

Der Grund eine Klassenfahrt zu machen ist es eigentlich die Kinder- und Jugendbildung näher in die Lebenswirklichkeit zu rücken. Der Sinn und Zweck ist es den Kindern die Natur und ihre Umwelt näher zu bringen, was grade in der heutigen Zeit an Wichtigkeit zugenommen hat. Da es durch die heutigen Umstände wie z.B. die technisierte städtische Umwelt mit ihrer Naturferne und auch die techniesierte Ersatzwelt im Fernsehen, kaum noch zu direktem Naturkontakt kommt.Die Schule sollte sich bemühen die so entstandenen Erfahrungsdefizite der Kinder zu mindern und deren Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten zu erweitern. Klassenfahrten sind demnach eine gute Möglichkeit für Kinder das Lernen in der Lebensumwelt zu erschliessen. Auch die Stärkung des Klassenverbandes und die Selbsständigkeit des Kindes können positive Effekte einer Klassenfahrt sein.

Probleme:

Die Schwierigkeiten des Wirklichkeitszugangs für Kinder liegen nicht nur in der ständigen Veränderung der Wirklichkeit, sondern auch in der Institution Schule selber. Der Schule wird die Verantwotung für die Organisation kindlicher Erfahrungsprozesse gegeben und als gesellschaftliche Institution samt ihrer Systhem- und Organisationszwängen, scheint es als könne sie , wenn überhaupt, nur Zeitverzögert auf die Entwicklung ihres Umfelds und damit auf entsprechende neue Lern- und Erfahrungsbedürfnisse der Kinder eingehen. Für die Schule scheint es ausserdem schwierig zu sein den planvoll organisierten Wissenserwerb im Unterricht und die erlebnisvoll „organische“ Wirklichkeitserfahrung in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen. Auch die Praxis der Wirklichkeits- und Lebensnähe ist selbst auf einer Klassenfahrt schwierig zu gestalten. Der Versuch wird natürlich gemacht und Dinge wie Betten beziehen, Tisch decken, abzuräumen und abzuwaschen gehören natürlich zur Wirklichkeit, aber sollte man dies nicht auch zuhause schon gelernt haben?! Dagegen sind Dinge, wie Häuschen aus Holz zu bauen und ein Lagerfeuer zu machen, zwar spaßig und erweitern die Erfahrungen der Kinder, aber Alltagstauglich sind diese nicht.

Quelle:Burk/Kruse Wandertag-Klassenfahrt-Schullandheim