Lehrer

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1.0.Der Lehrer

1.1.Die Abstammung des Wortes:

Das Wort „Lehrer“ stammt von dem althochdeutschen Wort „lêrari“, dem mittelhochdeutschen Wort „lêrer“ und dem gotischen Wort „laisareis“ ab. Es ist auch eine deutsche Übersetzung des lateinischen Magisters.

1.2.Die Definition „Lehrer“

Der „Lehrer“ stellt eine Berufsbezeichnung für die Unterrichts- und Erziehungstätigkeit dar, die in der Regel an einer Schule ausgeführt wird. Er ist Fachmann für das Lehren. Zu Beginn (im meist zweijährigen Referendariat) werden Lehrer als Angestellte eingestellt. und als Beamte auf Probe beschäftigt. Im weiteren Verlauf erlangen sie (in den ersten 2 Jahren wenn es keine Probleme gibt) den Beamtenstatus. Allerdings gilt dies nur an öffentlichen Schulen. An privaten Schulen werden sie nur als Angestellte oder Selbstständige beschäftigt.

Der „Lehrer“ kann in verschiedenen Bereichen tätig sein: • Der Schullehrer als Lehrkraft im tertiären Bildungsbereich • Der Trainer im Sportbereich • Der Coach oder Supervisor als Lehrkraft in einer sozialorientierten Tätigkeit • Der Mentor oder Tutor als lehrender Ausbilder • Der Meister als betrieblicher Lehrer im Handwerk

Die Frage, warum man Lehrer wird haben bei einer Befragung an der UNI Potsdam die Studenten wie folgt beantwortet: • 34 % weil sie mit Kindern arbeiten möchten • 20% hatten pädagogische Gründe • 16% wollen Vorbild sein • 7% wegen der Familientradition • 6% um die Gesellschaft zu verbessern • 5% wegen der sozialen Sicherheit

1.3.Die Aufgaben des „Lehrers“

Lehrer sollen sich bewusst darüber sein dass sie“ einen der schwierigsten Jobs, den diese Gesellschaft zu vergeben hat, mit Persönlichkeit füllen müssen.“ Die Kernaufgabe ist die gezielte und nach wissenschaftlichen Erkenntnissen (wenn die Bedingungen es erlauben) gestaltete Planung, Organisation und Reflexion von Lehr- und Lernprozessen sowie ihre individuelle Bewertung und systemische Evaluation. Die Lehrer vermitteln grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten in Methoden, die den Schülerinnen ermöglicht, selbständig den Prozess des lebenslangen Lernens zu meistern. Für die berufliche Arbeit sind umfassende fachwissenschaftliche wie auch pädagogisch-didaktische und soziologisch-psychologische Fertigkeiten sowie kommunikative und soziale Fähigkeiten erforderlich. Die Schülerinnen sollten spüren, dass ihre Lehrer "ein Herz" für sie haben, sich für ihre individuellen Lebensbedingungen und Lernmöglichkeiten interessieren Sie sollten entsprechend gefördert und motiviert werden, sie fordern, aber nicht überfordern. Verantwortung, Empathie, Bereitschaft und glaubwürdiges Handeln aller Lehrer sind auch für ein gutes Schulklima und ein partnerschaftliches Schulleben förderliche Voraussetzungen. Lehrer sollten ihre Beurteilungsaufgabe im Unterricht und bei der Vergabe von Berechtigungen für Ausbildungs- und Berufswege kompetent, gerecht und verantwortungsbewusst ausüben. Dafür sind hohe pädagogisch-psychologische und diagnostische Kompetenzen von Lehrkräften erforderlich sowie die motivierende Kommunikation untereinander und die hilfreiche Beratung der Schülerinnen und ihrer Eltern. Junge Menschen müssen in der Schule erfahren, dass sie fair und gerecht behandelt und beurteilt werden und sie ihre Bildungschancen voll ausschöpfen können. Lehrkräfte helfen ihnen, ihre eigene Leistungsfähigkeit und Anstrengungsbereitschaft einzuschätzen und zu steigern.

1.4.Der „Klassenlehrer“

Er ist die wichtigste Bezugs- und Vertrauensperson innerhalb der Klasse. Seine Hauptaufgabe ist es eine Verbindung zu seinen Schülerinnen und deren Eltern zu schaffen und eventuelle Konflikte zu beseitigen bzw. zu lösen. Der Klassenlehrer organisiert und unternimmt Ausflüge,Unterrichtsgänge,Wandertage, Klassenfahrten (alle 2 Jahre) etc. um das Klassenklima zu fördern, weil bei diesen außerunterrichtlichen Erlebnissen zwangsläufig Situationen entstehen werden, die so nicht im Unterricht planbar sind und gelöst werden müssen..Außerdem unterrichtet er seine Klasse möglichst in den Hauptfächern, bzw. in so vielen Fächern wie möglich. In der Grundschule heißt das von der 1.-4-Klasse und in der Sek I von der 5.-10 Klasse. In der Oberstufe und an beruflichen Schulen ist der enge Kontakt zum Klassenleiter durch die Kurse nicht mehr möglich. „Langfristig wird er die Führung in der Klasse nur haben, wenn er den Schülern etwas zu sagen hat!“


1.5.Die Entwicklung des „Lehrers“

Lehrer entwickeln ihre Kompetenzen ständig weiter und nutzen geeignete Fort- und Weiterbildungsangebote, um die neuen Entwicklungen und wissenschaftlichen Erkenntnisse in ihrer beruflichen Tätigkeit zu berücksichtigen und zu nutzen. Wie in anderen Berufen auch, ist die ständige Fort- und Weiterbildung ein wesentlicher und notwendiger Bestandteil ihrer beruflichen Tätigkeit in allen Fächern. Darüber hinaus sollten Lehrer ständige Kontakte zur Arbeitswelt pflegen. Den Anschluss an wissenschaftliche, ökonomische und technologische Entwicklungen in der Berufswelt zu halten, ist eine wesentliche Aufgabe. Die Lehrer beteiligen sich an der Schulentwicklung und der Gestaltung einer lernförderlichen Schulkultur und eines motivierenden Schulklimas. Die Schule ist kein von der Gesellschaft abgesonderter Raum. Lehrer sind deshalb in wachsendem Maße gefordert, Schüler und Eltern zu beraten, in Institutionen(z.B. dem Fördeverein, dem regionalen Sportverein) mitzuarbeiten, Aufgaben und Verantwortung bei der eigenständigen Verwaltung der Schule zu übernehmen. Gute Lernbedingungen können nur in einer lernfähigen Schule gesichert werden. Je mehr eine Schule eine gemeinsame Identität entwickelt und fördert, umso besser gelingen die Lehr- und Lernprozesse. Für die innere und äußere Schulentwicklung und die Umsetzung eines Schulprogramms sind aktive Mitwirkung, Mitverantwortung und Teamarbeit erforderlich. Es ist sinnvoll, dass außerschulische Partner oder Organisationen in geeigneter Form am Lernprozess mitwirken und ihre professionelle Kompetenz und Überzeugungskraft einbringen

1.6.Nachtrag:

Besonderheiten des Lehrerberufs im Vergleich zu anderen Berufen: • Ein großer Teil der beruflichen Tätigkeit MUSS zu Hause erledigt werde. • Der Lehrer sieht nie (oder selten) das „Endprodukt“ seiner Arbeit • Die Qualität der gebotenen Leistung bleibt im allgemeinen ohne Einfluss auf sein Gehalt


1.7. Literaturverzeichnis

Dicks, Bernd. Lehrer eine Gebrauchsanweisung. Kiepenheuer und Witsch.2008.

Kühn, Lotte. Das Lehrerhasserbuch.Knaur Verlag.2005. S. 217

Brose, Karin, Pfaffe, Wolfgang. Survival für Lehrer. Vandenhoeck & Ruprecht Verlag. 2008.

Schaefer, Klaus. So schaffen sie den Schullaltag.Aschendorffsche Verlagsbuchhandlung. 1992.