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	<title>SozFra - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Frauen_in_der_Soziologie_in_Frankfurt&amp;diff=3857</id>
		<title>Frauen in der Soziologie in Frankfurt</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um die Rolle der Frau in der Soziologie verstehen zu können, kann man sich dem Thema „Frauen in der Soziologie“ auf verschiedenen Wegen nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gibt es zum einen den Weg der Lernenden bzw. Lehrenden Frau, den man durch die Betrachtung und Untersuchung von Biographien von Frauen gehen kann, aber auch den Weg der Institutionen, wie zum Beispiel dem Frauenrat an der Universität Frankfurt oder dem Institut für Frauenforschung. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Weg wäre die Struktur einer Universität bzw. die allgemeinen Fakten, wie z.B. wie viele Frauen an einer Universität eingeschrieben sind und wie viele Frauen als Lehrende an einer bestimmten Universität beschäftigt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese verschiedenen Wege sollen zur Aufklärung der Frage führen, ob Frauen gerade in der Soziologie als neben den Männern gleichberechtigt gelten können.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frauenbewegung, auch getragen von Frauen der Soziologie an der Universität, war in Frankfurt eng mit den Studentenrevolten um 68 und auch dem SDS verbunden. Inwieweit war (oder ist) Frauenbewegung mit den Arbeiten der Soziologen verbunden und beeinflusste sie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage nach der Bedeutung der Kritischen Theorie für die Frauenbewegung wird meist nur von Feministinnen behandelt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frauenbewegung 1968 in Frankfurt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frankfurter Universität war Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre einer der Hochburgen der deutschen Frauenbewegung. Der Beginn dieser Bewegung wird von vielen in dem berühmten Tomatenwurf vom 13. September 1968 gesehen.&lt;br /&gt;
Zu diesem Tomatenwurf kam es, als die Berliner Regisseurin und Autorin [[Helke Sander]] bei der 23. SDS-Delegiertenkonferenz in Frankfurt eine unangemeldete Rede zur Befreiung der Frauen hielt, mit der sie versuchte, den Genossinnen und Genossen klar zu machen, dass Frauen ein politisches Potential darstellten, dass diese zwar neue Probleme in die politische Praxis mit-, aber auch neue Fähigkeiten einbrächten. Als ihr Anliegen nach der Mittagspause diskussionslos unterzugehen drohte, kam ihr die Berliner Studentenvertreterin [[Sigrid Rüger]] zu Hilfe. Sie rief dem damaligen SDS-Vorstand [[Hans-Jürgen Krahl]] vor versammelten Auditorium zu: „Genosse Krahl, du bist objektiv ein Konterrevolutionär und ein Agent des Klassenfeindes dazu.“ Ihren Worten ließ sie eine Tomate folgen mit der sie Krahl bewarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere sehen in diesem Tomatenwurf „ein Mythos wie andere über diese Zeit. (...)&lt;br /&gt;
Ich möchte also darlegen, dass die neue Frauenbewegung benennbare Ursachen hatte - so wie auch die Studentenbewegung benennbare Ursachen hatte und nicht plötzlich entstand, sondern sich als Bewegung von Menschen entwickelte.“ (Sigrid Damm-Rüger, Antiautoritärer Anspruch und Frauenemanzipation - die Revolte in der Revolte (1988), zitiert nach: Susanne Schunter-Kleemann, Femmage an Sigrid Damm-Rüger, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 37.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Frauen innerhalb des SDS lehnten Helke Sanders Rede und den darauf gefolgten Tomatenwurf, da sie eine Spaltung des SDS befürchteten.&lt;br /&gt;
„(...) Und dann kam Helke Sander mit ihrem Abgesang auf den Männer-SDS, von dem sich die ausschließlich redenden Männer natürlich nicht provozieren lassen wollten. Also bewarf Sigrid den nach Worten ringenden, vielfach gehandikapten, aber zweifellos klarsten Kopf des damaligen SDS, Hans Jürgen Krahl“ (Ines Lehmann, Auf der Hut vor Nebenwidersprüchen, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 64)&lt;br /&gt;
Der eigentliche Kern der Rede Sanders war die Thematisierung des Privaten als Politisches.&lt;br /&gt;
Die Frau werde durch die Trennung des Privaten und des gesellschaftlichen und politischen Lebens in einen persönlichen Konflikt getrieben, da sie immer noch für die Familie, also das Privatleben erzogen werde und zwischen den eigenen Erwartungen und denen der Gesellschaft hin und her gerissen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Private ist politisch!&amp;quot; wurde ein regelrechter Slogan mit dem Frauen begannen in der westeuropäischen Linken ein neues Politikverständnis einzufordern, so auch und vor allem im Umfeld des SDS. &lt;br /&gt;
Damit wollten sie sich vor allem gegen die Behandlung der Frauenfrage als &amp;quot;Nebenwiderspruch&amp;quot; des Klassenkampfes zur Wehr setzen, der als &amp;quot;Hauptwiderspruch&amp;quot; galt und dessen Beseitigung die Geschlechterproblematik nach Ansicht der Genossen automatisch mitlösen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bedeutung der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule für die Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elemente aus der Kritischen Theorie, die auch für die feministische Sozialforschung unabdingbar sind (laut [[Regina Becker Schmidt]]):  &lt;br /&gt;
Ein Verständnis aller sozialen Erscheinungen als historisch gewordene, eine Forschungsperspektive , die auf die Aufdeckung von Herrschaftsgefügen und Machtbedingungen zielt, die Konzeption von Gesellschaft als strukturell widersprüchlich verfasster Totalität sowie Verständnis von Wissenschaft, das deren Funktion mit der Anleitung zur emanzipatorischen Praxis verbindet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die wechselseitige Bezogenheit von kritischer Subjekt- und Gesellschaftstheorie sowie, aufs engste zusammenhängend, die Vertretung des Rechts auf Besonderung in der Interdependenz von Individuum und Allgemeinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Nutzung der Kritischen Theorie für die feministische Sozialforschung: Andorzentrische Logik der Kritischen Theorie sehen und Geschlechterdifferenz als analytische Leerstelle der Frankfurter Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jürgen Habermas zur Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„(...)der Kampf gegen patriarchalische Unterdrückung und für die Einlösung eines Versprechens, das in den anerkannten universalistischen Grundlagen von Moral und Recht seit langem verankert ist, verleiht dem Feminismus die Schubkraft einer offensiven Bewegung, während alle übrigen Bewegungen einen defensiven Charakter haben.&amp;quot; (S. 578)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Übrigen verfügen Frauen aus dem historischen Erbe der geschlechtlichen Arbeitsteilung, der sie in der bürgerlichen Kleinfamilie unterworfen waren, über Kontrasttugenden, über ein zur Männerwelt komplementäres, der einseitig rationalisierten Alltagspraxis entgegengesetztes Werteregister.&amp;quot; (S. 579)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus „Theorie des kommunikativen Handelns“ 1981, Band 2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ursula Apitzsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ute Gerhard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elisabeth Lenk]]&lt;br /&gt;
 bis [[Regina Becker Schmidt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helke Sander]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ulla Wischermann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Institutionen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die zweite Frauenbewegung]] (Rede zur Lage der Frauen im SDS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Cornelia Goethe Centrum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frauenrat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendete Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Frankfurter Schule und Studentenbewegung - Von der Flaschenpost zum Molotowcocktail 1946 bis 1995&amp;quot;, Wolfgang Kraushaar, Rogner &amp;amp; Bernhard bei Zweitausendeins 1998&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Feministische Vernunftkritik - Ansätze und Traditionen&amp;quot;, Ilona Ostner, Klaus Lichtblau (Hrsg.), Campus 1992&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Ausgegrenzt und eingemeindet -  Die neue Frauenbewegung im Blick der Sozialwissenschaften&amp;quot;, Regina Dackweiler, Westfälisches Dampfboot 1995&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Die neue Frauenbewegung in der Bundesrepublik und Griechenland : eine vergleichende Studie.&amp;quot;, Natascha Apostolidou, Helmer 1995&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Wenn die Frauen erst einmal Frauen sein könnten&amp;quot;, Regina Becker-Schmidt, aus (folgt)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
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		<title>Frauen in der Soziologie in Frankfurt</title>
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		<updated>2008-03-13T13:34:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: /* Verwendete Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um die Rolle der Frau in der Soziologie verstehen zu können, kann man sich dem Thema „Frauen in der Soziologie“ auf verschiedenen Wegen nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gibt es zum einen den Weg der Lernenden bzw. Lehrenden Frau, den man durch die Betrachtung und Untersuchung von Biographien von Frauen gehen kann, aber auch den Weg der Institutionen, wie zum Beispiel dem Frauenrat an der Universität Frankfurt oder dem Institut für Frauenforschung. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Weg wäre die Struktur einer Universität bzw. die allgemeinen Fakten, wie z.B. wie viele Frauen an einer Universität eingeschrieben sind und wie viele Frauen als Lehrende an einer bestimmten Universität beschäftigt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese verschiedenen Wege sollen zur Aufklärung der Frage führen, ob Frauen gerade in der Soziologie als neben den Männern gleichberechtigt gelten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frauenbewegung, auch getragen von Frauen der Soziologie an der Universität, war in Frankfurt eng mit den Studentenrevolten um 68 und auch dem SDS verbunden. Inwieweit war (oder ist) Frauenbewegung mit den Arbeiten der Soziologen verbunden und beeinflusste sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frauenbewegung 1968 in Frankfurt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frankfurter Universität war Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre einer der Hochburgen der deutschen Frauenbewegung. Der Beginn dieser Bewegung wird von vielen in dem berühmten Tomatenwurf vom 13. September 1968 gesehen.&lt;br /&gt;
Zu diesem Tomatenwurf kam es, als die Berliner Regisseurin und Autorin [[Helke Sander]] bei der 23. SDS-Delegiertenkonferenz in Frankfurt eine unangemeldete Rede zur Befreiung der Frauen hielt, mit der sie versuchte, den Genossinnen und Genossen klar zu machen, dass Frauen ein politisches Potential darstellten, dass diese zwar neue Probleme in die politische Praxis mit-, aber auch neue Fähigkeiten einbrächten. Als ihr Anliegen nach der Mittagspause diskussionslos unterzugehen drohte, kam ihr die Berliner Studentenvertreterin [[Sigrid Rüger]] zu Hilfe. Sie rief dem damaligen SDS-Vorstand [[Hans-Jürgen Krahl]] vor versammelten Auditorium zu: „Genosse Krahl, du bist objektiv ein Konterrevolutionär und ein Agent des Klassenfeindes dazu.“ Ihren Worten ließ sie eine Tomate folgen mit der sie Krahl bewarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere sehen in diesem Tomatenwurf „ein Mythos wie andere über diese Zeit. (...)&lt;br /&gt;
Ich möchte also darlegen, dass die neue Frauenbewegung benennbare Ursachen hatte - so wie auch die Studentenbewegung benennbare Ursachen hatte und nicht plötzlich entstand, sondern sich als Bewegung von Menschen entwickelte.“ (Sigrid Damm-Rüger, Antiautoritärer Anspruch und Frauenemanzipation - die Revolte in der Revolte (1988), zitiert nach: Susanne Schunter-Kleemann, Femmage an Sigrid Damm-Rüger, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 37.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Frauen innerhalb des SDS lehnten Helke Sanders Rede und den darauf gefolgten Tomatenwurf, da sie eine Spaltung des SDS befürchteten.&lt;br /&gt;
„(...) Und dann kam Helke Sander mit ihrem Abgesang auf den Männer-SDS, von dem sich die ausschließlich redenden Männer natürlich nicht provozieren lassen wollten. Also bewarf Sigrid den nach Worten ringenden, vielfach gehandikapten, aber zweifellos klarsten Kopf des damaligen SDS, Hans Jürgen Krahl“ (Ines Lehmann, Auf der Hut vor Nebenwidersprüchen, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 64)&lt;br /&gt;
Der eigentliche Kern der Rede Sanders war die Thematisierung des Privaten als Politisches.&lt;br /&gt;
Die Frau werde durch die Trennung des Privaten und des gesellschaftlichen und politischen Lebens in einen persönlichen Konflikt getrieben, da sie immer noch für die Familie, also das Privatleben erzogen werde und zwischen den eigenen Erwartungen und denen der Gesellschaft hin und her gerissen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Private ist politisch!&amp;quot; wurde ein regelrechter Slogan mit dem Frauen begannen in der westeuropäischen Linken ein neues Politikverständnis einzufordern, so auch und vor allem im Umfeld des SDS. &lt;br /&gt;
Damit wollten sie sich vor allem gegen die Behandlung der Frauenfrage als &amp;quot;Nebenwiderspruch&amp;quot; des Klassenkampfes zur Wehr setzen, der als &amp;quot;Hauptwiderspruch&amp;quot; galt und dessen Beseitigung die Geschlechterproblematik nach Ansicht der Genossen automatisch mitlösen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bedeutung der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule für die Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elemente aus der Kritischen Theorie, die auch für die feministische Sozialforschung unabdingbar sind (laut [[Regina Becker Schmidt]]):  &lt;br /&gt;
Ein Verständnis aller sozialen Erscheinungen als historisch gewordene, eine Forschungsperspektive , die auf die Aufdeckung von Herrschaftsgefügen und Machtbedingungen zielt, die Konzeption von Gesellschaft als strukturell widersprüchlich verfasster Totalität sowie Verständnis von Wissenschaft, das deren Funktion mit der Anleitung zur emanzipatorischen Praxis verbindet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die wechselseitige Bezogenheit von kritischer Subjekt- und Gesellschaftstheorie sowie, aufs engste zusammenhängend, die Vertretung des Rechts auf Besonderung in der Interdependenz von Individuum und Allgemeinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Nutzung der Kritischen Theorie für die feministische Sozialforschung: Andorzentrische Logik der Kritischen Theorie sehen und Geschlechterdifferenz als analytische Leerstelle der Frankfurter Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jürgen Habermas zur Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„(...)der Kampf gegen patriarchalische Unterdrückung und für die Einlösung eines Versprechens, das in den anerkannten universalistischen Grundlagen von Moral und Recht seit langem verankert ist, verleiht dem Feminismus die Schubkraft einer offensiven Bewegung, während alle übrigen Bewegungen einen defensiven Charakter haben.&amp;quot; (S. 578)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Übrigen verfügen Frauen aus dem historischen Erbe der geschlechtlichen Arbeitsteilung, der sie in der bürgerlichen Kleinfamilie unterworfen waren, über Kontrasttugenden, über ein zur Männerwelt komplementäres, der einseitig rationalisierten Alltagspraxis entgegengesetztes Werteregister.&amp;quot; (S. 579)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus „Theorie des kommunikativen Handelns“ 1981, Band 2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ursula Apitzsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ute Gerhard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elisabeth Lenk]]&lt;br /&gt;
 bis [[Regina Becker Schmidt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helke Sander]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ulla Wischermann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Institutionen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die zweite Frauenbewegung]] (Rede zur Lage der Frauen im SDS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Cornelia Goethe Centrum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frauenrat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendete Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Frankfurter Schule und Studentenbewegung - Von der Flaschenpost zum Molotowcocktail 1946 bis 1995&amp;quot;, Wolfgang Kraushaar, Rogner &amp;amp; Bernhard bei Zweitausendeins 1998&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Feministische Vernunftkritik - Ansätze und Traditionen&amp;quot;, Ilona Ostner, Klaus Lichtblau (Hrsg.), Campus 1992&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Ausgegrenzt und eingemeindet -  Die neue Frauenbewegung im Blick der Sozialwissenschaften&amp;quot;, Regina Dackweiler, Westfälisches Dampfboot 1995&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Die neue Frauenbewegung in der Bundesrepublik und Griechenland : eine vergleichende Studie.&amp;quot;, Natascha Apostolidou, Helmer 1995&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Wenn die Frauen erst einmal Frauen sein könnten&amp;quot;, Regina Becker-Schmidt, aus (folgt)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
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		<title>Frauen in der Soziologie in Frankfurt</title>
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		<updated>2008-03-13T13:34:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um die Rolle der Frau in der Soziologie verstehen zu können, kann man sich dem Thema „Frauen in der Soziologie“ auf verschiedenen Wegen nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gibt es zum einen den Weg der Lernenden bzw. Lehrenden Frau, den man durch die Betrachtung und Untersuchung von Biographien von Frauen gehen kann, aber auch den Weg der Institutionen, wie zum Beispiel dem Frauenrat an der Universität Frankfurt oder dem Institut für Frauenforschung. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Weg wäre die Struktur einer Universität bzw. die allgemeinen Fakten, wie z.B. wie viele Frauen an einer Universität eingeschrieben sind und wie viele Frauen als Lehrende an einer bestimmten Universität beschäftigt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese verschiedenen Wege sollen zur Aufklärung der Frage führen, ob Frauen gerade in der Soziologie als neben den Männern gleichberechtigt gelten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frauenbewegung, auch getragen von Frauen der Soziologie an der Universität, war in Frankfurt eng mit den Studentenrevolten um 68 und auch dem SDS verbunden. Inwieweit war (oder ist) Frauenbewegung mit den Arbeiten der Soziologen verbunden und beeinflusste sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frauenbewegung 1968 in Frankfurt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frankfurter Universität war Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre einer der Hochburgen der deutschen Frauenbewegung. Der Beginn dieser Bewegung wird von vielen in dem berühmten Tomatenwurf vom 13. September 1968 gesehen.&lt;br /&gt;
Zu diesem Tomatenwurf kam es, als die Berliner Regisseurin und Autorin [[Helke Sander]] bei der 23. SDS-Delegiertenkonferenz in Frankfurt eine unangemeldete Rede zur Befreiung der Frauen hielt, mit der sie versuchte, den Genossinnen und Genossen klar zu machen, dass Frauen ein politisches Potential darstellten, dass diese zwar neue Probleme in die politische Praxis mit-, aber auch neue Fähigkeiten einbrächten. Als ihr Anliegen nach der Mittagspause diskussionslos unterzugehen drohte, kam ihr die Berliner Studentenvertreterin [[Sigrid Rüger]] zu Hilfe. Sie rief dem damaligen SDS-Vorstand [[Hans-Jürgen Krahl]] vor versammelten Auditorium zu: „Genosse Krahl, du bist objektiv ein Konterrevolutionär und ein Agent des Klassenfeindes dazu.“ Ihren Worten ließ sie eine Tomate folgen mit der sie Krahl bewarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere sehen in diesem Tomatenwurf „ein Mythos wie andere über diese Zeit. (...)&lt;br /&gt;
Ich möchte also darlegen, dass die neue Frauenbewegung benennbare Ursachen hatte - so wie auch die Studentenbewegung benennbare Ursachen hatte und nicht plötzlich entstand, sondern sich als Bewegung von Menschen entwickelte.“ (Sigrid Damm-Rüger, Antiautoritärer Anspruch und Frauenemanzipation - die Revolte in der Revolte (1988), zitiert nach: Susanne Schunter-Kleemann, Femmage an Sigrid Damm-Rüger, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 37.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Frauen innerhalb des SDS lehnten Helke Sanders Rede und den darauf gefolgten Tomatenwurf, da sie eine Spaltung des SDS befürchteten.&lt;br /&gt;
„(...) Und dann kam Helke Sander mit ihrem Abgesang auf den Männer-SDS, von dem sich die ausschließlich redenden Männer natürlich nicht provozieren lassen wollten. Also bewarf Sigrid den nach Worten ringenden, vielfach gehandikapten, aber zweifellos klarsten Kopf des damaligen SDS, Hans Jürgen Krahl“ (Ines Lehmann, Auf der Hut vor Nebenwidersprüchen, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 64)&lt;br /&gt;
Der eigentliche Kern der Rede Sanders war die Thematisierung des Privaten als Politisches.&lt;br /&gt;
Die Frau werde durch die Trennung des Privaten und des gesellschaftlichen und politischen Lebens in einen persönlichen Konflikt getrieben, da sie immer noch für die Familie, also das Privatleben erzogen werde und zwischen den eigenen Erwartungen und denen der Gesellschaft hin und her gerissen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Private ist politisch!&amp;quot; wurde ein regelrechter Slogan mit dem Frauen begannen in der westeuropäischen Linken ein neues Politikverständnis einzufordern, so auch und vor allem im Umfeld des SDS. &lt;br /&gt;
Damit wollten sie sich vor allem gegen die Behandlung der Frauenfrage als &amp;quot;Nebenwiderspruch&amp;quot; des Klassenkampfes zur Wehr setzen, der als &amp;quot;Hauptwiderspruch&amp;quot; galt und dessen Beseitigung die Geschlechterproblematik nach Ansicht der Genossen automatisch mitlösen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bedeutung der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule für die Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elemente aus der Kritischen Theorie, die auch für die feministische Sozialforschung unabdingbar sind (laut [[Regina Becker Schmidt]]):  &lt;br /&gt;
Ein Verständnis aller sozialen Erscheinungen als historisch gewordene, eine Forschungsperspektive , die auf die Aufdeckung von Herrschaftsgefügen und Machtbedingungen zielt, die Konzeption von Gesellschaft als strukturell widersprüchlich verfasster Totalität sowie Verständnis von Wissenschaft, das deren Funktion mit der Anleitung zur emanzipatorischen Praxis verbindet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die wechselseitige Bezogenheit von kritischer Subjekt- und Gesellschaftstheorie sowie, aufs engste zusammenhängend, die Vertretung des Rechts auf Besonderung in der Interdependenz von Individuum und Allgemeinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Nutzung der Kritischen Theorie für die feministische Sozialforschung: Andorzentrische Logik der Kritischen Theorie sehen und Geschlechterdifferenz als analytische Leerstelle der Frankfurter Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jürgen Habermas zur Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„(...)der Kampf gegen patriarchalische Unterdrückung und für die Einlösung eines Versprechens, das in den anerkannten universalistischen Grundlagen von Moral und Recht seit langem verankert ist, verleiht dem Feminismus die Schubkraft einer offensiven Bewegung, während alle übrigen Bewegungen einen defensiven Charakter haben.&amp;quot; (S. 578)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Übrigen verfügen Frauen aus dem historischen Erbe der geschlechtlichen Arbeitsteilung, der sie in der bürgerlichen Kleinfamilie unterworfen waren, über Kontrasttugenden, über ein zur Männerwelt komplementäres, der einseitig rationalisierten Alltagspraxis entgegengesetztes Werteregister.&amp;quot; (S. 579)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus „Theorie des kommunikativen Handelns“ 1981, Band 2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ursula Apitzsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ute Gerhard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elisabeth Lenk]]&lt;br /&gt;
 bis [[Regina Becker Schmidt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helke Sander]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ulla Wischermann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Institutionen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die zweite Frauenbewegung]] (Rede zur Lage der Frauen im SDS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Cornelia Goethe Centrum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frauenrat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendete Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Frankfurter Schule un Studentenbewegung - Von der Flaschenpost zum Molotowcocktail 1946 bis 1995&amp;quot;, Wolfgang Kraushaar, Rogner &amp;amp; Bernhard bei Zweitausendeins 1998&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Feministische Vernunftkritik - Ansätze und Traditionen&amp;quot;, Ilona Ostner, Klaus Lichtblau (Hrsg.), Campus 1992&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Ausgegrenzt und eingemeindet -  Die neue Frauenbewegung im Blick der Sozialwissenschaften&amp;quot;, Regina Dackweiler, Westfälisches Dampfboot 1995&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Die neue Frauenbewegung in der Bundesrepublik und Griechenland : eine vergleichende Studie.&amp;quot;, Natascha Apostolidou, Helmer 1995&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Wenn die Frauen erst einmal Frauen sein könnten&amp;quot;, Regina Becker-Schmidt, aus (folgt)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Frauen_in_der_Soziologie_in_Frankfurt&amp;diff=3837</id>
		<title>Frauen in der Soziologie in Frankfurt</title>
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		<updated>2008-03-13T13:26:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um die Rolle der Frau in der Soziologie verstehen zu können, kann man sich dem Thema „Frauen in der Soziologie“ auf verschiedenen Wegen nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gibt es zum einen den Weg der Lernenden bzw. Lehrenden Frau, den man durch die Betrachtung und Untersuchung von Biographien von Frauen gehen kann, aber auch den Weg der Institutionen, wie zum Beispiel dem Frauenrat an der Universität Frankfurt oder dem Institut für Frauenforschung. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Weg wäre die Struktur einer Universität bzw. die allgemeinen Fakten, wie z.B. wie viele Frauen an einer Universität eingeschrieben sind und wie viele Frauen als Lehrende an einer bestimmten Universität beschäftigt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese verschiedenen Wege sollen zur Aufklärung der Frage führen, ob Frauen gerade in der Soziologie als neben den Männern gleichberechtigt gelten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frauenbewegung, auch getragen von Frauen der Soziologie an der Universität, war in Frankfurt eng mit den Studentenrevolten um 68 und auch dem SDS verbunden. Inwieweit war (oder ist) Frauenbewegung mit den Arbeiten der Soziologen verbunden und beeinflusste sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frauenbewegung 1968 in Frankfurt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frankfurter Universität war Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre einer der Hochburgen der deutschen Frauenbewegung. Der Beginn dieser Bewegung wird von vielen in dem berühmten Tomatenwurf vom 13. September 1968 gesehen.&lt;br /&gt;
Zu diesem Tomatenwurf kam es, als die Berliner Regisseurin und Autorin [[Helke Sander]] bei der 23. SDS-Delegiertenkonferenz in Frankfurt eine unangemeldete Rede zur Befreiung der Frauen hielt, mit der sie versuchte, den Genossinnen und Genossen klar zu machen, dass Frauen ein politisches Potential darstellten, dass diese zwar neue Probleme in die politische Praxis mit-, aber auch neue Fähigkeiten einbrächten. Als ihr Anliegen nach der Mittagspause diskussionslos unterzugehen drohte, kam ihr die Berliner Studentenvertreterin [[Sigrid Rüger]] zu Hilfe. Sie rief dem damaligen SDS-Vorstand [[Hans-Jürgen Krahl]] vor versammelten Auditorium zu: „Genosse Krahl, du bist objektiv ein Konterrevolutionär und ein Agent des Klassenfeindes dazu.“ Ihren Worten ließ sie eine Tomate folgen mit der sie Krahl bewarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere sehen in diesem Tomatenwurf „ein Mythos wie andere über diese Zeit. (...)&lt;br /&gt;
Ich möchte also darlegen, dass die neue Frauenbewegung benennbare Ursachen hatte - so wie auch die Studentenbewegung benennbare Ursachen hatte und nicht plötzlich entstand, sondern sich als Bewegung von Menschen entwickelte.“ (Sigrid Damm-Rüger, Antiautoritärer Anspruch und Frauenemanzipation - die Revolte in der Revolte (1988), zitiert nach: Susanne Schunter-Kleemann, Femmage an Sigrid Damm-Rüger, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 37.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Frauen innerhalb des SDS lehnten Helke Sanders Rede und den darauf gefolgten Tomatenwurf, da sie eine Spaltung des SDS befürchteten.&lt;br /&gt;
„(...) Und dann kam Helke Sander mit ihrem Abgesang auf den Männer-SDS, von dem sich die ausschließlich redenden Männer natürlich nicht provozieren lassen wollten. Also bewarf Sigrid den nach Worten ringenden, vielfach gehandikapten, aber zweifellos klarsten Kopf des damaligen SDS, Hans Jürgen Krahl“ (Ines Lehmann, Auf der Hut vor Nebenwidersprüchen, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 64)&lt;br /&gt;
Der eigentliche Kern der Rede Sanders war die Thematisierung des Privaten als Politisches.&lt;br /&gt;
Die Frau werde durch die Trennung des Privaten und des gesellschaftlichen und politischen Lebens in einen persönlichen Konflikt getrieben, da sie immer noch für die Familie, also das Privatleben erzogen werde und zwischen den eigenen Erwartungen und denen der Gesellschaft hin und her gerissen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Private ist politisch!&amp;quot; wurde ein regelrechter Slogan mit dem Frauen begannen in der westeuropäischen Linken ein neues Politikverständnis einzufordern, so auch und vor allem im Umfeld des SDS. &lt;br /&gt;
Damit wollten sie sich vor allem gegen die Behandlung der Frauenfrage als &amp;quot;Nebenwiderspruch&amp;quot; des Klassenkampfes zur Wehr setzen, der als &amp;quot;Hauptwiderspruch&amp;quot; galt und dessen Beseitigung die Geschlechterproblematik nach Ansicht der Genossen automatisch mitlösen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bedeutung der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule für die Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elemente aus der Kritischen Theorie, die auch für die feministische Sozialforschung unabdingbar sind (laut [[Regina Becker Schmidt]]):  &lt;br /&gt;
Ein Verständnis aller sozialen Erscheinungen als historisch gewordene, eine Forschungsperspektive , die auf die Aufdeckung von Herrschaftsgefügen und Machtbedingungen zielt, die Konzeption von Gesellschaft als strukturell widersprüchlich verfasster Totalität sowie Verständnis von Wissenschaft, das deren Funktion mit der Anleitung zur emanzipatorischen Praxis verbindet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die wechselseitige Bezogenheit von kritischer Subjekt- und Gesellschaftstheorie sowie, aufs engste zusammenhängend, die Vertretung des Rechts auf Besonderung in der Interdependenz von Individuum und Allgemeinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Nutzung der Kritischen Theorie für die feministische Sozialforschung: Andorzentrische Logik der Kritischen Theorie sehen und Geschlechterdifferenz als analytische Leerstelle der Frankfurter Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jürgen Habermas zur Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„(...)der Kampf gegen patriarchalische Unterdrückung und für die Einlösung eines Versprechens, das in den anerkannten universalistischen Grundlagen von Moral und Recht seit langem verankert ist, verleiht dem Feminismus die Schubkraft einer offensiven Bewegung, während alle übrigen Bewegungen einen defensiven Charakter haben.&amp;quot; (S. 578)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Übrigen verfügen Frauen aus dem historischen Erbe der geschlechtlichen Arbeitsteilung, der sie in der bürgerlichen Kleinfamilie unterworfen waren, über Kontrasttugenden, über ein zur Männerwelt komplementäres, der einseitig rationalisierten Alltagspraxis entgegengesetztes Werteregister.&amp;quot; (S. 579)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus „Theorie des kommunikativen Handelns“ 1981, Band 2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ursula Apitzsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ute Gerhard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elisabeth Lenk]]&lt;br /&gt;
 bis [[Regina Becker Schmidt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helke Sander]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ulla Wischermann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Institutionen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die zweite Frauenbewegung]] (Rede zur Lage der Frauen im SDS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Cornelia Goethe Centrum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frauenrat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendete Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Frankfurter Schule un Studentenbewegung - Von der Flaschenpost zum Molotowcocktail 1946 bis 1995&amp;quot;, Wolfgang Kraushaar, Rogner &amp;amp; Bernhard bei Zweitausendeins 1998&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Feministische Vernunftkritik - Ansätze und Traditionen&amp;quot;, Ilona Ostner, Klaus Lichtblau (Hrsg.), Campus 1992&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Alexandra_Leo&amp;diff=3764</id>
		<title>Alexandra Leo</title>
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		<updated>2008-03-13T10:20:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Frauen in der Soziologie in Frankfurt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Rolle der Frau in der Soziologie verstehen zu können, kann man sich dem Thema „Frauen in der Soziologie“ auf verschiedenen Wegen nähern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gibt es zum einen den Weg der Lernenden bzw. Lehrenden Frau, den man durch die Betrachtung und Untersuchung von Biographien von Frauen gehen kann, aber auch den Weg der Institutionen, wie zum Beispiel dem Frauenrat an der Universität Frankfurt oder dem Institut für Frauenforschung. Ein weiterer Weg wäre die Struktur einer Universität bzw. die allgemeinen Fakten, wie z.B. wie viele Frauen an einer Universität eingeschrieben sind und wie viele Frauen als Lehrende an einer bestimmten Universität beschäftigt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese verschiedenen Wege sollen zur Aufklärung der Frage führen, ob Frauen gerade in der Soziologie als neben den Männern gleichberechtigt gelten können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frauenbewegung, auch getragen von Frauen der Soziologie an der Universität, war in Frankfurt eng mit den Studentenrevolten um 68 und auch dem SDS verbunden. Inwieweit war (oder ist) Frauenbewegung mit den Arbeiten der Soziologen verbunden und beeinflusste sie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter:&lt;br /&gt;
[[http://megadigitale.gdv.informatik.uni-frankfurt.de/experimentierstube/wiki/SOZFRA/index.php/Frauen_in_der_Soziologie_in_Frankfurt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
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		<title>Alexandra Leo</title>
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		<updated>2008-03-13T10:17:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: Die Seite wurde neu angelegt: http://megadigitale.gdv.informatik.uni-frankfurt.de/experimentierstube/wiki/SOZFRA/index.php/Frauen_in_der_Soziologie_in_Frankfurt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[http://megadigitale.gdv.informatik.uni-frankfurt.de/experimentierstube/wiki/SOZFRA/index.php/Frauen_in_der_Soziologie_in_Frankfurt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
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		<title>Frauen in der Soziologie in Frankfurt</title>
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		<updated>2008-03-12T19:42:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: /* Jürgen Habermas zur Frauenbewegung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um die Rolle der Frau in der Soziologie verstehen zu können, kann man sich dem Thema „Frauen in der Soziologie“ auf verschiedenen Wegen nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gibt es zum einen den Weg der Lernenden bzw. Lehrenden Frau, den man durch die Betrachtung und Untersuchung von Biographien von Frauen gehen kann, aber auch den Weg der Institutionen, wie zum Beispiel dem Frauenrat an der Universität Frankfurt oder dem Institut für Frauenforschung. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Weg wäre die Struktur einer Universität bzw. die allgemeinen Fakten, wie z.B. wie viele Frauen an einer Universität eingeschrieben sind und wie viele Frauen als Lehrende an einer bestimmten Universität beschäftigt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese verschiedenen Wege sollen zur Aufklärung der Frage führen, ob Frauen gerade in der Soziologie als neben den Männern gleichberechtigt gelten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frauenbewegung, auch getragen von Frauen der Soziologie an der Universität, war in Frankfurt eng mit den Studentenrevolten um 68 und auch dem SDS verbunden. Inwieweit war (oder ist) Frauenbewegung mit den Arbeiten der Soziologen verbunden und beeinflusste sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frauenbewegung 1968 in Frankfurt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frankfurter Universität war Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre einer der Hochburgen der deutschen Frauenbewegung. Der Beginn dieser Bewegung wird von vielen in dem berühmten Tomatenwurf vom 13. September 1968 gesehen.&lt;br /&gt;
Zu diesem Tomatenwurf kam es, als die Berliner Regisseurin und Autorin [[Helke Sander]] bei der 23. SDS-Delegiertenkonferenz in Frankfurt eine unangemeldete Rede zur Befreiung der Frauen hielt, mit der sie versuchte, den Genossinnen und Genossen klar zu machen, dass Frauen ein politisches Potential darstellten, dass diese zwar neue Probleme in die politische Praxis mit-, aber auch neue Fähigkeiten einbrächten. Als ihr Anliegen nach der Mittagspause diskussionslos unterzugehen drohte, kam ihr die Berliner Studentenvertreterin [[Sigrid Rüger]] zu Hilfe. Sie rief dem damaligen SDS-Vorstand [[Hans-Jürgen Krahl]] vor versammelten Auditorium zu: „Genosse Krahl, du bist objektiv ein Konterrevolutionär und ein Agent des Klassenfeindes dazu.“ Ihren Worten ließ sie eine Tomate folgen mit der sie Krahl bewarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere sehen in diesem Tomatenwurf „ein Mythos wie andere über diese Zeit. (...)&lt;br /&gt;
Ich möchte also darlegen, dass die neue Frauenbewegung benennbare Ursachen hatte - so wie auch die Studentenbewegung benennbare Ursachen hatte und nicht plötzlich entstand, sondern sich als Bewegung von Menschen entwickelte.“ (Sigrid Damm-Rüger, Antiautoritärer Anspruch und Frauenemanzipation - die Revolte in der Revolte (1988), zitiert nach: Susanne Schunter-Kleemann, Femmage an Sigrid Damm-Rüger, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 37.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Frauen innerhalb des SDS lehnten Helke Sanders Rede und den darauf gefolgten Tomatenwurf, da sie eine Spaltung des SDS befürchteten.&lt;br /&gt;
„(...) Und dann kam Helke Sander mit ihrem Abgesang auf den Männer-SDS, von dem sich die ausschließlich redenden Männer natürlich nicht provozieren lassen wollten. Also bewarf Sigrid den nach Worten ringenden, vielfach gehandikapten, aber zweifellos klarsten Kopf des damaligen SDS, Hans Jürgen Krahl“ (Ines Lehmann, Auf der Hut vor Nebenwidersprüchen, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 64)&lt;br /&gt;
Der eigentliche Kern der Rede Sanders war die Thematisierung des Privaten als Politisches.&lt;br /&gt;
Die Frau werde durch die Trennung des Privaten und des gesellschaftlichen und politischen Lebens in einen persönlichen Konflikt getrieben, da sie immer noch für die Familie, also das Privatleben erzogen werde und zwischen den eigenen Erwartungen und denen der Gesellschaft hin und her gerissen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Private ist politisch!&amp;quot; wurde ein regelrechter Slogan mit dem Frauen begannen in der westeuropäischen Linken ein neues Politikverständnis einzufordern, so auch und vor allem im Umfeld des SDS. &lt;br /&gt;
Damit wollten sie sich vor allem gegen die Behandlung der Frauenfrage als &amp;quot;Nebenwiderspruch&amp;quot; des Klassenkampfes zur Wehr setzen, der als &amp;quot;Hauptwiderspruch&amp;quot; galt und dessen Beseitigung die Geschlechterproblematik nach Ansicht der Genossen automatisch mitlösen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Die Bedeutung der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule für die Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elemente aus der Kritischen Theorie, die auch für die feministische Sozialforschung unabdingbar sind (laut [[Regina Becker Schmidt]]):  &lt;br /&gt;
Ein Verständnis aller sozialen Erscheinungen als historisch gewordene, eine Forschungsperspektive , die auf die Aufdeckung von Herrschaftsgefügen und Machtbedingungen zielt, die Konzeption von Gesellschaft als strukturell widersprüchlich verfasster Totalität sowie Verständnis von Wissenschaft, das deren Funktion mit der Anleitung zur emanzipatorischen Praxis verbindet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die wechselseitige Bezogenheit von kritischer Subjekt- und Gesellschaftstheorie sowie, aufs engste zusammenhängend, die Vertretung des Rechts auf Besonderung in der Interdependenz von Individuum und Allgemeinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Nutzung der Kritischen Theorie für die feministische Sozialforschung: Andorzentrische Logik der Kritischen Theorie sehen und Geschlechterdifferenz als analytische Leerstelle der Frankfurter Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jürgen Habermas zur Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„(...)der Kampf gegen patriarchalische Unterdrückung und für die Einlösung eines Versprechens, das in den anerkannten universalistischen Grundlagen von Moral und Recht seit langem verankert ist, verleiht dem Feminismus die Schubkraft einer offensiven Bewegung, während alle übrigen Bewegungen einen defensiven Charakter haben.&amp;quot; (S. 578)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Übrigen verfügen Frauen aus dem historischen Erbe der geschlechtlichen Arbeitsteilung, der sie in der bürgerlichen Kleinfamilie unterworfen waren, über Kontrasttugenden, über ein zur Männerwelt komplementäres, der einseitig rationalisierten Alltagspraxis entgegengesetztes Werteregister.&amp;quot; (S. 579)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus „Theorie des kommunikativen Handelns“ 1981, Band 2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ursula Apitzsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ute Gerhard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elisabeth Lenk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regina Becker Schmidt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helke Sander]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ulla Wischermann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Institutionen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die zweite Frauenbewegung]] (Rede zur Lage der Frauen im SDS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Cornelia Goethe Centrum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frauenrat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusätzliches ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hans-Jürgen Krahl]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Hans-Jürgen Krahl</title>
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		<updated>2008-03-12T19:40:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Krahl.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans-Jürgen Krahl (* 17. Januar 1943 in Sarstedt bei Hannover; † 13. Februar 1970 bei Marburg) war ein bekannter Studentenaktivist der 68er-Bewegung, bekanntes SDS-Mitglied und Schüler von Theodor W. Adorno.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krahl stammt aus kleinbürgerlichen Verhältnissen, seine Eltern waren beide kaufmännische Angestellte. Als kleines Kind verlor er bei einem Bombenangriff ein Auge. Krahl war nach eigenen Angaben Mitglied im Ludendorffbund, zu Beginn seines Studiums von Philosophie, Germanistik, Mathematik, Geschichte in Göttingen trat Krahl in eine Burschenschaft ein. 1961 gründete er in Alfeld eine Ortsgruppe der Jungen Union und wurde Mitglied der CDU. Nach einem Streit mit einem Alten Herrn seiner Burschenschaft wurde er aus der Verbindung ausgeschlossen und brach radikal mit seiner politischen Vergangenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1964 trat er dem Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) bei und 1965 begann er bei Adorno seine Dissertation zum Thema „Naturgesetz der kapitalistischen Bewegung bei Marx“. Krahl war der einzige Student und Mitarbeiter, den er als gleichwertigen Gesprächspartner akzeptierte. Denn Krahl hatte ein hervorragendes Gedächtnis, eine schnelle Auffassungsgabe, war hochgebildet und sehr redegewandt. Der Bruch mit der Vaterfigur Adorno kam nach vier Jahren. Wegen einer Besetzung des Instituts für Sozialforschung am 7. Januar 1969 verfügten Adorno und seine Kollegen die Räumung durch die Polizei. In dem folgenden Prozess gegen ihn am 18. Juli 1969 war Adorno als Zeuge geladen. Doch es kam dabei nicht zu der von Krahl erhofften Grundsatzdebatte mit dem wichtigsten Theoretiker der Kritischen Theorie. Allerdings hatten Adorno diese und ähnliche Auseinandersetzungen erheblich mitgenommen und gesundheitlich zugesetzt; er starb drei Wochen später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krahls Popularität wurde am 13. September 1968 bei einer SDS-Delegiertenkonferenz in Frankfurt zum unfreiwilligen Anlass für den Beginn der zweiten Welle der deutschen Frauenbewegung. Nachdem die unangemeldete Rede von Helke Sander zur Befreiung der Frauen diskussionslos unterzugehen drohte, kam ihr die Berlinerin Sigrid Rüger (1939-1995) zu Hilfe. Sie rief ihm dort vor dem versammelten Auditorium zu: „Genosse Krahl, du bist objektiv ein Konterrevolutionär und ein Agent des Klassenfeindes dazu.“ Zur Bekräftigung ihrer Kritik warf sie ihm eine Tomate entgegen. Krahl reagierte daraufhin sichtlich beeindruckt und verstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. Oktober 1969 begann in Frankfurt abermals ein Prozess gegen Hans-Jürgen Krahl zusammen mit den SDS-Vorständlern Günter Amendt und Karl Dietrich Wolff wegen „Aufruhr“, „Rädelsführerschaft“ und Landfriedensbruch bei der Demonstration gegen die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an den senegalesischen Präsidenten Senghor, die am 22. September 1968 stattgefunden hatte. Am 24. Dezember 1969 wurden die drei Angeklagten zu jeweils einem Jahr und neun Monaten Gefängnis verurteilt. Allerdings mussten sie nicht ihre Haft antreten, da Krahls Revisionsantrag stattgegeben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am späten Abend des 13. Februar 1970 kam er im Alter von 27 Jahren bei einem Autounfall auf einer vereisten Fahrbahn der Bundesstraße 252 vor Marburg ums Leben. Er wurde auf dem Friedhof von Hannover-Ricklingen begraben. Sein plötzlicher Tod gab auch den letzten Anstoß für die mittlerweile heillos zerstrittenen SDS-Mitglieder, ihren Dachverband aufzulösen. Nachdem man sich schon während seines Begräbnisses informell darauf einigte, folgte am 21. März 1970 in Frankfurt das offizielle Ende.&lt;br /&gt;
Krahls bereits eingeebnete Grabstelle war in Gefahr, im August 2005 neu belegt zu werden, weil keine Verwandten mehr leben, die sich um den Erhalt hätten kümmern können. Hannovers damaliger Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg gewährte eine Sicherung seines Grabes zu sowie eine Kostenbeteiligung.[2] Ein Freundeskreis sammelte Geld für die Grabpflege und errichtete am 27. Juni 2007 einen von Uwe Spiekermann entworfenen Grabstein.[3] Die Rede bei der Enthüllung des Krahl-Denkmals hielt der Adorno-Biograph Detlev Claussen in Hannover, er hielt bereits bei der Beerdigung Krahls die Gedenkrede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2007 wurde mit dem Aufbau des Hans-Jürgen Krahl Archivs begonnen; im Anschluss an die Gedenkfeier gründete man einen Trägerverein für ein Krahl-Archiv in Frankfurt am Main. Die Stadt Frankfurt hat eine Anschubfinanzierung für das Jahr 2007 zur Verfügung gestellt. Der laufende Archivbetrieb ist damit weiterhin noch auf Spenden angewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Müdigkeit spürte er keine, nur war es ihm manchmal unangenehm, dass er nicht auf dem Kopf gehen konnte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
aus: Georg Büchners Erzählung Lenz.  Diese Sentenz war Krahls Lieblingssatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;In Krahl, da hausen die Wölfe.&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[Theodor W. Adorno]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Er war der Klügste von uns allen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Rudi Dutschke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1971: Konstitution und Klassenkampf. Zur historischen Dialektik von bürgerlicher Emanzipation und proletarischer Revolution. Schriften, Reden und Entwürfe aus den Jahren 1966 - 1970. Frankfurt a.M.: Neue Kritik, 406 S., eine Neuauflage erschien im Oktober 2005 → Ausschnitte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1979: Erfahrung des Bewußtseins. Kommentare zu Hegels Einleitung der Phänomenologie des Geistes und Exkurse zur materialistischen Erkenntnistheorie. Hrsg. und bearb. von Carl G. Hegemann nach der Bandaufzeichnung der Arbeitsgruppe von H.-J. Krahl und J. Wieszt vom Frühjahr 1968. Frankfurt a.M.: Materialis, 140 S., ISBN 3-88535-016-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1984: Vom Ende der abstrakten Arbeit. Die Aufhebung der sinnlosen Arbeit ist in der Transzendentalität des Kapitals angelegt und in der Verweltlichung der Philosophie begründet. Hrsg. u. eingeleitet von Walter Neumann. Frankfurt a.M.: Materialis, 220 S., ISBN 3-88535-075-0&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: www.krahl-archiv.de&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;www.krahl-archiv.de&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
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		<title>Hans-Jürgen Krahl</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: /* Zitate */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hans-Jürgen Krahl (* 17. Januar 1943 in Sarstedt bei Hannover; † 13. Februar 1970 bei Marburg) war ein bekannter Studentenaktivist der 68er-Bewegung, bekanntes SDS-Mitglied und Schüler von Theodor W. Adorno.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krahl stammt aus kleinbürgerlichen Verhältnissen, seine Eltern waren beide kaufmännische Angestellte. Als kleines Kind verlor er bei einem Bombenangriff ein Auge. Krahl war nach eigenen Angaben Mitglied im Ludendorffbund, zu Beginn seines Studiums von Philosophie, Germanistik, Mathematik, Geschichte in Göttingen trat Krahl in eine Burschenschaft ein. 1961 gründete er in Alfeld eine Ortsgruppe der Jungen Union und wurde Mitglied der CDU. Nach einem Streit mit einem Alten Herrn seiner Burschenschaft wurde er aus der Verbindung ausgeschlossen und brach radikal mit seiner politischen Vergangenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1964 trat er dem Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) bei und 1965 begann er bei Adorno seine Dissertation zum Thema „Naturgesetz der kapitalistischen Bewegung bei Marx“. Krahl war der einzige Student und Mitarbeiter, den er als gleichwertigen Gesprächspartner akzeptierte. Denn Krahl hatte ein hervorragendes Gedächtnis, eine schnelle Auffassungsgabe, war hochgebildet und sehr redegewandt. Der Bruch mit der Vaterfigur Adorno kam nach vier Jahren. Wegen einer Besetzung des Instituts für Sozialforschung am 7. Januar 1969 verfügten Adorno und seine Kollegen die Räumung durch die Polizei. In dem folgenden Prozess gegen ihn am 18. Juli 1969 war Adorno als Zeuge geladen. Doch es kam dabei nicht zu der von Krahl erhofften Grundsatzdebatte mit dem wichtigsten Theoretiker der Kritischen Theorie. Allerdings hatten Adorno diese und ähnliche Auseinandersetzungen erheblich mitgenommen und gesundheitlich zugesetzt; er starb drei Wochen später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krahls Popularität wurde am 13. September 1968 bei einer SDS-Delegiertenkonferenz in Frankfurt zum unfreiwilligen Anlass für den Beginn der zweiten Welle der deutschen Frauenbewegung. Nachdem die unangemeldete Rede von Helke Sander zur Befreiung der Frauen diskussionslos unterzugehen drohte, kam ihr die Berlinerin Sigrid Rüger (1939-1995) zu Hilfe. Sie rief ihm dort vor dem versammelten Auditorium zu: „Genosse Krahl, du bist objektiv ein Konterrevolutionär und ein Agent des Klassenfeindes dazu.“ Zur Bekräftigung ihrer Kritik warf sie ihm eine Tomate entgegen. Krahl reagierte daraufhin sichtlich beeindruckt und verstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. Oktober 1969 begann in Frankfurt abermals ein Prozess gegen Hans-Jürgen Krahl zusammen mit den SDS-Vorständlern Günter Amendt und Karl Dietrich Wolff wegen „Aufruhr“, „Rädelsführerschaft“ und Landfriedensbruch bei der Demonstration gegen die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an den senegalesischen Präsidenten Senghor, die am 22. September 1968 stattgefunden hatte. Am 24. Dezember 1969 wurden die drei Angeklagten zu jeweils einem Jahr und neun Monaten Gefängnis verurteilt. Allerdings mussten sie nicht ihre Haft antreten, da Krahls Revisionsantrag stattgegeben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am späten Abend des 13. Februar 1970 kam er im Alter von 27 Jahren bei einem Autounfall auf einer vereisten Fahrbahn der Bundesstraße 252 vor Marburg ums Leben. Er wurde auf dem Friedhof von Hannover-Ricklingen begraben. Sein plötzlicher Tod gab auch den letzten Anstoß für die mittlerweile heillos zerstrittenen SDS-Mitglieder, ihren Dachverband aufzulösen. Nachdem man sich schon während seines Begräbnisses informell darauf einigte, folgte am 21. März 1970 in Frankfurt das offizielle Ende.&lt;br /&gt;
Krahls bereits eingeebnete Grabstelle war in Gefahr, im August 2005 neu belegt zu werden, weil keine Verwandten mehr leben, die sich um den Erhalt hätten kümmern können. Hannovers damaliger Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg gewährte eine Sicherung seines Grabes zu sowie eine Kostenbeteiligung.[2] Ein Freundeskreis sammelte Geld für die Grabpflege und errichtete am 27. Juni 2007 einen von Uwe Spiekermann entworfenen Grabstein.[3] Die Rede bei der Enthüllung des Krahl-Denkmals hielt der Adorno-Biograph Detlev Claussen in Hannover, er hielt bereits bei der Beerdigung Krahls die Gedenkrede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2007 wurde mit dem Aufbau des Hans-Jürgen Krahl Archivs begonnen; im Anschluss an die Gedenkfeier gründete man einen Trägerverein für ein Krahl-Archiv in Frankfurt am Main. Die Stadt Frankfurt hat eine Anschubfinanzierung für das Jahr 2007 zur Verfügung gestellt. Der laufende Archivbetrieb ist damit weiterhin noch auf Spenden angewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Müdigkeit spürte er keine, nur war es ihm manchmal unangenehm, dass er nicht auf dem Kopf gehen konnte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
aus: Georg Büchners Erzählung Lenz.  Diese Sentenz war Krahls Lieblingssatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;In Krahl, da hausen die Wölfe.&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[Theodor W. Adorno]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Er war der Klügste von uns allen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Rudi Dutschke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1971: Konstitution und Klassenkampf. Zur historischen Dialektik von bürgerlicher Emanzipation und proletarischer Revolution. Schriften, Reden und Entwürfe aus den Jahren 1966 - 1970. Frankfurt a.M.: Neue Kritik, 406 S., eine Neuauflage erschien im Oktober 2005 → Ausschnitte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1979: Erfahrung des Bewußtseins. Kommentare zu Hegels Einleitung der Phänomenologie des Geistes und Exkurse zur materialistischen Erkenntnistheorie. Hrsg. und bearb. von Carl G. Hegemann nach der Bandaufzeichnung der Arbeitsgruppe von H.-J. Krahl und J. Wieszt vom Frühjahr 1968. Frankfurt a.M.: Materialis, 140 S., ISBN 3-88535-016-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1984: Vom Ende der abstrakten Arbeit. Die Aufhebung der sinnlosen Arbeit ist in der Transzendentalität des Kapitals angelegt und in der Verweltlichung der Philosophie begründet. Hrsg. u. eingeleitet von Walter Neumann. Frankfurt a.M.: Materialis, 220 S., ISBN 3-88535-075-0&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
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		<title>Hans-Jürgen Krahl</title>
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		<updated>2008-03-12T19:37:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hans-Jürgen Krahl (* 17. Januar 1943 in Sarstedt bei Hannover; † 13. Februar 1970 bei Marburg) war ein bekannter Studentenaktivist der 68er-Bewegung, bekanntes SDS-Mitglied und Schüler von Theodor W. Adorno.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krahl stammt aus kleinbürgerlichen Verhältnissen, seine Eltern waren beide kaufmännische Angestellte. Als kleines Kind verlor er bei einem Bombenangriff ein Auge. Krahl war nach eigenen Angaben Mitglied im Ludendorffbund, zu Beginn seines Studiums von Philosophie, Germanistik, Mathematik, Geschichte in Göttingen trat Krahl in eine Burschenschaft ein. 1961 gründete er in Alfeld eine Ortsgruppe der Jungen Union und wurde Mitglied der CDU. Nach einem Streit mit einem Alten Herrn seiner Burschenschaft wurde er aus der Verbindung ausgeschlossen und brach radikal mit seiner politischen Vergangenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1964 trat er dem Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) bei und 1965 begann er bei Adorno seine Dissertation zum Thema „Naturgesetz der kapitalistischen Bewegung bei Marx“. Krahl war der einzige Student und Mitarbeiter, den er als gleichwertigen Gesprächspartner akzeptierte. Denn Krahl hatte ein hervorragendes Gedächtnis, eine schnelle Auffassungsgabe, war hochgebildet und sehr redegewandt. Der Bruch mit der Vaterfigur Adorno kam nach vier Jahren. Wegen einer Besetzung des Instituts für Sozialforschung am 7. Januar 1969 verfügten Adorno und seine Kollegen die Räumung durch die Polizei. In dem folgenden Prozess gegen ihn am 18. Juli 1969 war Adorno als Zeuge geladen. Doch es kam dabei nicht zu der von Krahl erhofften Grundsatzdebatte mit dem wichtigsten Theoretiker der Kritischen Theorie. Allerdings hatten Adorno diese und ähnliche Auseinandersetzungen erheblich mitgenommen und gesundheitlich zugesetzt; er starb drei Wochen später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krahls Popularität wurde am 13. September 1968 bei einer SDS-Delegiertenkonferenz in Frankfurt zum unfreiwilligen Anlass für den Beginn der zweiten Welle der deutschen Frauenbewegung. Nachdem die unangemeldete Rede von Helke Sander zur Befreiung der Frauen diskussionslos unterzugehen drohte, kam ihr die Berlinerin Sigrid Rüger (1939-1995) zu Hilfe. Sie rief ihm dort vor dem versammelten Auditorium zu: „Genosse Krahl, du bist objektiv ein Konterrevolutionär und ein Agent des Klassenfeindes dazu.“ Zur Bekräftigung ihrer Kritik warf sie ihm eine Tomate entgegen. Krahl reagierte daraufhin sichtlich beeindruckt und verstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. Oktober 1969 begann in Frankfurt abermals ein Prozess gegen Hans-Jürgen Krahl zusammen mit den SDS-Vorständlern Günter Amendt und Karl Dietrich Wolff wegen „Aufruhr“, „Rädelsführerschaft“ und Landfriedensbruch bei der Demonstration gegen die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an den senegalesischen Präsidenten Senghor, die am 22. September 1968 stattgefunden hatte. Am 24. Dezember 1969 wurden die drei Angeklagten zu jeweils einem Jahr und neun Monaten Gefängnis verurteilt. Allerdings mussten sie nicht ihre Haft antreten, da Krahls Revisionsantrag stattgegeben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am späten Abend des 13. Februar 1970 kam er im Alter von 27 Jahren bei einem Autounfall auf einer vereisten Fahrbahn der Bundesstraße 252 vor Marburg ums Leben. Er wurde auf dem Friedhof von Hannover-Ricklingen begraben. Sein plötzlicher Tod gab auch den letzten Anstoß für die mittlerweile heillos zerstrittenen SDS-Mitglieder, ihren Dachverband aufzulösen. Nachdem man sich schon während seines Begräbnisses informell darauf einigte, folgte am 21. März 1970 in Frankfurt das offizielle Ende.&lt;br /&gt;
Krahls bereits eingeebnete Grabstelle war in Gefahr, im August 2005 neu belegt zu werden, weil keine Verwandten mehr leben, die sich um den Erhalt hätten kümmern können. Hannovers damaliger Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg gewährte eine Sicherung seines Grabes zu sowie eine Kostenbeteiligung.[2] Ein Freundeskreis sammelte Geld für die Grabpflege und errichtete am 27. Juni 2007 einen von Uwe Spiekermann entworfenen Grabstein.[3] Die Rede bei der Enthüllung des Krahl-Denkmals hielt der Adorno-Biograph Detlev Claussen in Hannover, er hielt bereits bei der Beerdigung Krahls die Gedenkrede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2007 wurde mit dem Aufbau des Hans-Jürgen Krahl Archivs begonnen; im Anschluss an die Gedenkfeier gründete man einen Trägerverein für ein Krahl-Archiv in Frankfurt am Main. Die Stadt Frankfurt hat eine Anschubfinanzierung für das Jahr 2007 zur Verfügung gestellt. Der laufende Archivbetrieb ist damit weiterhin noch auf Spenden angewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Müdigkeit spürte er keine, nur war es ihm manchmal unangenehm, dass er nicht auf dem Kopf gehen konnte.&lt;br /&gt;
aus: Georg Büchners Erzählung Lenz.  Diese Sentenz war Krahls Lieblingssatz.&lt;br /&gt;
# In Krahl, da hausen die Wölfe.&lt;br /&gt;
[[Theodor W. Adorno]]&lt;br /&gt;
# Er war der Klügste von uns allen.&lt;br /&gt;
Rudi Dutschke &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1971: Konstitution und Klassenkampf. Zur historischen Dialektik von bürgerlicher Emanzipation und proletarischer Revolution. Schriften, Reden und Entwürfe aus den Jahren 1966 - 1970. Frankfurt a.M.: Neue Kritik, 406 S., eine Neuauflage erschien im Oktober 2005 → Ausschnitte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1979: Erfahrung des Bewußtseins. Kommentare zu Hegels Einleitung der Phänomenologie des Geistes und Exkurse zur materialistischen Erkenntnistheorie. Hrsg. und bearb. von Carl G. Hegemann nach der Bandaufzeichnung der Arbeitsgruppe von H.-J. Krahl und J. Wieszt vom Frühjahr 1968. Frankfurt a.M.: Materialis, 140 S., ISBN 3-88535-016-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1984: Vom Ende der abstrakten Arbeit. Die Aufhebung der sinnlosen Arbeit ist in der Transzendentalität des Kapitals angelegt und in der Verweltlichung der Philosophie begründet. Hrsg. u. eingeleitet von Walter Neumann. Frankfurt a.M.: Materialis, 220 S., ISBN 3-88535-075-0&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
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		<updated>2008-03-12T19:36:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hans-Jürgen Krahl (* 17. Januar 1943 in Sarstedt bei Hannover; † 13. Februar 1970 bei Marburg) war ein bekannter Studentenaktivist der 68er-Bewegung, bekanntes SDS-Mitglied und Schüler von Theodor W. Adorno.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krahl stammt aus kleinbürgerlichen Verhältnissen, seine Eltern waren beide kaufmännische Angestellte. Als kleines Kind verlor er bei einem Bombenangriff ein Auge. Krahl war nach eigenen Angaben Mitglied im Ludendorffbund, zu Beginn seines Studiums von Philosophie, Germanistik, Mathematik, Geschichte in Göttingen trat Krahl in eine Burschenschaft ein. 1961 gründete er in Alfeld eine Ortsgruppe der Jungen Union und wurde Mitglied der CDU. Nach einem Streit mit einem Alten Herrn seiner Burschenschaft wurde er aus der Verbindung ausgeschlossen und brach radikal mit seiner politischen Vergangenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1964 trat er dem Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) bei und 1965 begann er bei Adorno seine Dissertation zum Thema „Naturgesetz der kapitalistischen Bewegung bei Marx“. Krahl war der einzige Student und Mitarbeiter, den er als gleichwertigen Gesprächspartner akzeptierte. Denn Krahl hatte ein hervorragendes Gedächtnis, eine schnelle Auffassungsgabe, war hochgebildet und sehr redegewandt. Der Bruch mit der Vaterfigur Adorno kam nach vier Jahren. Wegen einer Besetzung des Instituts für Sozialforschung am 7. Januar 1969 verfügten Adorno und seine Kollegen die Räumung durch die Polizei. In dem folgenden Prozess gegen ihn am 18. Juli 1969 war Adorno als Zeuge geladen. Doch es kam dabei nicht zu der von Krahl erhofften Grundsatzdebatte mit dem wichtigsten Theoretiker der Kritischen Theorie. Allerdings hatten Adorno diese und ähnliche Auseinandersetzungen erheblich mitgenommen und gesundheitlich zugesetzt; er starb drei Wochen später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krahls Popularität wurde am 13. September 1968 bei einer SDS-Delegiertenkonferenz in Frankfurt zum unfreiwilligen Anlass für den Beginn der zweiten Welle der deutschen Frauenbewegung. Nachdem die unangemeldete Rede von Helke Sander zur Befreiung der Frauen diskussionslos unterzugehen drohte, kam ihr die Berlinerin Sigrid Rüger (1939-1995) zu Hilfe. Sie rief ihm dort vor dem versammelten Auditorium zu: „Genosse Krahl, du bist objektiv ein Konterrevolutionär und ein Agent des Klassenfeindes dazu.“ Zur Bekräftigung ihrer Kritik warf sie ihm eine Tomate entgegen. Krahl reagierte daraufhin sichtlich beeindruckt und verstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. Oktober 1969 begann in Frankfurt abermals ein Prozess gegen Hans-Jürgen Krahl zusammen mit den SDS-Vorständlern Günter Amendt und Karl Dietrich Wolff wegen „Aufruhr“, „Rädelsführerschaft“ und Landfriedensbruch bei der Demonstration gegen die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an den senegalesischen Präsidenten Senghor, die am 22. September 1968 stattgefunden hatte. Am 24. Dezember 1969 wurden die drei Angeklagten zu jeweils einem Jahr und neun Monaten Gefängnis verurteilt. Allerdings mussten sie nicht ihre Haft antreten, da Krahls Revisionsantrag stattgegeben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am späten Abend des 13. Februar 1970 kam er im Alter von 27 Jahren bei einem Autounfall auf einer vereisten Fahrbahn der Bundesstraße 252 vor Marburg ums Leben. Er wurde auf dem Friedhof von Hannover-Ricklingen begraben. Sein plötzlicher Tod gab auch den letzten Anstoß für die mittlerweile heillos zerstrittenen SDS-Mitglieder, ihren Dachverband aufzulösen. Nachdem man sich schon während seines Begräbnisses informell darauf einigte, folgte am 21. März 1970 in Frankfurt das offizielle Ende.&lt;br /&gt;
Krahls bereits eingeebnete Grabstelle war in Gefahr, im August 2005 neu belegt zu werden, weil keine Verwandten mehr leben, die sich um den Erhalt hätten kümmern können. Hannovers damaliger Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg gewährte eine Sicherung seines Grabes zu sowie eine Kostenbeteiligung.[2] Ein Freundeskreis sammelte Geld für die Grabpflege und errichtete am 27. Juni 2007 einen von Uwe Spiekermann entworfenen Grabstein.[3] Die Rede bei der Enthüllung des Krahl-Denkmals hielt der Adorno-Biograph Detlev Claussen in Hannover, er hielt bereits bei der Beerdigung Krahls die Gedenkrede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2007 wurde mit dem Aufbau des Hans-Jürgen Krahl Archivs begonnen; im Anschluss an die Gedenkfeier gründete man einen Trägerverein für ein Krahl-Archiv in Frankfurt am Main. Die Stadt Frankfurt hat eine Anschubfinanzierung für das Jahr 2007 zur Verfügung gestellt. Der laufende Archivbetrieb ist damit weiterhin noch auf Spenden angewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Müdigkeit spürte er keine, nur war es ihm manchmal unangenehm, dass er nicht auf dem Kopf gehen konnte.&lt;br /&gt;
aus: Georg Büchners Erzählung Lenz.  Diese Sentenz war Krahls Lieblingssatz.&lt;br /&gt;
# In Krahl, da hausen die Wölfe.&lt;br /&gt;
[[Theodor W. Adorno]]&lt;br /&gt;
# Er war der Klügste von uns allen.&lt;br /&gt;
Rudi Dutschke &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1971: Konstitution und Klassenkampf. Zur historischen Dialektik von bürgerlicher Emanzipation und proletarischer Revolution. Schriften, Reden und Entwürfe aus den Jahren 1966 - 1970. Frankfurt a.M.: Neue Kritik, 406 S., eine Neuauflage erschien im Oktober 2005 → Ausschnitte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1979: Erfahrung des Bewußtseins. Kommentare zu Hegels Einleitung der Phänomenologie des Geistes und Exkurse zur materialistischen Erkenntnistheorie. Hrsg. und bearb. von Carl G. Hegemann nach der Bandaufzeichnung der Arbeitsgruppe von H.-J. Krahl und J. Wieszt vom Frühjahr 1968. Frankfurt a.M.: Materialis, 140 S., ISBN 3-88535-016-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1984: Vom Ende der abstrakten Arbeit. Die Aufhebung der sinnlosen Arbeit ist in der Transzendentalität des Kapitals angelegt und in der Verweltlichung der Philosophie begründet. Hrsg. u. eingeleitet von Walter Neumann. Frankfurt a.M.: Materialis, 220 S., ISBN 3-88535-075-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reinecke, Helmut: Für Krahl (Acht Arbeitshypothesen), 1973&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwerenz, Gerhard: Die Erde ist unbewohnbar wie der Mond. Roman. S. Fischer, Frankfurt a.M. 1973, 374 S.&lt;br /&gt;
      - literarisches Vermächtnis und Erinnerung an Krahl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neumann, Walter G.: Selbstaufklärung und Lust heute. Haag und Herchen, Frankfurt a.M. 1991, 504 S.&lt;br /&gt;
      enth.: Buch 1. Denken wie Marx. Buch 2. 1. und 2. Natur&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
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		<title>Hans-Jürgen Krahl</title>
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		<updated>2008-03-12T19:35:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: /* Werke */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hans-Jürgen Krahl (* 17. Januar 1943 in Sarstedt bei Hannover; † 13. Februar 1970 bei Marburg) war ein bekannter Studentenaktivist der 68er-Bewegung, bekanntes SDS-Mitglied und Schüler von Theodor W. Adorno.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krahl stammt aus kleinbürgerlichen Verhältnissen, seine Eltern waren beide kaufmännische Angestellte. Als kleines Kind verlor er bei einem Bombenangriff ein Auge. Krahl war nach eigenen Angaben Mitglied im Ludendorffbund, zu Beginn seines Studiums von Philosophie, Germanistik, Mathematik, Geschichte in Göttingen trat Krahl in eine Burschenschaft ein. 1961 gründete er in Alfeld eine Ortsgruppe der Jungen Union und wurde Mitglied der CDU. Nach einem Streit mit einem Alten Herrn seiner Burschenschaft wurde er aus der Verbindung ausgeschlossen und brach radikal mit seiner politischen Vergangenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1964 trat er dem Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) bei und 1965 begann er bei Adorno seine Dissertation zum Thema „Naturgesetz der kapitalistischen Bewegung bei Marx“. Krahl war der einzige Student und Mitarbeiter, den er als gleichwertigen Gesprächspartner akzeptierte. Denn Krahl hatte ein hervorragendes Gedächtnis, eine schnelle Auffassungsgabe, war hochgebildet und sehr redegewandt. Der Bruch mit der Vaterfigur Adorno kam nach vier Jahren. Wegen einer Besetzung des Instituts für Sozialforschung am 7. Januar 1969 verfügten Adorno und seine Kollegen die Räumung durch die Polizei. In dem folgenden Prozess gegen ihn am 18. Juli 1969 war Adorno als Zeuge geladen. Doch es kam dabei nicht zu der von Krahl erhofften Grundsatzdebatte mit dem wichtigsten Theoretiker der Kritischen Theorie. Allerdings hatten Adorno diese und ähnliche Auseinandersetzungen erheblich mitgenommen und gesundheitlich zugesetzt; er starb drei Wochen später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krahls Popularität wurde am 13. September 1968 bei einer SDS-Delegiertenkonferenz in Frankfurt zum unfreiwilligen Anlass für den Beginn der zweiten Welle der deutschen Frauenbewegung. Nachdem die unangemeldete Rede von Helke Sander zur Befreiung der Frauen diskussionslos unterzugehen drohte, kam ihr die Berlinerin Sigrid Rüger (1939-1995) zu Hilfe. Sie rief ihm dort vor dem versammelten Auditorium zu: „Genosse Krahl, du bist objektiv ein Konterrevolutionär und ein Agent des Klassenfeindes dazu.“ Zur Bekräftigung ihrer Kritik warf sie ihm eine Tomate entgegen. Krahl reagierte daraufhin sichtlich beeindruckt und verstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. Oktober 1969 begann in Frankfurt abermals ein Prozess gegen Hans-Jürgen Krahl zusammen mit den SDS-Vorständlern Günter Amendt und Karl Dietrich Wolff wegen „Aufruhr“, „Rädelsführerschaft“ und Landfriedensbruch bei der Demonstration gegen die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an den senegalesischen Präsidenten Senghor, die am 22. September 1968 stattgefunden hatte. Am 24. Dezember 1969 wurden die drei Angeklagten zu jeweils einem Jahr und neun Monaten Gefängnis verurteilt. Allerdings mussten sie nicht ihre Haft antreten, da Krahls Revisionsantrag stattgegeben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am späten Abend des 13. Februar 1970 kam er im Alter von 27 Jahren bei einem Autounfall auf einer vereisten Fahrbahn der Bundesstraße 252 vor Marburg ums Leben. Er wurde auf dem Friedhof von Hannover-Ricklingen begraben. Sein plötzlicher Tod gab auch den letzten Anstoß für die mittlerweile heillos zerstrittenen SDS-Mitglieder, ihren Dachverband aufzulösen. Nachdem man sich schon während seines Begräbnisses informell darauf einigte, folgte am 21. März 1970 in Frankfurt das offizielle Ende.&lt;br /&gt;
Krahls bereits eingeebnete Grabstelle war in Gefahr, im August 2005 neu belegt zu werden, weil keine Verwandten mehr leben, die sich um den Erhalt hätten kümmern können. Hannovers damaliger Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg gewährte eine Sicherung seines Grabes zu sowie eine Kostenbeteiligung.[2] Ein Freundeskreis sammelte Geld für die Grabpflege und errichtete am 27. Juni 2007 einen von Uwe Spiekermann entworfenen Grabstein.[3] Die Rede bei der Enthüllung des Krahl-Denkmals hielt der Adorno-Biograph Detlev Claussen in Hannover, er hielt bereits bei der Beerdigung Krahls die Gedenkrede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2007 wurde mit dem Aufbau des Hans-Jürgen Krahl Archivs begonnen; im Anschluss an die Gedenkfeier gründete man einen Trägerverein für ein Krahl-Archiv in Frankfurt am Main. Die Stadt Frankfurt hat eine Anschubfinanzierung für das Jahr 2007 zur Verfügung gestellt. Der laufende Archivbetrieb ist damit weiterhin noch auf Spenden angewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Müdigkeit spürte er keine, nur war es ihm manchmal unangenehm, dass er nicht auf dem Kopf gehen konnte.&lt;br /&gt;
aus: Georg Büchners Erzählung Lenz.  Diese Sentenz war Krahls Lieblingssatz.&lt;br /&gt;
# In Krahl, da hausen die Wölfe.&lt;br /&gt;
[[Theodor W. Adorno]]&lt;br /&gt;
# Er war der Klügste von uns allen.&lt;br /&gt;
Rudi Dutschke &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1971: Konstitution und Klassenkampf. Zur historischen Dialektik von bürgerlicher Emanzipation und proletarischer Revolution. Schriften, Reden und Entwürfe aus den Jahren 1966 - 1970. Frankfurt a.M.: Neue Kritik, 406 S., eine Neuauflage erschien im Oktober 2005 → Ausschnitte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1979: Erfahrung des Bewußtseins. Kommentare zu Hegels Einleitung der Phänomenologie des Geistes und Exkurse zur materialistischen Erkenntnistheorie. Hrsg. und bearb. von Carl G. Hegemann nach der Bandaufzeichnung der Arbeitsgruppe von H.-J. Krahl und J. Wieszt vom Frühjahr 1968. Frankfurt a.M.: Materialis, 140 S., ISBN 3-88535-016-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1984: Vom Ende der abstrakten Arbeit. Die Aufhebung der sinnlosen Arbeit ist in der Transzendentalität des Kapitals angelegt und in der Verweltlichung der Philosophie begründet. Hrsg. u. eingeleitet von Walter Neumann. Frankfurt a.M.: Materialis, 220 S., ISBN 3-88535-075-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    * Reinecke, Helmut: Für Krahl (Acht Arbeitshypothesen), 1973&lt;br /&gt;
    * Zwerenz, Gerhard: Die Erde ist unbewohnbar wie der Mond. Roman. S. Fischer, Frankfurt a.M. 1973, 374 S.&lt;br /&gt;
      - literarisches Vermächtnis und Erinnerung an Krahl&lt;br /&gt;
    * Neumann, Walter G.: Selbstaufklärung und Lust heute. Haag und Herchen, Frankfurt a.M. 1991, 504 S.&lt;br /&gt;
      enth.: Buch 1. Denken wie Marx. Buch 2. 1. und 2. Natur&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Hans-J%C3%BCrgen_Krahl&amp;diff=3714</id>
		<title>Hans-Jürgen Krahl</title>
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		<updated>2008-03-12T19:34:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: Die Seite wurde neu angelegt: Hans-Jürgen Krahl (* 17. Januar 1943 in Sarstedt bei Hannover; † 13. Februar 1970 bei Marburg) war ein bekannter Studentenaktivist der 68er-Bewegung, bekanntes SDS-M...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hans-Jürgen Krahl (* 17. Januar 1943 in Sarstedt bei Hannover; † 13. Februar 1970 bei Marburg) war ein bekannter Studentenaktivist der 68er-Bewegung, bekanntes SDS-Mitglied und Schüler von Theodor W. Adorno.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krahl stammt aus kleinbürgerlichen Verhältnissen, seine Eltern waren beide kaufmännische Angestellte. Als kleines Kind verlor er bei einem Bombenangriff ein Auge. Krahl war nach eigenen Angaben Mitglied im Ludendorffbund, zu Beginn seines Studiums von Philosophie, Germanistik, Mathematik, Geschichte in Göttingen trat Krahl in eine Burschenschaft ein. 1961 gründete er in Alfeld eine Ortsgruppe der Jungen Union und wurde Mitglied der CDU. Nach einem Streit mit einem Alten Herrn seiner Burschenschaft wurde er aus der Verbindung ausgeschlossen und brach radikal mit seiner politischen Vergangenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1964 trat er dem Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) bei und 1965 begann er bei Adorno seine Dissertation zum Thema „Naturgesetz der kapitalistischen Bewegung bei Marx“. Krahl war der einzige Student und Mitarbeiter, den er als gleichwertigen Gesprächspartner akzeptierte. Denn Krahl hatte ein hervorragendes Gedächtnis, eine schnelle Auffassungsgabe, war hochgebildet und sehr redegewandt. Der Bruch mit der Vaterfigur Adorno kam nach vier Jahren. Wegen einer Besetzung des Instituts für Sozialforschung am 7. Januar 1969 verfügten Adorno und seine Kollegen die Räumung durch die Polizei. In dem folgenden Prozess gegen ihn am 18. Juli 1969 war Adorno als Zeuge geladen. Doch es kam dabei nicht zu der von Krahl erhofften Grundsatzdebatte mit dem wichtigsten Theoretiker der Kritischen Theorie. Allerdings hatten Adorno diese und ähnliche Auseinandersetzungen erheblich mitgenommen und gesundheitlich zugesetzt; er starb drei Wochen später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krahls Popularität wurde am 13. September 1968 bei einer SDS-Delegiertenkonferenz in Frankfurt zum unfreiwilligen Anlass für den Beginn der zweiten Welle der deutschen Frauenbewegung. Nachdem die unangemeldete Rede von Helke Sander zur Befreiung der Frauen diskussionslos unterzugehen drohte, kam ihr die Berlinerin Sigrid Rüger (1939-1995) zu Hilfe. Sie rief ihm dort vor dem versammelten Auditorium zu: „Genosse Krahl, du bist objektiv ein Konterrevolutionär und ein Agent des Klassenfeindes dazu.“ Zur Bekräftigung ihrer Kritik warf sie ihm eine Tomate entgegen. Krahl reagierte daraufhin sichtlich beeindruckt und verstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. Oktober 1969 begann in Frankfurt abermals ein Prozess gegen Hans-Jürgen Krahl zusammen mit den SDS-Vorständlern Günter Amendt und Karl Dietrich Wolff wegen „Aufruhr“, „Rädelsführerschaft“ und Landfriedensbruch bei der Demonstration gegen die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an den senegalesischen Präsidenten Senghor, die am 22. September 1968 stattgefunden hatte. Am 24. Dezember 1969 wurden die drei Angeklagten zu jeweils einem Jahr und neun Monaten Gefängnis verurteilt. Allerdings mussten sie nicht ihre Haft antreten, da Krahls Revisionsantrag stattgegeben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am späten Abend des 13. Februar 1970 kam er im Alter von 27 Jahren bei einem Autounfall auf einer vereisten Fahrbahn der Bundesstraße 252 vor Marburg ums Leben. Er wurde auf dem Friedhof von Hannover-Ricklingen begraben. Sein plötzlicher Tod gab auch den letzten Anstoß für die mittlerweile heillos zerstrittenen SDS-Mitglieder, ihren Dachverband aufzulösen. Nachdem man sich schon während seines Begräbnisses informell darauf einigte, folgte am 21. März 1970 in Frankfurt das offizielle Ende.&lt;br /&gt;
Krahls bereits eingeebnete Grabstelle war in Gefahr, im August 2005 neu belegt zu werden, weil keine Verwandten mehr leben, die sich um den Erhalt hätten kümmern können. Hannovers damaliger Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg gewährte eine Sicherung seines Grabes zu sowie eine Kostenbeteiligung.[2] Ein Freundeskreis sammelte Geld für die Grabpflege und errichtete am 27. Juni 2007 einen von Uwe Spiekermann entworfenen Grabstein.[3] Die Rede bei der Enthüllung des Krahl-Denkmals hielt der Adorno-Biograph Detlev Claussen in Hannover, er hielt bereits bei der Beerdigung Krahls die Gedenkrede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2007 wurde mit dem Aufbau des Hans-Jürgen Krahl Archivs begonnen; im Anschluss an die Gedenkfeier gründete man einen Trägerverein für ein Krahl-Archiv in Frankfurt am Main. Die Stadt Frankfurt hat eine Anschubfinanzierung für das Jahr 2007 zur Verfügung gestellt. Der laufende Archivbetrieb ist damit weiterhin noch auf Spenden angewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Müdigkeit spürte er keine, nur war es ihm manchmal unangenehm, dass er nicht auf dem Kopf gehen konnte.&lt;br /&gt;
aus: Georg Büchners Erzählung Lenz.  Diese Sentenz war Krahls Lieblingssatz.&lt;br /&gt;
# In Krahl, da hausen die Wölfe.&lt;br /&gt;
[[Theodor W. Adorno]]&lt;br /&gt;
# Er war der Klügste von uns allen.&lt;br /&gt;
Rudi Dutschke &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    * 1971: Konstitution und Klassenkampf. Zur historischen Dialektik von bürgerlicher Emanzipation und proletarischer Revolution. Schriften, Reden und Entwürfe aus den Jahren 1966 - 1970. Frankfurt a.M.: Neue Kritik, 406 S., eine Neuauflage erschien im Oktober 2005 → Ausschnitte&lt;br /&gt;
    * 1979: Erfahrung des Bewußtseins. Kommentare zu Hegels Einleitung der Phänomenologie des Geistes und Exkurse zur materialistischen Erkenntnistheorie. Hrsg. und bearb. von Carl G. Hegemann nach der Bandaufzeichnung der Arbeitsgruppe von H.-J. Krahl und J. Wieszt vom Frühjahr 1968. Frankfurt a.M.: Materialis, 140 S., ISBN 3-88535-016-5&lt;br /&gt;
    * 1984: Vom Ende der abstrakten Arbeit. Die Aufhebung der sinnlosen Arbeit ist in der Transzendentalität des Kapitals angelegt und in der Verweltlichung der Philosophie begründet. Hrsg. u. eingeleitet von Walter Neumann. Frankfurt a.M.: Materialis, 220 S., ISBN 3-88535-075-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    * Reinecke, Helmut: Für Krahl (Acht Arbeitshypothesen), 1973&lt;br /&gt;
    * Zwerenz, Gerhard: Die Erde ist unbewohnbar wie der Mond. Roman. S. Fischer, Frankfurt a.M. 1973, 374 S.&lt;br /&gt;
      - literarisches Vermächtnis und Erinnerung an Krahl&lt;br /&gt;
    * Neumann, Walter G.: Selbstaufklärung und Lust heute. Haag und Herchen, Frankfurt a.M. 1991, 504 S.&lt;br /&gt;
      enth.: Buch 1. Denken wie Marx. Buch 2. 1. und 2. Natur&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Frauen_in_der_Soziologie_in_Frankfurt&amp;diff=3713</id>
		<title>Frauen in der Soziologie in Frankfurt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Frauen_in_der_Soziologie_in_Frankfurt&amp;diff=3713"/>
		<updated>2008-03-12T19:27:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um die Rolle der Frau in der Soziologie verstehen zu können, kann man sich dem Thema „Frauen in der Soziologie“ auf verschiedenen Wegen nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gibt es zum einen den Weg der Lernenden bzw. Lehrenden Frau, den man durch die Betrachtung und Untersuchung von Biographien von Frauen gehen kann, aber auch den Weg der Institutionen, wie zum Beispiel dem Frauenrat an der Universität Frankfurt oder dem Institut für Frauenforschung. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Weg wäre die Struktur einer Universität bzw. die allgemeinen Fakten, wie z.B. wie viele Frauen an einer Universität eingeschrieben sind und wie viele Frauen als Lehrende an einer bestimmten Universität beschäftigt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese verschiedenen Wege sollen zur Aufklärung der Frage führen, ob Frauen gerade in der Soziologie als neben den Männern gleichberechtigt gelten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frauenbewegung, auch getragen von Frauen der Soziologie an der Universität, war in Frankfurt eng mit den Studentenrevolten um 68 und auch dem SDS verbunden. Inwieweit war (oder ist) Frauenbewegung mit den Arbeiten der Soziologen verbunden und beeinflusste sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frauenbewegung 1968 in Frankfurt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frankfurter Universität war Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre einer der Hochburgen der deutschen Frauenbewegung. Der Beginn dieser Bewegung wird von vielen in dem berühmten Tomatenwurf vom 13. September 1968 gesehen.&lt;br /&gt;
Zu diesem Tomatenwurf kam es, als die Berliner Regisseurin und Autorin [[Helke Sander]] bei der 23. SDS-Delegiertenkonferenz in Frankfurt eine unangemeldete Rede zur Befreiung der Frauen hielt, mit der sie versuchte, den Genossinnen und Genossen klar zu machen, dass Frauen ein politisches Potential darstellten, dass diese zwar neue Probleme in die politische Praxis mit-, aber auch neue Fähigkeiten einbrächten. Als ihr Anliegen nach der Mittagspause diskussionslos unterzugehen drohte, kam ihr die Berliner Studentenvertreterin [[Sigrid Rüger]] zu Hilfe. Sie rief dem damaligen SDS-Vorstand [[Hans-Jürgen Krahl]] vor versammelten Auditorium zu: „Genosse Krahl, du bist objektiv ein Konterrevolutionär und ein Agent des Klassenfeindes dazu.“ Ihren Worten ließ sie eine Tomate folgen mit der sie Krahl bewarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere sehen in diesem Tomatenwurf „ein Mythos wie andere über diese Zeit. (...)&lt;br /&gt;
Ich möchte also darlegen, dass die neue Frauenbewegung benennbare Ursachen hatte - so wie auch die Studentenbewegung benennbare Ursachen hatte und nicht plötzlich entstand, sondern sich als Bewegung von Menschen entwickelte.“ (Sigrid Damm-Rüger, Antiautoritärer Anspruch und Frauenemanzipation - die Revolte in der Revolte (1988), zitiert nach: Susanne Schunter-Kleemann, Femmage an Sigrid Damm-Rüger, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 37.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Frauen innerhalb des SDS lehnten Helke Sanders Rede und den darauf gefolgten Tomatenwurf, da sie eine Spaltung des SDS befürchteten.&lt;br /&gt;
„(...) Und dann kam Helke Sander mit ihrem Abgesang auf den Männer-SDS, von dem sich die ausschließlich redenden Männer natürlich nicht provozieren lassen wollten. Also bewarf Sigrid den nach Worten ringenden, vielfach gehandikapten, aber zweifellos klarsten Kopf des damaligen SDS, Hans Jürgen Krahl“ (Ines Lehmann, Auf der Hut vor Nebenwidersprüchen, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 64)&lt;br /&gt;
Der eigentliche Kern der Rede Sanders war die Thematisierung des Privaten als Politisches.&lt;br /&gt;
Die Frau werde durch die Trennung des Privaten und des gesellschaftlichen und politischen Lebens in einen persönlichen Konflikt getrieben, da sie immer noch für die Familie, also das Privatleben erzogen werde und zwischen den eigenen Erwartungen und denen der Gesellschaft hin und her gerissen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Private ist politisch!&amp;quot; wurde ein regelrechter Slogan mit dem Frauen begannen in der westeuropäischen Linken ein neues Politikverständnis einzufordern, so auch und vor allem im Umfeld des SDS. &lt;br /&gt;
Damit wollten sie sich vor allem gegen die Behandlung der Frauenfrage als &amp;quot;Nebenwiderspruch&amp;quot; des Klassenkampfes zur Wehr setzen, der als &amp;quot;Hauptwiderspruch&amp;quot; galt und dessen Beseitigung die Geschlechterproblematik nach Ansicht der Genossen automatisch mitlösen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bedeutung der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule für die Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elemente aus der Kritischen Theorie, die auch für die feministische Sozialforschung unabdingbar sind (laut [[Regina Becker Schmidt]]):  &lt;br /&gt;
Ein Verständnis aller sozialen Erscheinungen als historisch gewordene, eine Forschungsperspektive , die auf die Aufdeckung von Herrschaftsgefügen und Machtbedingungen zielt, die Konzeption von Gesellschaft als strukturell widersprüchlich verfasster Totalität sowie Verständnis von Wissenschaft, das deren Funktion mit der Anleitung zur emanzipatorischen Praxis verbindet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die wechselseitige Bezogenheit von kritischer Subjekt- und Gesellschaftstheorie sowie, aufs engste zusammenhängend, die Vertretung des Rechts auf Besonderung in der Interdependenz von Individuum und Allgemeinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Nutzung der Kritischen Theorie für die feministische Sozialforschung: Andorzentrische Logik der Kritischen Theorie sehen und Geschlechterdifferenz als analytische Leerstelle der Frankfurter Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jürgen Habermas zur Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„(...)der Kampf gegen patriarchalische Unterdrückung und für die Einlösung eines Versprechens, das in den anerkannten universalistischen Grundlagen von Moral und Recht seit langem verankert ist, verleiht dem Feminismus die Schubkraft einer offensiven Bewegung, während alle übrigen Bewegungen einen defensiven Charakter haben.&amp;quot; (S. 578)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Übrigen verfügen Frauen aus dem historischen Erbe der geschlechtlichen Arbeitsteilung, der sie in der bürgerlichen Kleinfamilie unterworfen waren, über Kontrasttugenden, über ein zur Männerwelt komplementäres, der einseitig rationalisierten Alltagspraxis entgegengesetztes Werteregister.&amp;quot; (S. 579)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus „Theorie des kommunikativen Handelns“ 1981, Band 2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Biographien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ursula Apitzsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ute Gerhard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elisabeth Lenk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regina Becker Schmidt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helke Sander]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ulla Wischermann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Institutionen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die zweite Frauenbewegung]] (Rede zur Lage der Frauen im SDS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Cornelia Goethe Centrum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frauenrat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Frauen_in_der_Soziologie_in_Frankfurt&amp;diff=3712</id>
		<title>Frauen in der Soziologie in Frankfurt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Frauen_in_der_Soziologie_in_Frankfurt&amp;diff=3712"/>
		<updated>2008-03-12T19:20:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um die Rolle der Frau in der Soziologie verstehen zu können, kann man sich dem Thema „Frauen in der Soziologie“ auf verschiedenen Wegen nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gibt es zum einen den Weg der Lernenden bzw. Lehrenden Frau, den man durch die Betrachtung und Untersuchung von Biographien von Frauen gehen kann, aber auch den Weg der Institutionen, wie zum Beispiel dem Frauenrat an der Universität Frankfurt oder dem Institut für Frauenforschung. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Weg wäre die Struktur einer Universität bzw. die allgemeinen Fakten, wie z.B. wie viele Frauen an einer Universität eingeschrieben sind und wie viele Frauen als Lehrende an einer bestimmten Universität beschäftigt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese verschiedenen Wege sollen zur Aufklärung der Frage führen, ob Frauen gerade in der Soziologie als neben den Männern gleichberechtigt gelten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frauenbewegung war in Frankfurt eng mit den Studentenrevolten um 68 und auch dem SDS verbunden. Inwieweit war (oder ist) Frauenbewegung mit den Arbeiten der Soziologen verbunden und beeinflusste sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frauenbewegung 1968 in Frankfurt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frankfurter Universität war Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre einer der Hochburgen der deutschen Frauenbewegung. Der Beginn dieser Bewegung wird von vielen in dem berühmten Tomatenwurf vom 13. September 1968 gesehen.&lt;br /&gt;
Zu diesem Tomatenwurf kam es, als die Berliner Regisseurin und Autorin [[Helke Sander]] bei der 23. SDS-Delegiertenkonferenz in Frankfurt eine unangemeldete Rede zur Befreiung der Frauen hielt, mit der sie versuchte, den Genossinnen und Genossen klar zu machen, dass Frauen ein politisches Potential darstellten, dass diese zwar neue Probleme in die politische Praxis mit-, aber auch neue Fähigkeiten einbrächten. Als ihr Anliegen nach der Mittagspause diskussionslos unterzugehen drohte, kam ihr die Berliner Studentenvertreterin [[Sigrid Rüger]] zu Hilfe. Sie rief dem damaligen SDS-Vorstand [[Hans-Jürgen Krahl]] vor versammelten Auditorium zu: „Genosse Krahl, du bist objektiv ein Konterrevolutionär und ein Agent des Klassenfeindes dazu.“ Ihren Worten ließ sie eine Tomate folgen mit der sie Krahl bewarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere sehen in diesem Tomatenwurf „ein Mythos wie andere über diese Zeit. (...)&lt;br /&gt;
Ich möchte also darlegen, dass die neue Frauenbewegung benennbare Ursachen hatte - so wie auch die Studentenbewegung benennbare Ursachen hatte und nicht plötzlich entstand, sondern sich als Bewegung von Menschen entwickelte.“ (Sigrid Damm-Rüger, Antiautoritärer Anspruch und Frauenemanzipation - die Revolte in der Revolte (1988), zitiert nach: Susanne Schunter-Kleemann, Femmage an Sigrid Damm-Rüger, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 37.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Frauen innerhalb des SDS lehnten Helke Sanders Rede und den darauf gefolgten Tomatenwurf, da sie eine Spaltung des SDS befürchteten.&lt;br /&gt;
„(...) Und dann kam Helke Sander mit ihrem Abgesang auf den Männer-SDS, von dem sich die ausschließlich redenden Männer natürlich nicht provozieren lassen wollten. Also bewarf Sigrid den nach Worten ringenden, vielfach gehandikapten, aber zweifellos klarsten Kopf des damaligen SDS, Hans Jürgen Krahl“ (Ines Lehmann, Auf der Hut vor Nebenwidersprüchen, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 64)&lt;br /&gt;
Der eigentliche Kern der Rede Sanders war die Thematisierung des Privaten als Politisches.&lt;br /&gt;
Die Frau werde durch die Trennung des Privaten und des gesellschaftlichen und politischen Lebens in einen persönlichen Konflikt getrieben, da sie immer noch für die Familie, also das Privatleben erzogen werde und zwischen den eigenen Erwartungen und denen der Gesellschaft hin und her gerissen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Private ist politisch!&amp;quot; wurde ein regelrechter Slogan mit dem Frauen begannen in der westeuropäischen Linken ein neues Politikverständnis einzufordern, so auch und vor allem im Umfeld des SDS. &lt;br /&gt;
Damit wollten sie sich vor allem gegen die Behandlung der Frauenfrage als &amp;quot;Nebenwiderspruch&amp;quot; des Klassenkampfes zur Wehr setzen, der als &amp;quot;Hauptwiderspruch&amp;quot; galt und dessen Beseitigung die Geschlechterproblematik nach Ansicht der Genossen automatisch mitlösen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bedeutung der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule für die Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elemente aus der Kritischen Theorie, die auch für die feministische Sozialforschung unabdingbar sind (laut [[Regina Becker Schmidt]]):  &lt;br /&gt;
Ein Verständnis aller sozialen Erscheinungen als historisch gewordene, eine Forschungsperspektive , die auf die Aufdeckung von Herrschaftsgefügen und Machtbedingungen zielt, die Konzeption von Gesellschaft als strukturell widersprüchlich verfasster Totalität sowie Verständnis von Wissenschaft, das deren Funktion mit der Anleitung zur emanzipatorischen Praxis verbindet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die wechselseitige Bezogenheit von kritischer Subjekt- und Gesellschaftstheorie sowie, aufs engste zusammenhängend, die Vertretung des Rechts auf Besonderung in der Interdependenz von Individuum und Allgemeinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Nutzung der Kritischen Theorie für die feministische Sozialforschung: Andorzentrische Logik der Kritischen Theorie sehen und Geschlechterdifferenz als analytische Leerstelle der Frankfurter Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jürgen Habermas zur Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„(...)der Kampf gegen patriarchalische Unterdrückung und für die Einlösung eines Versprechens, das in den anerkannten universalistischen Grundlagen von Moral und Recht seit langem verankert ist, verleiht dem Feminismus die Schubkraft einer offensiven Bewegung, während alle übrigen Bewegungen einen defensiven Charakter haben.&amp;quot; (S. 578)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Übrigen verfügen Frauen aus dem historischen Erbe der geschlechtlichen Arbeitsteilung, der sie in der bürgerlichen Kleinfamilie unterworfen waren, über Kontrasttugenden, über ein zur Männerwelt komplementäres, der einseitig rationalisierten Alltagspraxis entgegengesetztes Werteregister.&amp;quot; (S. 579)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus „Theorie des kommunikativen Handelns“ 1981, Band 2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Biographien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ursula Apitzsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ute Gerhard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elisabeth Lenk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regina Becker Schmidt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helke Sander]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ulla Wischermann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Institutionen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die zweite Frauenbewegung]] (Rede zur Lage der Frauen im SDS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Cornelia Goethe Centrum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frauenrat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Frauen_in_der_Soziologie_in_Frankfurt&amp;diff=3711</id>
		<title>Frauen in der Soziologie in Frankfurt</title>
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		<updated>2008-03-12T19:19:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: /* Die Bedeutung der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule für die Frauenbewegung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um die Rolle der Frau in der Soziologie verstehen zu können, kann man sich dem Thema „Frauen in der Soziologie“ auf verschiedenen Wegen nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gibt es zum einen den Weg der Lernenden bzw. Lehrenden Frau, den man durch die Betrachtung und Untersuchung von Biographien von Frauen gehen kann, aber auch den Weg der Institutionen, wie zum Beispiel dem Frauenrat an der Universität Frankfurt oder dem Institut für Frauenforschung. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Weg wäre die Struktur einer Universität bzw. die allgemeinen Fakten, wie z.B. wie viele Frauen an einer Universität eingeschrieben sind und wie viele Frauen als Lehrende an einer bestimmten Universität beschäftigt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese verschiedenen Wege sollen zur Aufklärung der Frage führen, ob Frauen gerade in der Soziologie als neben den Männern gleichberechtigt gelten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frauenbewegung war in Frankfurt eng mit den Studentenrevolten um 68 und auch dem SDS verbunden. Inwieweit war (oder ist) Frauenbewegung mit den Arbeiten der Soziologen verbunden und beeinflusste sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frauenbewegung 1968 in Frankfurt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frankfurter Universität war Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre einer der Hochburgen der deutschen Frauenbewegung. Der Beginn dieser Bewegung wird von vielen in dem berühmten Tomatenwurf vom 13. September 1968 gesehen.&lt;br /&gt;
Zu diesem Tomatenwurf kam es, als die Berliner Regisseurin und Autorin [[Helke Sander]] bei der 23. SDS-Delegiertenkonferenz in Frankfurt eine unangemeldete Rede zur Befreiung der Frauen hielt, mit der sie versuchte, den Genossinnen und Genossen klar zu machen, dass Frauen ein politisches Potential darstellten, dass diese zwar neue Probleme in die politische Praxis mit-, aber auch neue Fähigkeiten einbrächten. Als ihr Anliegen nach der Mittagspause diskussionslos unterzugehen drohte, kam ihr die Berliner Studentenvertreterin [[Sigrid Rüger]] zu Hilfe. Sie rief dem damaligen SDS-Vorstand [[Hans-Jürgen Krahl]] vor versammelten Auditorium zu: „Genosse Krahl, du bist objektiv ein Konterrevolutionär und ein Agent des Klassenfeindes dazu.“ Ihren Worten ließ sie eine Tomate folgen mit der sie Krahl bewarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere sehen in diesem Tomatenwurf „ein Mythos wie andere über diese Zeit. (...)&lt;br /&gt;
Ich möchte also darlegen, dass die neue Frauenbewegung benennbare Ursachen hatte - so wie auch die Studentenbewegung benennbare Ursachen hatte und nicht plötzlich entstand, sondern sich als Bewegung von Menschen entwickelte.“ (Sigrid Damm-Rüger, Antiautoritärer Anspruch und Frauenemanzipation - die Revolte in der Revolte (1988), zitiert nach: Susanne Schunter-Kleemann, Femmage an Sigrid Damm-Rüger, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 37.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Frauen innerhalb des SDS lehnten Helke Sanders Rede und den darauf gefolgten Tomatenwurf, da sie eine Spaltung des SDS befürchteten.&lt;br /&gt;
„(...) Und dann kam Helke Sander mit ihrem Abgesang auf den Männer-SDS, von dem sich die ausschließlich redenden Männer natürlich nicht provozieren lassen wollten. Also bewarf Sigrid den nach Worten ringenden, vielfach gehandikapten, aber zweifellos klarsten Kopf des damaligen SDS, Hans Jürgen Krahl“ (Ines Lehmann, Auf der Hut vor Nebenwidersprüchen, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 64)&lt;br /&gt;
Der eigentliche Kern der Rede Sanders war die Thematisierung des Privaten als Politisches.&lt;br /&gt;
Die Frau werde durch die Trennung des Privaten und des gesellschaftlichen und politischen Lebens in einen persönlichen Konflikt getrieben, da sie immer noch für die Familie, also das Privatleben erzogen werde und zwischen den eigenen Erwartungen und denen der Gesellschaft hin und her gerissen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Private ist politisch!&amp;quot; wurde ein regelrechter Slogan mit dem Frauen begannen in der westeuropäischen Linken ein neues Politikverständnis einzufordern, so auch und vor allem im Umfeld des SDS. &lt;br /&gt;
Damit wollten sie sich vor allem gegen die Behandlung der Frauenfrage als &amp;quot;Nebenwiderspruch&amp;quot; des Klassenkampfes zur Wehr setzen, der als &amp;quot;Hauptwiderspruch&amp;quot; galt und dessen Beseitigung die Geschlechterproblematik nach Ansicht der Genossen automatisch mitlösen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bedeutung der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule für die Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elemente aus der Kritischen Theorie, die auch für die feministische Sozialforschung unabdingbar sind (laut [[Regina Becker Schmidt]]):  &lt;br /&gt;
Ein Verständnis aller sozialen Erscheinungen als historisch gewordene, eine Forschungsperspektive , die auf die Aufdeckung von Herrschaftsgefügen und Machtbedingungen zielt, die Konzeption von Gesellschaft als strukturell widersprüchlich verfasster Totalität sowie Verständnis von Wissenschaft, das deren Funktion mit der Anleitung zur emanzipatorischen Praxis verbindet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die wechselseitige Bezogenheit von kritischer Subjekt- und Gesellschaftstheorie sowie, aufs engste zusammenhängend, die Vertretung des Rechts auf Besonderung in der Interdependenz von Individuum und Allgemeinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Nutzung der Kritischen Theorie für die feministische Sozialforschung: Andorzentrische Logik der Kritischen Theorie sehen und Geschlechterdifferenz als analytische Leerstelle der Frankfurter Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jürgen Habermas zur Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„(...)der Kampf gegen patriarchalische Unterdrückung und für die Einlösung eines Versprechens, das in den anerkannten universalistischen Grundlagen von Moral und Recht seit langem verankert ist, verleiht dem Feminismus die Schubkraft einer offensiven Bewegung, während alle übrigen Bewegungen einen defensiven Charakter haben.&amp;quot; (S. 578)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Übrigen verfügen Frauen aus dem historischen Erbe der geschlechtlichen Arbeitsteilung, der sie in der bürgerlichen Kleinfamilie unterworfen waren, über Kontrasttugenden, über ein zur Männerwelt komplementäres, der einseitig rationalisierten Alltagspraxis entgegengesetztes Werteregister.&amp;quot; (S. 579)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus „Theorie des kommunikativen Handelns“ 1981, Band 2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Biographien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ursula Apitzsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ute Gerhard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elisabeth Lenk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regina Becker Schmidt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helke Sander]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ulla Wischermann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Institutionen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die zweite Frauenbewegung]] (Rede zur Lage der Frauen im SDS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Cornelia Goethe Centrum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frauenrat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
	</entry>
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		<title>Frauen in der Soziologie in Frankfurt</title>
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		<updated>2008-03-12T19:18:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: /* Jürgen Habermas zur Frauenbewegung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um die Rolle der Frau in der Soziologie verstehen zu können, kann man sich dem Thema „Frauen in der Soziologie“ auf verschiedenen Wegen nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gibt es zum einen den Weg der Lernenden bzw. Lehrenden Frau, den man durch die Betrachtung und Untersuchung von Biographien von Frauen gehen kann, aber auch den Weg der Institutionen, wie zum Beispiel dem Frauenrat an der Universität Frankfurt oder dem Institut für Frauenforschung. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Weg wäre die Struktur einer Universität bzw. die allgemeinen Fakten, wie z.B. wie viele Frauen an einer Universität eingeschrieben sind und wie viele Frauen als Lehrende an einer bestimmten Universität beschäftigt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese verschiedenen Wege sollen zur Aufklärung der Frage führen, ob Frauen gerade in der Soziologie als neben den Männern gleichberechtigt gelten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frauenbewegung war in Frankfurt eng mit den Studentenrevolten um 68 und auch dem SDS verbunden. Inwieweit war (oder ist) Frauenbewegung mit den Arbeiten der Soziologen verbunden und beeinflusste sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frauenbewegung 1968 in Frankfurt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frankfurter Universität war Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre einer der Hochburgen der deutschen Frauenbewegung. Der Beginn dieser Bewegung wird von vielen in dem berühmten Tomatenwurf vom 13. September 1968 gesehen.&lt;br /&gt;
Zu diesem Tomatenwurf kam es, als die Berliner Regisseurin und Autorin [[Helke Sander]] bei der 23. SDS-Delegiertenkonferenz in Frankfurt eine unangemeldete Rede zur Befreiung der Frauen hielt, mit der sie versuchte, den Genossinnen und Genossen klar zu machen, dass Frauen ein politisches Potential darstellten, dass diese zwar neue Probleme in die politische Praxis mit-, aber auch neue Fähigkeiten einbrächten. Als ihr Anliegen nach der Mittagspause diskussionslos unterzugehen drohte, kam ihr die Berliner Studentenvertreterin [[Sigrid Rüger]] zu Hilfe. Sie rief dem damaligen SDS-Vorstand [[Hans-Jürgen Krahl]] vor versammelten Auditorium zu: „Genosse Krahl, du bist objektiv ein Konterrevolutionär und ein Agent des Klassenfeindes dazu.“ Ihren Worten ließ sie eine Tomate folgen mit der sie Krahl bewarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere sehen in diesem Tomatenwurf „ein Mythos wie andere über diese Zeit. (...)&lt;br /&gt;
Ich möchte also darlegen, dass die neue Frauenbewegung benennbare Ursachen hatte - so wie auch die Studentenbewegung benennbare Ursachen hatte und nicht plötzlich entstand, sondern sich als Bewegung von Menschen entwickelte.“ (Sigrid Damm-Rüger, Antiautoritärer Anspruch und Frauenemanzipation - die Revolte in der Revolte (1988), zitiert nach: Susanne Schunter-Kleemann, Femmage an Sigrid Damm-Rüger, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 37.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Frauen innerhalb des SDS lehnten Helke Sanders Rede und den darauf gefolgten Tomatenwurf, da sie eine Spaltung des SDS befürchteten.&lt;br /&gt;
„(...) Und dann kam Helke Sander mit ihrem Abgesang auf den Männer-SDS, von dem sich die ausschließlich redenden Männer natürlich nicht provozieren lassen wollten. Also bewarf Sigrid den nach Worten ringenden, vielfach gehandikapten, aber zweifellos klarsten Kopf des damaligen SDS, Hans Jürgen Krahl“ (Ines Lehmann, Auf der Hut vor Nebenwidersprüchen, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 64)&lt;br /&gt;
Der eigentliche Kern der Rede Sanders war die Thematisierung des Privaten als Politisches.&lt;br /&gt;
Die Frau werde durch die Trennung des Privaten und des gesellschaftlichen und politischen Lebens in einen persönlichen Konflikt getrieben, da sie immer noch für die Familie, also das Privatleben erzogen werde und zwischen den eigenen Erwartungen und denen der Gesellschaft hin und her gerissen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Private ist politisch!&amp;quot; wurde ein regelrechter Slogan mit dem Frauen begannen in der westeuropäischen Linken ein neues Politikverständnis einzufordern, so auch und vor allem im Umfeld des SDS. &lt;br /&gt;
Damit wollten sie sich vor allem gegen die Behandlung der Frauenfrage als &amp;quot;Nebenwiderspruch&amp;quot; des Klassenkampfes zur Wehr setzen, der als &amp;quot;Hauptwiderspruch&amp;quot; galt und dessen Beseitigung die Geschlechterproblematik nach Ansicht der Genossen automatisch mitlösen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bedeutung der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule für die Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elemente aus der Kritischen Theorie, die auch für die feministische Sozialforschung unabdingbar sind (laut [[Regina Becker-Schmidt]]):  &lt;br /&gt;
Ein Verständnis aller sozialen Erscheinungen als historisch gewordene, eine Forschungsperspektive , die auf die Aufdeckung von Herrschaftsgefügen und Machtbedingungen zielt, die Konzeption von Gesellschaft als strukturell widersprüchlich verfasster Totalität sowie Verständnis von Wissenschaft, das deren Funktion mit der Anleitung zur emanzipatorischen Praxis verbindet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die wechselseitige Bezogenheit von kritischer Subjekt- und Gesellschaftstheorie sowie, aufs engste zusammenhängend, die Vertretung des Rechts auf Besonderung in der Interdependenz von Individuum und Allgemeinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Nutzung der Kritischen Theorie für die feministische Sozialforschung: Andorzentrische Logik der Kritischen Theorie sehen und Geschlechterdifferenz als analytische Leerstelle der Frankfurter Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jürgen Habermas zur Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„(...)der Kampf gegen patriarchalische Unterdrückung und für die Einlösung eines Versprechens, das in den anerkannten universalistischen Grundlagen von Moral und Recht seit langem verankert ist, verleiht dem Feminismus die Schubkraft einer offensiven Bewegung, während alle übrigen Bewegungen einen defensiven Charakter haben.&amp;quot; (S. 578)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Übrigen verfügen Frauen aus dem historischen Erbe der geschlechtlichen Arbeitsteilung, der sie in der bürgerlichen Kleinfamilie unterworfen waren, über Kontrasttugenden, über ein zur Männerwelt komplementäres, der einseitig rationalisierten Alltagspraxis entgegengesetztes Werteregister.&amp;quot; (S. 579)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus „Theorie des kommunikativen Handelns“ 1981, Band 2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Biographien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ursula Apitzsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ute Gerhard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elisabeth Lenk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regina Becker Schmidt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helke Sander]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ulla Wischermann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Institutionen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die zweite Frauenbewegung]] (Rede zur Lage der Frauen im SDS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Cornelia Goethe Centrum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frauenrat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
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		<title>Frauen in der Soziologie in Frankfurt</title>
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		<updated>2008-03-12T19:18:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: /* Die Bedeutung der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule für die Frauenbewegung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um die Rolle der Frau in der Soziologie verstehen zu können, kann man sich dem Thema „Frauen in der Soziologie“ auf verschiedenen Wegen nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gibt es zum einen den Weg der Lernenden bzw. Lehrenden Frau, den man durch die Betrachtung und Untersuchung von Biographien von Frauen gehen kann, aber auch den Weg der Institutionen, wie zum Beispiel dem Frauenrat an der Universität Frankfurt oder dem Institut für Frauenforschung. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Weg wäre die Struktur einer Universität bzw. die allgemeinen Fakten, wie z.B. wie viele Frauen an einer Universität eingeschrieben sind und wie viele Frauen als Lehrende an einer bestimmten Universität beschäftigt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese verschiedenen Wege sollen zur Aufklärung der Frage führen, ob Frauen gerade in der Soziologie als neben den Männern gleichberechtigt gelten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frauenbewegung war in Frankfurt eng mit den Studentenrevolten um 68 und auch dem SDS verbunden. Inwieweit war (oder ist) Frauenbewegung mit den Arbeiten der Soziologen verbunden und beeinflusste sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frauenbewegung 1968 in Frankfurt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frankfurter Universität war Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre einer der Hochburgen der deutschen Frauenbewegung. Der Beginn dieser Bewegung wird von vielen in dem berühmten Tomatenwurf vom 13. September 1968 gesehen.&lt;br /&gt;
Zu diesem Tomatenwurf kam es, als die Berliner Regisseurin und Autorin [[Helke Sander]] bei der 23. SDS-Delegiertenkonferenz in Frankfurt eine unangemeldete Rede zur Befreiung der Frauen hielt, mit der sie versuchte, den Genossinnen und Genossen klar zu machen, dass Frauen ein politisches Potential darstellten, dass diese zwar neue Probleme in die politische Praxis mit-, aber auch neue Fähigkeiten einbrächten. Als ihr Anliegen nach der Mittagspause diskussionslos unterzugehen drohte, kam ihr die Berliner Studentenvertreterin [[Sigrid Rüger]] zu Hilfe. Sie rief dem damaligen SDS-Vorstand [[Hans-Jürgen Krahl]] vor versammelten Auditorium zu: „Genosse Krahl, du bist objektiv ein Konterrevolutionär und ein Agent des Klassenfeindes dazu.“ Ihren Worten ließ sie eine Tomate folgen mit der sie Krahl bewarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere sehen in diesem Tomatenwurf „ein Mythos wie andere über diese Zeit. (...)&lt;br /&gt;
Ich möchte also darlegen, dass die neue Frauenbewegung benennbare Ursachen hatte - so wie auch die Studentenbewegung benennbare Ursachen hatte und nicht plötzlich entstand, sondern sich als Bewegung von Menschen entwickelte.“ (Sigrid Damm-Rüger, Antiautoritärer Anspruch und Frauenemanzipation - die Revolte in der Revolte (1988), zitiert nach: Susanne Schunter-Kleemann, Femmage an Sigrid Damm-Rüger, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 37.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Frauen innerhalb des SDS lehnten Helke Sanders Rede und den darauf gefolgten Tomatenwurf, da sie eine Spaltung des SDS befürchteten.&lt;br /&gt;
„(...) Und dann kam Helke Sander mit ihrem Abgesang auf den Männer-SDS, von dem sich die ausschließlich redenden Männer natürlich nicht provozieren lassen wollten. Also bewarf Sigrid den nach Worten ringenden, vielfach gehandikapten, aber zweifellos klarsten Kopf des damaligen SDS, Hans Jürgen Krahl“ (Ines Lehmann, Auf der Hut vor Nebenwidersprüchen, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 64)&lt;br /&gt;
Der eigentliche Kern der Rede Sanders war die Thematisierung des Privaten als Politisches.&lt;br /&gt;
Die Frau werde durch die Trennung des Privaten und des gesellschaftlichen und politischen Lebens in einen persönlichen Konflikt getrieben, da sie immer noch für die Familie, also das Privatleben erzogen werde und zwischen den eigenen Erwartungen und denen der Gesellschaft hin und her gerissen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Private ist politisch!&amp;quot; wurde ein regelrechter Slogan mit dem Frauen begannen in der westeuropäischen Linken ein neues Politikverständnis einzufordern, so auch und vor allem im Umfeld des SDS. &lt;br /&gt;
Damit wollten sie sich vor allem gegen die Behandlung der Frauenfrage als &amp;quot;Nebenwiderspruch&amp;quot; des Klassenkampfes zur Wehr setzen, der als &amp;quot;Hauptwiderspruch&amp;quot; galt und dessen Beseitigung die Geschlechterproblematik nach Ansicht der Genossen automatisch mitlösen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bedeutung der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule für die Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elemente aus der Kritischen Theorie, die auch für die feministische Sozialforschung unabdingbar sind (laut [[Regina Becker-Schmidt]]):  &lt;br /&gt;
Ein Verständnis aller sozialen Erscheinungen als historisch gewordene, eine Forschungsperspektive , die auf die Aufdeckung von Herrschaftsgefügen und Machtbedingungen zielt, die Konzeption von Gesellschaft als strukturell widersprüchlich verfasster Totalität sowie Verständnis von Wissenschaft, das deren Funktion mit der Anleitung zur emanzipatorischen Praxis verbindet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die wechselseitige Bezogenheit von kritischer Subjekt- und Gesellschaftstheorie sowie, aufs engste zusammenhängend, die Vertretung des Rechts auf Besonderung in der Interdependenz von Individuum und Allgemeinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Nutzung der Kritischen Theorie für die feministische Sozialforschung: Andorzentrische Logik der Kritischen Theorie sehen und Geschlechterdifferenz als analytische Leerstelle der Frankfurter Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jürgen Habermas zur Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„der Kampf gegen patriarchalische Unterdrückung und für die Einlösung eines Versprechens, das in den anerkannten universalistischen Grundlagen von Moral und Recht seit langem verankert ist, verleiht dem Feminismus die Schubkraft einer offensiven Bewegung, während alle übrigen Bewegungen einen defensiven Charakter haben.&amp;quot; (S. 578)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Übrigen verfügen Frauen aus dem historischen Erbe der geschlechtlichen Arbeitsteilung, der sie in der bürgerlichen Kleinfamilie unterworfen waren, über Kontrasttugenden, über ein zur Männerwelt komplementäres, der einseitig rationalisierten Alltagspraxis entgegengesetztes Werteregister.&amp;quot; (S. 579)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus „Theorie des kommunikativen Handelns“ 1981, Band 2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Biographien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ursula Apitzsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ute Gerhard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elisabeth Lenk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regina Becker Schmidt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helke Sander]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ulla Wischermann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Institutionen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die zweite Frauenbewegung]] (Rede zur Lage der Frauen im SDS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Cornelia Goethe Centrum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frauenrat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Frauen_in_der_Soziologie_in_Frankfurt&amp;diff=3708</id>
		<title>Frauen in der Soziologie in Frankfurt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Frauen_in_der_Soziologie_in_Frankfurt&amp;diff=3708"/>
		<updated>2008-03-12T19:17:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: /* Die Bedeutung der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule für die Frauenbewegung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um die Rolle der Frau in der Soziologie verstehen zu können, kann man sich dem Thema „Frauen in der Soziologie“ auf verschiedenen Wegen nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gibt es zum einen den Weg der Lernenden bzw. Lehrenden Frau, den man durch die Betrachtung und Untersuchung von Biographien von Frauen gehen kann, aber auch den Weg der Institutionen, wie zum Beispiel dem Frauenrat an der Universität Frankfurt oder dem Institut für Frauenforschung. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Weg wäre die Struktur einer Universität bzw. die allgemeinen Fakten, wie z.B. wie viele Frauen an einer Universität eingeschrieben sind und wie viele Frauen als Lehrende an einer bestimmten Universität beschäftigt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese verschiedenen Wege sollen zur Aufklärung der Frage führen, ob Frauen gerade in der Soziologie als neben den Männern gleichberechtigt gelten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frauenbewegung war in Frankfurt eng mit den Studentenrevolten um 68 und auch dem SDS verbunden. Inwieweit war (oder ist) Frauenbewegung mit den Arbeiten der Soziologen verbunden und beeinflusste sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frauenbewegung 1968 in Frankfurt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frankfurter Universität war Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre einer der Hochburgen der deutschen Frauenbewegung. Der Beginn dieser Bewegung wird von vielen in dem berühmten Tomatenwurf vom 13. September 1968 gesehen.&lt;br /&gt;
Zu diesem Tomatenwurf kam es, als die Berliner Regisseurin und Autorin [[Helke Sander]] bei der 23. SDS-Delegiertenkonferenz in Frankfurt eine unangemeldete Rede zur Befreiung der Frauen hielt, mit der sie versuchte, den Genossinnen und Genossen klar zu machen, dass Frauen ein politisches Potential darstellten, dass diese zwar neue Probleme in die politische Praxis mit-, aber auch neue Fähigkeiten einbrächten. Als ihr Anliegen nach der Mittagspause diskussionslos unterzugehen drohte, kam ihr die Berliner Studentenvertreterin [[Sigrid Rüger]] zu Hilfe. Sie rief dem damaligen SDS-Vorstand [[Hans-Jürgen Krahl]] vor versammelten Auditorium zu: „Genosse Krahl, du bist objektiv ein Konterrevolutionär und ein Agent des Klassenfeindes dazu.“ Ihren Worten ließ sie eine Tomate folgen mit der sie Krahl bewarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere sehen in diesem Tomatenwurf „ein Mythos wie andere über diese Zeit. (...)&lt;br /&gt;
Ich möchte also darlegen, dass die neue Frauenbewegung benennbare Ursachen hatte - so wie auch die Studentenbewegung benennbare Ursachen hatte und nicht plötzlich entstand, sondern sich als Bewegung von Menschen entwickelte.“ (Sigrid Damm-Rüger, Antiautoritärer Anspruch und Frauenemanzipation - die Revolte in der Revolte (1988), zitiert nach: Susanne Schunter-Kleemann, Femmage an Sigrid Damm-Rüger, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 37.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Frauen innerhalb des SDS lehnten Helke Sanders Rede und den darauf gefolgten Tomatenwurf, da sie eine Spaltung des SDS befürchteten.&lt;br /&gt;
„(...) Und dann kam Helke Sander mit ihrem Abgesang auf den Männer-SDS, von dem sich die ausschließlich redenden Männer natürlich nicht provozieren lassen wollten. Also bewarf Sigrid den nach Worten ringenden, vielfach gehandikapten, aber zweifellos klarsten Kopf des damaligen SDS, Hans Jürgen Krahl“ (Ines Lehmann, Auf der Hut vor Nebenwidersprüchen, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 64)&lt;br /&gt;
Der eigentliche Kern der Rede Sanders war die Thematisierung des Privaten als Politisches.&lt;br /&gt;
Die Frau werde durch die Trennung des Privaten und des gesellschaftlichen und politischen Lebens in einen persönlichen Konflikt getrieben, da sie immer noch für die Familie, also das Privatleben erzogen werde und zwischen den eigenen Erwartungen und denen der Gesellschaft hin und her gerissen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Private ist politisch!&amp;quot; wurde ein regelrechter Slogan mit dem Frauen begannen in der westeuropäischen Linken ein neues Politikverständnis einzufordern, so auch und vor allem im Umfeld des SDS. &lt;br /&gt;
Damit wollten sie sich vor allem gegen die Behandlung der Frauenfrage als &amp;quot;Nebenwiderspruch&amp;quot; des Klassenkampfes zur Wehr setzen, der als &amp;quot;Hauptwiderspruch&amp;quot; galt und dessen Beseitigung die Geschlechterproblematik nach Ansicht der Genossen automatisch mitlösen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bedeutung der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule für die Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elemente aus der Kritischen Theorie, die auch für die feministische Sozialforschung unabdingbar sind (laut [[Regine Becker-Schmidt]]):  &lt;br /&gt;
Ein Verständnis aller sozialen Erscheinungen als historisch gewordene, eine Forschungsperspektive , die auf die Aufdeckung von Herrschaftsgefügen und Machtbedingungen zielt, die Konzeption von Gesellschaft als strukturell widersprüchlich verfasster Totalität sowie Verständnis von Wissenschaft, das deren Funktion mit der Anleitung zur emanzipatorischen Praxis verbindet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die wechselseitige Bezogenheit von kritischer Subjekt- und Gesellschaftstheorie sowie, aufs engste zusammenhängend, die Vertretung des Rechts auf Besonderung in der Interdependenz von Individuum und Allgemeinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Nutzung der Kritischen Theorie für die feministische Sozialforschung: Andorzentrische Logik der Kritischen Theorie sehen und Geschlechterdifferenz als analytische Leerstelle der Frankfurter Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jürgen Habermas zur Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„der Kampf gegen patriarchalische Unterdrückung und für die Einlösung eines Versprechens, das in den anerkannten universalistischen Grundlagen von Moral und Recht seit langem verankert ist, verleiht dem Feminismus die Schubkraft einer offensiven Bewegung, während alle übrigen Bewegungen einen defensiven Charakter haben.&amp;quot; (S. 578)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Übrigen verfügen Frauen aus dem historischen Erbe der geschlechtlichen Arbeitsteilung, der sie in der bürgerlichen Kleinfamilie unterworfen waren, über Kontrasttugenden, über ein zur Männerwelt komplementäres, der einseitig rationalisierten Alltagspraxis entgegengesetztes Werteregister.&amp;quot; (S. 579)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus „Theorie des kommunikativen Handelns“ 1981, Band 2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Biographien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ursula Apitzsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ute Gerhard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elisabeth Lenk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regina Becker Schmidt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helke Sander]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ulla Wischermann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Institutionen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die zweite Frauenbewegung]] (Rede zur Lage der Frauen im SDS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Cornelia Goethe Centrum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frauenrat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Frauen_in_der_Soziologie_in_Frankfurt&amp;diff=3707</id>
		<title>Frauen in der Soziologie in Frankfurt</title>
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		<updated>2008-03-12T19:17:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: /* Frauenbewegung 1968 in Frankfurt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um die Rolle der Frau in der Soziologie verstehen zu können, kann man sich dem Thema „Frauen in der Soziologie“ auf verschiedenen Wegen nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gibt es zum einen den Weg der Lernenden bzw. Lehrenden Frau, den man durch die Betrachtung und Untersuchung von Biographien von Frauen gehen kann, aber auch den Weg der Institutionen, wie zum Beispiel dem Frauenrat an der Universität Frankfurt oder dem Institut für Frauenforschung. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Weg wäre die Struktur einer Universität bzw. die allgemeinen Fakten, wie z.B. wie viele Frauen an einer Universität eingeschrieben sind und wie viele Frauen als Lehrende an einer bestimmten Universität beschäftigt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese verschiedenen Wege sollen zur Aufklärung der Frage führen, ob Frauen gerade in der Soziologie als neben den Männern gleichberechtigt gelten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frauenbewegung war in Frankfurt eng mit den Studentenrevolten um 68 und auch dem SDS verbunden. Inwieweit war (oder ist) Frauenbewegung mit den Arbeiten der Soziologen verbunden und beeinflusste sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frauenbewegung 1968 in Frankfurt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frankfurter Universität war Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre einer der Hochburgen der deutschen Frauenbewegung. Der Beginn dieser Bewegung wird von vielen in dem berühmten Tomatenwurf vom 13. September 1968 gesehen.&lt;br /&gt;
Zu diesem Tomatenwurf kam es, als die Berliner Regisseurin und Autorin [[Helke Sander]] bei der 23. SDS-Delegiertenkonferenz in Frankfurt eine unangemeldete Rede zur Befreiung der Frauen hielt, mit der sie versuchte, den Genossinnen und Genossen klar zu machen, dass Frauen ein politisches Potential darstellten, dass diese zwar neue Probleme in die politische Praxis mit-, aber auch neue Fähigkeiten einbrächten. Als ihr Anliegen nach der Mittagspause diskussionslos unterzugehen drohte, kam ihr die Berliner Studentenvertreterin [[Sigrid Rüger]] zu Hilfe. Sie rief dem damaligen SDS-Vorstand [[Hans-Jürgen Krahl]] vor versammelten Auditorium zu: „Genosse Krahl, du bist objektiv ein Konterrevolutionär und ein Agent des Klassenfeindes dazu.“ Ihren Worten ließ sie eine Tomate folgen mit der sie Krahl bewarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere sehen in diesem Tomatenwurf „ein Mythos wie andere über diese Zeit. (...)&lt;br /&gt;
Ich möchte also darlegen, dass die neue Frauenbewegung benennbare Ursachen hatte - so wie auch die Studentenbewegung benennbare Ursachen hatte und nicht plötzlich entstand, sondern sich als Bewegung von Menschen entwickelte.“ (Sigrid Damm-Rüger, Antiautoritärer Anspruch und Frauenemanzipation - die Revolte in der Revolte (1988), zitiert nach: Susanne Schunter-Kleemann, Femmage an Sigrid Damm-Rüger, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 37.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Frauen innerhalb des SDS lehnten Helke Sanders Rede und den darauf gefolgten Tomatenwurf, da sie eine Spaltung des SDS befürchteten.&lt;br /&gt;
„(...) Und dann kam Helke Sander mit ihrem Abgesang auf den Männer-SDS, von dem sich die ausschließlich redenden Männer natürlich nicht provozieren lassen wollten. Also bewarf Sigrid den nach Worten ringenden, vielfach gehandikapten, aber zweifellos klarsten Kopf des damaligen SDS, Hans Jürgen Krahl“ (Ines Lehmann, Auf der Hut vor Nebenwidersprüchen, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 64)&lt;br /&gt;
Der eigentliche Kern der Rede Sanders war die Thematisierung des Privaten als Politisches.&lt;br /&gt;
Die Frau werde durch die Trennung des Privaten und des gesellschaftlichen und politischen Lebens in einen persönlichen Konflikt getrieben, da sie immer noch für die Familie, also das Privatleben erzogen werde und zwischen den eigenen Erwartungen und denen der Gesellschaft hin und her gerissen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Private ist politisch!&amp;quot; wurde ein regelrechter Slogan mit dem Frauen begannen in der westeuropäischen Linken ein neues Politikverständnis einzufordern, so auch und vor allem im Umfeld des SDS. &lt;br /&gt;
Damit wollten sie sich vor allem gegen die Behandlung der Frauenfrage als &amp;quot;Nebenwiderspruch&amp;quot; des Klassenkampfes zur Wehr setzen, der als &amp;quot;Hauptwiderspruch&amp;quot; galt und dessen Beseitigung die Geschlechterproblematik nach Ansicht der Genossen automatisch mitlösen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bedeutung der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule für die Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elemente aus der Kritischen Theorie, die auch für die feministische Sozialforschung unabdingbar sind (laut Becker-Schmidt):  &lt;br /&gt;
Ein Verständnis aller sozialen Erscheinungen als historisch gewordene, eine Forschungsperspektive , die auf die Aufdeckung von Herrschaftsgefügen und Machtbedingungen zielt, die Konzeption von Gesellschaft als strukturell widersprüchlich verfasster Totalität sowie Verständnis von Wissenschaft, das deren Funktion mit der Anleitung zur emanzipatorischen Praxis verbindet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die wechselseitige Bezogenheit von kritischer Subjekt- und Gesellschaftstheorie sowie, aufs engste zusammenhängend, die Vertretung des Rechts auf Besonderung in der Interdependenz von Individuum und Allgemeinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Nutzung der Kritischen Theorie für die feministische Sozialforschung: Andorzentrische Logik der Kritischen Theorie sehen und Geschlechterdifferenz als analytische Leerstelle der Frankfurter Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jürgen Habermas zur Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„der Kampf gegen patriarchalische Unterdrückung und für die Einlösung eines Versprechens, das in den anerkannten universalistischen Grundlagen von Moral und Recht seit langem verankert ist, verleiht dem Feminismus die Schubkraft einer offensiven Bewegung, während alle übrigen Bewegungen einen defensiven Charakter haben.&amp;quot; (S. 578)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Übrigen verfügen Frauen aus dem historischen Erbe der geschlechtlichen Arbeitsteilung, der sie in der bürgerlichen Kleinfamilie unterworfen waren, über Kontrasttugenden, über ein zur Männerwelt komplementäres, der einseitig rationalisierten Alltagspraxis entgegengesetztes Werteregister.&amp;quot; (S. 579)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus „Theorie des kommunikativen Handelns“ 1981, Band 2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Biographien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ursula Apitzsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ute Gerhard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elisabeth Lenk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regina Becker Schmidt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helke Sander]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ulla Wischermann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Institutionen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die zweite Frauenbewegung]] (Rede zur Lage der Frauen im SDS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Cornelia Goethe Centrum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frauenrat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Frauen_in_der_Soziologie_in_Frankfurt&amp;diff=3706</id>
		<title>Frauen in der Soziologie in Frankfurt</title>
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		<updated>2008-03-12T19:16:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: /* Frauenbewegung 1968 in Frankfurt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um die Rolle der Frau in der Soziologie verstehen zu können, kann man sich dem Thema „Frauen in der Soziologie“ auf verschiedenen Wegen nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gibt es zum einen den Weg der Lernenden bzw. Lehrenden Frau, den man durch die Betrachtung und Untersuchung von Biographien von Frauen gehen kann, aber auch den Weg der Institutionen, wie zum Beispiel dem Frauenrat an der Universität Frankfurt oder dem Institut für Frauenforschung. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Weg wäre die Struktur einer Universität bzw. die allgemeinen Fakten, wie z.B. wie viele Frauen an einer Universität eingeschrieben sind und wie viele Frauen als Lehrende an einer bestimmten Universität beschäftigt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese verschiedenen Wege sollen zur Aufklärung der Frage führen, ob Frauen gerade in der Soziologie als neben den Männern gleichberechtigt gelten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frauenbewegung war in Frankfurt eng mit den Studentenrevolten um 68 und auch dem SDS verbunden. Inwieweit war (oder ist) Frauenbewegung mit den Arbeiten der Soziologen verbunden und beeinflusste sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frauenbewegung 1968 in Frankfurt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frankfurter Universität war Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre einer der Hochburgen der deutschen Frauenbewegung. Der Beginn dieser Bewegung wird von vielen in dem berühmten Tomatenwurf vom 13. September 1968 gesehen.&lt;br /&gt;
Zu diesem Tomatenwurf kam es, als die Berliner Regisseurin und Autorin [[Helke Sander]] bei der 23. SDS-Delegiertenkonferenz in Frankfurt eine unangemeldete Rede zur Befreiung der Frauen hielt, mit der sie versuchte, den Genossinnen und Genossen klar zu machen, dass Frauen ein politisches Potential darstellten, dass diese zwar neue Probleme in die politische Praxis mit-, aber auch neue Fähigkeiten einbrächten. Als ihr Anliegen nach der Mittagspause diskussionslos unterzugehen drohte, kam ihr die Berliner Studentenvertreterin [[Sigrid Rüger]] zu Hilfe. Sie rief dem damaligen SDS-Vorstand [[Hans Jürgen Krahl]] vor versammelten Auditorium zu: „Genosse Krahl, du bist objektiv ein Konterrevolutionär und ein Agent des Klassenfeindes dazu.“ Ihren Worten ließ sie eine Tomate folgen mit der sie Krahl bewarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere sehen in diesem Tomatenwurf „ein Mythos wie andere über diese Zeit. (...)&lt;br /&gt;
Ich möchte also darlegen, dass die neue Frauenbewegung benennbare Ursachen hatte - so wie auch die Studentenbewegung benennbare Ursachen hatte und nicht plötzlich entstand, sondern sich als Bewegung von Menschen entwickelte.“ (Sigrid Damm-Rüger, Antiautoritärer Anspruch und Frauenemanzipation - die Revolte in der Revolte (1988), zitiert nach: Susanne Schunter-Kleemann, Femmage an Sigrid Damm-Rüger, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 37.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Frauen innerhalb des SDS lehnten Helke Sanders Rede und den darauf gefolgten Tomatenwurf, da sie eine Spaltung des SDS befürchteten.&lt;br /&gt;
„(...) Und dann kam Helke Sander mit ihrem Abgesang auf den Männer-SDS, von dem sich die ausschließlich redenden Männer natürlich nicht provozieren lassen wollten. Also bewarf Sigrid den nach Worten ringenden, vielfach gehandikapten, aber zweifellos klarsten Kopf des damaligen SDS, Hans Jürgen Krahl“ (Ines Lehmann, Auf der Hut vor Nebenwidersprüchen, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 64)&lt;br /&gt;
Der eigentliche Kern der Rede Sanders war die Thematisierung des Privaten als Politisches.&lt;br /&gt;
Die Frau werde durch die Trennung des Privaten und des gesellschaftlichen und politischen Lebens in einen persönlichen Konflikt getrieben, da sie immer noch für die Familie, also das Privatleben erzogen werde und zwischen den eigenen Erwartungen und denen der Gesellschaft hin und her gerissen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Private ist politisch!&amp;quot; wurde ein regelrechter Slogan mit dem Frauen begannen in der westeuropäischen Linken ein neues Politikverständnis einzufordern, so auch und vor allem im Umfeld des SDS. &lt;br /&gt;
Damit wollten sie sich vor allem gegen die Behandlung der Frauenfrage als &amp;quot;Nebenwiderspruch&amp;quot; des Klassenkampfes zur Wehr setzen, der als &amp;quot;Hauptwiderspruch&amp;quot; galt und dessen Beseitigung die Geschlechterproblematik nach Ansicht der Genossen automatisch mitlösen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bedeutung der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule für die Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elemente aus der Kritischen Theorie, die auch für die feministische Sozialforschung unabdingbar sind (laut Becker-Schmidt):  &lt;br /&gt;
Ein Verständnis aller sozialen Erscheinungen als historisch gewordene, eine Forschungsperspektive , die auf die Aufdeckung von Herrschaftsgefügen und Machtbedingungen zielt, die Konzeption von Gesellschaft als strukturell widersprüchlich verfasster Totalität sowie Verständnis von Wissenschaft, das deren Funktion mit der Anleitung zur emanzipatorischen Praxis verbindet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die wechselseitige Bezogenheit von kritischer Subjekt- und Gesellschaftstheorie sowie, aufs engste zusammenhängend, die Vertretung des Rechts auf Besonderung in der Interdependenz von Individuum und Allgemeinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Nutzung der Kritischen Theorie für die feministische Sozialforschung: Andorzentrische Logik der Kritischen Theorie sehen und Geschlechterdifferenz als analytische Leerstelle der Frankfurter Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jürgen Habermas zur Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„der Kampf gegen patriarchalische Unterdrückung und für die Einlösung eines Versprechens, das in den anerkannten universalistischen Grundlagen von Moral und Recht seit langem verankert ist, verleiht dem Feminismus die Schubkraft einer offensiven Bewegung, während alle übrigen Bewegungen einen defensiven Charakter haben.&amp;quot; (S. 578)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Übrigen verfügen Frauen aus dem historischen Erbe der geschlechtlichen Arbeitsteilung, der sie in der bürgerlichen Kleinfamilie unterworfen waren, über Kontrasttugenden, über ein zur Männerwelt komplementäres, der einseitig rationalisierten Alltagspraxis entgegengesetztes Werteregister.&amp;quot; (S. 579)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus „Theorie des kommunikativen Handelns“ 1981, Band 2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Biographien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ursula Apitzsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ute Gerhard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elisabeth Lenk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regina Becker Schmidt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helke Sander]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ulla Wischermann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Institutionen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die zweite Frauenbewegung]] (Rede zur Lage der Frauen im SDS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Cornelia Goethe Centrum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frauenrat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Frauen_in_der_Soziologie_in_Frankfurt&amp;diff=3705</id>
		<title>Frauen in der Soziologie in Frankfurt</title>
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		<updated>2008-03-12T19:14:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: /* Frauenbewegung 1968 in Frankfurt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um die Rolle der Frau in der Soziologie verstehen zu können, kann man sich dem Thema „Frauen in der Soziologie“ auf verschiedenen Wegen nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gibt es zum einen den Weg der Lernenden bzw. Lehrenden Frau, den man durch die Betrachtung und Untersuchung von Biographien von Frauen gehen kann, aber auch den Weg der Institutionen, wie zum Beispiel dem Frauenrat an der Universität Frankfurt oder dem Institut für Frauenforschung. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Weg wäre die Struktur einer Universität bzw. die allgemeinen Fakten, wie z.B. wie viele Frauen an einer Universität eingeschrieben sind und wie viele Frauen als Lehrende an einer bestimmten Universität beschäftigt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese verschiedenen Wege sollen zur Aufklärung der Frage führen, ob Frauen gerade in der Soziologie als neben den Männern gleichberechtigt gelten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frauenbewegung war in Frankfurt eng mit den Studentenrevolten um 68 und auch dem SDS verbunden. Inwieweit war (oder ist) Frauenbewegung mit den Arbeiten der Soziologen verbunden und beeinflusste sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frauenbewegung 1968 in Frankfurt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frankfurter Universität war Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre einer der Hochburgen der deutschen Frauenbewegung. Der Beginn dieser Bewegung wird von vielen in dem berühmten Tomatenwurf vom 13. September 1968 gesehen.&lt;br /&gt;
Zu diesem Tomatenwurf kam es, als die Berliner Regisseurin und Autorin Helke Sander bei der 23. SDS-Delegiertenkonferenz in Frankfurt eine unangemeldete Rede zur Befreiung der Frauen hielt, mit der sie versuchte, den Genossinnen und Genossen klar zu machen, dass Frauen ein politisches Potential darstellten, dass diese zwar neue Probleme in die politische Praxis mit-, aber auch neue Fähigkeiten einbrächten. Als ihr Anliegen nach der Mittagspause diskussionslos unterzugehen drohte, kam ihr die Berliner Studentenvertreterin Sigrid Rüger zu Hilfe. Sie rief dem damaligen SDS-Vorstand Hans Jürgen Krahl vor versammelten Auditorium zu: „Genosse Krahl, du bist objektiv ein Konterrevolutionär und ein Agent des Klassenfeindes dazu.“ Ihren Worten ließ sie eine Tomate folgen mit der sie Krahl bewarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere sehen in diesem Tomatenwurf „ein Mythos wie andere über diese Zeit. (...)&lt;br /&gt;
Ich möchte also darlegen, dass die neue Frauenbewegung benennbare Ursachen hatte - so wie auch die Studentenbewegung benennbare Ursachen hatte und nicht plötzlich entstand, sondern sich als Bewegung von Menschen entwickelte.“ (Sigrid Damm-Rüger, Antiautoritärer Anspruch und Frauenemanzipation - die Revolte in der Revolte (1988), zitiert nach: Susanne Schunter-Kleemann, Femmage an Sigrid Damm-Rüger, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 37.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Frauen innerhalb des SDS lehnten Helke Sanders Rede und den darauf gefolgten Tomatenwurf, da sie eine Spaltung des SDS befürchteten.&lt;br /&gt;
„(...) Und dann kam Helke Sander mit ihrem Abgesang auf den Männer-SDS, von dem sich die ausschließlich redenden Männer natürlich nicht provozieren lassen wollten. Also bewarf Sigrid den nach Worten ringenden, vielfach gehandikapten, aber zweifellos klarsten Kopf des damaligen SDS, Hans Jürgen Krahl“ (Ines Lehmann, Auf der Hut vor Nebenwidersprüchen, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 64)&lt;br /&gt;
Der eigentliche Kern der Rede Sanders war die Thematisierung des Privaten als Politisches.&lt;br /&gt;
Die Frau werde durch die Trennung des Privaten und des gesellschaftlichen und politischen Lebens in einen persönlichen Konflikt getrieben, da sie immer noch für die Familie, also das Privatleben erzogen werde und zwischen den eigenen Erwartungen und denen der Gesellschaft hin und her gerissen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
‚Das Private ist politisch!’ wurde ein regelrechter Slogan mit dem Frauen begannen in der westeuropäischen Linken ein neues Politikverständnis einzufordern, so auch und vor allem im Umfeld des SDS. &lt;br /&gt;
Damit wollten sie sich vor allem gegen die Behandlung der Frauenfrage als ‚Nebenwiderspruch’ des Klassenkampfes zur Wehr setzen, der als ‚Hauptwiderspruch’ galt und dessen Beseitigung die Geschlechterproblematik nach Ansicht der Genossen automatisch mitlösen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bedeutung der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule für die Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elemente aus der Kritischen Theorie, die auch für die feministische Sozialforschung unabdingbar sind (laut Becker-Schmidt):  &lt;br /&gt;
Ein Verständnis aller sozialen Erscheinungen als historisch gewordene, eine Forschungsperspektive , die auf die Aufdeckung von Herrschaftsgefügen und Machtbedingungen zielt, die Konzeption von Gesellschaft als strukturell widersprüchlich verfasster Totalität sowie Verständnis von Wissenschaft, das deren Funktion mit der Anleitung zur emanzipatorischen Praxis verbindet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die wechselseitige Bezogenheit von kritischer Subjekt- und Gesellschaftstheorie sowie, aufs engste zusammenhängend, die Vertretung des Rechts auf Besonderung in der Interdependenz von Individuum und Allgemeinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an der Nutzung der Kritischen Theorie für die feministische Sozialforschung: Andorzentrische Logik der Kritischen Theorie sehen und Geschlechterdifferenz als analytische Leerstelle der Frankfurter Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jürgen Habermas zur Frauenbewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„der Kampf gegen patriarchalische Unterdrückung und für die Einlösung eines Versprechens, das in den anerkannten universalistischen Grundlagen von Moral und Recht seit langem verankert ist, verleiht dem Feminismus die Schubkraft einer offensiven Bewegung, während alle übrigen Bewegungen einen defensiven Charakter haben.&amp;quot; (S. 578)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Übrigen verfügen Frauen aus dem historischen Erbe der geschlechtlichen Arbeitsteilung, der sie in der bürgerlichen Kleinfamilie unterworfen waren, über Kontrasttugenden, über ein zur Männerwelt komplementäres, der einseitig rationalisierten Alltagspraxis entgegengesetztes Werteregister.&amp;quot; (S. 579)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus „Theorie des kommunikativen Handelns“ 1981, Band 2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Biographien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ursula Apitzsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ute Gerhard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elisabeth Lenk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regina Becker Schmidt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helke Sander]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ulla Wischermann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Institutionen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die zweite Frauenbewegung]] (Rede zur Lage der Frauen im SDS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Cornelia Goethe Centrum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frauenrat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Frauen_in_der_Soziologie_in_Frankfurt&amp;diff=3704</id>
		<title>Frauen in der Soziologie in Frankfurt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Frauen_in_der_Soziologie_in_Frankfurt&amp;diff=3704"/>
		<updated>2008-03-12T19:11:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: /* 1968 in Frankfurt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um die Rolle der Frau in der Soziologie verstehen zu können, kann man sich dem Thema „Frauen in der Soziologie“ auf verschiedenen Wegen nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gibt es zum einen den Weg der Lernenden bzw. Lehrenden Frau, den man durch die Betrachtung und Untersuchung von Biographien von Frauen gehen kann, aber auch den Weg der Institutionen, wie zum Beispiel dem Frauenrat an der Universität Frankfurt oder dem Institut für Frauenforschung. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Weg wäre die Struktur einer Universität bzw. die allgemeinen Fakten, wie z.B. wie viele Frauen an einer Universität eingeschrieben sind und wie viele Frauen als Lehrende an einer bestimmten Universität beschäftigt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese verschiedenen Wege sollen zur Aufklärung der Frage führen, ob Frauen gerade in der Soziologie als neben den Männern gleichberechtigt gelten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frauenbewegung war in Frankfurt eng mit den Studentenrevolten um 68 und auch dem SDS verbunden. Inwieweit war (oder ist) Frauenbewegung mit den Arbeiten der Soziologen verbunden und beeinflusste sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frauenbewegung 1968 in Frankfurt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frankfurter Universität war Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre einer der Hochburgen der deutschen Frauenbewegung. Der Beginn dieser Bewegung wird von vielen in dem berühmten Tomatenwurf vom 13. September 1968 gesehen.&lt;br /&gt;
Zu diesem Tomatenwurf kam es, als die Berliner Regisseurin und Autorin Helke Sander bei der 23. SDS-Delegiertenkonferenz in Frankfurt eine unangemeldete Rede zur Befreiung der Frauen hielt, mit der sie versuchte, den Genossinnen und Genossen klar zu machen, dass Frauen ein politisches Potential darstellten, dass diese zwar neue Probleme in die politische Praxis mit-, aber auch neue Fähigkeiten einbrächten. Als ihr Anliegen nach der Mittagspause diskussionslos unterzugehen drohte, kam ihr die Berliner Studentenvertreterin Sigrid Rüger zu Hilfe. Sie rief dem damaligen SDS-Vorstand Hans Jürgen Krahl vor versammelten Auditorium zu: „Genosse Krahl, du bist objektiv ein Konterrevolutionär und ein Agent des Klassenfeindes dazu.“ Ihren Worten ließ sie eine Tomate folgen mit der sie Krahl bewarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere sehen in diesem Tomatenwurf „ein Mythos wie andere über diese Zeit. (...)&lt;br /&gt;
Ich möchte also darlegen, dass die neue Frauenbewegung benennbare Ursachen hatte - so wie auch die Studentenbewegung benennbare Ursachen hatte und nicht plötzlich entstand, sondern sich als Bewegung von Menschen entwickelte.“ (Sigrid Damm-Rüger, Antiautoritärer Anspruch und Frauenemanzipation - die Revolte in der Revolte (1988), zitiert nach: Susanne Schunter-Kleemann, Femmage an Sigrid Damm-Rüger, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 37.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Frauen innerhalb des SDS lehnten Helke Sanders Rede und den darauf gefolgten Tomatenwurf, da sie eine Spaltung des SDS befürchteten.&lt;br /&gt;
„(...) Und dann kam Helke Sander mit ihrem Abgesang auf den Männer-SDS, von dem sich die ausschließlich redenden Männer natürlich nicht provozieren lassen wollten. Also bewarf Sigrid den nach Worten ringenden, vielfach gehandikapten, aber zweifellos klarsten Kopf des damaligen SDS, Hans Jürgen Krahl“ (Ines Lehmann, Auf der Hut vor Nebenwidersprüchen, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 64)&lt;br /&gt;
Der eigentliche Kern der Rede Sanders war die Thematisierung des Privaten als Politisches.&lt;br /&gt;
Die Frau werde durch die Trennung des Privaten und des gesellschaftlichen und politischen Lebens in einen persönlichen Konflikt getrieben, da sie immer noch für die Familie, also das Privatleben erzogen werde und zwischen den eigenen Erwartungen und denen der Gesellschaft hin und her gerissen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
‚Das Private ist politisch!’ wurde ein regelrechter Slogan mit dem Frauen begannen in der westeuropäischen Linken ein neues Politikverständnis einzufordern, so auch und vor allem im Umfeld des SDS. &lt;br /&gt;
Damit wollten sie sich vor allem gegen die Behandlung der Frauenfrage als ‚Nebenwiderspruch’ des Klassenkampfes zur Wehr setzen, der als ‚Hauptwiderspruch’ galt und dessen Beseitigung die Geschlechterproblematik nach Ansicht der Genossen automatisch mitlösen würde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Biographien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ursula Apitzsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ute Gerhard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elisabeth Lenk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regina Becker Schmidt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helke Sander]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ulla Wischermann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Institutionen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die zweite Frauenbewegung]] (Rede zur Lage der Frauen im SDS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Cornelia Goethe Centrum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frauenrat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Frauen_in_der_Soziologie_in_Frankfurt&amp;diff=3703</id>
		<title>Frauen in der Soziologie in Frankfurt</title>
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		<updated>2008-03-12T19:11:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um die Rolle der Frau in der Soziologie verstehen zu können, kann man sich dem Thema „Frauen in der Soziologie“ auf verschiedenen Wegen nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gibt es zum einen den Weg der Lernenden bzw. Lehrenden Frau, den man durch die Betrachtung und Untersuchung von Biographien von Frauen gehen kann, aber auch den Weg der Institutionen, wie zum Beispiel dem Frauenrat an der Universität Frankfurt oder dem Institut für Frauenforschung. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Weg wäre die Struktur einer Universität bzw. die allgemeinen Fakten, wie z.B. wie viele Frauen an einer Universität eingeschrieben sind und wie viele Frauen als Lehrende an einer bestimmten Universität beschäftigt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese verschiedenen Wege sollen zur Aufklärung der Frage führen, ob Frauen gerade in der Soziologie als neben den Männern gleichberechtigt gelten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frauenbewegung war in Frankfurt eng mit den Studentenrevolten um 68 und auch dem SDS verbunden. Inwieweit war (oder ist) Frauenbewegung mit den Arbeiten der Soziologen verbunden und beeinflusste sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1968 in Frankfurt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frankfurter Universität war Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre einer der Hochburgen der deutschen Frauenbewegung. Der Beginn dieser Bewegung wird von vielen in dem berühmten Tomatenwurf vom 13. September 1968 gesehen.&lt;br /&gt;
Zu diesem Tomatenwurf kam es, als die Berliner Regisseurin und Autorin Helke Sander bei der 23. SDS-Delegiertenkonferenz in Frankfurt eine unangemeldete Rede zur Befreiung der Frauen hielt, mit der sie versuchte, den Genossinnen und Genossen klar zu machen, dass Frauen ein politisches Potential darstellten, dass diese zwar neue Probleme in die politische Praxis mit-, aber auch neue Fähigkeiten einbrächten. Als ihr Anliegen nach der Mittagspause diskussionslos unterzugehen drohte, kam ihr die Berliner Studentenvertreterin Sigrid Rüger zu Hilfe. Sie rief dem damaligen SDS-Vorstand Hans Jürgen Krahl vor versammelten Auditorium zu: „Genosse Krahl, du bist objektiv ein Konterrevolutionär und ein Agent des Klassenfeindes dazu.“ Ihren Worten ließ sie eine Tomate folgen mit der sie Krahl bewarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere sehen in diesem Tomatenwurf „ein Mythos wie andere über diese Zeit. (...)&lt;br /&gt;
Ich möchte also darlegen, dass die neue Frauenbewegung benennbare Ursachen hatte - so wie auch die Studentenbewegung benennbare Ursachen hatte und nicht plötzlich entstand, sondern sich als Bewegung von Menschen entwickelte.“ (Sigrid Damm-Rüger, Antiautoritärer Anspruch und Frauenemanzipation - die Revolte in der Revolte (1988), zitiert nach: Susanne Schunter-Kleemann, Femmage an Sigrid Damm-Rüger, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 37.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Frauen innerhalb des SDS lehnten Helke Sanders Rede und den darauf gefolgten Tomatenwurf, da sie eine Spaltung des SDS befürchteten.&lt;br /&gt;
„(...) Und dann kam Helke Sander mit ihrem Abgesang auf den Männer-SDS, von dem sich die ausschließlich redenden Männer natürlich nicht provozieren lassen wollten. Also bewarf Sigrid den nach Worten ringenden, vielfach gehandikapten, aber zweifellos klarsten Kopf des damaligen SDS, Hans Jürgen Krahl“ (Ines Lehmann, Auf der Hut vor Nebenwidersprüchen, in: Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion, hg. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 1999, S. 64)&lt;br /&gt;
Der eigentliche Kern der Rede Sanders war die Thematisierung des Privaten als Politisches.&lt;br /&gt;
Die Frau werde durch die Trennung des Privaten und des gesellschaftlichen und politischen Lebens in einen persönlichen Konflikt getrieben, da sie immer noch für die Familie, also das Privatleben erzogen werde und zwischen den eigenen Erwartungen und denen der Gesellschaft hin und her gerissen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
‚Das Private ist politisch!’ wurde ein regelrechter Slogan mit dem Frauen begannen in der westeuropäischen Linken ein neues Politikverständnis einzufordern, so auch und vor allem im Umfeld des SDS. &lt;br /&gt;
Damit wollten sie sich vor allem gegen die Behandlung der Frauenfrage als ‚Nebenwiderspruch’ des Klassenkampfes zur Wehr setzen, der als ‚Hauptwiderspruch’ galt und dessen Beseitigung die Geschlechterproblematik nach Ansicht der Genossen automatisch mitlösen würde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Biographien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ursula Apitzsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ute Gerhard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elisabeth Lenk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regina Becker Schmidt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helke Sander]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ulla Wischermann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Institutionen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die zweite Frauenbewegung]] (Rede zur Lage der Frauen im SDS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Cornelia Goethe Centrum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frauenrat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Die_zweite_Frauenbewegung&amp;diff=3702</id>
		<title>Die zweite Frauenbewegung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Die_zweite_Frauenbewegung&amp;diff=3702"/>
		<updated>2008-03-12T19:06:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: /* Rede des Aktionsrates zur Befreiung der Frauen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Rede des Aktionsrates zur Befreiung der Frauen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Genossinnen, Genossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich spreche für den Aktionsrat zur Befreiung der Frauen. Der Landesverband Berlin des SDS hat mir einen Delegiertenplatz gegeben, obwohl nur wenige von uns Mitglieder des Verbandes sind. Wir sprechen hier, weil wir wissen, daß wir unsere Arbeit nur in Verbindung mit anderen progressiven Organisationen leisten können und dazu zählt unserer Meinung nach heute nur der SDS.&lt;br /&gt;
Die Zusammenarbeit hat jedoch zur Voraussetzung, daß der Verband die spezifische Problematik der Frauen begreift, was nichts anderes heißt, als jahrelang verdrängte Konflikte endlich im Verband zu artikulieren. Damit erweitern wir die Auseinandersetzung zwischen den Antiautoritären und der KP-Fraktion und stellen uns gleichzeitig gegen beide Lager, da wir beide Lager praktisch, wenn auch nicht dem theoretischen Anspruch nach, gegen uns haben. Wir werden versuchen, unsere Positionen zu klären, wir verlangen, daß unsere Problematik hier inhaltlich diskutiert wird. Wir werden uns nicht mehr damit begnügen, daß den Frauen gestattet wird, auch mal ein Wort zu sagen, das man sich, weil man ein Antiautoritärer ist, anhört, um dann zur Tagesordnung überzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir stellen fest daß der SDS innerhalb seiner Organisation ein Spiegelbild gesamtgesellschaftlicher Verhältnisse ist. Dabei macht man Anstrengungen, alles zu vermeiden was zur Artikulierung dieses Konfliktes zwischen Anspruch und Wirklichkeit beitragen könnte, da dies eine Neu-Orientierung der SDS-Politik zur Folge haben müßte. Diese Artikulierung wird auf einfache Weise vermieden. Nämlich dadurch, daß man einen bestimmten Bereich des Lebens vom gesellschaftlichen abtrennt, ihn tabuisiert, indem man ihm den Namen Privatleben gibt. In dieser Tabuisierung unterscheidet sich der SDS in nichts von den Gewerkschaften und den bestehenden Parteien. Diese Tabuisierung hat zur Folge, daß das spezifische Ausbeutungsverhältnis, unter dem die Frauen stehen, verdrängt wird, wodurch gewährleistet wird, daß die Männer ihre alte, durch das Patriarchat gewonnene Identität noch nicht aufgeben müssen. Man gewährt zwar den Frauen Redefreiheit, untersucht aber nicht die Ursachen, warum sie sich so schlecht bewähren, warum sie passiv sind, warum sie zwar in der Lage sind, die Verbandspolitik mit zu vollziehen, aber nicht dazu in der Lage sind, sie auch zu bestimmen. Die Verdrängung wird komplett, wenn man auf diejenigen Frauen verweist, die innerhalb des Verbandes eine bestimmte Position erworben haben, in der sie aktiv tätig sein können. Es wird nicht danach gefragt, welche Versagungen ihnen das möglich gemacht haben, es wird übersehen, daß dies nur möglich ist durch Anpassung an ein Leistungsprinzip, unter dem ja gerade auch die Männer leiden und dessen Abschaffung das Ziel ihrer Tätigkeit ist. Die so verstandene Emanzipation erstrebt nur eine Gleichheit in der Ungerechtigkeit und zwar mit den von uns abgelehnten Mitteln des Konkurrenzkampfes und des Leistungsprinzips.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trennung zwischen Privatleben und gesellschaftlichem Leben wirft die Frau immer zurück in den individuell auszutragenden Konflikt ihrer Isolation. Sie wird immer noch für das Privatleben, für die Familie, erzogen, die ihrerseits von Produktionsbedingungen abhängig ist, die wir bekämpfen. Die Rollenerziehung, das anerzogene Minderwertigkeitsgefühl, der Widerspruch zwischen ihren eigenen Erwartungen und den Ansprüchen der Gesellschaft erzeugen das ständige schlechte Gewissen, den an sie gestellten Forderungen nicht gerecht zu werden, bzw. zwischen Alternativen wählen zu müssen, die in jedem Fall einen Verzicht auf vitale Bedürfnisse bedeuten.&lt;br /&gt;
Frauen suchen ihre Identität. Durch Beteiligung an Kampagnen, die ihre Konflikte nicht unmittelbar berühren, können sie sie nicht erlangen. Das wäre Scheinemanzipation. Sie können sie nur erlangen, wenn die ins Privatleben verdrängten gesellschaftlichen Konflikte artikuliert werden, damit sich dadurch die Frauen solidarisieren und politisieren. Die meisten Frauen sind deshalb unpolitisch, weil Politik bisher immer einseitig definiert worden ist und ihre Bedürfnisse nie erfaßt wurden. Sie beharrten deshalb im autoritären Ruf nach dem Gesetzgeber, weil sie den systemsprengenden Widerspruch ihrer Forderungen nicht erkannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppen, die am leichtesten politisierbar sind, sind die Frauen mit Kindern. Bei ihnen sind die Aggressionen am stärksten und ist die Sprachlosigkeit am geringsten. Die Frauen, die heute studieren können, haben das nicht so sehr der bürgerlichen Emanzipationsbewegung zu verdanken, sondern vielmehr ökonomischen Notwendigkeiten. Wenn diese Privilegierten unter den Frauen nun Kinder bekommen, werden sie auf Verhaltensmuster zurückgeworfen, die sie meinten, dank ihrer Emanzipation schon überwunden zu haben. Das Studium wird abgebrochen oder verzögert, die geistige Entwicklung bleibt stehen oder wird stark gemindert durch die Ansprüche des Mannes und des Kindes. Dazu kommt die Unsicherheit, daß man es nicht fertig gebracht hat, zwischen Blaustrumpf und Frau fürs Haus zu wählen, entweder eine Karriere aufzubauen, die mit einem weitgehenden Verzicht auf Glück erkauft werden muß oder eine Frau für den Konsum zu sein. Das heißt, es sind eben jene privilegierten Frauen, die die Erfahrung gemacht haben, daß der bürgerliche Weg zur Emanzipation der falsche war, die erkannt haben, daß sie sich mit den Mitteln des Konkurrenzkampfes nicht emanzipieren können, die erkannt haben, daß das allgemeine Leistungsprinzip auch zum bestimmenden Faktor innerhalb der Verhältnisse geworden ist, die erkannt haben, daß der Weg zur Emanzipation auch schon in der Methode liegt, mit der man sie anstrebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Frauen merken spätestens, wenn sie Kinder bekommen, daß ihnen alle ihre Privilegien nichts nützen. Sie sind am ehesten dazu in der Lage, den Abfallhaufen des gesellschaftlichen Lebens ans Licht zu ziehen, was gleichbedeutend damit ist, den Klassenkampf auch in die Ehe zu tragen und in die Verhältnisse. Dabei übernimmt der Mann die objektive Rolle des Ausbeuters oder Klassenfeindes, die er subjektiv natürlich nicht will, da sie ihm ja auch wiederum nur aufgezwungen wird von einer Leistungsgesellschaft, die ihm ein bestimmtes Rollenverhalten auferlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konsequenz, die sich daraus für den Aktionsrat zur Befreiung der Frauen ergab, ist folgende:&lt;br /&gt;
Wir können die gesellschaftliche Unterdrückung der Frauen nicht individuell lösen. Wir können damit nicht auf Zeiten nach der Revolution warten, da eine nur politisch-ökonomische Revolution die Verdrängung des Privatlebens nicht aufhebt, was in allen sozialistischen Ländern bewiesen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir streben Lebensbedingungen an, die das Konkurrenzverhältnis zwischen Mann und Frau aufheben. Dies geht nur durch Umwandlung der Produktionsverhältnisse und damit der Machtverhältnisse, um eine demokratische Gesellschaft zu schaffen.&lt;br /&gt;
Da die Bereitschaft zur Solidarisierung und Politisierung bei den Frauen mit Kindern am größten ist, weil sie den Druck am meisten spüren, haben wir uns in der praktischen Arbeit bisher auf ihre Konflikte konzentriert. Das heißt nicht, daß wir die Konflikte der Studentinnen ohne Kinder nicht wichtig nehmen, heißt nicht, daß wir nicht trotz der gemeinsamen Merkmale aller Frauen in der Unterdrückung die klassenspezifischen Unterdrückungsmechanismen übersehen, es heißt lediglich, daß wir eine möglichst effektive Arbeit leisten wollen und uns einen Ansatzpunkt schaffen müssen, der es uns erlaubt, die Problematik systematisch und rational anzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die anfänglichen Bemühungen, die wir machten, diese Konflikte mit dem SDS und innerhalb des SDS anzugehen, scheiterten, haben wir uns zurückgezogen und alleine gearbeitet. Als wir vor einem halben Jahr anfingen, reagierten die meisten Genossen mit Spott. Heute nehmen sie uns übel, daß wir uns zurückgezogen haben, sie versuchen uns zu beweisen, daß wir überhaupt ganz falsche Theorien haben, sie versuchen uns unterzujubeln, daß wir behaupten, Frauen brauchten zu ihrer Emanzipation keine Männer und all den Schwachsinn, den wir nie behauptet haben. Sie pochen darauf, daß auch sie unterdrückt sind, was wir ja wissen. Wir sehen es nur nicht mehr länger ein, daß wir ihre Unterdrückung, mit der sie uns unterdrücken, weiter wehrlos hinnehmen sollen. Eben weil wir der Meinung sind, daß eine Emanzipation nur gesamtgesellschaftlich möglich ist, sind wir ja hier. Wir müssen hier nämlich einmal feststellen, daß an der Gesamtgesellschaft etwas mehr Frauen als Männer beteiligt sind und finden es die höchste Zeit, daß wir die sich daraus ergebenden Ansprüche auch einmal anmelden und fordern, daß sie zukünftig eingeplant werden. Sollte dem SDS der Sprung nach vorn zu dieser Einsicht nicht gelingen, dann wären wir allerdings auf einen Machtkampf angewiesen, was wir lieber verhindern würden (für uns wäre es Energieverschwendung). Denn wir werden diesen Machtkampf gewinnen, da wir historisch im Recht sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hilflosigkeit und Arroganz, mit der wir hier auftreten müssen, macht keinen besonderen Spaß. Hilflos sind wir deshalb, weil wir von progressiven Männern eigentlich erwarten, daß sie die Brisanz unseres Konfliktes einsehen. Die Arroganz kommt daher, daß wir sehen, welche Bretter ihr vor den Köpfen habt, weil ihr nicht seht, daß sich ohne euer dazutun plötzlich Leute organisieren, an die ihr überhaupt nie gedacht habt und zwar in einer Zahl, die ihr für den Anbruch der Morgenröte halten würdet, wenn es sich um Arbeiter handeln würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genossen, eure Veranstaltungen sind unerträglich. Ihr seid voll von Hemmungen, die ihr als Aggressionen gegen die Genossen auslassen müßt die etwas Dummes sagen oder etwas, was ihr schon wißt. Die Aggressionen kommen nur teilweise aus politischen Einsichten in die Dummheit des anderen Lagers. Warum sagt ihr nicht endlich, daß ihr kaputt seid vom letzten Jahr, daß ihr nicht wißt, wie ihr den Streß länger ertragen könnt, euch in politischen Aktionen körperlich und geistig zu verausgaben, ohne damit einen Lustgewinn zu verbinden. Warum diskutiert ihr nicht, bevor ihr neue Kampagnen plant, darüber, wie man sie überhaupt ausführen soll? Warum kauft ihr euch denn alle den Reich? Warum sprecht ihr denn hier vom Klassenkampf und zu Hause von Orgasmusschwierigkeiten? Ist das kein Thema für den SDS?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Verdrängungen wollen wir nicht mehr mitmachen.&lt;br /&gt;
In unserer selbstgewählten Isolation machten wir also folgendes: wir konzentrierten unsere Arbeit auf die Frauen mit Kindern, weil sie am schlechtesten dran sind. Frauen mit Kindern können über sich erst wieder nachdenken, wenn die Kinder sie nicht dauernd an die Versagungen der Gesellschaft erinnern. Da die politischen Frauen ein Interesse daran haben, ihre Kinder eben nicht mehr nach dem Leistungsprinzip zu erziehen, war die Konsequenz die, daß wir den Anspruch der Gesellschaft, daß die Frau die Kinder zu erziehen hat, zum ersten Mal ernst nehmen. Und zwar in dem Sinne, daß wir uns weigern, unsere Kinder weiterhin nach den Prinzipien des Konkurrenzkampfes und Leistungsprinzips zu erziehen, von denen wir wissen, daß auf ihrer Erhaltung die Voraussetzung zum Bestehen des kapitalistischen Systems überhaupt beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen versuchen, schon innerhalb der bestehenden Gesellschaft Modelle einer utopischen Gesellschaft zu entwickeln. In dieser Gegengesellschaft müssen aber unsere eigenen Bedürfnisse endlich einen Platz finden. So ist die Konzentration auf die Erziehung nicht ein Alibi für die verdrängte eigene Emanzipation, sondern die Voraussetzung dafür, die eigenen Konflikte produktiv zu lösen. Die Hauptaufgabe besteht darin, daß unsre Kinder nicht auf Inseln fernab jeglicher gesellschaftlichen Realität gedrängt werden, sondern darin, den Kindern durch Unterstützung ihrer eigenen emanzipatorischen Bemühungen die Kraft zum Widerstand zu geben, damit sie ihre eigenen Konflikte mit der Realität zugunsten einer zu verändernden Realität lösen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Augenblicklich arbeiten schon fünf dieser Kinderläden, vier weitere organisieren sich und einige andere sind im organisatorischen Vorstadium. Wir arbeiten am Modell für den FU-Kindergarten und organisieren Kindergärtnerinnen bzw. helfen den Kindergärtnerinnen, sich selber zu organisieren. Theoretisch versuchen wir das bürgerliche Vernunftprinzip und den patriarchalischen Wissenschaftsbegriff zu kritisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben einen so ungeheuren Zustrom, daß wir ihn kaum organisatorisch verkraften können. Unser Ziel ist zunächst, die Frauen zu politisieren, die schon ein bestimmtes Problembewußtsein haben. Dies ist am besten möglich innerhalb der Universitäten. Wir müssen diese unsere Gegenmodelle zunächst weiterentwickeln und auf eine größere Basis stellen, damit wir Methoden einer kollektiven Erziehung finden, die nicht nur den sowieso schon Privilegierten zugute kommt. Diese Kader und diese Erkenntnisse haben wir jedoch noch nicht. Darum können wir unsere Arbeit nicht dadurch gefährden, daß wir halbe Aktionen in Arbeitervierteln machen. Es sind besonders die Männer, die sich nach und nach bei uns eingefunden haben, die für eine schnellere Vermittlung nach außen in die Arbeiterschaft eintreten. Hier gibt es wieder zwei Probleme. Zum einen haben verschiedene Männer gesehen, daß plötzlich etwas gemacht wird, was eine Perspektive hat. Aufgrund ihrer gewandteren Formulierungen übernehmen sie bei manchen Arbeitskreisen die Führung, wogegen viele Frauen nach wie vor hilflos sind. Sie tun so, als sei der Gedanke der Kinderläden ihre eigene Erfindung, sie sehen die politische Relevanz und sagen jetzt den Frauen, sie würden ihre Probleme verdrängen, wenn sie sich jetzt mit der Erziehung beschäftigen. Der Versuch, möglichst schnell andere Bevölkerungsschichten mit unseren Kinderläden zu erfreuen, mag darauf zurückzuführen sein, daß sich die Männer nach wie vor weigern, ihre eigenen Konflikte zu artikulieren. Im Augenblick haben wir der Arbeiterschaft nichts zu bieten. Wir können nicht Arbeiterkinder in unsere Kinderläden nehmen, wo sie ein Verhalten lernen, für das sie zu Hause bestraft werden. Die Voraussetzungen dazu müssen für die Arbeiter erst geschaffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Arbeiten an den Kinderläden ergeben sich für uns weitere Arbeiten, die damit in engem Zusammenhang stehen. Die Kinder, die jetzt in unseren Läden sind, werden sich nicht mehr in die gewöhnlichen Schulen einfügen. Die Eltern dieser Kinder werden die bestehenden Schulen nicht mehr hinnehmen. Durch die breite Basis, die wir den Läden geben wollen, versuchen wir eine breite Basis für den Konflikt an den Volksschulen zu schaffen. Dieser Konflikt wird Wirkungen haben, die sich zeigen bei den Kindern und Eltern, die nicht durch unsere Läden gegangen sind. Wir müssen dann verhindern, daß Kinder ausgebildet werden, um das zu lernen, was eine kapitalistische Gesellschaft ihnen zu lernen erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wissen, unproduktive Arbeiten können abgeschafft werden, wir wissen, wir werden einen ungeheuren Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern, an Kindergärtnerinnen und Kindergärten haben. Es ist nicht mehr nötig, daß 90% aller Arbeiterinnen ungelernte Arbeiterinnen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genossen, ihr seht, daß unsere Arbeit andere Schwerpunkte hat, als die Verbandsarbeit.&lt;br /&gt;
1. Wir haben unsere Arbeit vorerst beschränkt auf Erziehungsfragen und alles, was damit zusammenhängt.&lt;br /&gt;
2. Alles Geld geht im Augenblick in die Kinderläden und die dafür notwendigen Vorbereitungsarbeiten.&lt;br /&gt;
3. Wir nehmen uns Zeit für die Vorbereitungsarbeiten und die Politisierung des Privatlebens.&lt;br /&gt;
4. Wenn die Modelle der Kinderläden uns praktikabel erscheinen, werden wir uns auf die Schulen konzentrieren.&lt;br /&gt;
5. Daneben wird natürlich theoretische Arbeit geleistet, die in größeren Zusammenhängen argumentiert.&lt;br /&gt;
Wenn sich der SDS als ein Verband begreift, der innerhalb der bestehenden Gesellschaft emanzipatorische Prozesse in Gang setzen will, damit eine Revolution überhaupt möglich wird, dann muß der Verband Konsequenzen für seine Politik aus unserer Arbeit ziehen.&lt;br /&gt;
Damit kommen wir auf die Frage der Prioritäten.&lt;br /&gt;
Wir müssen diskutieren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soll sich eine Gruppe hier und eine Gruppe da auf ein Lehrlings- bzw. Schülersekretariat konzentrieren oder sollen wir uns konzentrieren auf die Verbreiterung der Basis der Kindergärten.&lt;br /&gt;
Ein Lehrlingssekretariat fängt die wenigen glücklichen und männlichen Volksschulabgänger auf, die das Glück hatten, eine Lehre beginnen zu können, wie schlecht sie im einzelnen auch sein mag. Ein Schülersekretariat fängt die wenigen und materiell gesicherten Ober- und Berufsschüler auf, die das Glück hatten, liberale Eltern zu haben, die sie auf eine Schule schicken konnten und die Kinder darin unterstützten. Das Lehrlingssekretariat wird immer wieder genährt durch die Leute, die Voraussetzungen mitbringen, die die Schule ihrem Bewußtsein zubilligte. Aber gerade diese Voraussetzungen wollen wir abschaffen. Soll hier eine Gruppe eine Nato-Kampagne und da eine Gruppe eine Bundeswehrkampagne machen oder sollen wir uns auf die gesellschaftlichen Bereiche konzentrieren, die den Angelpunkt bilden, die Machtstrukturen zu verewigen?&lt;br /&gt;
Genossen, wenn ihr zu dieser Diskussion, die inhaltlich geführt werden muß, nicht bereit seid, dann müssen wir allerdings feststellen, daß der SDS nichts weiter ist als ein aufgeblasener konterrevolutionärer Hefeteig.&lt;br /&gt;
Die Genossinnen werden dann die Konsequenzen zu ziehen wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rede gehalten von [[Helke Sander]] am 13. September 1969 bei der 23. Delegiertensitzung des SDS in Frankfurt, abgedruckt in: Frauenjahrbuch, Verlag Roter Stern 1975&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Die_zweite_Frauenbewegung&amp;diff=3701</id>
		<title>Die zweite Frauenbewegung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Die_zweite_Frauenbewegung&amp;diff=3701"/>
		<updated>2008-03-12T19:06:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: /* Rede des Aktionsrates zur Befreiung der Frauen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Rede des Aktionsrates zur Befreiung der Frauen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Genossinnen, Genossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich spreche für den Aktionsrat zur Befreiung der Frauen. Der Landesverband Berlin des SDS hat mir einen Delegiertenplatz gegeben, obwohl nur wenige von uns Mitglieder des Verbandes sind. Wir sprechen hier, weil wir wissen, daß wir unsere Arbeit nur in Verbindung mit anderen progressiven Organisationen leisten können und dazu zählt unserer Meinung nach heute nur der SDS.&lt;br /&gt;
Die Zusammenarbeit hat jedoch zur Voraussetzung, daß der Verband die spezifische Problematik der Frauen begreift, was nichts anderes heißt, als jahrelang verdrängte Konflikte endlich im Verband zu artikulieren. Damit erweitern wir die Auseinandersetzung zwischen den Antiautoritären und der KP-Fraktion und stellen uns gleichzeitig gegen beide Lager, da wir beide Lager praktisch, wenn auch nicht dem theoretischen Anspruch nach, gegen uns haben. Wir werden versuchen, unsere Positionen zu klären, wir verlangen, daß unsere Problematik hier inhaltlich diskutiert wird. Wir werden uns nicht mehr damit begnügen, daß den Frauen gestattet wird, auch mal ein Wort zu sagen, das man sich, weil man ein Antiautoritärer ist, anhört, um dann zur Tagesordnung überzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir stellen fest daß der SDS innerhalb seiner Organisation ein Spiegelbild gesamtgesellschaftlicher Verhältnisse ist. Dabei macht man Anstrengungen, alles zu vermeiden was zur Artikulierung dieses Konfliktes zwischen Anspruch und Wirklichkeit beitragen könnte, da dies eine Neu-Orientierung der SDS-Politik zur Folge haben müßte. Diese Artikulierung wird auf einfache Weise vermieden. Nämlich dadurch, daß man einen bestimmten Bereich des Lebens vom gesellschaftlichen abtrennt, ihn tabuisiert, indem man ihm den Namen Privatleben gibt. In dieser Tabuisierung unterscheidet sich der SDS in nichts von den Gewerkschaften und den bestehenden Parteien. Diese Tabuisierung hat zur Folge, daß das spezifische Ausbeutungsverhältnis, unter dem die Frauen stehen, verdrängt wird, wodurch gewährleistet wird, daß die Männer ihre alte, durch das Patriarchat gewonnene Identität noch nicht aufgeben müssen. Man gewährt zwar den Frauen Redefreiheit, untersucht aber nicht die Ursachen, warum sie sich so schlecht bewähren, warum sie passiv sind, warum sie zwar in der Lage sind, die Verbandspolitik mit zu vollziehen, aber nicht dazu in der Lage sind, sie auch zu bestimmen. Die Verdrängung wird komplett, wenn man auf diejenigen Frauen verweist, die innerhalb des Verbandes eine bestimmte Position erworben haben, in der sie aktiv tätig sein können. Es wird nicht danach gefragt, welche Versagungen ihnen das möglich gemacht haben, es wird übersehen, daß dies nur möglich ist durch Anpassung an ein Leistungsprinzip, unter dem ja gerade auch die Männer leiden und dessen Abschaffung das Ziel ihrer Tätigkeit ist. Die so verstandene Emanzipation erstrebt nur eine Gleichheit in der Ungerechtigkeit und zwar mit den von uns abgelehnten Mitteln des Konkurrenzkampfes und des Leistungsprinzips.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trennung zwischen Privatleben und gesellschaftlichem Leben wirft die Frau immer zurück in den individuell auszutragenden Konflikt ihrer Isolation. Sie wird immer noch für das Privatleben, für die Familie, erzogen, die ihrerseits von Produktionsbedingungen abhängig ist, die wir bekämpfen. Die Rollenerziehung, das anerzogene Minderwertigkeitsgefühl, der Widerspruch zwischen ihren eigenen Erwartungen und den Ansprüchen der Gesellschaft erzeugen das ständige schlechte Gewissen, den an sie gestellten Forderungen nicht gerecht zu werden, bzw. zwischen Alternativen wählen zu müssen, die in jedem Fall einen Verzicht auf vitale Bedürfnisse bedeuten.&lt;br /&gt;
Frauen suchen ihre Identität. Durch Beteiligung an Kampagnen, die ihre Konflikte nicht unmittelbar berühren, können sie sie nicht erlangen. Das wäre Scheinemanzipation. Sie können sie nur erlangen, wenn die ins Privatleben verdrängten gesellschaftlichen Konflikte artikuliert werden, damit sich dadurch die Frauen solidarisieren und politisieren. Die meisten Frauen sind deshalb unpolitisch, weil Politik bisher immer einseitig definiert worden ist und ihre Bedürfnisse nie erfaßt wurden. Sie beharrten deshalb im autoritären Ruf nach dem Gesetzgeber, weil sie den systemsprengenden Widerspruch ihrer Forderungen nicht erkannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppen, die am leichtesten politisierbar sind, sind die Frauen mit Kindern. Bei ihnen sind die Aggressionen am stärksten und ist die Sprachlosigkeit am geringsten. Die Frauen, die heute studieren können, haben das nicht so sehr der bürgerlichen Emanzipationsbewegung zu verdanken, sondern vielmehr ökonomischen Notwendigkeiten. Wenn diese Privilegierten unter den Frauen nun Kinder bekommen, werden sie auf Verhaltensmuster zurückgeworfen, die sie meinten, dank ihrer Emanzipation schon überwunden zu haben. Das Studium wird abgebrochen oder verzögert, die geistige Entwicklung bleibt stehen oder wird stark gemindert durch die Ansprüche des Mannes und des Kindes. Dazu kommt die Unsicherheit, daß man es nicht fertig gebracht hat, zwischen Blaustrumpf und Frau fürs Haus zu wählen, entweder eine Karriere aufzubauen, die mit einem weitgehenden Verzicht auf Glück erkauft werden muß oder eine Frau für den Konsum zu sein. Das heißt, es sind eben jene privilegierten Frauen, die die Erfahrung gemacht haben, daß der bürgerliche Weg zur Emanzipation der falsche war, die erkannt haben, daß sie sich mit den Mitteln des Konkurrenzkampfes nicht emanzipieren können, die erkannt haben, daß das allgemeine Leistungsprinzip auch zum bestimmenden Faktor innerhalb der Verhältnisse geworden ist, die erkannt haben, daß der Weg zur Emanzipation auch schon in der Methode liegt, mit der man sie anstrebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Frauen merken spätestens, wenn sie Kinder bekommen, daß ihnen alle ihre Privilegien nichts nützen. Sie sind am ehesten dazu in der Lage, den Abfallhaufen des gesellschaftlichen Lebens ans Licht zu ziehen, was gleichbedeutend damit ist, den Klassenkampf auch in die Ehe zu tragen und in die Verhältnisse. Dabei übernimmt der Mann die objektive Rolle des Ausbeuters oder Klassenfeindes, die er subjektiv natürlich nicht will, da sie ihm ja auch wiederum nur aufgezwungen wird von einer Leistungsgesellschaft, die ihm ein bestimmtes Rollenverhalten auferlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konsequenz, die sich daraus für den Aktionsrat zur Befreiung der Frauen ergab, ist folgende:&lt;br /&gt;
Wir können die gesellschaftliche Unterdrückung der Frauen nicht individuell lösen. Wir können damit nicht auf Zeiten nach der Revolution warten, da eine nur politisch-ökonomische Revolution die Verdrängung des Privatlebens nicht aufhebt, was in allen sozialistischen Ländern bewiesen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir streben Lebensbedingungen an, die das Konkurrenzverhältnis zwischen Mann und Frau aufheben. Dies geht nur durch Umwandlung der Produktionsverhältnisse und damit der Machtverhältnisse, um eine demokratische Gesellschaft zu schaffen.&lt;br /&gt;
Da die Bereitschaft zur Solidarisierung und Politisierung bei den Frauen mit Kindern am größten ist, weil sie den Druck am meisten spüren, haben wir uns in der praktischen Arbeit bisher auf ihre Konflikte konzentriert. Das heißt nicht, daß wir die Konflikte der Studentinnen ohne Kinder nicht wichtig nehmen, heißt nicht, daß wir nicht trotz der gemeinsamen Merkmale aller Frauen in der Unterdrückung die klassenspezifischen Unterdrückungsmechanismen übersehen, es heißt lediglich, daß wir eine möglichst effektive Arbeit leisten wollen und uns einen Ansatzpunkt schaffen müssen, der es uns erlaubt, die Problematik systematisch und rational anzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die anfänglichen Bemühungen, die wir machten, diese Konflikte mit dem SDS und innerhalb des SDS anzugehen, scheiterten, haben wir uns zurückgezogen und alleine gearbeitet. Als wir vor einem halben Jahr anfingen, reagierten die meisten Genossen mit Spott. Heute nehmen sie uns übel, daß wir uns zurückgezogen haben, sie versuchen uns zu beweisen, daß wir überhaupt ganz falsche Theorien haben, sie versuchen uns unterzujubeln, daß wir behaupten, Frauen brauchten zu ihrer Emanzipation keine Männer und all den Schwachsinn, den wir nie behauptet haben. Sie pochen darauf, daß auch sie unterdrückt sind, was wir ja wissen. Wir sehen es nur nicht mehr länger ein, daß wir ihre Unterdrückung, mit der sie uns unterdrücken, weiter wehrlos hinnehmen sollen. Eben weil wir der Meinung sind, daß eine Emanzipation nur gesamtgesellschaftlich möglich ist, sind wir ja hier. Wir müssen hier nämlich einmal feststellen, daß an der Gesamtgesellschaft etwas mehr Frauen als Männer beteiligt sind und finden es die höchste Zeit, daß wir die sich daraus ergebenden Ansprüche auch einmal anmelden und fordern, daß sie zukünftig eingeplant werden. Sollte dem SDS der Sprung nach vorn zu dieser Einsicht nicht gelingen, dann wären wir allerdings auf einen Machtkampf angewiesen, was wir lieber verhindern würden (für uns wäre es Energieverschwendung). Denn wir werden diesen Machtkampf gewinnen, da wir historisch im Recht sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hilflosigkeit und Arroganz, mit der wir hier auftreten müssen, macht keinen besonderen Spaß. Hilflos sind wir deshalb, weil wir von progressiven Männern eigentlich erwarten, daß sie die Brisanz unseres Konfliktes einsehen. Die Arroganz kommt daher, daß wir sehen, welche Bretter ihr vor den Köpfen habt, weil ihr nicht seht, daß sich ohne euer dazutun plötzlich Leute organisieren, an die ihr überhaupt nie gedacht habt und zwar in einer Zahl, die ihr für den Anbruch der Morgenröte halten würdet, wenn es sich um Arbeiter handeln würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genossen, eure Veranstaltungen sind unerträglich. Ihr seid voll von Hemmungen, die ihr als Aggressionen gegen die Genossen auslassen müßt die etwas Dummes sagen oder etwas, was ihr schon wißt. Die Aggressionen kommen nur teilweise aus politischen Einsichten in die Dummheit des anderen Lagers. Warum sagt ihr nicht endlich, daß ihr kaputt seid vom letzten Jahr, daß ihr nicht wißt, wie ihr den Streß länger ertragen könnt, euch in politischen Aktionen körperlich und geistig zu verausgaben, ohne damit einen Lustgewinn zu verbinden. Warum diskutiert ihr nicht, bevor ihr neue Kampagnen plant, darüber, wie man sie überhaupt ausführen soll? Warum kauft ihr euch denn alle den Reich? Warum sprecht ihr denn hier vom Klassenkampf und zu Hause von Orgasmusschwierigkeiten? Ist das kein Thema für den SDS?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Verdrängungen wollen wir nicht mehr mitmachen.&lt;br /&gt;
In unserer selbstgewählten Isolation machten wir also folgendes: wir konzentrierten unsere Arbeit auf die Frauen mit Kindern, weil sie am schlechtesten dran sind. Frauen mit Kindern können über sich erst wieder nachdenken, wenn die Kinder sie nicht dauernd an die Versagungen der Gesellschaft erinnern. Da die politischen Frauen ein Interesse daran haben, ihre Kinder eben nicht mehr nach dem Leistungsprinzip zu erziehen, war die Konsequenz die, daß wir den Anspruch der Gesellschaft, daß die Frau die Kinder zu erziehen hat, zum ersten Mal ernst nehmen. Und zwar in dem Sinne, daß wir uns weigern, unsere Kinder weiterhin nach den Prinzipien des Konkurrenzkampfes und Leistungsprinzips zu erziehen, von denen wir wissen, daß auf ihrer Erhaltung die Voraussetzung zum Bestehen des kapitalistischen Systems überhaupt beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen versuchen, schon innerhalb der bestehenden Gesellschaft Modelle einer utopischen Gesellschaft zu entwickeln. In dieser Gegengesellschaft müssen aber unsere eigenen Bedürfnisse endlich einen Platz finden. So ist die Konzentration auf die Erziehung nicht ein Alibi für die verdrängte eigene Emanzipation, sondern die Voraussetzung dafür, die eigenen Konflikte produktiv zu lösen. Die Hauptaufgabe besteht darin, daß unsre Kinder nicht auf Inseln fernab jeglicher gesellschaftlichen Realität gedrängt werden, sondern darin, den Kindern durch Unterstützung ihrer eigenen emanzipatorischen Bemühungen die Kraft zum Widerstand zu geben, damit sie ihre eigenen Konflikte mit der Realität zugunsten einer zu verändernden Realität lösen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Augenblicklich arbeiten schon fünf dieser Kinderläden, vier weitere organisieren sich und einige andere sind im organisatorischen Vorstadium. Wir arbeiten am Modell für den FU-Kindergarten und organisieren Kindergärtnerinnen bzw. helfen den Kindergärtnerinnen, sich selber zu organisieren. Theoretisch versuchen wir das bürgerliche Vernunftprinzip und den patriarchalischen Wissenschaftsbegriff zu kritisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben einen so ungeheuren Zustrom, daß wir ihn kaum organisatorisch verkraften können. Unser Ziel ist zunächst, die Frauen zu politisieren, die schon ein bestimmtes Problembewußtsein haben. Dies ist am besten möglich innerhalb der Universitäten. Wir müssen diese unsere Gegenmodelle zunächst weiterentwickeln und auf eine größere Basis stellen, damit wir Methoden einer kollektiven Erziehung finden, die nicht nur den sowieso schon Privilegierten zugute kommt. Diese Kader und diese Erkenntnisse haben wir jedoch noch nicht. Darum können wir unsere Arbeit nicht dadurch gefährden, daß wir halbe Aktionen in Arbeitervierteln machen. Es sind besonders die Männer, die sich nach und nach bei uns eingefunden haben, die für eine schnellere Vermittlung nach außen in die Arbeiterschaft eintreten. Hier gibt es wieder zwei Probleme. Zum einen haben verschiedene Männer gesehen, daß plötzlich etwas gemacht wird, was eine Perspektive hat. Aufgrund ihrer gewandteren Formulierungen übernehmen sie bei manchen Arbeitskreisen die Führung, wogegen viele Frauen nach wie vor hilflos sind. Sie tun so, als sei der Gedanke der Kinderläden ihre eigene Erfindung, sie sehen die politische Relevanz und sagen jetzt den Frauen, sie würden ihre Probleme verdrängen, wenn sie sich jetzt mit der Erziehung beschäftigen. Der Versuch, möglichst schnell andere Bevölkerungsschichten mit unseren Kinderläden zu erfreuen, mag darauf zurückzuführen sein, daß sich die Männer nach wie vor weigern, ihre eigenen Konflikte zu artikulieren. Im Augenblick haben wir der Arbeiterschaft nichts zu bieten. Wir können nicht Arbeiterkinder in unsere Kinderläden nehmen, wo sie ein Verhalten lernen, für das sie zu Hause bestraft werden. Die Voraussetzungen dazu müssen für die Arbeiter erst geschaffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Arbeiten an den Kinderläden ergeben sich für uns weitere Arbeiten, die damit in engem Zusammenhang stehen. Die Kinder, die jetzt in unseren Läden sind, werden sich nicht mehr in die gewöhnlichen Schulen einfügen. Die Eltern dieser Kinder werden die bestehenden Schulen nicht mehr hinnehmen. Durch die breite Basis, die wir den Läden geben wollen, versuchen wir eine breite Basis für den Konflikt an den Volksschulen zu schaffen. Dieser Konflikt wird Wirkungen haben, die sich zeigen bei den Kindern und Eltern, die nicht durch unsere Läden gegangen sind. Wir müssen dann verhindern, daß Kinder ausgebildet werden, um das zu lernen, was eine kapitalistische Gesellschaft ihnen zu lernen erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wissen, unproduktive Arbeiten können abgeschafft werden, wir wissen, wir werden einen ungeheuren Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern, an Kindergärtnerinnen und Kindergärten haben. Es ist nicht mehr nötig, daß 90% aller Arbeiterinnen ungelernte Arbeiterinnen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genossen, ihr seht, daß unsere Arbeit andere Schwerpunkte hat, als die Verbandsarbeit.&lt;br /&gt;
1. Wir haben unsere Arbeit vorerst beschränkt auf Erziehungsfragen und alles, was damit zusammenhängt.&lt;br /&gt;
2. Alles Geld geht im Augenblick in die Kinderläden und die dafür notwendigen Vorbereitungsarbeiten.&lt;br /&gt;
3. Wir nehmen uns Zeit für die Vorbereitungsarbeiten und die Politisierung des Privatlebens.&lt;br /&gt;
4. Wenn die Modelle der Kinderläden uns praktikabel erscheinen, werden wir uns auf die Schulen konzentrieren.&lt;br /&gt;
5. Daneben wird natürlich theoretische Arbeit geleistet, die in größeren Zusammenhängen argumentiert.&lt;br /&gt;
Wenn sich der SDS als ein Verband begreift, der innerhalb der bestehenden Gesellschaft emanzipatorische Prozesse in Gang setzen will, damit eine Revolution überhaupt möglich wird, dann muß der Verband Konsequenzen für seine Politik aus unserer Arbeit ziehen.&lt;br /&gt;
Damit kommen wir auf die Frage der Prioritäten.&lt;br /&gt;
Wir müssen diskutieren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soll sich eine Gruppe hier und eine Gruppe da auf ein Lehrlings- bzw. Schülersekretariat konzentrieren oder sollen wir uns konzentrieren auf die Verbreiterung der Basis der Kindergärten.&lt;br /&gt;
Ein Lehrlingssekretariat fängt die wenigen glücklichen und männlichen Volksschulabgänger auf, die das Glück hatten, eine Lehre beginnen zu können, wie schlecht sie im einzelnen auch sein mag. Ein Schülersekretariat fängt die wenigen und materiell gesicherten Ober- und Berufsschüler auf, die das Glück hatten, liberale Eltern zu haben, die sie auf eine Schule schicken konnten und die Kinder darin unterstützten. Das Lehrlingssekretariat wird immer wieder genährt durch die Leute, die Voraussetzungen mitbringen, die die Schule ihrem Bewußtsein zubilligte. Aber gerade diese Voraussetzungen wollen wir abschaffen. Soll hier eine Gruppe eine Nato-Kampagne und da eine Gruppe eine Bundeswehrkampagne machen oder sollen wir uns auf die gesellschaftlichen Bereiche konzentrieren, die den Angelpunkt bilden, die Machtstrukturen zu verewigen?&lt;br /&gt;
Genossen, wenn ihr zu dieser Diskussion, die inhaltlich geführt werden muß, nicht bereit seid, dann müssen wir allerdings feststellen, daß der SDS nichts weiter ist als ein aufgeblasener konterrevolutionärer Hefeteig.&lt;br /&gt;
Die Genossinnen werden dann die Konsequenzen zu ziehen wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rede gehalten von [[Helke Sander]] am 13. September 1969 bei der 23. Delegiertensitzung des SDS in Frankfurt von [[Helke Sander]] abgedruckt in: Frauenjahrbuch, Verlag Roter Stern 1975&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Die_zweite_Frauenbewegung&amp;diff=3700</id>
		<title>Die zweite Frauenbewegung</title>
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		<updated>2008-03-12T19:04:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: /* Rede des Aktionsrates zur Befreiung der Frauen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Rede des Aktionsrates zur Befreiung der Frauen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Genossinnen, Genossen.&lt;br /&gt;
Ich spreche für den Aktionsrat zur Befreiung der Frauen. Der Landesverband Berlin des SDS hat mir einen Delegiertenplatz gegeben, obwohl nur wenige von uns Mitglieder des Verbandes sind. Wir sprechen hier, weil wir wissen, daß wir unsere Arbeit nur in Verbindung mit anderen progressiven Organisationen leisten können und dazu zählt unserer Meinung nach heute nur der SDS.&lt;br /&gt;
Die Zusammenarbeit hat jedoch zur Voraussetzung, daß der Verband die spezifische Problematik der Frauen begreift, was nichts anderes heißt, als jahrelang verdrängte Konflikte endlich im Verband zu artikulieren. Damit erweitern wir die Auseinandersetzung zwischen den Antiautoritären und der KP-Fraktion und stellen uns gleichzeitig gegen beide Lager, da wir beide Lager praktisch, wenn auch nicht dem theoretischen Anspruch nach, gegen uns haben. Wir werden versuchen, unsere Positionen zu klären, wir verlangen, daß unsere Problematik hier inhaltlich diskutiert wird. Wir werden uns nicht mehr damit begnügen, daß den Frauen gestattet wird, auch mal ein Wort zu sagen, das man sich, weil man ein Antiautoritärer ist, anhört, um dann zur Tagesordnung überzugehen.&lt;br /&gt;
Wir stellen fest daß der SDS innerhalb seiner Organisation ein Spiegelbild gesamtgesellschaftlicher Verhältnisse ist. Dabei macht man Anstrengungen, alles zu vermeiden was zur Artikulierung dieses Konfliktes zwischen Anspruch und Wirklichkeit beitragen könnte, da dies eine Neu-Orientierung der SDS-Politik zur Folge haben müßte. Diese Artikulierung wird auf einfache Weise vermieden. Nämlich dadurch, daß man einen bestimmten Bereich des Lebens vom gesellschaftlichen abtrennt, ihn tabuisiert, indem man ihm den Namen Privatleben gibt. In dieser Tabuisierung unterscheidet sich der SDS in nichts von den Gewerkschaften und den bestehenden Parteien. Diese Tabuisierung hat zur Folge, daß das spezifische Ausbeutungsverhältnis, unter dem die Frauen stehen, verdrängt wird, wodurch gewährleistet wird, daß die Männer ihre alte, durch das Patriarchat gewonnene Identität noch nicht aufgeben müssen. Man gewährt zwar den Frauen Redefreiheit, untersucht aber nicht die Ursachen, warum sie sich so schlecht bewähren, warum sie passiv sind, warum sie zwar in der Lage sind, die Verbandspolitik mit zu vollziehen, aber nicht dazu in der Lage sind, sie auch zu bestimmen. Die Verdrängung wird komplett, wenn man auf diejenigen Frauen verweist, die innerhalb des Verbandes eine bestimmte Position erworben haben, in der sie aktiv tätig sein können. Es wird nicht danach gefragt, welche Versagungen ihnen das möglich gemacht haben, es wird übersehen, daß dies nur möglich ist durch Anpassung an ein Leistungsprinzip, unter dem ja gerade auch die Männer leiden und dessen Abschaffung das Ziel ihrer Tätigkeit ist. Die so verstandene Emanzipation erstrebt nur eine Gleichheit in der Ungerechtigkeit und zwar mit den von uns abgelehnten Mitteln des Konkurrenzkampfes und des Leistungsprinzips.&lt;br /&gt;
Die Trennung zwischen Privatleben und gesellschaftlichem Leben wirft die Frau immer zurück in den individuell auszutragenden Konflikt ihrer Isolation. Sie wird immer noch für das Privatleben, für die Familie, erzogen, die ihrerseits von Produktionsbedingungen abhängig ist, die wir bekämpfen. Die Rollenerziehung, das anerzogene Minderwertigkeitsgefühl, der Widerspruch zwischen ihren eigenen Erwartungen und den Ansprüchen der Gesellschaft erzeugen das ständige schlechte Gewissen, den an sie gestellten Forderungen nicht gerecht zu werden, bzw. zwischen Alternativen wählen zu müssen, die in jedem Fall einen Verzicht auf vitale Bedürfnisse bedeuten.&lt;br /&gt;
Frauen suchen ihre Identität. Durch Beteiligung an Kampagnen, die ihre Konflikte nicht unmittelbar berühren, können sie sie nicht erlangen. Das wäre Scheinemanzipation. Sie können sie nur erlangen, wenn die ins Privatleben verdrängten gesellschaftlichen Konflikte artikuliert werden, damit sich dadurch die Frauen solidarisieren und politisieren. Die meisten Frauen sind deshalb unpolitisch, weil Politik bisher immer einseitig definiert worden ist und ihre Bedürfnisse nie erfaßt wurden. Sie beharrten deshalb im autoritären Ruf nach dem Gesetzgeber, weil sie den systemsprengenden Widerspruch ihrer Forderungen nicht erkannten.&lt;br /&gt;
Die Gruppen, die am leichtesten politisierbar sind, sind die Frauen mit Kindern. Bei ihnen sind die Aggressionen am stärksten und ist die Sprachlosigkeit am geringsten. Die Frauen, die heute studieren können, haben das nicht so sehr der bürgerlichen Emanzipationsbewegung zu verdanken, sondern vielmehr ökonomischen Notwendigkeiten. Wenn diese Privilegierten unter den Frauen nun Kinder bekommen, werden sie auf Verhaltensmuster zurückgeworfen, die sie meinten, dank ihrer Emanzipation schon überwunden zu haben. Das Studium wird abgebrochen oder verzögert, die geistige Entwicklung bleibt stehen oder wird stark gemindert durch die Ansprüche des Mannes und des Kindes. Dazu kommt die Unsicherheit, daß man es nicht fertig gebracht hat, zwischen Blaustrumpf und Frau fürs Haus zu wählen, entweder eine Karriere aufzubauen, die mit einem weitgehenden Verzicht auf Glück erkauft werden muß oder eine Frau für den Konsum zu sein. Das heißt, es sind eben jene privilegierten Frauen, die die Erfahrung gemacht haben, daß der bürgerliche Weg zur Emanzipation der falsche war, die erkannt haben, daß sie sich mit den Mitteln des Konkurrenzkampfes nicht emanzipieren können, die erkannt haben, daß das allgemeine Leistungsprinzip auch zum bestimmenden Faktor innerhalb der Verhältnisse geworden ist, die erkannt haben, daß der Weg zur Emanzipation auch schon in der Methode liegt, mit der man sie anstrebt.&lt;br /&gt;
Diese Frauen merken spätestens, wenn sie Kinder bekommen, daß ihnen alle ihre Privilegien nichts nützen. Sie sind am ehesten dazu in der Lage, den Abfallhaufen des gesellschaftlichen Lebens ans Licht zu ziehen, was gleichbedeutend damit ist, den Klassenkampf auch in die Ehe zu tragen und in die Verhältnisse. Dabei übernimmt der Mann die objektive Rolle des Ausbeuters oder Klassenfeindes, die er subjektiv natürlich nicht will, da sie ihm ja auch wiederum nur aufgezwungen wird von einer Leistungsgesellschaft, die ihm ein bestimmtes Rollenverhalten auferlegt.&lt;br /&gt;
Die Konsequenz, die sich daraus für den Aktionsrat zur Befreiung der Frauen ergab, ist folgende:&lt;br /&gt;
Wir können die gesellschaftliche Unterdrückung der Frauen nicht individuell lösen. Wir können damit nicht auf Zeiten nach der Revolution warten, da eine nur politisch-ökonomische Revolution die Verdrängung des Privatlebens nicht aufhebt, was in allen sozialistischen Ländern bewiesen ist.&lt;br /&gt;
Wir streben Lebensbedingungen an, die das Konkurrenzverhältnis zwischen Mann und Frau aufheben. Dies geht nur durch Umwandlung der Produktionsverhältnisse und damit der Machtverhältnisse, um eine demokratische Gesellschaft zu schaffen.&lt;br /&gt;
Da die Bereitschaft zur Solidarisierung und Politisierung bei den Frauen mit Kindern am größten ist, weil sie den Druck am meisten spüren, haben wir uns in der praktischen Arbeit bisher auf ihre Konflikte konzentriert. Das heißt nicht, daß wir die Konflikte der Studentinnen ohne Kinder nicht wichtig nehmen, heißt nicht, daß wir nicht trotz der gemeinsamen Merkmale aller Frauen in der Unterdrückung die klassenspezifischen Unterdrückungsmechanismen übersehen, es heißt lediglich, daß wir eine möglichst effektive Arbeit leisten wollen und uns einen Ansatzpunkt schaffen müssen, der es uns erlaubt, die Problematik systematisch und rational anzugehen.&lt;br /&gt;
Da die anfänglichen Bemühungen, die wir machten, diese Konflikte mit dem SDS und innerhalb des SDS anzugehen, scheiterten, haben wir uns zurückgezogen und alleine gearbeitet. Als wir vor einem halben Jahr anfingen, reagierten die meisten Genossen mit Spott. Heute nehmen sie uns übel, daß wir uns zurückgezogen haben, sie versuchen uns zu beweisen, daß wir überhaupt ganz falsche Theorien haben, sie versuchen uns unterzujubeln, daß wir behaupten, Frauen brauchten zu ihrer Emanzipation keine Männer und all den Schwachsinn, den wir nie behauptet haben. Sie pochen darauf, daß auch sie unterdrückt sind, was wir ja wissen. Wir sehen es nur nicht mehr länger ein, daß wir ihre Unterdrückung, mit der sie uns unterdrücken, weiter wehrlos hinnehmen sollen. Eben weil wir der Meinung sind, daß eine Emanzipation nur gesamtgesellschaftlich möglich ist, sind wir ja hier. Wir müssen hier nämlich einmal feststellen, daß an der Gesamtgesellschaft etwas mehr Frauen als Männer beteiligt sind und finden es die höchste Zeit, daß wir die sich daraus ergebenden Ansprüche auch einmal anmelden und fordern, daß sie zukünftig eingeplant werden. Sollte dem SDS der Sprung nach vorn zu dieser Einsicht nicht gelingen, dann wären wir allerdings auf einen Machtkampf angewiesen, was wir lieber verhindern würden (für uns wäre es Energieverschwendung). Denn wir werden diesen Machtkampf gewinnen, da wir historisch im Recht sind.&lt;br /&gt;
Die Hilflosigkeit und Arroganz, mit der wir hier auftreten müssen, macht keinen besonderen Spaß. Hilflos sind wir deshalb, weil wir von progressiven Männern eigentlich erwarten, daß sie die Brisanz unseres Konfliktes einsehen. Die Arroganz kommt daher, daß wir sehen, welche Bretter ihr vor den Köpfen habt, weil ihr nicht seht, daß sich ohne euer dazutun plötzlich Leute organisieren, an die ihr überhaupt nie gedacht habt und zwar in einer Zahl, die ihr für den Anbruch der Morgenröte halten würdet, wenn es sich um Arbeiter handeln würde.&lt;br /&gt;
Genossen, eure Veranstaltungen sind unerträglich. Ihr seid voll von Hemmungen, die ihr als Aggressionen gegen die Genossen auslassen müßt die etwas Dummes sagen oder etwas, was ihr schon wißt. Die Aggressionen kommen nur teilweise aus politischen Einsichten in die Dummheit des anderen Lagers. Warum sagt ihr nicht endlich, daß ihr kaputt seid vom letzten Jahr, daß ihr nicht wißt, wie ihr den Streß länger ertragen könnt, euch in politischen Aktionen körperlich und geistig zu verausgaben, ohne damit einen Lustgewinn zu verbinden. Warum diskutiert ihr nicht, bevor ihr neue Kampagnen plant, darüber, wie man sie überhaupt ausführen soll? Warum kauft ihr euch denn alle den Reich? Warum sprecht ihr denn hier vom Klassenkampf und zu Hause von Orgasmusschwierigkeiten? Ist das kein Thema für den SDS?&lt;br /&gt;
Diese Verdrängungen wollen wir nicht mehr mitmachen.&lt;br /&gt;
In unserer selbstgewählten Isolation machten wir also folgendes: wir konzentrierten unsere Arbeit auf die Frauen mit Kindern, weil sie am schlechtesten dran sind. Frauen mit Kindern können über sich erst wieder nachdenken, wenn die Kinder sie nicht dauernd an die Versagungen der Gesellschaft erinnern. Da die politischen Frauen ein Interesse daran haben, ihre Kinder eben nicht mehr nach dem Leistungsprinzip zu erziehen, war die Konsequenz die, daß wir den Anspruch der Gesellschaft, daß die Frau die Kinder zu erziehen hat, zum ersten Mal ernst nehmen. Und zwar in dem Sinne, daß wir uns weigern, unsere Kinder weiterhin nach den Prinzipien des Konkurrenzkampfes und Leistungsprinzips zu erziehen, von denen wir wissen, daß auf ihrer Erhaltung die Voraussetzung zum Bestehen des kapitalistischen Systems überhaupt beruht.&lt;br /&gt;
Wir wollen versuchen, schon innerhalb der bestehenden Gesellschaft Modelle einer utopischen Gesellschaft zu entwickeln. In dieser Gegengesellschaft müssen aber unsere eigenen Bedürfnisse endlich einen Platz finden. So ist die Konzentration auf die Erziehung nicht ein Alibi für die verdrängte eigene Emanzipation, sondern die Voraussetzung dafür, die eigenen Konflikte produktiv zu lösen. Die Hauptaufgabe besteht darin, daß unsre Kinder nicht auf Inseln fernab jeglicher gesellschaftlichen Realität gedrängt werden, sondern darin, den Kindern durch Unterstützung ihrer eigenen emanzipatorischen Bemühungen die Kraft zum Widerstand zu geben, damit sie ihre eigenen Konflikte mit der Realität zugunsten einer zu verändernden Realität lösen können.&lt;br /&gt;
Augenblicklich arbeiten schon fünf dieser Kinderläden, vier weitere organisieren sich und einige andere sind im organisatorischen Vorstadium. Wir arbeiten am Modell für den FU-Kindergarten und organisieren Kindergärtnerinnen bzw. helfen den Kindergärtnerinnen, sich selber zu organisieren. Theoretisch versuchen wir das bürgerliche Vernunftprinzip und den patriarchalischen Wissenschaftsbegriff zu kritisieren.&lt;br /&gt;
Wir haben einen so ungeheuren Zustrom, daß wir ihn kaum organisatorisch verkraften können. Unser Ziel ist zunächst, die Frauen zu politisieren, die schon ein bestimmtes Problembewußtsein haben. Dies ist am besten möglich innerhalb der Universitäten. Wir müssen diese unsere Gegenmodelle zunächst weiterentwickeln und auf eine größere Basis stellen, damit wir Methoden einer kollektiven Erziehung finden, die nicht nur den sowieso schon Privilegierten zugute kommt. Diese Kader und diese Erkenntnisse haben wir jedoch noch nicht. Darum können wir unsere Arbeit nicht dadurch gefährden, daß wir halbe Aktionen in Arbeitervierteln machen. Es sind besonders die Männer, die sich nach und nach bei uns eingefunden haben, die für eine schnellere Vermittlung nach außen in die Arbeiterschaft eintreten. Hier gibt es wieder zwei Probleme. Zum einen haben verschiedene Männer gesehen, daß plötzlich etwas gemacht wird, was eine Perspektive hat. Aufgrund ihrer gewandteren Formulierungen übernehmen sie bei manchen Arbeitskreisen die Führung, wogegen viele Frauen nach wie vor hilflos sind. Sie tun so, als sei der Gedanke der Kinderläden ihre eigene Erfindung, sie sehen die politische Relevanz und sagen jetzt den Frauen, sie würden ihre Probleme verdrängen, wenn sie sich jetzt mit der Erziehung beschäftigen. Der Versuch, möglichst schnell andere Bevölkerungsschichten mit unseren Kinderläden zu erfreuen, mag darauf zurückzuführen sein, daß sich die Männer nach wie vor weigern, ihre eigenen Konflikte zu artikulieren. Im Augenblick haben wir der Arbeiterschaft nichts zu bieten. Wir können nicht Arbeiterkinder in unsere Kinderläden nehmen, wo sie ein Verhalten lernen, für das sie zu Hause bestraft werden. Die Voraussetzungen dazu müssen für die Arbeiter erst geschaffen werden.&lt;br /&gt;
Aus den Arbeiten an den Kinderläden ergeben sich für uns weitere Arbeiten, die damit in engem Zusammenhang stehen. Die Kinder, die jetzt in unseren Läden sind, werden sich nicht mehr in die gewöhnlichen Schulen einfügen. Die Eltern dieser Kinder werden die bestehenden Schulen nicht mehr hinnehmen. Durch die breite Basis, die wir den Läden geben wollen, versuchen wir eine breite Basis für den Konflikt an den Volksschulen zu schaffen. Dieser Konflikt wird Wirkungen haben, die sich zeigen bei den Kindern und Eltern, die nicht durch unsere Läden gegangen sind. Wir müssen dann verhindern, daß Kinder ausgebildet werden, um das zu lernen, was eine kapitalistische Gesellschaft ihnen zu lernen erlaubt.&lt;br /&gt;
Wir wissen, unproduktive Arbeiten können abgeschafft werden, wir wissen, wir werden einen ungeheuren Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern, an Kindergärtnerinnen und Kindergärten haben. Es ist nicht mehr nötig, daß 90% aller Arbeiterinnen ungelernte Arbeiterinnen sind.&lt;br /&gt;
Genossen, ihr seht, daß unsere Arbeit andere Schwerpunkte hat, als die Verbandsarbeit.&lt;br /&gt;
1. Wir haben unsere Arbeit vorerst beschränkt auf Erziehungsfragen und alles, was damit zusammenhängt.&lt;br /&gt;
2. Alles Geld geht im Augenblick in die Kinderläden und die dafür notwendigen Vorbereitungsarbeiten.&lt;br /&gt;
3. Wir nehmen uns Zeit für die Vorbereitungsarbeiten und die Politisierung des Privatlebens.&lt;br /&gt;
4. Wenn die Modelle der Kinderläden uns praktikabel erscheinen, werden wir uns auf die Schulen konzentrieren.&lt;br /&gt;
5. Daneben wird natürlich theoretische Arbeit geleistet, die in größeren Zusammenhängen argumentiert.&lt;br /&gt;
Wenn sich der SDS als ein Verband begreift, der innerhalb der bestehenden Gesellschaft emanzipatorische Prozesse in Gang setzen will, damit eine Revolution überhaupt möglich wird, dann muß der Verband Konsequenzen für seine Politik aus unserer Arbeit ziehen.&lt;br /&gt;
Damit kommen wir auf die Frage der Prioritäten.&lt;br /&gt;
Wir müssen diskutieren:&lt;br /&gt;
Soll sich eine Gruppe hier und eine Gruppe da auf ein Lehrlings- bzw. Schülersekretariat konzentrieren oder sollen wir uns konzentrieren auf die Verbreiterung der Basis der Kindergärten.&lt;br /&gt;
Ein Lehrlingssekretariat fängt die wenigen glücklichen und männlichen Volksschulabgänger auf, die das Glück hatten, eine Lehre beginnen zu können, wie schlecht sie im einzelnen auch sein mag. Ein Schülersekretariat fängt die wenigen und materiell gesicherten Ober- und Berufsschüler auf, die das Glück hatten, liberale Eltern zu haben, die sie auf eine Schule schicken konnten und die Kinder darin unterstützten. Das Lehrlingssekretariat wird immer wieder genährt durch die Leute, die Voraussetzungen mitbringen, die die Schule ihrem Bewußtsein zubilligte. Aber gerade diese Voraussetzungen wollen wir abschaffen. Soll hier eine Gruppe eine Nato-Kampagne und da eine Gruppe eine Bundeswehrkampagne machen oder sollen wir uns auf die gesellschaftlichen Bereiche konzentrieren, die den Angelpunkt bilden, die Machtstrukturen zu verewigen?&lt;br /&gt;
Genossen, wenn ihr zu dieser Diskussion, die inhaltlich geführt werden muß, nicht bereit seid, dann müssen wir allerdings feststellen, daß der SDS nichts weiter ist als ein aufgeblasener konterrevolutionärer Hefeteig.&lt;br /&gt;
Die Genossinnen werden dann die Konsequenzen zu ziehen wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rede gehalten von [[Helke Sander]] am 13. September 1969 bei der 23. Delegiertensitzung des SDS in Frankfurt von [[Helke Sander]] abgedruckt in: Frauenjahrbuch, Verlag Roter Stern 1975&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
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		<title>Frauenrat</title>
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		<updated>2008-03-05T21:12:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: Die Seite wurde neu angelegt: Der Frauenrat des FB 03 ist die gewählte Frauenvertretung des Fachbereiches. Aufgabe des Frauenrates ist es, sich aktiv für die Interessen der verschiedenen Statusgru...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Frauenrat des FB 03 ist die gewählte Frauenvertretung des Fachbereiches. Aufgabe des Frauenrates ist es, sich aktiv für die Interessen der verschiedenen Statusgruppen (administrativ technisches-Personal, Studentinnen, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Professorinnen) und für frauenpolitische Belange einzusetzen. Insbesondere begleitet der Frauenrat Einstellungs- und Berufungsverfahren, um den Fachbereich bei der Gleichstellung von Männern und Frauen zu unterstützen. Neben der Gremienarbeit sind die Frauenrätinnen auch Ansprechpartnerinnen für Fragen (z.B. zu feministischer Forschung und Lehre am Fachbereich, Vereinbarkeit von Familie und Studium) und für Beschwerden(z.B. wegen sexueller Belästigung, sexistischen und homophoben Äußerungen in Lehrveranstaltungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Institution Frauenrat gibt es seit 18 Jahren am Fachbereich 03. Er wurde 1988 vom Fachbereichsrat des FB 03 offiziell mit dem Ziel eingesetzt, eine Verbesserung der Gleichstellung von Frauen am Fachbereich zu erreichen. &lt;br /&gt;
Der Frauenrat besteht aus jeweils zwei Vertreterinnen der vier Statusgruppen (Studentinnen, Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen, Verwaltungsangestellte, Professorinnen) sowie zwei weiteren Mitarbeiterinnen im Büro des Frauenrates. Gewählt werden die Frauenrätinnen durch eine offizielle Wahl der jeweiligen Statusgruppen. Seit dem Wintersemester 1999/2000 findet die Frauenratswahl gemeinsam mit den allgemeinen Wahlen der Gremien der akademischen Selbstverwaltung, d.h. alle zwei Jahre statt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
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		<title>Frauen in der Soziologie in Frankfurt</title>
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		<updated>2008-03-05T21:12:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um die Rolle der Frau in der Soziologie verstehen zu können, kann man sich dem Thema „Frauen in der Soziologie“ auf verschiedenen Wegen nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gibt es zum einen den Weg der Lernenden bzw. Lehrenden Frau, den man durch die Betrachtung und Untersuchung von Biographien von Frauen gehen kann, aber auch den Weg der Institutionen, wie zum Beispiel dem Frauenrat an der Universität Frankfurt oder dem Institut für Frauenforschung. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Weg wäre die Struktur einer Universität bzw. die allgemeinen Fakten, wie z.B. wie viele Frauen an einer Universität eingeschrieben sind und wie viele Frauen als Lehrende an einer bestimmten Universität beschäftigt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese verschiedenen Wege sollen zur Aufklärung der Frage führen, ob Frauen gerade in der Soziologie als neben den Männern gleichberechtigt gelten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Biographien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ursula Apitzsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ute Gerhard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elisabeth Lenk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regina Becker Schmidt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helke Sander]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ulla Wischermann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Institutionen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die zweite Frauenbewegung]] (Rede zur Lage der Frauen im SDS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Cornelia Goethe Centrum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frauenrat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:apitzsch.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzbiographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geboren 1947 ist seit 1993 Professorin für Politikwissenschaft und Soziologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main.&lt;br /&gt;
1977 veröffentlichte sie ihre an der Universität Frankfurt abgeschlossene Dissertation „Gesellschaftstheorie und Ästhetik bei Georg Lukacs bis 1933“. 1990 folgte ihre Habilitation „Migration und Biographie: Zur Konstitution des Interkulturellen in den Bildungsgängen junger Erwachsener der 2. Migrantengeneration“. Seit 1998 ist sie Mitglied im Direktorium des Cornelia Goethe Centrums für Frauenforschung. Von 1995 bis 1999 war sie Vorsitzende der Sektion Biographienforschung in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Bis heute ist sie Teil des erweiterten Vorstandes. Des weiteren ist sie ein Board Member des Forschungskomitees 39 der International Sociological Association (ISA), welches sich mit „Sociology&amp;amp;Biography“ beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gastprofessuren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swansea, England (1991), &lt;br /&gt;
University of California, Berkeley/USA (1992-93), &lt;br /&gt;
Florenz, Italien (1994), Rom, Italien (1998) &lt;br /&gt;
Bologna, Italien (1999)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsschwerpunkte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in Kulturanalyse, Biographieforschung, Untersuchungen zur Migration, Ethnizität und Gender. 1997 bis 2001 koordinierte sie ein Forschungsprojekt der Europäischen Union „Self-employment activities concerning women and minorities. Their success or failure in relation to social citizenship policies”. Seit Dezember 2002 leitet Apitzsch das internationale Forschungsprojekt „The Chances of the Second Generation in Families of Ethnic Entrepreneurs: Intergenerational and Gender Aspects of Quality of Life Processes“. Das Projekt ist angesiedelt am Institut für Sozialforschung der Universität Frankfurt und wird von der Europäischen Union gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Laufende Forschungsprojekte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Dezember 2002 leitet Ursula Apitzsch im Institut für Sozialforschung an der J.W. Goethe-Universität das internationale Forschungsprojekt &amp;quot;The Chances of the Second Generation in Families of Ethnic Entrepreneurs: Intergenerational and Gender Aspects of Quality of Life Processes&amp;quot; , durch die Generaldirektion Wissenschaft der Europäischen Kommission gefördert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Self-employment activities of women and minorities&lt;br /&gt;
Wiesbaden : VS, Verl. für Sozialwiss., 2008, 1. Aufl.&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Migration, Biographie und Geschlechterverhältnisse&lt;br /&gt;
Münster : Westfälisches Dampfboot, 2003, 1. Aufl.&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Junge Türken als Täter und Opfer von Gewalt&lt;br /&gt;
Weinheim : Freudenberg-Stiftung, 2000&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Migration und Traditionsbildung&lt;br /&gt;
Opladen : Westdt. Verl., 1999&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Intellektuelle&lt;br /&gt;
Konstanz : UVK, 1997&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Neurath - Gramsci - Williams&lt;br /&gt;
Hamburg : Argument-Verl., 1993, 1. Aufl., 1. - 2. Tsd.&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Gesellschaftstheorie und Ästhetik bei Georg Lukacs bis 1933 [neunzehnhundertdreiunddreissig]&lt;br /&gt;
Apitzsch, Ursula. - Stuttgart- Bad Cannstatt : Frommann-Holzboog, 1977&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Gefängnisbriefe&lt;br /&gt;
Gramsci, Antonio. - Hamburg : Argument-Verl., Kritische Ausg. in 4 Bd.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
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		<updated>2008-03-05T20:58:07Z</updated>

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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Kurzbiographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geboren 1947 ist seit 1993 Professorin für Politikwissenschaft und Soziologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main.&lt;br /&gt;
1977 veröffentlichte sie ihre an der Universität Frankfurt abgeschlossene Dissertation „Gesellschaftstheorie und Ästhetik bei Georg Lukacs bis 1933“. 1990 folgte ihre Habilitation „Migration und Biographie: Zur Konstitution des Interkulturellen in den Bildungsgängen junger Erwachsener der 2. Migrantengeneration“. Seit 1998 ist sie Mitglied im Direktorium des Cornelia Goethe Centrums für Frauenforschung. Von 1995 bis 1999 war sie Vorsitzende der Sektion Biographienforschung in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Bis heute ist sie Teil des erweiterten Vorstandes. Des weiteren ist sie ein Board Member des Forschungskomitees 39 der International Sociological Association (ISA), welches sich mit „Sociology&amp;amp;Biography“ beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gastprofessuren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swansea, England (1991), &lt;br /&gt;
University of California, Berkeley/USA (1992-93), &lt;br /&gt;
Florenz, Italien (1994), Rom, Italien (1998) &lt;br /&gt;
Bologna, Italien (1999)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsschwerpunkte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in Kulturanalyse, Biographieforschung, Untersuchungen zur Migration, Ethnizität und Gender. 1997 bis 2001 koordinierte sie ein Forschungsprojekt der Europäischen Union „Self-employment activities concerning women and minorities. Their success or failure in relation to social citizenship policies”. Seit Dezember 2002 leitet Apitzsch das internationale Forschungsprojekt „The Chances of the Second Generation in Families of Ethnic Entrepreneurs: Intergenerational and Gender Aspects of Quality of Life Processes“. Das Projekt ist angesiedelt am Institut für Sozialforschung der Universität Frankfurt und wird von der Europäischen Union gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Laufende Forschungsprojekte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Dezember 2002 leitet Ursula Apitzsch im Institut für Sozialforschung an der J.W. Goethe-Universität das internationale Forschungsprojekt &amp;quot;The Chances of the Second Generation in Families of Ethnic Entrepreneurs: Intergenerational and Gender Aspects of Quality of Life Processes&amp;quot; , durch die Generaldirektion Wissenschaft der Europäischen Kommission gefördert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Self-employment activities of women and minorities&lt;br /&gt;
Wiesbaden : VS, Verl. für Sozialwiss., 2008, 1. Aufl.&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Migration, Biographie und Geschlechterverhältnisse&lt;br /&gt;
Münster : Westfälisches Dampfboot, 2003, 1. Aufl.&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Junge Türken als Täter und Opfer von Gewalt&lt;br /&gt;
Weinheim : Freudenberg-Stiftung, 2000&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Migration und Traditionsbildung&lt;br /&gt;
Opladen : Westdt. Verl., 1999&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Intellektuelle&lt;br /&gt;
Konstanz : UVK, 1997&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Neurath - Gramsci - Williams&lt;br /&gt;
Hamburg : Argument-Verl., 1993, 1. Aufl., 1. - 2. Tsd.&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Gesellschaftstheorie und Ästhetik bei Georg Lukacs bis 1933 [neunzehnhundertdreiunddreissig]&lt;br /&gt;
Apitzsch, Ursula. - Stuttgart- Bad Cannstatt : Frommann-Holzboog, 1977&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
Gefängnisbriefe&lt;br /&gt;
Gramsci, Antonio. - Hamburg : Argument-Verl., Kritische Ausg. in 4 Bd.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
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		<title>Frauen in der Soziologie in Frankfurt</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um die Rolle der Frau in der Soziologie verstehen zu können, kann man sich dem Thema „Frauen in der Soziologie“ auf verschiedenen Wegen nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gibt es zum einen den Weg der Lernenden bzw. Lehrenden Frau, den man durch die Betrachtung und Untersuchung von Biographien von Frauen gehen kann, aber auch den Weg der Institutionen, wie zum Beispiel dem Frauenrat an der Universität Frankfurt oder dem Institut für Frauenforschung. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Weg wäre die Struktur einer Universität bzw. die allgemeinen Fakten, wie z.B. wie viele Frauen an einer Universität eingeschrieben sind und wie viele Frauen als Lehrende an einer bestimmten Universität beschäftigt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese verschiedenen Wege sollen zur Aufklärung der Frage führen, ob Frauen gerade in der Soziologie als neben den Männern gleichberechtigt gelten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Biographien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ursula Apitzsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ute Gerhard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elisabeth Lenk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regina Becker Schmidt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helke Sander]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ulla Wischermann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Institutionen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die zweite Frauenbewegung]] (Rede zur Lage der Frauen im SDS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Cornelia Goethe Centrum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Ute_Gerhard&amp;diff=3124</id>
		<title>Ute Gerhard</title>
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		<updated>2008-03-05T20:48:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Ute.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzbiographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ute Gerhard, Prof. Dr. phil., geb. 1939. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studium der Rechtswissenschaften, Soziologie und Geschichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1987 Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt Frauen- und Geschlechterforschung am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften &lt;br /&gt;
der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1997 bis 2004 geschäftsführende Direktorin des Cornelia Goethe Centrums für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse an der Universität Frankfurt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitbegründerin der Feministischen Studien und Mitherausgeberin von L'Homme, Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arbeitsschwerpunkte: Geschichte und Theorie des Feminismus, Sozialpolitik, Frauen und Recht, Rechtsgeschichte, Rechtssoziologie. &lt;br /&gt;
Seit April 2004 emeritiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsprojekte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Employment and Women's Studies: The Impact of Women's Studies Training on Women's Employment in Europe&lt;br /&gt;
Das Forschungsprojekt wird innerhalb des fünften thematischen Rahmenprogramms (5th Thematic Framework) durch die Europäische Kommission gefördert.&lt;br /&gt;
1.10.2001 bis 30.6.2003&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Institutionalisierte Frauenpolitik zwischen Verrechtlichung, Modernisierung und Frauenbewegung. Eine Wirkungsanalyse&lt;br /&gt;
gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend&lt;br /&gt;
1.10.1999 bis 31.03.2002&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Working and Mothering: Social Practices and Social Policies/Thematisches Netzwerk&lt;br /&gt;
gefördert von der Europäischen Kommission&lt;br /&gt;
1.11.1998 bis 31.4.2001&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwerbstätige Mütter im Spannungsfeld von Sozialpolitik und sozialer Praxis&lt;br /&gt;
gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung&lt;br /&gt;
1.11.1998 bis 31.10.2000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Islam und Geschlechterverhältnisse. Menschenrechte, Migration und interkultureller Dialog&amp;quot;&lt;br /&gt;
gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst&lt;br /&gt;
2002&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Monographien''' &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Gendering Citizenship in Western Europe. New challenges for citizenship research in a cross-national context, zus. mit Lister, Ruth/Williams, Fiona/Anttonen, Anneli/Bussemaker, Jet/Heinen, Jacqueline/Johansson, Stina/Leira, Arnlaug/Siim, Birte/Tobio, Constanza, Bristol 2007, The Policy Press (in print) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lélegzetvételnyi Szünet (ungarische Übersetzung von 'Atempause'), Budapest 2006: Balassi Kiadó&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Debating Women's Equality. Toward a Feminist Theory of Law from a European Perspective, New Brunswick, NJ 2001: Rutgers University Press &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atempause. Feminismus als demokratisches Projekt, Frankfurt/M. 1999: Fischer&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Unerhört. Die Geschichte der deutschen Frauenbewegung, unter Mitarb. v. Ulla Wischermann, Reinbek 1990: Rowohlt &lt;br /&gt;
Gleichheit ohne Angleichung. Frauen im Recht, München 1990: Beck&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Verhältnisse und Verhinderungen. Frauenarbeit, Familie und Rechte der Frauen im 19. Jahrhundert, Frankfurt/M. 1978, 4. Aufl. 1989: Suhrkamp &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Editionen'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vergeben und Vergessen? Gebäudereinigung im Spannungsfeld zwischen kommunalen Diensten und Privatisierung, Claudia Gather/Ute Gerhard/Heidi Schroth/Lena Schürmann (Hg.), Hamburg 2005: VSA-Verlag&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Übergänge. Ost-West-Feminismen, L'Homme. Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft, 16.Jg., H. 1/2005, Ute Gerhard/Krassimira Daskalova (Hg.), Wien 2005: Böhlau&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Working Mothers in Europe. A Comparison of Policies and Practices, Ute Gerhard/Trudie Knijn/Anja Weckwert (Hg.), Cheltenham/Northhampton 2005, Edward Elgar&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Streitpunkte in islamischen Kontexten, Feministische Studien, 21. Jg. H. 2/2003, U. Gerhard/M.Rumpf (Hg.), Stuttgart 2003. &lt;br /&gt;
Facetten islamischer Welten. Geschlechterordnungen, Frauen- und Menschenrechte in der Diskussion, Mechthild Rumpf/Ute Gerhard/ Mechtild M. Jansen (Hg.), Bielefeld 2003: transcript.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Erwerbstätige Mütter. Ein europäischer Vergleich, Ute Gerhard/Trudie Knijn/Anja Weckwert (Hg.), München 2003: Beck. &lt;br /&gt;
Managerinnen des Alltags. Strategien erwerbstätiger Mütter in Ost- und Westdeutschland, Isolde Ludwig/Vanessa Schlevogt/Ute Klammer/Ute Gerhard (Hg.), Berlin 2002: Ed. Sigma&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Feminismus und Demokratie. Die europäischen Frauenbewegungen der 1920er Jahre, Kronberg/Ts. 2001: Ulrike Helmer &lt;br /&gt;
Das Geschlecht der Europa, L'Homme. Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft, 11.Jg., H. 2/2000, Ute Gerhard/Edith Saurer (Hg.), Wien 2000: Böhlau &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauen in der Geschichte des Rechts. Von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, München 1997: Beck &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufsätze '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkungen zur Sozialfigur der nicht ehelichen Mutter, in: Caroline Arni, Andrea Glauser, Charlotte Müller, Marianne Rychner und Peter Schallberger (Hg.), Der Eigensinn des Materials, Erkundungen sozialer Wirklichkeit, Festschrift für Claudia Honegger, Frankfurt/Main, Stroemfeld 2007, 35-48 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feminismus braucht Solidarität, in: TAZ vom 23.8.2007, 11 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Familie aus der Perspektive der Geschlechtergerechtigkeit - Anfrage an das christlich-abendländische Eheverständnis, in: Zeitschrift für evangelische Ethik, 51. Jg, Heft 4/2007, S. 267-279.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Feminismus heute? In: Feministische Studien, 25. Jg. Nr.1 2007, 97-104 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'Unrechtserfahrungen' - Über das Aussprechen einer Erfahrung mit Recht, das (bisher) keines ist, in: Susanne Opfermann (Hg.): Unrechtserfahrungen. Geschlechtergerechtigkeit in Gesellschaft, Recht und Literatur, Königstein/Taunus, Ulrike Helmer 2007, 11-30 &lt;br /&gt;
Mütter zwischen Individualisierung und Institution: Eine Europäische Perspektive, in: eaf Familienpolitische Informationen, Jg. 46, Nr. 2, Berlin 2007, 1-6 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interdisziplinarität - Unverzichtbar für Gender Studies und Geschlechterpolitik, in: Mechthild Bereswill/Marianne Schmidbaur (Hg.): Interdisziplinarität und Praxisbezug. Dokumentation des Workshops, Frankfurt 2006, Cornelia Goethe Centrum, 21-29 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschenrechte der Frau unter religiösem Vorbehalt, in: Ilona Riedel-Spangenberger/Erich Zenger (Hg.)'Gott bin ich, kein Mann'. Beiträge zur Hermeneutik der biblischen Gottesrede, Festschrift für H. Schüngel-Straumann, Paderborn/München/Wien/Zürich, 2006, Ferdinand Schöningh, 429-441 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Féminismes: théorie et politique. Reflexions á partir des cas allemand, canadien et québécois, avec Jane Jenson, in: Cahiers du Genre, hors-série 2006 ?Feminisme(s). Recomposition et mutations, Coordonné par Dominique Fougeyrollas-Schwebel et Eleni Varikas, Paris 2006, 159-179 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolge in der Frauenbewegung - Generationen und sozialer Wandel, in: Journal Neue soziale Bewegungen, Jg. 19, H. 1/2006, 24-37 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stichwort &amp;quot;Gleichberechtigung&amp;quot;, in: Florence, Hervé/Renate Wurms (Hg.): Das Weiberlexikon, Köln 2006, PapyRossa, 212-216. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ich Soziologin wurde - eine Rekonstruktion, in: Ulrike Vogel (Hg.): Wege in die Soziologie und die Frauen- und Geschlechterforschung. Autobiographische Notizen der ersten Generation von Professorinnen an der Universität, Wiesbaden 2006, VS Verlag, 50-60 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
European Citizenship: A Political Opportunity for Women, in: Sirkku K. Hellsten/Anne Maria Holli/ Krassimira Daskalova (Eds.), Women's Citizenship and Political Rights, Basingstoke/New York 2005, Palgrave, 37-52&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Daughters of the Women's Movement - Generation Conflicts and Social Change, in: Carmen Leccardi/Elisabetta Ruspini (Hg.): A new youth? Young people, generations and family life, Aldershot 2005, Ashgate, 187-202 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ehe als Geschlechter- und Gesellschaftsvertrag: Zum Bedeutungswandel von &amp;quot;Ehe&amp;quot; im 19. und 20. Jahrhundert, in: Ingrid Bauer/Christa Hämmerle/Gabriele Hauch (Hg.): Liebe und Widerstand. Ambivalenzen historischer Geschlechterbeziehungen, L'Homme Schriften Bd. 10/2005 , 449-468 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mothers between individualisation and institution: Cultural images of welfare policy, in: Ute Gerhard/Trudie Knijn/Anja Weckwert (Hg.), Working Mothers in Europe. A Comparison of Policies and Practices, Cheltenham/Northhampton 2005, Edward Elgar, 18-40 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Introduction: Social practices and social policies (zus. mit Trudie Knijn und Anja Weckwert), in: Ute Gerhard/Trudie Knijn/Anja Weckwert (Hg.), Working Mothers in Europe. A Comparison of Policies and Practices, Cheltenham/Northhampton 2005, Edward Elgar, 1-17&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Rabenmütter - einmalig in Europa, in: Kirchenamt der EKD (Hg.): Texte zum Schwerpunktthema der 3. Tagung der 10. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, Hannover 2005, S. 41-43.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Für eine Politik der Fürsorglichkeit, in: Kirchenamt der EKD (Hg.): Texte zum Schwerpunktthema der 3. Tagung der 10. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland , Hannover 2005, S. 55-57.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die langen Wellen des Feminismus, in: Die Züricher &amp;quot;WOZ, Die Wochenzeitung&amp;quot; zum 8. März 2005&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bis bald, versprochen. Zur demokratischen Orientierung gehört neben der Freiheit unbedingt auch das Leitmotiv der Gleichheit, in: Frankfurter Rundschau vom 22. Oktober 2005&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
The Long Waves of Women's Movements, in: NIKK magasin, 3/2004, 16-19.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Familien- und Sozialpolitik - ein Perspektivenwechsel tut Not, in: Mechthild M. Jansen / Mechthild Weil (Hg.): POLIS 41. Familienpolitiken und Alltagspraxis, Schriftenreihe der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, Wiesbaden 2004, 125-138. &lt;br /&gt;
Die Töchter der Frauenbewegung - Generationen uns sozialer Wandel, in: ASTA-Zeitung, Juli 2004, 11-13.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Europäische Bürgerinnenschaft. Eine politische Chance für Frauen?, in: Katholische Sozialakademie Österreichs, 9/2004, 6-9.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Menschenrechte der Frauen - Diskurs und Geltung, in: Deutsches Institut für Menschenrechte (Hg.): Jahrbuch Menschenrechte, Frankfurt/M. 2004, Suhrkamp, 17-27.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;quot;A little bit wiser...&amp;quot; - the Impact of Women's Studies on Its Students' Experiences and Expectations in Germany (zus. mit Marianne Schmidbaur, Ulla Wischermann), in: Gabriele Griffin (Hg.): Employment Opportunities and Women's Studies. Women's Esperiences in Seven European Countries, Königstein/Taunus 2004: Ulrike Helmer, 52-76.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Welfare Policy and Care. A Critical Approach to Theories of Individualisation from a Gender Perspective, in: polish sociological review 2/2004, 125-140.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Debatten und Missverständnisse unter Feministinnen aus Ost- und Westdeutschland in der Nachwendezeit - ein nachholender Dialog (zus. mit Ingriod Miethe), in: Ingried Miethe / Claudia Kajathin / Jana Pohl (Hg.): Geschlechterkonstruktionen in Ost und West, Münster 2004: LIT-Verlag, 325-344.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Feminismen im 20. Jahrhundert. Konzepte und Stationen, in: Jens Flemming u.a. (Hg.): Lesarten der Geschichte. Ländliche Ordnungen und Geschlechterverhältnisse. Festschrift für Heide Wunder zum 65. Geburtstag, Kassel 2004: Kassel University Press, 294-316.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diversity and Internationality, in: Hilda R?emer Christensen / Beatrice Halsaa, Aino Saarinen (Hg.): Crossing Borders. Re-mapping Womens Movements at the Turn of the 21st Century, Odense 2004: University Press of Southern Denmark, 337-345.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
The Womens's Movement in Germany in an International Context, in: Sylvia Paletschek/Bianka Pietrow-Ennker (Hg.): Womens?s Emancipation Movements in the 19th Century. A european Perspektive, Stanford, Cal. 2004: Stanford University Press, 102-122.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Concepts et Controverses, in: Eliane Gubin/Catherine Jaques/Florense Rochefort/Brigitte Studer/Francoise Thebaut/Michell Zancarini-Fournel (Hg.): &amp;quot;Le Siècle des Féminismes&amp;quot;, Paris 2004: Les Èditions del`Atelier, 47-63.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'Illegitimante daughters': The Relationsship between Feminism and Sociology, in Barbara L. Marshall/Anne Witz (Hg.) Engendering the social. Feminist Encounters with Sociological Theory, Berkshire 2004: Open University Press, 114-135.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Gendered Citizenship: A model for European Citizenship? Considerations against the German Background, in: John Andersen/Birte Siim (Hg.): Politics of Inclusion and Empowerment. Gender, Class and Citizenship, New York 2004: Palgrave, 100-115.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Einleitung: Menschenrechte sind Frauenrechte. Überlegungen zu Gleichheit und Geschlechtergerechtigkeit im Islam, in: Mechthild Rumpf/Ute Gerhard/Mechtild M. Jansen (Hg.): .Facetten islamischer Welten. Geschlechterordnungen, Frauen- und Menschenrechte in der Diskussion, Bielefeld 2003: transcript, 85-102.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Raum der Freiheit?&amp;quot; - Ansätze und Perspektiven des Konzepts europäischer Bürgerrechte, in: Feministische Studien 1/2003, 71-82.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Europäische Union als Rechtsgemeinschaft und politische Gelegenheitsstruktur - Feministische Anfragen und Visionen, in: Ingrid Miethe/Silke Roth (Hg.): Europas Töchter. Traditionen, Erwartungen und Strategien von Frauenbewegungen in Europa, Opladen 2003: Leske + Budrich, 41-61.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Frauenbewegung in Deutschland - Gemeinsame und geteilte Geschichte, in: Ingrid Miethe/Silke Roth (Hg.): Europas Töchter. Traditionen, Erwartungen und Strategien von Frauenbewegungen in Europa, Opladen 2003: Leske + Budrich, 81-100.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Einleitung: Sozialpolitik und soziale Praxis (together with Trudie Knijn und Anja Weckwert), in: Erwerbstätige Mütter. Ein europäischer Vergleich, Ute Gerhard/Trudie Knijn/Anja Weckwert (Hg.), München 2003: Beck, 8-28.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mütter zwischen Individualisierung und Institution: Kulturell Leitbilder in der Wohlfahrtspolitik, in: Erwerbstätige Mütter. Ein europäischer Vergleich, Ute Gerhard/Trudie Knijn/Anja Weckwert (Hg.), München 2003: Beck, 53-84.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Geschlecht: Frauen im Wohlfahrtsstaat, in: Stephan Lessenich (Hg.): Wohlfahrtsstaatliche Grundbegriffe. Historische und aktuelle Diskurse, Frankfurt/New York 2003: Campus: 267-286.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Zwischen Werte- und Wirtschaftswandel, in: Joachim Lange (Hg.): Kinder &amp;amp; Karriere. Sozial- und steuerpolitische Wege zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Rehburg-Loccum 2003, S. 17-33.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Geschlecht: Frauen im Wohlfahrtsstaat, in: Stephan Lessenich (Hg.): Wohlfahrtsstaatliche Grundbegriffe. Historische und aktuelle Diskurse, S. 267-286 (im Erscheinen).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
The Women's Movement in Germany, in: Gabriele Griffin/Rosi Braidotti (Hg.): Thinking differently. A Reader in European Women's Studies, New York/London 2002: Zed Books, S. 321-331.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Introduction: Women's Movements and Feminist Research, in: Gabriele Griffin/Rosi Braidotti (Hg.): Thinking differently. A Reader in European Women's Studies, New York/London 2002: Zed Books, S. 311-312.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Feminismus, in: Elisabeth Gössmann u.a. (Hg.): Wörterbuch der Feministischen Theologie, Gütersloh 2002: Gütersloher Verlagshaus, S. 134-138.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Contractualization (zus. m. Knijn, Trudie/Lewis Jane), in: Barbara Hobson/JaneLewis/Birte Siim (Hg.): Contested Concepts in Gender and Social Politics, Cheltenham/Northhampton 2002: Edward Elgar Publishing, S. 105-140.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Menschenrechte haben (k)ein Geschlecht, in: Eckhard Nagel/Eckhart von Vietinghoff (Hg.): Sind wir zum Frieden fähig?, Hannover 2002: Luth. Verl.-Haus, S. 93-1&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Elisabeth_Lenk&amp;diff=3123</id>
		<title>Elisabeth Lenk</title>
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		<updated>2008-03-05T20:46:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Lenkfarb.JPG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vita ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Jahrgang: 1937&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Geboren in Kassel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Studium der Philosophie, Soziologie und Literatur in Frankfurt und Paris (Adorno/Lucien Goldmann)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Assistentin bei Peter Szondi&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- seit 1976 Professorin an der Universität Hannover &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth Lenk gehörte zu Adornos engerem Schülerkreis nach 1949 und war eine SDSlerin der ersten Stunde.&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach dem Examen hatte Lenk 1962 Frankfurt verlassen, um in Paris zu promovieren. Aus der so entstandenen Notwendigkeit der schriftlichen Klärung einiger Fragen bezüglich des Gutachtens, das Adorno für seine ehemalige Studentin geschrieben hatte, entstand eine Korrespondenz, die bis zu Adornos Tode 1969 dauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der renommierte Mitbegründer der Frankfurter Schule protegierte die weit überdurchschnittlich begabte Nachwuchswissenschaftlerin über die Jahre hinweg und versuchte ihr eine Assistentenstelle für Literatursoziologie bei Peter Szondi zu vermitteln. Das Unternehmen scheiterte allerdings, da die Ausschreibung der Stelle am marxistischen Zeitgeist ausgerichtet war, dem Literatur nichts weiter als Widerspieglung gesellschaftlicher Verhältnisse bedeutete, und der, wie Lenk Adorno schrieb, &amp;quot;statt der Werke selbst die unvermeidlichen historisch-gesellschaftlichen Bedingungen&amp;quot; bearbeitete. Lenk aber lag &amp;quot;weder an derartigen Fakten - und dummerweise vergesse ich sie daher schnell - noch überhaupt an der 'Einordnung' eines Werkes in seine Epoche&amp;quot;. Erst in den 70er Jahren, lange nach Adornos Tod, sollte sie dann allerdings doch noch Szondis Assistentin werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gespräch zwischen Lenk und Szondi, in dem ihre Assistenz besprochen und verworfen wurde, fiel in den Spätsommer 1967&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
			&lt;br /&gt;
1.  	Philologie und Scham : und andere Texte von über und für Rolf Tiedemann&lt;br /&gt;
/ Lenk, Elisabeth . - Wetzlar : Büchse der Pandora, 2006 	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.  	Jamben / Borchardt, Rudolf . - 1. Aufl. - Frankfurt am Main : Suhrkamp, 2004 	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.  	Theodor W. Adorno und Elisabeth Lenk : Briefwechsel 1962 - 1969&lt;br /&gt;
/ Lenk, Elisabeth . - Erstausg. - München : Ed. text + kritik, 2001 	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.  	Peter Kürten, genannt der Vampir von Düsseldorf : [Text um einige repetitive Passagen gekürzt]/ Lenk, Elisabeth . - Limitierte Erstausg., 1. bis 8. Tsd. - Frankfurt am Main : Eichborn, 1997 	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.  	Ethik des Ästhetischen : am Beispiel des &amp;quot;acte gratuit&amp;quot; ; [Vortrag im Kunstmuseum Bern, gehalten am 26. November 1989] / Lenk, Elisabeth . - Bern : Benteli-Verl., c 1991 	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.  	Die Badewanne : ein Künstlerkabarett der frühen Nachkriegszeit&lt;br /&gt;
/ Lenk, Elisabeth . - Berlin : Ed. Hentrich, 1991 	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.  	Die unbewußte Gesellschaft : über die mimetische Grundstruktur in der Literatur und im Traum / Lenk, Elisabeth . - München : Matthes &amp;amp; Seitz, 1983 	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.  	Die verfluchte Kultur : Gedanken über den Gegensatz von Leben und Geist&lt;br /&gt;
/ Lessing, Theodor . - München : Matthes und Seitz, 1981 	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.  	Die psychologische Struktur des Faschismus, Bataille, Georges . - München : Matthes &amp;amp; Seitz, 1978 	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.  	Der springende Narziß : André Bretons poetischer Materialismus&lt;br /&gt;
/ Lenk, Elisabeth . - 1. Aufl. - München : Rogner &amp;amp; Bernhard, 1971&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Regina_Becker_Schmidt&amp;diff=3122</id>
		<title>Regina Becker Schmidt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Regina_Becker_Schmidt&amp;diff=3122"/>
		<updated>2008-03-05T20:45:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Becker-schmidt.gif‎ ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
E-Mail: r.becker-schmidt@t-online.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regina Becker-Schmidt ist Professorin im Ruhestand am Institut für Soziologie und Sozialpsychologie (Fachgebiet Sozialpsychologie) der Universität Hannover. &lt;br /&gt;
Sie studierte Soziologie, Sozialpsychologie, Ökonomie und Philosophie am Gesellschaftswissenschaftlichen Fachbereich der Johann Wolfgang Goethe Universität, Frankfurt a.M., und an der Sorbonne, Paris. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialforschung in Frankfurt a.M. und Dozentin am gesellschaftlichen Fachbereich der dortigen Universität. Ihre Lehr- und Forschungsgebiete in Hannover: psychoanalytisch orientierte Sozialpsychologie, Sozialisation der Geschlechter, Theorie zum Geschlechterverhältnis. sozialpsychologische Aspekte der Technikentwicklung.&lt;br /&gt;
Seit 2002 befindet sie sich im Ruhestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftlicher Werdegang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1957 Aufnahme des Studiums (Soziologie, Sozialpsychologie, Philosophie, Ökonomie) an der J.W. Goethe-Universität in Frankfurt a.M.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960/61 Studium an der Sorbonne/ Paris (Soziologie, Kulturanthropologie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1963 Studienabschluss als Diplom-Soziologin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1971 Promotion zum Dr. phil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1963 bis 1968 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialforschung in Frankfurt a.M.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 bis 1972 zunächst wissenschaftliche Assistentin, dann Dozentin am gesellschaftswissenschaftlichen Fachbereich der J.W. &lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt; dort von 1970 bis 1972 Leiterin der Abteilung &amp;quot;Sozialisation/Sozialpsychologie&amp;quot;.&lt;br /&gt;
Seit 1973 Professorin am Psychologischen Institut der Universität Hannover.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gastprofessuren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1986 und 1987 Institut für Höhere Studien, Wien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1988 University of Connecticut, Storrs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 Johannes-Kepler Universität Linz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 Politikwissenschaftliches Institut der Universität Wien &lt;br /&gt;
          &lt;br /&gt;
Lehr- und Forschungsschwerpunkte&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Kritische Theorie und psychoanalytische Sozialpsychologie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gender studies (geschlechtsspezifische Sozialisation, Frauenarbeit, Theorien zum Geschlechterverhältnis)&lt;br /&gt;
Sozialpsychologie der Technik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
== Abgeschlossene Projekte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauenarbeit in Familie und Fabrik (DFG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sozialisation in Arbeiterfamilien (DFG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sozioliginnen-Enquete (zusammen mit A. Neusel und A. Wetterer, DFG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erarbeitung eines Modells zur Institutionalisierung von Gleichstellungspolitik an Niedersächsischen Hochschulen (MWK)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VINGS (Virtuell International Gender Studies): Erarbeitung von multimedial vermittelten Lehreinheiten im Modul &amp;quot;Arbeit&amp;quot; (BMBF Bonn) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hochschulpolitische Aktivitäten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1988-1991 Frauenbeauftragte der Universität Hannover&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 -1994 Frauenbeauftragte der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften der Universität Hannover&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1993-1994 Mitglied der niedersächsischen Kommission des MWK zur Förderung von Frauenforschung und zur Förderung von Frauen in Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1995 Gutachterin der DFG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1995-1997 Mitglied der niedersächsischen Kommission des MWK zur Förderung der Frauenforschung in Naturwissenschaften, Technik und Medizin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 - 1999 Vorsitzende der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften der Universität Hannover&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juli 1999 Dekanin des Projektsbereichs &amp;quot;Arbeit&amp;quot; im Rahmen der Internationalen Frauenuniversität Hannover 2000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Internationale Kooperationen ==&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
International Advisory Editor bei &amp;quot;Gender and Society&amp;quot;, University of Delaware and University of Memphis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Member of the Advisory Board des Forschungsschwerpunktes &amp;quot;Long Life Learning&amp;quot; an der Universität Roskilde, Dänemark  &lt;br /&gt;
     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen im Zeitraum 2002 - 2006 (Auswahl zum Thema &amp;quot;gender studies&amp;quot;) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becker-Schmidt, Regina (2002): Theorizing Gender Arrangements, In: Dies., (Hrsg.) : Gender and Work in Transition. Globalisation in Western, Middle and Eastern Europe. Opladen, S. 25-48&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies. (2003): Umbrüche in Arbeitsbiographien von Frauen: Regionale Konstellationen und globale Entwicklungen. In: Knapp, Gudrun Axeli/Wetterer, Angelika, (Hrsg.): Achsen der Differenz. Gesellschaftstheorie und feministische Kritik II. Münster, S.101-132&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies. (2004): Zum Zusammenhang von Erkenntnistheorie und Sozialkritik in der Geschlechterforschung. In: Frey Steffen, Therese/Rosenthal, Caroline, Anke: Gender Studies. Wissenschaftstheorien und Gesellschaftskritik. Würzburg, S. 201-222&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dies.(2004 a): Adornos Gesellschaftstheorie. Anstoß für feministische Kritik und Herausforderung zum Weiterdenken. In: Zuckermann, Moshe (Hrsg.): Theodor W. Adorno  Philosoph des beschädigten Lebens. Göttingen, S. 61-82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies. (2004b): Adorno kritisieren und dabei von ihm lernen. Von der Bedeutung seiner Theorie für die Geschlechterforschung. In: Gruschka, Andreas/ Oevermann, Ulrich, (Hrsg,):&lt;br /&gt;
Die Lebendigkeit der Kritischen Gesellschaftstheorie, Wetzlar, S. 65-95&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies. (2004c): Menschenwürde und aufrechter Gang ein Balanceakt. Kontroverse Reflexionen über den Körper. In: Freytag, Tatjana/Hawel, Marcus, (Hrsg.):.Arbeit und &lt;br /&gt;
Utopie. Oskar Negt zum 70.Geburtstag. Frankfurt a.M., S. 161-200&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies. (2004d): Doppelte Vergesellschaftung von Frauen: Divergenzen und Brückenschläge zwischen Privat- und Erwerbssphäre. In. Becker. Ruth/Kortendiek, Beate, (Hrsg.): Handbuch der Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie. Wiesbaden, S. 62-71&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies. (2005):Rationalisierung und androzentrische Logik, Rationalisierungsprozesse und gesellschaftliche Relationalität. In: Aulenbacher, Brigitte/Beckmann,Frank/ Rau, Alexandra/Weber, Jens, (Hrsg.): Alles nur eine Frage der Effizienz? Denkmuster der Rationalisierung. Franfurt a.M., S. 33- 48&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies. (2005): Von soziologischen Geschlechtsrollentheorien zur gesellschaftstheoretischen Erforschung des Geschlechterverhältnisses, In. Vogel, Ulrike, (Hrsg.): Was ist weiblich, was ist männlich? Aktuelles zur Geschlechterforschung. Bielefeld, S. 89-112&lt;br /&gt;
Dies. (2006): Radikale Kritik als Basis feministischer Visionen. In: Hawel, Marcus/Kritidis, Georg, (Hrsg.): Aufschrei der Utopie. Möglichkeiten einer anderen Welt. Hannover, S. 67-84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies. (2006): Theoretische und methodische Anmerkungen zu Sozialisation und Geschlechtâ. In: Bilden, Helga/Dasien, Bettina, (Hrsg.): Sozialisation und Geschlecht. Opladen &amp;amp; Farmington Hills, S. 275-305&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies. (2006): Die Bedeutung des Klassifizierens für die Abstützung symmetrischer oder asymmetrischer Geschlechterrelationen. In: Aulenbacher, Brigitte/Bereswill, Mechthild/ Löw, Martina/ Meuser, Michael/ Mordt, Gabriele/Scholz, Sylka, (Hrsg.): FrauenMännerGeschlechterforschung. State of the Art. Münster, S. 116-121&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Ulla_Wischermann&amp;diff=3121</id>
		<title>Ulla Wischermann</title>
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		<updated>2008-03-05T20:43:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Ulla.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzbiographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulla Wischermann, PD Dr. phil. studierte Publizistik, Germanistik und Pädagogik in Münster, promovierte am FB Kommunikation und Ästhetik in Bremen und habilitierte am FB Gesellschaftswissenschaften in Frankfurt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2002 Akademische Rätin am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2002 Universitäts-Frauenbeauftragte der JWG-Universität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2003 stellvertretende geschäftsführende Direktorin des Cornelia Goethe Centrums für Frauenstudien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitherausgeberin der interdisziplinären Zeitschrift &amp;quot;Feministische Studien&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind: Mediensoziologie, Soziale Bewegungsforschung, Öffentlichkeitstheorien und Gender Studies.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Monographien''' &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
2003 Frauenbewegungen und Öffentlichkeiten um 1900. Netzwerke - Gegenöffentlichkeiten - Protestinszenierungen. Königstein: Ulrike Helmer &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 Frauenpublizistik und Journalismus. Vom Vormärz bis zur Revolution von 1848. Weinheim&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1983 Frauenfrage und Presse. Frauenarbeit und Frauenbewegung in der illustrierten Presse des 19. Jahrhunderts. Phil. diss. München, New York, London, Paris (=Studien zur Publizistik Bremer Reihe, Bd. 24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Editionen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitschriften &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1997 Mitherausgeberin der internationalen Rezensionszeitschrift &amp;quot;Feminist Europa&amp;quot;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ab 1988 Mitherausgeberin, zeitweise Geschäftsführerin der interdisziplinären Fachzeitschrift &amp;quot;Feministische Studien&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammelbände &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 mit Anja Weckwert (Hrsg.). Das Jahrhundert des Feminismus. Streifzüge durch nationale und internationale Bewegungen und Theorien. Ulrike Helmer Verlag 2006 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2001 mit Elisabeth Klaus, Jutta Röser (Hrsg.) Kommunikationswissenschaften und Gender Studies. Opladen 2001 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1997 Multimedia = Feministische Studien Nr.1 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996 mit Gudrun Marci-Boehncke, Petra Werner (Hrsg.) BlickRichtung Frauen. Theorien und Methoden geschlechtsspezifischer Rezeptionsforschung. Weinheim &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 mit Christina Klausmann (Hrsg.) Frauenbewegungen. = Feministische Studien Nr.2 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 mit Pia Schmid (Hrsg.) sisterhood - schwestern und andere. = Feministische Studien Nr.1 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1993 mit Elke Schüller, Ute Gerhard (Hrsg.) Staatsbürgerinnen zwischen Partei und Bewegung. Frauenpolitik in Hessen 1945-1955, Frankfurt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 mit Sabine Schilling, Sigrid Weigel, Claudia Opitz (Hrsg.) Kulturelle und sexuelle Differenzen. = Feministische Studien Nr.2 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1989 mit Juliane Jacobi-Dittrich (Hrsg.) Gegen-/Öffentlichkeit. = Feministische Studien Nr. 1 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1988 mit Hartwig Gebhardt (Hrsg.) Die Staatsbürgerin. Offenbach a.M. 1886. Originalgetreuer Nachdruck der ersten Arbeiterinnenzeitschrift Deutschlands. München, New York, London, Paris &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1986 mit Ute Gerhard-Teuscher, Heide Schlüpmann (Hrsg.) Politik der Autonomie. = Feministische Studien Nr. 2 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1977 mit Regina Henneke, Beate Mühl (Hrsg.) Die Rolle der Frauen im Arbeitskampf in Erwitte. Foto- und Textdokumentation. Münster&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Ulla_Wischermann&amp;diff=3120</id>
		<title>Ulla Wischermann</title>
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		<updated>2008-03-05T20:40:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Ulla.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kurzbiographie'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulla Wischermann, PD Dr. phil. studierte Publizistik, Germanistik und Pädagogik in Münster, promovierte am FB Kommunikation und Ästhetik in Bremen und habilitierte am FB Gesellschaftswissenschaften in Frankfurt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2002 Akademische Rätin am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2002 Universitäts-Frauenbeauftragte der JWG-Universität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2003 stellvertretende geschäftsführende Direktorin des Cornelia Goethe Centrums für Frauenstudien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitherausgeberin der interdisziplinären Zeitschrift &amp;quot;Feministische Studien&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind: Mediensoziologie, Soziale Bewegungsforschung, Öffentlichkeitstheorien und Gender Studies.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Veröffentlichungen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Monographien'' &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
2003 Frauenbewegungen und Öffentlichkeiten um 1900. Netzwerke - Gegenöffentlichkeiten - Protestinszenierungen. Königstein: Ulrike Helmer &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 Frauenpublizistik und Journalismus. Vom Vormärz bis zur Revolution von 1848. Weinheim&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1983 Frauenfrage und Presse. Frauenarbeit und Frauenbewegung in der illustrierten Presse des 19. Jahrhunderts. Phil. diss. München, New York, London, Paris (=Studien zur Publizistik Bremer Reihe, Bd. 24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Editionen ''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitschriften &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1997 Mitherausgeberin der internationalen Rezensionszeitschrift &amp;quot;Feminist Europa&amp;quot;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ab 1988 Mitherausgeberin, zeitweise Geschäftsführerin der interdisziplinären Fachzeitschrift &amp;quot;Feministische Studien&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammelbände &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 mit Anja Weckwert (Hrsg.). Das Jahrhundert des Feminismus. Streifzüge durch nationale und internationale Bewegungen und Theorien. Ulrike Helmer Verlag 2006 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2001 mit Elisabeth Klaus, Jutta Röser (Hrsg.) Kommunikationswissenschaften und Gender Studies. Opladen 2001 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1997 Multimedia = Feministische Studien Nr.1 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996 mit Gudrun Marci-Boehncke, Petra Werner (Hrsg.) BlickRichtung Frauen. Theorien und Methoden geschlechtsspezifischer Rezeptionsforschung. Weinheim &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 mit Christina Klausmann (Hrsg.) Frauenbewegungen. = Feministische Studien Nr.2 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 mit Pia Schmid (Hrsg.) sisterhood - schwestern und andere. = Feministische Studien Nr.1 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1993 mit Elke Schüller, Ute Gerhard (Hrsg.) Staatsbürgerinnen zwischen Partei und Bewegung. Frauenpolitik in Hessen 1945-1955, Frankfurt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 mit Sabine Schilling, Sigrid Weigel, Claudia Opitz (Hrsg.) Kulturelle und sexuelle Differenzen. = Feministische Studien Nr.2 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1989 mit Juliane Jacobi-Dittrich (Hrsg.) Gegen-/Öffentlichkeit. = Feministische Studien Nr. 1 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1988 mit Hartwig Gebhardt (Hrsg.) Die Staatsbürgerin. Offenbach a.M. 1886. Originalgetreuer Nachdruck der ersten Arbeiterinnenzeitschrift Deutschlands. München, New York, London, Paris &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1986 mit Ute Gerhard-Teuscher, Heide Schlüpmann (Hrsg.) Politik der Autonomie. = Feministische Studien Nr. 2 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1977 mit Regina Henneke, Beate Mühl (Hrsg.) Die Rolle der Frauen im Arbeitskampf in Erwitte. Foto- und Textdokumentation. Münster&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Datei:Ulla.jpg&amp;diff=3119</id>
		<title>Datei:Ulla.jpg</title>
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		<updated>2008-03-05T20:35:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
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	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Ute_Gerhard&amp;diff=3118</id>
		<title>Ute Gerhard</title>
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		<updated>2008-03-05T20:33:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Ute.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kurzbiographie'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ute Gerhard, Prof. Dr. phil., geb. 1939. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studium der Rechtswissenschaften, Soziologie und Geschichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1987 Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt Frauen- und Geschlechterforschung am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften &lt;br /&gt;
der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1997 bis 2004 geschäftsführende Direktorin des Cornelia Goethe Centrums für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse an der Universität Frankfurt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitbegründerin der Feministischen Studien und Mitherausgeberin von L'Homme, Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arbeitsschwerpunkte: Geschichte und Theorie des Feminismus, Sozialpolitik, Frauen und Recht, Rechtsgeschichte, Rechtssoziologie. &lt;br /&gt;
Seit April 2004 emeritiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Forschungsprojekte'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Employment and Women's Studies: The Impact of Women's Studies Training on Women's Employment in Europe&lt;br /&gt;
Das Forschungsprojekt wird innerhalb des fünften thematischen Rahmenprogramms (5th Thematic Framework) durch die Europäische Kommission gefördert.&lt;br /&gt;
1.10.2001 bis 30.6.2003&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Institutionalisierte Frauenpolitik zwischen Verrechtlichung, Modernisierung und Frauenbewegung. Eine Wirkungsanalyse&lt;br /&gt;
gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend&lt;br /&gt;
1.10.1999 bis 31.03.2002&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Working and Mothering: Social Practices and Social Policies/Thematisches Netzwerk&lt;br /&gt;
gefördert von der Europäischen Kommission&lt;br /&gt;
1.11.1998 bis 31.4.2001&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwerbstätige Mütter im Spannungsfeld von Sozialpolitik und sozialer Praxis&lt;br /&gt;
gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung&lt;br /&gt;
1.11.1998 bis 31.10.2000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Islam und Geschlechterverhältnisse. Menschenrechte, Migration und interkultureller Dialog&amp;quot;&lt;br /&gt;
gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst&lt;br /&gt;
2002&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Veröffentlichungen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Monographien'' &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Gendering Citizenship in Western Europe. New challenges for citizenship research in a cross-national context, zus. mit Lister, Ruth/Williams, Fiona/Anttonen, Anneli/Bussemaker, Jet/Heinen, Jacqueline/Johansson, Stina/Leira, Arnlaug/Siim, Birte/Tobio, Constanza, Bristol 2007, The Policy Press (in print) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lélegzetvételnyi Szünet (ungarische Übersetzung von 'Atempause'), Budapest 2006: Balassi Kiadó&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Debating Women's Equality. Toward a Feminist Theory of Law from a European Perspective, New Brunswick, NJ 2001: Rutgers University Press &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atempause. Feminismus als demokratisches Projekt, Frankfurt/M. 1999: Fischer&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Unerhört. Die Geschichte der deutschen Frauenbewegung, unter Mitarb. v. Ulla Wischermann, Reinbek 1990: Rowohlt &lt;br /&gt;
Gleichheit ohne Angleichung. Frauen im Recht, München 1990: Beck&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Verhältnisse und Verhinderungen. Frauenarbeit, Familie und Rechte der Frauen im 19. Jahrhundert, Frankfurt/M. 1978, 4. Aufl. 1989: Suhrkamp &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Editionen''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vergeben und Vergessen? Gebäudereinigung im Spannungsfeld zwischen kommunalen Diensten und Privatisierung, Claudia Gather/Ute Gerhard/Heidi Schroth/Lena Schürmann (Hg.), Hamburg 2005: VSA-Verlag&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Übergänge. Ost-West-Feminismen, L'Homme. Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft, 16.Jg., H. 1/2005, Ute Gerhard/Krassimira Daskalova (Hg.), Wien 2005: Böhlau&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Working Mothers in Europe. A Comparison of Policies and Practices, Ute Gerhard/Trudie Knijn/Anja Weckwert (Hg.), Cheltenham/Northhampton 2005, Edward Elgar&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Streitpunkte in islamischen Kontexten, Feministische Studien, 21. Jg. H. 2/2003, U. Gerhard/M.Rumpf (Hg.), Stuttgart 2003. &lt;br /&gt;
Facetten islamischer Welten. Geschlechterordnungen, Frauen- und Menschenrechte in der Diskussion, Mechthild Rumpf/Ute Gerhard/ Mechtild M. Jansen (Hg.), Bielefeld 2003: transcript.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Erwerbstätige Mütter. Ein europäischer Vergleich, Ute Gerhard/Trudie Knijn/Anja Weckwert (Hg.), München 2003: Beck. &lt;br /&gt;
Managerinnen des Alltags. Strategien erwerbstätiger Mütter in Ost- und Westdeutschland, Isolde Ludwig/Vanessa Schlevogt/Ute Klammer/Ute Gerhard (Hg.), Berlin 2002: Ed. Sigma&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Feminismus und Demokratie. Die europäischen Frauenbewegungen der 1920er Jahre, Kronberg/Ts. 2001: Ulrike Helmer &lt;br /&gt;
Das Geschlecht der Europa, L'Homme. Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft, 11.Jg., H. 2/2000, Ute Gerhard/Edith Saurer (Hg.), Wien 2000: Böhlau &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauen in der Geschichte des Rechts. Von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, München 1997: Beck &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Aufsätze ''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkungen zur Sozialfigur der nicht ehelichen Mutter, in: Caroline Arni, Andrea Glauser, Charlotte Müller, Marianne Rychner und Peter Schallberger (Hg.), Der Eigensinn des Materials, Erkundungen sozialer Wirklichkeit, Festschrift für Claudia Honegger, Frankfurt/Main, Stroemfeld 2007, 35-48 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feminismus braucht Solidarität, in: TAZ vom 23.8.2007, 11 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Familie aus der Perspektive der Geschlechtergerechtigkeit - Anfrage an das christlich-abendländische Eheverständnis, in: Zeitschrift für evangelische Ethik, 51. Jg, Heft 4/2007, S. 267-279.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Feminismus heute? In: Feministische Studien, 25. Jg. Nr.1 2007, 97-104 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'Unrechtserfahrungen' - Über das Aussprechen einer Erfahrung mit Recht, das (bisher) keines ist, in: Susanne Opfermann (Hg.): Unrechtserfahrungen. Geschlechtergerechtigkeit in Gesellschaft, Recht und Literatur, Königstein/Taunus, Ulrike Helmer 2007, 11-30 &lt;br /&gt;
Mütter zwischen Individualisierung und Institution: Eine Europäische Perspektive, in: eaf Familienpolitische Informationen, Jg. 46, Nr. 2, Berlin 2007, 1-6 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interdisziplinarität - Unverzichtbar für Gender Studies und Geschlechterpolitik, in: Mechthild Bereswill/Marianne Schmidbaur (Hg.): Interdisziplinarität und Praxisbezug. Dokumentation des Workshops, Frankfurt 2006, Cornelia Goethe Centrum, 21-29 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschenrechte der Frau unter religiösem Vorbehalt, in: Ilona Riedel-Spangenberger/Erich Zenger (Hg.)'Gott bin ich, kein Mann'. Beiträge zur Hermeneutik der biblischen Gottesrede, Festschrift für H. Schüngel-Straumann, Paderborn/München/Wien/Zürich, 2006, Ferdinand Schöningh, 429-441 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Féminismes: théorie et politique. Reflexions á partir des cas allemand, canadien et québécois, avec Jane Jenson, in: Cahiers du Genre, hors-série 2006 ?Feminisme(s). Recomposition et mutations, Coordonné par Dominique Fougeyrollas-Schwebel et Eleni Varikas, Paris 2006, 159-179 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolge in der Frauenbewegung - Generationen und sozialer Wandel, in: Journal Neue soziale Bewegungen, Jg. 19, H. 1/2006, 24-37 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stichwort &amp;quot;Gleichberechtigung&amp;quot;, in: Florence, Hervé/Renate Wurms (Hg.): Das Weiberlexikon, Köln 2006, PapyRossa, 212-216. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ich Soziologin wurde - eine Rekonstruktion, in: Ulrike Vogel (Hg.): Wege in die Soziologie und die Frauen- und Geschlechterforschung. Autobiographische Notizen der ersten Generation von Professorinnen an der Universität, Wiesbaden 2006, VS Verlag, 50-60 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
European Citizenship: A Political Opportunity for Women, in: Sirkku K. Hellsten/Anne Maria Holli/ Krassimira Daskalova (Eds.), Women's Citizenship and Political Rights, Basingstoke/New York 2005, Palgrave, 37-52&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Daughters of the Women's Movement - Generation Conflicts and Social Change, in: Carmen Leccardi/Elisabetta Ruspini (Hg.): A new youth? Young people, generations and family life, Aldershot 2005, Ashgate, 187-202 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ehe als Geschlechter- und Gesellschaftsvertrag: Zum Bedeutungswandel von &amp;quot;Ehe&amp;quot; im 19. und 20. Jahrhundert, in: Ingrid Bauer/Christa Hämmerle/Gabriele Hauch (Hg.): Liebe und Widerstand. Ambivalenzen historischer Geschlechterbeziehungen, L'Homme Schriften Bd. 10/2005 , 449-468 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mothers between individualisation and institution: Cultural images of welfare policy, in: Ute Gerhard/Trudie Knijn/Anja Weckwert (Hg.), Working Mothers in Europe. A Comparison of Policies and Practices, Cheltenham/Northhampton 2005, Edward Elgar, 18-40 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Introduction: Social practices and social policies (zus. mit Trudie Knijn und Anja Weckwert), in: Ute Gerhard/Trudie Knijn/Anja Weckwert (Hg.), Working Mothers in Europe. A Comparison of Policies and Practices, Cheltenham/Northhampton 2005, Edward Elgar, 1-17&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Rabenmütter - einmalig in Europa, in: Kirchenamt der EKD (Hg.): Texte zum Schwerpunktthema der 3. Tagung der 10. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, Hannover 2005, S. 41-43.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Für eine Politik der Fürsorglichkeit, in: Kirchenamt der EKD (Hg.): Texte zum Schwerpunktthema der 3. Tagung der 10. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland , Hannover 2005, S. 55-57.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die langen Wellen des Feminismus, in: Die Züricher &amp;quot;WOZ, Die Wochenzeitung&amp;quot; zum 8. März 2005&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bis bald, versprochen. Zur demokratischen Orientierung gehört neben der Freiheit unbedingt auch das Leitmotiv der Gleichheit, in: Frankfurter Rundschau vom 22. Oktober 2005&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
The Long Waves of Women's Movements, in: NIKK magasin, 3/2004, 16-19.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Familien- und Sozialpolitik - ein Perspektivenwechsel tut Not, in: Mechthild M. Jansen / Mechthild Weil (Hg.): POLIS 41. Familienpolitiken und Alltagspraxis, Schriftenreihe der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, Wiesbaden 2004, 125-138. &lt;br /&gt;
Die Töchter der Frauenbewegung - Generationen uns sozialer Wandel, in: ASTA-Zeitung, Juli 2004, 11-13.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Europäische Bürgerinnenschaft. Eine politische Chance für Frauen?, in: Katholische Sozialakademie Österreichs, 9/2004, 6-9.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Menschenrechte der Frauen - Diskurs und Geltung, in: Deutsches Institut für Menschenrechte (Hg.): Jahrbuch Menschenrechte, Frankfurt/M. 2004, Suhrkamp, 17-27.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;quot;A little bit wiser...&amp;quot; - the Impact of Women's Studies on Its Students' Experiences and Expectations in Germany (zus. mit Marianne Schmidbaur, Ulla Wischermann), in: Gabriele Griffin (Hg.): Employment Opportunities and Women's Studies. Women's Esperiences in Seven European Countries, Königstein/Taunus 2004: Ulrike Helmer, 52-76.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Welfare Policy and Care. A Critical Approach to Theories of Individualisation from a Gender Perspective, in: polish sociological review 2/2004, 125-140.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Debatten und Missverständnisse unter Feministinnen aus Ost- und Westdeutschland in der Nachwendezeit - ein nachholender Dialog (zus. mit Ingriod Miethe), in: Ingried Miethe / Claudia Kajathin / Jana Pohl (Hg.): Geschlechterkonstruktionen in Ost und West, Münster 2004: LIT-Verlag, 325-344.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Feminismen im 20. Jahrhundert. Konzepte und Stationen, in: Jens Flemming u.a. (Hg.): Lesarten der Geschichte. Ländliche Ordnungen und Geschlechterverhältnisse. Festschrift für Heide Wunder zum 65. Geburtstag, Kassel 2004: Kassel University Press, 294-316.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diversity and Internationality, in: Hilda R?emer Christensen / Beatrice Halsaa, Aino Saarinen (Hg.): Crossing Borders. Re-mapping Womens Movements at the Turn of the 21st Century, Odense 2004: University Press of Southern Denmark, 337-345.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
The Womens's Movement in Germany in an International Context, in: Sylvia Paletschek/Bianka Pietrow-Ennker (Hg.): Womens?s Emancipation Movements in the 19th Century. A european Perspektive, Stanford, Cal. 2004: Stanford University Press, 102-122.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Concepts et Controverses, in: Eliane Gubin/Catherine Jaques/Florense Rochefort/Brigitte Studer/Francoise Thebaut/Michell Zancarini-Fournel (Hg.): &amp;quot;Le Siècle des Féminismes&amp;quot;, Paris 2004: Les Èditions del`Atelier, 47-63.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'Illegitimante daughters': The Relationsship between Feminism and Sociology, in Barbara L. Marshall/Anne Witz (Hg.) Engendering the social. Feminist Encounters with Sociological Theory, Berkshire 2004: Open University Press, 114-135.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Gendered Citizenship: A model for European Citizenship? Considerations against the German Background, in: John Andersen/Birte Siim (Hg.): Politics of Inclusion and Empowerment. Gender, Class and Citizenship, New York 2004: Palgrave, 100-115.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Einleitung: Menschenrechte sind Frauenrechte. Überlegungen zu Gleichheit und Geschlechtergerechtigkeit im Islam, in: Mechthild Rumpf/Ute Gerhard/Mechtild M. Jansen (Hg.): .Facetten islamischer Welten. Geschlechterordnungen, Frauen- und Menschenrechte in der Diskussion, Bielefeld 2003: transcript, 85-102.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Raum der Freiheit?&amp;quot; - Ansätze und Perspektiven des Konzepts europäischer Bürgerrechte, in: Feministische Studien 1/2003, 71-82.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Europäische Union als Rechtsgemeinschaft und politische Gelegenheitsstruktur - Feministische Anfragen und Visionen, in: Ingrid Miethe/Silke Roth (Hg.): Europas Töchter. Traditionen, Erwartungen und Strategien von Frauenbewegungen in Europa, Opladen 2003: Leske + Budrich, 41-61.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Frauenbewegung in Deutschland - Gemeinsame und geteilte Geschichte, in: Ingrid Miethe/Silke Roth (Hg.): Europas Töchter. Traditionen, Erwartungen und Strategien von Frauenbewegungen in Europa, Opladen 2003: Leske + Budrich, 81-100.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Einleitung: Sozialpolitik und soziale Praxis (together with Trudie Knijn und Anja Weckwert), in: Erwerbstätige Mütter. Ein europäischer Vergleich, Ute Gerhard/Trudie Knijn/Anja Weckwert (Hg.), München 2003: Beck, 8-28.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mütter zwischen Individualisierung und Institution: Kulturell Leitbilder in der Wohlfahrtspolitik, in: Erwerbstätige Mütter. Ein europäischer Vergleich, Ute Gerhard/Trudie Knijn/Anja Weckwert (Hg.), München 2003: Beck, 53-84.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Geschlecht: Frauen im Wohlfahrtsstaat, in: Stephan Lessenich (Hg.): Wohlfahrtsstaatliche Grundbegriffe. Historische und aktuelle Diskurse, Frankfurt/New York 2003: Campus: 267-286.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Zwischen Werte- und Wirtschaftswandel, in: Joachim Lange (Hg.): Kinder &amp;amp; Karriere. Sozial- und steuerpolitische Wege zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Rehburg-Loccum 2003, S. 17-33.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Geschlecht: Frauen im Wohlfahrtsstaat, in: Stephan Lessenich (Hg.): Wohlfahrtsstaatliche Grundbegriffe. Historische und aktuelle Diskurse, S. 267-286 (im Erscheinen).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
The Women's Movement in Germany, in: Gabriele Griffin/Rosi Braidotti (Hg.): Thinking differently. A Reader in European Women's Studies, New York/London 2002: Zed Books, S. 321-331.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Introduction: Women's Movements and Feminist Research, in: Gabriele Griffin/Rosi Braidotti (Hg.): Thinking differently. A Reader in European Women's Studies, New York/London 2002: Zed Books, S. 311-312.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Feminismus, in: Elisabeth Gössmann u.a. (Hg.): Wörterbuch der Feministischen Theologie, Gütersloh 2002: Gütersloher Verlagshaus, S. 134-138.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Contractualization (zus. m. Knijn, Trudie/Lewis Jane), in: Barbara Hobson/JaneLewis/Birte Siim (Hg.): Contested Concepts in Gender and Social Politics, Cheltenham/Northhampton 2002: Edward Elgar Publishing, S. 105-140.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Menschenrechte haben (k)ein Geschlecht, in: Eckhard Nagel/Eckhart von Vietinghoff (Hg.): Sind wir zum Frieden fähig?, Hannover 2002: Luth. Verl.-Haus, S. 93-1&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Ute_Gerhard&amp;diff=3117</id>
		<title>Ute Gerhard</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Ute_Gerhard&amp;diff=3117"/>
		<updated>2008-03-05T20:26:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Ute.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kurzbiogrphie'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ute Gerhard, Prof. Dr. phil., geb. 1939. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studium der Rechtswissenschaften, Soziologie und Geschichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1987 Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt Frauen- und Geschlechterforschung am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften &lt;br /&gt;
der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1997 bis 2004 geschäftsführende Direktorin des Cornelia Goethe Centrums für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse an der Universität Frankfurt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitbegründerin der Feministischen Studien und Mitherausgeberin von L'Homme, Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arbeitsschwerpunkte: Geschichte und Theorie des Feminismus, Sozialpolitik, Frauen und Recht, Rechtsgeschichte, Rechtssoziologie. &lt;br /&gt;
Seit April 2004 emeritiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Forschungsprojekte'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Employment and Women's Studies: The Impact of Women's Studies Training on Women's Employment in Europe&lt;br /&gt;
Das Forschungsprojekt wird innerhalb des fünften thematischen Rahmenprogramms (5th Thematic Framework) durch die Europäische Kommission gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.10.2001 bis 30.6.2003&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Institutionalisierte Frauenpolitik zwischen Verrechtlichung, Modernisierung und Frauenbewegung. Eine Wirkungsanalyse&lt;br /&gt;
gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.10.1999 bis 31.03.2002&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Working and Mothering: Social Practices and Social Policies/Thematisches Netzwerk&lt;br /&gt;
gefördert von der Europäischen Kommission&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.11.1998 bis 31.4.2001&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwerbstätige Mütter im Spannungsfeld von Sozialpolitik und sozialer Praxis&lt;br /&gt;
gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.11.1998 bis 31.10.2000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Islam und Geschlechterverhältnisse. Menschenrechte, Migration und interkultureller Dialog&amp;quot;&lt;br /&gt;
gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Veröffentlichungen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Monographien'' &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Gendering Citizenship in Western Europe. New challenges for citizenship research in a cross-national context, zus. mit Lister, Ruth/Williams, Fiona/Anttonen, Anneli/Bussemaker, Jet/Heinen, Jacqueline/Johansson, Stina/Leira, Arnlaug/Siim, Birte/Tobio, Constanza, Bristol 2007, The Policy Press (in print) &lt;br /&gt;
Lélegzetvételnyi Szünet (ungarische Übersetzung von 'Atempause'), Budapest 2006: Balassi Kiadó &lt;br /&gt;
Debating Women's Equality. Toward a Feminist Theory of Law from a European Perspective, New Brunswick, NJ 2001: Rutgers University Press &lt;br /&gt;
Atempause. Feminismus als demokratisches Projekt, Frankfurt/M. 1999: Fischer &lt;br /&gt;
Unerhört. Die Geschichte der deutschen Frauenbewegung, unter Mitarb. v. Ulla Wischermann, Reinbek 1990: Rowohlt &lt;br /&gt;
Gleichheit ohne Angleichung. Frauen im Recht, München 1990: Beck &lt;br /&gt;
Verhältnisse und Verhinderungen. Frauenarbeit, Familie und Rechte der Frauen im 19. Jahrhundert, Frankfurt/M. 1978, 4. Aufl. 1989: Suhrkamp &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Editionen''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vergeben und Vergessen? Gebäudereinigung im Spannungsfeld zwischen kommunalen Diensten und Privatisierung, Claudia Gather/Ute Gerhard/Heidi Schroth/Lena Schürmann (Hg.), Hamburg 2005: VSA-Verlag &lt;br /&gt;
Übergänge. Ost-West-Feminismen, L'Homme. Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft, 16.Jg., H. 1/2005, Ute Gerhard/Krassimira Daskalova (Hg.), Wien 2005: Böhlau &lt;br /&gt;
Working Mothers in Europe. A Comparison of Policies and Practices, Ute Gerhard/Trudie Knijn/Anja Weckwert (Hg.), Cheltenham/Northhampton 2005, Edward Elgar &lt;br /&gt;
Streitpunkte in islamischen Kontexten, Feministische Studien, 21. Jg. H. 2/2003, U. Gerhard/M.Rumpf (Hg.), Stuttgart 2003. &lt;br /&gt;
Facetten islamischer Welten. Geschlechterordnungen, Frauen- und Menschenrechte in der Diskussion, Mechthild Rumpf/Ute Gerhard/ Mechtild M. Jansen (Hg.), Bielefeld 2003: transcript. &lt;br /&gt;
Erwerbstätige Mütter. Ein europäischer Vergleich, Ute Gerhard/Trudie Knijn/Anja Weckwert (Hg.), München 2003: Beck. &lt;br /&gt;
Managerinnen des Alltags. Strategien erwerbstätiger Mütter in Ost- und Westdeutschland, Isolde Ludwig/Vanessa Schlevogt/Ute Klammer/Ute Gerhard (Hg.), Berlin 2002: Ed. Sigma &lt;br /&gt;
Feminismus und Demokratie. Die europäischen Frauenbewegungen der 1920er Jahre, Kronberg/Ts. 2001: Ulrike Helmer &lt;br /&gt;
Das Geschlecht der Europa, L'Homme. Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft, 11.Jg., H. 2/2000, Ute Gerhard/Edith Saurer (Hg.), Wien 2000: Böhlau &lt;br /&gt;
Frauen in der Geschichte des Rechts. Von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, München 1997: Beck &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Aufsätze ''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkungen zur Sozialfigur der nicht ehelichen Mutter, in: Caroline Arni, Andrea Glauser, Charlotte Müller, Marianne Rychner und Peter Schallberger (Hg.), Der Eigensinn des Materials, Erkundungen sozialer Wirklichkeit, Festschrift für Claudia Honegger, Frankfurt/Main, Stroemfeld 2007, 35-48 &lt;br /&gt;
Feminismus braucht Solidarität, in: TAZ vom 23.8.2007, 11 &lt;br /&gt;
Familie aus der Perspektive der Geschlechtergerechtigkeit - Anfrage an das christlich-abendländische Eheverständnis, in: Zeitschrift für evangelische Ethik, 51. Jg, Heft 4/2007, S. 267-279. &lt;br /&gt;
Feminismus heute? In: Feministische Studien, 25. Jg. Nr.1 2007, 97-104 &lt;br /&gt;
'Unrechtserfahrungen' - Über das Aussprechen einer Erfahrung mit Recht, das (bisher) keines ist, in: Susanne Opfermann (Hg.): Unrechtserfahrungen. Geschlechtergerechtigkeit in Gesellschaft, Recht und Literatur, Königstein/Taunus, Ulrike Helmer 2007, 11-30 &lt;br /&gt;
Mütter zwischen Individualisierung und Institution: Eine Europäische Perspektive, in: eaf Familienpolitische Informationen, Jg. 46, Nr. 2, Berlin 2007, 1-6 &lt;br /&gt;
Interdisziplinarität - Unverzichtbar für Gender Studies und Geschlechterpolitik, in: Mechthild Bereswill/Marianne Schmidbaur (Hg.): Interdisziplinarität und Praxisbezug. Dokumentation des Workshops, Frankfurt 2006, Cornelia Goethe Centrum, 21-29 &lt;br /&gt;
Die Menschenrechte der Frau unter religiösem Vorbehalt, in: Ilona Riedel-Spangenberger/Erich Zenger (Hg.)'Gott bin ich, kein Mann'. Beiträge zur Hermeneutik der biblischen Gottesrede, Festschrift für H. Schüngel-Straumann, Paderborn/München/Wien/Zürich, 2006, Ferdinand Schöningh, 429-441 &lt;br /&gt;
Féminismes: théorie et politique. Reflexions á partir des cas allemand, canadien et québécois, avec Jane Jenson, in: Cahiers du Genre, hors-série 2006 ?Feminisme(s). Recomposition et mutations, Coordonné par Dominique Fougeyrollas-Schwebel et Eleni Varikas, Paris 2006, 159-179 &lt;br /&gt;
Nachfolge in der Frauenbewegung - Generationen und sozialer Wandel, in: Journal Neue soziale Bewegungen, Jg. 19, H. 1/2006, 24-37 &lt;br /&gt;
Stichwort &amp;quot;Gleichberechtigung&amp;quot;, in: Florence, Hervé/Renate Wurms (Hg.): Das Weiberlexikon, Köln 2006, PapyRossa, 212-216. &lt;br /&gt;
Wie ich Soziologin wurde - eine Rekonstruktion, in: Ulrike Vogel (Hg.): Wege in die Soziologie und die Frauen- und Geschlechterforschung. Autobiographische Notizen der ersten Generation von Professorinnen an der Universität, Wiesbaden 2006, VS Verlag, 50-60 &lt;br /&gt;
European Citizenship: A Political Opportunity for Women, in: Sirkku K. Hellsten/Anne Maria Holli/ Krassimira Daskalova (Eds.), Women's Citizenship and Political Rights, Basingstoke/New York 2005, Palgrave, 37-52 &lt;br /&gt;
Daughters of the Women's Movement - Generation Conflicts and Social Change, in: Carmen Leccardi/Elisabetta Ruspini (Hg.): A new youth? Young people, generations and family life, Aldershot 2005, Ashgate, 187-202 &lt;br /&gt;
Die Ehe als Geschlechter- und Gesellschaftsvertrag: Zum Bedeutungswandel von &amp;quot;Ehe&amp;quot; im 19. und 20. Jahrhundert, in: Ingrid Bauer/Christa Hämmerle/Gabriele Hauch (Hg.): Liebe und Widerstand. Ambivalenzen historischer Geschlechterbeziehungen, L'Homme Schriften Bd. 10/2005 , 449-468 &lt;br /&gt;
Mothers between individualisation and institution: Cultural images of welfare policy, in: Ute Gerhard/Trudie Knijn/Anja Weckwert (Hg.), Working Mothers in Europe. A Comparison of Policies and Practices, Cheltenham/Northhampton 2005, Edward Elgar, 18-40 &lt;br /&gt;
Introduction: Social practices and social policies (zus. mit Trudie Knijn und Anja Weckwert), in: Ute Gerhard/Trudie Knijn/Anja Weckwert (Hg.), Working Mothers in Europe. A Comparison of Policies and Practices, Cheltenham/Northhampton 2005, Edward Elgar, 1-17 &lt;br /&gt;
Rabenmütter - einmalig in Europa, in: Kirchenamt der EKD (Hg.): Texte zum Schwerpunktthema der 3. Tagung der 10. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, Hannover 2005, S. 41-43. &lt;br /&gt;
Für eine Politik der Fürsorglichkeit, in: Kirchenamt der EKD (Hg.): Texte zum Schwerpunktthema der 3. Tagung der 10. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland , Hannover 2005, S. 55-57. &lt;br /&gt;
Die langen Wellen des Feminismus, in: Die Züricher &amp;quot;WOZ, Die Wochenzeitung&amp;quot; zum 8. März 2005 &lt;br /&gt;
Bis bald, versprochen. Zur demokratischen Orientierung gehört neben der Freiheit unbedingt auch das Leitmotiv der Gleichheit, in: Frankfurter Rundschau vom 22. Oktober 2005 &lt;br /&gt;
The Long Waves of Women's Movements, in: NIKK magasin, 3/2004, 16-19. &lt;br /&gt;
Familien- und Sozialpolitik - ein Perspektivenwechsel tut Not, in: Mechthild M. Jansen / Mechthild Weil (Hg.): POLIS 41. Familienpolitiken und Alltagspraxis, Schriftenreihe der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, Wiesbaden 2004, 125-138. &lt;br /&gt;
Die Töchter der Frauenbewegung - Generationen uns sozialer Wandel, in: ASTA-Zeitung, Juli 2004, 11-13. &lt;br /&gt;
Europäische Bürgerinnenschaft. Eine politische Chance für Frauen?, in: Katholische Sozialakademie Österreichs, 9/2004, 6-9. &lt;br /&gt;
Die Menschenrechte der Frauen - Diskurs und Geltung, in: Deutsches Institut für Menschenrechte (Hg.): Jahrbuch Menschenrechte, Frankfurt/M. 2004, Suhrkamp, 17-27. &lt;br /&gt;
&amp;quot;A little bit wiser...&amp;quot; - the Impact of Women's Studies on Its Students' Experiences and Expectations in Germany (zus. mit Marianne Schmidbaur, Ulla Wischermann), in: Gabriele Griffin (Hg.): Employment Opportunities and Women's Studies. Women's Esperiences in Seven European Countries, Königstein/Taunus 2004: Ulrike Helmer, 52-76. &lt;br /&gt;
Welfare Policy and Care. A Critical Approach to Theories of Individualisation from a Gender Perspective, in: polish sociological review 2/2004, 125-140. &lt;br /&gt;
Debatten und Missverständnisse unter Feministinnen aus Ost- und Westdeutschland in der Nachwendezeit - ein nachholender Dialog (zus. mit Ingriod Miethe), in: Ingried Miethe / Claudia Kajathin / Jana Pohl (Hg.): Geschlechterkonstruktionen in Ost und West, Münster 2004: LIT-Verlag, 325-344. &lt;br /&gt;
Feminismen im 20. Jahrhundert. Konzepte und Stationen, in: Jens Flemming u.a. (Hg.): Lesarten der Geschichte. Ländliche Ordnungen und Geschlechterverhältnisse. Festschrift für Heide Wunder zum 65. Geburtstag, Kassel 2004: Kassel University Press, 294-316. &lt;br /&gt;
Diversity and Internationality, in: Hilda R?emer Christensen / Beatrice Halsaa, Aino Saarinen (Hg.): Crossing Borders. Re-mapping Women?s Movements at the Turn of the 21st Century, Odense 2004: University Press of Southern Denmark, 337-345. &lt;br /&gt;
The Womens's Movement in Germany in an International Context, in: Sylvia Paletschek/Bianka Pietrow-Ennker (Hg.): Womens?s Emancipation Movements in the 19th Century. A european Perspektive, Stanford, Cal. 2004: Stanford University Press, 102-122. &lt;br /&gt;
Concepts et Controverses, in: Eliane Gubin/Catherine Jaques/Florense Rochefort/Brigitte Studer/Francoise Thebaut/Michell Zancarini-Fournel (Hg.): &amp;quot;Le Siècle des Féminismes&amp;quot;, Paris 2004: Les Èditions del`Atelier, 47-63. &lt;br /&gt;
'Illegitimante daughters': The Relationsship between Feminism and Sociology, in Barbara L. Marshall/Anne Witz (Hg.) Engendering the social. Feminist Encounters with Sociological Theory, Berkshire 2004: Open University Press, 114-135. &lt;br /&gt;
Gendered Citizenship: A model for European Citizenship? Considerations against the German Background, in: John Andersen/Birte Siim (Hg.): Politics of Inclusion and Empowerment. Gender, Class and Citizenship, New York 2004: Palgrave, 100-115. &lt;br /&gt;
Einleitung: Menschenrechte sind Frauenrechte. Überlegungen zu Gleichheit und Geschlechtergerechtigkeit im Islam, in: Mechthild Rumpf/Ute Gerhard/Mechtild M. Jansen (Hg.): .Facetten islamischer Welten. Geschlechterordnungen, Frauen- und Menschenrechte in der Diskussion, Bielefeld 2003: transcript, 85-102. &lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Raum der Freiheit?&amp;quot; - Ansätze und Perspektiven des Konzepts europäischer Bürgerrechte, in: Feministische Studien 1/2003, 71-82. &lt;br /&gt;
Die Europäische Union als Rechtsgemeinschaft und politische Gelegenheitsstruktur - Feministische Anfragen und Visionen, in: Ingrid Miethe/Silke Roth (Hg.): Europas Töchter. Traditionen, Erwartungen und Strategien von Frauenbewegungen in Europa, Opladen 2003: Leske + Budrich, 41-61. &lt;br /&gt;
Frauenbewegung in Deutschland - Gemeinsame und geteilte Geschichte, in: Ingrid Miethe/Silke Roth (Hg.): Europas Töchter. Traditionen, Erwartungen und Strategien von Frauenbewegungen in Europa, Opladen 2003: Leske + Budrich, 81-100. &lt;br /&gt;
Einleitung: Sozialpolitik und soziale Praxis (together with Trudie Knijn und Anja Weckwert), in: Erwerbstätige Mütter. Ein europäischer Vergleich, Ute Gerhard/Trudie Knijn/Anja Weckwert (Hg.), München 2003: Beck, 8-28. &lt;br /&gt;
Mütter zwischen Individualisierung und Institution: Kulturell Leitbilder in der Wohlfahrtspolitik, in: Erwerbstätige Mütter. Ein europäischer Vergleich, Ute Gerhard/Trudie Knijn/Anja Weckwert (Hg.), München 2003: Beck, 53-84. &lt;br /&gt;
Geschlecht: Frauen im Wohlfahrtsstaat, in: Stephan Lessenich (Hg.): Wohlfahrtsstaatliche Grundbegriffe. Historische und aktuelle Diskurse, Frankfurt/New York 2003: Campus: 267-286. &lt;br /&gt;
Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Zwischen Werte- und Wirtschaftswandel, in: Joachim Lange (Hg.): Kinder &amp;amp; Karriere. Sozial- und steuerpolitische Wege zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Rehburg-Loccum 2003, S. 17-33. &lt;br /&gt;
Geschlecht: Frauen im Wohlfahrtsstaat, in: Stephan Lessenich (Hg.): Wohlfahrtsstaatliche Grundbegriffe. Historische und aktuelle Diskurse, S. 267-286 (im Erscheinen). &lt;br /&gt;
The Women's Movement in Germany, in: Gabriele Griffin/Rosi Braidotti (Hg.): Thinking differently. A Reader in European Women's Studies, New York/London 2002: Zed Books, S. 321-331. &lt;br /&gt;
Introduction: Women's Movements and Feminist Research, in: Gabriele Griffin/Rosi Braidotti (Hg.): Thinking differently. A Reader in European Women's Studies, New York/London 2002: Zed Books, S. 311-312. &lt;br /&gt;
Feminismus, in: Elisabeth Gössmann u.a. (Hg.): Wörterbuch der Feministischen Theologie, Gütersloh 2002: Gütersloher Verlagshaus, S. 134-138. &lt;br /&gt;
Contractualization (zus. m. Knijn, Trudie/Lewis Jane), in: Barbara Hobson/JaneLewis/Birte Siim (Hg.): Contested Concepts in Gender and Social Politics, Cheltenham/Northhampton 2002: Edward Elgar Publishing, S. 105-140. &lt;br /&gt;
Menschenrechte haben (k)ein Geschlecht, in: Eckhard Nagel/Eckhart von Vietinghoff (Hg.): Sind wir zum Frieden fähig?, Hannover 2002: Luth. Verl.-Haus, S. 93-1&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Ute_Gerhard&amp;diff=3116</id>
		<title>Ute Gerhard</title>
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		<updated>2008-03-05T20:23:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Ute.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ute Gerhard, Prof. Dr. phil., geb. 1939. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studium der Rechtswissenschaften, Soziologie und Geschichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1987 Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt Frauen- und Geschlechterforschung am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften &lt;br /&gt;
der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1997 bis 2004 geschäftsführende Direktorin des Cornelia Goethe Centrums für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse an der Universität Frankfurt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitbegründerin der Feministischen Studien und Mitherausgeberin von L'Homme, Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arbeitsschwerpunkte: Geschichte und Theorie des Feminismus, Sozialpolitik, Frauen und Recht, Rechtsgeschichte, Rechtssoziologie. &lt;br /&gt;
Seit April 2004 emeritiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Veröffentlichungen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Monographien'' &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Gendering Citizenship in Western Europe. New challenges for citizenship research in a cross-national context, zus. mit Lister, Ruth/Williams, Fiona/Anttonen, Anneli/Bussemaker, Jet/Heinen, Jacqueline/Johansson, Stina/Leira, Arnlaug/Siim, Birte/Tobio, Constanza, Bristol 2007, The Policy Press (in print) &lt;br /&gt;
Lélegzetvételnyi Szünet (ungarische Übersetzung von 'Atempause'), Budapest 2006: Balassi Kiadó &lt;br /&gt;
Debating Women's Equality. Toward a Feminist Theory of Law from a European Perspective, New Brunswick, NJ 2001: Rutgers University Press &lt;br /&gt;
Atempause. Feminismus als demokratisches Projekt, Frankfurt/M. 1999: Fischer &lt;br /&gt;
Unerhört. Die Geschichte der deutschen Frauenbewegung, unter Mitarb. v. Ulla Wischermann, Reinbek 1990: Rowohlt &lt;br /&gt;
Gleichheit ohne Angleichung. Frauen im Recht, München 1990: Beck &lt;br /&gt;
Verhältnisse und Verhinderungen. Frauenarbeit, Familie und Rechte der Frauen im 19. Jahrhundert, Frankfurt/M. 1978, 4. Aufl. 1989: Suhrkamp &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Editionen''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vergeben und Vergessen? Gebäudereinigung im Spannungsfeld zwischen kommunalen Diensten und Privatisierung, Claudia Gather/Ute Gerhard/Heidi Schroth/Lena Schürmann (Hg.), Hamburg 2005: VSA-Verlag &lt;br /&gt;
Übergänge. Ost-West-Feminismen, L'Homme. Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft, 16.Jg., H. 1/2005, Ute Gerhard/Krassimira Daskalova (Hg.), Wien 2005: Böhlau &lt;br /&gt;
Working Mothers in Europe. A Comparison of Policies and Practices, Ute Gerhard/Trudie Knijn/Anja Weckwert (Hg.), Cheltenham/Northhampton 2005, Edward Elgar &lt;br /&gt;
Streitpunkte in islamischen Kontexten, Feministische Studien, 21. Jg. H. 2/2003, U. Gerhard/M.Rumpf (Hg.), Stuttgart 2003. &lt;br /&gt;
Facetten islamischer Welten. Geschlechterordnungen, Frauen- und Menschenrechte in der Diskussion, Mechthild Rumpf/Ute Gerhard/ Mechtild M. Jansen (Hg.), Bielefeld 2003: transcript. &lt;br /&gt;
Erwerbstätige Mütter. Ein europäischer Vergleich, Ute Gerhard/Trudie Knijn/Anja Weckwert (Hg.), München 2003: Beck. &lt;br /&gt;
Managerinnen des Alltags. Strategien erwerbstätiger Mütter in Ost- und Westdeutschland, Isolde Ludwig/Vanessa Schlevogt/Ute Klammer/Ute Gerhard (Hg.), Berlin 2002: Ed. Sigma &lt;br /&gt;
Feminismus und Demokratie. Die europäischen Frauenbewegungen der 1920er Jahre, Kronberg/Ts. 2001: Ulrike Helmer &lt;br /&gt;
Das Geschlecht der Europa, L'Homme. Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft, 11.Jg., H. 2/2000, Ute Gerhard/Edith Saurer (Hg.), Wien 2000: Böhlau &lt;br /&gt;
Frauen in der Geschichte des Rechts. Von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, München 1997: Beck &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Aufsätze ''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkungen zur Sozialfigur der nicht ehelichen Mutter, in: Caroline Arni, Andrea Glauser, Charlotte Müller, Marianne Rychner und Peter Schallberger (Hg.), Der Eigensinn des Materials, Erkundungen sozialer Wirklichkeit, Festschrift für Claudia Honegger, Frankfurt/Main, Stroemfeld 2007, 35-48 &lt;br /&gt;
Feminismus braucht Solidarität, in: TAZ vom 23.8.2007, 11 &lt;br /&gt;
Familie aus der Perspektive der Geschlechtergerechtigkeit - Anfrage an das christlich-abendländische Eheverständnis, in: Zeitschrift für evangelische Ethik, 51. Jg, Heft 4/2007, S. 267-279. &lt;br /&gt;
Feminismus heute? In: Feministische Studien, 25. Jg. Nr.1 2007, 97-104 &lt;br /&gt;
'Unrechtserfahrungen' - Über das Aussprechen einer Erfahrung mit Recht, das (bisher) keines ist, in: Susanne Opfermann (Hg.): Unrechtserfahrungen. Geschlechtergerechtigkeit in Gesellschaft, Recht und Literatur, Königstein/Taunus, Ulrike Helmer 2007, 11-30 &lt;br /&gt;
Mütter zwischen Individualisierung und Institution: Eine Europäische Perspektive, in: eaf Familienpolitische Informationen, Jg. 46, Nr. 2, Berlin 2007, 1-6 &lt;br /&gt;
Interdisziplinarität - Unverzichtbar für Gender Studies und Geschlechterpolitik, in: Mechthild Bereswill/Marianne Schmidbaur (Hg.): Interdisziplinarität und Praxisbezug. Dokumentation des Workshops, Frankfurt 2006, Cornelia Goethe Centrum, 21-29 &lt;br /&gt;
Die Menschenrechte der Frau unter religiösem Vorbehalt, in: Ilona Riedel-Spangenberger/Erich Zenger (Hg.)'Gott bin ich, kein Mann'. Beiträge zur Hermeneutik der biblischen Gottesrede, Festschrift für H. Schüngel-Straumann, Paderborn/München/Wien/Zürich, 2006, Ferdinand Schöningh, 429-441 &lt;br /&gt;
Féminismes: théorie et politique. Reflexions á partir des cas allemand, canadien et québécois, avec Jane Jenson, in: Cahiers du Genre, hors-série 2006 ?Feminisme(s). Recomposition et mutations, Coordonné par Dominique Fougeyrollas-Schwebel et Eleni Varikas, Paris 2006, 159-179 &lt;br /&gt;
Nachfolge in der Frauenbewegung - Generationen und sozialer Wandel, in: Journal Neue soziale Bewegungen, Jg. 19, H. 1/2006, 24-37 &lt;br /&gt;
Stichwort &amp;quot;Gleichberechtigung&amp;quot;, in: Florence, Hervé/Renate Wurms (Hg.): Das Weiberlexikon, Köln 2006, PapyRossa, 212-216. &lt;br /&gt;
Wie ich Soziologin wurde - eine Rekonstruktion, in: Ulrike Vogel (Hg.): Wege in die Soziologie und die Frauen- und Geschlechterforschung. Autobiographische Notizen der ersten Generation von Professorinnen an der Universität, Wiesbaden 2006, VS Verlag, 50-60 &lt;br /&gt;
European Citizenship: A Political Opportunity for Women, in: Sirkku K. Hellsten/Anne Maria Holli/ Krassimira Daskalova (Eds.), Women's Citizenship and Political Rights, Basingstoke/New York 2005, Palgrave, 37-52 &lt;br /&gt;
Daughters of the Women's Movement - Generation Conflicts and Social Change, in: Carmen Leccardi/Elisabetta Ruspini (Hg.): A new youth? Young people, generations and family life, Aldershot 2005, Ashgate, 187-202 &lt;br /&gt;
Die Ehe als Geschlechter- und Gesellschaftsvertrag: Zum Bedeutungswandel von &amp;quot;Ehe&amp;quot; im 19. und 20. Jahrhundert, in: Ingrid Bauer/Christa Hämmerle/Gabriele Hauch (Hg.): Liebe und Widerstand. Ambivalenzen historischer Geschlechterbeziehungen, L'Homme Schriften Bd. 10/2005 , 449-468 &lt;br /&gt;
Mothers between individualisation and institution: Cultural images of welfare policy, in: Ute Gerhard/Trudie Knijn/Anja Weckwert (Hg.), Working Mothers in Europe. A Comparison of Policies and Practices, Cheltenham/Northhampton 2005, Edward Elgar, 18-40 &lt;br /&gt;
Introduction: Social practices and social policies (zus. mit Trudie Knijn und Anja Weckwert), in: Ute Gerhard/Trudie Knijn/Anja Weckwert (Hg.), Working Mothers in Europe. A Comparison of Policies and Practices, Cheltenham/Northhampton 2005, Edward Elgar, 1-17 &lt;br /&gt;
Rabenmütter - einmalig in Europa, in: Kirchenamt der EKD (Hg.): Texte zum Schwerpunktthema der 3. Tagung der 10. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, Hannover 2005, S. 41-43. &lt;br /&gt;
Für eine Politik der Fürsorglichkeit, in: Kirchenamt der EKD (Hg.): Texte zum Schwerpunktthema der 3. Tagung der 10. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland , Hannover 2005, S. 55-57. &lt;br /&gt;
Die langen Wellen des Feminismus, in: Die Züricher &amp;quot;WOZ, Die Wochenzeitung&amp;quot; zum 8. März 2005 &lt;br /&gt;
Bis bald, versprochen. Zur demokratischen Orientierung gehört neben der Freiheit unbedingt auch das Leitmotiv der Gleichheit, in: Frankfurter Rundschau vom 22. Oktober 2005 &lt;br /&gt;
The Long Waves of Women's Movements, in: NIKK magasin, 3/2004, 16-19. &lt;br /&gt;
Familien- und Sozialpolitik - ein Perspektivenwechsel tut Not, in: Mechthild M. Jansen / Mechthild Weil (Hg.): POLIS 41. Familienpolitiken und Alltagspraxis, Schriftenreihe der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, Wiesbaden 2004, 125-138. &lt;br /&gt;
Die Töchter der Frauenbewegung - Generationen uns sozialer Wandel, in: ASTA-Zeitung, Juli 2004, 11-13. &lt;br /&gt;
Europäische Bürgerinnenschaft. Eine politische Chance für Frauen?, in: Katholische Sozialakademie Österreichs, 9/2004, 6-9. &lt;br /&gt;
Die Menschenrechte der Frauen - Diskurs und Geltung, in: Deutsches Institut für Menschenrechte (Hg.): Jahrbuch Menschenrechte, Frankfurt/M. 2004, Suhrkamp, 17-27. &lt;br /&gt;
&amp;quot;A little bit wiser...&amp;quot; - the Impact of Women's Studies on Its Students' Experiences and Expectations in Germany (zus. mit Marianne Schmidbaur, Ulla Wischermann), in: Gabriele Griffin (Hg.): Employment Opportunities and Women's Studies. Women's Esperiences in Seven European Countries, Königstein/Taunus 2004: Ulrike Helmer, 52-76. &lt;br /&gt;
Welfare Policy and Care. A Critical Approach to Theories of Individualisation from a Gender Perspective, in: polish sociological review 2/2004, 125-140. &lt;br /&gt;
Debatten und Missverständnisse unter Feministinnen aus Ost- und Westdeutschland in der Nachwendezeit - ein nachholender Dialog (zus. mit Ingriod Miethe), in: Ingried Miethe / Claudia Kajathin / Jana Pohl (Hg.): Geschlechterkonstruktionen in Ost und West, Münster 2004: LIT-Verlag, 325-344. &lt;br /&gt;
Feminismen im 20. Jahrhundert. Konzepte und Stationen, in: Jens Flemming u.a. (Hg.): Lesarten der Geschichte. Ländliche Ordnungen und Geschlechterverhältnisse. Festschrift für Heide Wunder zum 65. Geburtstag, Kassel 2004: Kassel University Press, 294-316. &lt;br /&gt;
Diversity and Internationality, in: Hilda R?emer Christensen / Beatrice Halsaa, Aino Saarinen (Hg.): Crossing Borders. Re-mapping Women?s Movements at the Turn of the 21st Century, Odense 2004: University Press of Southern Denmark, 337-345. &lt;br /&gt;
The Womens's Movement in Germany in an International Context, in: Sylvia Paletschek/Bianka Pietrow-Ennker (Hg.): Womens?s Emancipation Movements in the 19th Century. A european Perspektive, Stanford, Cal. 2004: Stanford University Press, 102-122. &lt;br /&gt;
Concepts et Controverses, in: Eliane Gubin/Catherine Jaques/Florense Rochefort/Brigitte Studer/Francoise Thebaut/Michell Zancarini-Fournel (Hg.): &amp;quot;Le Siècle des Féminismes&amp;quot;, Paris 2004: Les Èditions del`Atelier, 47-63. &lt;br /&gt;
'Illegitimante daughters': The Relationsship between Feminism and Sociology, in Barbara L. Marshall/Anne Witz (Hg.) Engendering the social. Feminist Encounters with Sociological Theory, Berkshire 2004: Open University Press, 114-135. &lt;br /&gt;
Gendered Citizenship: A model for European Citizenship? Considerations against the German Background, in: John Andersen/Birte Siim (Hg.): Politics of Inclusion and Empowerment. Gender, Class and Citizenship, New York 2004: Palgrave, 100-115. &lt;br /&gt;
Einleitung: Menschenrechte sind Frauenrechte. Überlegungen zu Gleichheit und Geschlechtergerechtigkeit im Islam, in: Mechthild Rumpf/Ute Gerhard/Mechtild M. Jansen (Hg.): .Facetten islamischer Welten. Geschlechterordnungen, Frauen- und Menschenrechte in der Diskussion, Bielefeld 2003: transcript, 85-102. &lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Raum der Freiheit?&amp;quot; - Ansätze und Perspektiven des Konzepts europäischer Bürgerrechte, in: Feministische Studien 1/2003, 71-82. &lt;br /&gt;
Die Europäische Union als Rechtsgemeinschaft und politische Gelegenheitsstruktur - Feministische Anfragen und Visionen, in: Ingrid Miethe/Silke Roth (Hg.): Europas Töchter. Traditionen, Erwartungen und Strategien von Frauenbewegungen in Europa, Opladen 2003: Leske + Budrich, 41-61. &lt;br /&gt;
Frauenbewegung in Deutschland - Gemeinsame und geteilte Geschichte, in: Ingrid Miethe/Silke Roth (Hg.): Europas Töchter. Traditionen, Erwartungen und Strategien von Frauenbewegungen in Europa, Opladen 2003: Leske + Budrich, 81-100. &lt;br /&gt;
Einleitung: Sozialpolitik und soziale Praxis (together with Trudie Knijn und Anja Weckwert), in: Erwerbstätige Mütter. Ein europäischer Vergleich, Ute Gerhard/Trudie Knijn/Anja Weckwert (Hg.), München 2003: Beck, 8-28. &lt;br /&gt;
Mütter zwischen Individualisierung und Institution: Kulturell Leitbilder in der Wohlfahrtspolitik, in: Erwerbstätige Mütter. Ein europäischer Vergleich, Ute Gerhard/Trudie Knijn/Anja Weckwert (Hg.), München 2003: Beck, 53-84. &lt;br /&gt;
Geschlecht: Frauen im Wohlfahrtsstaat, in: Stephan Lessenich (Hg.): Wohlfahrtsstaatliche Grundbegriffe. Historische und aktuelle Diskurse, Frankfurt/New York 2003: Campus: 267-286. &lt;br /&gt;
Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Zwischen Werte- und Wirtschaftswandel, in: Joachim Lange (Hg.): Kinder &amp;amp; Karriere. Sozial- und steuerpolitische Wege zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Rehburg-Loccum 2003, S. 17-33. &lt;br /&gt;
Geschlecht: Frauen im Wohlfahrtsstaat, in: Stephan Lessenich (Hg.): Wohlfahrtsstaatliche Grundbegriffe. Historische und aktuelle Diskurse, S. 267-286 (im Erscheinen). &lt;br /&gt;
The Women's Movement in Germany, in: Gabriele Griffin/Rosi Braidotti (Hg.): Thinking differently. A Reader in European Women's Studies, New York/London 2002: Zed Books, S. 321-331. &lt;br /&gt;
Introduction: Women's Movements and Feminist Research, in: Gabriele Griffin/Rosi Braidotti (Hg.): Thinking differently. A Reader in European Women's Studies, New York/London 2002: Zed Books, S. 311-312. &lt;br /&gt;
Feminismus, in: Elisabeth Gössmann u.a. (Hg.): Wörterbuch der Feministischen Theologie, Gütersloh 2002: Gütersloher Verlagshaus, S. 134-138. &lt;br /&gt;
Contractualization (zus. m. Knijn, Trudie/Lewis Jane), in: Barbara Hobson/JaneLewis/Birte Siim (Hg.): Contested Concepts in Gender and Social Politics, Cheltenham/Northhampton 2002: Edward Elgar Publishing, S. 105-140. &lt;br /&gt;
Menschenrechte haben (k)ein Geschlecht, in: Eckhard Nagel/Eckhart von Vietinghoff (Hg.): Sind wir zum Frieden fähig?, Hannover 2002: Luth. Verl.-Haus, S. 93-1&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
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		<updated>2008-03-05T20:23:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: Die Seite wurde neu angelegt: Ute Gerhard, Prof. Dr. phil., geb. 1939.   Studium der Rechtswissenschaften, Soziologie und Geschichte.   Seit 1987 Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt Frau...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ute Gerhard, Prof. Dr. phil., geb. 1939. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studium der Rechtswissenschaften, Soziologie und Geschichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1987 Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt Frauen- und Geschlechterforschung am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften &lt;br /&gt;
der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1997 bis 2004 geschäftsführende Direktorin des Cornelia Goethe Centrums für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse an der Universität Frankfurt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitbegründerin der Feministischen Studien und Mitherausgeberin von L'Homme, Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arbeitsschwerpunkte: Geschichte und Theorie des Feminismus, Sozialpolitik, Frauen und Recht, Rechtsgeschichte, Rechtssoziologie. &lt;br /&gt;
Seit April 2004 emeritiert.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Ulla_Wischermann&amp;diff=3113</id>
		<title>Ulla Wischermann</title>
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		<updated>2008-03-05T20:16:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: Die Seite wurde neu angelegt: Ulla Wischermann, PD Dr. phil. studierte Publizistik, Germanistik und Pädagogik in Münster, promovierte am FB Kommunikation und Ästhetik in Bremen und habilitierte a...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ulla Wischermann, PD Dr. phil. studierte Publizistik, Germanistik und Pädagogik in Münster, promovierte am FB Kommunikation und Ästhetik in Bremen und habilitierte am FB Gesellschaftswissenschaften in Frankfurt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2002 Akademische Rätin am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2002 Universitäts-Frauenbeauftragte der JWG-Universität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2003 stellvertretende geschäftsführende Direktorin des Cornelia Goethe Centrums für Frauenstudien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitherausgeberin der interdisziplinären Zeitschrift &amp;quot;Feministische Studien&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind: Mediensoziologie, Soziale Bewegungsforschung, Öffentlichkeitstheorien und Gender Studies.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Frauen_in_der_Soziologie_in_Frankfurt&amp;diff=3112</id>
		<title>Frauen in der Soziologie in Frankfurt</title>
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		<updated>2008-03-05T20:12:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um die Rolle der Frau in der Soziologie verstehen zu können, kann man sich dem Thema „Frauen in der Soziologie“ auf verschiedenen Wegen nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gibt es zum einen den Weg der Lernenden bzw. Lehrenden Frau, den man durch die Betrachtung und Untersuchung von Biographien von Frauen gehen kann, aber auch den Weg der Institutionen, wie zum Beispiel dem Frauenrat an der Universität Frankfurt oder dem Institut für Frauenforschung. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Weg wäre die Struktur einer Universität bzw. die allgemeinen Fakten, wie z.B. wie viele Frauen an einer Universität eingeschrieben sind und wie viele Frauen als Lehrende an einer bestimmten Universität beschäftigt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese verschiedenen Wege sollen zur Aufklärung der Frage führen, ob Frauen gerade in der Soziologie als neben den Männern gleichberechtigt gelten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Biographien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regina Becker Schmidt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elisabeth Lenk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helke Sander]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ute Gerhard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ulla Wischermann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Institutionen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die zweite Frauenbewegung]] (Rede zur Lage der Frauen im SDS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Cornelia Goethe Centrum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
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		<title>Cornelia Goethe Centrum</title>
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		<updated>2008-03-05T20:11:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Das Centrum'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung der JWG-Universität, Frankfurt am Main. Im Centrum arbeiten, international orientiert, WissenschaftlerInnen aus verschiedenen Fachbereichen gemeinsam über das Geschlechterverhältnis in Geschichte und Gegenwart. &lt;br /&gt;
Gegenstand der Forschung sind die Bedeutungen und Probleme der Geschlechterverhältnisse in vielen gesellschaftlichen Bereichen. Erforscht werden ebenso symbolische Konstruktionen und Codierungen von Männlichkeit und Weiblichkeit und die sozialen Regelungen und Organisationsprinzipien, in die sie eingebunden sind. Ausgehend von der erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen Kritik von Geschlecht und dessen Bedeutung als historischem, sozialem und kulturellem Konstrukt werden Ambivalenzen und Widersprüche, Paradoxien und Ungleichzeitigkeiten gesellschaftlicher Wirklichkeit zum Thema gemacht. &lt;br /&gt;
Darüber hinaus dient die Arbeit des Centrums der Integration der Ergebnisse der Frauen- und Geschlechterforschung in die Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das „Zentrum für Frauenstudien“ wurde 1997 als das erste universitäre hessische Zentrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse gegründet und fördert seitdem die Kooperation von WissenschaftlerInnen aus verschiedenen Fächern in der Forschung und Lehre. Gründungsmitglieder sind die Professorinnen Ute Gerhard (Soziologie), Susanne Opfermann (Amerikanistik), Brita Rang (Historische Erziehungswissenschaft) und Heide Schlüpmann (Filmwissenschaft). Am 11. Juni 1997 wurde es mit einer offiziellen Feier eröffnet. Mit der Einrichtung dieses interdisziplinären Zentrums wurde an der Johann Wolfgang Goethe-Universität ein bedeutsamer Schritt getan, um Geschlechterperspektiven als Disziplinen übergreifende Fragestellung in die Wissenschaft einzubringen und zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Namensgebung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des 250. Geburtstages von Cornelia Goethe erhielt das „Zentrum für Frauenstudien“ seinen neuen Namen – Cornelia Goethe Centrum. Warum ein Centrum für Geschlechterstudien an der Johann Wolfgang Goethe-Universität nach der Schwester des Namensgebers der Universität nennen? Cornelia Goethe ist gewiss keine Ikone oder Heldin und deshalb wohl ungeeignet als Identifikationsfigur für Studentinnen von heute. Doch die begabte Cornelia, die bis zu ihrem 16. Lebensjahr gemeinsam mit ihrem Bruder Johann Wolfgang ausgebildet wurde, aber danach keine Förderung mehr erfuhr, steht beispielhaft dafür, dass Geschlecht in der Moderne immer noch eine Rolle spielt. Im Vergleich der geschwisterlichen Lebensläufe werden Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten im Geschlechterverhältnis deutlich, die keineswegs nur historische sind. Die Erinnerung an die Schwester des großen Bruders ist daher als Mahnung und Aufforderung zu verstehen, die Geschlechterperspektive auch in die Wissenschaften und die verschiedenen Disziplinen hineinzutragen und als notweniges Korrektiv jeder wissenschaftlichen Analyse mit zu berücksichtigen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: Die Seite wurde neu angelegt: '''Das Centrum'''  Das Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung de...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Das Centrum'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung der JWG-Universität, Frankfurt am Main. Im Centrum arbeiten, international orientiert, WissenschaftlerInnen aus verschiedenen Fachbereichen gemeinsam über das Geschlechterverhältnis in Geschichte und Gegenwart. &lt;br /&gt;
Gegenstand der Forschung sind die Bedeutungen und Probleme der Geschlechterverhältnisse in vielen gesellschaftlichen Bereichen. Erforscht werden ebenso symbolische Konstruktionen und Codierungen von Männlichkeit und Weiblichkeit und die sozialen Regelungen und Organisationsprinzipien, in die sie eingebunden sind. Ausgehend von der erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen Kritik von Geschlecht und dessen Bedeutung als historischem, sozialem und kulturellem Konstrukt werden Ambivalenzen und Widersprüche, Paradoxien und Ungleichzeitigkeiten gesellschaftlicher Wirklichkeit zum Thema gemacht. &lt;br /&gt;
Darüber hinaus dient die Arbeit des Centrums der Integration der Ergebnisse der Frauen- und Geschlechterforschung in die Lehre.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Frauen_in_der_Soziologie_in_Frankfurt&amp;diff=3109</id>
		<title>Frauen in der Soziologie in Frankfurt</title>
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		<updated>2008-03-05T18:26:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AlexL: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um die Rolle der Frau in der Soziologie verstehen zu können, kann man sich dem Thema „Frauen in der Soziologie“ auf verschiedenen Wegen nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gibt es zum einen den Weg der Lernenden bzw. Lehrenden Frau, den man durch die Betrachtung und Untersuchung von Biographien von Frauen gehen kann, aber auch den Weg der Institutionen, wie zum Beispiel dem Frauenrat an der Universität Frankfurt oder dem Institut für Frauenforschung. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Weg wäre die Struktur einer Universität bzw. die allgemeinen Fakten, wie z.B. wie viele Frauen an einer Universität eingeschrieben sind und wie viele Frauen als Lehrende an einer bestimmten Universität beschäftigt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese verschiedenen Wege sollen zur Aufklärung der Frage führen, ob Frauen gerade in der Soziologie als neben den Männern gleichberechtigt gelten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Biographien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regina Becker Schmidt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elisabeth Lenk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helke Sander]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ute Gerhard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ulla Wischermann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Institutionen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die zweite Frauenbewegung]] (Rede zur Lage der Frauen in SDS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Cornelia Goethe Centrum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AlexL</name></author>
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