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	<title>SozFra - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-21T15:15:36Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=R%C3%A9sum%C3%A9&amp;diff=4256</id>
		<title>Résumé</title>
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		<updated>2008-03-31T13:04:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: Die Seite wurde neu angelegt: Trotz all der Streitigkeiten, die aus der Gegenwart betrachtet, sehr markant und dominierend aussehen, muss bemerkt werden, dass man diese damals nicht so wahrgenommen ...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Trotz all der Streitigkeiten, die aus der Gegenwart betrachtet, sehr markant und dominierend aussehen, muss bemerkt werden, dass man diese damals nicht so wahrgenommen hat. Es darf auch nicht vergessen werden, dass der Mythos Frankfurter Schule und Adorno erst viel später entstanden sind. Trotz seiner starken Präsenz in den Medien, war er in erster Linie ein Hochschulprofessor. Viele seiner ehemaligen Studenten beschreiben seine Vorlesungen als langweilig. Tilman Allert, Hochschullehrer an der Universität Frankfurt und ehemaliger Assistent Ulrich Oevermanns, erzählt in einem Interview, dass die Studenten von den Schwierigkeiten zwischen den Fakultäten relativ wenig gemerkt hätten .  Dies ist kein exklusiver Standpunkt Allerts. Es ist davon auszugehen, dass diese Problematik für die meisten Studenten sowie Assistenten nicht von Interesse war. Streitigkeiten unter Wissenschaftlern sind selbstverständlich. Ebenso versuchten Professoren schon immer Anhänger der eigenen Schule zu berufen. Es ist auch nicht so, dass die Studenten, die an der WiSo-Fakultät eingeschrieben waren, nur Kurse an ihrer Fakultät besuchten. Sie besuchten auch regelmäßig die Vorlesungen der Philosophischen Fakultät, ebenso wie die Studenten dieser Fakultät Vorlesungen an der WiSo-Fakultät hörten. Oft schickten auch die Professoren ihre Studenten zu Vorlesungen anderer Professoren. Auch die Assistenten waren nicht immer direkte Anhänger der Schule, für die ihr Professor stand. Gerade in den 60ern waren die Assistenten politisch sehr engagiert und schlossen sich gemeinsam zusammen. Auch die Professoren der verschiedenen Fakultäten hielten teilweise Seminare zusammen. Zum Beispiel hielt Luckmann im Sommersemester 1968 mit Habermas ein Seminar über Datenanalyse. Beide Professoren waren zu diesem Zeitpunkt noch sehr jung. An solchen Beispielen wird deutlich, dass trotz des Probleme eine Fakultäten übergreifende  Zusammenarbeit statt gefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Der Konflikt entschärfte sich Ende der 60er Jahre und Anfang der 70er Jahre. Tenbruck sowie Luckmann verließen die Universität Frankfurt Ende der 60er Jahre. Luckmann ging an die Universität Konstanz und Tenbruck nach Tübingen. Im Gegensatz zu Luckmann flüchtete Tenbruck regelrecht aus Frankfurt. Grund dafür waren die starken Studentenrevolten 1968. Durch seine konservative Einstellung wurde er zum Ziel vieler Blockaden. Seine Seminare wurden von Studenten regelrecht gesprengt. Offensichtlich fühlte Tenbruck sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt in Frankfurt nicht wohl und folgte dem Ruf nach Tübingen. Dort war das Klima an der Universität wesentlich ruhiger und er widmete sich dort stark der Kultursoziologie und der klassischen Soziologie. Eine weitere Folge der Studentenrevolten von 1968 war wohl, dass 1971 die Fachbereiche gegründet und  die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, sowie die Philosophische Fakultät im Fachbereich 03 integriert wurden. Dadurch änderte sich auch die Hochschulpolitik. Die Macht der Professoren wurde beschnitten. Interventionen in die Hochschulpolitik wie im Fall Golo Mann wurden dadurch verhindert. Auch der Mittelbau und die Studenten bekamen ein Mitbestimmungsrecht zugesprochen.  All dies waren Gründe dafür, dass Habermas 1972 Frankfurt verließ und nach Starnberg ging. Außerdem kamen die Anhänger der Frankfurter Schule und ganz besonders Habermas 1968, stark in die Kritik der Studenten. Seminare sowie das IFS wurden besetzt. Bei der Besetzung des IFS fühlte sich Adorno sogar gezwungen die Polizei zu rufen  und die betroffenen Studenten anzuzeigen. Das IFS sympathisierte zwar teilweise mit den kritischen Studenten, war aber nicht bereit alle Aktionen zu unterstützen, zumal sich der Groll der Studenten auch gegen die westliche Demokratie äußerte. Aber eben diese westliche Demokratie rettete die Emigranten des IFS im Zweiten Weltkrieg. „Die naiv-vorbehaltslose Unterstützung der Studenten für Ho Chi Minh und Mao Zedong konnten ihre Lehrer, die im Gegensatz zur übrigen Linken früh schon den leninistischen und stalinistischen Terror begriffen und ablehnten, wohl kaum teilen“ . Die Studenten fassten dies als Verrat auf und wendeten sich ab. Die Seminare wurden boykottiert. Jedoch geriet das IFS und Adorno auch in die Kritik von Rechts. Es wurde ihnen nachgesagt, die geistigen Anreger der Studentenrevolution zu sein. Adorno missfiel die Situation und tat sich damit offensichtlich schwer. 1969 stellte er seine Vorlesungen ein. Im August des Jahres musste er gegen seinen Schüler Hans-Jürgen Krahl aussagen. Noch am gleichen Tag erlitt er einen Herzinfarkt und starb am 6. August.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Die einschneidenden Geschehnisse 1968 führten auch unter anderem dazu, dass nach dem Soziologentag 1968 in Frankfurt sieben Jahre lang keine weitere Tagung stattfand. Erst 1974 fand wieder ein Soziologentag in Kassel statt. Grund für die lange Pause „waren vor allem die unkonventionellen Aktivitäten der Studenten, die im Verlauf der Studentenbewegung mit dem traditionellen Stil politischen Protests brachen“ .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Es zeigt sich also, dass mehrere Faktoren zu einer Entschärfung des Konflikts führten. Maßgebend waren die Studentenbewegung und die Hochschulreform. Auch heute gibt es im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften wieder einschneidende Veränderungen. Die Studiengebühren sowie die Studiengänge Master und Bachelor wurden eingeführt und die Universität wurde zur Stiftungsuniversität.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
	Die Zeit um 1968 und Adorno hat sich heute, vierzig Jahre danach, zu einem Mythos entwickelt. Gerade in den Interviews mit den Zeitzeugen wurde dieser Mythos teilweise entzaubert. Es fanden Proteste statt und wurden unerbittlich geführt,  jedoch konzentrierten sich viele Studenten auf ihr Studium. Zu der Zeit als keine Vorlesungen mehr statt fanden, taten sich viele Studenten zusammen und diskutierten in kleineren Gruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Heute steht die Universität Frankfurt zwar immer noch im Licht der kritischen Theorie. Diese wird aber kaum noch im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften gelehrt. Selbst ehemalige Schüler Adornos oder Habermas haben eigene Theorien entwickelt. Zu diesen Schülern zählt zum Beispiel Ulrich Oeverman. Dieser war Assistent von Habermas und  wurde zum Begründer der objektiven Hermeneutik.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Die_gescheiterte_Berufung_von_Golo_Mann&amp;diff=4255</id>
		<title>Die gescheiterte Berufung von Golo Mann</title>
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		<updated>2008-03-31T13:03:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein weiterer Vorfall, der den Konflikt zwischen der WiSo-Fakultät und der philosophischen Fakultät weiterhin verschärfte, war die Berufung Golo Manns an die Wiso-Fakultät. Dieser Fall ist von Bedeutung weil er deutlich macht, wie sehr wissenschaftliche Differenzen die Beziehung zwischen den Fakultäten verschärften. Horkheimer verhinderte die Berufung gemeinsam mit dem AJC (American Jewish Committee). Im folgenden Absatz wird beschrieben, wie es zu dieser starken Intervention in die Berufungspolitik der Wiso-Fakultät kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Angelus Gottfried Thomas Mann, genannt Golo Mann, war das dritte Kind von Thomas Mann und seiner Frau Katia Mann. Horkheimer und die Familie Mann waren keine Unbekannten. Die beiden Familien lernten sich in der Zeit ihres Exils in den USA kennen. Thomas Mann war ein starker Gegner des Nationalsozialismus. Er engagierte sich während seiner Zeit im Exil stark für jüdische und christliche Flüchtlinge. Golo Mann studierte Philosophie und Geschichte. Er promovierte in Philosophie. Während seines Exils nahm er mehrere Gastprofessuren an, trat dann aber der US- Armee bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Auch nach der Rückkehr nach Deutschland hielten die Familien Horkheimer und Mann weiterhin losen Kontakt. Wie kam es, trotz der Freundschaft dazu, dass Horkheimer die Berufung Golo Manns an die Universität Frankfurt im Jahr 1963 verhinderte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Grund für die Auseinandersetzungen ist ein Vortrag Manns über seine Antisemitismus Analysen vor dem Rhein-Ruhr-Klub aus dem Jahr 1960. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurden das IFS und der AJC verstärkt auf Mann aufmerksam. Als es dann um die Berufung Manns an die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät ging, hielt Horkheimer nochmals Rücksprache mit dem AJC. Man kam zu der Ansicht, dass „Manns Essay Schaden anrichten könne, weil es der alten nazistischen Propaganda über den Einfluss der Juden in Deutschland bedeutende Zugeständnisse mache“ . Mann wurde ein heimlicher Antisemitismus unterstellt und Horkheimer verhinderte seine Berufung durch einen Anruf beim hessischen Kultusminister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Hier stellt sich die Frage, aufgrund welcher Tatsachen Golo Mann ein heimlicher Antisemitismus unterstellt wurde. Dies führt vermutlich auf die verschiedenen Forschungsansätze Manns und des IFS zurück. Horkheimer und Adorno betrachteten den Antisemitismus als eine Krankheit der Gesellschaft. Nach dieser Deutung ist es unmöglich, dass die Opfer irgendeine Schuld trifft. Golo Mann hinterfragt in seinen Antisemitismusanalysen die historische Wahrheit hinter den antisemitischen Klischees. Diese Frage steht der These Horkheimers absolut entgegen. Hier wird dem Opfer wieder ein Teil Schuld für die Entstehung des Antisemitismus gegeben. Allein Manns Forschungsfrage identifiziere ihn schon mit dem Antisemitismus. Nach der These Horkheimers und Adornos ist eine solche Fragestellung Manns nur möglich, wenn er bereits selber mit der Krankheit des Antisemitismus  infiziert war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Eine andere Vermutung, warum Horkheimer und Adorno die Berufung Manns verhinderten, gibt Joachim Fest. Er ist der Ansicht, dass neben dem Antisemitismusverdacht die Tatsache, dass Mann homosexuell sei, eine wichtige Rolle gespielt haben könne . Zusätzlich zu den schon erwähnten Konfliktpunkten, kommt noch hinzu, dass die Denkrichtungen Manns und den Anhängern der kritischen Theorie sehr stark auseinander gingen. Mann hatte eine eher konservative Einstellung und stand der Wiederbelebung des Marxismus durch Adorno und Horkheimer sehr skeptisch gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clemens Albrecht: Warum Horkheimer Golo Mann einen „heimlichen Antisemiten“ nannte: Der Streit um die richtige Vergangenheitsbewältigung, in: Clemens Albrecht, Günter C. Behrmann, Michael Bock, Harald Homann &amp;amp; Friedrich H. Tenbruck: Die intellektuelle Gründung der Bundesrepublik – Eine Wirkungsgeschichte der Frankfurter Schule, Frankfurt 1999, S. 192.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joachim Fest: Begegnungen – Über nahe und ferne Freunde, Hamburg 2004. Angaben aus diesem Buch sind sehr fragwürdig, da keine Quellen angegeben sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Grabstein_golomann.jpg|thumb|left|200px|Grabstein Golo Mann Zürich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Das_Berufungsverfahren_von_Friedrich_H._Tenbruck&amp;diff=4254</id>
		<title>Das Berufungsverfahren von Friedrich H. Tenbruck</title>
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		<updated>2008-03-31T13:02:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: /* Warum Adorno versuchte die Berufung von Friedrich H. Tenbruck zu verhindern */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Zusammenfassung des Protokolls zur Sitzung der Berufungskommission Soziologie II am 29. Mai 1963==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Besetzung des 2. Lehrstuhls für Soziologie an der WiSo - Fakultät kam es am 29. Mai 1963 zu einer Sitzung in der entschieden werden sollte, Friedrich H. Tenbruck auf die Berufungsliste für das zweite soziologische Ordinariat zu setzen. Anwesend waren bei dieser Sitzung der Dekan, Heinz Sauermann, Hans Achinger, Abraham, Walter Rüegg und mit beratender Stimme, Adorno.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
	Im Wintersemester 62/63 fanden an der WiSo - Fakultät offenbar eine Reihe von Vorträgen statt, die Hinweise auf Nomination für den zweiten Lehrstuhl für Soziologie geben sollten. Diese Vortagsreihen blieben ergebnislos und man bemächtigte im Februar 1963 Rüegg gemeinsam mit Adorno eine neue Vortagsreihe zu organisieren. In der Zwischenzeit war aber eine neue Situation entstanden. Tenbruck hatte zwei Rufe erhalten. Zum einem von der Louisiana State University und zum anderen von der Universität Erlangen. In dem Protokoll wird offensichtlich, dass die WISO - Fakultät ein großes Interesse hatte, Tenbruck, der zurzeit mit einer kommissarischen Vertretung an der Universität Frankfurt beauftragt war, an der Fakultät zu halten. Rüegg erinnerte daran, dass bereits bei den ersten Diskussionen für die Besetzung des Lehrstuhls Tenbruck vorgeschlagen wurde, und die Nominierung nur deshalb unterblieb, weil die Kommission Tenbrucks amerikanische Professur nicht anerkannte und sie das Gutachten von Theodor W. Adorno abwarten wollte. Mittlerweile hatte sich Tenbruck aber in Freiburg bei Arnold Bergstraesser mit dem Thema „Geschichte und Gesellschaft“ habilitiert und außergewöhnlich gute Gutachten von Helmut Schelsky, René König und Bergstraesser erhalten. Daher stellt Rüegg den Antrag, dass die beim Ministerium eingereichte Berufungsliste durch die Nominierung von Friedrich H. Tenbruck ergänzt wird.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
	Auch die persönliche Vorbehalte Adornos waren mittlerweile gegenstandslos. Im Vorfeld äußerte Adorno bedenken zu dem Buch „Jugend und Gesellschaft“ . In dieser Arbeit soll eine Theorie der modernen Jugend entworfen werden. Tenbruck wählte ein strukturelles Vorgehen, indem er die gegenwärtige Gesellschaft der vormodernen Gesellschaft der Vergangenheit entgegen stellte. Er formuliert allgemeine Aussage über Jugendliche in Industriegesellschaften. Adornos Kritik ständen äußerst positive Gutachten von Andreas Flitner gegenüber. Dieser erklärte, dass sich Tenbrucks menschliche und sachliche Qualitäten erst bei näherem Kontakt erkennen ließen. Zu den Bedenken Adornos, dass Tenbruck für eine Mitarbeit am Institut für Sozialwissenschaften vollkommen ungeeignet sei, wird geäußert, dass der neu berufene Ordinarius zuerst am Ausbau des Soziologischen Unterrichts an der Fakultät beitragen und dann, nach einer gründlichen Einarbeitung, Forschungsaufgaben außerhalb der Fakultät zur Verfügung stehen sollte. Adorno bestätigt daraufhin, dass seine persönlichen Vorbehalte gegenüber Tenbruck ausgelöscht wären, dass er aber trotzdem eine gemeinsame Arbeit am Institut für Sozialwissenschaften für äußerst unwahrscheinlich erachte. Er sei bisher der Überzeugung gewesen, dass sich die Besetzung des zweiten Ordinariats an die Bedingung knüpfte, den Lehrstuhlinhaber in die Geschäftführung des Instituts aufzunehmen. Aus diesem Grund wollte er weitere Nominierungen vorschlagen, die für diese Arbeit besser geeignet seien. Er schlug Ralf Dahrendorf und Ludwig von Friedeburg vor. Die Anwesenden dieser Sitzung erinnerten Adorno daran, dass Dahrendorf vor einigen Jahren schon einmal zu einem Vortrag eingeladen wurde und man mit Horkheimer zu der Übereinstimmung gekommen sei, dass Dahrendorf für eine Berufung nicht in Frage käme. Zu Ludwig von Friedeburg wurden die Vorbehalte geäußert, dass sein Spezialgebiet, nämlich die Methoden der empirischen Sozialforschung, im Lehrplan der WISO - Fakultät zum Gebiet der Statistik und empirischen Sozialforschung gehöre. Des Weiteren vertraten die Mitglieder der WISO - Fakultät die Auffassung, dass ihr Mitwirken am Institut für Sozialforschung nicht an den zweiten Lehrstuhl der Fakultät gebunden sei. An Adorno wurde die Frage gerichtet, warum Walter Rüegg für die Mitarbeit nicht in Betracht gezogen werde. Darauf erwiderte Adorno, dass Rüegg aus persönlichen und sachlichen Gründen am Institut sehr willkommen sei, dass er jedoch aufgrund seiner Orientierung nicht die gewünschte Ergänzung für die Bearbeitung empirischer Methodenfragen wäre. In der nun folgenden Diskussion kam man zu dem Schluss, dass dies erst nach einer gemeinsamen Zusammenarbeit beurteilt werden könne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Zum Ende der Besprechung wurde festgehalten, dass sich die Kommission einstimmig Rüeggs Antrag anschloss Tenbruck auf die Berufungsliste zu setzten. Adorno schloss sich nicht an. Jedoch war man sich einig, dass das Mitwirken der WISO - Fakultät nicht an den Lehrstuhlinhaber des zweiten soziologischen Ordinariats gebunden sei. Rüeggs Mitarbeit am Institut sollte verstärkt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akten der WISO Fakultät, Abt.150 Nr.294/295, Bl. 63/64/65, Archiv der J. W. Goethe-Universität, datiert vom 14. Juni 1963.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warum Adorno versuchte die Berufung von Friedrich H. Tenbruck zu verhindern==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adorno wehrte sich also stark gegen eine Berufung Tenbrucks. Sein Hauptargument lag darin, dass er Tenbruck für eine Kooperation mit dem Institut weder für interessiert, noch für geeignet hielt. Trotz den Einwänden Rüeggs, der nicht an Tenbrucks Kooperationsfähigkeit zweifelte und versicherte, dass dieser keine ablehnende Haltung gegenüber dem Institut verträte, ja sogar Horkheimer und Adorno sehr hoch schätzt, lässt dieser sich nicht zu einer Zustimmung bewegen. Wie jedoch allgemein bekannt ist kam es trotz seiner Einwände, anders als im Fall Golo Mann,  zu einer Berufung Tenbrucks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Sehr auffällig ist jedoch, dass Adorno versuchte in die Berufungspolitik der WiSo-Fakultät einzugreifen, obwohl er der Fakultät nicht angehörte. Er wurde als beratende Stimme zu der Kommissionssitzung hinzugezogen.  Seine Stimme war sehr dominant. Dies wird im Protokoll der Berufungssitzung sehr deutlich. Auch wenn alle anwesenden Mitglieder der Berufung von Tenbruck nichts entgegensetzten, wehrte er sich heftig und behielt seinen Standpunkt bei, der letzten Endes alleine darauf zu beruhen schien, dass er eine Zusammenarbeit am Institut für unmöglich hielt. &lt;br /&gt;
	Nun stellt sich die Frage, warum Adorno diese Zusammenarbeit für unmöglich hielt. Er kannte Tenbruck zwar aufgrund der Universitätsstudie aus den 50er Jahren, war aber trotzdem nicht besonders gut mit ihm bekannt. &lt;br /&gt;
	Auch trotz der außergewöhnlich positiven Gutachten, die Tenbruck von König und Schelsky erhielt, weigert er sich einer Nomination zuzustimmen. König und Schelsky waren zu diesem Zeitpunkt schon sehr anerkannte und renommierte Soziologen. Warum kannte Adorno diese Gutachten nicht an?&lt;br /&gt;
	Um dies nachvollziehen zu können, ist es wichtig die damalige Situation in Deutschland zu betrachten. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Soziologie langsam wieder konstituiert. Dies geschah an verschiedenen Orten und die verschiedenen Soziologen und Institute standen in starker Konkurrenz zueinander. Zudem wurde die Soziologie immer populärer und gewann rasch an Größe. Daher mussten auch mehr Professuren eingerichtet werden. René König war seit 1949 Professor für Soziologie in Köln. Er beschäftigte sich mit der empirischen Sozialforschung. Diese Art von Forschung war vollkommen gegensätzlich zu der sozialphilosophisch  gefärbten kritischen Theorie der Frankfurter Schule, wie sie von Adorno ausgeübt wurde. König wertete Daten aus und beschrieb sie, während das Ziel der Frankfurter Schule nicht die unkritische Auswertung von Daten war, sondern eher eine kritische Betrachtung. Ziel war es, durch das Hervorheben des Negativen auf die Missstände aufmerksam zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Auch Schelsky war ein direkter Konkurrent der Frankfurter Soziologie. Seit 1960 leitete er eine sozialwissenschaftliche Forschungsstelle in Münster. Auch das wissenschaftliche Programm dieses Institutes stand im Gegensatz zu dem soziologischen Programm des IFS. Bei Adornos Abneigung gegen Schelsky kam erschwerend hinzu, dass Schelsky eine nationalsozialistische Vergangenheit hatte. Dieser trat 1932 der SA bei und arbeitete seit 1933 beim nationalsozialistischen Studentenverbund mit. 1937 trat er der NSDAP bei . Schelsky leistete seine frühe wissenschaftliche Arbeit sozusagen unter dem NS-Regime. Man kann davon ausgehen, dass er nicht nur Mitläufer war, da er auch vom Nationalsozialismus profitierte. Demnach liegt die Vermutung nahe, dass seine zu diesem Zeitpunkt entstandenen Schriften auch nationalsozialistisch gefärbt sind. Aber wie schon erwähnt, hatte die Abneigung Adornos gegenüber Schelsky auch andere Gründe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Es gab also unterschiedliche Erkenntnisinteressen. Während andere Soziologen und Schelsky eine konservative Einstellung hatten, war die Frankfurter Schule marxistisch geprägt. Einer der vielen Streitpunkte zwischen den Wissenschaftlern, war immer wieder der Begriff der Werturteilsfreiheit, der zum ersten Mal bei Max Weber auftauchte. Werturteilsfreiheit ist eine Anforderung an den Wissenschaftler, seine eigenen Ideologien nicht in die Forschungsarbeit einfließen zu lassen. Als Wissenschaftler solle er jederzeit als neutraler Beobachter fungieren. Jedoch gehen alle Soziologen unterschiedlich mit dieser Maxime um. Während die Einen, in diesem Fall Schelsky und König, das Maxim der Werturteilsfreiheit für sehr wichtig hielten, ist es für das IFS absolut irrelevant. Die eher konservative Richtung, wie sie von König und Schelsky vertreten wird vertritt die Auffassung, dass ein Wissenschaftler, der von eigenen Ideologien geleitet wird, sich nicht mehr von einem Politiker unterscheiden lässt. Es wird demnach keine Forschung mehr betrieben, sondern Politik. Die Anhänger der Frankfurter Schule hatten den Standpunkt, dass die eigene Ansicht unbedingt in die Forschung eingebracht werden muss, da sie als Wissenschaftler sogar verpflichtet sind, diesen in der Öffentlichkeit zu vertreten. Die werturteilsfreie Haltung sei unter anderen mit daran schuld gewesen, dass das Dritte Reich entstehen konnte. Die Soziologie von Schelsky ist für Adorno unkritisch. Von daher betrachtet er ein positives Gutachten Schelskys über Tenbruck nicht als besonders positiv. Mit diesem Gutachten wurde Adorno nur bestätigt, dass Tenbruck ein unkritischer Soziologe ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Adorno schlägt für die Besetzung des Lehrstuhls Dahrendorf und Friedeburg vor. Die Besetzung des Lehrstuhls mit Ludwig von Friedeburg sei für das Institut für Sozialforschung äußerst positiv. Friedeburg, der sich bei Adorno habilitierte, war auch ein Vertreter der kritischen Theorie und war zu diesem Zeitpunkt schon für eine Professur an der Freien Universität Berlin berufen worden. An dieser Stelle wird deutlich, dass Adorno ein außergewöhnliches Interesse hatte Friedeburg nach Frankfurt zurück zu holen. Eigenartig ist, dass er als andere Möglichkeit für die Besetzung des Lehrstuhls Dahrendorf vorschlägt. Dahrendorf arbeitete bereits einmal für das IFS und war auch schon mal in der engeren Auswahl für eine Berufung. Jedoch war er auch damals schon kein Favorit Horkheimers und Adornos. Außerdem ist er ein Vertreter der von Adorno als unsoziologisch verurteilten Rollentheorie. Trotz dieser Vorbehalte, kann sich Adorno Dahrendorf eher als Kollegen vorstellen, als Tenbruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Einem weiteren möglichen Grund für den Versuch Adornos eine Berufung Tenbrucks zu verhindern, schildert Albrecht. In den 50ern arbeitete Tenbruck als persönlicher Assistent Horkheimers im Institut für Sozialforschung. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete man im Institut für Sozialforschung an einer Forschungsarbeit zu dem Thema Nationalsozialismus in Deutschland. Tenbruck fiel auf, dass der Großteil der Mitarbeiter im Institut, die an diesem Forschungsprojekt arbeiteten, eine eigene nationalsozialistische Vergangenheit hatten. Tenbruck kritisierte, dass die eigene Vergangenheit der Mitarbeiter bewertet und ausgewertet wurde. Er bekam den Eindruck, dass im Institut eine falsche Sozialforschung entstand und kritisierte dies offen.  Vermutlich spielen auch diese Probleme während der Arbeit an der Universitätsstudie für Adorno eine tragende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Demnach ist ein weiterer Grund für Adornos Vorbehalte gegenüber Tenbruck, wissenschaftliche Differenzen. Nach Albrecht, war es jedoch bekannt, dass Horkheimer und Tenbruck zu jeder Zeit ein positives Verhältnis hatten . Es liegt nahe zu vermuten, dass dieses Verhältnis menschlich sehr positiv war, jedoch lassen sich wissenschaftliche Differenzen nicht leugnen.&lt;br /&gt;
	Aus diesen Tatsachen und Interpretationen könnte man folgern, dass die Soziologie an der WISO- Fakultät und ihre Lehrenden, nicht Adornos Vorstellungen entsprachen. Durch seine Intervention in die Berufungspolitik der Fakultät drängt sich der Gedanke auf, dass er versuchte, Anhänger der Frankfurter Schule, wie zum Beispiel Ludwig von Friedeburg, in die WISO-Fakultät zu drängen, und diese somit gleichzuschalten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Beachtet man zusätzlich noch die Aussagen von Zeitzeugen fällt auf, dass beide Soziologen, Tenbruck sowie Adorno, sehr stark auf Menschen fixiert waren, die sie bewunderten. Gerade in einem Interview fielen Aussagen wie: “es war ja so, dass vor allem Adorno mehr als Horkheimer eigentlich immer nur mit Leuten auskamen die sie verehrten“. Zu Tenbruck sagte diese Person, dass dieser nur „Jünger und Feinde“  kannte. Außerdem scheinen beide Protagonisten in ihrer Soziologie ziemlich doktrinär gewesen zu sein. Die Auseinandersetzungen zwischen ihnen müssen sehr stark gewesen sein, denn es wurde sogar erwähnt, dass Tenbruck nach Tübingen gegangen sei, weil er nicht die gleiche Luft atmen konnte. Ein anderer Zeitzeuge erwähnte, dass Tenbruck Konfrontationen scheute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Zusammenfassend kann bemerkt werden, dass der wahre Grund der Antipathie zwischen Adorno und Tenbruck in ihrem unterschiedlichen Wissenschaftsverständnis lag. Jedoch ist es beachtenswert, dass Adorno sich so gegen eine Berufung Tenbrucks sträubte, da auch weitere Professoren an der Universität eine andere Auffassung von Soziologie hatten. An dieser Stelle soll aber nochmals hervorgehoben werden, dass die Unstimmigkeiten zwischen Beiden zum Großteil auf der doktrinären Art beider Wissenschaftler beruhten. Zudem stellt sich in weiteren Interviews heraus, dass Tenbruck, vorsichtig ausgedrückt, auch kein einfacher Mensch war. Auch ehemalige Kollegen an der WiSo-Fakultät betonten, dass die Zusammenarbeit oftmals sehr kompliziert war und es zu Streitigkeiten kam. Luckmann erwähnt in einem Interview , dass auch er Probleme mit Friedrich H. Tenbruck hatte. Es kam wohl dazu, dass sich Tenbruck, teilweise auch wegen persönlichen Gründen mit Berger, einem guten Freund Luckmanns, zerstritten hatte. Dieses Zerwürfnis färbte auf Luckmann ab und nach der Veröffentlichung eines gemeinsamen Buches mit Berger kam es zu weiteren Differenzen. Luckmann sieht den Grund der Differenzen in der Tatsache, dass Tenbruck in sich den Hauptentdecker des amerikanischen Pragmatismus sähe. Luckmann vermutet, dass Tenbruck Angst hatte, sein Monopol als amerikanischer Soziologieexperte zu verlieren. Jedoch hätten sich, Luckmann und Berger, schon bevor Tenbruck die Lehre Meads in Deutschland publik machte, mit demselbigen beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Es zeigt sich also, dass nicht nur das Wissenschaftsverständnis zwischen den Fakultäten und innerhalb der WISO-Fakultät zu Differenzen führte, sondern auch die Persönlichkeit der einzelnen Protagonisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Vortrag Clemens Albrecht: &amp;quot;Der Streit der Fakultäten: Die Linken gegen die Rechten – oder doch etwas mehr? Anmerkungen zur Soziologie in Frankfurt&amp;quot;, Frankfurt, 31.01.2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Transkript: Gespräch mit Walter Rüegg, Frankfurt, 4.01.2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Transkript: Gespräch mit Thomas Luckmann, Konstanz, 18. Februar 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Friedrich H. Tenbruck| Friedrich H. Tenbruck]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Das_Berufungsverfahren_von_Friedrich_H._Tenbruck&amp;diff=4253</id>
		<title>Das Berufungsverfahren von Friedrich H. Tenbruck</title>
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		<updated>2008-03-31T13:00:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: /* Zusammenfassung des Protokolls zur Sitzung der Berufungskommission Soziologie II am 29. Mai 1963 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Zusammenfassung des Protokolls zur Sitzung der Berufungskommission Soziologie II am 29. Mai 1963==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Besetzung des 2. Lehrstuhls für Soziologie an der WiSo - Fakultät kam es am 29. Mai 1963 zu einer Sitzung in der entschieden werden sollte, Friedrich H. Tenbruck auf die Berufungsliste für das zweite soziologische Ordinariat zu setzen. Anwesend waren bei dieser Sitzung der Dekan, Heinz Sauermann, Hans Achinger, Abraham, Walter Rüegg und mit beratender Stimme, Adorno.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
	Im Wintersemester 62/63 fanden an der WiSo - Fakultät offenbar eine Reihe von Vorträgen statt, die Hinweise auf Nomination für den zweiten Lehrstuhl für Soziologie geben sollten. Diese Vortagsreihen blieben ergebnislos und man bemächtigte im Februar 1963 Rüegg gemeinsam mit Adorno eine neue Vortagsreihe zu organisieren. In der Zwischenzeit war aber eine neue Situation entstanden. Tenbruck hatte zwei Rufe erhalten. Zum einem von der Louisiana State University und zum anderen von der Universität Erlangen. In dem Protokoll wird offensichtlich, dass die WISO - Fakultät ein großes Interesse hatte, Tenbruck, der zurzeit mit einer kommissarischen Vertretung an der Universität Frankfurt beauftragt war, an der Fakultät zu halten. Rüegg erinnerte daran, dass bereits bei den ersten Diskussionen für die Besetzung des Lehrstuhls Tenbruck vorgeschlagen wurde, und die Nominierung nur deshalb unterblieb, weil die Kommission Tenbrucks amerikanische Professur nicht anerkannte und sie das Gutachten von Theodor W. Adorno abwarten wollte. Mittlerweile hatte sich Tenbruck aber in Freiburg bei Arnold Bergstraesser mit dem Thema „Geschichte und Gesellschaft“ habilitiert und außergewöhnlich gute Gutachten von Helmut Schelsky, René König und Bergstraesser erhalten. Daher stellt Rüegg den Antrag, dass die beim Ministerium eingereichte Berufungsliste durch die Nominierung von Friedrich H. Tenbruck ergänzt wird.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
	Auch die persönliche Vorbehalte Adornos waren mittlerweile gegenstandslos. Im Vorfeld äußerte Adorno bedenken zu dem Buch „Jugend und Gesellschaft“ . In dieser Arbeit soll eine Theorie der modernen Jugend entworfen werden. Tenbruck wählte ein strukturelles Vorgehen, indem er die gegenwärtige Gesellschaft der vormodernen Gesellschaft der Vergangenheit entgegen stellte. Er formuliert allgemeine Aussage über Jugendliche in Industriegesellschaften. Adornos Kritik ständen äußerst positive Gutachten von Andreas Flitner gegenüber. Dieser erklärte, dass sich Tenbrucks menschliche und sachliche Qualitäten erst bei näherem Kontakt erkennen ließen. Zu den Bedenken Adornos, dass Tenbruck für eine Mitarbeit am Institut für Sozialwissenschaften vollkommen ungeeignet sei, wird geäußert, dass der neu berufene Ordinarius zuerst am Ausbau des Soziologischen Unterrichts an der Fakultät beitragen und dann, nach einer gründlichen Einarbeitung, Forschungsaufgaben außerhalb der Fakultät zur Verfügung stehen sollte. Adorno bestätigt daraufhin, dass seine persönlichen Vorbehalte gegenüber Tenbruck ausgelöscht wären, dass er aber trotzdem eine gemeinsame Arbeit am Institut für Sozialwissenschaften für äußerst unwahrscheinlich erachte. Er sei bisher der Überzeugung gewesen, dass sich die Besetzung des zweiten Ordinariats an die Bedingung knüpfte, den Lehrstuhlinhaber in die Geschäftführung des Instituts aufzunehmen. Aus diesem Grund wollte er weitere Nominierungen vorschlagen, die für diese Arbeit besser geeignet seien. Er schlug Ralf Dahrendorf und Ludwig von Friedeburg vor. Die Anwesenden dieser Sitzung erinnerten Adorno daran, dass Dahrendorf vor einigen Jahren schon einmal zu einem Vortrag eingeladen wurde und man mit Horkheimer zu der Übereinstimmung gekommen sei, dass Dahrendorf für eine Berufung nicht in Frage käme. Zu Ludwig von Friedeburg wurden die Vorbehalte geäußert, dass sein Spezialgebiet, nämlich die Methoden der empirischen Sozialforschung, im Lehrplan der WISO - Fakultät zum Gebiet der Statistik und empirischen Sozialforschung gehöre. Des Weiteren vertraten die Mitglieder der WISO - Fakultät die Auffassung, dass ihr Mitwirken am Institut für Sozialforschung nicht an den zweiten Lehrstuhl der Fakultät gebunden sei. An Adorno wurde die Frage gerichtet, warum Walter Rüegg für die Mitarbeit nicht in Betracht gezogen werde. Darauf erwiderte Adorno, dass Rüegg aus persönlichen und sachlichen Gründen am Institut sehr willkommen sei, dass er jedoch aufgrund seiner Orientierung nicht die gewünschte Ergänzung für die Bearbeitung empirischer Methodenfragen wäre. In der nun folgenden Diskussion kam man zu dem Schluss, dass dies erst nach einer gemeinsamen Zusammenarbeit beurteilt werden könne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Zum Ende der Besprechung wurde festgehalten, dass sich die Kommission einstimmig Rüeggs Antrag anschloss Tenbruck auf die Berufungsliste zu setzten. Adorno schloss sich nicht an. Jedoch war man sich einig, dass das Mitwirken der WISO - Fakultät nicht an den Lehrstuhlinhaber des zweiten soziologischen Ordinariats gebunden sei. Rüeggs Mitarbeit am Institut sollte verstärkt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akten der WISO Fakultät, Abt.150 Nr.294/295, Bl. 63/64/65, Archiv der J. W. Goethe-Universität, datiert vom 14. Juni 1963.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warum Adorno versuchte die Berufung von Friedrich H. Tenbruck zu verhindern==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie im vorherigen Absatz deutlich wird, wendete sich Adorno stark gegen eine Berufung Friedrich H. Tenbrucks. Sein Hauptargument lag darin, dass er Tenbruck für eine Kooperation mit dem Institut weder für interessiert, noch für geeignet hielt. Trotz den Einwänden Rüeggs, der nicht an Tenbrucks Kooperationsfähigkeit zweifelte und versicherte, dass Tenbruck keine ablehnende Haltung gegenüber dem Institut verträte, ja sogar Horkheimer und Adorno sehr hoch schätzt, lässt dieser sich nicht zu einer Zustimmung bewegen. Wie jedoch allgemein bekannt ist, kam es trotz seiner Einwände, anders als im Fall Golo Mann, dessen Fall später bearbeitet wird,  zu einer Berufung Tenbrucks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr auffällig ist jedoch, dass Adorno versuchte in die Berufungspolitik der WISO - Fakultät einzugreifen, obwohl er der Fakultät nicht angehörte. Er wurde als beratende Stimme zu der Kommissionssitzung hinzu geholt. Seine bratende Stimme ist sehr dominant. Dies wird im Protokoll der Berufungssitzung sehr deutlich. Auch wenn alle anwesenden Mitglieder der Berufung von Tenbruck nichts entgegensetzen, wehrt er sich heftig und behält seinen Standpunkt, der letzten Endes alleine darauf zu beruhen scheint, dass er eine Zusammenarbeit am Institut für unmöglich hielte. Jedoch scheint diese Zusammenarbeit nur von Seiten des Instituts unmöglich zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun stellt sich die Frage, warum Adorno diese Zusammenarbeit für unmöglich hielt. Er ist weder mit Tenbruck besonders gut bekannt und obwohl er in seinem Gutachten Bedenken zu Tenbrucks Wissenschaftsbegriff einräumte, konnten diese aber anscheinend entkräftet werden. &lt;br /&gt;
Adorno schlägt für die Besetzung des Lehrstuhls Ludwig von Friedeburg vor. Diese Besetzung wäre für das Institut für Sozialforschung äußerst positiv. Friedeburg, der sich bei Adorno habilitierte, war zu diesem Zeitpunkt schon für eine Professur an der Freien Universität Berlin berufen worden. An dieser Stelle wird deutlich, dass Adorno ein außergewöhnliches Interesse hatte Ludwig von Friedeburg nach Frankfurt zurück zu holen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einem weiteren möglichen Grund für den Versuch Adornos eine Berufung Tenbrucks zu verhindern, bringt Clemens Albrecht. In den 50ern arbeitete Tenbruck als persönlicher Assistent Horkheimers im Institut für Sozialforschung. Außerdem fungierte Tenbruck für Horkheimer als Verbindungsmann zu den Amerikanern. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete man im Institut für Sozialforschung an einer Forschungsarbeit zu dem Thema Nationalsozialismus in Deutschland. Tenbruck fiel auf, dass der Großteil der Mitarbeiter im Institut, die an diesem Forschungsprojekt arbeiteten, eine eigene nationalsozialistische Vergangenheit hatten. Tenbruck kritisierte, dass die eigene Vergangenheit der Mitarbeiter bewertet und ausgewertet wurde. Tenbruck bekam den Eindruck, dass im Institut eine falsche Sozialforschung entstand und kritisierte dies offen.  Also sind ein weiterer Grund für Adornos Vorbehalte gegenüber Tenbruck, wissenschaftliche Differenzen. Nach Clemens Albrecht, war es jedoch bekannt, dass Horkheimer und Tenbruck zu jeder Zeit ein positives Verhältnis hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Tatsachen und Interpretationen könnte man schlussfolgern, dass die WISO- Fakultät und ihre Lehrenden, Adorno ein Dorn im Auge waren. Durch seine Interventionen in die Berufungspolitik der Fakultät drängt sich der Gedanke auf, dass er versuchte, Anhänger der Frankfurter Schule, wie zum Beispiel Ludwig von Friedeburg, in die WISO-Fakultät zu drängen, und diese somit gleichzuschalten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtet man zusätzlich noch die Aussagen von Zeitzeugen, fällt auf, dass beide Soziologen, Tenbruck sowie Adorno, sehr stark auf Leute fixiert waren, die sie bewunderten. Gerade in einem Interview fielen Aussagen wie: “es war ja so, dass vor allem Adorno mehr als Horkheimer eigentlich immer nur mit Leuten auskamen die sie verehrten“. Zu Tenbruck sagte diese Person, dass dieser nur „Jünger und Feinde“  kannte. Außerdem scheinen beide Protagonisten in ihrer Soziologie ziemlich doktrinär gewesen zu sein. Die Auseinandersetzungen zwischen den beiden müssen sehr stark gewesen sein, denn es wurde sogar erwähnt, dass Tenbruck nach Tübingen gegangen sei, weil er nicht die gleiche Luft atmen konnte. Ein anderer Zeitzeuge erwähnte, dass Tenbruck Konfrontationen scheute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann bemerkt werden, dass der wahre Grund zwischen der Antipathie zwischen Adorno und Tenbruck in ihrem unterschiedlichen Wissenschaftsverständnis liegt. Jedoch ist es beachtenswert, dass Adorno sich so gegen eine Berufung Tenbrucks stark macht, da auch andere Professoren an der Universität eine andere Auffassung von Soziologie hatten. An dieser Stelle sollte aber nochmals hervorgehoben werden, dass die Unstimmigkeiten zwischen Beiden zum Großteil auf der doktrinären Art beider Wissenschaftler beruhen. Zudem stellt sich in weiteren Interviews heraus, dass Tenbruck, vorsichtig ausgedrückt, auch kein einfacher Mensch sei. Auch ehemalige Kollegen an der WISO-Fakultät betonen, dass die Zusammenarbeit oftmals sehr kompliziert war und dass es dort auch zu Streitigkeiten kam. Luckmann erwähnt in einem Interview , dass auch er Probleme mit Friedrich H. Tenbruck hatte. Es kam wohl dazu, dass sich Tenbruck, teilweise auch wegen persönlichen Gründen mit Berger, einem guten Freund Luckmanns, zerstritten hatte. Dieses Zerwürfnis färbte auf Luckmann ab und nach der Veröffentlichung eines gemeinsamen Buches mit Berger kam es zu weiteren Differenzen. Luckmann sieht den Grund der Differenzen in der Tatsache, dass Tenbruck in sich den Hauptentdecker des amerikanischen Pragmatismus sähe. Luckmann vermutet, dass Tenbruck Angst hatte, sein Monopol als amerikanischer Soziologieexperte zu verlieren. Jedoch hätten sich, Luckmann und Berger, schon bevor Tenbruck die Lehre Meads in Deutschland publik machte, mit demselben beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich also, dass nicht nur das Wissenschaftsverständnis zwischen den Fakultäten und innerhalb der WISO-Fakultät zu Differenzen führte, sondern auch die Persönlichkeit der einzelnen Protagonisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Vortrag Clemens Albrecht: &amp;quot;Der Streit der Fakultäten: Die Linken gegen die Rechten – oder doch etwas mehr? Anmerkungen zur Soziologie in Frankfurt&amp;quot;, Frankfurt, 31.01.2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Transkript: Gespräch mit Walter Rüegg, Frankfurt, 4.01.2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Transkript: Gespräch mit Thomas Luckmann, Konstanz, 18. Februar 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Friedrich H. Tenbruck| Friedrich H. Tenbruck]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Die_Universit%C3%A4tsstudie_in_den_50er_Jahren_%E2%80%93_Erste_Zusammenarbeit_Tenbrucks_mit_dem_Institut_f%C3%BCr_Sozialforschung&amp;diff=4252</id>
		<title>Die Universitätsstudie in den 50er Jahren – Erste Zusammenarbeit Tenbrucks mit dem Institut für Sozialforschung</title>
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		<updated>2008-03-31T12:59:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Zusammenhang mit einer Universitätsstudie des Instituts für Sozialforschung arbeitete Tenbruck in den 50ern erstmals mit dem Institut zusammen. Außerdem war er zu diesem Zeitpunkt Horkheimers Assistent. Dies zeigt, dass die Assistenten nicht unbedingt der gleichen Soziologischen Schule angehören mussten wie ihre Professoren. Eine andere Einstellung des Mittelbaus wurde anscheinend eher respektiert als bei einem Professor. Aber auch hier gibt es eine Unregelmäßigkeit in Tenbrucks Karriere. Es ist üblich, dass man sich bei dem Professor habilitiert, bei dem man seine Assistenzzeit absolviert hat. Tenbruck habilitierte sich aber nicht bei Horkheimer, sondern bei Bergstraesser in Freiburg. Auch hier wird die Diskrepanz zwischen den wissenschaftlichen Ansichten des IFS und Tenbrucks deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Friedrich Heinrich Wilhelm Tenbruck wurde am 22. September 1919 in Essen geboren. Nach dem Abitur studierte er Philosophie, Geschichte und Germanistik an den Universitäten Freiburg, Berlin, Greifswald, Köln und Marburg. 1944 erhielt Tenbruck sein Diplom. In der Zeit von 1943 bis 1945 diente er als Soldat der deutschen Wehrmacht. Er war aber ein Gegner des Nationalsozialismus und gehörte der Bündischen Jugend an. Nach dem Krieg arbeitete er bis 1949 als wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität Marburg. 1950 bis 1951 studierte er die Sozialwissenschaften an der Universität von Virginia. 1953 bis 1956 arbeitete er an dem Institut für Sozialforschung in Frankfurt. Von 1953 bis 1956 war er am George-Washington-Institut für vergleichende Sozialwissenschaften in Stuttgart tätig. 1957 erhielt Tenbruck einen Ruf der Hobart and William Smith Colleges in Geneva. Dort hielt er hauptsächlich Vorlesungen über theoretische Soziologie, Familiensoziolgie und die Methoden der Sozialforschung. 1960 ließ er sich zu Forschungszwecken beurlauben. Er erhielt einen Lehrauftrag der Philosophischen Fakultät Freiburg und ein Forschungsstipendium der deutschen Forschungsgemeinschaft. 1963 erhielt er einen Ruf an die Universität Frankfurt. Doch schon 1967 wechselte er an die Universität Tübingen. Dort lebte er bis zu seinem Tode im Jahr 1994.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Im Zusammenhang mit der Hochschulstudie sollten eine Studentenbefragung, eine Befragung von Experten aus der Wirtschaft und eine Befragung von Universitätsprofessoren durchgeführt werden. Die Mitarbeiter des Instituts leiteten dabei aber nur die Befragung der Studenten. Die Befragung der Professoren sollten von Tenbruck und Hans Anger betrieben werden. Die Auswertung ging nur langsam voran, zumal Tenbruck und Anger 1953 nach Stuttgart an das George–Washington–Institut für vergleichende Sozialwissenschaften gegangen waren. Während die Ergebnisse der anderen Befragungen bereits 1956 zur Veröffentlichung vorlagen, wurde der Teil von Tenbruck und Anger erst 1960 veröffentlicht .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Diese zeitliche Verschiebung lag an den Problemen der deutschen Soziologie sich in den 50er Jahre sich zu konstituieren. Die Konkurrenz war innerhalb der Soziologie sehr groß. So kam es, dass mit die Ursache für die Verzögerungen, die Frage nach der Rolle Tenbrucks und Angers im Hochschulprojekt war. Aufgrund der Tatsache, dass Tenbruck und Anger einen Großteil der Studien am George–Washington–Institut für vergleichende Sozialwissenschaften durchführten, welches zu diesem Zeitpunkt unter der Leitung von Eduard Baumgarten stand, erhob dieser einen Anspruch darauf, dass die vollendete Arbeit als eine Kooperation beider Institute veröffentlicht werden sollte. Dies jedoch wollten die Frankfurter Soziologen nicht, da Anger und Tenbruck als Privatdozenten an der Studie teilgenommen hatten und somit das Stuttgarter Institut nichts mit der Studie zu tun hätte. Außerdem war das IFS verantwortlich für die Studie, da dieses von verschiedenen Geldgebern gesponsert wurde. Dem George-Washington-Institut einen Teil der Studie zuzuschreiben, hätte dieses auf- und das IFS abgewertet. Nach langen Disputen kam es dazu, dass das IFS die Hochschulbefragung dem George – Washington – Institut überließ. Somit konnte diese Studie als gescheitert betrachtet werden. Trotzdem hoffte das IFS weiterhin Teile der Studie zu integrieren. Baumgarten hielt dies für unmöglich, da es an Zusammenarbeit mangelte. Darauf antwortete Adorno in einem Brief: „ denn der von Ihnen beanstandete Mangel an Zusammenarbeit ist ja nicht auf uns zurückzuführen, sondern auf die Entschlossenheit Ihrer Gruppe, die Professoren Befragung in eigene Regie zu nehmen. Ohne dass ich im Augenblick das Vergangene aufrühren möchte, darf ich Sie jedenfalls daran erinnern, dass die Lage, die Sie hergestellt haben, unendlich weit entfernt ist von der Intention, über die wir uns damals so leicht verständigten, als Sie mich zum ersten Mal besuchten und darum baten, dass die Arbeit der beiden Herren Tenbruck und Anger, die hier nicht zum Ende gekommen war, bei Ihnen abgeschlossen werden könne.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Dieser Vorfall könnte auch mit ein Grund für das schlechte Verhältnis zwischen Tenbruck und Adorno sein. Das Verhältnis zwischen Tenbruck und Horkheimer schien nicht weiter gestört. Horkheimer schrieb auch nach den Konflikten mit dem George-Washington-Institut Tenbruck mehrere gute Zeugnisse, die es ihm ermöglichten, eine Stelle in den USA zu erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adorno an Baumgarten, 28.03.1957, IfSA, Ordner A7,0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alex Demirovic: Der nonkonformistische Intellektuelle – Die Entwicklung der kritischen Theorie zur Frankfurter Schule, Frankfurt 1999, S.209 ff.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Die_R%C3%BCckkehr_nach_der_Emigration_-_Das_IFS_kehrt_nach_Frankfurt_zur%C3%BCck&amp;diff=4251</id>
		<title>Die Rückkehr nach der Emigration - Das IFS kehrt nach Frankfurt zurück</title>
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		<updated>2008-03-31T12:57:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Heinz Sauermann, der an der WiSo-Fakultät lehrte und 1946 an der Wiedereröffnung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie beteiligt war, schrieb am 16.10.1946 an Felix Weil: „ Angesichts der Bedeutung, die die Gesellschaft und das Institut für Sozialforschung im Rahmen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät eingenommen hat und angesichts der Aufgaben, die der sozialwissenschaftlichen Forschung in Deutschland gestellt sind, würden wir es begrüßen, wenn die Möglichkeit zur Rückkehr Ihrer Gesellschaft bestünde.“   Einen Tag später, am 17.10.1946, schrieb der Rektor der Universität persönlich einen Brief an Felix Weil und Friedrich Pollock, in dem er um die Rückkehr des Instituts bat . Auffällig ist, dass weder Sauermann, noch der Rektor der Universität, einen Brief direkt an Horkheimer adressierten. Schließlich war er zur Zeit der Emigration Direktor des Instituts. Trotzdem beantwortete Horkheimer persönlich die Anfrage Sauermanns und des Direktors. Es bedankte sich für die Einladung und betonte, dass eine Rückkehr nach Deutschland auf keinen Fall ein leichter Entschluss wäre. Er fragte auch, welche Bedingungen an eine Rückkehr gebunden wären. Besonders interessierte ihn, welche Erwartungen die Universität bezüglich der Lehrtätigkeit der Mitglieder des IFS hatte. Zudem erkundigte er sich noch nach der Gesamtsituation an der Universität nach dem zweiten Weltkrieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Wie soeben dargelegt, spielte die WiSo-Fakultät, eine entscheidende Rolle in der Geschichte der Rückkehr des IFS. Gerade diese machte sich für das IFS stark, auch wenn es in der Vergangenheit zu einigen Differenzen kam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	1948 reiste Horkheimer nach Frankfurt um sich mit der gegenwärtigen Lage in Deutschland vertraut zu machen und um abzuwägen, ob er für eine Rückkehr des IFS plädieren sollte. Aber auch in Deutschland blieb er vorerst unschlüssig. In einem Brief an seine Frau schreibt er: „Die Fakultät, an deren Sitzung ich gestern teilgenommen habe, ist überfreundlich und erregt Brechreiz“ . Seine Unsicherheit bezüglich einer Rückkehr nach Deutschland sollte vorerst weiter bestehen bleiben. Bis zur endgültigen Rückkehr 1950 wankte Horkheimers Entschluss immer wieder. Erst mit der Aussicht seinen alten Lehrstuhl wieder zu erhalten und mit der Perspektive, dass Adorno den Lehrstuhl von Hans Georg Gadamer erhält, wurde seine Stimmung etwas positiver. Zusammen mit Adorno sah er die Chance in Deutschland eine eigene Theorie weiter zu entwickeln. Somit fällt 1950 die Entscheidung zur tatsächlichen Rückkehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dekan Heinz Sauermann an Felix Weil, 16.10.1946, MHA VI 20.167.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rektor der Universität Frankfurt am Main an Felix Weil und Friedrich Pollock, 17.10.1946, in: HGS 17, S.765.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horkheimer an Maidon Horkheimer, 13. 06.1948, in: HGS 17, S.984.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Notizen zu der Rückkehr]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Entstehung_des_Streits_zwischen_den_Fakult%C3%A4ten_in_den_30er_Jahren&amp;diff=4250</id>
		<title>Entstehung des Streits zwischen den Fakultäten in den 30er Jahren</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Entstehung_des_Streits_zwischen_den_Fakult%C3%A4ten_in_den_30er_Jahren&amp;diff=4250"/>
		<updated>2008-03-31T12:56:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: /* Quelle */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Institut für Sozialforschung wurde am 22. Juni 1924 von Felix Weil in Frankfurt gegründet. Direktor des Instituts wurde zunächst Carl Grünberg, der 1928 einen Schlaganfall erlitt und arbeitsunfähig wurde. Nun musste ein neuer Institutsdirektor gefunden werden. 1930 fiel die Entscheidung, dass nur Horkheimer in Frage käme, da dieser bereits habilitiert und aufgrund seiner Persönlichkeit und Fähigkeiten in der Lage war das Institut zu leiten. &lt;br /&gt;
	Max Horkheimer wurde 1895 als Sohn eines jüdischen Fabrikanten geboren. Zunächst begann er im elterlichen Betrieb eine Lehre und wurde zu Beginn des ersten Weltkrieges Juniorchef im Unternehmen seines Vaters. 1919 holte er mit seinem Jugendfreund, Friedrich Pollock, das Abitur nach und begann zunächst in München Psychologie, Philosophie und Nationalökonomie zu studieren. Doch schon nach einen Semester zog es ihn nach Frankfurt, wo er sich zusammen mit Pollock ein Haus kaufte. Einer seiner wichtigsten Lehrer war der Philosoph Hans Cornelius, bei dem sich Horkheimer auch im Jahr 1925 mit einer Arbeit über „Kants Kritik der Urteilskraft als Bindeglied zwischen theoretischer und praktischer Philosophie“ habilitierte&lt;br /&gt;
	In dem Moment, als Horkheimer den Direktorenposten des Instituts übernahm, stellte sich die Frage, an welcher Fakultät der Lehrstuhl Horkheimers platziert werden sollte. Hierzu finden sich in der Literatur verschiedene Darstellungen. Diese beschreiben zwar die gleiche Situation, jedoch wird diese aus verschiedenen Perspektiven dargestellt. Vergleicht man zum Beispiel die Darstellungen von Clemens Albrecht mit denen von Rolf Wiggershaus , fallen sofort Unterschiede auf. Diese sollen im Folgenden kurz thematisiert werden.&lt;br /&gt;
	Grünbergs Lehrstuhl war an der WiSo-Fakultät beheimatet. Horkheimer hatte wohl das Interesse, dass sein Lehrstuhl an dieser Fakultät platziert wurde. Zudem wünschte er sich für sein Ordinariat die Bezeichnung Soziologie und Philosophie. Die Mitglieder der WiSo-Fakultät wehrten sich gegen die Berufung Horkheimers an ihre Fakultät mit der Begründung, dass Horkheimer in Philosophie habilitiert wäre und sich die Soziologie nur aneignen wollte, obwohl er „ von Soziologie eigentlich überhaupt keine Ahnung hat“ . Gerade Karl Mannheim wehrte sich stark gegen eine Platzierung Horkheimers Lehrstuhls an der WiSo-Fakultät. Also wurde Horkheimers Lehrstuhl an der Philosophischen Fakultät mit dem Titel Sozialphilosophie eingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Darstellung findet sich von Wiggershaus.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	„ Nachdem die Gesellschaft für Sozialforschung und die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät sich nicht auf einen für beide Seiten akzeptablen Nachfolger Grünbergs auf dem mit dem Zeitpunkt der Emeritierung freigewordenen Lehrstuhls hatten einigen können, den die Gesellschaft für Sozialforschung dann auch als Nachfolger Grünbergs in der Leitung des Instituts akzeptiert hätte, war man zu folgendem Kompromiss gelangt: die Gesellschaft für Sozialforschung finanzierte der WiSo-Fakultät den mit einem ihr genehmen Kandidaten besetzten Grünberg-Lehrstuhl weiter, bis eines der  übrigen Ordinariate der Fakultät frei wurde. (…..) Der philosophischen Fakultät wurde ein neuer, mit der Institutsleitung verbundener Lehrstuhl gestiftet, auf den Ende Juli 1930 Horkheimer berufen wurde. (…..) Allerdings hatte die Philosophische Fakultät darauf bestanden, dass der Lehrstuhl nicht als einer für Philosophie und Soziologie, sondern bescheidener als einer für Sozialphilosophie eingerichtet wurde.“ &lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
	In diesem Vergleich wird die Problematik deutlich. Es ist schwer die Wahrheit zu finden, da alle Protokolle und Berichte aus der Perspektive eines bestimmten Betrachters dargestellt werden. Dies bedeutet, dass alle Berichte subjektiv beeinflusst sind.  In den folgenden Abschnitten sollen immer wieder die Aussagen beider Seiten miteinander verglichen werden. &lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
	In diesem Konflikt sieht Albrecht den Ursprung für den Streit der Fakultäten. Auffällig ist, dass es hier zum ersten Mal zu Interventionen in der Berufungspolitik der Universität kam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Dies ist also der Ursprung des Streits. Jedoch kam es bald darauf, aufgrund des dritten Reiches, zur Emigration vieler Professoren. Am 30. Januar 1933 wurde Hitler zum Reichspräsidenten ernannt. Noch am selben Tag wurden Horkheimers und Pollocks Haus von einer Sturmtruppe der SA besetzt. Schon bald darauf flohen die meisten Mitglieder des IFS in die Schweiz, hielten anfangs aber weiterhin ihre Seminare an der Universität. Der letzte Mitarbeiter des IFS, Leo Löwenthal, verließ am 2. März 1933 Frankfurt und floh in die Schweiz. Knapp darauf, am 13. März, kam es zu einer Durchsuchung der Geschäftsstelle des Instituts durch die Polizei. Die Räume wurden daraufhin einem nationalsozialistischen Studentenbund zur Verfügung gestellt. Nur kurze Zeit später kam es zur Entlassung aller jüdischen Professoren. Obwohl die Emigranten in Genf eine neue Geschäftstelle des Instituts gründeten und auch noch einen Sitz in Paris errichteten, blieb die Lage weiter angespannt. Zum einem machte den Emigranten die Nähe zum nationalsozialistischen Deutschland und zum faschistischen Italien Sorgen. Zum Anderen war die Schweiz gegenüber den Emigranten sehr reserviert. Nur Horkheimer erhielt eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung. Außerdem kam man übereinstimmend zu der Erkenntnis, dass der Faschismus in Europa auf dem Vormarsch war und die Flüchtlinge entschlossen sich zu einem Umzug in die USA. Horkheimer ging Anfang 1934 als erstes nach New York, doch schon im August des gleichen Jahres war das Team wieder vollständig. Auch Fromm, Pollock und Löwenthal trafen in New York ein. Sie gründeten in New York das Institute of Social Research an der Columbia University. Adorno kam erst 1938 nach New York. Vorher war er in Oxford, wo er sich auch habilitierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Vortrag Clemens Albrecht: &amp;quot;Der Streit der Fakultäten: Die Linken gegen die Rechten – oder doch etwas mehr? Anmerkungen zur Soziologie in Frankfurt&amp;quot;, Frankfurt am Main, 31. Januar 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rolf Wiggershaus: Die Frankfurter Schule – Geschichte – theoretische Entwicklung – politische Bedeutung, München 1988.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Entstehung_des_Streits_zwischen_den_Fakult%C3%A4ten_in_den_30er_Jahren&amp;diff=4249</id>
		<title>Entstehung des Streits zwischen den Fakultäten in den 30er Jahren</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Entstehung_des_Streits_zwischen_den_Fakult%C3%A4ten_in_den_30er_Jahren&amp;diff=4249"/>
		<updated>2008-03-31T12:55:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Institut für Sozialforschung wurde am 22. Juni 1924 von Felix Weil in Frankfurt gegründet. Direktor des Instituts wurde zunächst Carl Grünberg, der 1928 einen Schlaganfall erlitt und arbeitsunfähig wurde. Nun musste ein neuer Institutsdirektor gefunden werden. 1930 fiel die Entscheidung, dass nur Horkheimer in Frage käme, da dieser bereits habilitiert und aufgrund seiner Persönlichkeit und Fähigkeiten in der Lage war das Institut zu leiten. &lt;br /&gt;
	Max Horkheimer wurde 1895 als Sohn eines jüdischen Fabrikanten geboren. Zunächst begann er im elterlichen Betrieb eine Lehre und wurde zu Beginn des ersten Weltkrieges Juniorchef im Unternehmen seines Vaters. 1919 holte er mit seinem Jugendfreund, Friedrich Pollock, das Abitur nach und begann zunächst in München Psychologie, Philosophie und Nationalökonomie zu studieren. Doch schon nach einen Semester zog es ihn nach Frankfurt, wo er sich zusammen mit Pollock ein Haus kaufte. Einer seiner wichtigsten Lehrer war der Philosoph Hans Cornelius, bei dem sich Horkheimer auch im Jahr 1925 mit einer Arbeit über „Kants Kritik der Urteilskraft als Bindeglied zwischen theoretischer und praktischer Philosophie“ habilitierte&lt;br /&gt;
	In dem Moment, als Horkheimer den Direktorenposten des Instituts übernahm, stellte sich die Frage, an welcher Fakultät der Lehrstuhl Horkheimers platziert werden sollte. Hierzu finden sich in der Literatur verschiedene Darstellungen. Diese beschreiben zwar die gleiche Situation, jedoch wird diese aus verschiedenen Perspektiven dargestellt. Vergleicht man zum Beispiel die Darstellungen von Clemens Albrecht mit denen von Rolf Wiggershaus , fallen sofort Unterschiede auf. Diese sollen im Folgenden kurz thematisiert werden.&lt;br /&gt;
	Grünbergs Lehrstuhl war an der WiSo-Fakultät beheimatet. Horkheimer hatte wohl das Interesse, dass sein Lehrstuhl an dieser Fakultät platziert wurde. Zudem wünschte er sich für sein Ordinariat die Bezeichnung Soziologie und Philosophie. Die Mitglieder der WiSo-Fakultät wehrten sich gegen die Berufung Horkheimers an ihre Fakultät mit der Begründung, dass Horkheimer in Philosophie habilitiert wäre und sich die Soziologie nur aneignen wollte, obwohl er „ von Soziologie eigentlich überhaupt keine Ahnung hat“ . Gerade Karl Mannheim wehrte sich stark gegen eine Platzierung Horkheimers Lehrstuhls an der WiSo-Fakultät. Also wurde Horkheimers Lehrstuhl an der Philosophischen Fakultät mit dem Titel Sozialphilosophie eingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Darstellung findet sich von Wiggershaus.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	„ Nachdem die Gesellschaft für Sozialforschung und die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät sich nicht auf einen für beide Seiten akzeptablen Nachfolger Grünbergs auf dem mit dem Zeitpunkt der Emeritierung freigewordenen Lehrstuhls hatten einigen können, den die Gesellschaft für Sozialforschung dann auch als Nachfolger Grünbergs in der Leitung des Instituts akzeptiert hätte, war man zu folgendem Kompromiss gelangt: die Gesellschaft für Sozialforschung finanzierte der WiSo-Fakultät den mit einem ihr genehmen Kandidaten besetzten Grünberg-Lehrstuhl weiter, bis eines der  übrigen Ordinariate der Fakultät frei wurde. (…..) Der philosophischen Fakultät wurde ein neuer, mit der Institutsleitung verbundener Lehrstuhl gestiftet, auf den Ende Juli 1930 Horkheimer berufen wurde. (…..) Allerdings hatte die Philosophische Fakultät darauf bestanden, dass der Lehrstuhl nicht als einer für Philosophie und Soziologie, sondern bescheidener als einer für Sozialphilosophie eingerichtet wurde.“ &lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
	In diesem Vergleich wird die Problematik deutlich. Es ist schwer die Wahrheit zu finden, da alle Protokolle und Berichte aus der Perspektive eines bestimmten Betrachters dargestellt werden. Dies bedeutet, dass alle Berichte subjektiv beeinflusst sind.  In den folgenden Abschnitten sollen immer wieder die Aussagen beider Seiten miteinander verglichen werden. &lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
	In diesem Konflikt sieht Albrecht den Ursprung für den Streit der Fakultäten. Auffällig ist, dass es hier zum ersten Mal zu Interventionen in der Berufungspolitik der Universität kam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Dies ist also der Ursprung des Streits. Jedoch kam es bald darauf, aufgrund des dritten Reiches, zur Emigration vieler Professoren. Am 30. Januar 1933 wurde Hitler zum Reichspräsidenten ernannt. Noch am selben Tag wurden Horkheimers und Pollocks Haus von einer Sturmtruppe der SA besetzt. Schon bald darauf flohen die meisten Mitglieder des IFS in die Schweiz, hielten anfangs aber weiterhin ihre Seminare an der Universität. Der letzte Mitarbeiter des IFS, Leo Löwenthal, verließ am 2. März 1933 Frankfurt und floh in die Schweiz. Knapp darauf, am 13. März, kam es zu einer Durchsuchung der Geschäftsstelle des Instituts durch die Polizei. Die Räume wurden daraufhin einem nationalsozialistischen Studentenbund zur Verfügung gestellt. Nur kurze Zeit später kam es zur Entlassung aller jüdischen Professoren. Obwohl die Emigranten in Genf eine neue Geschäftstelle des Instituts gründeten und auch noch einen Sitz in Paris errichteten, blieb die Lage weiter angespannt. Zum einem machte den Emigranten die Nähe zum nationalsozialistischen Deutschland und zum faschistischen Italien Sorgen. Zum Anderen war die Schweiz gegenüber den Emigranten sehr reserviert. Nur Horkheimer erhielt eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung. Außerdem kam man übereinstimmend zu der Erkenntnis, dass der Faschismus in Europa auf dem Vormarsch war und die Flüchtlinge entschlossen sich zu einem Umzug in die USA. Horkheimer ging Anfang 1934 als erstes nach New York, doch schon im August des gleichen Jahres war das Team wieder vollständig. Auch Fromm, Pollock und Löwenthal trafen in New York ein. Sie gründeten in New York das Institute of Social Research an der Columbia University. Adorno kam erst 1938 nach New York. Vorher war er in Oxford, wo er sich auch habilitierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Vortrag Clemens Albrecht: &amp;quot;Der Streit der Fakultäten: Die Linken gegen die Rechten – oder doch etwas mehr? Anmerkungen zur Soziologie in Frankfurt&amp;quot;, Frankfurt am Main, 31. Januar 2008.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
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		<title>Der Fakultätenstreit</title>
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		<updated>2008-03-31T12:54:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: /* Fragestellung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Fragestellung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Frankfurt und insbesondere die Soziologie an dieser Universität, wird meist mit der „Frankfurter Schule“, dem Institut für Sozialforschung und den Protagonisten [[Theodor W. Adorno]], [[Max Horkheimer]] und [[Jürgen Habermas]] verbunden. Diese Schule sorgte in der 50ern und 60ern für Furore und war auch in den Medien sehr präsent. Gerade Adorno war stark in der Öffentlichkeit vertreten. Er hatte mehrere Beiträge im Radio und war auch Redner bei diversen öffentlichen Veranstaltungen. Insgesamt waren alle Vertreter der Frankfurter Schule, zusätzlich zu ihrer Forschung, politisch sehr engagiert. Ludwig von Friedeburg, ein Schüler Adornos, war von 1969 bis 1974 hessischer Kultusminister und brachte die Theorien der kritischen Forschung direkt in die Politik ein. Auch Habermas war in dieser Hinsicht engagiert. Bereits in den 50er Jahren forderte er demokratische Reformen an den Hochschulen. &lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
	Jedoch wurde nicht nur an der Philosophischen Fakultät Soziologie, sondern auch an der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften die Lehre der Gesellschaft erforscht und gelehrt.  Während die Soziologen der Philosophischen Fakultät in den 50ern und 60ern im Blickpunkt des allgemeinen Interesses standen, wurde an der WiSo-Fakultät eine ganz andere Soziologie, unter anderem von [[Walter Rüegg]], [[Friedrich H. Tenbruck]] und [[Thomas Luckmann]] gelehrt. Es gab zwar einige Projekte an denen beide Fakultäten arbeiteten und auch im IFS kamen die Soziologen beider Fakultäten öfters zusammen, aber im Laufe unserer Forschungsarbeit stellte sich heraus, dass es zwischen den Fakultäten immer wieder Probleme und Konflikte gab. Zum Einem gab es sehr starke wissenschaftstheoretische Differenzen, welche zum Großteil dem verschiedenen Wissenschaftsverständnis zuzuschreiben waren. Während die Soziologen an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät als neutrale Beobachter versuchten die Soziale Welt zu analysieren, engagierten sich die Anhänger des IFS stark politisch und prägten die soziale Welt aktiv mit.&lt;br /&gt;
	Zum anderem kam es zu Differenzen in der Berufungspolitik. In dieser Arbeit sollen zwei Interventionen der Philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO-Fakultät, am Beispiel der Fälle Friedrich H. Tenbruck und Golo Mann, dargestellt werden. Ziel ist es herauszufinden, aus welchem Grund solche Eingriffe in die Berufungspolitik anderer Fakultäten stattfanden. Außerdem soll das Verhältnis beider Fakultäten sowie das verschiedene wissenschaftliche Verständnis zueinander dargestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Ein weiterer wichtiger Punkt, der für diese Arbeit geklärt werden soll, ist, wie es eigentlich speziell in Frankfurt dazu kam, dass die Soziologie an zwei Fakultäten beheimatet war. Um dies darzustellen muss man in die 30er Jahre zurückgehen. In dieser Zeit sieht Albrecht  die Grundlage für den Streit zwischen den Fakultäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Entstehung des Streits zwischen den Fakultäten in den 30er Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Rückkehr nach der Emigration - Das IFS kehrt nach Frankfurt zurück]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Universitätsstudie in den 50er Jahren – Erste Zusammenarbeit Tenbrucks mit dem Institut für Sozialforschung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Intervenierungen der Philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO-Fakultät]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Résumé]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem interessant für die Fragestellung .....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Biographie von Thomas Luckmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Biographie Friedrich H. Tenbruck]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Luckmanns Lehrveranstaltungen an der Universität Frankfurt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
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		<title>Entstehung des Streits zwischen den Fakultäten in den 30er Jahren</title>
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		<updated>2008-03-31T12:42:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: Änderung 4246 von Eva.frankenthal (Diskussion) wurde rückgängig gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;1928 bekam der Leiter des Instituts für Sozialforschung, Grünberg, einen Schlaganfall und wurde arbeitsunfähig. Nun musste ein neuer Institutsdirektor gefunden werden. Es kam jedoch nur Max Horkheimer in Frage, da dieser bereits habilitiert war und aufgrund seiner Persönlichkeit und Fähigkeiten, in der Lage war das Institut zu leiten. In dem Moment, als Horkheimer den Direktorenposten des Instituts übernahm, stellte sich die Frage, an welcher Fakultät der Lehrstuhl Horkheimers platziert werden sollte. Grünbergs Lehrstuhl war an der Wiso-Fakultät , da aber Horkheimer in Philosophie habilitiert hatte, war dies nicht möglich. Horkheimer wünschte sich für seinen Lehrstuhl die Bezeichnung Soziologie und Philosophie. Nun kam es aber, dass genau zu dieser Zeit Karl Mannheim an die Universität Frankfurt berufen wurde. Dieser, dessen Lehrstuhl an der Wiso-Fakultät war, wehrte sich mit anderen Mitgliedern der Fakultät dagegen, dass Horkheimers Lehrstuhl an der Fakultät platziert wurde mit dem Argument, dass Horkheimer sich die Soziologie aneignen wolle, obwohl er von dieser überhaupt keine Ahnung habe. Also wurde Horkheimers Lehrstuhl an der Philosophischen Fakultät eingerichtet. In diesem Konflikt sieht Albrecht den Ursprung für den Streit der Fakultäten. Auffällig ist außerdem, dass es hier zum ersten Mal zu Intervenierungen in der Berufungspolitik der Universität kam. &lt;br /&gt;
Außerdem wird wieder der Streit um die Frage deutlich, aus welchem Fach die Soziologie entstand. Auch diese Frage prägte den Streit der Fakultäten. Die an der Wiso-Fakultät beheimateten Soziologen vertraten die Ansicht, dass die Soziologie aus der Nationalökonomie entstand. An der Philosophischen Fakultät sah man den Ursprung durch Simmel in der Philosophie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist also der Ursprung des Streits. Jedoch kam es bald darauf, aufgrund des dritten Reiches, zur Emigration vieler Professoren. Wie sich der Konflikt weiter entwickelte, zeigt sich nach der Rückkehr Adornos und Horkheimers aus den USA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Vortrag Clemens Albrecht: &amp;quot;Der Streit der Fakultäten: Die Linken gegen die Rechten – oder doch etwas mehr? Anmerkungen zur Soziologie in Frankfurt&amp;quot;, Frankfurt am Main, 31. Januar 2008.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
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		<title>Entstehung des Streits zwischen den Fakultäten in den 30er Jahren</title>
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		<updated>2008-03-31T12:41:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Universität Frankfurt und insbesondere die Soziologie an dieser Universität, wird meist mit der „Frankfurter Schule“, dem Institut für Sozialforschung und den Protagonisten [[Theodor W. Adorno]], [[Max Horkheimer]] und [[Jürgen Habermas]] verbunden. Diese Schule sorgte in der 50ern und 60ern für Furore und war auch in den Medien sehr präsent. Gerade Adorno war stark in der Öffentlichkeit vertreten. Er hatte mehrere Beiträge im Radio und war auch Redner bei diversen öffentlichen Veranstaltungen. Insgesamt waren alle Vertreter der Frankfurter Schule, zusätzlich zu ihrer Forschung, politisch sehr engagiert. Ludwig von Friedeburg, ein Schüler Adornos, war von 1969 bis 1974 hessischer Kultusminister und brachte die Theorien der kritischen Forschung direkt in die Politik ein. Auch Habermas war in dieser Hinsicht engagiert. Bereits in den 50er Jahren forderte er demokratische Reformen an den Hochschulen. &lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
	Jedoch wurde nicht nur an der Philosophischen Fakultät Soziologie, sondern auch an der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften die Lehre der Gesellschaft erforscht und gelehrt.  Während die Soziologen der Philosophischen Fakultät in den 50ern und 60ern im Blickpunkt des allgemeinen Interesses standen, wurde an der WiSo-Fakultät eine ganz andere Soziologie, unter anderem von [[Walter Rüegg]], [[Friedrich H. Tenbruck]] und [[Thomas Luckmann]] gelehrt. Es gab zwar einige Projekte an denen beide Fakultäten arbeiteten und auch im IFS kamen die Soziologen beider Fakultäten öfters zusammen, aber im Laufe unserer Forschungsarbeit stellte sich heraus, dass es zwischen den Fakultäten immer wieder Probleme und Konflikte gab. Zum Einem gab es sehr starke wissenschaftstheoretische Differenzen, welche zum Großteil dem verschiedenen Wissenschaftsverständnis zuzuschreiben waren. Während die Soziologen an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät als neutrale Beobachter versuchten die Soziale Welt zu analysieren, engagierten sich die Anhänger des IFS stark politisch und prägten die soziale Welt aktiv mit.&lt;br /&gt;
	Zum anderem kam es zu Differenzen in der Berufungspolitik. In dieser Arbeit sollen zwei Interventionen der Philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO-Fakultät, am Beispiel der Fälle Friedrich H. Tenbruck und Golo Mann, dargestellt werden. Ziel ist es herauszufinden, aus welchem Grund solche Eingriffe in die Berufungspolitik anderer Fakultäten stattfanden. Außerdem soll das Verhältnis beider Fakultäten sowie das verschiedene wissenschaftliche Verständnis zueinander dargestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Ein weiterer wichtiger Punkt, der für diese Arbeit geklärt werden soll, ist, wie es eigentlich speziell in Frankfurt dazu kam, dass die Soziologie an zwei Fakultäten beheimatet war. Um dies darzustellen muss man in die 30er Jahre zurückgehen. In dieser Zeit sieht Albrecht  die Grundlage für den Streit zwischen den Fakultäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Vortrag Clemens Albrecht: &amp;quot;Der Streit der Fakultäten: Die Linken gegen die Rechten – oder doch etwas mehr? Anmerkungen zur Soziologie in Frankfurt&amp;quot;, Frankfurt am Main, 31. Januar 2008.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
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		<title>Der Fakultätenstreit</title>
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		<updated>2008-03-31T12:38:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: /* Fragestellung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Fragestellung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Frankfurt und gerade die Soziologie an dieser Universität, wird meist mit der „Frankfurter Schule“, dem Institut für Sozialforschung und den Protagonisten Adorno, Horkheimer und Habermas verbunden. Jedoch wurde nicht nur an der Philosophischen Fakultät Soziologie gelehrt. Auch an der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften wurde die Lehre der Gesellschaft erforscht und gelehrt.  Während die Soziologen der Philosophischen Fakultät in den 50ern und 60ern im Blickpunkt des allgemeinen Interesses standen, wurde an der WISO- Fakultät eine ganz andere Soziologie von unter anderem Walter Rüegg, Friedrich H. Tenbruck, und Thomas Luckmann gelehrt. Es gab zwar einige Projekte, an denen beide Fakultäten arbeiteten und auch im IFS kamen die Soziologen beider Fakultäten öfters zusammen, aber im Laufe unserer Forschungsarbeit hat sich jedoch heraus gestellt, dass es zwischen den Fakultäten auch immer wieder Probleme gab. Diese Probleme waren selbstverständlich wissenschaftstheoretische Probleme. Jedoch kam es aber auch zu starken Intervenierungen von Seiten der philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO- Fakultät. &lt;br /&gt;
In dieser Arbeit sollen einige Intervenierungen der Philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO-Fakultät, am Beispiel der Fälle Friedrich H. Tenbruck, und Golo Mann, dargestellt werden. Außerdem soll der Grund für eben diese Eingriffe gefunden, sowie das allgemeine Verhältnis beider Fakultäten dargestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer wichtiger Punkt, der für diese Arbeit geklärt werden sollte, ist, wie es eigentlich speziell in Frankfurt dazu kam, dass die Soziologie an zwei Fakultäten beheimatet ist. Um dies darzustellen muss man in die 30er Jahre zurückgehen. In dieser Zeit sieht Albrecht  die Grundlage für den Streit zwischen den Fakultäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Entstehung des Streits zwischen den Fakultäten in den 30er Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Rückkehr nach der Emigration - Das IFS kehrt nach Frankfurt zurück]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Universitätsstudie in den 50er Jahren – Erste Zusammenarbeit Tenbrucks mit dem Institut für Sozialforschung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Intervenierungen der Philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO-Fakultät]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Résumé]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem interessant für die Fragestellung .....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Biographie von Thomas Luckmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Biographie Friedrich H. Tenbruck]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Luckmanns Lehrveranstaltungen an der Universität Frankfurt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Die_Universit%C3%A4tsstudie_in_den_50er_Jahren_%E2%80%93_Erste_Zusammenarbeit_Tenbrucks_mit_dem_Institut_f%C3%BCr_Sozialforschung&amp;diff=3968</id>
		<title>Die Universitätsstudie in den 50er Jahren – Erste Zusammenarbeit Tenbrucks mit dem Institut für Sozialforschung</title>
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		<updated>2008-03-15T17:26:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: Die Seite wurde neu angelegt: Im Zusammenhang mit einer Universitätsstudie des Instituts für Sozialforschung arbeitete Tenbruck in den 50ern erstmals mit dem Institut zusammen. Zu diesem Zeitpunkt...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Zusammenhang mit einer Universitätsstudie des Instituts für Sozialforschung arbeitete Tenbruck in den 50ern erstmals mit dem Institut zusammen. Zu diesem Zeitpunkt war er auch Horkheimers Assistent. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit diesem Projekt sollten eine Studentenbefragung, eine Befragung von Experten aus der Wirtschaft und eine Befragung von Universitätsprofessoren durchgeführt werden. Die Mitarbeiter des Instituts leiteten dabei aber nur die Befragung der Studenten. Die Befragung der Professoren, sollten von Tenbruck und Hans Anger betrieben werden. Jedoch ging die Auswertung nur langsam voran, zumal Tenbruck und Anger 1953 nach Stuttgart an das George – Washington – Institut für vergleichende Sozialwissenschaften gegangen waren. Während die Ergebnisse der anderen Befragungen bereits 1956 zur Veröffentlichung vorlagen, wurde der Teil von Tenbruck und Anger erst 1960 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese zeitliche Verschiebung liegt in den Problemen der deutschen Soziologie sich in den 50er Jahre sich zu konstituieren. Die Konkurrenz war innerhalb der Soziologie sehr groß. So kam es, dass mit Schuld an den Verzögerungen, die Frage nach der Rolle Tenbrucks und Angers im Hochschulprojekt war. Dadurch, dass Tenbruck und Anger einen Großteil der Studien am George – Washington – Institut für vergleichende Sozialwissenschaften durchführten, welches zu diesem Zeitpunkt unter der Leitung von Eduard Baumgarten stand, erhob dieser einen Anspruch darauf, dass die vollendete Arbeit, als eine Kooperation beider Institute veröffentlicht werden sollte. Dies jedoch wollten die Frankfurter Soziologen nicht, da Anger und Tenbruck als Privatdozenten an der Studie teilgenommen hätten und somit das Stuttgarter Institut nichts mit der Studie zu tun hätte. Außerdem war das IFS verantwortlich für die Studie, da dieses von verschiedenen Geldgebern gesponsert wurde. Dem George – Washington - Institut einen Teil der Studie zuzuschreiben, hätte dieses aufgewertet und das IFS abgewertet. Jedoch kam es nach langen Disputen dazu, dass das IFS die Hochschulbefragung dem George – Washington – Institut überließ. Somit konnte diese Studie als gescheitert betrachtet werden. Jedoch hoffte das IFS wohl immer noch, Teile der Studie zu integrieren. Jedoch hielt Baumgarten dies für unmöglich, da es an Zusammenarbeit mangelte. Drauf antwortete Adorno in einem Brief: „ denn der von Ihnen beanstandete Mangel an Zusammenarbeit ist ja nicht auf uns zurückzuführen, sondern auf die Entschlossenheit Ihrer Gruppe, die Professoren Befragung in eigene Regie zu nehmen. Ohne dass ich im Augenblick das Vergangene aufrühren möchte, darf ich Sie jedenfalls daran erinnern, dass die Lage, die Sie hergestellt haben, unendlich weit entfernt ist von der Intention, über die wir uns damals so leicht verständigten, als Sie mich zum ersten Mal besuchten und darum baten, dass die Arbeit der beiden Herren Tenbruck und Anger, die hier nicht zum Ende gekommen war, bei Ihnen abgeschlossen werden könne.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Vorfall könnte auch mit ein Grund für das schlechte Verhältnis zwischen Tenbruck und Adorno sein. Jedoch scheint das Verhältnis zwischen Tenbruck und Horkheimer dadurch nicht weiter gestört worden zu sein.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Der_Fakult%C3%A4tenstreit&amp;diff=3967</id>
		<title>Der Fakultätenstreit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Der_Fakult%C3%A4tenstreit&amp;diff=3967"/>
		<updated>2008-03-15T17:24:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: /* Fragestellung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Fragestellung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Frankfurt und gerade die Soziologie an dieser Universität, wird meist mit der „Frankfurter Schule“, dem Institut für Sozialforschung und den Protagonisten Adorno, Horkheimer und Habermas verbunden. Jedoch wurde nicht nur an der Philosophischen Fakultät Soziologie gelehrt. Auch an der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften wurde die Lehre der Gesellschaft erforscht und gelehrt.  Während die Soziologen der Philosophischen Fakultät in den 50ern und 60ern im Blickpunkt des allgemeinen Interesses standen, wurde an der WISO- Fakultät eine ganz andere Soziologie von unter anderem Walter Rüegg, Friedrich H. Tenbruck, und Thomas Luckmann gelehrt. Es gab zwar einige Projekte, an denen beide Fakultäten arbeiteten und auch im IFS kamen die Soziologen beider Fakultäten öfters zusammen, aber im Laufe unserer Forschungsarbeit hat sich jedoch heraus gestellt, dass es zwischen den Fakultäten auch immer wieder Probleme gab. Diese Probleme waren selbstverständlich wissenschaftstheoretische Probleme. Jedoch kam es aber auch zu starken Intervenierungen von Seiten der philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO- Fakultät. &lt;br /&gt;
In dieser Arbeit sollen einige Intervenierungen der Philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO-Fakultät, am Beispiel der Fälle Friedrich H. Tenbruck, und Golo Mann, dargestellt werden. Außerdem soll der Grund für eben diese Eingriffe gefunden, sowie das allgemeine Verhältnis beider Fakultäten dargestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer wichtiger Punkt, der für diese Arbeit geklärt werden sollte, ist, wie es eigentlich speziell in Frankfurt dazu kam, dass die Soziologie an zwei Fakultäten beheimatet ist. Um dies darzustellen muss man in die 30er Jahre zurückgehen. In dieser Zeit sieht Albrecht  die Grundlage für den Streit zwischen den Fakultäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Entstehung des Streits zwischen den Fakultäten in den 30er Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Rückkehr nach der Emigration - Das IFS kehrt nach Frankfurt zurück]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Universitätsstudie in den 50er Jahren – Erste Zusammenarbeit Tenbrucks mit dem Institut für Sozialforschung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Intervenierungen der Philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO-Fakultät]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Verschiedene Wissenschaftsbegriffe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Résumé]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem interessant für die Fragestellung .....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Biographie von Thomas Luckmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Biographie Friedrich H. Tenbruck]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Luckmanns Lehrveranstaltungen an der Universität Frankfurt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Die_R%C3%BCckkehr_nach_der_Emigration_-_Das_IFS_kehrt_nach_Frankfurt_zur%C3%BCck&amp;diff=3966</id>
		<title>Die Rückkehr nach der Emigration - Das IFS kehrt nach Frankfurt zurück</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Die_R%C3%BCckkehr_nach_der_Emigration_-_Das_IFS_kehrt_nach_Frankfurt_zur%C3%BCck&amp;diff=3966"/>
		<updated>2008-03-15T16:25:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Heinz Sauermann, der an der WiSo-Fakultät lehrte und 1946 an der Widereröffnung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie beteiligt gewesen war, schrieb am 16.10.1946 an Felix Weil: „ Angesichts der Bedeutung, die die Gesellschaft und das Institut für Sozialforschung im Rahmen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät eingenommen hat, und angesichts der Aufgaben, die der sozialwissenschaftlichen Forschung in Deutschland gestellt sind, würden wir es begrüßen, wenn die Möglichkeit zur Rückkehr Ihrer Gesellschaft bestünde.“   Einen Tag später, am 17.10.1946, schrieb der Rektor der Universität persönlich einen Brief an Felix Weil und Friedrich Pollock, in dem er um die Rückkehr des Instituts bat . Auffällig ist, dass weder Sauermann, noch der Rektor der Universität, einen Brief direkt an Horkheimer adressierten. Schließlich war er zur Zeit der Emeritierung Direktor des Instituts gewesen. Trotzdem beantwortete Horkheimer persönlich die Anfrage Sauermanns und des Direktors. Es bedankt sich für die Einladung und betont, dass eine Rückkehr nach Deutschland auf gar keinen Fall ein leichter Entschluss sei. Jedoch erkundigt er sich auch, welche Bedingungen an eine Rückkehr gebunden seien. Besonders interessiert Ihn, welche Erwartungen die Universität bezüglich der Lehrtätigkeit der Mitglieder des IFS. Außerdem erkundigte er sich noch nach der Gesamtsituation an der Universität nach dem zweiten Weltkrieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie soeben dargelegt, spielte die WiSo-Fakultät, eine entscheidende Rolle in der Geschichte der Rückkehr des IFS. Gerade die WiSo-Fakultät machte sich für das IFS stark, auch wenn es in der Vergangenheit zu einigen Differenzen kam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1848 reiste Horkheimer nach Frankfurt um sich mit der gegenwärtigen Lage in Deutschland vertraut zu machen und um abzuwägen, ob er für eine Rückkehr des IFS plädieren soll. Aber auch in Deutschland blieb er vorerst unschlüssig. In einem Brief an seine Frau schreibt er: „Die Fakultät, an deren Sitzung ich gestern teilgenommen habe, ist überfreundlich und erregt Brechreiz“ . Die Unsicherheit Adornos bezüglich einer Rückkehr nach Deutschland soll vorerst nicht so schnell enden. Bis zur endgültigen Rückkehr 1950 schwankte Horkheimers Entschluss immer wieder. Erst mit der Aussicht, seinen alten Lehrstuhl wieder zu erhalten und mit der Aussicht, dass Adorno den Lehrstuhl von Hans Georg Gadamer erhält, wird seine Stimmung etwas positiver. Zusammen mit Adorno sieht er die Chance in Deutschland eine eigene Theorie weiter zu entwickeln. Somit fällt 1950 die Entscheidung zur tatsächlichen Rückkehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Notizen zu der Rückkehr]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
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		<title>Die Rückkehr nach der Emigration - Das IFS kehrt nach Frankfurt zurück</title>
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		<updated>2008-03-15T16:25:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Heinz Sauermann, der an der WiSo-Fakultät lehrte und 1946 an der Widereröffnung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie beteiligt gewesen war, schrieb am 16.10.1946 an Felix Weil: „ Angesichts der Bedeutung, die die Gesellschaft und das Institut für Sozialforschung im Rahmen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät eingenommen hat, und angesichts der Aufgaben, die der sozialwissenschaftlichen Forschung in Deutschland gestellt sind, würden wir es begrüßen, wenn die Möglichkeit zur Rückkehr Ihrer Gesellschaft bestünde.“   Einen Tag später, am 17.10.1946, schrieb der Rektor der Universität persönlich einen Brief an Felix Weil und Friedrich Pollock, in dem er um die Rückkehr des Instituts bat . Auffällig ist, dass weder Sauermann, noch der Rektor der Universität, einen Brief direkt an Horkheimer adressierten. Schließlich war er zur Zeit der Emeritierung Direktor des Instituts gewesen. Trotzdem beantwortete Horkheimer persönlich die Anfrage Sauermanns und des Direktors. Es bedankt sich für die Einladung und betont, dass eine Rückkehr nach Deutschland auf gar keinen Fall ein leichter Entschluss sei. Jedoch erkundigt er sich auch, welche Bedingungen an eine Rückkehr gebunden seien. Besonders interessiert Ihn, welche Erwartungen die Universität bezüglich der Lehrtätigkeit der Mitglieder des IFS. Außerdem erkundigte er sich noch nach der Gesamtsituation an der Universität nach dem zweiten Weltkrieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie soeben dargelegt, spielte die WiSo-Fakultät, eine entscheidende Rolle in der Geschichte der Rückkehr des IFS. Gerade die WiSo-Fakultät machte sich für das IFS stark, auch wenn es in der Vergangenheit zu einigen Differenzen kam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1848 reiste Horkheimer nach Frankfurt um sich mit der gegenwärtigen Lage in Deutschland vertraut zu machen und um abzuwägen, ob er für eine Rückkehr des IFS plädieren soll. Aber auch in Deutschland blieb er vorerst unschlüssig. In einem Brief an seine Frau schreibt er: „Die Fakultät, an deren Sitzung ich gestern teilgenommen habe, ist überfreundlich und erregt Brechreiz“ . Die Unsicherheit Adornos bezüglich einer Rückkehr nach Deutschland soll vorerst nicht so schnell enden. Bis zur endgültigen Rückkehr 1950 schwankte Horkheimers Entschluss immer wieder. Erst mit der Aussicht, seinen alten Lehrstuhl wieder zu erhalten und mit der Aussicht, dass Adorno den Lehrstuhl von Hans Georg Gadamer erhält, wird seine Stimmung etwas positiver. Zusammen mit Adorno sieht er die Chance in Deutschland eine eigene Theorie weiter zu entwickeln. Somit fällt 1950 die Entscheidung zur tatsächlichen Rückkehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Notizen zu der Rückkehr]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Biographie_Friedrich_H._Tenbruck&amp;diff=3964</id>
		<title>Biographie Friedrich H. Tenbruck</title>
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		<updated>2008-03-15T14:03:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Friedrich Heinrich Wilhelm Tenbruck wurde am 22. September 1919 in Essen geboren. Nach dem Abitur studierte er Philosophie (Hauptfach), Geschichte und Germanistik an den Universitäten Freiburg, Berlin, Greifswald, Köln und Marburg. 1943 reichte Tenbruck seine Dissertation ein und erhielt 1944 sein Diplom. In der Zeit von 1943 bis 1945 diente er als Soldat. 1946 bis 1949 arbeitete er als wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität Marburg. 1950 bis 1951 studierte er die Sozialwissenschaften an der Universität von Virginia. 1953 bis 1956 arbeitete er an dem Institut für Sozialforschung in Frankfurt. 1953 bis 1956 arbeitete er am Institut für vergleichende Sozialwissenschaften in Stuttgart. 1957 erhielt Tenbruck einen Ruf der Hobart and William Smith Colleges in Geneva. Dort hielt er hauptsächlich Vorlesungen über theoretische Soziologie, Familiensoziolgie, Familiensoziologie und die Methoden der Sozialforschung. 1960 ließ er sich zu Forschungszwecken beurlauben. Er erhielt einen Lehrauftrag der Philosophischen Fakultät Freiburg und ein Forschungsstipendium der deutschen Forschungsgemeinschaft. 1963 erhielt er einen Ruf an die Universität Frankfurt. Doch schon 1967 wechselte er an die Universität Tübingen. 1994 starb Tenbruck in Tübingen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Biographie_Friedrich_H._Tenbruck&amp;diff=3963</id>
		<title>Biographie Friedrich H. Tenbruck</title>
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		<updated>2008-03-15T14:01:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: Die Seite wurde neu angelegt: Friedrich Heinrich Wilhelm Tenbruck wurde am 22. September 1919 in Essen geboren. Nach dem Abitur studierte er Philosophie (Hauptfach), Geschichte und Germanistik an de...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Friedrich Heinrich Wilhelm Tenbruck wurde am 22. September 1919 in Essen geboren. Nach dem Abitur studierte er Philosophie (Hauptfach), Geschichte und Germanistik an den Univeritäten Freiburg, Berlin, Greifswald, Köln und Marburg. 1943 reichte Tenbruck seine Dissertation ein und erhiert 1944 sein Diplom. In der Zeit von 1943 bis 1945 diente er als Soldat. 1946 bis 1949 arbeitete er als wissenschaftliche Hilfskraft an der Univerität Marburg. 1950 bis 1951 studierte er die Sozialwissenschaften an der Universität von Virginia. 1953 bis 1956 arbeitete er an dem Institut für Sozialforschung in Frankfurt. 1953 bis 1956 arbeitete er am Institut für vergleichende Sozialwissenschaften in Stuttgart. 1957 erhielt Tenbruck einen Ruf der Hobart and William Smith Colleges in Geneva. Dort hielt er hauptsächlich Vorlesungen über theoretische Soziologie, Familiensoziolgie, Familiensoziologie und die Methoden der Sozialforschung. 1960 ließ er sich zu Forschungszwecken beurlauben. Er erhielt einen Lehrauftag der Philosophischen Fakultät Freiburg und ein Forschungsstipendium der deutschen Forschungsgemeinschaft. 1963 erhielt er einen Ruf an die Universität Frankfurt. Doch schon 1967 wechselte er an die Universität Tübingen. 1994 starb Tenbruck in Tübingen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Der_Fakult%C3%A4tenstreit&amp;diff=3962</id>
		<title>Der Fakultätenstreit</title>
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		<updated>2008-03-15T14:01:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: /* Fragestellung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Fragestellung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Frankfurt und gerade die Soziologie an dieser Universität, wird meist mit der „Frankfurter Schule“, dem Institut für Sozialforschung und den Protagonisten Adorno, Horkheimer und Habermas verbunden. Jedoch wurde nicht nur an der Philosophischen Fakultät Soziologie gelehrt. Auch an der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften wurde die Lehre der Gesellschaft erforscht und gelehrt.  Während die Soziologen der Philosophischen Fakultät in den 50ern und 60ern im Blickpunkt des allgemeinen Interesses standen, wurde an der WISO- Fakultät eine ganz andere Soziologie von unter anderem Walter Rüegg, Friedrich H. Tenbruck, und Thomas Luckmann gelehrt. Es gab zwar einige Projekte, an denen beide Fakultäten arbeiteten und auch im IFS kamen die Soziologen beider Fakultäten öfters zusammen, aber im Laufe unserer Forschungsarbeit hat sich jedoch heraus gestellt, dass es zwischen den Fakultäten auch immer wieder Probleme gab. Diese Probleme waren selbstverständlich wissenschaftstheoretische Probleme. Jedoch kam es aber auch zu starken Intervenierungen von Seiten der philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO- Fakultät. &lt;br /&gt;
In dieser Arbeit sollen einige Intervenierungen der Philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO-Fakultät, am Beispiel der Fälle Friedrich H. Tenbruck, und Golo Mann, dargestellt werden. Außerdem soll der Grund für eben diese Eingriffe gefunden, sowie das allgemeine Verhältnis beider Fakultäten dargestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer wichtiger Punkt, der für diese Arbeit geklärt werden sollte, ist, wie es eigentlich speziell in Frankfurt dazu kam, dass die Soziologie an zwei Fakultäten beheimatet ist. Um dies darzustellen muss man in die 30er Jahre zurückgehen. In dieser Zeit sieht Albrecht  die Grundlage für den Streit zwischen den Fakultäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Entstehung des Streits zwischen den Fakultäten in den 30er Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Rückkehr nach der Emigration - Das IFS kehrt nach Frankfurt zurück]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Intervenierungen der Philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO-Fakultät]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Verschiedene Wissenschaftsbegriffe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Résumé]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem interessant für die Fragestellung .....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Biographie von Thomas Luckmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Biographie Friedrich H. Tenbruck]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Luckmanns Lehrveranstaltungen an der Universität Frankfurt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Notizen_zu_der_R%C3%BCckkehr&amp;diff=3871</id>
		<title>Notizen zu der Rückkehr</title>
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		<updated>2008-03-13T14:17:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Alex Demirovic: Der nonkonformistische Interlektuelle - Die Entwicklung der Kritischen Theorie zu Frankfurter Schule,  Frankfurt am Main, 1999.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 wurde Horkheimer von verschieden Vertretern der Frankfurter Universität gebeten an die Universität zurück zu kehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso bestand ein Interesse, dass das IFS zurück kehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Sauermann schrieb am 16.10.1946 an Horkheimer: &amp;quot;Angesichts der Bedeutung, die die Gesellschaft und das Institut für Sozialforschung im rahmen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät eingenommen hat, und angesichts der Aufgaben, die der sozialwissenschaftlichen Forschung in Deutschland gestellt sind, würden wir es freudig begrüßen, wenn die Möglichkeit zur Rückkehr Ihrer Gesellschaft bestünde.&amp;quot; (vgl. S. 113)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Sauermann war zu diesem Zeitpunkt Dekan an der Fakultät für Wirtschafts und Sozialwissenschaften. Für diese Arbeit ist interessant, dass gerade ein Professor der Wiso-Fakultät sich bemühte, das Institut für Sozialforschung nach Frankfurt zurück zu holen. Außerdem wird in dem Brief erwähnt, dass das Institut für die Wiso- Fakultät eine wichtige Rolle gespielt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 reiste Horheimer nach Frankfurt um einige Dinge zu klären. Horkheimer bleibt jedoch zunächts unschlüssig, ob er dafür plädieren soll, dass das Institut nach Frankfurt zurück kehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Fakultät, an deren Sitzung ich gestern teilgenommen habe, ist überfreundlich und erregt Brechreiz. Die Brüder sitzen noch genau so da und machen ihre heimtückischen kleinen Schelmenstreiche wie vor dem dritten Reich (und unter ihm) als ob nichts gewesen wäre.&amp;quot; (vgl.S.115) ( Horkheimer an Maidon Horkheimer, 5.6.1948, in HGS 17, S. 980.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Max Horheimer Gesamtausgabe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bnd: 17 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz Neumann an Max Horkheimer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es wird sie interessieren, dass Dr. Hermann Brill, Staatssekretär im hessischen Staatsminesterium, das Institut wieder aufbauen will. Wie, weiß er noch nicht.&amp;quot; (S.768)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Direktor der Frankfurter Universität (Hallstein) fordert die Mitglieder des Instituts am 17. Oktober 1946 in einem Brief auf nach Frankfurt zurück zu kehern.  Der Anstoß dazu sei von der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät ausgegangen. (S. 765)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort Horkheimers auf Einladung des Rektoren:&lt;br /&gt;
Rückkehr sei für keinen ein leichter Entschluss.&lt;br /&gt;
Die Lage an der Universität müsse erst geprüft werden. (s. 771)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Notizen_zu_der_R%C3%BCckkehr&amp;diff=3866</id>
		<title>Notizen zu der Rückkehr</title>
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		<updated>2008-03-13T14:07:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Alex Demirovic: Der nonkonformistische Interlektuelle - Die Entwicklung der Kritischen Theorie zu Frankfurter Schule,  Frankfurt am Main, 1999.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 wurde Horkheimer von verschieden Vertretern der Frankfurter Universität gebeten an die Universität zurück zu kehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso bestand ein Interesse, dass das IFS zurück kehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Sauermann schrieb am 16.10.1946 an Horkheimer: &amp;quot;Angesichts der Bedeutung, die die Gesellschaft und das Institut für Sozialforschung im rahmen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät eingenommen hat, und angesichts der Aufgaben, die der sozialwissenschaftlichen Forschung in Deutschland gestellt sind, würden wir es freudig begrüßen, wenn die Möglichkeit zur Rückkehr Ihrer Gesellschaft bestünde.&amp;quot; (vgl. S. 113)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Sauermann war zu diesem Zeitpunkt Dekan an der Fakultät für Wirtschafts und Sozialwissenschaften. Für diese Arbeit ist interessant, dass gerade ein Professor der Wiso-Fakultät sich bemühte, das Institut für Sozialforschung nach Frankfurt zurück zu holen. Außerdem wird in dem Brief erwähnt, dass das Institut für die Wiso- Fakultät eine wichtige Rolle gespielt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 reiste Horheimer nach Frankfurt um einige Dinge zu klären. Horkheimer bleibt jedoch zunächts unschlüssig, ob er dafür plädieren soll, dass das Institut nach Frankfurt zurück kehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Fakultät, an deren Sitzung ich gestern teilgenommen habe, ist überfreundlich und erregt Brechreiz. Die Brüder sitzen noch genau so da und machen ihre heimtückischen kleinen Schelmenstreiche wie vor dem dritten Reich (und unter ihm) als ob nichts gewesen wäre.&amp;quot; (vgl.S.115) ( Horkheimer an Maidon Horkheimer, 5.6.1948, in HGS 17, S. 980.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Max Horheimer Gesamtausgabe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bnd: 17 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz Neumann an Max Horkheimer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es wird sie interessieren, dass Dr. Hermann Brill, Staatssekretär im hessischen Staatsminesterium, das Institut wieder aufbauen will. Wie, weiß er noch nicht.&amp;quot; (S.768)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Direktor der Frankfurter Universität (Hallstein) fordert die Mitglieder des Instituts am 17. Oktober 1946 in einem Brief auf nach Frankfurt zurück zu kehern.  Der Anstoß dazu sei von der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät ausgegangen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
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		<title>Notizen zu der Rückkehr</title>
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		<updated>2008-03-13T13:30:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Alex Demirovic: Der nonkonformistische Interlektuelle - Die Entwicklung der Kritischen Theorie zu Frankfurter Schule,  Frankfurt am Main, 1999.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 wurde Horkheimer von verschieden Vertretern der Frankfurter Universität gebeten an die Universität zurück zu kehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso bestand ein Interesse, dass das IFS zurück kehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Sauermann schrieb am 16.10.1946 an Horkheimer: &amp;quot;Angesichts der Bedeutung, die die Gesellschaft und das Institut für Sozialforschung im rahmen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät eingenommen hat, und angesichts der Aufgaben, die der sozialwissenschaftlichen Forschung in Deutschland gestellt sind, würden wir es freudig begrüßen, wenn die Möglichkeit zur Rückkehr Ihrer Gesellschaft bestünde.&amp;quot; (vgl. S. 113)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Sauermann war zu diesem Zeitpunkt Dekan an der Fakultät für Wirtschafts und Sozialwissenschaften. Für diese Arbeit ist interessant, dass gerade ein Professor der Wiso-Fakultät sich bemühte, das Institut für Sozialforschung nach Frankfurt zurück zu holen. Außerdem wird in dem Brief erwähnt, dass das Institut für die Wiso- Fakultät eine wichtige Rolle gespielt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 reiste Horheimer nach Frankfurt um einige Dinge zu klären. Horkheimer bleibt jedoch zunächts unschlüssig, ob er dafür plädieren soll, dass das Institut nach Frankfurt zurück kehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Fakultät, an deren Sitzung ich gestern teilgenommen habe, ist überfreundlich und erregt Brechreiz. Die Brüder sitzen noch genau so da und machen ihre heimtückischen kleinen Schelmenstreiche wie vor dem dritten Reich (und unter ihm) als ob nichts gewesen wäre.&amp;quot; (vgl.S.115) ( Horkheimer an Maidon Horkheimer, 5.6.1948, in HGS 17, S. 980.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
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		<title>Notizen zu der Rückkehr</title>
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		<updated>2008-03-13T13:25:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Alex Demirovic: Der nonkonformistische Interlektuelle - Die Entwicklung der Kritischen Theorie zu Frankfurter Schule,  Frankfurt am Main, 1999.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 wurde Horkheimer von verschieden Vertretern der Frankfurter Universität gebeten an die Universität zurück zu kehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso bestand ein Interesse, dass das IFS zurück kehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Sauermann schrieb am 16.10.1946 an Horkheimer: &amp;quot;Angesichts der Bedeutung, die die Gesellschaft und das Institut für Sozialforschung im rahmen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät eingenommen hat, und angesichts der Aufgaben, die der sozialwissenschaftlichen Forschung in Deutschland gestellt sind, würden wir es freudig begrüßen, wenn die Möglichkeit zur Rückkehr Ihrer Gesellschaft bestünde.&amp;quot; (vgl. S. 113)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Sauermann war zu diesem Zeitpunkt Dekan an der Fakultät für Wirtschafts und Sozialwissenschaften. Für diese Arbeit ist interessant, dass gerade ein Professor der Wiso-Fakultät sich bemühte, das Institut für Sozialforschung nach Frankfurt zurück zu holen. Außerdem wird in dem Brief erwähnt, dass das Institut für die Wiso- Fakultät eine wichtige Rolle gespielt hat.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
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		<title>Notizen zu der Rückkehr</title>
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		<updated>2008-03-13T13:25:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: Die Seite wurde neu angelegt: Alex Demirovic: Der nonkonformistische Interlektuelle - Die Entwicklung der Kritischen Theorie zu Frankfurter Schule,  Frankfurt am Main, 1999.   1946 wurde Horkheimer ...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Alex Demirovic: Der nonkonformistische Interlektuelle - Die Entwicklung der Kritischen Theorie zu Frankfurter Schule,  Frankfurt am Main, 1999.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 wurde Horkheimer von verschieden Vertretern der Frankfurter Universität gebeten an die Universität zurück zu kehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso bestand ein Interesse, dass das IFS zurück kehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Sauermann schrieb am 16.10.1946 an Horkheimer: &amp;quot;Angesichts der Bedeutung, die die Gesellschaft und das Institut für Sozialforschung im rahmen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät eingenommen hat, und angesichts der Aufgaben, die der sozialwissenschaftlichen Forschung in Deutschland gestellt sind, würden wir es freudig begrüßen, wenn die Möglichkeit zur Rückkehr Ihrer Gesellschaft bestünde.&amp;quot; (vgl. S. 113)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Sauermann war zu diesem Zeitpunkt Dekan an der Fakultät für Wirtschafts und Sozialwissenschaften. Für diese Arbeit ist interessant, dass gerade ein Professor der Wiso-Fakultät sich bemühte, das Institut für Sozialforschung nach Frankfurt zurück zu holen. Außerdem wird in dem Brief erwähnt, dass das Institut für die Wiso- Fakultät eine wichtige Rolle gespielt hat.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Die_R%C3%BCckkehr_nach_der_Emigration_-_Das_IFS_kehrt_nach_Frankfurt_zur%C3%BCck&amp;diff=3826</id>
		<title>Die Rückkehr nach der Emigration - Das IFS kehrt nach Frankfurt zurück</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Die_R%C3%BCckkehr_nach_der_Emigration_-_Das_IFS_kehrt_nach_Frankfurt_zur%C3%BCck&amp;diff=3826"/>
		<updated>2008-03-13T13:11:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: Die Seite wurde neu angelegt: Notizen zu der Rückkehr&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Notizen zu der Rückkehr]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Die_gescheiterte_Berufung_von_Golo_Mann&amp;diff=3762</id>
		<title>Die gescheiterte Berufung von Golo Mann</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Die_gescheiterte_Berufung_von_Golo_Mann&amp;diff=3762"/>
		<updated>2008-03-13T10:09:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein weiterer Vorfall, der den Konflikt zwischen Wiso-Fakultät und der philosophischen Fakultät weiterhin verschärfte, war die Berufung von Golo Manns an die Wiso-Fakultät. Horkheimer verhinderte die Berufung gemeinsam mit dem AJC (American Jewish Committee). Im folgenden Absatz wird beschrieben, wie s zu dieser starken Intervention in die Berufungspolitik der Wiso-Fakultät kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horkheimer und Golo Mann waren keine Unbekannten. Die beiden Familien lernten sich in der Zeit ihres Exils in den USA kennen. Auch nach der Rückkehr nach Deutschland hielten sie weiterhin losen Kontakt. Wie kam es, trotz der Freundschaft, dazu, dass Horkheimer die Berufung Golo Manns an die Universität Frankfurt im Jahr 1963 verhinderte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grund für die Auseinandersetzungen ist ein Vortrag Manns über seine Antisemitismus Analysen vor dem Rhein-Rhur-Klub aus dem Jahr 1960. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurden das IFS und der AJC verstärkt auf Mann aufmerksam. Als es dann um die Berufung Manns an die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät ging, hielt Horkheimer nochmals Rücksprache mit dem AJC. Man kam zu der Ansicht, dass „Manns Essay Schaden anrichten könne, weil es der alten nazistischen Propaganda über den Einfluss der Juden in Deutschland bedeutende Zugeständnisse mache“ . Mann wurde ein heimlicher Antisemitismus unterstellt und Horkheimer verhinderte seine Berufung durch einen Anruf beim hessischen Kultusminister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier stellt sich die Frage, aufgrund welcher Tatsachen, dem jüdischen Golo Mann, ein heimlicher Antisemitismus unterstellt wurde. Dies führt vermutlich auf die verschiedenen Forschungsansätze Manns und des IFS zurück. Horkheimer und Adorno betrachteten den Antisemitismus als eine Krankheit der Täter. Nach dieser Deutung ist es unmöglich, dass die Opfer irgendeine Schuld trifft. Golo Mann hinterfragt in seinen Antisemitismus Analysen die historische Wahrheit hinter den antisemitischen Klischees. Diese Frage steht der These Horkheimers absolut entgegen. Hier wird dem Opfer wieder ein Teil Schuld für die Entstehung des Antisemitismus gegeben. Allein Manns Forschungsfrage identifiziere ihn schon mit dem Antisemitismus. Nach der These Horkheimers und Adornos ist eine solche Fragestellung Manns nur möglich, wenn er bereits selber mit der Krankheit Antisemitismus infiziert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clemens Albrecht: Warum Horkheimer Golo Mann einen „heimlichen Antisemiten“ nannte: Der Streit um die richtige Vergangenheitsbewältigung, in: Clemens Albrecht, Günter C. Behrmann, Michael Bock, Harald Homann &amp;amp; Friedrich H. Tenbruck: Die intellektuelle Gründung der Bundesrepublik – Eine Wirkungsgeschichte der Frankfurter Schule, Frankfurt 1999, S. 192.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Grabstein_golomann.jpg|thumb|left|200px|Grabstein Golo Mann Zürich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Das_Berufungsverfahren_von_Friedrich_H._Tenbruck&amp;diff=3760</id>
		<title>Das Berufungsverfahren von Friedrich H. Tenbruck</title>
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		<updated>2008-03-13T10:03:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: /* Warum Adorno versuchte die Berufung von Friedrich H. Tenbruck zu verhindern */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Zusammenfassung des Protokolls zur Sitzung der Berufungskommission Soziologie II am 29. Mai 1963==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Besetzung des 2. Lehrstuhls für Soziologie an der WISO - Fakultät kam es am 29. Mai 1963 zu einer Sitzung, in der entschieden werden sollte, ob Friedrich H. Tenbruck auf die Berufungsliste für das zweite soziologische Ordinariat gesetzt werden sollte. Anwesend waren bei dieser Sitzung der Dekan, Heinz Sauermann, Achinger, Abraham, Walter Rüegg und mit beratender Stimme, Theodor W. Adorno. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wintersemester 62/63 fanden an der Wiso - Fakultät offenbar eine Reihe von Vorträgen statt, die Hinweise auf Nomination für den zweiten Lehrstuhl für Soziologie geben sollten. Jedoch blieben diese Vortagsreihen ergebnislos und man bemächtigte im Februar 1963 Walter Rüegg gemeinsam mit Theodor W. Adorno eine neue Vortagsreihe zu organisieren. Jedoch hatte sich in der Zwischenzeit eine neue Situation ergeben, und zwar hatte Friedrich H. Tenbruck zwei Rufe erhalten. Zum einem von der Louisiana State University und zum anderen von der Universität Erlangen. In dem Protokoll wird offensichtlich, dass die WISO - Fakultät ein großes Interesse hatte, Tenbruck, der zurzeit mit einer kommissarischen Vertretung an der Universität Frankfurt beauftragt war, an der Fakultät zu halten. Rüegg erinnerte daran, dass bereits bei den ersten Diskussionen für die Besetzung des Lehrstuhls Tenbruck vorgeschlagen wurde, und die Nominierung nur deshalb unterblieb, weil die Kommission Tenbrucks amerikanische Professur nicht anerkannte und sie das Gutachten von Theodor W. Adorno abwarten wollte. Mittlerweile hatte sich Tenbruck aber in Freiburg habilitiert und außergewöhnlich gute Gutachten von Schelsky, König und Bergstraesser erhalten. Daher stellt Rüegg den Antrag, dass die beim Ministerium eingereichte Berufungsliste durch die Nominierung von Friedrich H. Tenbruck ergänzt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die persönliche Vorbehalte Theodor W. Adornos seien mittlerweile gegenstandslos. Adornos Kritik gegenüber dem Buch &amp;quot;Jugend und Gesellschaft&amp;quot;&amp;quot; ständen äußerst positive Gutachten von Professor Andreas Flitner gegenüber. Dieser erklärt, dass sich Tenbrucks menschliche und sachliche Qualitäten erst bei näherem Kontakt erkennen ließen. Zu den Bedenken Adornos, dass Tenbruck für eine Mitarbeit am Institut für Sozialwissenschaften vollkommen ungeeignet wäre, wird geäußert, dass der neu berufene Ordinarius zuerst am Ausbau des Soziologischen Unterrichts an der Fakultät beitragen und dann, nach einer gründlichen Einarbeitung, Forschungsaufgaben außerhalb der Fakultät zur Verfügung stehen sollte. Adorno bestätigt daraufhin, dass seine persönlichen Vorbehalte gegenüber Friedrich H. Tenbruck ausgelöscht wären, dass er aber trotzdem eine gemeinsame Arbeit am Institut für Sozialwissenschaften für äußerst unwahrscheinlich erachte. Er sei bisher der Überzeugung gewesen, dass sich die Besetzung des zweiten Ordinariats an die Bedingung knüpfte, dass der Lehrstuhlinhaber in die Geschäftführung des Instituts aufgenommen werden sollte. Aus diesem Grund möchte er weitere Nominierungen vorschlagen, die für diese Arbeit besser geeignet seien. Er schlug Dahrendorf und Ludwig von Friedeburg vor. Die Anwesenden dieser Sitzung erinnerten Adorno daran, dass Dahrendorf vor einigen Jahren schon einmal zu einem Vortrag eingeladen wurde, und man mit Horkheimer zu der Übereinstimmung gekommen sei, dass Dahrendorf für eine Berufung nicht in Frage käme. Zu Ludwig von Friedeburg wurden die Vorbehalte geäußert, dass sein Spezialgebiet, nämlich die Methoden der empirischen Sozialforschung, im Lehrplan der WISO - Fakultät zum Gebiet der Statistik und empirischen Sozialforschung gehöre. Des Weiteren vertraten die Mitglieder der WISO - Fakultät die Auffassung, dass ihr Mitwirken am Institut für Sozialforschung nicht an den zweiten Lehrstuhl der Fakultät gebunden ist. An Adorno wurde die Frage gerichtet, warum Walter Rüegg für die Mitarbeit nicht in Betracht gezogen werde. Darauf erwiderte Adorno, dass Rüegg aus persönlichen und sachlichen Gründen am Institut sehr willkommen sei, dass er jedoch aufgrund seiner Orientierung nicht die gewünschte Ergänzung für die Bearbeitung empirischer Methodenfragen wäre. In der nun folgenden Diskussion kam man zu dem Schluss, dass dies erst nach einer gemeinsamen Zusammenarbeit beurteilt werden könne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende der Besprechung wurde festgehalten, dass sich die Kommission einstimmig Rüeggs Antrag anschloss kann, Tenbruck auf die Berufungsliste zu setzten. Adorno schloss sich nicht an. Jedoch war man sich einig, dass das Mitwirken der WISO - Fakultät nicht an den Lehrstuhlinhaber des zweiten soziologischen Ordinariats gebunden sei. Rüeggs Mitarbeit am Institut sollte verstärkt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akten der WISO Fakultät, Abt.150 Nr.294/295, Bl. 63/64/65, Archiv der J. W. Goethe-Universität, datiert vom 14. Juni 1963.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warum Adorno versuchte die Berufung von Friedrich H. Tenbruck zu verhindern==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie im vorherigen Absatz deutlich wird, wendete sich Adorno stark gegen eine Berufung Friedrich H. Tenbrucks. Sein Hauptargument lag darin, dass er Tenbruck für eine Kooperation mit dem Institut weder für interessiert, noch für geeignet hielt. Trotz den Einwänden Rüeggs, der nicht an Tenbrucks Kooperationsfähigkeit zweifelte und versicherte, dass Tenbruck keine ablehnende Haltung gegenüber dem Institut verträte, ja sogar Horkheimer und Adorno sehr hoch schätzt, lässt dieser sich nicht zu einer Zustimmung bewegen. Wie jedoch allgemein bekannt ist, kam es trotz seiner Einwände, anders als im Fall Golo Mann, dessen Fall später bearbeitet wird,  zu einer Berufung Tenbrucks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr auffällig ist jedoch, dass Adorno versuchte in die Berufungspolitik der WISO - Fakultät einzugreifen, obwohl er der Fakultät nicht angehörte. Er wurde als beratende Stimme zu der Kommissionssitzung hinzu geholt. Seine bratende Stimme ist sehr dominant. Dies wird im Protokoll der Berufungssitzung sehr deutlich. Auch wenn alle anwesenden Mitglieder der Berufung von Tenbruck nichts entgegensetzen, wehrt er sich heftig und behält seinen Standpunkt, der letzten Endes alleine darauf zu beruhen scheint, dass er eine Zusammenarbeit am Institut für unmöglich hielte. Jedoch scheint diese Zusammenarbeit nur von Seiten des Instituts unmöglich zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun stellt sich die Frage, warum Adorno diese Zusammenarbeit für unmöglich hielt. Er ist weder mit Tenbruck besonders gut bekannt und obwohl er in seinem Gutachten Bedenken zu Tenbrucks Wissenschaftsbegriff einräumte, konnten diese aber anscheinend entkräftet werden. &lt;br /&gt;
Adorno schlägt für die Besetzung des Lehrstuhls Ludwig von Friedeburg vor. Diese Besetzung wäre für das Institut für Sozialforschung äußerst positiv. Friedeburg, der sich bei Adorno habilitierte, war zu diesem Zeitpunkt schon für eine Professur an der Freien Universität Berlin berufen worden. An dieser Stelle wird deutlich, dass Adorno ein außergewöhnliches Interesse hatte Ludwig von Friedeburg nach Frankfurt zurück zu holen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einem weiteren möglichen Grund für den Versuch Adornos eine Berufung Tenbrucks zu verhindern, bringt Clemens Albrecht. In den 50ern arbeitete Tenbruck als persönlicher Assistent Horkheimers im Institut für Sozialforschung. Außerdem fungierte Tenbruck für Horkheimer als Verbindungsmann zu den Amerikanern. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete man im Institut für Sozialforschung an einer Forschungsarbeit zu dem Thema Nationalsozialismus in Deutschland. Tenbruck fiel auf, dass der Großteil der Mitarbeiter im Institut, die an diesem Forschungsprojekt arbeiteten, eine eigene nationalsozialistische Vergangenheit hatten. Tenbruck kritisierte, dass die eigene Vergangenheit der Mitarbeiter bewertet und ausgewertet wurde. Tenbruck bekam den Eindruck, dass im Institut eine falsche Sozialforschung entstand und kritisierte dies offen.  Also sind ein weiterer Grund für Adornos Vorbehalte gegenüber Tenbruck, wissenschaftliche Differenzen. Nach Clemens Albrecht, war es jedoch bekannt, dass Horkheimer und Tenbruck zu jeder Zeit ein positives Verhältnis hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Tatsachen und Interpretationen könnte man schlussfolgern, dass die WISO- Fakultät und ihre Lehrenden, Adorno ein Dorn im Auge waren. Durch seine Interventionen in die Berufungspolitik der Fakultät drängt sich der Gedanke auf, dass er versuchte, Anhänger der Frankfurter Schule, wie zum Beispiel Ludwig von Friedeburg, in die WISO-Fakultät zu drängen, und diese somit gleichzuschalten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtet man zusätzlich noch die Aussagen von Zeitzeugen, fällt auf, dass beide Soziologen, Tenbruck sowie Adorno, sehr stark auf Leute fixiert waren, die sie bewunderten. Gerade in einem Interview fielen Aussagen wie: “es war ja so, dass vor allem Adorno mehr als Horkheimer eigentlich immer nur mit Leuten auskamen die sie verehrten“. Zu Tenbruck sagte diese Person, dass dieser nur „Jünger und Feinde“  kannte. Außerdem scheinen beide Protagonisten in ihrer Soziologie ziemlich doktrinär gewesen zu sein. Die Auseinandersetzungen zwischen den beiden müssen sehr stark gewesen sein, denn es wurde sogar erwähnt, dass Tenbruck nach Tübingen gegangen sei, weil er nicht die gleiche Luft atmen konnte. Ein anderer Zeitzeuge erwähnte, dass Tenbruck Konfrontationen scheute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann bemerkt werden, dass der wahre Grund zwischen der Antipathie zwischen Adorno und Tenbruck in ihrem unterschiedlichen Wissenschaftsverständnis liegt. Jedoch ist es beachtenswert, dass Adorno sich so gegen eine Berufung Tenbrucks stark macht, da auch andere Professoren an der Universität eine andere Auffassung von Soziologie hatten. An dieser Stelle sollte aber nochmals hervorgehoben werden, dass die Unstimmigkeiten zwischen Beiden zum Großteil auf der doktrinären Art beider Wissenschaftler beruhen. Zudem stellt sich in weiteren Interviews heraus, dass Tenbruck, vorsichtig ausgedrückt, auch kein einfacher Mensch sei. Auch ehemalige Kollegen an der WISO-Fakultät betonen, dass die Zusammenarbeit oftmals sehr kompliziert war und dass es dort auch zu Streitigkeiten kam. Luckmann erwähnt in einem Interview , dass auch er Probleme mit Friedrich H. Tenbruck hatte. Es kam wohl dazu, dass sich Tenbruck, teilweise auch wegen persönlichen Gründen mit Berger, einem guten Freund Luckmanns, zerstritten hatte. Dieses Zerwürfnis färbte auf Luckmann ab und nach der Veröffentlichung eines gemeinsamen Buches mit Berger kam es zu weiteren Differenzen. Luckmann sieht den Grund der Differenzen in der Tatsache, dass Tenbruck in sich den Hauptentdecker des amerikanischen Pragmatismus sähe. Luckmann vermutet, dass Tenbruck Angst hatte, sein Monopol als amerikanischer Soziologieexperte zu verlieren. Jedoch hätten sich, Luckmann und Berger, schon bevor Tenbruck die Lehre Meads in Deutschland publik machte, mit demselben beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich also, dass nicht nur das Wissenschaftsverständnis zwischen den Fakultäten und innerhalb der WISO-Fakultät zu Differenzen führte, sondern auch die Persönlichkeit der einzelnen Protagonisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Vortrag Clemens Albrecht: &amp;quot;Der Streit der Fakultäten: Die Linken gegen die Rechten – oder doch etwas mehr? Anmerkungen zur Soziologie in Frankfurt&amp;quot;, Frankfurt, 31.01.2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Transkript: Gespräch mit Walter Rüegg, Frankfurt, 4.01.2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Transkript: Gespräch mit Thomas Luckmann, Konstanz, 18. Februar 2008.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Das_Berufungsverfahren_von_Friedrich_H._Tenbruck&amp;diff=3752</id>
		<title>Das Berufungsverfahren von Friedrich H. Tenbruck</title>
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		<updated>2008-03-13T09:49:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: /* Zusammenfassung des Protokolls zur Sitzung der Berufungskommission Soziologie II am 29. Mai 1963 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Zusammenfassung des Protokolls zur Sitzung der Berufungskommission Soziologie II am 29. Mai 1963==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Besetzung des 2. Lehrstuhls für Soziologie an der WISO - Fakultät kam es am 29. Mai 1963 zu einer Sitzung, in der entschieden werden sollte, ob Friedrich H. Tenbruck auf die Berufungsliste für das zweite soziologische Ordinariat gesetzt werden sollte. Anwesend waren bei dieser Sitzung der Dekan, Heinz Sauermann, Achinger, Abraham, Walter Rüegg und mit beratender Stimme, Theodor W. Adorno. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wintersemester 62/63 fanden an der Wiso - Fakultät offenbar eine Reihe von Vorträgen statt, die Hinweise auf Nomination für den zweiten Lehrstuhl für Soziologie geben sollten. Jedoch blieben diese Vortagsreihen ergebnislos und man bemächtigte im Februar 1963 Walter Rüegg gemeinsam mit Theodor W. Adorno eine neue Vortagsreihe zu organisieren. Jedoch hatte sich in der Zwischenzeit eine neue Situation ergeben, und zwar hatte Friedrich H. Tenbruck zwei Rufe erhalten. Zum einem von der Louisiana State University und zum anderen von der Universität Erlangen. In dem Protokoll wird offensichtlich, dass die WISO - Fakultät ein großes Interesse hatte, Tenbruck, der zurzeit mit einer kommissarischen Vertretung an der Universität Frankfurt beauftragt war, an der Fakultät zu halten. Rüegg erinnerte daran, dass bereits bei den ersten Diskussionen für die Besetzung des Lehrstuhls Tenbruck vorgeschlagen wurde, und die Nominierung nur deshalb unterblieb, weil die Kommission Tenbrucks amerikanische Professur nicht anerkannte und sie das Gutachten von Theodor W. Adorno abwarten wollte. Mittlerweile hatte sich Tenbruck aber in Freiburg habilitiert und außergewöhnlich gute Gutachten von Schelsky, König und Bergstraesser erhalten. Daher stellt Rüegg den Antrag, dass die beim Ministerium eingereichte Berufungsliste durch die Nominierung von Friedrich H. Tenbruck ergänzt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die persönliche Vorbehalte Theodor W. Adornos seien mittlerweile gegenstandslos. Adornos Kritik gegenüber dem Buch &amp;quot;Jugend und Gesellschaft&amp;quot;&amp;quot; ständen äußerst positive Gutachten von Professor Andreas Flitner gegenüber. Dieser erklärt, dass sich Tenbrucks menschliche und sachliche Qualitäten erst bei näherem Kontakt erkennen ließen. Zu den Bedenken Adornos, dass Tenbruck für eine Mitarbeit am Institut für Sozialwissenschaften vollkommen ungeeignet wäre, wird geäußert, dass der neu berufene Ordinarius zuerst am Ausbau des Soziologischen Unterrichts an der Fakultät beitragen und dann, nach einer gründlichen Einarbeitung, Forschungsaufgaben außerhalb der Fakultät zur Verfügung stehen sollte. Adorno bestätigt daraufhin, dass seine persönlichen Vorbehalte gegenüber Friedrich H. Tenbruck ausgelöscht wären, dass er aber trotzdem eine gemeinsame Arbeit am Institut für Sozialwissenschaften für äußerst unwahrscheinlich erachte. Er sei bisher der Überzeugung gewesen, dass sich die Besetzung des zweiten Ordinariats an die Bedingung knüpfte, dass der Lehrstuhlinhaber in die Geschäftführung des Instituts aufgenommen werden sollte. Aus diesem Grund möchte er weitere Nominierungen vorschlagen, die für diese Arbeit besser geeignet seien. Er schlug Dahrendorf und Ludwig von Friedeburg vor. Die Anwesenden dieser Sitzung erinnerten Adorno daran, dass Dahrendorf vor einigen Jahren schon einmal zu einem Vortrag eingeladen wurde, und man mit Horkheimer zu der Übereinstimmung gekommen sei, dass Dahrendorf für eine Berufung nicht in Frage käme. Zu Ludwig von Friedeburg wurden die Vorbehalte geäußert, dass sein Spezialgebiet, nämlich die Methoden der empirischen Sozialforschung, im Lehrplan der WISO - Fakultät zum Gebiet der Statistik und empirischen Sozialforschung gehöre. Des Weiteren vertraten die Mitglieder der WISO - Fakultät die Auffassung, dass ihr Mitwirken am Institut für Sozialforschung nicht an den zweiten Lehrstuhl der Fakultät gebunden ist. An Adorno wurde die Frage gerichtet, warum Walter Rüegg für die Mitarbeit nicht in Betracht gezogen werde. Darauf erwiderte Adorno, dass Rüegg aus persönlichen und sachlichen Gründen am Institut sehr willkommen sei, dass er jedoch aufgrund seiner Orientierung nicht die gewünschte Ergänzung für die Bearbeitung empirischer Methodenfragen wäre. In der nun folgenden Diskussion kam man zu dem Schluss, dass dies erst nach einer gemeinsamen Zusammenarbeit beurteilt werden könne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende der Besprechung wurde festgehalten, dass sich die Kommission einstimmig Rüeggs Antrag anschloss kann, Tenbruck auf die Berufungsliste zu setzten. Adorno schloss sich nicht an. Jedoch war man sich einig, dass das Mitwirken der WISO - Fakultät nicht an den Lehrstuhlinhaber des zweiten soziologischen Ordinariats gebunden sei. Rüeggs Mitarbeit am Institut sollte verstärkt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akten der WISO Fakultät, Abt.150 Nr.294/295, Bl. 63/64/65, Archiv der J. W. Goethe-Universität, datiert vom 14. Juni 1963.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warum Adorno versuchte die Berufung von Friedrich H. Tenbruck zu verhindern==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie im vorherigen Absatz deutlich wird, wendet sich Adorno stark gegen eine Berufung Friedrich H. Tenbrucks. Sein Hauptargument liegt darin, dass er Tenbruck für eine Kooperation mit dem Institut weder für interessiert, noch für geeignet hält. Trotz der Einwände Rüeggs, der nicht an Tenbrucks Kooperationsfähigkeit zweifelt und versichert, dass Tenbruck keine ablehnende Haltung gegenüber dem Institut vertritt, ja sogar Horkheimer und Adorno sehr hoch schätzt, lässt sich Adorno nicht zu einer Zustimmung bewegen. Wie jedoch allgemein bekannt ist, kam es trotz seiner Einwände, anders als im Fall Golo Mann, zu einer Berufung Tenbrucks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr auffällig ist jedoch, dass Adorno versucht, in die Berufungspolitik der WISO-Fakultät einzugreifen, obwohl er der Fakultät nicht angehört. Er wurde als beratende Stimme zu der Kommissionssitzung hinzu geholt. Jedoch ist sehr auffällig, dass seine beratende Stimme sehr dominant ist. Dies wird im Protokoll der Berufungssitzung sehr deutlich. Auch wenn alle anwesenden Mitglieder der Berufung von Tenbruck nichts entgegen zu setzen haben, wehrt er sich heftig und behält seinen Standpunkt, der letzten Endes alleine darauf zu beruhen scheint, dass er eine Zusammenarbeit am Institut für unmöglich hält. Jedoch scheint diese Zusammenarbeit nur von Seiten des Instituts unmöglich zu sein. &lt;br /&gt;
Nun stellt sich die Frage, warum Adorno diese Zusammenarbeit für unmöglich hält. Er ist weder mit Tenbruck besonders gut bekannt und obwohl er in seinem Gutachten Bedenken zu Tenbrucks Wissenschaftsbegriff einräumte, konnten diese aber anscheinend aus der Welt geschafft werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adorno schlägt für die Besetzung des Lehrstuhls Ludwig von Friedeburg vor. Diese Besetzung wäre für das Institut für Sozialforschung äußerst positiv. Friedeburg, der sich bei Adorno habilitierte, war zu diesem Zeitpunkt schon an eine Professur an der Freien Universität Berlin berufen worden. An dieser Stelle wird deutlich, dass Adorno ein außergewöhnliches Interesse hatte, Ludwig von Friedeburg nach Frankfurt zurück zu holen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen weiteren möglichen Grund für den Versuch Adornos, eine Berufung Tenbrucks zu verhindern, bringt Clemens Albrecht. In den 50ern arbeitete Tenbruck als persönlicher Assistent Horkheimers im Institut für Sozialforschung. Außerdem fungierte Tenbruck für Horkheimer als Verbindungsmann zu den Amerikanern. Zu diesem Zeitpunkt arbeitet man im Institut für Sozialforschung an einer Forschungsarbeit zu dem Thema &amp;quot;Nationalsozialismus in Deutschland&amp;quot;. Tenbruck fiel auf, dass der Großteil der Mitarbeiter im Institut, die an diesem Forschungsprojekt arbeiteten, eine eigene nationalsozialistische Vergangenheit hatten. Tenbruck kritisierte, dass die eigene Vergangenheit der Mitarbeiter bewertet und aufgewertet wurde. Tenbruck bekam den Eindruck, dass im Institut eine falsche Sozialforschung betrieben werde und kritisierte dies offen.  Also sind ein weiterer Grund für Adornos Vorbehalte gegenüber Tenbruck, wissenschaftliche Differenzen. Nach Clemens Albrecht ist es jedoch bekannt, dass Horkheimer und Tenbruck zu jeder Zeit ein positives Verhältnis hatten .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Tatsachen und Interpretationen könnte man schlussfolgern, dass die WISO- Fakultät und ihre Lehrenden, Adorno ein Dorn im Auge waren. Durch seine versuchten Interventionen in die Berufungspolitik der Fakultät drängt sich der Gedanke auf, dass er versuchte, Anhänger der Frankfurter Schule, wie zum Beispiel Friedrich von Friedeburg, in die WISO-Fakultät zu drängen, und diese somit gleichzuschalten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtet man zusätzlich noch die Aussagen von Zeitzeugen, fällt auf, dass beide Soziologen, Tenbruck sowie Adorno, sehr stark auf Leute fixiert waren, die Sie bewunderten. Gerade in einem Interview fielen Aussagen wie: “es war ja so, dass vor allem Adorno mehr als Horkheimer eigentlich immer nur mit Leuten auskamen, die sie verehrten“. Zu Tenbruck sagte diese Person, dass dieser nur „Jünger und Feinde“  kannte. Außerdem scheinen beide Protagonisten in ihrer Soziologie ziemlich doktrinär gewesen zu sein. Die Auseinandersetzungen zwischen den beiden müssen ziemlich heftig gewesen sein, denn es wurde sogar erwähnt, dass Tenbruck nach Tübingen gegangen sei, weil er nicht die gleiche Luft atmen konnte. Ein anderer Zeitzeuge erwähnte, dass Tenbruck Konfrontationen scheute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der wahre Grund für die Antipathie zwischen Adorno und Tenbruck in ihrem unterschiedlichen Wissenschaftsverständnis liegt. Jedoch ist es doch beachtenswert, dass Adorno sich so gegen eine Berufung Tenbrucks stark macht, obwohl auch andere Professoren an der Universität eine andere Auffassung von Soziologie haben. An dieser Stelle sollte aber nochmals hervorgehoben werden, dass die Unstimmigkeiten zwischen Beiden zum Großteil wohl auf der doktrinären Art beider Wissenschaftler beruhten. Zudem stellt sich in weiteren Interviews heraus, dass Tenbruck, vorsichtig ausgedrückt, auch kein einfacher Mensch gewesen sei. Auch ehemalige Kollegen an der WISO-Fakultät betonen, dass die Zusammenarbeit oftmals sehr kompliziert war und dass es dort auch zu Streitigkeiten kam. [[Thomas Luckmann|Luckmann]] erwähnt in einem Interview, dass auch er Probleme mit Friedrich H. Tenbruck hatte. Es kam wohl dazu, dass sich Tenbruck, teilweise auch wegen persönlicher Gründe mit Berger, einem guten Freund Luckmanns, zerstritten hatte. Dieses Zerwürfnis färbte auf Luckmann ab und nach der Veröffentlichung eines gemeinsamen Buches mit Berger kam es zu weiteren Differenzen. Luckmann sieht den Grund der Differenzen in der Tatsache, dass Tenbruck sich für den Hauptentdecker des amerikanischen Pragmatismus sah. Luckmann vermutet, dass Tenbruck Angst hatte, sein Monopol als Experte der amerikanischen Soziologie zu verlieren. Jedoch hätten sich, Luckmann und Berger sich, noch bevor Tenbruck die Lehre Meads in Deutschland publik machte, mit demselben beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich also, dass nicht nur das Wissenschaftsverständnis zwischen den Fakultäten und innerhalb der WISO-Fakultät zu Differenzen führte, sondern auch die Persönlichkeit der einzelnen Protagonisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Vortrag Clemens Albrecht: &amp;quot;Der Streit der Fakultäten: Die Linken gegen die Rechten – oder doch etwas mehr? Anmerkungen zur Soziologie in Frankfurt&amp;quot;, Frankfurt, 31.01.2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Transkript: Gespräch mit Walter Rüegg, Frankfurt, 4.01.2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Transkript: Gespräch mit Thomas Luckmann, Konstanz, 18. Februar 2008.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Entstehung_des_Streits_zwischen_den_Fakult%C3%A4ten_in_den_30er_Jahren&amp;diff=3741</id>
		<title>Entstehung des Streits zwischen den Fakultäten in den 30er Jahren</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Entstehung_des_Streits_zwischen_den_Fakult%C3%A4ten_in_den_30er_Jahren&amp;diff=3741"/>
		<updated>2008-03-13T09:41:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: /* Quelle */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;1928 bekam der Leiter des Instituts für Sozialforschung, Grünberg, einen Schlaganfall und wurde arbeitsunfähig. Nun musste ein neuer Institutsdirektor gefunden werden. Es kam jedoch nur Max Horkheimer in Frage, da dieser bereits habilitiert war und aufgrund seiner Persönlichkeit und Fähigkeiten, in der Lage war das Institut zu leiten. In dem Moment, als Horkheimer den Direktorenposten des Instituts übernahm, stellte sich die Frage, an welcher Fakultät der Lehrstuhl Horkheimers platziert werden sollte. Grünbergs Lehrstuhl war an der Wiso-Fakultät , da aber Horkheimer in Philosophie habilitiert hatte, war dies nicht möglich. Horkheimer wünschte sich für seinen Lehrstuhl die Bezeichnung Soziologie und Philosophie. Nun kam es aber, dass genau zu dieser Zeit Karl Mannheim an die Universität Frankfurt berufen wurde. Dieser, dessen Lehrstuhl an der Wiso-Fakultät war, wehrte sich mit anderen Mitgliedern der Fakultät dagegen, dass Horkheimers Lehrstuhl an der Fakultät platziert wurde mit dem Argument, dass Horkheimer sich die Soziologie aneignen wolle, obwohl er von dieser überhaupt keine Ahnung habe. Also wurde Horkheimers Lehrstuhl an der Philosophischen Fakultät eingerichtet. In diesem Konflikt sieht Albrecht den Ursprung für den Streit der Fakultäten. Auffällig ist außerdem, dass es hier zum ersten Mal zu Intervenierungen in der Berufungspolitik der Universität kam. &lt;br /&gt;
Außerdem wird wieder der Streit um die Frage deutlich, aus welchem Fach die Soziologie entstand. Auch diese Frage prägte den Streit der Fakultäten. Die an der Wiso-Fakultät beheimateten Soziologen vertraten die Ansicht, dass die Soziologie aus der Nationalökonomie entstand. An der Philosophischen Fakultät sah man den Ursprung durch Simmel in der Philosophie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist also der Ursprung des Streits. Jedoch kam es bald darauf, aufgrund des dritten Reiches, zur Emigration vieler Professoren. Wie sich der Konflikt weiter entwickelte, zeigt sich nach der Rückkehr Adornos und Horkheimers aus den USA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Vortrag Clemens Albrecht: &amp;quot;Der Streit der Fakultäten: Die Linken gegen die Rechten – oder doch etwas mehr? Anmerkungen zur Soziologie in Frankfurt&amp;quot;, Frankfurt am Main, 31. Januar 2008.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Entstehung_des_Streits_zwischen_den_Fakult%C3%A4ten_in_den_30er_Jahren&amp;diff=3739</id>
		<title>Entstehung des Streits zwischen den Fakultäten in den 30er Jahren</title>
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		<updated>2008-03-13T09:40:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;1928 bekam der Leiter des Instituts für Sozialforschung, Grünberg, einen Schlaganfall und wurde arbeitsunfähig. Nun musste ein neuer Institutsdirektor gefunden werden. Es kam jedoch nur Max Horkheimer in Frage, da dieser bereits habilitiert war und aufgrund seiner Persönlichkeit und Fähigkeiten, in der Lage war das Institut zu leiten. In dem Moment, als Horkheimer den Direktorenposten des Instituts übernahm, stellte sich die Frage, an welcher Fakultät der Lehrstuhl Horkheimers platziert werden sollte. Grünbergs Lehrstuhl war an der Wiso-Fakultät , da aber Horkheimer in Philosophie habilitiert hatte, war dies nicht möglich. Horkheimer wünschte sich für seinen Lehrstuhl die Bezeichnung Soziologie und Philosophie. Nun kam es aber, dass genau zu dieser Zeit Karl Mannheim an die Universität Frankfurt berufen wurde. Dieser, dessen Lehrstuhl an der Wiso-Fakultät war, wehrte sich mit anderen Mitgliedern der Fakultät dagegen, dass Horkheimers Lehrstuhl an der Fakultät platziert wurde mit dem Argument, dass Horkheimer sich die Soziologie aneignen wolle, obwohl er von dieser überhaupt keine Ahnung habe. Also wurde Horkheimers Lehrstuhl an der Philosophischen Fakultät eingerichtet. In diesem Konflikt sieht Albrecht den Ursprung für den Streit der Fakultäten. Auffällig ist außerdem, dass es hier zum ersten Mal zu Intervenierungen in der Berufungspolitik der Universität kam. &lt;br /&gt;
Außerdem wird wieder der Streit um die Frage deutlich, aus welchem Fach die Soziologie entstand. Auch diese Frage prägte den Streit der Fakultäten. Die an der Wiso-Fakultät beheimateten Soziologen vertraten die Ansicht, dass die Soziologie aus der Nationalökonomie entstand. An der Philosophischen Fakultät sah man den Ursprung durch Simmel in der Philosophie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist also der Ursprung des Streits. Jedoch kam es bald darauf, aufgrund des dritten Reiches, zur Emigration vieler Professoren. Wie sich der Konflikt weiter entwickelte, zeigt sich nach der Rückkehr Adornos und Horkheimers aus den USA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
&amp;lt;bibreferences/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Der_Fakult%C3%A4tenstreit&amp;diff=3736</id>
		<title>Der Fakultätenstreit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Der_Fakult%C3%A4tenstreit&amp;diff=3736"/>
		<updated>2008-03-13T09:39:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: /* Fragestellung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Fragestellung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Frankfurt und gerade die Soziologie an dieser Universität, wird meist mit der „Frankfurter Schule“, dem Institut für Sozialforschung und den Protagonisten Adorno, Horkheimer und Habermas verbunden. Jedoch wurde nicht nur an der Philosophischen Fakultät Soziologie gelehrt. Auch an der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften wurde die Lehre der Gesellschaft erforscht und gelehrt.  Während die Soziologen der Philosophischen Fakultät in den 50ern und 60ern im Blickpunkt des allgemeinen Interesses standen, wurde an der WISO- Fakultät eine ganz andere Soziologie von unter anderem Walter Rüegg, Friedrich H. Tenbruck, und Thomas Luckmann gelehrt. Es gab zwar einige Projekte, an denen beide Fakultäten arbeiteten und auch im IFS kamen die Soziologen beider Fakultäten öfters zusammen, aber im Laufe unserer Forschungsarbeit hat sich jedoch heraus gestellt, dass es zwischen den Fakultäten auch immer wieder Probleme gab. Diese Probleme waren selbstverständlich wissenschaftstheoretische Probleme. Jedoch kam es aber auch zu starken Intervenierungen von Seiten der philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO- Fakultät. &lt;br /&gt;
In dieser Arbeit sollen einige Intervenierungen der Philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO-Fakultät, am Beispiel der Fälle Friedrich H. Tenbruck, und Golo Mann, dargestellt werden. Außerdem soll der Grund für eben diese Eingriffe gefunden, sowie das allgemeine Verhältnis beider Fakultäten dargestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer wichtiger Punkt, der für diese Arbeit geklärt werden sollte, ist, wie es eigentlich speziell in Frankfurt dazu kam, dass die Soziologie an zwei Fakultäten beheimatet ist. Um dies darzustellen muss man in die 30er Jahre zurückgehen. In dieser Zeit sieht Albrecht  die Grundlage für den Streit zwischen den Fakultäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Entstehung des Streits zwischen den Fakultäten in den 30er Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Rückkehr nach der Emigration - Das IFS kehrt nach Frankfurt zurück]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Intervenierungen der Philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO-Fakultät]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Verschiedene Wissenschaftsbegriffe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Résumé]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem interessant für die Fragestellung .....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Biographie von Thomas Luckmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Friedrich H. Tenbruck]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Luckmanns Lehrveranstaltungen an der Universität Frankfurt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Das_Berufungsverfahren_von_Friedrich_H._Tenbruck&amp;diff=3369</id>
		<title>Das Berufungsverfahren von Friedrich H. Tenbruck</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Das_Berufungsverfahren_von_Friedrich_H._Tenbruck&amp;diff=3369"/>
		<updated>2008-03-11T12:19:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: /* Warum Adorno versuchte die Berufung von Friedrich H. Tenbruck zu verhindern */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Zusammenfassung des Protokolls zur Sitzung der Berufungskommission Soziologie II am 29. Mai 1963==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Besetzung des 2. Lehrstuhls für Soziologie an der WISO - Fakultät kam es am 29. Mai 1963 zu einer Sitzung, in der entschieden werden sollte, ob Friedrich H. Tenbruck auf die Berufungsliste für das zweite soziologische Ordinariat gesetzt werden sollte. Anwesend waren bei dieser Sitzung der Dekan, Heinz Sauermann, Achinger, Abraham, [[Walter Rüegg]] und mit beratender Stimme, [[Theodor W. Adorno]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wintersemester 62/63 fanden an der Wiso - Fakultät offenbar eine Reihe von Vorträgen statt, die Hinweise auf Nomination für den zweiten Lehrstuhl für Soziologie geben sollten. Jedoch blieben diese Vortagsreihen ergebnislos und man bemächtigte im Februar 1963 Walter Rüegg gemeinsam mit Theodor W. Adorno eine neue Vortagsreihe zu organisieren. Jedoch habe sich in der Zwischenzeit eine neue Situation ergeben, und zwar habe [[Friedrich H. Tenbruck]] zwei Rufe erhalten. Zum einem von der Louisiana State University und zum anderen von der Universität Erlangen. In dem Protokoll wird offensichtlich, dass die WISO - Fakultät ein großes Interesse hat Tenbruck, der zurzeit mit einer kommissarischen Vertretung an der Universität Frankfurt beauftragt ist, an der Fakultät zu halten. Herr Rüegg erinnert daran, dass bereits bei den ersten Diskussionen für die Besetzung des Lehrstuhl Tenbruck vorgeschlagen wurde, und die Nominierung nur deshalb unterblieb, weil dei Kommission Tenbrucks amerikanische Professur nicht anerkannte und sie das Gutachten von Theodor W. Adorno abwarten wollte. Mittlerweile habe sich Tenbruck aber in Freiburg habilitiert und außergewöhnlich gute Gutachten von Schelsky, König und Bergstraesser erhalten. Daher stellt Rüegg den Antrag, dass die beim Ministerium eingereichte Berufungsliste durch die Nominierung von Friedrich H. Tenbruck ergänzt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die persönliche Vorbehalte Theodor W. Adorno's seinen mittlerweile gegenstandslos. Auch Adornos Kritik gegenüber dem Buch &amp;quot;Jugend und Gesellschaft&amp;quot;&amp;quot; ständen äußerst positive Gutachten von Professor Andreas Flitner gegenüber. Dieser erklärt, dass sich Tenbrucks menschlichen und sachlichen Qualitäten erst bei näherem Kontakt erkennen lassen. Zu den Bedenken Adornos, dass Tenbruck für eine Mitarbeit am Institut für Sozialwissenschaften vollkommen ungeeignet wäre, wird geäußert, dass der neu berufene Ordinarius zuerst am Ausbau des Soziologischen Unterrichts an der Fakultät beitragen solle und dann, nach einer gründlichen Einarbeitung, Forschungsaufgaben außerhalb der Fakultät zur Verfügung stehen solle. Adorno bestätigt daraufhin, dass seine persönlichen Vorbehalte gegenüber Friedrich H. Tenbruck ausgelöscht wären, dass er aber trotzdem eine gemeinsame Arbeit am Institut für Sozialwissenschaften für äußerst unwahrscheinlich erachte. Er sei bisher der Überzeugung gewesen, dass sich Bedingung an die Besetzung des zweiten Ordinariats an die Bedingung knüpfte, dass der Lehrstuhlinhaber in die Geschäftführung des Instituts aufgenommen werden sollte. Aus diesem Grund möchte er weitere Nominierungen vorschlagen, die für diese Arbeit besser geeignet seien. Er schlug Dahrendorf und [[Ludwig von Friedeburg]] vor. Die Anwesenden dieser Sitzung erinnerten Adorno daran, dass Dahrendorf vor einigen Jahren schon einmal zu einem Vortrag eingeladen worden sei, und man mit Horkheimer zu der Übereinstimmung gekommen sei, dass Dahrendorf für eine Berufung nicht in Frage käme. Zu Friedrich von Friedeburg wurden die Vorbehalte geäußert, dass sein Spezialgebiet, nämlich die Methoden der empirischen Sozialforschung, im Lehrplan der WISO - Fakultät zum Gebiet der Statistik und empirischen Sozialforschung gehöre. Des weiteren verteten die Mitglieder der WISO - Fakultät die Auffassung, dass ihr Mitwirken im Institut für Sozialforschung nicht an den zweiten Lehrstuhl der Fakultät gebunden seien. An Adorno wird die Frage gerichtet, warum Walter Rüegg für die Mitarbeit nicht in Betracht gezogen werde. Darauf erwidert Adorno, dass Rüegg aus persönlichen und sachlichen Gründen am Institut sehr willkommen sei, dass er jedoch aufgrund seiner Orientierung nicht die gewünschte Ergänzung für die Bearbeitung empirischer Methodenfragen wäre. In der nun folgenden Diskussion kam man zu dem Schluss, dass dies erst nach einer gemeinsamen Zusammenarbeit beurteilt werden könne.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende der Besprechung wird festgehalten, dass sich die Kommission einstimmig Rüeggs Antrag anschließen kann, Tenbruck auf die Berufungsliste zu setzten. Adorno kann sich dem Wunsch nicht anschließen. Jedoch ist man sich einig, dass das Mitwirken der WISO - Fakultät nicht an den Lehrstuhlinhaber des zweiten soziologischen Ordinariats gebunden ist. Rüeggs Mitarbeit am Institut soll verstärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akten der WISO Fakultät, Abt.150 Nr.294/295, Bl. 63/64/65, Archiv der J. W. Goethe-Universität, datiert vom 14. Juni 1963.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warum Adorno versuchte die Berufung von Friedrich H. Tenbruck zu verhindern==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie im vorherigen Absatz deutlich wird, wendet sich Adorno stark gegen eine Berufung Friedrich H. Tenbrucks. Sein Hauptargument liegt darin, dass er Tenbruck für eine Kooperation mit dem Institut weder für interessiert, noch für geeignet hält. Trotz den Einwänden Rüeggs, der nicht an Tenbrucks Kooperationsfähigkeit zweifelt und versichert, dass Tenbruck keine ablehnende Haltung gegenüber dem Institut vertritt, ja sogar Horkheimer und Adorno sehr hoch schätzt, lässt sich Adorno nicht zu einer Zustimmung bewegen. Wie jedoch allgemein bekannt ist, kam es trotz seiner Einwände, anders als im Fall Golo Mann, zu einer Berufung Tenbrucks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr auffällig ist jedoch, dass Adorno versucht in die Berufungspolitik der WISO - Fakultät einzugreifen, obwohl er der Fakultät nicht angehört. Er wurde als beratende Stimme zu der Kommissionssitzung hinzu geholt. Jedoch ist sehr auffällig, dass seine beratende Stimme sehr dominant ist. Dies wird im Protokoll der Berufungssitzung sehr deutlich. Auch wenn alle anwesenden Mitglieder der Berufung von Tenbruck nichts entgegen zu sprechen haben, wehrt er sich heftig und behält seinen Standpunkt der letzten Endes alleine darauf zu beruhen scheint, dass er eine Zusammenarbeit am Institut für unmöglich hält. Jedoch scheint diese Zusammenarbeit nur vom Seiten des Instituts unmöglich zu sein. &lt;br /&gt;
Nun stellt sich die Frage, warum Adorno diese Zusammenarbeit für unmöglich hält. Er ist weder mit Tenbruck besonders gut bekannt und obwohl er in seinem Gutachten Bedenken zu Tenbrucks Wissenschaftsbegriff einräumte, konnten diese aber anscheinend aus der Welt geschafft werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adorno schlägt für die Besetzung des Lehrstuhls Ludwig von Friedeburg vor. Diese Besetzung wäre für das Institut für Sozialforschung äußerst positiv. Friedeburg, der sich bei Adorno habilitierte, war zu diesem Zeitpunkt schon für eine Professur an der Freien Universität Berlin berufen worden. An dieser Stelle wird deutlich, dass Adorno ein außergewöhnliches Interesse hatte Ludwig von Friedeburg nach Frankfurt zurück zu holen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einem weiteren möglichen Grund für den Versuch Adornos eine Berufung Tenbrucks zu verhindern, bringt Clemens Albrecht. In den 50ern arbeitete Tenbruck als persönlicher Assistent Horkheimers im Institut für Sozialforschung. Außerdem fungierte Tenbruck für Horkheimer als Verbindungsmann zu dem Amerikaner. Zu diesem Zeitpunkt arbeitet man im Institut für Sozialforschung an einer Forschungsarbeit zu dem Thema Nationalsozialismus in Deutschland. Tenbruck fiel auf, dass der Großteil der Mitarbeiter im Institut, die an diesem Forschungsprojekt arbeiteten, eine eigene nationalsozialistische Vergangenheit hatten. Tenbruck kritisierte, dass die eigene Vergangenheit der Mitarbeiter bewertet und aufgewertet wurde. Tenbruck bekam den Eindruck, dass im Institut eine falsche Sozialforschung entstehe und kritisierte dies offen.  Also sind ein weiterer Grund für Adornos Vorbehalte gegenüber Tenbruck, wissenschaftliche Differenzen. Nach Clemens Albrecht, ist es jedoch bekannt, dass Horkheimer und Tenbruck zu jeder Zeit ein positives Verhältnis hatten .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Tatsachen und Interpretationen könnte man schlussfolgern, dass die WISO- Fakultät und ihre Lehrenden Adorno ein Dorn im Auge waren. Durch seine versuchten Interventionen in die Berufungspolitik der Fakultät drängt sich der Gedanke auf, dass er versuchte, Anhänger der Frankfurter Schule, wie zum Beispiel Friedrich von Friedeburg, in die WISO-Fakultät zu drängen, und diese somit gleichzuschalten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtet man zusätzlich noch die Aussagen von Zeitzeugen, fällt auf, dass beide Soziologen, Tenbruck sowie Adorno, sehr stark auf Leute fixiert waren, die Sie bewunderten. Gerade in einem Interview fielen Aussagen wie: “es war ja so dass vor allem Adorno mehr als Horkheimer eigentlich immer nur mit Leuten auskamen die sie verehrten“. Zu Tenbruck sagte diese Person, dass dieser nur „Jünger und Feinde“  kannte. Außerdem scheinen beide Protagonisten in ihrer Soziologie ziemlich doktrinär gewesen zu sein. Die Auseinandersetzungen zwischen den beiden müssen ziemlich heftig gewesen sein, denn es wurde sogar erwähnt, dass Tenbruck nach Tübingen gegangen sei, weil er nicht die gleiche Luft atmen konnte. Ein anderer Zeitzeuge erwähnte, dass Tenbruck Konfrontationen scheute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann bemerkt werden, dass der wahre Grund zwischen der Antipathie zwischen Adorno und Tenbruck in ihrem unterschiedlichen Wissenschaftsverständnis liegt. Jedoch ist es doch beachtenswert, dass Adorno sich so gegen eine Berufung Tenbrucks stark macht, da auch andere Professoren an der Universität eine andere Auffassung von Soziologie haben. An dieser Stelle sollte aber nochmals hervorgehoben werden, dass die Unstimmigkeiten zwischen Beiden zum Großteil auf der doktrinären art beider Wissenschaftler beruhen. Zudem stellt sich in weiteren Interviews heraus, dass Tenbruck, vorsichtig ausgedrückt, auch kein einfacher Mensch sei. Auch ehemalige Kollegen an der WISO-Fakultät betonen, dass die Zusammenarbeit oftmals sehr kompliziert war und dass es dort auch zu Streitigkeiten kam. Luckmann erwähnt in einem Interview , dass auch er Probleme mit Friedrich H. Tenbruck hatte. Es kam wohl dazu, dass sich Tenbruck, teilweise auch wegen persönlichen Gründen mit Berger, einem guten Freund Luckmanns, zerstritten hatte. Dieses Zerwürfnis färbte auf Luckmann ab und nach der Veröffentlichung eines gemeinsamen Buches mit Berger kam es zu weiteren Differenzen. Luckmann sieht den Grund der Differenzen, in der Tatsache, dass Tenbruck sich für den Hauptentdecker des amerikanischen Pragmatismus sähe. Luckmann vermutet, dass Tenbruck Angst hatte, sein Monopol als amerikanischer Soziologieexperte zu verlieren. Jedoch hätten sich, Luckmann und Berger, sich von bevor Tenbruck die Lehre Meads in Deutschland publik machte, sich mit demselben beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich also, dass nicht nur das Wissenschaftsverständnis zwischen den Fakultäten und innerhalb der WISO-Fakultät zu Differenzen führte, sondern auch die Persönlichkeit der einzelnen Protagonisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Vortrag Clemens Albrecht: &amp;quot;Der Streit der Fakultäten: Die Linken gegen die Rechten – oder doch etwas mehr? Anmerkungen zur Soziologie in Frankfurt&amp;quot;, Frankfurt, 31.01.2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Transkript: Gespräch mit Walter Rüegg, Frankfurt, 4.01.2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Transkript: Gespräch mit Thomas Luckmann, Konstanz, 18. Februar 2008.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Das_Berufungsverfahren_von_Friedrich_H._Tenbruck&amp;diff=3368</id>
		<title>Das Berufungsverfahren von Friedrich H. Tenbruck</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Das_Berufungsverfahren_von_Friedrich_H._Tenbruck&amp;diff=3368"/>
		<updated>2008-03-11T12:18:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: /* Zusammenfassung des Protokolls zur Sitzung der Berufungskommission Soziologie II am 29. Mai 1963 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Zusammenfassung des Protokolls zur Sitzung der Berufungskommission Soziologie II am 29. Mai 1963==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Besetzung des 2. Lehrstuhls für Soziologie an der WISO - Fakultät kam es am 29. Mai 1963 zu einer Sitzung, in der entschieden werden sollte, ob Friedrich H. Tenbruck auf die Berufungsliste für das zweite soziologische Ordinariat gesetzt werden sollte. Anwesend waren bei dieser Sitzung der Dekan, Heinz Sauermann, Achinger, Abraham, [[Walter Rüegg]] und mit beratender Stimme, [[Theodor W. Adorno]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wintersemester 62/63 fanden an der Wiso - Fakultät offenbar eine Reihe von Vorträgen statt, die Hinweise auf Nomination für den zweiten Lehrstuhl für Soziologie geben sollten. Jedoch blieben diese Vortagsreihen ergebnislos und man bemächtigte im Februar 1963 Walter Rüegg gemeinsam mit Theodor W. Adorno eine neue Vortagsreihe zu organisieren. Jedoch habe sich in der Zwischenzeit eine neue Situation ergeben, und zwar habe [[Friedrich H. Tenbruck]] zwei Rufe erhalten. Zum einem von der Louisiana State University und zum anderen von der Universität Erlangen. In dem Protokoll wird offensichtlich, dass die WISO - Fakultät ein großes Interesse hat Tenbruck, der zurzeit mit einer kommissarischen Vertretung an der Universität Frankfurt beauftragt ist, an der Fakultät zu halten. Herr Rüegg erinnert daran, dass bereits bei den ersten Diskussionen für die Besetzung des Lehrstuhl Tenbruck vorgeschlagen wurde, und die Nominierung nur deshalb unterblieb, weil dei Kommission Tenbrucks amerikanische Professur nicht anerkannte und sie das Gutachten von Theodor W. Adorno abwarten wollte. Mittlerweile habe sich Tenbruck aber in Freiburg habilitiert und außergewöhnlich gute Gutachten von Schelsky, König und Bergstraesser erhalten. Daher stellt Rüegg den Antrag, dass die beim Ministerium eingereichte Berufungsliste durch die Nominierung von Friedrich H. Tenbruck ergänzt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die persönliche Vorbehalte Theodor W. Adorno's seinen mittlerweile gegenstandslos. Auch Adornos Kritik gegenüber dem Buch &amp;quot;Jugend und Gesellschaft&amp;quot;&amp;quot; ständen äußerst positive Gutachten von Professor Andreas Flitner gegenüber. Dieser erklärt, dass sich Tenbrucks menschlichen und sachlichen Qualitäten erst bei näherem Kontakt erkennen lassen. Zu den Bedenken Adornos, dass Tenbruck für eine Mitarbeit am Institut für Sozialwissenschaften vollkommen ungeeignet wäre, wird geäußert, dass der neu berufene Ordinarius zuerst am Ausbau des Soziologischen Unterrichts an der Fakultät beitragen solle und dann, nach einer gründlichen Einarbeitung, Forschungsaufgaben außerhalb der Fakultät zur Verfügung stehen solle. Adorno bestätigt daraufhin, dass seine persönlichen Vorbehalte gegenüber Friedrich H. Tenbruck ausgelöscht wären, dass er aber trotzdem eine gemeinsame Arbeit am Institut für Sozialwissenschaften für äußerst unwahrscheinlich erachte. Er sei bisher der Überzeugung gewesen, dass sich Bedingung an die Besetzung des zweiten Ordinariats an die Bedingung knüpfte, dass der Lehrstuhlinhaber in die Geschäftführung des Instituts aufgenommen werden sollte. Aus diesem Grund möchte er weitere Nominierungen vorschlagen, die für diese Arbeit besser geeignet seien. Er schlug Dahrendorf und [[Ludwig von Friedeburg]] vor. Die Anwesenden dieser Sitzung erinnerten Adorno daran, dass Dahrendorf vor einigen Jahren schon einmal zu einem Vortrag eingeladen worden sei, und man mit Horkheimer zu der Übereinstimmung gekommen sei, dass Dahrendorf für eine Berufung nicht in Frage käme. Zu Friedrich von Friedeburg wurden die Vorbehalte geäußert, dass sein Spezialgebiet, nämlich die Methoden der empirischen Sozialforschung, im Lehrplan der WISO - Fakultät zum Gebiet der Statistik und empirischen Sozialforschung gehöre. Des weiteren verteten die Mitglieder der WISO - Fakultät die Auffassung, dass ihr Mitwirken im Institut für Sozialforschung nicht an den zweiten Lehrstuhl der Fakultät gebunden seien. An Adorno wird die Frage gerichtet, warum Walter Rüegg für die Mitarbeit nicht in Betracht gezogen werde. Darauf erwidert Adorno, dass Rüegg aus persönlichen und sachlichen Gründen am Institut sehr willkommen sei, dass er jedoch aufgrund seiner Orientierung nicht die gewünschte Ergänzung für die Bearbeitung empirischer Methodenfragen wäre. In der nun folgenden Diskussion kam man zu dem Schluss, dass dies erst nach einer gemeinsamen Zusammenarbeit beurteilt werden könne.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende der Besprechung wird festgehalten, dass sich die Kommission einstimmig Rüeggs Antrag anschließen kann, Tenbruck auf die Berufungsliste zu setzten. Adorno kann sich dem Wunsch nicht anschließen. Jedoch ist man sich einig, dass das Mitwirken der WISO - Fakultät nicht an den Lehrstuhlinhaber des zweiten soziologischen Ordinariats gebunden ist. Rüeggs Mitarbeit am Institut soll verstärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akten der WISO Fakultät, Abt.150 Nr.294/295, Bl. 63/64/65, Archiv der J. W. Goethe-Universität, datiert vom 14. Juni 1963.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warum Adorno versuchte die Berufung von Friedrich H. Tenbruck zu verhindern==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie im vorherigen Absatz deutlich wird, wendet sich Adorno stark gegen eine Berufung Friedrich H. Tenbrucks. Sein Hauptargument liegt darin, dass er Tenbruck für eine Kooperation mit dem Institut weder für interessiert, noch für geeignet hält. Trotz den Einwänden Rüeggs, der nicht an Tenbrucks Kooperationsfähigkeit zweifelt und versichert, dass Tenbruck keine ablehnende Haltung gegenüber dem Institut vertritt, ja sogar Horkheimer und Adorno sehr hoch schätzt, lässt sich Adorno nicht zu einer Zustimmung bewegen. Wie jedoch allgemein bekannt ist, kam es trotz seiner Einwände, anders als im Fall Golo Mann, zu einer Berufung Tenbrucks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr auffällig ist jedoch, dass Adorno versucht in die Berufungspolitik der WISO - Fakultät einzugreifen, obwohl er der Fakultät nicht angehört. Er wurde als beratende Stimme zu der Kommissionssitzung hinzu geholt. Jedoch ist sehr auffällig, dass seine beratende Stimme sehr dominant ist. Dies wird im Protokoll der Berufungssitzung sehr deutlich. Auch wenn alle anwesenden Mitglieder der Berufung von Tenbruck nichts entgegen zu sprechen haben, wehrt er sich heftig und behält seinen Standpunkt der letzten Endes alleine darauf zu beruhen scheint, dass er eine Zusammenarbeit am Institut für unmöglich hält. Jedoch scheint diese Zusammenarbeit nur vom Seiten des Instituts unmöglich zu sein. &lt;br /&gt;
Nun stellt sich die Frage, warum Adorno diese Zusammenarbeit für unmöglich hält. Er ist weder mit Tenbruck besonders gut bekannt und obwohl er in seinem Gutachten Bedenken zu Tenbrucks Wissenschaftsbegriff einräumte, konnten diese aber anscheinend aus der Welt geschafft werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adorno schlägt für die Besetzung des Lehrstuhls Ludwig von Friedeburg vor. Diese Besetzung wäre für das Institut für Sozialforschung äußerst positiv. Friedeburg, der sich bei Adorno habilitierte, war zu diesem Zeitpunkt schon für eine Professur an der Freien Universität Berlin berufen worden. An dieser Stelle wird deutlich, dass Adorno ein außergewöhnliches Interesse hatte Ludwig von Friedeburg nach Frankfurt zurück zu holen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einem weiteren möglichen Grund für den Versuch Adornos eine Berufung Tenbrucks zu verhindern, bringt Clemens Albrecht. In den 50ern arbeitete Tenbruck als persönlicher Assistent Horkheimers im Institut für Sozialforschung. Außerdem fungierte Tenbruck für Horkheimer als Verbindungsmann zu dem Amerikaner. Zu diesem Zeitpunkt arbeitet man im Institut für Sozialforschung an einer Forschungsarbeit zu dem Thema Nationalsozialismus in Deutschland. Tenbruck fiel auf, dass der Großteil der Mitarbeiter im Institut, die an diesem Forschungsprojekt arbeiteten, eine eigene nationalsozialistische Vergangenheit hatten. Tenbruck kritisierte, dass die eigene Vergangenheit der Mitarbeiter bewertet und aufgewertet wurde. Tenbruck bekam den Eindruck, dass im Institut eine falsche Sozialforschung entstehe und kritisierte dies offen.  Also sind ein weiterer Grund für Adornos Vorbehalte gegenüber Tenbruck, wissenschaftliche Differenzen. Nach Clemens Albrecht, ist es jedoch bekannt, dass Horkheimer und Tenbruck zu jeder Zeit ein positives Verhältnis hatten .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Tatsachen und Interpretationen könnte man schlussfolgern, dass die WISO- Fakultät und ihre Lehrenden Adorno ein Dorn im Auge waren. Durch seine versuchten Interventionen in die Berufungspolitik der Fakultät drängt sich der Gedanke auf, dass er versuchte, Anhänger der Frankfurter Schule, wie zum Beispiel Friedrich von Friedeburg, in die WISO-Fakultät zu drängen, und diese somit gleichzuschalten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Beachtet man zusätzlich noch die Aussagen von Zeitzeugen, fällt auf, dass beide Soziologen, Tenbruck sowie Adorno, sehr stark auf Leute fixiert waren, die Sie bewunderten. Gerade in einem Interview fielen Aussagen wie: “es war ja so dass vor allem Adorno mehr als Horkheimer eigentlich immer nur mit Leuten auskamen die sie verehrten“. Zu Tenbruck sagte diese Person, dass dieser nur „Jünger und Feinde“  kannte. Außerdem scheinen beide Protagonisten in ihrer Soziologie ziemlich doktrinär gewesen zu sein. Die Auseinandersetzungen zwischen den beiden müssen ziemlich heftig gewesen sein, denn es wurde sogar erwähnt, dass Tenbruck nach Tübingen gegangen sei, weil er nicht die gleiche Luft atmen konnte. Ein anderer Zeitzeuge erwähnte, dass Tenbruck Konfrontationen scheute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann bemerkt werden, dass der wahre Grund zwischen der Antipathie zwischen Adorno und Tenbruck in ihrem unterschiedlichen Wissenschaftsverständnis liegt. Jedoch ist es doch beachtenswert, dass Adorno sich so gegen eine Berufung Tenbrucks stark macht, da auch andere Professoren an der Universität eine andere Auffassung von Soziologie haben. An dieser Stelle sollte aber nochmals hervorgehoben werden, dass die Unstimmigkeiten zwischen Beiden zum Großteil auf der doktrinären art beider Wissenschaftler beruhen. Zudem stellt sich in weiteren Interviews heraus, dass Tenbruck, vorsichtig ausgedrückt, auch kein einfacher Mensch sei. Auch ehemalige Kollegen an der WISO-Fakultät betonen, dass die Zusammenarbeit oftmals sehr kompliziert war und dass es dort auch zu Streitigkeiten kam. Luckmann erwähnt in einem Interview , dass auch er Probleme mit Friedrich H. Tenbruck hatte. Es kam wohl dazu, dass sich Tenbruck, teilweise auch wegen persönlichen Gründen mit Berger, einem guten Freund Luckmanns, zerstritten hatte. Dieses Zerwürfnis färbte auf Luckmann ab und nach der Veröffentlichung eines gemeinsamen Buches mit Berger kam es zu weiteren Differenzen. Luckmann sieht den Grund der Differenzen, in der Tatsache, dass Tenbruck sich für den Hauptentdecker des amerikanischen Pragmatismus sähe. Luckmann vermutet, dass Tenbruck Angst hatte, sein Monopol als amerikanischer Soziologieexperte zu verlieren. Jedoch hätten sich, Luckmann und Berger, sich von bevor Tenbruck die Lehre Meads in Deutschland publik machte, sich mit demselben beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich also, dass nicht nur das Wissenschaftsverständnis zwischen den Fakultäten und innerhalb der WISO-Fakultät zu Differenzen führte, sondern auch die Persönlichkeit der einzelnen Protagonisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Vortrag Clemens Albrecht: &amp;quot;Der Streit der Fakultäten: Die Linken gegen die Rechten – oder doch etwas mehr? Anmerkungen zur Soziologie in Frankfurt&amp;quot;, Frankfurt, 31.01.2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Transkript: Gespräch mit Walter Rüegg, Frankfurt, 4.01.2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Transkript: Gespräch mit Thomas Luckmann, Konstanz, 18. Februar 2008.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Entstehung_des_Streits_zwischen_den_Fakult%C3%A4ten_in_den_30er_Jahren&amp;diff=3367</id>
		<title>Entstehung des Streits zwischen den Fakultäten in den 30er Jahren</title>
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		<updated>2008-03-11T12:17:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein weiterer wichtiger Punkt, der für diese Arbeit geklärt werden sollte, ist, wie es eigentlich speziell in Frankfurt dazu kam, dass die Soziologie an zwei Fakultäten beheimatet ist. Um dies darzustellen muss man in die 30er Jahre zurückgehen. In dieser Zeit sieht Albrecht  die Grundlage für den Streit zwischen den Fakultäten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 bekam der Leiter des Instituts für Sozialforschung, Grünberg, einen Schlaganfall und wurde arbeitsunfähig. Nun musste ein neuer Institutsdirektor gefunden werden. Es kam jedoch nur Max Horkheimer in Frage, da nur er bereits habilitiert war und aufgrund seiner Persönlichkeit in der Lage war das Institut zu leiten. In dem Moment, als Horkheimer den Direktorposten des Instituts übernahm, stellte sich die Frage, an welcher Fakultät der Lehrstuhl Horkheimers platziert werden sollte. Grünbergs Lehrstuhl war an der Wiso-Fakultät gewesen, da aber Horkheimer in Philosophie habilitiert hatte, war dies nicht möglich. Horkheimer wünschte sich für seinen Lehrstuhl die Bezeichnung Soziologie und Philosophie. Nun kam es aber, dass genau zu dieser Zeit Karl Mannheim an die Universität Frankfurt berufen wurde. Dieser, dessen Lehrstuhl an der Wiso-Fakultät war, wehrte sich mit anderen Mitgliedern der Fakultät dagegen, dass Horkheimers Lehrstuhl an der Fakultät platziert wurde mit dem Argument, dass Horkheimer sich die Soziologie aneignen wolle, obwohl er von dieser überhaupt keine Ahnung habe. Also wurde Horkheimers Lehrstuhl an der Philosophischen Fakultät eingerichtet. In diesem Konflikt sieht Albrecht den Ursprung für den Streit der Fakultäten. Auffällig ist außerdem, dass es hier zum ersten Mal zu Intervenierungen in der Berufungspolitik der Universität kam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem wird wieder der Streit um die Frage deutlich, aus welchem Fach die Soziologie entstand. Auch diese Frage prägte den Streit der Fakultäten. Die an der Wiso-Fakultät beheimateten Soziologen vertraten sie Ansicht, dass die Soziologie aus der Nationalökonomie entstand. An der Philosophischen Fakultät sah man den Ursprung durch Simmel in der Philosophie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist also der Ursprung des Streits. Jedoch kam es bald darauf, aufgrund des dritten Reiches, zur Emigration vieler Professoren. Wie sich der Konflikt weiter entwickelte, zeigt sich nach der Rückkehr Adornos und Horkheimers aus der USA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Vortrag Clemens Albrecht: &amp;quot;Der Streit der Fakultäten: Die Linken gegen die Rechten – oder doch etwas mehr? Anmerkungen zur Soziologie in Frankfurt&amp;quot;, Frankfurt am Main, 31. Januar 2008.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Die_gescheiterte_Berufung_von_Golo_Mann&amp;diff=3366</id>
		<title>Die gescheiterte Berufung von Golo Mann</title>
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		<updated>2008-03-11T12:16:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: Die Seite wurde neu angelegt: Ein weiterer Vorfall, der den Konflikt zwischen Wiso-Fakultät und der philosophischen Fakultät weiterhin verschärfte, war die Berufung von Golo Mann an die Wiso-Faku...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein weiterer Vorfall, der den Konflikt zwischen Wiso-Fakultät und der philosophischen Fakultät weiterhin verschärfte, war die Berufung von Golo Mann an die Wiso-Fakultät. Horkheimer verhinderte die Berufung gemeinsam mit dem AJC (American Jewish Committee). Im folgenden Absatz wird beschrieben, wie s zu dieser starken Intervention in die Berufungspolitik der Wiso-Fakultät kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horkheimer und Golo Mann waren keine Unbekannten. Die beiden Familien lernten sich in der Zeit ihres Exils in den USA kennen. Auch nach der Rückkehr nach Deutschland hielten sie weiterhin losen Kontakt. Wie kam es, trotz der Freundschaft, dazu, dass Horkheimer die Berufung Golo Manns an die Universität Frankfurt im Jahr 1963 verhinderte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grund für die Auseinandersetzungen ist ein Vortrag Manns über seine Antisemitismus Analysen vor dem Rhein-Rhur-Klub aus dem Jahr 1960. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurden das IFS und der AJC verstärkt auf Mann aufmerksam. Als es dann um die Berufung Manns an die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät ging, hielt Horkheimer nochmals Rücksprache mit dem AJC. Man kam zu der Ansicht, dass „Manns Essay Schaden anrichten könne, weil es der alten nazistischen Propaganda über den Einfluss der Juden in Deutschland bedeutende Zugeständnisse mache“ . Mann wurde ein heimlicher Antisemitismus unterstellt und Horkheimer verhinderte seine Berufung durch einen Anruf beim hessischen Kultusminister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier stellt sich die Frage, aufgrund welcher Tatsachen, dem jüdischen Golo Mann, ein heimlicher Antisemitismus unterstellt wurde. Dies führt vermutlich auf die verschiedenen Forschungsansätze Manns und des IFS zurück. Horkheimer und Adorno betrachteten den Antisemitismus als eine Krankheit der Täter. Nach dieser Deutung ist es unmöglich, dass die Opfer irgendeine Schuld trifft. Golo Mann hinterfragt in seinen Antisemitismus Analysen die historische Wahrheit hinter den antisemitischen Klischees. Diese Frage steht der These Horkheimers absolut entgegen. Hier wird dem Opfer wieder ein Teil Schuld für die Entstehung des Antisemitismus gegeben. Allein Manns Forschungsfrage identifiziere ihn schon mit dem Antisemitismus. Nach der These Horkheimers und Adornos ist eine solche Fragestellung Manns nur möglich, wenn er bereits selber mit der Krankheit Antisemitismus infiziert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clemens Albrecht: Warum Horkheimer Golo Mann einen „heimlichen Antisemiten“ nannte: Der Streit um die richtige Vergangenheitsbewältigung, in: Clemens Albrecht, Günter C. Behrmann, Michael Bock, Harald Homann &amp;amp; Friedrich H. Tenbruck: Die intellektuelle Gründung der Bundesrepublik – Eine Wirkungsgeschichte der Frankfurter Schule, Frankfurt 1999, S. 192.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
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		<title>Der Fakultätenstreit</title>
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		<updated>2008-03-10T23:04:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: /* Fragestellung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Fragestellung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Frankfurt und gerade die Soziologie an dieser Universität, wird meist mit der „Frankfurter Schule“, dem Institut für Sozialforschung und den Protagonisten Adorno, Horkheimer und Habermas verbunden. Jedoch wurde nicht nur an der Philosophischen Fakultät Soziologie gelehrt. Eine weitere Fakultät, die die Lehre der Gesellschaft erforschte und lehrte, war die Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.  Während die Soziologen der Philosophischen Fakultät in den 50ern und 60ern im Blickpunkt des allgemeinen Interesses standen, wurde an der WISO- Fakultät eine ganz andere Soziologie von Walter Rüegg, Friedrich H. Tenbruck, und Thomas Luckmann gelehrt. Es gab zwar einige Projekte, an denen beide Fakultäten arbeiteten und auch im IFS kamen die Soziologen beider Fakultäten öfters zusammen, aber im Laufe unserer Forschungsarbeit hat sich jedoch heraus gestellt, dass es zwischen den Fakultäten auch immer wieder Probleme gab. Diese Probleme waren selbstverständlich wissenschaftstheoretische Probleme. Jedoch kam es aber auch zu starken Intervenierungen von Seiten der philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO- Fakultät. &lt;br /&gt;
In dieser Arbeit sollen einige Intervenierungen der Philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO-Fakultät, am Beispiel der Fälle Friedrich H. Tenbruck, und Golo Mann, dargestellt werden. Außerdem soll der Grund für eben diese Eingriffe gefunden werde, sowie das allgemeine Verhältnis beider Fakultäten dargestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer wichtiger Punkt, der für diese Arbeit geklärt werden sollte, ist, wie es eigentlich speziell in Frankfurt dazu kam, dass die Soziologie an zwei Fakultäten beheimatet ist. Um dies darzustellen muss man in die 30er Jahre zurückgehen. In dieser Zeit sieht Albrecht  die Grundlage für den Streit zwischen den Fakultäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Entstehung des Streits zwischen den Fakultäten in den 30er Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Rückkehr nach der Emigration - Das IFS kehrt nach Frankfurt zurück]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Intervenierungen der Philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO-Fakultät]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Verschiedene Wissenschaftsbegriffe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Résumé]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem interessant für die Fragestellung .....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Biographie von Thomas Luckmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Friedrich H. Tenbruck]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Luckmanns Lehrveranstaltungen an der Universität Frankfurt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
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		<title>Der Fakultätenstreit</title>
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		<updated>2008-03-10T23:02:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: /* Fragestellung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Fragestellung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Frankfurt und gerade die Soziologie an dieser Universität, wird meist mit der „Frankfurter Schule“, dem Institut für Sozialforschung und den Protagonisten Adorno, Horkheimer und Habermas verbunden. Jedoch wurde nicht nur an der Philosophischen Fakultät Soziologie gelehrt. Eine weitere Fakultät, die die Lehre der Gesellschaft erforschte und lehrte, war die Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.  Während die Soziologen der Philosophischen Fakultät in den 50ern und 60ern im Blickpunkt des allgemeinen Interesses standen, wurde an der WISO- Fakultät eine ganz andere Soziologie von Walter Rüegg, Friedrich H. Tenbruck, und Thomas Luckmann gelehrt. Es gab zwar einige Projekte, an denen beide Fakultäten arbeiteten und auch im IFS kamen die Soziologen beider Fakultäten öfters zusammen, aber im Laufe unserer Forschungsarbeit hat sich jedoch heraus gestellt, dass es zwischen den Fakultäten auch immer wieder Probleme gab. Diese Probleme waren selbstverständlich wissenschaftstheoretische Probleme. Jedoch kam es aber auch zu starken Intervenierungen von Seiten der philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO- Fakultät. &lt;br /&gt;
In dieser Arbeit sollen einige Intervenierungen der Philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO-Fakultät, am Beispiel der Fälle Friedrich H. Tenbruck, und Golo Mann, dargestellt werden. Außerdem soll der Grund für eben diese Eingriffe gefunden werde, sowie das allgemeine Verhältnis beider Fakultäten dargestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer wichtiger Punkt, der für diese Arbeit geklärt werden sollte, ist, wie es eigentlich speziell in Frankfurt dazu kam, dass die Soziologie an zwei Fakultäten beheimatet ist. Um dies darzustellen muss man in die 30er Jahre zurückgehen. In dieser Zeit sieht Albrecht  die Grundlage für den Streit zwischen den Fakultäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Entstehung des Streits zwischen den Fakultäten in den 30er Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Rückkehr nach der Emigration - Das IFS kehrt nach Frankfurt zurück]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
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		<updated>2008-03-10T23:00:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: /* Fragestellung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Fragestellung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Frankfurt und gerade die Soziologie an dieser Universität, wird meist mit der „Frankfurter Schule“, dem Institut für Sozialforschung und den Protagonisten Adorno, Horkheimer und Habermas verbunden. Jedoch wurde nicht nur an der Philosophischen Fakultät Soziologie gelehrt. Eine weitere Fakultät, die die Lehre der Gesellschaft erforschte und lehrte, war die Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.  Während die Soziologen der Philosophischen Fakultät in den 50ern und 60ern im Blickpunkt des allgemeinen Interesses standen, wurde an der WISO- Fakultät eine ganz andere Soziologie von Walter Rüegg, Friedrich H. Tenbruck, und Thomas Luckmann gelehrt. Es gab zwar einige Projekte, an denen beide Fakultäten arbeiteten und auch im IFS kamen die Soziologen beider Fakultäten öfters zusammen, aber im Laufe unserer Forschungsarbeit hat sich jedoch heraus gestellt, dass es zwischen den Fakultäten auch immer wieder Probleme gab. Diese Probleme waren selbstverständlich wissenschaftstheoretische Probleme. Jedoch kam es aber auch zu starken Intervenierungen von Seiten der philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO- Fakultät. &lt;br /&gt;
In dieser Arbeit sollen einige Intervenierungen der Philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO-Fakultät, am Beispiel der Fälle Friedrich H. Tenbruck, und Golo Mann, dargestellt werden. Außerdem soll der Grund für eben diese Eingriffe gefunden werde, sowie das allgemeine Verhältnis beider Fakultäten dargestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer wichtiger Punkt, der für diese Arbeit geklärt werden sollte, ist, wie es eigentlich speziell in Frankfurt dazu kam, dass die Soziologie an zwei Fakultäten beheimatet ist. Um dies darzustellen muss man in die 30er Jahre zurückgehen. In dieser Zeit sieht Albrecht  die Grundlage für den Streit zwischen den Fakultäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Entstehung des Streits zwischen den Fakultäten in den 30er Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Rückkehr nach der Emigration - Das IFS kehrt nach Frankfurt zurück]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Intervenierungen der Philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO-Fakultät]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>SozFra:Portal</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__NOEDITSECTION__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;background-color:#F2F2E5;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== '''Lehrforschungsprojekt: Soziologie in Frankfurt''' ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fragestellung und Vorgehen===&lt;br /&gt;
[[Image:AfETurm.jpg|thumb|left|100px|AfE-Turm, errichtet von 1970 bis 1972]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenstand dieses sich über zwei Semester erstreckenden Lehrforschungsprojektes ist die Geschichte der Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt seit ihrer Gründung als Stiftungsuniversität im Jahre 1914 bis zum heutigen Tag, der durch eine nicht nur generationsbedingte Umbruchphase gekennzeichnet ist, in dem sich das Gesicht der Frankfurter Soziologie in naher Zukunft dramatisch verändern wird. Die Veranstaltung bezieht also historische wie zeitgenössische Aspekte der soziologischen Forschung und Lehre an der Universität Frankfurt bewußt aufeinander, um anhand von historischen Quellen und zeitgenössischen Methoden der empirischen Sozialforschung dasjenige intellektuelle und politische Spektrum auszumessen, wofür der Wissenschaftsstandort Frankfurt einmal stand bzw. heute steht und vielleicht dereinst stehen könnte. Zu diesem Zweck sollen auch eine Reihe von Akteuren und Zeitzeugen befragt werden, die in den letzten Jahrzehnten maßgeblich das Erscheinungsbild der Frankfurter Soziologie mitgeprägt haben bzw. seinen Wandel aufmerksam mitverfolgt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsgruppen, Plenum, Ablauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Arbeitsgruppen wurde sich mit unterschiedlichen Phasen und Akteuren innerhalb des nun bald hundertjährigen Prozesses der Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre an der Universität Frankfurt beschäftigt. Dazu wurden eigene erste Fragestellungen fomuliert, die in dem Artikel [[Vorüberlegungen und offene Fragestellungen]] dokumentiert sind. [[Image:Jügelhaus.jpg|thumb|right|180px|Das Jügelhaus wurde 1906 als Teil der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften errichtet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischenergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen wurden in dem während der Vorlesungszeit regelmäßig stattfindenden Plenum zur Diskussion gestellt werden. Die durchgeführten [[Interviews]] wurden als Transkriptionen von allen Teilnehmenden angefertigt und für die einzelnen Arbeiten zur Verfügung gestellt. Das Wiki-System war als [[Didaktisches Szenario]] thematisch in Diskussion und Weiterentwicklung des Projekts eingebunden.&lt;br /&gt;
Während der beiden Semester haben [[Vorträge und Konferenzen]] stattgefunden, die jeweils zur Erweiterung des thematischen Feldes beigetragen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsgruppe 1. Frankfurt als Stiftungsuniversität bis 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Fragestellungen der Gruppe 1]] beziehen sozialwissenschaftliche Forschung und Lehre an der alten Frankfurter '''Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften''', die Gründung der Universität Frankfurt als Stiftungsuniversität des Frankfurter Bürgertums im Jahre 1914 (wobei insbesondere auch auf die mäzenatische Rolle des jüdischen Bürgertums eingegangen werden soll), die &amp;quot;wilden zwanziger Jahre&amp;quot;: die Frankfurter Soziologie in der Weimarer Republik und ihr Verhältnis zum philosophischen Elfenbeinturm sowie zur außerakademischen Kunstkritik und Kulturessayistik, in die entstehenden Arbeiten ein. (BetreuerInnen: [[Amalia Barboza]], [[Aurélien Berlan]], [[Claudius Härpfer]], [[Felicia Herrschaft]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====[[Fragestellungen der Gruppe 1]]====&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:100px-Adickes.jpg|frame|center|90px|[[Die Anfangsgeschichte der Universität Frankfurt]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Oppenheimer1.jpg |frame|center|100px|[[Franz Oppenheimer und der erste Lehrstuhl für Soziologie an der Frankfurter Universität|Franz Oppenheimer]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:KarlMannheim1.jpg|frame|center|100|[[Karl Mannheim|Karl &amp;lt;br /&amp;gt;Mannheim]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Horkheimer1.jpg|frame|center|100|[[Das Institut für Sozialforschung in Frankfurt. Insbesondere das Wirken Max Horkheimers, sowie das Wesen des Institutes während des zweiten Weltkrieges|Max Horkheimer und das IfS]] ]]&lt;br /&gt;
|valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Elias1.jpg|frame|center|100|[[Mannheims Studenten in der Galaxis der Frankfurter Soziologie| Karl Mannheims StudentInnen, Bild: Norbert Elias]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Salomon1.jpg|frame|center|100px|[[Gottfried Salomon Delatour: Sein Einfluss auf die Soziologie in Frankfurt und seine Verbindungen|Gottfried Salomon-Delatour]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Kracauer1.jpg|frame|center|100px|[[Siegfried Kracauer: Der Soziologe in der Frankfurter Zeitung. Einfluß und Wirken eines Außenseiters bis 1933|Siegfried&amp;lt;br /&amp;gt;Kracauer]] ]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsgruppe 2. Neubeginn in den 1950er - Frankfurter Soziologie heute und morgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Fragestellungen der Gruppe 2]] behandeln unter anderem den demokatischen Neubeginn der Universität in den 1950er und 1960er Jahren: Die Rückkehr der Emigranten aus dem amerikanischen Exil und das spannungsreiche Verhältnis der &amp;quot;Frankfurter Schule der Soziologie&amp;quot; zur Philosophie und Ökonomie und die Studentenrevolte von 1968 und die Entstehung des heutigen Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften aus der Konkursmasse der von Jürgen Habermas und Ludwig von Friedeburg beabsichtigten Hochschulreform. (BetreuerInnen: [[Fehmi Akalin]], [[Thorsten Benkel]],[[Claudius Härpfer]],[[Felicia Herrschaft]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
====[[Fragestellungen der Gruppe 2]]====&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;2&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Luckmann.jpg|frame|center|50px|[[Der Fakultätenstreit]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:jürgenhabermas1.jpg |frame|center|50px|[[Jürgen Habermas - Verpasste Chance für Frankfurt|Jürgen&amp;lt;br/&amp;gt;Habermas]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:4_73_0_Frauenzentrum2_gr.jpg|frame|center|50px|[[Frauen in der Soziologie in Frankfurt]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Goethe_zitat.jpg|frame|center|50px|[[Die Berufungspolitik ab 1945]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:dutschke2-kl.jpg|frame|center|50px|[[Der Mittelbau der Jahre 1965-1972]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Studentenrevolte1.jpg|frame|center|50px|[[Wie wurde die Studentenrevolte theoretisch vorbereitet?]]]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Verzeichnis bedeutender Personen für die Soziologie in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Chronologie der Entstehung und Institutionalisierung der Soziologie in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Geschichte des Vereins für Sozialpolitik 1872-1932 (Dr.Franz Boese)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Artikelsammlung Universität Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rektoratsreden 1914-1989]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Dekane und Dekaninnen Fb 3|DekanInnen des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vorlesungsverzeichnisse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Image:IfEGebäudeErstes.jpg|thumb|right|200px|Das Gebäude des Instituts für Sozialforschung zwischen 1924 und 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interviews==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Interviewpartner im Wintersemester]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Informationen und Eckdaten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Auszüge Transkriptionen der Interviews]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Methoden und Auswertung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturliste==&lt;br /&gt;
[[Literaturliste]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archiv ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vorträge und Konferenzen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Veranstaltungsdaten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[TeilnehmerInnen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=SozFra:Portal&amp;diff=3343</id>
		<title>SozFra:Portal</title>
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		<updated>2008-03-10T22:53:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__NOEDITSECTION__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;background-color:#F2F2E5;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== '''Lehrforschungsprojekt: Soziologie in Frankfurt''' ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fragestellung und Vorgehen===&lt;br /&gt;
[[Image:AfETurm.jpg|thumb|left|100px|AfE-Turm, errichtet von 1970 bis 1972]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenstand dieses sich über zwei Semester erstreckenden Lehrforschungsprojektes ist die Geschichte der Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt seit ihrer Gründung als Stiftungsuniversität im Jahre 1914 bis zum heutigen Tag, der durch eine nicht nur generationsbedingte Umbruchphase gekennzeichnet ist, in dem sich das Gesicht der Frankfurter Soziologie in naher Zukunft dramatisch verändern wird. Die Veranstaltung bezieht also historische wie zeitgenössische Aspekte der soziologischen Forschung und Lehre an der Universität Frankfurt bewußt aufeinander, um anhand von historischen Quellen und zeitgenössischen Methoden der empirischen Sozialforschung dasjenige intellektuelle und politische Spektrum auszumessen, wofür der Wissenschaftsstandort Frankfurt einmal stand bzw. heute steht und vielleicht dereinst stehen könnte. Zu diesem Zweck sollen auch eine Reihe von Akteuren und Zeitzeugen befragt werden, die in den letzten Jahrzehnten maßgeblich das Erscheinungsbild der Frankfurter Soziologie mitgeprägt haben bzw. seinen Wandel aufmerksam mitverfolgt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsgruppen, Plenum, Ablauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Arbeitsgruppen wurde sich mit unterschiedlichen Phasen und Akteuren innerhalb des nun bald hundertjährigen Prozesses der Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre an der Universität Frankfurt beschäftigt. Dazu wurden eigene erste Fragestellungen fomuliert, die in dem Artikel [[Vorüberlegungen und offene Fragestellungen]] dokumentiert sind. [[Image:Jügelhaus.jpg|thumb|right|180px|Das Jügelhaus wurde 1906 als Teil der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften errichtet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischenergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen wurden in dem während der Vorlesungszeit regelmäßig stattfindenden Plenum zur Diskussion gestellt werden. Die durchgeführten [[Interviews]] wurden als Transkriptionen von allen Teilnehmenden angefertigt und für die einzelnen Arbeiten zur Verfügung gestellt. Das Wiki-System war als [[Didaktisches Szenario]] thematisch in Diskussion und Weiterentwicklung des Projekts eingebunden.&lt;br /&gt;
Während der beiden Semester haben [[Vorträge und Konferenzen]] stattgefunden, die jeweils zur Erweiterung des thematischen Feldes beigetragen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsgruppe 1. Frankfurt als Stiftungsuniversität bis 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Fragestellungen der Gruppe 1]] beziehen sozialwissenschaftliche Forschung und Lehre an der alten Frankfurter '''Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften''', die Gründung der Universität Frankfurt als Stiftungsuniversität des Frankfurter Bürgertums im Jahre 1914 (wobei insbesondere auch auf die mäzenatische Rolle des jüdischen Bürgertums eingegangen werden soll), die &amp;quot;wilden zwanziger Jahre&amp;quot;: die Frankfurter Soziologie in der Weimarer Republik und ihr Verhältnis zum philosophischen Elfenbeinturm sowie zur außerakademischen Kunstkritik und Kulturessayistik, in die entstehenden Arbeiten ein. (BetreuerInnen: [[Amalia Barboza]], [[Aurélien Berlan]], [[Claudius Härpfer]], [[Felicia Herrschaft]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====[[Fragestellungen der Gruppe 1]]====&lt;br /&gt;
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[[Image:100px-Adickes.jpg|frame|center|90px|[[Die Anfangsgeschichte der Universität Frankfurt]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Oppenheimer1.jpg |frame|center|100px|[[Franz Oppenheimer und der erste Lehrstuhl für Soziologie an der Frankfurter Universität|Franz Oppenheimer]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:KarlMannheim1.jpg|frame|center|100|[[Karl Mannheim|Karl &amp;lt;br /&amp;gt;Mannheim]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Horkheimer1.jpg|frame|center|100|[[Das Institut für Sozialforschung in Frankfurt. Insbesondere das Wirken Max Horkheimers, sowie das Wesen des Institutes während des zweiten Weltkrieges|Max Horkheimer und das IfS]] ]]&lt;br /&gt;
|valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Elias1.jpg|frame|center|100|[[Mannheims Studenten in der Galaxis der Frankfurter Soziologie| Karl Mannheims StudentInnen, Bild: Norbert Elias]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Salomon1.jpg|frame|center|100px|[[Gottfried Salomon Delatour: Sein Einfluss auf die Soziologie in Frankfurt und seine Verbindungen|Gottfried Salomon-Delatour]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Kracauer1.jpg|frame|center|100px|[[Siegfried Kracauer: Der Soziologe in der Frankfurter Zeitung. Einfluß und Wirken eines Außenseiters bis 1933|Siegfried&amp;lt;br /&amp;gt;Kracauer]] ]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsgruppe 2. Neubeginn in den 1950er - Frankfurter Soziologie heute und morgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Fragestellungen der Gruppe 2]] behandeln unter anderem den demokatischen Neubeginn der Universität in den 1950er und 1960er Jahren: Die Rückkehr der Emigranten aus dem amerikanischen Exil und das spannungsreiche Verhältnis der &amp;quot;Frankfurter Schule der Soziologie&amp;quot; zur Philosophie und Ökonomie und die Studentenrevolte von 1968 und die Entstehung des heutigen Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften aus der Konkursmasse der von Jürgen Habermas und Ludwig von Friedeburg beabsichtigten Hochschulreform. (BetreuerInnen: [[Fehmi Akalin]], [[Thorsten Benkel]],[[Claudius Härpfer]],[[Felicia Herrschaft]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
====[[Fragestellungen der Gruppe 2]]====&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;2&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Luckmann.jpg|frame|center|50px|[[Der Fakultätenstreit]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:jürgenhabermas1.jpg |frame|center|50px|[[Jürgen Habermas - Verpasste Chance für Frankfurt|Jürgen&amp;lt;br/&amp;gt;Habermas]] ]]&lt;br /&gt;
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[[Image:4_73_0_Frauenzentrum2_gr.jpg|frame|center|50px|[[Frauen in der Soziologie in Frankfurt]] ]]&lt;br /&gt;
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[[Image:Goethe_zitat.jpg|frame|center|50px|[[Die Berufungspolitik ab 1945]] ]]&lt;br /&gt;
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[[Image:dutschke2-kl.jpg|frame|center|50px|[[Der Mittelbau der Jahre 1965-1972]] ]]&lt;br /&gt;
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[[Image:Studentenrevolte1.jpg|frame|center|50px|[[Wie wurde die Studentenrevolte theoretisch vorbereitet?]]]]&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Verzeichnis bedeutender Personen für die Soziologie in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Chronologie der Entstehung und Institutionalisierung der Soziologie in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Geschichte des Vereins für Sozialpolitik 1872-1932 (Dr.Franz Boese)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Artikelsammlung Universität Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rektoratsreden 1914-1989]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Dekane und Dekaninnen Fb 3|DekanInnen des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vorlesungsverzeichnisse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Image:IfEGebäudeErstes.jpg|thumb|right|200px|Das Gebäude des Instituts für Sozialforschung zwischen 1924 und 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interviews==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Interviewpartner im Wintersemester]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Informationen und Eckdaten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Auszüge Transkriptionen der Interviews]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Methoden und Auswertung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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==Literaturliste==&lt;br /&gt;
[[Literaturliste]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archiv ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vorträge und Konferenzen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Veranstaltungsdaten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[TeilnehmerInnen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
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		<title>SozFra:Portal</title>
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		<updated>2008-03-10T22:52:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;background-color:#F2F2E5;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== '''Lehrforschungsprojekt: Soziologie in Frankfurt''' ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fragestellung und Vorgehen===&lt;br /&gt;
[[Image:AfETurm.jpg|thumb|left|100px|AfE-Turm, errichtet von 1970 bis 1972]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenstand dieses sich über zwei Semester erstreckenden Lehrforschungsprojektes ist die Geschichte der Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt seit ihrer Gründung als Stiftungsuniversität im Jahre 1914 bis zum heutigen Tag, der durch eine nicht nur generationsbedingte Umbruchphase gekennzeichnet ist, in dem sich das Gesicht der Frankfurter Soziologie in naher Zukunft dramatisch verändern wird. Die Veranstaltung bezieht also historische wie zeitgenössische Aspekte der soziologischen Forschung und Lehre an der Universität Frankfurt bewußt aufeinander, um anhand von historischen Quellen und zeitgenössischen Methoden der empirischen Sozialforschung dasjenige intellektuelle und politische Spektrum auszumessen, wofür der Wissenschaftsstandort Frankfurt einmal stand bzw. heute steht und vielleicht dereinst stehen könnte. Zu diesem Zweck sollen auch eine Reihe von Akteuren und Zeitzeugen befragt werden, die in den letzten Jahrzehnten maßgeblich das Erscheinungsbild der Frankfurter Soziologie mitgeprägt haben bzw. seinen Wandel aufmerksam mitverfolgt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsgruppen, Plenum, Ablauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Arbeitsgruppen wurde sich mit unterschiedlichen Phasen und Akteuren innerhalb des nun bald hundertjährigen Prozesses der Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre an der Universität Frankfurt beschäftigt. Dazu wurden eigene erste Fragestellungen fomuliert, die in dem Artikel [[Vorüberlegungen und offene Fragestellungen]] dokumentiert sind. [[Image:Jügelhaus.jpg|thumb|right|180px|Das Jügelhaus wurde 1906 als Teil der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften errichtet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischenergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen wurden in dem während der Vorlesungszeit regelmäßig stattfindenden Plenum zur Diskussion gestellt werden. Die durchgeführten [[Interviews]] wurden als Transkriptionen von allen Teilnehmenden angefertigt und für die einzelnen Arbeiten zur Verfügung gestellt. Das Wiki-System war als [[Didaktisches Szenario]] thematisch in Diskussion und Weiterentwicklung des Projekts eingebunden.&lt;br /&gt;
Während der beiden Semester haben [[Vorträge und Konferenzen]] stattgefunden, die jeweils zur Erweiterung des thematischen Feldes beigetragen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsgruppe 1. Frankfurt als Stiftungsuniversität bis 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Fragestellungen der Gruppe 1]] beziehen sozialwissenschaftliche Forschung und Lehre an der alten Frankfurter '''Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften''', die Gründung der Universität Frankfurt als Stiftungsuniversität des Frankfurter Bürgertums im Jahre 1914 (wobei insbesondere auch auf die mäzenatische Rolle des jüdischen Bürgertums eingegangen werden soll), die &amp;quot;wilden zwanziger Jahre&amp;quot;: die Frankfurter Soziologie in der Weimarer Republik und ihr Verhältnis zum philosophischen Elfenbeinturm sowie zur außerakademischen Kunstkritik und Kulturessayistik, in die entstehenden Arbeiten ein. (BetreuerInnen: [[Amalia Barboza]], [[Aurélien Berlan]], [[Claudius Härpfer]], [[Felicia Herrschaft]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====[[Fragestellungen der Gruppe 1]]====&lt;br /&gt;
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[[Image:100px-Adickes.jpg|frame|center|90px|[[Die Anfangsgeschichte der Universität Frankfurt]] ]]&lt;br /&gt;
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[[Image:Oppenheimer1.jpg |frame|center|100px|[[Franz Oppenheimer und der erste Lehrstuhl für Soziologie an der Frankfurter Universität|Franz Oppenheimer]] ]]&lt;br /&gt;
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[[Image:KarlMannheim1.jpg|frame|center|100|[[Karl Mannheim|Karl &amp;lt;br /&amp;gt;Mannheim]] ]]&lt;br /&gt;
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[[Image:Horkheimer1.jpg|frame|center|100|[[Das Institut für Sozialforschung in Frankfurt. Insbesondere das Wirken Max Horkheimers, sowie das Wesen des Institutes während des zweiten Weltkrieges|Max Horkheimer und das IfS]] ]]&lt;br /&gt;
|valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Elias1.jpg|frame|center|100|[[Mannheims Studenten in der Galaxis der Frankfurter Soziologie| Karl Mannheims StudentInnen, Bild: Norbert Elias]] ]]&lt;br /&gt;
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[[Image:Salomon1.jpg|frame|center|100px|[[Gottfried Salomon Delatour: Sein Einfluss auf die Soziologie in Frankfurt und seine Verbindungen|Gottfried Salomon-Delatour]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Kracauer1.jpg|frame|center|100px|[[Siegfried Kracauer: Der Soziologe in der Frankfurter Zeitung. Einfluß und Wirken eines Außenseiters bis 1933|Siegfried&amp;lt;br /&amp;gt;Kracauer]] ]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
=== Arbeitsgruppe 2. Neubeginn in den 1950er - Frankfurter Soziologie heute und morgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Fragestellungen der Gruppe 2]] behandeln unter anderem den demokatischen Neubeginn der Universität in den 1950er und 1960er Jahren: Die Rückkehr der Emigranten aus dem amerikanischen Exil und das spannungsreiche Verhältnis der &amp;quot;Frankfurter Schule der Soziologie&amp;quot; zur Philosophie und Ökonomie und die Studentenrevolte von 1968 und die Entstehung des heutigen Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften aus der Konkursmasse der von Jürgen Habermas und Ludwig von Friedeburg beabsichtigten Hochschulreform. (BetreuerInnen: [[Fehmi Akalin]], [[Thorsten Benkel]],[[Claudius Härpfer]],[[Felicia Herrschaft]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
====[[Fragestellungen der Gruppe 2]]====&lt;br /&gt;
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[[Image:Luckmann.jpg|frame|center|50px|[[Der Fakultätenstreit]]|Thomas&amp;lt;br/&amp;gt;Luckmann]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:jürgenhabermas1.jpg |frame|center|50px|[[Jürgen Habermas - Verpasste Chance für Frankfurt|Jürgen&amp;lt;br/&amp;gt;Habermas]] ]]&lt;br /&gt;
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[[Image:4_73_0_Frauenzentrum2_gr.jpg|frame|center|50px|[[Frauen in der Soziologie in Frankfurt]] ]]&lt;br /&gt;
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[[Image:Goethe_zitat.jpg|frame|center|50px|[[Die Berufungspolitik ab 1945]] ]]&lt;br /&gt;
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[[Image:Studentenrevolte1.jpg|frame|center|50px|[[Wie wurde die Studentenrevolte theoretisch vorbereitet?]]]]&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
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==Übersichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Verzeichnis bedeutender Personen für die Soziologie in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Chronologie der Entstehung und Institutionalisierung der Soziologie in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Geschichte des Vereins für Sozialpolitik 1872-1932 (Dr.Franz Boese)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Artikelsammlung Universität Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rektoratsreden 1914-1989]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Dekane und Dekaninnen Fb 3|DekanInnen des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vorlesungsverzeichnisse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Image:IfEGebäudeErstes.jpg|thumb|right|200px|Das Gebäude des Instituts für Sozialforschung zwischen 1924 und 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interviews==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Interviewpartner im Wintersemester]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Informationen und Eckdaten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Auszüge Transkriptionen der Interviews]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Methoden und Auswertung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturliste==&lt;br /&gt;
[[Literaturliste]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archiv ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vorträge und Konferenzen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Veranstaltungsdaten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[TeilnehmerInnen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Eva_Frankenthal&amp;diff=3329</id>
		<title>Eva Frankenthal</title>
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		<updated>2008-03-10T10:20:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Eva Frankenthal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kilianstädterstr. 04&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
61137 Schöneck&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tel: 06187 - 905584&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eva.frankenthal@gmx.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
'''Fragestellung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Frankfurt und gerade die Soziologie an dieser Universität, wird meist mit der „Frankfurter Schule“, dem Institut für Sozialforschung und den Protagonisten Adorno, Horkheimer und Habermas verbunden. Jedoch wurde nicht nur an der Philosophischen Fakultät Soziologie gelehrt. Eine weitere Fakultät, die die Lehre der Gesellschaft erforschte und lehrte, war die Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.  Während die Soziologen der Philosophischen Fakultät in den 50ern und 60ern im Blickpunkt des allgemeinen Interesses standen, wurde an der WISO- Fakultät eine ganz andere Soziologie von Walter Rüegg, Friedrich H. Tenbruck, und Thomas Luckmann gelehrt. Es gab zwar einige Projekte, an denen beide Fakultäten arbeiteten und auch im IFS kamen die Soziologen beider Fakultäten öfters zusammen, aber im Laufe unserer Forschungsarbeit hat sich jedoch heraus gestellt, dass es zwischen den Fakultäten auch immer wieder Probleme gab. Diese Probleme waren selbstverständlich wissenschaftstheoretische Probleme. Jedoch kam es aber auch zu starken Intervenierungen von Seiten der philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO- Fakultät. &lt;br /&gt;
In dieser Arbeit sollen einige Intervenierungen der Philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO-Fakultät, am Beispiel der Fälle Friedrich H. Tenbruck, und Golo Mann, dargestellt werden. Außerdem soll der Grund für eben diese Eingriffe gefunden werden, wie das allgemeine Verhältnis beider Fakultäten dargestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Texte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Biographie von Thomas Luckmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Friedrich H. Tenbruck]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Luckmanns Lehrveranstaltungen an der Universität Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Intervenierungen der Philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO-Fakultät]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Entstehung des Streits zwischen den Fakultäten in den 30er Jahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
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		<title>Entstehung des Streits zwischen den Fakultäten in den 30er Jahren</title>
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		<updated>2008-03-09T17:22:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: Die Seite wurde neu angelegt: Ein weiterer wichtiger Punkt, der für diese Arbeit geklärt werden sollte, ist, wie es eigentlich speziell in Frankfurt dazu kam, dass die Soziologie an zwei Fakultät...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein weiterer wichtiger Punkt, der für diese Arbeit geklärt werden sollte, ist, wie es eigentlich speziell in Frankfurt dazu kam, dass die Soziologie an zwei Fakultäten beheimatet ist. Um dies darzustellen muss man in die 30er Jahre zurückgehen. In dieser Zeit sieht Albrecht  die Grundlage für den Streit zwischen den Fakultäten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 bekam der Leiter des Instituts für Sozialforschung, Grünberg, einen Schlaganfall und wurde arbeitsunfähig. Nun musste ein neuer Institutsdirektor gefunden werden. Es kam jedoch nur Max Horkheimer in Frage, da nur er bereits habilitiert war und aufgrund seiner Persönlichkeit in der Lage war das Institut zu leiten. In dem Moment, als Horkheimer den Direktorposten des Instituts übernahm, stellte sich die Frage, an welcher Fakultät der Lehrstuhl Horkheimers platziert werden sollte. Grünbergs Lehrstuhl war an der Wiso-Fakultät gewesen, da aber Horkheimer in Philosophie habilitiert hatte, war dies nicht möglich. Horkheimer wünschte sich für seinen Lehrstuhl die Bezeichnung Soziologie und Philosophie. Nun kam es aber, dass genau zu dieser Zeit Karl Mannheim an die Universität Frankfurt berufen wurde. Dieser, dessen Lehrstuhl an der Wiso-Fakultät war, wehrte sich mit anderen Mitgliedern der Fakultät dagegen, dass Horkheimers Lehrstuhl an der Fakultät platziert wurde mit dem Argument, dass Horkheimer sich die Soziologie aneignen wolle, obwohl er von dieser überhaupt keine Ahnung habe. Also wurde Horkheimers Lehrstuhl an der Philosophischen Fakultät eingerichtet. In diesem Konflikt sieht Albrecht den Ursprung für den Streit der Fakultäten. Auffällig ist außerdem, dass es hier zum ersten Mal zu Intervenierungen in der Berufungspolitik der Universität kam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem wird wieder der Streit um die Frage deutlich, aus welchem Fach die Soziologie entstand. Auch diese Frage prägte den Streit der Fakultäten. Die an der Wiso-Fakultät beheimateten Soziologen vertraten sie Ansicht, dass die Soziologie aus der Nationalökonomie entstand. An der Philosophischen Fakultät sah man den Ursprung durch Simmel in der Philosophie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist also der Ursprung des Streits. Jedoch kam es bald darauf, aufgrund des dritten Reiches, zur Emigration vieler Professoren. Wie sich der Konflikt weiter entwickelte, zeigt sich nach der Rückkehr Adornos und Horkheimers aus der USA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Vortrag Clemens Albrecht: &amp;quot;Der Streit der Fakultäten: Die Linken gegen die Rechten – oder doch etwas mehr? Anmerkungen zur Soziologie in Frankfurt&amp;quot;, Frankfurt am Main, 31. Januar 2008.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
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		<title>Eva Frankenthal</title>
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		<updated>2008-03-09T17:21:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Eva Frankenthal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kilianstädterstr. 04&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
61137 Schöneck&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tel: 06187 - 905584&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eva.frankenthal@gmx.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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'''Fragestellung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Frankfurt und gerade die Soziologie an dieser Universität, wird meist mit der „Frankfurter Schule“, dem Institut für Sozialforschung und den Protagonisten Adorno, Horkheimer und Habermas verbunden. Jedoch wurde nicht nur an der Philosophischen Fakultät Soziologie gelehrt. Eine weitere Fakultät, die die Lehre der Gesellschaft erforschte und lehrte, war die Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.  Während die Soziologen der Philosophischen Fakultät in den 50ern und 60ern im Blickpunkt des allgemeinen Interesses standen, wurde an der WISO- Fakultät eine ganz andere Soziologie von Walter Rüegg, Friedrich H. Tenbruck, und Thomas Luckmann gelehrt. Es gab zwar einige Projekte, an denen beide Fakultäten arbeiteten und auch im IFS kamen die Soziologen beider Fakultäten öfters zusammen, aber im Laufe unserer Forschungsarbeit hat sich jedoch heraus gestellt, dass es zwischen den Fakultäten auch immer wieder Probleme gab. Diese Probleme waren selbstverständlich wissenschaftstheoretische Probleme. Jedoch kam es aber auch zu starken Intervenierungen von Seiten der philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO- Fakultät. &lt;br /&gt;
In dieser Arbeit sollen einige Intervenierungen der Philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO-Fakultät, am Beispiel der Fälle Friedrich H. Tenbruck, und Golo Mann, dargestellt werden. Außerdem soll der Grund für eben diese Eingriffe gefunden werde, wie das allgemeine Verhältnis beider Fakultäten dargestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Texte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Biographie von Thomas Luckmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Friedrich H. Tenbruck]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Luckmanns Lehrveranstaltungen an der Universität Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Intervenierungen der Philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO-Fakultät]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Entstehung des Streits zwischen den Fakultäten in den 30er Jahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
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		<title>Intervenierungen der Philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO-Fakultät</title>
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		<updated>2008-03-09T17:19:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: Der Seiteninhalt wurde durch einen anderen Text ersetzt: '

Das Berufungsverfahren von Friedrich H. Tenbruck

Die gescheiterte Berufung von Golo Mann'&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Das Berufungsverfahren von Friedrich H. Tenbruck]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die gescheiterte Berufung von Golo Mann]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Eva_Frankenthal&amp;diff=3319</id>
		<title>Eva Frankenthal</title>
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		<updated>2008-03-09T17:19:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Eva Frankenthal&lt;br /&gt;
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Kilianstädterstr. 04&lt;br /&gt;
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Tel: 06187 - 905584&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eva.frankenthal@gmx.de&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
'''Fragestellung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Frankfurt und gerade die Soziologie an dieser Universität, wird meist mit der „Frankfurter Schule“, dem Institut für Sozialforschung und den Protagonisten Adorno, Horkheimer und Habermas verbunden. Jedoch wurde nicht nur an der Philosophischen Fakultät Soziologie gelehrt. Eine weitere Fakultät, die die Lehre der Gesellschaft erforschte und lehrte, war die Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.  Während die Soziologen der Philosophischen Fakultät in den 50ern und 60ern im Blickpunkt des allgemeinen Interesses standen, wurde an der WISO- Fakultät eine ganz andere Soziologie von Walter Rüegg, Friedrich H. Tenbruck, und Thomas Luckmann gelehrt. Es gab zwar einige Projekte, an denen beide Fakultäten arbeiteten und auch im IFS kamen die Soziologen beider Fakultäten öfters zusammen, aber im Laufe unserer Forschungsarbeit hat sich jedoch heraus gestellt, dass es zwischen den Fakultäten auch immer wieder Probleme gab. Diese Probleme waren selbstverständlich wissenschaftstheoretische Probleme. Jedoch kam es aber auch zu starken Intervenierungen von Seiten der philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO- Fakultät. &lt;br /&gt;
In dieser Arbeit sollen einige Intervenierungen der Philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO-Fakultät, am Beispiel der Fälle Friedrich H. Tenbruck, und Golo Mann, dargestellt werden. Außerdem soll der Grund für eben diese Eingriffe gefunden werde, wie das allgemeine Verhältnis beider Fakultäten dargestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Texte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Biographie von Thomas Luckmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Friedrich H. Tenbruck]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Luckmanns Lehrveranstaltungen an der Universität Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Intervenierungen der Philosophischen Fakultät in die Berufungspolitik der WISO-Fakultät]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=%22Der_Streit_der_Fakult%C3%A4ten:_Die_Linken_gegen_die_Rechten_%E2%80%93_oder_doch_etwas_mehr%3F_Anmerkungen_zur_Soziologie_in_Frankfurt%22&amp;diff=3306</id>
		<title>&quot;Der Streit der Fakultäten: Die Linken gegen die Rechten – oder doch etwas mehr? Anmerkungen zur Soziologie in Frankfurt&quot;</title>
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		<updated>2008-03-09T15:47:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: Die Seite wurde neu angelegt: '''Vortrag Clemens Albrecht  Auszüge'''   ----  Teil 1 – ca. 8 min / 60  ----  Zunächst die Grundlage des Konfliktes, den wir hier behandeln, nämlich der Kernkonfl...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Vortrag Clemens Albrecht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszüge'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teil 1 – ca. 8 min / 60&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst die Grundlage des Konfliktes, den wir hier behandeln, nämlich der Kernkonflikt ist klar. Es geht um die Frage, wo ist die Soziologie beheimatet. Ist sie am Institut für Sozialforschung beheimatet, oder ist sie an der Wiso- Fakultät beheimatet. Das ist die Grundlage des Konfliktes. Es gibt sozusagen zwei Soziologien und wer hat dann die Oberhoheit über die Frankfurter Soziologie. Diese Grundlage wird ende der 30er Jahre gelegt und zwar durch eine schlicht und einfach historisch kontingente Entscheidung. Diese kontingente Entscheidung fällt in einem Club von drei engen Freunden, und die heißen Max Horkheimer, Felix Weil und Friedrich Pollock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun passiert folgendes, der erste Direktor des Instituts für Sozialforschung, Grünberg, bekommt einen Schlaganfall, 1928, er wird arbeitsunfähig, lebt noch lange Jahre, stirbt erst in den 40er Jahren. Und jetzt gibt es diese drei jungen Leute, die überlegen, was sie mit unserem, so sagen sie immer, Institut weitermachen. Warum war es unser Institut, wie die drei sagen. Erstens, weil Felix Weil derjenige war, der das ganze initiiert hat und sein Vater hat das Geld gegeben und zum zweiten, wie kann man sagen war es das intellektuelle Kernprojekt dieser kleinen Gruppe. Bei denen Grünberg und die erste Phase so etwas wie eine vorgeschobene Institutspolitik war, auf die man dann später aufgesprungen ist. Jetzt ging es zwischen diesen dreien um die entscheidende Frage, wer kann den Laden übernehmen und aufgrund der Tatsache, dass nur einer habilitiert war und soweit war und aufgrund seiner persönlichen Fähigkeiten mit Sicherheit der einzige war der dafür in Frage kam, hat man sich dafür entschieden, dass das Max Horkheimer macht. Er sollte also den Direktorenposten übernehmen, er war allerdings in Philosophie habilitiert. Hatte von Soziologie, und von der Wissenschaft, aus der sich die Soziologie heraus entwickelt hatte, nämlich der Nationalökonomie, überhaupt keine Ahnung. Das ist die Grundlage des Konfliktes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Moment, in dem nun Horkheimer Direktor wurde, des IFS, war nun die Frage, wo wird nun dieser Lehrstuhl platziert. Mit Grünberg konnte dieser Lehrstuhl an der Wiso- Fakultät platziert werden. Mit Horkheimer nicht mehr, weil jetzt eine zweite Konstellation hinzukommt, gleichzeitig mit Horkheimer wird Karl Mannheim nach Frankfurt berufen. Und nun geht es im Senat um die zentrale Frage, wie heißt Horkheimers Ordinariat. Horkheimer selbst möchte die Bezeichnung für Philosophie und Soziologie. Mannheim wehrt sich eminent dagegen und mit Mannheim andere Mitglieder der Wiso-Fakultät, Oppenheimer mit dem Argument, da möchte sich jemand die Soziologie aneignen, der von Soziologie eigentlich überhaupt keine Ahnung hat. Und darum schlagen sie als Lehrstuhlbezeichnung Sozialphilosophie vor. Horkheimers Lehrstuhl heißt also Sozialphilosophie und er wird an der philosophischen Fakultät eingerichtet, nicht an der Wiso-Fakultät. Und damit haben wir aus historisch kontingenten  Gründen die Anlage eines Schismas, die sich strukturell sozusagen fortschleppt und wie das häufig in Institutionen ist, auch ohne große ideologischen Gegensätzen zwischen den Personen, da müssen nicht die einen Nazis sein und die anderen keine Nazis, laufend Streitpunkte konstruiert. Es entstehen laufend strukturelle Probleme, die nun irgendwie geklärt werden müssen, das ist der eigentliche Ursache dieses Dauerkonfliktes.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Vortr%C3%A4ge_und_Konferenzen&amp;diff=3305</id>
		<title>Vorträge und Konferenzen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Vortr%C3%A4ge_und_Konferenzen&amp;diff=3305"/>
		<updated>2008-03-09T15:45:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| style=&amp;quot;color:black;background-color:#F2F2F2&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;2&amp;quot;&lt;br /&gt;
!width=&amp;quot;50&amp;quot;| Datum&lt;br /&gt;
!width=&amp;quot;75&amp;quot;| Ort&lt;br /&gt;
!width=&amp;quot;180&amp;quot;|Referenten&lt;br /&gt;
!width=&amp;quot;300&amp;quot;| Thema&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  21.05.2007  || Universität Frankfurt (Casino 1.801) || Prof. Dr. [[Klaus Lichtblau]] || &amp;quot;[[Der Soziologe Franz Oppenheimer]].&amp;quot; Vortrag anläßlich der akademischen Feier zu Ehren von Franz Oppenheimer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  24.05.2007  || Universität Frankfurt (FLAT 6) || Prof. Dr. [[David Kettler]] || Plenumsdiskussion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  25.05.2007  ||Hilton Hotel Frankfurt || Prof. Dr. [[David Kettler]] || &amp;quot;[[Neg(oti)ations: Learning from Three Frankfurt Schools.]]&amp;quot;  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  21.06.2007  || Universität Frankfurt (Festsaal des Studierendenhauses, Raum A-101) || Mathias Bös, Bernd Giesen, [[Wolfgang Glatzer]], Richard Münch, [[Ulrich Oevermann]], [[Gerhard Preyer]] und Johannes Weiß || [[Soziologisches Denken|Gedenkveranstaltung zum Tod des Frankfurter Soziologen Karl Otto Hondrich]] &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  14.07.2007  || Universität Frankfurt (AfE 3501) || PD. Dr. [[Richard Faber]] || &amp;quot;Das Feld der Frankfurter Kultur- und Sozialwissenschaften&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  17.01.2008  || Universität Frankfurt (AfE 2302) || Prof. Dr. [[Stefan Müller-Doohm]] || &amp;quot;Adorno und Habermas: Zwei Sozialtheoretiker als öffentliche Intellektuelle&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|31.01.2008 || Universität Frankfurt (AfE 2302) || Prof. Dr. [[Clemens Albrecht]] || [[&amp;quot;Der Streit der Fakultäten: Die Linken gegen die Rechten – oder doch etwas mehr? Anmerkungen zur Soziologie in Frankfurt&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
|-|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Das_Berufungsverfahren_von_Friedrich_H._Tenbruck&amp;diff=3304</id>
		<title>Das Berufungsverfahren von Friedrich H. Tenbruck</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Das_Berufungsverfahren_von_Friedrich_H._Tenbruck&amp;diff=3304"/>
		<updated>2008-03-09T14:56:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eva.frankenthal: /* Warum Adorno versuchte die Berufung von Friedrich H. Tenbruck zu verhindern */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Zusammenfassung des Protokolls zur Sitzung der Berufungskommission Soziologie II am 29. Mai 1963==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Besetzung des 2. Lehrstuhls für Soziologie an der WISO - Fakultät kam es am 29. Mai 1963 zu einer Sitzung, in der entschieden werden sollte, ob Friedrich H. Tenbruck auf die Berufungsliste für das zweite soziologische Ordinariat gesetzt werden sollte. Anwesend waren bei dieser Sitzung der Dekan, Heinz Sauermann, Achinger, Abraham, [[Walter Rüegg]] und mit beratender Stimme, [[Theodor W. Adorno]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wintersemester 62/63 fanden an der Wiso - Fakultät offenbar eine Reihe von Vorträgen statt, die Hinweise auf Nomination für den zweiten Lehrstuhl für Soziologie geben sollten. Jedoch blieben diese Vortagsreihen ergebnislos und man bemächtigte im Februar 1963 Walter Rüegg gemeinsam mit Theodor W. Adorno eine neue Vortagsreihe zu organisieren. Jedoch habe sich in der Zwischenzeit eine neue Situation ergeben, und zwar habe [[Friedrich H. Tenbruck]] zwei Rufe erhalten. Zum einem von der Louisiana State University und zum anderen von der Universität Erlangen. In dem Protokoll wird offensichtlich, dass die WISO - Fakultät ein großes Interesse hat Tenbruck, der zurzeit mit einer kommissarischen Vertretung an der Universität Frankfurt beauftragt ist, an der Fakultät zu halten. Herr Rüegg erinnert daran, dass bereits bei den ersten Diskussionen für die Besetzung des Lehrstuhl Tenbruck vorgeschlagen wurde, und die Nominierung nur deshalb unterblieb, weil dei Kommission Tenbrucks amerikanische Professur nicht anerkannte und sie das Gutachten von Theodor W. Adorno abwarten wollte. Mittlerweile habe sich Tenbruck aber in Freiburg habilitiert und außergewöhnlich gute Gutachten von Schelsky, König und Bergstraesser erhalten. Daher stellt Rüegg den Antrag, dass die beim Ministerium eingereichte Berufungsliste durch die Nominierung von Friedrich H. Tenbruck ergänzt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die persönliche Vorbehalte Theodor W. Adorno's seinen mittlerweile gegenstandslos. Auch Adornos Kritik gegenüber dem Buch &amp;quot;Jugend und Gesellschaft&amp;quot;&amp;quot; ständen äußerst positive Gutachten von Professor Andreas Flitner gegenüber. Dieser erklärt, dass sich Tenbrucks menschlichen und sachlichen Qualitäten erst bei näherem Kontakt erkennen lassen. Zu den Bedenken Adornos, dass Tenbruck für eine Mitarbeit am Institut für Sozialwissenschaften vollkommen ungeeignet wäre, wird geäußert, dass der neu berufene Ordinarius zuerst am Ausbau des Soziologischen Unterrichts an der Fakultät beitragen solle und dann, nach einer gründlichen Einarbeitung, Forschungsaufgaben außerhalb der Fakultät zur Verfügung stehen solle. Adorno bestätigt daraufhin, dass seine persönlichen Vorbehalte gegenüber Friedrich H. Tenbruck ausgelöscht wären, dass er aber trotzdem eine gemeinsame Arbeit am Institut für Sozialwissenschaften für äußerst unwahrscheinlich erachte. Er sei bisher der Überzeugung gewesen, dass sich Bedingung an die Besetzung des zweiten Ordinariats an die Bedingung knüpfte, dass der Lehrstuhlinhaber in die Geschäftführung des Instituts aufgenommen werden sollte. Aus diesem Grund möchte er weitere Nominierungen vorschlagen, die für diese Arbeit besser geeignet seien. Er schlug Dahrendorf und [[Ludwig von Friedeburg]] vor. Die Anwesenden dieser Sitzung erinnerten Adorno daran, dass Dahrendorf vor einigen Jahren schon einmal zu einem Vortrag eingeladen worden sei, und man mit Horkheimer zu der Übereinstimmung gekommen sei, dass Dahrendorf für eine Berufung nicht in Frage käme. Zu Friedrich von Friedeburg wurden die Vorbehalte geäußert, dass sein Spezialgebiet, nämlich die Methoden der empirischen Sozialforschung, im Lehrplan der WISO - Fakultät zum Gebiet der Statistik und empirischen Sozialforschung gehöre. Des weiteren verteten die Mitglieder der WISO - Fakultät die Auffassung, dass ihr Mitwirken im Institut für Sozialforschung nicht an den zweiten Lehrstuhl der Fakultät gebunden seien. An Adorno wird die Frage gerichtet, warum Walter Rüegg für die Mitarbeit nicht in Betracht gezogen werde. Darauf erwidert Adorno, dass Rüegg aus persönlichen und sachlichen Gründen am Institut sehr willkommen sei, dass er jedoch aufgrund seiner Orientierung nicht die gewünschte Ergänzung für die Bearbeitung empirischer Methodenfragen wäre. In der nun folgenden Diskussion kam man zu dem Schluss, dass dies erst nach einer gemeinsamen Zusammenarbeit beurteilt werden könne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende der Besprechung wird festgehalten, dass sich die Kommission einstimmig Rüeggs Antrag anschließen kann, Tenbruck auf die Berufungsliste zu setzten. Adorno kann sich dem Wunsch nicht anschließen. Jedoch ist man sich einig, dass das Mitwirken der WISO - Fakultät nicht an den Lehrstuhlinhaber des zweiten soziologischen Ordinariats gebunden ist. Rüeggs Mitarbeit am Institut soll verstärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akten der WISO Fakultät, Abt.150 Nr.294/295, Bl. 63/64/65, Archiv der J. W. Goethe-Universität, datiert vom 14. Juni 1963.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warum Adorno versuchte die Berufung von Friedrich H. Tenbruck zu verhindern==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie im vorherigen Absatz deutlich wird, wendet sich Adorno stark gegen eine Berufung Friedrich H. Tenbrucks. Sein Hauptargument liegt darin, dass er Tenbruck für eine Kooperation mit dem Institut weder für interessiert, noch für geeignet hält. Trotz den Einwänden Rüeggs, der nicht an Tenbrucks Kooperationsfähigkeit zweifelt und versichert, dass Tenbruck keine ablehnende Haltung gegenüber dem Institut vertritt, ja sogar Horkheimer und Adorno sehr hoch schätzt, lässt sich Adorno nicht zu einer Zustimmung bewegen. Wie jedoch allgemein bekannt ist, kam es trotz seiner Einwände, anders als im Fall Golo Mann, zu einer Berufung Tenbrucks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr auffällig ist jedoch, dass Adorno versucht in die Berufungspolitik der WISO - Fakultät einzugreifen, obwohl er der Fakultät nicht angehört. Er wurde als beratende Stimme zu der Kommissionssitzung hinzu geholt. Jedoch ist sehr auffällig, dass seine beratende Stimme sehr dominant ist. Dies wird im Protokoll der Berufungssitzung sehr deutlich. Auch wenn alle anwesenden Mitglieder der Berufung von Tenbruck nichts entgegen zu sprechen haben, wehrt er sich heftig und behält seinen Standpunkt der letzten Endes alleine darauf zu beruhen scheint, dass er eine Zusammenarbeit am Institut für unmöglich hält. Jedoch scheint diese Zusammenarbeit nur vom Seiten des Instituts unmöglich zu sein. &lt;br /&gt;
Nun stellt sich die Frage, warum Adorno diese Zusammenarbeit für unmöglich hält. Er ist weder mit Tenbruck besonders gut bekannt und obwohl er in seinem Gutachten Bedenken zu Tenbrucks Wissenschaftsbegriff einräumte, konnten diese aber anscheinend aus der Welt geschafft werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adorno schlägt für die Besetzung des Lehrstuhls Ludwig von Friedeburg vor. Diese Besetzung wäre für das Institut für Sozialforschung äußerst positiv. Friedeburg, der sich bei Adorno habilitierte, war zu diesem Zeitpunkt schon für eine Professur an der Freien Universität Berlin berufen worden. An dieser Stelle wird deutlich, dass Adorno ein außergewöhnliches Interesse hatte Ludwig von Friedeburg nach Frankfurt zurück zu holen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einem weiteren möglichen Grund für den Versuch Adornos eine Berufung Tenbrucks zu verhindern, bringt Clemens Albrecht. In den 50ern arbeitete Tenbruck als persönlicher Assistent Horkheimers im Institut für Sozialforschung. Außerdem fungierte Tenbruck für Horkheimer als Verbindungsmann zu dem Amerikaner. Zu diesem Zeitpunkt arbeitet man im Institut für Sozialforschung an einer Forschungsarbeit zu dem Thema Nationalsozialismus in Deutschland. Tenbruck fiel auf, dass der Großteil der Mitarbeiter im Institut, die an diesem Forschungsprojekt arbeiteten, eine eigene nationalsozialistische Vergangenheit hatten. Tenbruck kritisierte, dass die eigene Vergangenheit der Mitarbeiter bewertet und aufgewertet wurde. Tenbruck bekam den Eindruck, dass im Institut eine falsche Sozialforschung entstehe und kritisierte dies offen.  Also sind ein weiterer Grund für Adornos Vorbehalte gegenüber Tenbruck, wissenschaftliche Differenzen. Nach Clemens Albrecht, ist es jedoch bekannt, dass Horkheimer und Tenbruck zu jeder Zeit ein positives Verhältnis hatten .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Tatsachen und Interpretationen könnte man schlussfolgern, dass die WISO- Fakultät und ihre Lehrenden Adorno ein Dorn im Auge waren. Durch seine versuchten Interventionen in die Berufungspolitik der Fakultät drängt sich der Gedanke auf, dass er versuchte, Anhänger der Frankfurter Schule, wie zum Beispiel Friedrich von Friedeburg, in die WISO-Fakultät zu drängen, und diese somit gleichzuschalten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Beachtet man zusätzlich noch die Aussagen von Zeitzeugen, fällt auf, dass beide Soziologen, Tenbruck sowie Adorno, sehr stark auf Leute fixiert waren, die Sie bewunderten. Gerade in einem Interview fielen Aussagen wie: “es war ja so dass vor allem Adorno mehr als Horkheimer eigentlich immer nur mit Leuten auskamen die sie verehrten“. Zu Tenbruck sagte diese Person, dass dieser nur „Jünger und Feinde“  kannte. Außerdem scheinen beide Protagonisten in ihrer Soziologie ziemlich doktrinär gewesen zu sein. Die Auseinandersetzungen zwischen den beiden müssen ziemlich heftig gewesen sein, denn es wurde sogar erwähnt, dass Tenbruck nach Tübingen gegangen sei, weil er nicht die gleiche Luft atmen konnte. Ein anderer Zeitzeuge erwähnte, dass Tenbruck Konfrontationen scheute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann bemerkt werden, dass der wahre Grund zwischen der Antipathie zwischen Adorno und Tenbruck in ihrem unterschiedlichen Wissenschaftsverständnis liegt. Jedoch ist es doch beachtenswert, dass Adorno sich so gegen eine Berufung Tenbrucks stark macht, da auch andere Professoren an der Universität eine andere Auffassung von Soziologie haben. An dieser Stelle sollte aber nochmals hervorgehoben werden, dass die Unstimmigkeiten zwischen Beiden zum Großteil auf der doktrinären art beider Wissenschaftler beruhen. Zudem stellt sich in weiteren Interviews heraus, dass Tenbruck, vorsichtig ausgedrückt, auch kein einfacher Mensch sei. Auch ehemalige Kollegen an der WISO-Fakultät betonen, dass die Zusammenarbeit oftmals sehr kompliziert war und dass es dort auch zu Streitigkeiten kam. Luckmann erwähnt in einem Interview , dass auch er Probleme mit Friedrich H. Tenbruck hatte. Es kam wohl dazu, dass sich Tenbruck, teilweise auch wegen persönlichen Gründen mit Berger, einem guten Freund Luckmanns, zerstritten hatte. Dieses Zerwürfnis färbte auf Luckmann ab und nach der Veröffentlichung eines gemeinsamen Buches mit Berger kam es zu weiteren Differenzen. Luckmann sieht den Grund der Differenzen, in der Tatsache, dass Tenbruck sich für den Hauptentdecker des amerikanischen Pragmatismus sähe. Luckmann vermutet, dass Tenbruck Angst hatte, sein Monopol als amerikanischer Soziologieexperte zu verlieren. Jedoch hätten sich, Luckmann und Berger, sich von bevor Tenbruck die Lehre Meads in Deutschland publik machte, sich mit demselben beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich also, dass nicht nur das Wissenschaftsverständnis zwischen den Fakultäten und innerhalb der WISO-Fakultät zu Differenzen führte, sondern auch die Persönlichkeit der einzelnen Protagonisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Vortrag Clemens Albrecht: &amp;quot;Der Streit der Fakultäten: Die Linken gegen die Rechten – oder doch etwas mehr? Anmerkungen zur Soziologie in Frankfurt&amp;quot;, Frankfurt, 31.01.2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Transkript: Gespräch mit Walter Rüegg, Frankfurt, 4.01.2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. Transkript: Gespräch mit Thomas Luckmann, Konstanz, 18. Februar 2008.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eva.frankenthal</name></author>
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