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	<title>SozFra - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Ausstellung Soziologie in Frankfurt 1910-2010</title>
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		<updated>2011-01-05T19:27:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Weitere Informationen: [http://www.fehe.org/index.php?id=763] Dokumentation: Ausstellung Soziologie in Frankfurt 1910-2010&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
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		<title>Ausstellung Soziologie in Frankfurt 1910-2010</title>
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		<updated>2011-01-05T19:26:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;Weitere Informationen: [http://www.fehe.org] Ausstellung Soziologie in Frankfurt 1910-2010&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Ausstellung Soziologie in Frankfurt 1910-2010</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Weitere Informationen: [www.fehe.org] Ausstellung Soziologie in Frankfurt 1910-2010&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
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		<title>Ausstellung Soziologie in Frankfurt 1910-2010</title>
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		<updated>2011-01-05T19:25:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: Die Seite wurde neu angelegt: „Weitere Informationen: www.fehe.org“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Weitere Informationen: www.fehe.org&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=4950</id>
		<title>Hauptseite</title>
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		<updated>2011-01-05T19:22:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin: 0; margin-right:10px; border: 2px solid #dfdfdf; background-color:#F2F2E5; text-align:justify&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__NOEDITSECTION__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== '''Lehrforschungsprojekt: Soziologie in Frankfurt''' ==&lt;br /&gt;
=== Fragestellung und Vorgehen===&lt;br /&gt;
[[Image:AfETurm.jpg|thumb|left|100px|AfE-Turm, errichtet von 1970 bis 1972]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenstand dieses sich über zwei Semester erstreckenden Lehrforschungsprojektes war die Geschichte der Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt seit ihrer Gründung als Stiftungsuniversität im Jahre 1914 bis zum heutigen Tag, der durch eine nicht nur generationsbedingte Umbruchphase gekennzeichnet ist, in dem sich das Gesicht der Frankfurter Soziologie in naher Zukunft dramatisch verändern wird. Das Lehrforschungsprojekt bezog historische wie zeitgenössische Aspekte der soziologischen Forschung und Lehre an der Universität Frankfurt bewußt aufeinander, um anhand von historischen Quellen und zeitgenössischen Methoden der empirischen Sozialforschung dasjenige intellektuelle und politische Spektrum auszumessen, wofür der Wissenschaftsstandort Frankfurt einmal stand bzw. heute steht und vielleicht dereinst stehen könnte. Zu diesem Zweck wurden mit einigen Zeitzeugen, die in den letzten Jahrzehnten maßgeblich das Erscheinungsbild der Frankfurter Soziologie mitgeprägt haben bzw. seinen Wandel aufmerksam mitverfolgt haben, Interviews geführt. [[Interviewees Projektübersicht]] Vorträge und Auszüge der Interviews sind als Videodownloads abrufbar und den jeweiligen Personen zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsgruppen, Plenum, Ablauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jeweiligen Arbeitsgruppen befassten sich mit unterschiedlichen Phasen und Akteuren innerhalb des nun bald hundertjährigen Prozesses der Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre an der Universität Frankfurt. Dazu wurden eigene erste Fragestellungen formuliert, die in dem Artikel [[Vorüberlegungen und offene Fragestellungen]] dokumentiert sind. [[Image:Jügelhaus.jpg|thumb|right|180px|Das Jügelhaus wurde 1906 als Teil der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften errichtet]]&lt;br /&gt;
Zwischenergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen wurden in dem während der Vorlesungszeit regelmäßig stattfindenden Plenum zur Diskussion gestellt. Die durchgeführten [[Interviews]] wurden als Transkriptionen von allen Teilnehmenden angefertigt, so dass in den einzelnen Arbeiten je nach Bedarf leicht darauf zurückgegriffen werden konnte. Das Wiki-System war als [[Didaktisches Szenario]] thematisch in Diskussion und Weiterentwicklung des Projekts eingebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der beiden Semester haben [[Vorträge und Konferenzen]] stattgefunden, die jeweils zur Erweiterung des thematischen Feldes beigetragen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsgruppe 1: Frankfurt als Stiftungsuniversität bis 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Fragestellungen der Gruppe 1]] bezogen sich auf die sozialwissenschaftliche Forschung und Lehre an der alten Frankfurter '''Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften''', die Gründung der Universität Frankfurt als Stiftungsuniversität des Frankfurter Bürgertums im Jahre 1914 und die Frankfurter Soziologie in der Weimarer Republik bis zum Aufkommen des Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====[[Fragestellungen der Gruppe 1]]====&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:100px-Adickes.jpg|frame|center|90px|[[Die Anfangsgeschichte der Universität Frankfurt]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Oppenheimer1.jpg |frame|center|100px|[[Franz Oppenheimer und der erste Lehrstuhl für Soziologie an der Frankfurter Universität|Franz Oppenheimer]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:KarlMannheim1.jpg|frame|center|100|[[Karl Mannheim|Karl &amp;lt;br /&amp;gt;Mannheim]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Horkheimer1.jpg|frame|center|100|[[Das Institut für Sozialforschung in Frankfurt. Insbesondere das Wirken Max Horkheimers, sowie das Wesen des Institutes während des zweiten Weltkrieges|Max Horkheimer und das IfS]] ]]&lt;br /&gt;
|valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Elias1.jpg|frame|center|[[Mannheims Studenten in der Galaxis der Frankfurter Soziologie| Karl Mannheims StudentInnen, Norbert Elias als Assistent]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Salomon1.jpg|frame|center|100px|[[Gottfried Salomon Delatour: Sein Einfluss auf die Soziologie in Frankfurt und seine Verbindungen|Gottfried Salomon-Delatour]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Kracauer1.jpg|frame|center|100px|[[Siegfried Kracauer: Der Soziologe in der Frankfurter Zeitung. Einfluß und Wirken eines Außenseiters bis 1933|Siegfried&amp;lt;br /&amp;gt;Kracauer]] ]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsgruppe 2: Neubeginn in den 1950er Jahren - Frankfurter Soziologie heute und morgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Fragestellungen der Gruppe 2]] behandelten unter anderem den demokratischen Neubeginn der Universität in den 1950er und 1960er Jahren: Die Rückkehr der Emigranten aus dem amerikanischen Exil und das spannungsreiche Verhältnis der &amp;quot;Frankfurter Schule der Soziologie&amp;quot; zur Philosophie und Ökonomie sowie die Studentenrevolte von 1968 und die Entstehung des heutigen Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften aus der Konkursmasse der von Jürgen Habermas und Ludwig von Friedeburg betriebenen Hochschulreform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
====[[Fragestellungen der Gruppe 2]]====&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Luckmann.jpg|frame|center|50px|[[Der Fakultätenstreit]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:jürgenhabermas1.jpg |frame|center|50px|[[Jürgen Habermas - Verpasste Chance für die Soziologie und Philosophie der Universität Frankfurt/M.|Jürgen&amp;lt;br/&amp;gt;Habermas]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:4_73_0_Frauenzentrum2_gr.jpg|frame|center|50px|[[Frauen in der Soziologie in Frankfurt]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:dutschke2-kl.jpg|frame|center|50px|[[Der Mittelbau der Jahre 1965-1972]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Studentenrevolte1.jpg|frame|center|50px|[[Frankfurter Soziologie und Studentenrevolte]]]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersichten==&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Image:IfEGebäudeErstes.jpg|thumb|right|200px|Das Gebäude des Instituts für Sozialforschung zwischen 1924 und 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ausstellung Soziologie in Frankfurt 1910-2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Rueckkehr der Frankfurter Schule - Podiumsdiskussion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Chronologie der Entstehung und Institutionalisierung der Soziologie in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Soziologische Lehrveranstaltungen von 1949-1973 - Archivbestaende der Goethe-Universitaet Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Verzeichnis bedeutender Personen für die Soziologie in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Geschichte des Vereins für Sozialpolitik 1872-1932 (Dr.Franz Boese)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rektoratsreden 1914-1989]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Dekane und Dekaninnen Fb 3|DekanInnen des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Lehrstuhlgeschichte, Aufteilung der Lehrstühle von Adorno/Horkheimer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vorlesungsverzeichnisse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Gründung der DGS als Differenzierungsprozess sozialwissenschaftlicher Institutionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Gesellschaft für Soziologie in der Nachkriegsperiode]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Institut für Sozialforschung, Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Archivzentrum der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interviews==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Interviewees Projektübersicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Übersicht der in Sozfra durchgeführten Interviews]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Methoden und Auswertung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturliste==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Literaturliste]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archiv ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vorträge und Konferenzen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Veranstaltungsdaten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine Übersicht aller Seiten zu bekommen, wurde eine Hauptkategorie [[:Kategorie:SozFRA]] eingerichtet, die nach Schlagworten alphabetisch geordnet ist, um die gezielte thematische Suche nach Artikeln zu erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin:0; border:2px solid #dfdfdf; padding: 0em 1em 1em 1em; background-color:#F8F8FF;text-align: justify&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;font-size:16px;margin-top:4px; &amp;quot;&amp;gt;Kontakt&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Projektleitung'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.gesellschaftswissenschaften.uni-frankfurt.de/index.pl/klichtblau Prof. Dr.Klaus Lichtblau]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[TeilnehmerInnen| ProjektteilnehmerInnen]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.uni-frankfurt.de Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Bei Fragen oder Anregungen bitte eine Email an [mailto:F.Herrschaft@soz.uni.frankfurt.de Felicia Herrschaft] schreiben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
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		<title>Hauptseite</title>
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		<updated>2011-01-05T18:53:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin: 0; margin-right:10px; border: 2px solid #dfdfdf; background-color:#F2F2E5; text-align:justify&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__NOEDITSECTION__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== '''Lehrforschungsprojekt: Soziologie in Frankfurt''' ==&lt;br /&gt;
=== Fragestellung und Vorgehen===&lt;br /&gt;
[[Image:AfETurm.jpg|thumb|left|100px|AfE-Turm, errichtet von 1970 bis 1972]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenstand dieses sich über zwei Semester erstreckenden Lehrforschungsprojektes war die Geschichte der Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt seit ihrer Gründung als Stiftungsuniversität im Jahre 1914 bis zum heutigen Tag, der durch eine nicht nur generationsbedingte Umbruchphase gekennzeichnet ist, in dem sich das Gesicht der Frankfurter Soziologie in naher Zukunft dramatisch verändern wird. Das Lehrforschungsprojekt bezog historische wie zeitgenössische Aspekte der soziologischen Forschung und Lehre an der Universität Frankfurt bewußt aufeinander, um anhand von historischen Quellen und zeitgenössischen Methoden der empirischen Sozialforschung dasjenige intellektuelle und politische Spektrum auszumessen, wofür der Wissenschaftsstandort Frankfurt einmal stand bzw. heute steht und vielleicht dereinst stehen könnte. Zu diesem Zweck wurden mit einigen Zeitzeugen, die in den letzten Jahrzehnten maßgeblich das Erscheinungsbild der Frankfurter Soziologie mitgeprägt haben bzw. seinen Wandel aufmerksam mitverfolgt haben, Interviews geführt. [[Interviewees Projektübersicht]] Vorträge und Auszüge der Interviews sind als Videodownloads abrufbar und den jeweiligen Personen zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsgruppen, Plenum, Ablauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jeweiligen Arbeitsgruppen befassten sich mit unterschiedlichen Phasen und Akteuren innerhalb des nun bald hundertjährigen Prozesses der Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre an der Universität Frankfurt. Dazu wurden eigene erste Fragestellungen formuliert, die in dem Artikel [[Vorüberlegungen und offene Fragestellungen]] dokumentiert sind. [[Image:Jügelhaus.jpg|thumb|right|180px|Das Jügelhaus wurde 1906 als Teil der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften errichtet]]&lt;br /&gt;
Zwischenergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen wurden in dem während der Vorlesungszeit regelmäßig stattfindenden Plenum zur Diskussion gestellt. Die durchgeführten [[Interviews]] wurden als Transkriptionen von allen Teilnehmenden angefertigt, so dass in den einzelnen Arbeiten je nach Bedarf leicht darauf zurückgegriffen werden konnte. Das Wiki-System war als [[Didaktisches Szenario]] thematisch in Diskussion und Weiterentwicklung des Projekts eingebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der beiden Semester haben [[Vorträge und Konferenzen]] stattgefunden, die jeweils zur Erweiterung des thematischen Feldes beigetragen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsgruppe 1: Frankfurt als Stiftungsuniversität bis 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Fragestellungen der Gruppe 1]] bezogen sich auf die sozialwissenschaftliche Forschung und Lehre an der alten Frankfurter '''Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften''', die Gründung der Universität Frankfurt als Stiftungsuniversität des Frankfurter Bürgertums im Jahre 1914 und die Frankfurter Soziologie in der Weimarer Republik bis zum Aufkommen des Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====[[Fragestellungen der Gruppe 1]]====&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:100px-Adickes.jpg|frame|center|90px|[[Die Anfangsgeschichte der Universität Frankfurt]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Oppenheimer1.jpg |frame|center|100px|[[Franz Oppenheimer und der erste Lehrstuhl für Soziologie an der Frankfurter Universität|Franz Oppenheimer]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:KarlMannheim1.jpg|frame|center|100|[[Karl Mannheim|Karl &amp;lt;br /&amp;gt;Mannheim]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Horkheimer1.jpg|frame|center|100|[[Das Institut für Sozialforschung in Frankfurt. Insbesondere das Wirken Max Horkheimers, sowie das Wesen des Institutes während des zweiten Weltkrieges|Max Horkheimer und das IfS]] ]]&lt;br /&gt;
|valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Elias1.jpg|frame|center|[[Mannheims Studenten in der Galaxis der Frankfurter Soziologie| Karl Mannheims StudentInnen, Norbert Elias als Assistent]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Salomon1.jpg|frame|center|100px|[[Gottfried Salomon Delatour: Sein Einfluss auf die Soziologie in Frankfurt und seine Verbindungen|Gottfried Salomon-Delatour]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Kracauer1.jpg|frame|center|100px|[[Siegfried Kracauer: Der Soziologe in der Frankfurter Zeitung. Einfluß und Wirken eines Außenseiters bis 1933|Siegfried&amp;lt;br /&amp;gt;Kracauer]] ]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsgruppe 2: Neubeginn in den 1950er Jahren - Frankfurter Soziologie heute und morgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Fragestellungen der Gruppe 2]] behandelten unter anderem den demokratischen Neubeginn der Universität in den 1950er und 1960er Jahren: Die Rückkehr der Emigranten aus dem amerikanischen Exil und das spannungsreiche Verhältnis der &amp;quot;Frankfurter Schule der Soziologie&amp;quot; zur Philosophie und Ökonomie sowie die Studentenrevolte von 1968 und die Entstehung des heutigen Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften aus der Konkursmasse der von Jürgen Habermas und Ludwig von Friedeburg betriebenen Hochschulreform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
====[[Fragestellungen der Gruppe 2]]====&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Luckmann.jpg|frame|center|50px|[[Der Fakultätenstreit]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:jürgenhabermas1.jpg |frame|center|50px|[[Jürgen Habermas - Verpasste Chance für die Soziologie und Philosophie der Universität Frankfurt/M.|Jürgen&amp;lt;br/&amp;gt;Habermas]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:4_73_0_Frauenzentrum2_gr.jpg|frame|center|50px|[[Frauen in der Soziologie in Frankfurt]] ]]&lt;br /&gt;
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[[Image:dutschke2-kl.jpg|frame|center|50px|[[Der Mittelbau der Jahre 1965-1972]] ]]&lt;br /&gt;
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[[Image:Studentenrevolte1.jpg|frame|center|50px|[[Frankfurter Soziologie und Studentenrevolte]]]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersichten==&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Image:IfEGebäudeErstes.jpg|thumb|right|200px|Das Gebäude des Instituts für Sozialforschung zwischen 1924 und 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ausstellung &amp;quot;Soziologie in Frankfurt: 1910-2010&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Rueckkehr der Frankfurter Schule - Podiumsdiskussion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Chronologie der Entstehung und Institutionalisierung der Soziologie in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Soziologische Lehrveranstaltungen von 1949-1973 - Archivbestaende der Goethe-Universitaet Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Verzeichnis bedeutender Personen für die Soziologie in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Geschichte des Vereins für Sozialpolitik 1872-1932 (Dr.Franz Boese)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rektoratsreden 1914-1989]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Dekane und Dekaninnen Fb 3|DekanInnen des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Lehrstuhlgeschichte, Aufteilung der Lehrstühle von Adorno/Horkheimer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vorlesungsverzeichnisse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Gründung der DGS als Differenzierungsprozess sozialwissenschaftlicher Institutionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Gesellschaft für Soziologie in der Nachkriegsperiode]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Institut für Sozialforschung, Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Archivzentrum der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interviews==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Interviewees Projektübersicht]]&lt;br /&gt;
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* [[Übersicht der in Sozfra durchgeführten Interviews]]&lt;br /&gt;
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* [[Methoden und Auswertung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturliste==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Literaturliste]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archiv ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vorträge und Konferenzen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Veranstaltungsdaten]]&lt;br /&gt;
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Um eine Übersicht aller Seiten zu bekommen, wurde eine Hauptkategorie [[:Kategorie:SozFRA]] eingerichtet, die nach Schlagworten alphabetisch geordnet ist, um die gezielte thematische Suche nach Artikeln zu erleichtern.&lt;br /&gt;
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		<author><name>Herrschaft</name></author>
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		<title>Hans Gerth</title>
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		<updated>2010-09-20T11:23:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hans Heinrich Gerth (* 24. April 1908 in Kassel; † 29. Dezember 1978 in Glashütten, Taunus) war ein US-amerikanischer Soziologe deutscher Herkunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Heinrich Gerth studierte in Heidelberg bei Karl Jaspers, Emil Lederer, Alfred Weber und besonders Karl Mannheim. Später waren Paul Tillich und Adolph Löwe seine akademischer Lehrer an der Universität Frankfurt am Main. Das Studienjahr 1929/30 verbrachte er an der London School of Economics. Nach seiner Frankfurter Promotion[1] 1933 wurde er Forschungsassistent von Rudolf Heberle an der Universität Kiel. Anschließend war er bis 1937 als Journalist tätig, unter anderem als Berlin-Korrespondent der Chicago Daily News. Gerth emigrierte 1938 über Großbritannien in die USA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1940 lehrte er als Assistenz-Professor Soziologie an der University of Illinois, anschließend erst ebenfalls als Assistenz-Professor und seit 1947 als Professor an der University of Wisconsin. Während dieser Jahre widmete er sich intensiv der Übersetzung der Werke von Max Weber. In den USA arbeitete Gerth eng mit C. Wright Mills zusammen, der anfangs sein Student gewesen war. 1971 kehrte er nach Deutschland zurück, wo er bis 1975 Professor für Soziologie an der Universität Frankfurt am Main war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerth war Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Soziologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die sozialgeschichtliche Lage der bürgerlichen Intelligenz um die Wende des 18. Jahrhunderts. Ein Beitrag zur Soziologie des dt. Frühliberalismus (Dissertationsschrift 1933) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Character and social structure (1953 - zusammen mit C. Wrigt Mills). &lt;br /&gt;
Person und Gesellschaft (1970). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politics, Character, and Culture: Perspectives from Hans Gerth (1982) &lt;br /&gt;
Literatur [Bearbeiten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruth Meyer: Hans Gerth † (24.4.1908-29.12.1978), in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 32. Jahrgang, 1980, S. 195-198. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nobuko Gerth: &amp;quot;Between Two Worlds&amp;quot;. Hans Gerth - eine Biographie 1908-1978 (2005). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
↑ Die von formalen Schwierigkeiten begleitet war, weil Karl Mannheim und seine übrigen akademischen Lehrer bereits &amp;quot;beurlaubt&amp;quot; und zum Teil schon emigriert waren. Die Promotion wurde nur über einen Sonderantrag beim Universitätsrektor möglich. Eine wissenschaftliche Laufbahn war für Gerth im nationalsozialistischen Deutschland aber nicht mehr möglich. Vgl. Ruth Meyer: Hans Gerth † (24.4.1908-29.12.1978), in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 32. Jahrgang, 1980, S. 195. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Heinz Marr]] und Küntzel promoviert&lt;br /&gt;
*[[Zur Soziologie des deutschen Frühliberalismus. Benzenberg und Buchholz. Zwei Vertreter frühbürgerlichen Denkens.]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Deutsche_Gesellschaft_f%C3%BCr_Soziologie_in_der_Nachkriegsperiode&amp;diff=4945</id>
		<title>Deutsche Gesellschaft für Soziologie in der Nachkriegsperiode</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Deutsche_Gesellschaft_f%C3%BCr_Soziologie_in_der_Nachkriegsperiode&amp;diff=4945"/>
		<updated>2010-05-12T10:35:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die akademische soziologische Vereinigung seit 1909&lt;br /&gt;
von [[Wolfgang Glatzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  IV. Die Nachkriegsperiode 1946 bis 1968 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die DGS 1946 bereits wiedergegründet wurde, überrascht und bedarf der Erklärung. Unter den Soziologen, die das Dritte Reich in Deutschland überstanden hatten, befand sich Leopold von Wiese, der bereits Schriftführer in der DGS vor 1933 gewesen war und nun die Initiative zur Wiedergründung ergriff (von Wiese 1959, S. 17). Wie es aussieht, war es für sein Vorhaben sehr wichtig, dass er die Unterstützung von Edward Y. Harthorne, dem Universitätsoffizier der amerikanischen Militärverwaltung, erhielt. Dieser war ein Schüler und Kollege von Talcott Parsons und hatte über die deutsche Universität und den Nationalsozialismus gearbeitet und publiziert (Gerhardt 1993, S. 5, 60). Entsprechend wohlwollend reagierte er auf soziologische Anliegen, wurde aber bereits 1946 bei einem Straßenüberfall getötet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachkriegs-DGS wurde am 5. und 6. April 1946 in Bad Godesberg gegründet; Leopold von Wiese wurde ihr erster Präsident und blieb es bis 1955. &amp;quot;Diese rasche Reaktivierung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie wurde getragen von bürgerlich-liberalen Wissenschaftlern, die Leopold von Wiese zusammenführte&amp;quot; (Lepsius 1979, S. 29). Von Wiese war 70 Jahre alt, als er Präsident der DGS wurde, und er hat anschließend - in Zusammenarbeit mit Heinz Sauermann - noch im Jahr 1946 den 8. Deutschen Soziologentag in Frankfurt organisiert. Es gab keine übergreifende Thematik, aber immerhin hieß auf Anregung von Hawthorne der Beitrag des Präsidenten &amp;quot;Die gegenwärtige Situation, soziologisch betrachtet&amp;quot;. Wenn man erwartet, dass Versuche, den Nationalsozialismus zu analysieren und zu erklären, durchgeführt worden wären, so wird diese Erwartung in allen Tagungsbeiträgen enttäuscht. Dazu sind nur wenige und zudem oberflächliche Bemerkungen zu finden. Im Beitrag von Wieses wird der Aufstieg des Nationalsozialismus ganz unsoziologisch als metaphysisches Ereignis erläutert. Während der folgenden Soziologentage, die im Jahr 1948 in Worms, 1950 in Detmold, 1952 in Weinheim, 1954 in Heidelberg abgehalten wurden, gab es eine Vielfalt von Themen, die von Jugend über Terrorismus bis zu Bürokratie, Berufswahl und Ideologie reichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1955 folgte auf Leopold von Wiese Helmuth Plessner als Präsident. Er leitete die Soziologentage von Bad Meinberg 1956 über &amp;quot;Tradition&amp;quot; und Berlin 1959 über &amp;quot;Die Rolle der Soziologie in modernen Gesellschaften&amp;quot;. Der Berliner Soziologentag hatte einen besonderen Charakter, da er zum 50. Jahrestag der DGS-Gründung stattfand. Neben der langen Liste der Referenten ist es interessant im Hinblick auf die damalige Reputation der Soziologie, dass der Regierende Bürgermeister von Berlin, Willy Brandt, die Konferenz eröffnete und der Bundespräsident, Theodor Heuß, der selbst ein Mitglied der DGS war, seine Nicht-Teilnahme mit Krankheit entschuldigte. Von den drei großen konkurrierenden '''&amp;quot;Schulen&amp;quot;''' der Nachkriegssoziologie, die in sich durchaus heterogen waren, war die '''Frankfurter Schule''' durch '''Max Horkheimer und Theodor W. Adorno''', die Kölner Schule durch Leopold von Wiese und René König vertreten. Helmut Schelsky aus Münster, der die dritte Schule bildete, kündigte einen Beitrag an, erschien jedoch nicht und publizierte im Anschluß die &amp;quot;Ortsbestimmung der deutschen Soziologie&amp;quot; (Schelsky 1959, S. 11). Auch danach hielten konfliktreiche Diskussionen an. Beginnend mit einem Treffen im Jahre 1961 wurde der bekannte Positivismusstreit ausgetragen. Kritische Theorie und kritischer Rationalismus waren die opponierenden Paradigmen, die in der ersten Runde von '''Theodor W. Adorno und Karl Popper''' und in der zweiten Runde von '''Jürgen Habermas und Hans Albert''' repräsentiert wurden. Dieser Disput wurde über mehrere spezielle Tagungen hinweg aufrechterhalten, ohne dass eine Konsenslösung gefunden werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eher unmerklich blieb, dass sich in der Zeit von Helmuth Plessner und seinem Nachfolger Otto Stammer die DGS von einer Honoratioren-Vereinigung zu einem etwas offeneren akademischen Club wandelte, dem auch jüngere Gelehrte angehörten. Als 1964 der Max Weber-Soziologentag abgehalten wurde, hielt die DGS damit Rückblick auf die Person, die das Schicksal der Organisation vermutlich am meisten beeinflußt hat. Auf diesem Soziologentag war einer der Referenten '''Herbert Marcuse''', der zu dieser Zeit noch wenig Beachtung fand, aber bald danach zum philosophischen Mentor der aufkommenden Studentenbewegung werden sollte. Der '''Frankfurter Soziologentag von 1968''' markiert einen signifikanten Wandel für die DGS (Korte 1992, S. 213). Unter der Thematik &amp;quot;Spätkapitalismus oder Industriegesellschaft&amp;quot; wurden harte, aber nichtsdestoweniger intellektuell stimulierende Diskussionen ausgetragen. Ein Blick auf die Protokolle zeigt, daß die Gegensätze zwischen Ralf Dahrendorf (dem Vorsitzenden der DGS) und Theodor W. Adorno (dem Vorsitzenden des Organisationskomitees) nichts Unübliches in der langen Geschichte der DGS darstellen. Wahrscheinlich sind die marxistischen Thesen in '''Adornos''' Beitrag der Ausdruck eines neuen linken Selbstbewußtseins. Überraschend waren vor allem die unkonventionellen Aktivitäten der Studenten, die im Verlauf der Studentenbewegung mit dem traditionellen Stil politischen Protests brachen. Nicht zuletzt dies war so schockierend, dass es zu einem '''Moratorium von sechs Jahren''' kam, bevor es wieder einen Soziologentag gab. Nur auf diese Weise glaubte der Vorstand damals die Einheit der DGS retten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== V. Die DGS in den Jahrzehnten nach 1968 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Problemen von 1968 wurden vom DGS-Vorstand öffentliche Soziologentage aufgeschoben und eine neue Satzung in Angriff genommen, die vor der Machtübernahme durch die Ausserparlamentarische Opposition (APO) schützen sollte. Die geschaffene Satzung, die nach wie vor gültig ist, definierte als die Hauptorgane das Konzil, den Vorsitzenden, den Vorstand und die Sektionen. Eine Neuerung stellt insbesondere das Konzil dar, das durch die Zahl von 30 Mitgliedern ermöglicht, eine größere Zahl von Soziologen an den DGS-Aktivitäten zu beteiligen. Die Wahl des Vorstands und des Konzils erfolgt nicht mehr in Vollversammlungen, sondern durch Briefwahl aller Mitglieder. Die Ziele der DGS wurden neu definiert: &amp;quot;Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie ist eine wissenschaftliche Gesellschaft, die den Zweck hat, soziologische und sozialwissenschaftliche Probleme in Wort und Schrift zu erörtern, den Gedankenaustausch ihrer Mitglieder zu fördern, an der Verbreitung und Vertiefung soziologischer Denkweise mitzuwirken, und sich an der Klärung von Fach- und Studienfragen der Soziologie zu beteiligen.&amp;quot; Hinzugefügt wurde die Pflege der Beziehungen zur Soziologie des Auslands. Dies war ein weiterer Schritt weg von der kleinen Gelehrtengemeinschaft in die Richtung einer breiten sozialwissenschaftlichen Vereinigung, nicht zuletzt, weil die Akzeptanz von Mitgliedern, die bis dahin auf Professoren beschränkt war, auf promovierte Soziologen erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die neue Satzung offiziell verkündet wurde, hatte sich Ralf Dahrendorf bereits in die politische Praxis begeben. Erwin K. Scheuch als sein Stellvertreter übernahm die Aufgabe des Vorsitzenden für die Übergangsperiode. Der erste Vorsitzende, der unter den neuen Regeln gewählt wurde und sein Amt im Januar 1971 antrat, war M. Rainer Lepsius. Er widmete sich vor allem der Aufgabe, die Organe, die die Satzung vorsah, zu aktivieren. Daneben war wohl die wichtigste Innovation die Herausgabe der offiziellen Informationsbroschüre &amp;quot;Soziologie - Mitteilungsblatt der Deutschen Gesellschaft für Soziologie&amp;quot;, die zuerst 1971 erschien und bis heute, nun mit vier Ausgaben jährlich, den Mitgliedern zugeschickt wird. Aktuelles und grundlegendes Wissen über und um die DGS sowie die Lage des Faches wird darin angeboten; in jüngerer Zeit wurden viele Essays über die Probleme der Soziologie-Lehre veröffentlicht und ebenso wurden Probleme der sozialwissenschaftlichen Forschung behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dauerte bis 1974, bis die DGS wieder einen Soziologentag - in Kassel - abhielt; er erhielt das Thema &amp;quot;Zwischenbilanz der Soziologie&amp;quot;. Zwei Jahre später wurde diese Thematik auf dem Soziologentag in Bielefeld fortgesetzt. Von nun an wurden Soziologentage wieder ziemlich regelmäßig alle zwei Jahre unter verschiedenen Themen durchgeführt. Der DGS-Vorsitzende wechselte von den frühen 70ern bis zum Anfang der 90er Jahre regelmäßig alle vier Jahre, d.h. jeder Vorsitzende wurde einmal wiedergewählt. Erst in den neunziger Jahren wurde mit dieser Tradition wieder gebrochen, als Bernhard Schäfers und Lars Clausen jeweils nur zwei Jahre amtierten. Als Karl-Martin Bolte, der M. Rainer Lepsius folgte, Vorsitzender wurde, wurden die Bemühungen verstärkt, einen Lehrkanon für die Soziologie zu entwickeln und alle folgenden Vorsitzenden wurden von solchen Ansprüchen mehr oder weniger herausgefordert. Insbesondere in der Periode von Joachim Matthes war eine der dominierenden Aktivitäten, die Richtlinien für die Lehre der Soziologie auszuarbeiten, und auch Vorschläge für eine minimale Ausstattung der soziologischen Studiengänge wurden entwickelt. Als Burkart Lutz (1983-1986) folgte, war in seiner Amtszeit die Qualität der Lehre wieder ein besonderer Punkt, wobei sich die Vorsitzende des Ausschusses für Lehre - Ingrid Sommerkorn - langfristig engagierte. In der Zeit des Vorsitzes von Wolfgang Zapf (1987 - 1990) wurde die praktische Anreicherung der Qualität der Lehre durch eine kommentierte Leseliste vorbereitet. Sie wurde 1991 als spezielles Heft der &amp;quot;Soziologie&amp;quot; veröffentlicht und enthält, an den Sektionen orientiert für die verschiedenen Felder der Soziologie ausgewählte Grundlektüre (letzte Ausgabe DGS 1995, Heft 4; bevorstehend 1999, Heft 1). Es erfolgte auch die Erklärung zur Unterstützung der Volkszählung 1987, die zu einem öffentlichen Disput geworden war. Der DGS-Vorstand wurde ausserdem mit der Heskemer Protestation konfrontiert, die zu einer stärkeren Professionalisierung der Organisation aufforderte. Aber diese Problematik trat zurück, als die überraschend sich vollziehende Wiedervereinigung immer mehr Aufmerksamkeit auf sich zog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 24. Deutsche Soziologentag, der 1988 in Zürich abgehalten wurde, war - wie bereits 1928 in Zürich - ein Dreiländerkongress der Österreichischen, der Deutschen und der Schweizer Gesellschaft für Soziologie. Wolfgang Zapf hatte erreicht, dass eine Delegation von Soziologen aus der Deutschen Demokratischen Republik teilnahm. Zwei Jahre später befasste sich der 25. Soziologentag in Frankfurt mit der &amp;quot;Modernisierung moderner Gesellschaften&amp;quot; (vgl. Zapf 1991). Niemand hatte am Anfang der Vorbereitung die schnelle deutsche Vereinigung und die radikale Transformation der sozialistischen Gesellschaften vorausgesehen. Es entstanden abrupt neue Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Soziologie, auf radikalen sozialen Wandel zu reagieren. Als Bernhard Schäfers 1991 die Rolle des Vorsitzenden übernahm, wurde er mit dem Problem der Integration der Soziologen aus Ostdeutschland und der Entwicklung der Soziologie an den ostdeutschen Universitäten konfrontiert. Für wissenschaftliche und professionelle Fragen in Zusammenhang mit dem Transformationsprozess wurde im Vorstand der DGS ein Komitee gegründet, das paritätisch aus ost- und westdeutschen Wissenschaftlern zusammengesetzt war. Kurze Zeit bevor die deutsche Wiedervereinigung erfolgte, hatten ostdeutsche Soziologen die &amp;quot;Gesellschaft für Soziologie Ostdeutschland&amp;quot; gegründet, die Ausdruck für die kollektive Selbstbehauptung der ostdeutschen Soziologen und Soziologinnen ist. Jedoch löste sie sich bereits am 31. Dezember 1992 wieder auf. Unter Leitung des Vorsitzenden Hansgünter Meyer war ein ostdeutscher &amp;quot;Soziologen-Tag&amp;quot; mit dem Thema &amp;quot;Soziologie in Deutschland und die Transformation großer gesellschaftlicher Systeme&amp;quot; durchgeführt worden (vgl. Meyer 1992). Von Hansgünter Meyer u.a. wurde auch das &amp;quot;Berliner Journal für Soziologie&amp;quot; ins Leben gerufen, das sich heute als wichtige soziologische Fachzeitschrift etabliert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer langen vorbereitenden Diskussion, die zusammen mit dem Berufsverband Deutscher Soziologen und der Gesellschaft für Soziologie (Ostdeutschland) geführt wurde, wurde 1992 ein Ethik-Kodex eingeführt, der maßgeblich von Christel Hopf mitgestaltet wurde. Er kodifiziert Normen für das Verhalten von lehrenden und forschenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die den Maßstäben der Moral und Fairness genügen. Durch eine Ethikkommission soll die Einhaltung dieser Normen überprüft und gewährleistet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezeichnung nach der letzte &amp;quot;Deutsche Soziologentag&amp;quot; wurde im Jahr 1992 in Düsseldorf durchgeführt; und er war mit &amp;quot;Lebensverhältnissen und Konflikten im neuen Europa&amp;quot; befasst. Wie dieser, so haben sich die neueren Soziologentage verstärkt auf die Herausforderungen ihrer Zeit bezogen und weniger mit internen Problemen der Soziologie, obwohl auch diese - nicht zu Unrecht - weiter Beachtung finden. Für die Zukunft wurde der Name des Soziologentags in &amp;quot;Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie&amp;quot; geändert, weil ausgehend von der starken Sektion &amp;quot;Frauenforschung&amp;quot; eine geschlechtsneutrale Bezeichnung gewünscht wurde. Der Vorsitzende seit 1993, Lars Clausen, setzte wiederum Neuerungen durch, z.B die Jurierung der für den Kongress eingereichten Hauptbeiträge. In seiner Amtszeit trat die DGS als Miteinladerin zum ISA-Weltkongress auf, der 1994 in Bielefeld durchgeführt wurde - organisiert von Peter Weingart und Dietrich Storbeck - und 4000 Soziologen aus aller Welt zusammenführte. .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 27. und der 28. Soziologiekongress fanden erstmals in ostdeutschen Städten statt, 1995 in Halle und 1996 in Dresden. Um Überschneidungen mit dem Weltkongress von 1994 zu vermeiden, wurde der Zweijahresrhythmus der deutschen Kongresse unterbrochen. Mit den Themen &amp;quot;Gesellschaften im Umbruch&amp;quot; (Halle) und &amp;quot;Differenz und Integration&amp;quot; (Dresden) knüpften sie an klassische soziologische Problemstellungen an und ließen zugleich Raum zur Einbeziehung aktueller &amp;quot;Transformationsprozesse&amp;quot;. Eine wieder hergestellte Wertschätzung durch die Politik ist daran ablesbar, dass die Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt (Reinhard Höppner) und Sachsen (Kurt Biedenkopf) den Kongress im jeweiligen Bundesland als Schirmherren eröffneten; und nicht zuletzt daran, dass die dritthöchste Repräsentantin der Bundesrepublik, die Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts Jutta Limbach (ein DGS-Mitglied), in Halle die Eröffungsansprache hielt. Diese Großkongresse nehmen einen neuen Charakter an: Zwar sind die Soziologen nach wie vor eine heterogene, diskussions- und streitfreudige Profession, aber nichtdestoweniger haben sich die Komponenten einer identitätsstiftenden festartigen Veranstaltung verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Vorsitz von Stefan Hradil (1994 - 1998) wurde die Kongresse in Dresden (1996) und Freiburg (1998) vorbereitet und durchgeführt. Der Kongress in Freiburg knüpft an die Tradition von Zürich 1928 und Zürich 1988 an, bei denen sich ebenfalls die Soziologen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen gefunden haben. Die DGS befand sich in dieser Zeit in einem ruhigen Fahrwasser. Die Standardprobleme der Organisation der Großkongresse, die Vermehrung der Zahl der Sektionen, die Entwicklung eines Lehrkanons der Soziologie, sowie die Herausgabe des Mitteilungsblattes &amp;quot;Soziologie&amp;quot; dominierten. Bemerkenswert ist die Einführung des René König-Lehrbuchpreises, der für das beste soziologische Lehrbuch aus zurückliegenden beiden Jahren vergeben wird und 1998 auf dem Freiburger Kongress an Uwe Schimank für die &amp;quot;Theorien gesellschaftlicher Differenzierung&amp;quot; verliehen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== VI. Abschließende Bemerkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der langen Zeit ihrer Existenz hat sich die DGS kontinuierlich gewandelt, sowohl was ihre Mitgliedschaft als auch was ihre Aktivitäten betrifft, die mit mehr und weniger öffentlicher Sichtbarkeit ausgeübt wurden. Die Zahl der DGS-Gründer betrug 39 Gelehrte, und lange Zeit erlaubte die Satzung nicht, daß die Zahl der Mitglieder über 150 hinausging. Im Jahr 1956 gab es schließlich 207 Mitglieder, und bis 1968 stieg die Zahl auf 321 (Ziegler 1984). Die Zahl der Mitglieder erhöhte sich stärker als zuvor, nachdem 1970 die neue Satzung eingeführt worden war, und sie erreichte 750 im Jahr 1980 und 1300 im Jahr 1997, der zunehmenden Zahl von Soziologen in Deutschland entsprechend. Der Generationswechsel schreitet vor allem in den letzten Jahren schnell voran. Und die Bemühungen, Soziologinnen in die DGS zu integrieren, waren von Erfolg begleitet. Der Anteil weiblicher Mitglieder wuchs von 8,4% in den Jahren 1955/56 auf 15,6% im Jahr 1989 (Nunner-Winkler 1989, S. 78). Ihr Anteil im Vorstand ist seit einiger Zeit weit höher. Es wird geschätzt, daß 80% aller promovierten Soziologen in Deutschland Mitglied der DGS sind. Was die Anziehungskraft auf die akademischen Soziologen und Soziologinnen betrifft, so hat sich die DGS zweifellos erfolgreich entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der anwachsenden Mitgliederzahl wechselte der Charakter der DGS von einer eher esoterischen Gelehrtenvereinigung zu einer breiteren akademischen Vereinigung, die soziologisch-wissenschaftliche Anliegen unterstützt. Die DGS von heute ist eine vielgestaltige Institution mit einer größeren Zahl von Komitees, Sektionen und Arbeitsgruppen. Es gibt kontinuierliche Aktivitäten, die dazu beitragen, soziologische Anliegen in der deutschen Gesellschaft sichtbar zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am meisten beachteten Ereignisse in der DGS waren die 29 Soziologentage und die ihnen folgenden 3 Soziologiekongresse. Sie wuchsen ausgehend von kleinen Tagungen mit ungefähr 100 Teilnehmern und erreichten 470 Teilnehmer beim ersten modernen Kongress, wie der Jubiläumskongress 1959 in Berlin bezeichnet wird. Seit dem Frankfurter Soziologentag wurden Teilnehmerzahlen in der Größenordnung von 3000 erreicht. Die Konsequenzen dieses Wachstums für den Stil der Soziologentage sind nicht zu übersehen. Es handelt sich um Groß-Kongresse, die vier bis fünf Tage dauern, mit zwei- bis dreitausendtausend Teilnehmern und mehreren hundert Präsentationen, also um ein Massenereignis mit kollektiven Ritualen. Im Anschluß daran erfolgt jeweils die Publikation von zwei voluminösen Konferenzbänden. Nicht zuletzt das soziale Klima, das bei den letzten Soziologentagen herrschte, stützt die These, daß diese Kongresse die latente Funktion der sozialen Integration der Soziologen in Deutschland und auch darüber hinaus haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere auf den Soziologentagen, aber auch durch ihre Einzelaktivitäten, gewannen die Sektionen im Laufe der Zeit mehr Bedeutung. Es gab Abteilungen in der DGS von Anfang an, und Arbeitsgruppen traten auf den Soziologentagen seit 1926 auf, aber heute sind einige Sektionen größer als die ganze DGS in früherer Zeit. Sie halten ihre eigenen Arbeitstagungen ab und tragen einen großen Teil des Programms der soziologischen Kongresse. Die Zahl dieser Sektionen liegt nun bei 29; dazu gehören die Industrie- und Betriebssoziologie und die Frauenforschung, um zwei der wichtigsten Sektionen mit unterschiedlich langer Zugehörigkeit zu erwähnen (siehe die Liste am Ende).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluß sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die DGS stets ein Forum für die anhaltenden Diskussionen über die Frage der soziologischen Lehre blieb. Sie beeinflusste in einigem Ausmaß, zumindest intellektuell, die Etablierung der Soziologie zunächst an den Universitäten im Westen und nach der Vereinigung auch im Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DGS war nie Gegenstand eines ausführlichen Berichts, der ihre sozialen Prozesse und ihre Bedeutung in Relation zur Soziologie und zur Gesellschaft beschrieb. Manche der hier gegebenen Beschreibungen und Interpretationen sind deshalb fragmentarisch und provisorisch geblieben. Zum Schluss möchte ich auf die Leistung der DGS im Hinblick auf den Etablierungsprozess der Soziologie eingehen. Von den ehemaligen Vorsitzenden, die dazu auf meine Anfrage hin Position bezogen, möchte ich drei zitieren. Ralf Dahrendorf urteilt: &amp;quot;die Nachkriegsgeneration hat die Soziologie ohne und zum Teil gegen die DGS «etabliert» &amp;quot;. Die spätere Professionalisierung dagegen hat wahrscheinlich von der Existenz der DGS profitiert.&amp;quot; Die Sichtweise von Joachim Matthes beleuchtet weitere Aspekte: &amp;quot;Nach dem 2. Weltkrieg, so ist mein Eindruck, war sie (die DGS) für lange Zeit eher ein Honoratiorenverein, in dem sich diejenigen, die sich jeweils vor Ort in je ihrer Weise um die Etablierung der Soziologie bemühten, darum bemühten, ihre claims sowohl wechselseitig unter dem Gebot der «Nichteinmischung» zu sichern als auch mit einer gewissen gemeinsamen Legitimation nach außen zu versehen. So war das wohl auch, im Großen und Ganzen gesehen, in der Zeit vor 1933. Obwohl sich dies seit der Mitte der siebziger Jahre etwas geändert hat, ist dieses Merkmal noch einmal mit Macht durchgeschlagen, als es um die Etablierung der Soziologie in den neuen Bundesländern ging...;&amp;quot; Eine mehr skeptische Position im Hinblick auf die Möglichkeiten der DGS, Einfluss auszuüben, wird von M. Rainer Lepsius eingenommen: &amp;quot;Die DGS ist eine Fachvertretung ohne Vollzugsmandat, insbesondere auch gegenüber der Wissenschaftspolitik und den Hochschulverwaltungen. Doch ist sie natürlich immer ein Rahmen für die Herstellung von Selbstverständnissen der Mitglieder und bietet mit ihren Kongressen und Tagungen eine Integrationsleistung an&amp;quot;. Es gibt in der Gegenwart wie in der Vergangenheit nachdrückliche Kritik an der Leistungsfähigkeit der DGS, aber einer der hauptsächlichen Kritikpunkte scheint in der letzten Phase doch überwunden worden zu sein: Die Themen, die die Soziologie auf den Soziologentagen und Kongressen aufgegriffen hat, sind heute weniger interne Probleme der Soziologie, sondern vermehrt die Herausforderungen und Probleme, mit denen die moderne Gesellschaft konfrontiert ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diese Darstellung stellt eine Überarbeitung und Aktualisierung des gleichnamigen Beitrags aus Bernhard Schäfers 1995 (Hg.) Soziologie in Deutschland, Opladen, Leske + Budrich dar. Für hilfreiche Informationen danke ich insbesondere Karl Martin Bolte, Lars Clausen, Ralf Dahrendorf, Uta Gerhardt, Hans-Joachim Hoffmann-Nowotny, Stefan Hradil, Beate Kohler-Koch, M. Rainer Lepsius, Burkart Lutz, Joachim Matthes, Bernhard Schäfers, Erwin K. Scheuch und Wolfgang Zapf. Als breite Informationsgrundlage wurde das viermal jährlich bei Leske + Budrich erscheinende Heft &amp;quot;Soziologie&amp;quot;, das Mitteilungsblatt der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, genutzt. Seit dem Ersten Soziologentag von 1910 liegen zu allen Soziologentagen und Kongressen jeweils Tagungsbände vor, die als umfassende Informationsgrundlage verwendet wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Literaturverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Vorsitzende bzw. Präsidenten der DGS]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Die_Gr%C3%BCndung_der_DGS_als_Differenzierungsprozess_sozialwissenschaftlicher_Institutionen&amp;diff=4944</id>
		<title>Die Gründung der DGS als Differenzierungsprozess sozialwissenschaftlicher Institutionen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Die_Gr%C3%BCndung_der_DGS_als_Differenzierungsprozess_sozialwissenschaftlicher_Institutionen&amp;diff=4944"/>
		<updated>2010-05-12T10:35:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Aus: Deutsche Gesellschaft für Soziologie:[http://www.soziologie.de/index.php?id=14#titel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die akademische soziologische Vereinigung seit 1909&lt;br /&gt;
von [[Wolfgang Glatzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Marianne Weber ihrem Gatten Max Weber 1911 zum Geburtstag wünschte: &amp;quot;Der Teufel hole die soziologische Gesellschaft ... denn außer den hübschen Tagungen wird sie ein leerlaufender Apparat bleiben!&amp;quot; (zitiert nach von Ferber 1959) ist Ausdruck einer konfliktreichen Lage, welche die Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS) in den meisten Phasen ihrer Geschichte kennzeichnete, freilich ohne dass sich Marianne Webers Wunsch erfüllte. Inzwischen blickt die DGS auf eine mehr als 90-jährige Geschichte zurück, deren Entwicklungsverlauf und zentrale Ereignisse im folgenden betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die DGS 1909 gegründet wurde, gab es im Deutschen Reich weder einen Lehrstuhl für Soziologie noch eine soziologische Zeitschrift noch irgendwelche anderen Merkmale, wie sie etablierte Wissenschaften aufweisen. Die DGS wuchs seit ihrer Gründung von einer kleinen Gruppe soziologisch interessierter Gelehrter (ausschließlich Männer) zu einer größeren akademischen Vereinigung in der Bundesrepublik Deutschland mit einer Mitgliedschaft von ungefähr 1300 Personen (beiderlei Geschlechts). Die zentrale Veranstaltung der DGS war über die ganze Zeit der Deutsche Soziologentag, der zwischen 1910 und 1998 insgesamt 29-mal stattfand - seit 1995 unter neuem Namen - und somit zu sehr unterschiedlichen Phasen der deutschen Geschichte abgehalten wurde. Auf diese Weise spiegeln die publizierten Konferenzbände der Soziologentage wider, in wie weit sich die Soziologen durch die Probleme ihrer Zeit herausgefordert fühlten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Abhandlung wird die Entwicklung der DGS in chronologischer Reihenfolge unter Konzentration auf die wichtigsten Ereignisse und strukturellen Charakteristika beschrieben. Die DGS wird in ihrer Beziehung zur langsamen Etablierung der soziologischen Profession und zu den sie umgebenden gesellschaftlichen Entwicklungen und Krisen betrachtet. Dabei werden fünf Phasen unterschieden: Die Gründungszeit der DGS um 1909, die Zeit der Weimarer Republik 1919 bis 1933, die nationalsozialistische Zeit 1933 bis 1945, die Nachkriegszeit 1946 bis 1968 und die letzten Jahrzehnte seit 1969.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Gründung der DGS als Differenzierungsprozess sozialwissenschaftlicher Institutionen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DGS entwickelte sich in einem Prozeß der Differenzierung sozialwissenschaftlicher Einrichtungen und war selbst der Ausgangspunkt für weitere Institutionen. Lange Zeit, bevor die DGS ins Leben gerufen wurde, vertrat der 1858 gegründete Volkswirtschaftliche Kongress eine prononcierte wirtschafts- und gesellschaftspolitische Position (Gorges 1980, S. 38). Seine Mitglieder waren Anhänger des frühen Liberalismus und Manchester-Kapitalismus und wandten sich gegen oppositionelle Ideen, insbesondere auch gegen moderate, nicht-marxistische Positionen. Dies war der Auslöser für die Gründung des Vereins für Socialpolitik, dem insbesondere Professoren, aber auch andere Mitglieder angehörten. Er wurde zu einem wichtigen Forum der Sozialwissenschaften im Kaiserreich, dessen Anhänger für sozialpolitische Innovationen und friedliche Reformen eintraten. Gesellschaftspolitisch bezogen sie Position zwischen Liberalismus und Marxismus, und nicht selten wurden sie als Kathedersozialisten kritisiert. Als ihre Hauptaufgabe bildete sich die Unterstützung sozialwissenschaftlicher Enqueten über soziale Probleme heraus, die als wissenschaftliche Voraussetzung sozialer Reformen angesehen wurden (Gorges 1986). Dies stimulierte intensive politische Debatten. Die damit verbundenen Konflikte werden in den Chroniken des Vereins für Socialpolitik aus der damaligen Zeit viel offener berichtet als es heute geschieht (Boese 1939). So läßt sich nachlesen, dass bereits 1905 ein Disput zwischen Gustav Schmoller, dem angesehenen langjährigen Präsidenten des Vereins für Socialpolitik, und Max Weber nur oberflächlich durch Briefwechsel beigelegt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine kleine Gruppe von 39 Wissenschaftlern, die sich als Förderer einer heraufziehenden Soziologie verstanden, gründete am 3. Januar 1909 im Hotel Esplanade in Berlin die Deutsche Gesellschaft für Soziologie. Zu dieser Zeit gab es bereits die amerikanische soziologische Vereinigung, die 1906 gegründet worden war (Hardin 1977, S. 23). Am Anfang der DGS wurden drei Vorsitzende gewählt: Präsident wurde Ferdinand Tönnies, dem insbesondere für sein bereits 1887 veröffentlichtes Werk &amp;quot;Gemeinschaft und Gesellschaft&amp;quot; mehr und mehr Anerkennung zuteil wurde (Clausen/Schlüter 1991). Zum Vorstand gehörten außerdem Georg Simmel und Friedrich Herkner, der bald durch Werner Sombart ersetzt wurde. Max Weber nahm die Position eines &amp;quot;Rechners&amp;quot; für sich in Anspruch. Die Herkunft der Soziologie aus ihr nahestehenden Wissenschaften kommt in den Professionen der Gründungsväter zum Ausdruck. Mitglieder aus dem ersten Vorstand waren aus den Feldern der Ökonomie, Statistik, Philosophie, Psychologie, Geschichte, Rechtswissenschaft, Sozialpolitik und Theologie. Manchmal, wie in den Fällen von Ferdinand Tönnies und Max Weber, konnten die Mitglieder auf das Studium mehrerer Fächer verweisen. Neben den oben erwähnten Mitgliedern wurde die Einladung, die DGS zu gründen, unterzeichnet u.a. von Paul Bahrt (Leipzig), Hermann Cohen, (Marburg), Rudolf Goldscheid (Wien/Berlin), Hermann Kantorowicz (Freiburg), Franz Oppenheimer (Berlin), Werner Sombart (Berlin), Ernst Troeltsch und Alfred Weber (beide Heidelberg).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der berühmte Werturteilsstreit über die Rolle von Wertungen in der Wissenschaft spielte bei der Trennung der DGS vom Verein für Socialpolitik sicher eine ernst zu nehmende Rolle, aber es wurden auch Zweifel geäussert, ob es wirklich der wichtigste Streitpunkt gewesen sei (Rammstedt 1991). Von Beginn an waren grundverschiedene Persönlichkeiten mit eigenen Interessen, wie neben Max Weber insbesondere Rudolf Goldscheid, vertreten, die die Idee, die DGS zu gründen, durchsetzten (Honigsheim 1959). Interessanterweise stellt Ferdinand Tönnies im Nachruf für Rudolf Goldscheid fest &amp;quot;Der Gedanke einer solchen Gesellschaft hat zuerst in ihm Gestalt gewonnen&amp;quot; (Tönnies, 1932, S. 430).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhandlungsprotokolle des 1. Deutschen Soziologentages 1910 in Frankfurt sind ein Dokument der Etablierung einer neuen Wissenschaft. Die Referenten nahmen die Fragen nach dem Gegenstand der Soziologie, nach ihrer methodologischen Begründung und nach ihrer Beziehung zu anderen wissenschaftlichen Disziplinen auf. Der 2. Deutsche Soziologentag, der 1912 in Berlin abgehalten wurde, wandte sich der Frage der Nation und Nationalitäten zu und warf damit ein Problem auf, dessen brisante Aspekte damals nicht ausreichend erkannt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gründung der DGS bedeutete keinesfalls das Ende für den Differenzierungsprozess sozialwissenschaftlicher Institutionen. Bereits 1929 gab es die Loslösung der Deutschen Gesellschaft für Statistik von der DGS. Die Statistiker hatten seit 1911 eine Abteilung der DGS gebildet (Müller 1932). Ihr Vorsitzender Georg von Mayr verstand Statistik als Gesellschaftslehre auf der Grundlage erschöpfender Massenbeobachtungen (Grohmann 1989). Die Distanz von Soziologie und Statistik war nicht so groß, wie man es heutzutage vermuten würde und dennoch setzten sich mittelfristig die Verselbständigungstendenzen durch. Im Hinblick auf die Wissenschaft von der Politik ist festzustellen, dass ihre Organisationen erst viele Jahre später entstanden. Die &amp;quot;Deutsche Vereinigung für politische Wissenschaft&amp;quot; (DVPW) wurde 1950 gegründet, und als Konflikte um die Grundsätze politikwissenschaftlicher Arbeitsweise entstanden, erfolgte vorübergehend eine Auftrennung durch die neugebildete &amp;quot;Deutsche Gesellschaft für Politikwissenschaften&amp;quot; Mitte der 70er Jahre (Naßmacher 1994, S.434). Es erfolgten auch Differenzierungsprozesse der deutschsprachigen Soziologie in internationaler Hinsicht: Die Österreichische Gesellschaft für Soziologie wurde 1950 gegründet, die Schweizer Gesellschaft für Soziologie im Jahr 1955. Ein weiterer Verband für Soziologen wurde 1972 mit Förderung der DGS eingerichtet: der Berufsverband Deutscher Soziologen e.V. (BDS) hat als Anliegen die professionelle Vertretung von Soziologen und kooperiert in gemeinsamen Anliegen mit der DGS.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Aufkommen neuer Vereinigungen, die aus älteren hervor gehen, ist gewöhnlich ein Resultat von Kontroversen über die Perspektiven und Paradigmen der wissenschaftlichen Disziplinen. Diese Kontroversen enden gewöhnlich nicht, vielmehr halten die alten Dispute in den neuen Organisationen meistens an. Der Verein für Socialpolitik verstand sich selbst als Vermittler zwischen der Welt der Wissenschaft und der Welt praktischer Akteure (Schmoller 1912). Die Abspaltung der DGS wurde unterstützt von Sozialwissenschaftlern, die politische Verlautbarungen innerhalb der Sozialwissenschaften vermeiden wollten. Max Webers Idee der Wertfreiheit fand ihren Niederschlag in der ersten Satzung der DGS: &amp;quot;Ihr Zweck ist die Förderung der soziologischen Erkenntnis durch Veranstaltung rein wissenschaftlicher Untersuchungen und Erhebungen, durch Veröffentlichung rein wissenschaftlicher Arbeiten und durch Organisation von periodisch stattfindenden deutschen Soziologentagen.&amp;quot; (DGS 1910, S. V). Es wurde hinzugefügt, dass alle sozialwissenschaftlichen Ansätze und Methoden gleichmäßig Raum erhalten sollten und dass keine Vertretung irgendwelcher praktischer Ziele (ethisch, religiös, politisch, ästhetisch) vorgenommen werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonung des Zieles der Wertfreiheit wurde nicht allzulange aufrechterhalten. Es ist eine ironische Implikation des Prinzips der Wertfreiheit, dass es schließlich mehr Wertdiskussionen und wissenschaftspolitische Auseinandersetzungen als die meisten anderen Probleme verursachte. Im Anschluss an die verstärkten Dispute auf dem 2. Deutschen Soziologentag erklärten Max Weber, Georg Simmel und Alfred Vierkandt im Jahr 1913 ihren Rücktritt aus dem Vorstand (Karger 1978, S. 110). Am Vorabend des Ersten Weltkriegs war die DGS hauptsächlich damit befasst, ihre eigene Organisation zu stabilisieren. Im Ersten Weltkriegs waren nicht wenige der bedeutenden DGS-Mitglieder an der Mysthifizierung und Glorifizierung des Krieges beteiligt. So erschien Alfred Weber der Erste Weltkrieg als &amp;quot;sphinxhaftes Riesenrätsel&amp;quot;, das kaum zu erklären sei (Papcke 1985, S.139). &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die DGS während der Weimarer Republik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiederbelebung der DGS nach dem 1. Weltkrieg wurde vom Forschungsinstitut für Sozialwissenschaften in Köln initiiert, das als erstes soziologisches Forschungsinstitut 1919 gegründet wurde. Die erste Sitzung des Vorstands und des Hauptkomitees der DGS wird auf 1920 datiert (Gorges 1986, S. 80). Die Ziele der Vereinigung wurden neu definiert: &amp;quot;Die DGS ist eine Gelehrtengesellschaft, die den Zweck hat, den Gedankenaustausch zwischen ihren Mitgliedern zu fördern, und von Zeit zu Zeit öffentliche Soziologentage zu veranstalten. Sie widmet sich den Problemen der reinen und der angewandten Soziologie unter Einschluß der Sozialpolitik&amp;quot; (zitiert nach Karger 1978, S. 173). Die explizite Erwähnung von angewandter Soziologie und Sozialpolitik indiziert - verglichen mit der ersten Satzung - eine markante Veränderung, die als eine partielle Wiederanpassung an die Prinzipien des Vereins für Socialpolitik gesehen werden muß. Damit schien eine zufriedenstellende Regelung gefunden worden zu sein, denn die DGS arbeitete unter der gleichbleibenden Satzung und demselben Präsidenten Ferdinand Tönnies die ganzen Jahre der Weimarer Republik hindurch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regelmäßig seit 1922 wurde alle zwei Jahre ein Deutscher Soziologentag abgehalten. Das Hauptthema von 1922 in Jena war die &amp;quot;Revolution&amp;quot;, und zum ersten Mal gewann eine Konfrontation von marxistischen und bürgerlichen Positionen auf einem Soziologentag einige Bedeutung (von Wiese 1959, S. 13). 1924 gab es in Dresden Diskussionen über Soziologie, Sozialpolitik und Sozialstruktur. Der Soziologentag in Wien 1926 befasste sich mit dem Konzept der &amp;quot;Demokratie&amp;quot;, und der Soziologentag, der 1928 in Zürich abgehalten wurde, konzentrierte sich auf die &amp;quot;Konkurrenz&amp;quot;. Diese beiden Konferenzen außerhalb von Deutschland zeigen an, daß Soziologen aus Österreich und der Schweiz dem sozialen Netzwerk der DGS angehörten. Aber es dauerte dann bis 1988, bis erneut ein Soziologentag in Zürich veranstaltet wurde. Der letzte Soziologentag in der Weimarer Republik fand 1930 wieder in Berlin mit dem Thema &amp;quot;Die Presse und die öffentliche Meinung&amp;quot; statt. Diese Thematik, die ursprünglich vom bereits 1920 verstorbenen Max Weber vorgeschlagen worden war, war sicherlich eine innovative Tagungsproblematik. Zur gleichen Zeit fanden aber der Niedergang der ersten deutschen Demokratie, die Weltwirtschaftskrise mit ihrer außerordentlichen Arbeitslosigkeit und die verbreitete Armut keinen Ausdruck in der Thematik eines Soziologentags. Wie es auch in anderen Dokumenten deutlich wird (vgl. Käsler 1985), ist der Aufstieg des Nationalsozialismus nur in seltenen Fällen vorhergesehen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weimarer Zeit kann als die Take-off-Phase der Soziologie betrachtet werden. Auf die Gründer der Soziologie aufbauend etabliert sich die Soziologie während der Weimarer Republik als wissenschaftliche Disziplin mit zunehmender kognitiver Differenzierung und empirischen Forschungsstrategien (Habermas 1992, S. 184). Vor der Weimarer Zeit war die Soziologie an den Universitäten nicht vertreten. Während dieser Zeit etablierten sich erste Lehrstühle und Forschungsinstitute, aber es war immer noch nicht möglich, Soziologie als Hauptfach zu studieren. Am Ende der Weimarer Republik wurden die meisten Soziologen unter dem Druck des Nationalsozialismus zu Flüchtlingen. Aber die Art des Neubeginns nach dem 2. Weltkrieg ist ohne die Erfolge der Soziologie in der Weimarer Zeit nicht vorstellbar.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die DGS und der Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die nationalsozialistische Machtergreifung im Januar 1933 erfolgte, existierte die DGS zunächst weiter, obwohl ein Teil ihrer Mitglieder bereits das Land verlassen hatte bzw. gerade verließ. Was dann mit der DGS geschah, ist teilweise unklar und ein interessantes Beispiel dafür, wie schwierig es ist, Begebenheiten zu klären, die moralisch fragwürdig erscheinen. Im Bericht von Leopold von Wiese, der selbst in die Ereignisse einbezogen war, wird dargestellt, daß im Verlauf des Jahres 1933 der DGS-Präsident Ferdinand Tönnies, der in starker Opposition zum Nationalsozialismus stand, sein Amt niederlegte. Er wurde durch drei Vorsitzende ersetzt: Hans Freyer, einer Vertrauensperson der Nationalsozialisten, Werner Sombart und Leopold von Wiese, die sich beide seit langer Zeit im Vorstand engagiert hatten. Aber später wurde aufgrund von Wünschen des Kultusministeriums der Erstgenannte zum Führer der Vereinigung ernannt, und die beiden anderen hatten ihren Abschied zu nehmen. Nach einem Treffen der auf diese Weise umgewandelten DGS im Januar 1934 entschied Hans Freyer, &amp;quot;die Aktivitäten der Vereinigung einzustellen&amp;quot; (von Wiese 1959, S. 17).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Soziologe Helmut Schelsky, der bekanntlich in der Nachkriegszeit sehr einflußreich wurde, war während der fraglichen Zeit ein Schüler von Hans Freyer. Er führt die Entscheidung von Freyer, die DGS zu schließen, auf dessen moralische Persönlichkeit und seine grundsätzlich liberale Auffassung von Wissenschaft zurück (Schelsky 1981, S. 23). Er nimmt an, daß die Entscheidung von den Nationalsozialisten akzeptiert wurde, weil das Fach Soziologie ihnen zu unbedeutend war, um es in den Prozeß der Gleichschaltung einzubeziehen. Vielmehr wünschten die Nationalsozialisten, daß die Bezeichnung Soziologie verschwände, und praktizierten dies insoweit, als sie die Bezeichnung bei neu geschaffenen Lehrstühlen vermieden und bei älteren umwandelten (Schelsky 1981, S. 25).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Beschreibungen und Interpretationen werden von anderen Soziologen nicht akzeptiert. Otthein Rammstedt zufolge, der eine Rekonstruktion der deutschen Soziologie von 1933 bis 1945 vornahm, soll die DGS unter dem Vorsitz von Hans Freyer einige Jahre über 1933 hinaus aktiv geblieben sein (Rammstedt 1986, S. 19). Allerdings sind die Dokumente dazu während des Krieges verbrannt. Zwar gibt es einzelne Erwähnungen der DGS nach 1933, aber ob daraus auf anhaltende Aktivitäten geschlossen werden kann, ist äußerst zweifelhaft. Ein Nachweis, daß die DGS Teil eines anhaltenden soziologischen Engagements während des Dritten Reiches war, lässt sich nicht führen. Aber die Information, wie sehr ein Teil der Sozialwissenschaftler mit nationalsozialistischen Behörden kooperierte, war weitgehend in Vergessenheit geraten (vgl. Paulsen 1988).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Resümee von M. Rainer Lepsius (1979, S.28/29) lautet zu 1933 folgendermaßen: &amp;quot;... die Deutsche Gesellschaft für Soziologie hatte zu funktionieren aufgehört ... Unter ihrem Namen fanden keine Veranstaltungen statt, sie hat keine politisch verfolgten Mitglieder förmlich ausgeschlossen, keine neuen und möglicherweise nationalsozialistischen Mitglieder aufgenommen und keine Mitgliedsbeiträge erhoben&amp;quot;. Diese Sichtweise ist konform mit anderen Beschreibungen (Matthes 1981, S. 38), insbesondere mit jenen, die auf dem Hintergrund des Nachlasses von Ferdinand Tönnies erstellt wurden (Käsler 1984, S. 513). Es erfolgte offenbar keine formale Auflösung wie im Fall des Vereins für Socialpolitik, dessen Mitglieder 1936 die Auflösung erklärten (vgl. Boese 1939, S. 291). Aber ohne Zweifel erfuhren die Aktivitäten der DGS am Ende der Weimarer Republik einen Bruch, und wurden nach dem Januar 1934 nicht fortgeführt. Auch die Entwicklung der Soziologie im Allgemeinen ist beim Übergang in das Dritte Reich weit mehr als Kontinuitätsbruch und keinesfalls als Fortsetzung der soziologischen Tradition zu verstehen (König 1987, S. 388). Doch dies wird mit dem Verweis auf anhaltende Aktivitäten von Soziologen unter dem Nationalsozialismus, wenn auch in veränderter Form und Erkenntnisrichtung, teilweise infrage gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gab es Versuche &amp;quot;völkischer&amp;quot; Soziologen, sich zu organisieren, und eine &amp;quot;Reichssoziologie&amp;quot; aufzubauen (Klingemann 1996). Es ist auch interessant, dass einige wenige, teilweise unbekannte deutsche Soziologen am amerikanischen soziologischen Kongress 1934 teilnahmen, ebenso am 12. Internationalen Kongreß in Brüssel und am 13. in Paris 1937 (Rammstedt 1986, S. 21). Dies bestätigt die Einschätzung, dass Emigration offensichtlich nicht die einzige Reaktion der Soziologen war. In die Emigration gingen so gut wie alle angesehenen Soziologen, insbesondere diejenigen von jüdischer Herkunft, die maßgeblich zur Reputation der deutschen Soziologie in der Weimarer Zeit beigetragen hatten. Sie wurden aus ihren Professuren verdrängt, erhielten ihre Pensionen gekürzt und litten zusammen mit ihren Familien (Käsler 1985). Eine Anzahl von Soziologen versuchte, das Dritte Reich in Deutschland zu überstehen, ohne sich dem Nationalsozialismus anzupassen, und riskierte dabei ihre berufliche Entwicklung. Eine dritte Gruppe bekannte sich mehr oder weniger offen zur nationalsozialistischen Ideologie und definierte sich selbst als völkische Soziologen (Maus 1959). Dies mag eine sehr grobe Typisierung sein angesichts der Kompliziertheit der individuellen Lebensläufe und des Umstands, dass einige Soziologen im Laufe der Zeit zwischen den verschiedenen Verhaltensmustern wechselten. Alles in allem spricht vieles dafür, ein emphatisches Verständnis von Soziologie aufrechtzuerhalten, wie es Lepsius tut (1979, S.28): &amp;quot;Eine nationalsozialistische Soziologie ist jedoch nicht entstanden, und sie konnte schon deswegen nicht entstehen, weil der rassistische Determinismus der nationalsozialistischen Weltanschauung das Gegenprogramm einer soziologischen Analyse darstellte.&amp;quot; Diese Stellungnahme aus den Siebziger Jahren blieb nicht das letzte Wort. In den neunziger Jahren brachen Bewertungsunterschiede der Rolle der Soziologie im Nationalsozialismus erneut auf. Kontinuität und Bruch der Soziologie im Dritten Reich wurden in gegensätzlichen Diskussionsbeiträgen wieder zur Debatte gestellt (vgl. die Beiträge im Mitteilungsblatt Soziologie 3/1997, 4/1997, 1/1998, 2/1998).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Deutsche_Gesellschaft_f%C3%BCr_Soziologie_in_der_Nachkriegsperiode&amp;diff=4943</id>
		<title>Deutsche Gesellschaft für Soziologie in der Nachkriegsperiode</title>
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		<updated>2010-05-12T09:01:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Die akademische soziologische Vereinigung seit 1909*&lt;br /&gt;
von [[Wolfgang Glatzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  IV. Die Nachkriegsperiode 1946 bis 1968 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die DGS 1946 bereits wiedergegründet wurde, überrascht und bedarf der Erklärung. Unter den Soziologen, die das Dritte Reich in Deutschland überstanden hatten, befand sich Leopold von Wiese, der bereits Schriftführer in der DGS vor 1933 gewesen war und nun die Initiative zur Wiedergründung ergriff (von Wiese 1959, S. 17). Wie es aussieht, war es für sein Vorhaben sehr wichtig, dass er die Unterstützung von Edward Y. Harthorne, dem Universitätsoffizier der amerikanischen Militärverwaltung, erhielt. Dieser war ein Schüler und Kollege von Talcott Parsons und hatte über die deutsche Universität und den Nationalsozialismus gearbeitet und publiziert (Gerhardt 1993, S. 5, 60). Entsprechend wohlwollend reagierte er auf soziologische Anliegen, wurde aber bereits 1946 bei einem Straßenüberfall getötet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachkriegs-DGS wurde am 5. und 6. April 1946 in Bad Godesberg gegründet; Leopold von Wiese wurde ihr erster Präsident und blieb es bis 1955. &amp;quot;Diese rasche Reaktivierung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie wurde getragen von bürgerlich-liberalen Wissenschaftlern, die Leopold von Wiese zusammenführte&amp;quot; (Lepsius 1979, S. 29). Von Wiese war 70 Jahre alt, als er Präsident der DGS wurde, und er hat anschließend - in Zusammenarbeit mit Heinz Sauermann - noch im Jahr 1946 den 8. Deutschen Soziologentag in Frankfurt organisiert. Es gab keine übergreifende Thematik, aber immerhin hieß auf Anregung von Hawthorne der Beitrag des Präsidenten &amp;quot;Die gegenwärtige Situation, soziologisch betrachtet&amp;quot;. Wenn man erwartet, dass Versuche, den Nationalsozialismus zu analysieren und zu erklären, durchgeführt worden wären, so wird diese Erwartung in allen Tagungsbeiträgen enttäuscht. Dazu sind nur wenige und zudem oberflächliche Bemerkungen zu finden. Im Beitrag von Wieses wird der Aufstieg des Nationalsozialismus ganz unsoziologisch als metaphysisches Ereignis erläutert. Während der folgenden Soziologentage, die im Jahr 1948 in Worms, 1950 in Detmold, 1952 in Weinheim, 1954 in Heidelberg abgehalten wurden, gab es eine Vielfalt von Themen, die von Jugend über Terrorismus bis zu Bürokratie, Berufswahl und Ideologie reichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1955 folgte auf Leopold von Wiese Helmuth Plessner als Präsident. Er leitete die Soziologentage von Bad Meinberg 1956 über &amp;quot;Tradition&amp;quot; und Berlin 1959 über &amp;quot;Die Rolle der Soziologie in modernen Gesellschaften&amp;quot;. Der Berliner Soziologentag hatte einen besonderen Charakter, da er zum 50. Jahrestag der DGS-Gründung stattfand. Neben der langen Liste der Referenten ist es interessant im Hinblick auf die damalige Reputation der Soziologie, dass der Regierende Bürgermeister von Berlin, Willy Brandt, die Konferenz eröffnete und der Bundespräsident, Theodor Heuß, der selbst ein Mitglied der DGS war, seine Nicht-Teilnahme mit Krankheit entschuldigte. Von den drei großen konkurrierenden '''&amp;quot;Schulen&amp;quot;''' der Nachkriegssoziologie, die in sich durchaus heterogen waren, war die '''Frankfurter Schule''' durch '''Max Horkheimer und Theodor W. Adorno''', die Kölner Schule durch Leopold von Wiese und René König vertreten. Helmut Schelsky aus Münster, der die dritte Schule bildete, kündigte einen Beitrag an, erschien jedoch nicht und publizierte im Anschluß die &amp;quot;Ortsbestimmung der deutschen Soziologie&amp;quot; (Schelsky 1959, S. 11). Auch danach hielten konfliktreiche Diskussionen an. Beginnend mit einem Treffen im Jahre 1961 wurde der bekannte Positivismusstreit ausgetragen. Kritische Theorie und kritischer Rationalismus waren die opponierenden Paradigmen, die in der ersten Runde von '''Theodor W. Adorno und Karl Popper''' und in der zweiten Runde von '''Jürgen Habermas und Hans Albert''' repräsentiert wurden. Dieser Disput wurde über mehrere spezielle Tagungen hinweg aufrechterhalten, ohne dass eine Konsenslösung gefunden werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eher unmerklich blieb, dass sich in der Zeit von Helmuth Plessner und seinem Nachfolger Otto Stammer die DGS von einer Honoratioren-Vereinigung zu einem etwas offeneren akademischen Club wandelte, dem auch jüngere Gelehrte angehörten. Als 1964 der Max Weber-Soziologentag abgehalten wurde, hielt die DGS damit Rückblick auf die Person, die das Schicksal der Organisation vermutlich am meisten beeinflußt hat. Auf diesem Soziologentag war einer der Referenten '''Herbert Marcuse''', der zu dieser Zeit noch wenig Beachtung fand, aber bald danach zum philosophischen Mentor der aufkommenden Studentenbewegung werden sollte. Der '''Frankfurter Soziologentag von 1968''' markiert einen signifikanten Wandel für die DGS (Korte 1992, S. 213). Unter der Thematik &amp;quot;Spätkapitalismus oder Industriegesellschaft&amp;quot; wurden harte, aber nichtsdestoweniger intellektuell stimulierende Diskussionen ausgetragen. Ein Blick auf die Protokolle zeigt, daß die Gegensätze zwischen Ralf Dahrendorf (dem Vorsitzenden der DGS) und Theodor W. Adorno (dem Vorsitzenden des Organisationskomitees) nichts Unübliches in der langen Geschichte der DGS darstellen. Wahrscheinlich sind die marxistischen Thesen in '''Adornos''' Beitrag der Ausdruck eines neuen linken Selbstbewußtseins. Überraschend waren vor allem die unkonventionellen Aktivitäten der Studenten, die im Verlauf der Studentenbewegung mit dem traditionellen Stil politischen Protests brachen. Nicht zuletzt dies war so schockierend, dass es zu einem '''Moratorium von sechs Jahren''' kam, bevor es wieder einen Soziologentag gab. Nur auf diese Weise glaubte der Vorstand damals die Einheit der DGS retten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== V. Die DGS in den Jahrzehnten nach 1968 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Problemen von 1968 wurden vom DGS-Vorstand öffentliche Soziologentage aufgeschoben und eine neue Satzung in Angriff genommen, die vor der Machtübernahme durch die Ausserparlamentarische Opposition (APO) schützen sollte. Die geschaffene Satzung, die nach wie vor gültig ist, definierte als die Hauptorgane das Konzil, den Vorsitzenden, den Vorstand und die Sektionen. Eine Neuerung stellt insbesondere das Konzil dar, das durch die Zahl von 30 Mitgliedern ermöglicht, eine größere Zahl von Soziologen an den DGS-Aktivitäten zu beteiligen. Die Wahl des Vorstands und des Konzils erfolgt nicht mehr in Vollversammlungen, sondern durch Briefwahl aller Mitglieder. Die Ziele der DGS wurden neu definiert: &amp;quot;Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie ist eine wissenschaftliche Gesellschaft, die den Zweck hat, soziologische und sozialwissenschaftliche Probleme in Wort und Schrift zu erörtern, den Gedankenaustausch ihrer Mitglieder zu fördern, an der Verbreitung und Vertiefung soziologischer Denkweise mitzuwirken, und sich an der Klärung von Fach- und Studienfragen der Soziologie zu beteiligen.&amp;quot; Hinzugefügt wurde die Pflege der Beziehungen zur Soziologie des Auslands. Dies war ein weiterer Schritt weg von der kleinen Gelehrtengemeinschaft in die Richtung einer breiten sozialwissenschaftlichen Vereinigung, nicht zuletzt, weil die Akzeptanz von Mitgliedern, die bis dahin auf Professoren beschränkt war, auf promovierte Soziologen erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die neue Satzung offiziell verkündet wurde, hatte sich Ralf Dahrendorf bereits in die politische Praxis begeben. Erwin K. Scheuch als sein Stellvertreter übernahm die Aufgabe des Vorsitzenden für die Übergangsperiode. Der erste Vorsitzende, der unter den neuen Regeln gewählt wurde und sein Amt im Januar 1971 antrat, war M. Rainer Lepsius. Er widmete sich vor allem der Aufgabe, die Organe, die die Satzung vorsah, zu aktivieren. Daneben war wohl die wichtigste Innovation die Herausgabe der offiziellen Informationsbroschüre &amp;quot;Soziologie - Mitteilungsblatt der Deutschen Gesellschaft für Soziologie&amp;quot;, die zuerst 1971 erschien und bis heute, nun mit vier Ausgaben jährlich, den Mitgliedern zugeschickt wird. Aktuelles und grundlegendes Wissen über und um die DGS sowie die Lage des Faches wird darin angeboten; in jüngerer Zeit wurden viele Essays über die Probleme der Soziologie-Lehre veröffentlicht und ebenso wurden Probleme der sozialwissenschaftlichen Forschung behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dauerte bis 1974, bis die DGS wieder einen Soziologentag - in Kassel - abhielt; er erhielt das Thema &amp;quot;Zwischenbilanz der Soziologie&amp;quot;. Zwei Jahre später wurde diese Thematik auf dem Soziologentag in Bielefeld fortgesetzt. Von nun an wurden Soziologentage wieder ziemlich regelmäßig alle zwei Jahre unter verschiedenen Themen durchgeführt. Der DGS-Vorsitzende wechselte von den frühen 70ern bis zum Anfang der 90er Jahre regelmäßig alle vier Jahre, d.h. jeder Vorsitzende wurde einmal wiedergewählt. Erst in den neunziger Jahren wurde mit dieser Tradition wieder gebrochen, als Bernhard Schäfers und Lars Clausen jeweils nur zwei Jahre amtierten. Als Karl-Martin Bolte, der M. Rainer Lepsius folgte, Vorsitzender wurde, wurden die Bemühungen verstärkt, einen Lehrkanon für die Soziologie zu entwickeln und alle folgenden Vorsitzenden wurden von solchen Ansprüchen mehr oder weniger herausgefordert. Insbesondere in der Periode von Joachim Matthes war eine der dominierenden Aktivitäten, die Richtlinien für die Lehre der Soziologie auszuarbeiten, und auch Vorschläge für eine minimale Ausstattung der soziologischen Studiengänge wurden entwickelt. Als Burkart Lutz (1983-1986) folgte, war in seiner Amtszeit die Qualität der Lehre wieder ein besonderer Punkt, wobei sich die Vorsitzende des Ausschusses für Lehre - Ingrid Sommerkorn - langfristig engagierte. In der Zeit des Vorsitzes von Wolfgang Zapf (1987 - 1990) wurde die praktische Anreicherung der Qualität der Lehre durch eine kommentierte Leseliste vorbereitet. Sie wurde 1991 als spezielles Heft der &amp;quot;Soziologie&amp;quot; veröffentlicht und enthält, an den Sektionen orientiert für die verschiedenen Felder der Soziologie ausgewählte Grundlektüre (letzte Ausgabe DGS 1995, Heft 4; bevorstehend 1999, Heft 1). Es erfolgte auch die Erklärung zur Unterstützung der Volkszählung 1987, die zu einem öffentlichen Disput geworden war. Der DGS-Vorstand wurde ausserdem mit der Heskemer Protestation konfrontiert, die zu einer stärkeren Professionalisierung der Organisation aufforderte. Aber diese Problematik trat zurück, als die überraschend sich vollziehende Wiedervereinigung immer mehr Aufmerksamkeit auf sich zog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 24. Deutsche Soziologentag, der 1988 in Zürich abgehalten wurde, war - wie bereits 1928 in Zürich - ein Dreiländerkongress der Österreichischen, der Deutschen und der Schweizer Gesellschaft für Soziologie. Wolfgang Zapf hatte erreicht, dass eine Delegation von Soziologen aus der Deutschen Demokratischen Republik teilnahm. Zwei Jahre später befasste sich der 25. Soziologentag in Frankfurt mit der &amp;quot;Modernisierung moderner Gesellschaften&amp;quot; (vgl. Zapf 1991). Niemand hatte am Anfang der Vorbereitung die schnelle deutsche Vereinigung und die radikale Transformation der sozialistischen Gesellschaften vorausgesehen. Es entstanden abrupt neue Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Soziologie, auf radikalen sozialen Wandel zu reagieren. Als Bernhard Schäfers 1991 die Rolle des Vorsitzenden übernahm, wurde er mit dem Problem der Integration der Soziologen aus Ostdeutschland und der Entwicklung der Soziologie an den ostdeutschen Universitäten konfrontiert. Für wissenschaftliche und professionelle Fragen in Zusammenhang mit dem Transformationsprozess wurde im Vorstand der DGS ein Komitee gegründet, das paritätisch aus ost- und westdeutschen Wissenschaftlern zusammengesetzt war. Kurze Zeit bevor die deutsche Wiedervereinigung erfolgte, hatten ostdeutsche Soziologen die &amp;quot;Gesellschaft für Soziologie Ostdeutschland&amp;quot; gegründet, die Ausdruck für die kollektive Selbstbehauptung der ostdeutschen Soziologen und Soziologinnen ist. Jedoch löste sie sich bereits am 31. Dezember 1992 wieder auf. Unter Leitung des Vorsitzenden Hansgünter Meyer war ein ostdeutscher &amp;quot;Soziologen-Tag&amp;quot; mit dem Thema &amp;quot;Soziologie in Deutschland und die Transformation großer gesellschaftlicher Systeme&amp;quot; durchgeführt worden (vgl. Meyer 1992). Von Hansgünter Meyer u.a. wurde auch das &amp;quot;Berliner Journal für Soziologie&amp;quot; ins Leben gerufen, das sich heute als wichtige soziologische Fachzeitschrift etabliert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer langen vorbereitenden Diskussion, die zusammen mit dem Berufsverband Deutscher Soziologen und der Gesellschaft für Soziologie (Ostdeutschland) geführt wurde, wurde 1992 ein Ethik-Kodex eingeführt, der maßgeblich von Christel Hopf mitgestaltet wurde. Er kodifiziert Normen für das Verhalten von lehrenden und forschenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die den Maßstäben der Moral und Fairness genügen. Durch eine Ethikkommission soll die Einhaltung dieser Normen überprüft und gewährleistet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezeichnung nach der letzte &amp;quot;Deutsche Soziologentag&amp;quot; wurde im Jahr 1992 in Düsseldorf durchgeführt; und er war mit &amp;quot;Lebensverhältnissen und Konflikten im neuen Europa&amp;quot; befasst. Wie dieser, so haben sich die neueren Soziologentage verstärkt auf die Herausforderungen ihrer Zeit bezogen und weniger mit internen Problemen der Soziologie, obwohl auch diese - nicht zu Unrecht - weiter Beachtung finden. Für die Zukunft wurde der Name des Soziologentags in &amp;quot;Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie&amp;quot; geändert, weil ausgehend von der starken Sektion &amp;quot;Frauenforschung&amp;quot; eine geschlechtsneutrale Bezeichnung gewünscht wurde. Der Vorsitzende seit 1993, Lars Clausen, setzte wiederum Neuerungen durch, z.B die Jurierung der für den Kongress eingereichten Hauptbeiträge. In seiner Amtszeit trat die DGS als Miteinladerin zum ISA-Weltkongress auf, der 1994 in Bielefeld durchgeführt wurde - organisiert von Peter Weingart und Dietrich Storbeck - und 4000 Soziologen aus aller Welt zusammenführte. .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 27. und der 28. Soziologiekongress fanden erstmals in ostdeutschen Städten statt, 1995 in Halle und 1996 in Dresden. Um Überschneidungen mit dem Weltkongress von 1994 zu vermeiden, wurde der Zweijahresrhythmus der deutschen Kongresse unterbrochen. Mit den Themen &amp;quot;Gesellschaften im Umbruch&amp;quot; (Halle) und &amp;quot;Differenz und Integration&amp;quot; (Dresden) knüpften sie an klassische soziologische Problemstellungen an und ließen zugleich Raum zur Einbeziehung aktueller &amp;quot;Transformationsprozesse&amp;quot;. Eine wieder hergestellte Wertschätzung durch die Politik ist daran ablesbar, dass die Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt (Reinhard Höppner) und Sachsen (Kurt Biedenkopf) den Kongress im jeweiligen Bundesland als Schirmherren eröffneten; und nicht zuletzt daran, dass die dritthöchste Repräsentantin der Bundesrepublik, die Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts Jutta Limbach (ein DGS-Mitglied), in Halle die Eröffungsansprache hielt. Diese Großkongresse nehmen einen neuen Charakter an: Zwar sind die Soziologen nach wie vor eine heterogene, diskussions- und streitfreudige Profession, aber nichtdestoweniger haben sich die Komponenten einer identitätsstiftenden festartigen Veranstaltung verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Vorsitz von Stefan Hradil (1994 - 1998) wurde die Kongresse in Dresden (1996) und Freiburg (1998) vorbereitet und durchgeführt. Der Kongress in Freiburg knüpft an die Tradition von Zürich 1928 und Zürich 1988 an, bei denen sich ebenfalls die Soziologen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen gefunden haben. Die DGS befand sich in dieser Zeit in einem ruhigen Fahrwasser. Die Standardprobleme der Organisation der Großkongresse, die Vermehrung der Zahl der Sektionen, die Entwicklung eines Lehrkanons der Soziologie, sowie die Herausgabe des Mitteilungsblattes &amp;quot;Soziologie&amp;quot; dominierten. Bemerkenswert ist die Einführung des René König-Lehrbuchpreises, der für das beste soziologische Lehrbuch aus zurückliegenden beiden Jahren vergeben wird und 1998 auf dem Freiburger Kongress an Uwe Schimank für die &amp;quot;Theorien gesellschaftlicher Differenzierung&amp;quot; verliehen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== VI. Abschließende Bemerkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der langen Zeit ihrer Existenz hat sich die DGS kontinuierlich gewandelt, sowohl was ihre Mitgliedschaft als auch was ihre Aktivitäten betrifft, die mit mehr und weniger öffentlicher Sichtbarkeit ausgeübt wurden. Die Zahl der DGS-Gründer betrug 39 Gelehrte, und lange Zeit erlaubte die Satzung nicht, daß die Zahl der Mitglieder über 150 hinausging. Im Jahr 1956 gab es schließlich 207 Mitglieder, und bis 1968 stieg die Zahl auf 321 (Ziegler 1984). Die Zahl der Mitglieder erhöhte sich stärker als zuvor, nachdem 1970 die neue Satzung eingeführt worden war, und sie erreichte 750 im Jahr 1980 und 1300 im Jahr 1997, der zunehmenden Zahl von Soziologen in Deutschland entsprechend. Der Generationswechsel schreitet vor allem in den letzten Jahren schnell voran. Und die Bemühungen, Soziologinnen in die DGS zu integrieren, waren von Erfolg begleitet. Der Anteil weiblicher Mitglieder wuchs von 8,4% in den Jahren 1955/56 auf 15,6% im Jahr 1989 (Nunner-Winkler 1989, S. 78). Ihr Anteil im Vorstand ist seit einiger Zeit weit höher. Es wird geschätzt, daß 80% aller promovierten Soziologen in Deutschland Mitglied der DGS sind. Was die Anziehungskraft auf die akademischen Soziologen und Soziologinnen betrifft, so hat sich die DGS zweifellos erfolgreich entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der anwachsenden Mitgliederzahl wechselte der Charakter der DGS von einer eher esoterischen Gelehrtenvereinigung zu einer breiteren akademischen Vereinigung, die soziologisch-wissenschaftliche Anliegen unterstützt. Die DGS von heute ist eine vielgestaltige Institution mit einer größeren Zahl von Komitees, Sektionen und Arbeitsgruppen. Es gibt kontinuierliche Aktivitäten, die dazu beitragen, soziologische Anliegen in der deutschen Gesellschaft sichtbar zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am meisten beachteten Ereignisse in der DGS waren die 29 Soziologentage und die ihnen folgenden 3 Soziologiekongresse. Sie wuchsen ausgehend von kleinen Tagungen mit ungefähr 100 Teilnehmern und erreichten 470 Teilnehmer beim ersten modernen Kongress, wie der Jubiläumskongress 1959 in Berlin bezeichnet wird. Seit dem Frankfurter Soziologentag wurden Teilnehmerzahlen in der Größenordnung von 3000 erreicht. Die Konsequenzen dieses Wachstums für den Stil der Soziologentage sind nicht zu übersehen. Es handelt sich um Groß-Kongresse, die vier bis fünf Tage dauern, mit zwei- bis dreitausendtausend Teilnehmern und mehreren hundert Präsentationen, also um ein Massenereignis mit kollektiven Ritualen. Im Anschluß daran erfolgt jeweils die Publikation von zwei voluminösen Konferenzbänden. Nicht zuletzt das soziale Klima, das bei den letzten Soziologentagen herrschte, stützt die These, daß diese Kongresse die latente Funktion der sozialen Integration der Soziologen in Deutschland und auch darüber hinaus haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere auf den Soziologentagen, aber auch durch ihre Einzelaktivitäten, gewannen die Sektionen im Laufe der Zeit mehr Bedeutung. Es gab Abteilungen in der DGS von Anfang an, und Arbeitsgruppen traten auf den Soziologentagen seit 1926 auf, aber heute sind einige Sektionen größer als die ganze DGS in früherer Zeit. Sie halten ihre eigenen Arbeitstagungen ab und tragen einen großen Teil des Programms der soziologischen Kongresse. Die Zahl dieser Sektionen liegt nun bei 29; dazu gehören die Industrie- und Betriebssoziologie und die Frauenforschung, um zwei der wichtigsten Sektionen mit unterschiedlich langer Zugehörigkeit zu erwähnen (siehe die Liste am Ende).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluß sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die DGS stets ein Forum für die anhaltenden Diskussionen über die Frage der soziologischen Lehre blieb. Sie beeinflusste in einigem Ausmaß, zumindest intellektuell, die Etablierung der Soziologie zunächst an den Universitäten im Westen und nach der Vereinigung auch im Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DGS war nie Gegenstand eines ausführlichen Berichts, der ihre sozialen Prozesse und ihre Bedeutung in Relation zur Soziologie und zur Gesellschaft beschrieb. Manche der hier gegebenen Beschreibungen und Interpretationen sind deshalb fragmentarisch und provisorisch geblieben. Zum Schluss möchte ich auf die Leistung der DGS im Hinblick auf den Etablierungsprozess der Soziologie eingehen. Von den ehemaligen Vorsitzenden, die dazu auf meine Anfrage hin Position bezogen, möchte ich drei zitieren. Ralf Dahrendorf urteilt: &amp;quot;die Nachkriegsgeneration hat die Soziologie ohne und zum Teil gegen die DGS «etabliert» &amp;quot;. Die spätere Professionalisierung dagegen hat wahrscheinlich von der Existenz der DGS profitiert.&amp;quot; Die Sichtweise von Joachim Matthes beleuchtet weitere Aspekte: &amp;quot;Nach dem 2. Weltkrieg, so ist mein Eindruck, war sie (die DGS) für lange Zeit eher ein Honoratiorenverein, in dem sich diejenigen, die sich jeweils vor Ort in je ihrer Weise um die Etablierung der Soziologie bemühten, darum bemühten, ihre claims sowohl wechselseitig unter dem Gebot der «Nichteinmischung» zu sichern als auch mit einer gewissen gemeinsamen Legitimation nach außen zu versehen. So war das wohl auch, im Großen und Ganzen gesehen, in der Zeit vor 1933. Obwohl sich dies seit der Mitte der siebziger Jahre etwas geändert hat, ist dieses Merkmal noch einmal mit Macht durchgeschlagen, als es um die Etablierung der Soziologie in den neuen Bundesländern ging...;&amp;quot; Eine mehr skeptische Position im Hinblick auf die Möglichkeiten der DGS, Einfluss auszuüben, wird von M. Rainer Lepsius eingenommen: &amp;quot;Die DGS ist eine Fachvertretung ohne Vollzugsmandat, insbesondere auch gegenüber der Wissenschaftspolitik und den Hochschulverwaltungen. Doch ist sie natürlich immer ein Rahmen für die Herstellung von Selbstverständnissen der Mitglieder und bietet mit ihren Kongressen und Tagungen eine Integrationsleistung an&amp;quot;. Es gibt in der Gegenwart wie in der Vergangenheit nachdrückliche Kritik an der Leistungsfähigkeit der DGS, aber einer der hauptsächlichen Kritikpunkte scheint in der letzten Phase doch überwunden worden zu sein: Die Themen, die die Soziologie auf den Soziologentagen und Kongressen aufgegriffen hat, sind heute weniger interne Probleme der Soziologie, sondern vermehrt die Herausforderungen und Probleme, mit denen die moderne Gesellschaft konfrontiert ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diese Darstellung stellt eine Überarbeitung und Aktualisierung des gleichnamigen Beitrags aus Bernhard Schäfers 1995 (Hg.) Soziologie in Deutschland, Opladen, Leske + Budrich dar. Für hilfreiche Informationen danke ich insbesondere Karl Martin Bolte, Lars Clausen, Ralf Dahrendorf, Uta Gerhardt, Hans-Joachim Hoffmann-Nowotny, Stefan Hradil, Beate Kohler-Koch, M. Rainer Lepsius, Burkart Lutz, Joachim Matthes, Bernhard Schäfers, Erwin K. Scheuch und Wolfgang Zapf. Als breite Informationsgrundlage wurde das viermal jährlich bei Leske + Budrich erscheinende Heft &amp;quot;Soziologie&amp;quot;, das Mitteilungsblatt der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, genutzt. Seit dem Ersten Soziologentag von 1910 liegen zu allen Soziologentagen und Kongressen jeweils Tagungsbände vor, die als umfassende Informationsgrundlage verwendet wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Literaturverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Vorsitzende bzw. Präsidenten der DGS]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Die_Gr%C3%BCndung_der_DGS_als_Differenzierungsprozess_sozialwissenschaftlicher_Institutionen&amp;diff=4942</id>
		<title>Die Gründung der DGS als Differenzierungsprozess sozialwissenschaftlicher Institutionen</title>
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		<updated>2010-05-12T09:00:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Aus: Deutsche Gesellschaft für Soziologie:[http://www.soziologie.de/index.php?id=14#titel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die akademische soziologische Vereinigung seit 1909*&lt;br /&gt;
von [[Wolfgang Glatzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Marianne Weber ihrem Gatten Max Weber 1911 zum Geburtstag wünschte: &amp;quot;Der Teufel hole die soziologische Gesellschaft ... denn außer den hübschen Tagungen wird sie ein leerlaufender Apparat bleiben!&amp;quot; (zitiert nach von Ferber 1959) ist Ausdruck einer konfliktreichen Lage, welche die Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS) in den meisten Phasen ihrer Geschichte kennzeichnete, freilich ohne dass sich Marianne Webers Wunsch erfüllte. Inzwischen blickt die DGS auf eine mehr als 90-jährige Geschichte zurück, deren Entwicklungsverlauf und zentrale Ereignisse im folgenden betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die DGS 1909 gegründet wurde, gab es im Deutschen Reich weder einen Lehrstuhl für Soziologie noch eine soziologische Zeitschrift noch irgendwelche anderen Merkmale, wie sie etablierte Wissenschaften aufweisen. Die DGS wuchs seit ihrer Gründung von einer kleinen Gruppe soziologisch interessierter Gelehrter (ausschließlich Männer) zu einer größeren akademischen Vereinigung in der Bundesrepublik Deutschland mit einer Mitgliedschaft von ungefähr 1300 Personen (beiderlei Geschlechts). Die zentrale Veranstaltung der DGS war über die ganze Zeit der Deutsche Soziologentag, der zwischen 1910 und 1998 insgesamt 29-mal stattfand - seit 1995 unter neuem Namen - und somit zu sehr unterschiedlichen Phasen der deutschen Geschichte abgehalten wurde. Auf diese Weise spiegeln die publizierten Konferenzbände der Soziologentage wider, in wie weit sich die Soziologen durch die Probleme ihrer Zeit herausgefordert fühlten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Abhandlung wird die Entwicklung der DGS in chronologischer Reihenfolge unter Konzentration auf die wichtigsten Ereignisse und strukturellen Charakteristika beschrieben. Die DGS wird in ihrer Beziehung zur langsamen Etablierung der soziologischen Profession und zu den sie umgebenden gesellschaftlichen Entwicklungen und Krisen betrachtet. Dabei werden fünf Phasen unterschieden: Die Gründungszeit der DGS um 1909, die Zeit der Weimarer Republik 1919 bis 1933, die nationalsozialistische Zeit 1933 bis 1945, die Nachkriegszeit 1946 bis 1968 und die letzten Jahrzehnte seit 1969.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Gründung der DGS als Differenzierungsprozess sozialwissenschaftlicher Institutionen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DGS entwickelte sich in einem Prozeß der Differenzierung sozialwissenschaftlicher Einrichtungen und war selbst der Ausgangspunkt für weitere Institutionen. Lange Zeit, bevor die DGS ins Leben gerufen wurde, vertrat der 1858 gegründete Volkswirtschaftliche Kongress eine prononcierte wirtschafts- und gesellschaftspolitische Position (Gorges 1980, S. 38). Seine Mitglieder waren Anhänger des frühen Liberalismus und Manchester-Kapitalismus und wandten sich gegen oppositionelle Ideen, insbesondere auch gegen moderate, nicht-marxistische Positionen. Dies war der Auslöser für die Gründung des Vereins für Socialpolitik, dem insbesondere Professoren, aber auch andere Mitglieder angehörten. Er wurde zu einem wichtigen Forum der Sozialwissenschaften im Kaiserreich, dessen Anhänger für sozialpolitische Innovationen und friedliche Reformen eintraten. Gesellschaftspolitisch bezogen sie Position zwischen Liberalismus und Marxismus, und nicht selten wurden sie als Kathedersozialisten kritisiert. Als ihre Hauptaufgabe bildete sich die Unterstützung sozialwissenschaftlicher Enqueten über soziale Probleme heraus, die als wissenschaftliche Voraussetzung sozialer Reformen angesehen wurden (Gorges 1986). Dies stimulierte intensive politische Debatten. Die damit verbundenen Konflikte werden in den Chroniken des Vereins für Socialpolitik aus der damaligen Zeit viel offener berichtet als es heute geschieht (Boese 1939). So läßt sich nachlesen, dass bereits 1905 ein Disput zwischen Gustav Schmoller, dem angesehenen langjährigen Präsidenten des Vereins für Socialpolitik, und Max Weber nur oberflächlich durch Briefwechsel beigelegt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine kleine Gruppe von 39 Wissenschaftlern, die sich als Förderer einer heraufziehenden Soziologie verstanden, gründete am 3. Januar 1909 im Hotel Esplanade in Berlin die Deutsche Gesellschaft für Soziologie. Zu dieser Zeit gab es bereits die amerikanische soziologische Vereinigung, die 1906 gegründet worden war (Hardin 1977, S. 23). Am Anfang der DGS wurden drei Vorsitzende gewählt: Präsident wurde Ferdinand Tönnies, dem insbesondere für sein bereits 1887 veröffentlichtes Werk &amp;quot;Gemeinschaft und Gesellschaft&amp;quot; mehr und mehr Anerkennung zuteil wurde (Clausen/Schlüter 1991). Zum Vorstand gehörten außerdem Georg Simmel und Friedrich Herkner, der bald durch Werner Sombart ersetzt wurde. Max Weber nahm die Position eines &amp;quot;Rechners&amp;quot; für sich in Anspruch. Die Herkunft der Soziologie aus ihr nahestehenden Wissenschaften kommt in den Professionen der Gründungsväter zum Ausdruck. Mitglieder aus dem ersten Vorstand waren aus den Feldern der Ökonomie, Statistik, Philosophie, Psychologie, Geschichte, Rechtswissenschaft, Sozialpolitik und Theologie. Manchmal, wie in den Fällen von Ferdinand Tönnies und Max Weber, konnten die Mitglieder auf das Studium mehrerer Fächer verweisen. Neben den oben erwähnten Mitgliedern wurde die Einladung, die DGS zu gründen, unterzeichnet u.a. von Paul Bahrt (Leipzig), Hermann Cohen, (Marburg), Rudolf Goldscheid (Wien/Berlin), Hermann Kantorowicz (Freiburg), Franz Oppenheimer (Berlin), Werner Sombart (Berlin), Ernst Troeltsch und Alfred Weber (beide Heidelberg).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der berühmte Werturteilsstreit über die Rolle von Wertungen in der Wissenschaft spielte bei der Trennung der DGS vom Verein für Socialpolitik sicher eine ernst zu nehmende Rolle, aber es wurden auch Zweifel geäussert, ob es wirklich der wichtigste Streitpunkt gewesen sei (Rammstedt 1991). Von Beginn an waren grundverschiedene Persönlichkeiten mit eigenen Interessen, wie neben Max Weber insbesondere Rudolf Goldscheid, vertreten, die die Idee, die DGS zu gründen, durchsetzten (Honigsheim 1959). Interessanterweise stellt Ferdinand Tönnies im Nachruf für Rudolf Goldscheid fest &amp;quot;Der Gedanke einer solchen Gesellschaft hat zuerst in ihm Gestalt gewonnen&amp;quot; (Tönnies, 1932, S. 430).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhandlungsprotokolle des 1. Deutschen Soziologentages 1910 in Frankfurt sind ein Dokument der Etablierung einer neuen Wissenschaft. Die Referenten nahmen die Fragen nach dem Gegenstand der Soziologie, nach ihrer methodologischen Begründung und nach ihrer Beziehung zu anderen wissenschaftlichen Disziplinen auf. Der 2. Deutsche Soziologentag, der 1912 in Berlin abgehalten wurde, wandte sich der Frage der Nation und Nationalitäten zu und warf damit ein Problem auf, dessen brisante Aspekte damals nicht ausreichend erkannt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gründung der DGS bedeutete keinesfalls das Ende für den Differenzierungsprozess sozialwissenschaftlicher Institutionen. Bereits 1929 gab es die Loslösung der Deutschen Gesellschaft für Statistik von der DGS. Die Statistiker hatten seit 1911 eine Abteilung der DGS gebildet (Müller 1932). Ihr Vorsitzender Georg von Mayr verstand Statistik als Gesellschaftslehre auf der Grundlage erschöpfender Massenbeobachtungen (Grohmann 1989). Die Distanz von Soziologie und Statistik war nicht so groß, wie man es heutzutage vermuten würde und dennoch setzten sich mittelfristig die Verselbständigungstendenzen durch. Im Hinblick auf die Wissenschaft von der Politik ist festzustellen, dass ihre Organisationen erst viele Jahre später entstanden. Die &amp;quot;Deutsche Vereinigung für politische Wissenschaft&amp;quot; (DVPW) wurde 1950 gegründet, und als Konflikte um die Grundsätze politikwissenschaftlicher Arbeitsweise entstanden, erfolgte vorübergehend eine Auftrennung durch die neugebildete &amp;quot;Deutsche Gesellschaft für Politikwissenschaften&amp;quot; Mitte der 70er Jahre (Naßmacher 1994, S.434). Es erfolgten auch Differenzierungsprozesse der deutschsprachigen Soziologie in internationaler Hinsicht: Die Österreichische Gesellschaft für Soziologie wurde 1950 gegründet, die Schweizer Gesellschaft für Soziologie im Jahr 1955. Ein weiterer Verband für Soziologen wurde 1972 mit Förderung der DGS eingerichtet: der Berufsverband Deutscher Soziologen e.V. (BDS) hat als Anliegen die professionelle Vertretung von Soziologen und kooperiert in gemeinsamen Anliegen mit der DGS.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Aufkommen neuer Vereinigungen, die aus älteren hervor gehen, ist gewöhnlich ein Resultat von Kontroversen über die Perspektiven und Paradigmen der wissenschaftlichen Disziplinen. Diese Kontroversen enden gewöhnlich nicht, vielmehr halten die alten Dispute in den neuen Organisationen meistens an. Der Verein für Socialpolitik verstand sich selbst als Vermittler zwischen der Welt der Wissenschaft und der Welt praktischer Akteure (Schmoller 1912). Die Abspaltung der DGS wurde unterstützt von Sozialwissenschaftlern, die politische Verlautbarungen innerhalb der Sozialwissenschaften vermeiden wollten. Max Webers Idee der Wertfreiheit fand ihren Niederschlag in der ersten Satzung der DGS: &amp;quot;Ihr Zweck ist die Förderung der soziologischen Erkenntnis durch Veranstaltung rein wissenschaftlicher Untersuchungen und Erhebungen, durch Veröffentlichung rein wissenschaftlicher Arbeiten und durch Organisation von periodisch stattfindenden deutschen Soziologentagen.&amp;quot; (DGS 1910, S. V). Es wurde hinzugefügt, dass alle sozialwissenschaftlichen Ansätze und Methoden gleichmäßig Raum erhalten sollten und dass keine Vertretung irgendwelcher praktischer Ziele (ethisch, religiös, politisch, ästhetisch) vorgenommen werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonung des Zieles der Wertfreiheit wurde nicht allzulange aufrechterhalten. Es ist eine ironische Implikation des Prinzips der Wertfreiheit, dass es schließlich mehr Wertdiskussionen und wissenschaftspolitische Auseinandersetzungen als die meisten anderen Probleme verursachte. Im Anschluss an die verstärkten Dispute auf dem 2. Deutschen Soziologentag erklärten Max Weber, Georg Simmel und Alfred Vierkandt im Jahr 1913 ihren Rücktritt aus dem Vorstand (Karger 1978, S. 110). Am Vorabend des Ersten Weltkriegs war die DGS hauptsächlich damit befasst, ihre eigene Organisation zu stabilisieren. Im Ersten Weltkriegs waren nicht wenige der bedeutenden DGS-Mitglieder an der Mysthifizierung und Glorifizierung des Krieges beteiligt. So erschien Alfred Weber der Erste Weltkrieg als &amp;quot;sphinxhaftes Riesenrätsel&amp;quot;, das kaum zu erklären sei (Papcke 1985, S.139). &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die DGS während der Weimarer Republik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiederbelebung der DGS nach dem 1. Weltkrieg wurde vom Forschungsinstitut für Sozialwissenschaften in Köln initiiert, das als erstes soziologisches Forschungsinstitut 1919 gegründet wurde. Die erste Sitzung des Vorstands und des Hauptkomitees der DGS wird auf 1920 datiert (Gorges 1986, S. 80). Die Ziele der Vereinigung wurden neu definiert: &amp;quot;Die DGS ist eine Gelehrtengesellschaft, die den Zweck hat, den Gedankenaustausch zwischen ihren Mitgliedern zu fördern, und von Zeit zu Zeit öffentliche Soziologentage zu veranstalten. Sie widmet sich den Problemen der reinen und der angewandten Soziologie unter Einschluß der Sozialpolitik&amp;quot; (zitiert nach Karger 1978, S. 173). Die explizite Erwähnung von angewandter Soziologie und Sozialpolitik indiziert - verglichen mit der ersten Satzung - eine markante Veränderung, die als eine partielle Wiederanpassung an die Prinzipien des Vereins für Socialpolitik gesehen werden muß. Damit schien eine zufriedenstellende Regelung gefunden worden zu sein, denn die DGS arbeitete unter der gleichbleibenden Satzung und demselben Präsidenten Ferdinand Tönnies die ganzen Jahre der Weimarer Republik hindurch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regelmäßig seit 1922 wurde alle zwei Jahre ein Deutscher Soziologentag abgehalten. Das Hauptthema von 1922 in Jena war die &amp;quot;Revolution&amp;quot;, und zum ersten Mal gewann eine Konfrontation von marxistischen und bürgerlichen Positionen auf einem Soziologentag einige Bedeutung (von Wiese 1959, S. 13). 1924 gab es in Dresden Diskussionen über Soziologie, Sozialpolitik und Sozialstruktur. Der Soziologentag in Wien 1926 befasste sich mit dem Konzept der &amp;quot;Demokratie&amp;quot;, und der Soziologentag, der 1928 in Zürich abgehalten wurde, konzentrierte sich auf die &amp;quot;Konkurrenz&amp;quot;. Diese beiden Konferenzen außerhalb von Deutschland zeigen an, daß Soziologen aus Österreich und der Schweiz dem sozialen Netzwerk der DGS angehörten. Aber es dauerte dann bis 1988, bis erneut ein Soziologentag in Zürich veranstaltet wurde. Der letzte Soziologentag in der Weimarer Republik fand 1930 wieder in Berlin mit dem Thema &amp;quot;Die Presse und die öffentliche Meinung&amp;quot; statt. Diese Thematik, die ursprünglich vom bereits 1920 verstorbenen Max Weber vorgeschlagen worden war, war sicherlich eine innovative Tagungsproblematik. Zur gleichen Zeit fanden aber der Niedergang der ersten deutschen Demokratie, die Weltwirtschaftskrise mit ihrer außerordentlichen Arbeitslosigkeit und die verbreitete Armut keinen Ausdruck in der Thematik eines Soziologentags. Wie es auch in anderen Dokumenten deutlich wird (vgl. Käsler 1985), ist der Aufstieg des Nationalsozialismus nur in seltenen Fällen vorhergesehen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weimarer Zeit kann als die Take-off-Phase der Soziologie betrachtet werden. Auf die Gründer der Soziologie aufbauend etabliert sich die Soziologie während der Weimarer Republik als wissenschaftliche Disziplin mit zunehmender kognitiver Differenzierung und empirischen Forschungsstrategien (Habermas 1992, S. 184). Vor der Weimarer Zeit war die Soziologie an den Universitäten nicht vertreten. Während dieser Zeit etablierten sich erste Lehrstühle und Forschungsinstitute, aber es war immer noch nicht möglich, Soziologie als Hauptfach zu studieren. Am Ende der Weimarer Republik wurden die meisten Soziologen unter dem Druck des Nationalsozialismus zu Flüchtlingen. Aber die Art des Neubeginns nach dem 2. Weltkrieg ist ohne die Erfolge der Soziologie in der Weimarer Zeit nicht vorstellbar.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die DGS und der Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die nationalsozialistische Machtergreifung im Januar 1933 erfolgte, existierte die DGS zunächst weiter, obwohl ein Teil ihrer Mitglieder bereits das Land verlassen hatte bzw. gerade verließ. Was dann mit der DGS geschah, ist teilweise unklar und ein interessantes Beispiel dafür, wie schwierig es ist, Begebenheiten zu klären, die moralisch fragwürdig erscheinen. Im Bericht von Leopold von Wiese, der selbst in die Ereignisse einbezogen war, wird dargestellt, daß im Verlauf des Jahres 1933 der DGS-Präsident Ferdinand Tönnies, der in starker Opposition zum Nationalsozialismus stand, sein Amt niederlegte. Er wurde durch drei Vorsitzende ersetzt: Hans Freyer, einer Vertrauensperson der Nationalsozialisten, Werner Sombart und Leopold von Wiese, die sich beide seit langer Zeit im Vorstand engagiert hatten. Aber später wurde aufgrund von Wünschen des Kultusministeriums der Erstgenannte zum Führer der Vereinigung ernannt, und die beiden anderen hatten ihren Abschied zu nehmen. Nach einem Treffen der auf diese Weise umgewandelten DGS im Januar 1934 entschied Hans Freyer, &amp;quot;die Aktivitäten der Vereinigung einzustellen&amp;quot; (von Wiese 1959, S. 17).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Soziologe Helmut Schelsky, der bekanntlich in der Nachkriegszeit sehr einflußreich wurde, war während der fraglichen Zeit ein Schüler von Hans Freyer. Er führt die Entscheidung von Freyer, die DGS zu schließen, auf dessen moralische Persönlichkeit und seine grundsätzlich liberale Auffassung von Wissenschaft zurück (Schelsky 1981, S. 23). Er nimmt an, daß die Entscheidung von den Nationalsozialisten akzeptiert wurde, weil das Fach Soziologie ihnen zu unbedeutend war, um es in den Prozeß der Gleichschaltung einzubeziehen. Vielmehr wünschten die Nationalsozialisten, daß die Bezeichnung Soziologie verschwände, und praktizierten dies insoweit, als sie die Bezeichnung bei neu geschaffenen Lehrstühlen vermieden und bei älteren umwandelten (Schelsky 1981, S. 25).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Beschreibungen und Interpretationen werden von anderen Soziologen nicht akzeptiert. Otthein Rammstedt zufolge, der eine Rekonstruktion der deutschen Soziologie von 1933 bis 1945 vornahm, soll die DGS unter dem Vorsitz von Hans Freyer einige Jahre über 1933 hinaus aktiv geblieben sein (Rammstedt 1986, S. 19). Allerdings sind die Dokumente dazu während des Krieges verbrannt. Zwar gibt es einzelne Erwähnungen der DGS nach 1933, aber ob daraus auf anhaltende Aktivitäten geschlossen werden kann, ist äußerst zweifelhaft. Ein Nachweis, daß die DGS Teil eines anhaltenden soziologischen Engagements während des Dritten Reiches war, lässt sich nicht führen. Aber die Information, wie sehr ein Teil der Sozialwissenschaftler mit nationalsozialistischen Behörden kooperierte, war weitgehend in Vergessenheit geraten (vgl. Paulsen 1988).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Resümee von M. Rainer Lepsius (1979, S.28/29) lautet zu 1933 folgendermaßen: &amp;quot;... die Deutsche Gesellschaft für Soziologie hatte zu funktionieren aufgehört ... Unter ihrem Namen fanden keine Veranstaltungen statt, sie hat keine politisch verfolgten Mitglieder förmlich ausgeschlossen, keine neuen und möglicherweise nationalsozialistischen Mitglieder aufgenommen und keine Mitgliedsbeiträge erhoben&amp;quot;. Diese Sichtweise ist konform mit anderen Beschreibungen (Matthes 1981, S. 38), insbesondere mit jenen, die auf dem Hintergrund des Nachlasses von Ferdinand Tönnies erstellt wurden (Käsler 1984, S. 513). Es erfolgte offenbar keine formale Auflösung wie im Fall des Vereins für Socialpolitik, dessen Mitglieder 1936 die Auflösung erklärten (vgl. Boese 1939, S. 291). Aber ohne Zweifel erfuhren die Aktivitäten der DGS am Ende der Weimarer Republik einen Bruch, und wurden nach dem Januar 1934 nicht fortgeführt. Auch die Entwicklung der Soziologie im Allgemeinen ist beim Übergang in das Dritte Reich weit mehr als Kontinuitätsbruch und keinesfalls als Fortsetzung der soziologischen Tradition zu verstehen (König 1987, S. 388). Doch dies wird mit dem Verweis auf anhaltende Aktivitäten von Soziologen unter dem Nationalsozialismus, wenn auch in veränderter Form und Erkenntnisrichtung, teilweise infrage gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gab es Versuche &amp;quot;völkischer&amp;quot; Soziologen, sich zu organisieren, und eine &amp;quot;Reichssoziologie&amp;quot; aufzubauen (Klingemann 1996). Es ist auch interessant, dass einige wenige, teilweise unbekannte deutsche Soziologen am amerikanischen soziologischen Kongress 1934 teilnahmen, ebenso am 12. Internationalen Kongreß in Brüssel und am 13. in Paris 1937 (Rammstedt 1986, S. 21). Dies bestätigt die Einschätzung, dass Emigration offensichtlich nicht die einzige Reaktion der Soziologen war. In die Emigration gingen so gut wie alle angesehenen Soziologen, insbesondere diejenigen von jüdischer Herkunft, die maßgeblich zur Reputation der deutschen Soziologie in der Weimarer Zeit beigetragen hatten. Sie wurden aus ihren Professuren verdrängt, erhielten ihre Pensionen gekürzt und litten zusammen mit ihren Familien (Käsler 1985). Eine Anzahl von Soziologen versuchte, das Dritte Reich in Deutschland zu überstehen, ohne sich dem Nationalsozialismus anzupassen, und riskierte dabei ihre berufliche Entwicklung. Eine dritte Gruppe bekannte sich mehr oder weniger offen zur nationalsozialistischen Ideologie und definierte sich selbst als völkische Soziologen (Maus 1959). Dies mag eine sehr grobe Typisierung sein angesichts der Kompliziertheit der individuellen Lebensläufe und des Umstands, dass einige Soziologen im Laufe der Zeit zwischen den verschiedenen Verhaltensmustern wechselten. Alles in allem spricht vieles dafür, ein emphatisches Verständnis von Soziologie aufrechtzuerhalten, wie es Lepsius tut (1979, S.28): &amp;quot;Eine nationalsozialistische Soziologie ist jedoch nicht entstanden, und sie konnte schon deswegen nicht entstehen, weil der rassistische Determinismus der nationalsozialistischen Weltanschauung das Gegenprogramm einer soziologischen Analyse darstellte.&amp;quot; Diese Stellungnahme aus den Siebziger Jahren blieb nicht das letzte Wort. In den neunziger Jahren brachen Bewertungsunterschiede der Rolle der Soziologie im Nationalsozialismus erneut auf. Kontinuität und Bruch der Soziologie im Dritten Reich wurden in gegensätzlichen Diskussionsbeiträgen wieder zur Debatte gestellt (vgl. die Beiträge im Mitteilungsblatt Soziologie 3/1997, 4/1997, 1/1998, 2/1998).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
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		<title>Deutsche Gesellschaft für Soziologie in der Nachkriegsperiode</title>
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		<updated>2010-05-12T08:57:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;von [[Wolfgang Glatzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  IV. Die Nachkriegsperiode 1946 bis 1968 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die DGS 1946 bereits wiedergegründet wurde, überrascht und bedarf der Erklärung. Unter den Soziologen, die das Dritte Reich in Deutschland überstanden hatten, befand sich Leopold von Wiese, der bereits Schriftführer in der DGS vor 1933 gewesen war und nun die Initiative zur Wiedergründung ergriff (von Wiese 1959, S. 17). Wie es aussieht, war es für sein Vorhaben sehr wichtig, dass er die Unterstützung von Edward Y. Harthorne, dem Universitätsoffizier der amerikanischen Militärverwaltung, erhielt. Dieser war ein Schüler und Kollege von Talcott Parsons und hatte über die deutsche Universität und den Nationalsozialismus gearbeitet und publiziert (Gerhardt 1993, S. 5, 60). Entsprechend wohlwollend reagierte er auf soziologische Anliegen, wurde aber bereits 1946 bei einem Straßenüberfall getötet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachkriegs-DGS wurde am 5. und 6. April 1946 in Bad Godesberg gegründet; Leopold von Wiese wurde ihr erster Präsident und blieb es bis 1955. &amp;quot;Diese rasche Reaktivierung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie wurde getragen von bürgerlich-liberalen Wissenschaftlern, die Leopold von Wiese zusammenführte&amp;quot; (Lepsius 1979, S. 29). Von Wiese war 70 Jahre alt, als er Präsident der DGS wurde, und er hat anschließend - in Zusammenarbeit mit Heinz Sauermann - noch im Jahr 1946 den 8. Deutschen Soziologentag in Frankfurt organisiert. Es gab keine übergreifende Thematik, aber immerhin hieß auf Anregung von Hawthorne der Beitrag des Präsidenten &amp;quot;Die gegenwärtige Situation, soziologisch betrachtet&amp;quot;. Wenn man erwartet, dass Versuche, den Nationalsozialismus zu analysieren und zu erklären, durchgeführt worden wären, so wird diese Erwartung in allen Tagungsbeiträgen enttäuscht. Dazu sind nur wenige und zudem oberflächliche Bemerkungen zu finden. Im Beitrag von Wieses wird der Aufstieg des Nationalsozialismus ganz unsoziologisch als metaphysisches Ereignis erläutert. Während der folgenden Soziologentage, die im Jahr 1948 in Worms, 1950 in Detmold, 1952 in Weinheim, 1954 in Heidelberg abgehalten wurden, gab es eine Vielfalt von Themen, die von Jugend über Terrorismus bis zu Bürokratie, Berufswahl und Ideologie reichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1955 folgte auf Leopold von Wiese Helmuth Plessner als Präsident. Er leitete die Soziologentage von Bad Meinberg 1956 über &amp;quot;Tradition&amp;quot; und Berlin 1959 über &amp;quot;Die Rolle der Soziologie in modernen Gesellschaften&amp;quot;. Der Berliner Soziologentag hatte einen besonderen Charakter, da er zum 50. Jahrestag der DGS-Gründung stattfand. Neben der langen Liste der Referenten ist es interessant im Hinblick auf die damalige Reputation der Soziologie, dass der Regierende Bürgermeister von Berlin, Willy Brandt, die Konferenz eröffnete und der Bundespräsident, Theodor Heuß, der selbst ein Mitglied der DGS war, seine Nicht-Teilnahme mit Krankheit entschuldigte. Von den drei großen konkurrierenden '''&amp;quot;Schulen&amp;quot;''' der Nachkriegssoziologie, die in sich durchaus heterogen waren, war die '''Frankfurter Schule''' durch '''Max Horkheimer und Theodor W. Adorno''', die Kölner Schule durch Leopold von Wiese und René König vertreten. Helmut Schelsky aus Münster, der die dritte Schule bildete, kündigte einen Beitrag an, erschien jedoch nicht und publizierte im Anschluß die &amp;quot;Ortsbestimmung der deutschen Soziologie&amp;quot; (Schelsky 1959, S. 11). Auch danach hielten konfliktreiche Diskussionen an. Beginnend mit einem Treffen im Jahre 1961 wurde der bekannte Positivismusstreit ausgetragen. Kritische Theorie und kritischer Rationalismus waren die opponierenden Paradigmen, die in der ersten Runde von '''Theodor W. Adorno und Karl Popper''' und in der zweiten Runde von '''Jürgen Habermas und Hans Albert''' repräsentiert wurden. Dieser Disput wurde über mehrere spezielle Tagungen hinweg aufrechterhalten, ohne dass eine Konsenslösung gefunden werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eher unmerklich blieb, dass sich in der Zeit von Helmuth Plessner und seinem Nachfolger Otto Stammer die DGS von einer Honoratioren-Vereinigung zu einem etwas offeneren akademischen Club wandelte, dem auch jüngere Gelehrte angehörten. Als 1964 der Max Weber-Soziologentag abgehalten wurde, hielt die DGS damit Rückblick auf die Person, die das Schicksal der Organisation vermutlich am meisten beeinflußt hat. Auf diesem Soziologentag war einer der Referenten '''Herbert Marcuse''', der zu dieser Zeit noch wenig Beachtung fand, aber bald danach zum philosophischen Mentor der aufkommenden Studentenbewegung werden sollte. Der '''Frankfurter Soziologentag von 1968''' markiert einen signifikanten Wandel für die DGS (Korte 1992, S. 213). Unter der Thematik &amp;quot;Spätkapitalismus oder Industriegesellschaft&amp;quot; wurden harte, aber nichtsdestoweniger intellektuell stimulierende Diskussionen ausgetragen. Ein Blick auf die Protokolle zeigt, daß die Gegensätze zwischen Ralf Dahrendorf (dem Vorsitzenden der DGS) und Theodor W. Adorno (dem Vorsitzenden des Organisationskomitees) nichts Unübliches in der langen Geschichte der DGS darstellen. Wahrscheinlich sind die marxistischen Thesen in '''Adornos''' Beitrag der Ausdruck eines neuen linken Selbstbewußtseins. Überraschend waren vor allem die unkonventionellen Aktivitäten der Studenten, die im Verlauf der Studentenbewegung mit dem traditionellen Stil politischen Protests brachen. Nicht zuletzt dies war so schockierend, dass es zu einem '''Moratorium von sechs Jahren''' kam, bevor es wieder einen Soziologentag gab. Nur auf diese Weise glaubte der Vorstand damals die Einheit der DGS retten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== V. Die DGS in den Jahrzehnten nach 1968 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Problemen von 1968 wurden vom DGS-Vorstand öffentliche Soziologentage aufgeschoben und eine neue Satzung in Angriff genommen, die vor der Machtübernahme durch die Ausserparlamentarische Opposition (APO) schützen sollte. Die geschaffene Satzung, die nach wie vor gültig ist, definierte als die Hauptorgane das Konzil, den Vorsitzenden, den Vorstand und die Sektionen. Eine Neuerung stellt insbesondere das Konzil dar, das durch die Zahl von 30 Mitgliedern ermöglicht, eine größere Zahl von Soziologen an den DGS-Aktivitäten zu beteiligen. Die Wahl des Vorstands und des Konzils erfolgt nicht mehr in Vollversammlungen, sondern durch Briefwahl aller Mitglieder. Die Ziele der DGS wurden neu definiert: &amp;quot;Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie ist eine wissenschaftliche Gesellschaft, die den Zweck hat, soziologische und sozialwissenschaftliche Probleme in Wort und Schrift zu erörtern, den Gedankenaustausch ihrer Mitglieder zu fördern, an der Verbreitung und Vertiefung soziologischer Denkweise mitzuwirken, und sich an der Klärung von Fach- und Studienfragen der Soziologie zu beteiligen.&amp;quot; Hinzugefügt wurde die Pflege der Beziehungen zur Soziologie des Auslands. Dies war ein weiterer Schritt weg von der kleinen Gelehrtengemeinschaft in die Richtung einer breiten sozialwissenschaftlichen Vereinigung, nicht zuletzt, weil die Akzeptanz von Mitgliedern, die bis dahin auf Professoren beschränkt war, auf promovierte Soziologen erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die neue Satzung offiziell verkündet wurde, hatte sich Ralf Dahrendorf bereits in die politische Praxis begeben. Erwin K. Scheuch als sein Stellvertreter übernahm die Aufgabe des Vorsitzenden für die Übergangsperiode. Der erste Vorsitzende, der unter den neuen Regeln gewählt wurde und sein Amt im Januar 1971 antrat, war M. Rainer Lepsius. Er widmete sich vor allem der Aufgabe, die Organe, die die Satzung vorsah, zu aktivieren. Daneben war wohl die wichtigste Innovation die Herausgabe der offiziellen Informationsbroschüre &amp;quot;Soziologie - Mitteilungsblatt der Deutschen Gesellschaft für Soziologie&amp;quot;, die zuerst 1971 erschien und bis heute, nun mit vier Ausgaben jährlich, den Mitgliedern zugeschickt wird. Aktuelles und grundlegendes Wissen über und um die DGS sowie die Lage des Faches wird darin angeboten; in jüngerer Zeit wurden viele Essays über die Probleme der Soziologie-Lehre veröffentlicht und ebenso wurden Probleme der sozialwissenschaftlichen Forschung behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dauerte bis 1974, bis die DGS wieder einen Soziologentag - in Kassel - abhielt; er erhielt das Thema &amp;quot;Zwischenbilanz der Soziologie&amp;quot;. Zwei Jahre später wurde diese Thematik auf dem Soziologentag in Bielefeld fortgesetzt. Von nun an wurden Soziologentage wieder ziemlich regelmäßig alle zwei Jahre unter verschiedenen Themen durchgeführt. Der DGS-Vorsitzende wechselte von den frühen 70ern bis zum Anfang der 90er Jahre regelmäßig alle vier Jahre, d.h. jeder Vorsitzende wurde einmal wiedergewählt. Erst in den neunziger Jahren wurde mit dieser Tradition wieder gebrochen, als Bernhard Schäfers und Lars Clausen jeweils nur zwei Jahre amtierten. Als Karl-Martin Bolte, der M. Rainer Lepsius folgte, Vorsitzender wurde, wurden die Bemühungen verstärkt, einen Lehrkanon für die Soziologie zu entwickeln und alle folgenden Vorsitzenden wurden von solchen Ansprüchen mehr oder weniger herausgefordert. Insbesondere in der Periode von Joachim Matthes war eine der dominierenden Aktivitäten, die Richtlinien für die Lehre der Soziologie auszuarbeiten, und auch Vorschläge für eine minimale Ausstattung der soziologischen Studiengänge wurden entwickelt. Als Burkart Lutz (1983-1986) folgte, war in seiner Amtszeit die Qualität der Lehre wieder ein besonderer Punkt, wobei sich die Vorsitzende des Ausschusses für Lehre - Ingrid Sommerkorn - langfristig engagierte. In der Zeit des Vorsitzes von Wolfgang Zapf (1987 - 1990) wurde die praktische Anreicherung der Qualität der Lehre durch eine kommentierte Leseliste vorbereitet. Sie wurde 1991 als spezielles Heft der &amp;quot;Soziologie&amp;quot; veröffentlicht und enthält, an den Sektionen orientiert für die verschiedenen Felder der Soziologie ausgewählte Grundlektüre (letzte Ausgabe DGS 1995, Heft 4; bevorstehend 1999, Heft 1). Es erfolgte auch die Erklärung zur Unterstützung der Volkszählung 1987, die zu einem öffentlichen Disput geworden war. Der DGS-Vorstand wurde ausserdem mit der Heskemer Protestation konfrontiert, die zu einer stärkeren Professionalisierung der Organisation aufforderte. Aber diese Problematik trat zurück, als die überraschend sich vollziehende Wiedervereinigung immer mehr Aufmerksamkeit auf sich zog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 24. Deutsche Soziologentag, der 1988 in Zürich abgehalten wurde, war - wie bereits 1928 in Zürich - ein Dreiländerkongress der Österreichischen, der Deutschen und der Schweizer Gesellschaft für Soziologie. Wolfgang Zapf hatte erreicht, dass eine Delegation von Soziologen aus der Deutschen Demokratischen Republik teilnahm. Zwei Jahre später befasste sich der 25. Soziologentag in Frankfurt mit der &amp;quot;Modernisierung moderner Gesellschaften&amp;quot; (vgl. Zapf 1991). Niemand hatte am Anfang der Vorbereitung die schnelle deutsche Vereinigung und die radikale Transformation der sozialistischen Gesellschaften vorausgesehen. Es entstanden abrupt neue Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Soziologie, auf radikalen sozialen Wandel zu reagieren. Als Bernhard Schäfers 1991 die Rolle des Vorsitzenden übernahm, wurde er mit dem Problem der Integration der Soziologen aus Ostdeutschland und der Entwicklung der Soziologie an den ostdeutschen Universitäten konfrontiert. Für wissenschaftliche und professionelle Fragen in Zusammenhang mit dem Transformationsprozess wurde im Vorstand der DGS ein Komitee gegründet, das paritätisch aus ost- und westdeutschen Wissenschaftlern zusammengesetzt war. Kurze Zeit bevor die deutsche Wiedervereinigung erfolgte, hatten ostdeutsche Soziologen die &amp;quot;Gesellschaft für Soziologie Ostdeutschland&amp;quot; gegründet, die Ausdruck für die kollektive Selbstbehauptung der ostdeutschen Soziologen und Soziologinnen ist. Jedoch löste sie sich bereits am 31. Dezember 1992 wieder auf. Unter Leitung des Vorsitzenden Hansgünter Meyer war ein ostdeutscher &amp;quot;Soziologen-Tag&amp;quot; mit dem Thema &amp;quot;Soziologie in Deutschland und die Transformation großer gesellschaftlicher Systeme&amp;quot; durchgeführt worden (vgl. Meyer 1992). Von Hansgünter Meyer u.a. wurde auch das &amp;quot;Berliner Journal für Soziologie&amp;quot; ins Leben gerufen, das sich heute als wichtige soziologische Fachzeitschrift etabliert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer langen vorbereitenden Diskussion, die zusammen mit dem Berufsverband Deutscher Soziologen und der Gesellschaft für Soziologie (Ostdeutschland) geführt wurde, wurde 1992 ein Ethik-Kodex eingeführt, der maßgeblich von Christel Hopf mitgestaltet wurde. Er kodifiziert Normen für das Verhalten von lehrenden und forschenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die den Maßstäben der Moral und Fairness genügen. Durch eine Ethikkommission soll die Einhaltung dieser Normen überprüft und gewährleistet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezeichnung nach der letzte &amp;quot;Deutsche Soziologentag&amp;quot; wurde im Jahr 1992 in Düsseldorf durchgeführt; und er war mit &amp;quot;Lebensverhältnissen und Konflikten im neuen Europa&amp;quot; befasst. Wie dieser, so haben sich die neueren Soziologentage verstärkt auf die Herausforderungen ihrer Zeit bezogen und weniger mit internen Problemen der Soziologie, obwohl auch diese - nicht zu Unrecht - weiter Beachtung finden. Für die Zukunft wurde der Name des Soziologentags in &amp;quot;Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie&amp;quot; geändert, weil ausgehend von der starken Sektion &amp;quot;Frauenforschung&amp;quot; eine geschlechtsneutrale Bezeichnung gewünscht wurde. Der Vorsitzende seit 1993, Lars Clausen, setzte wiederum Neuerungen durch, z.B die Jurierung der für den Kongress eingereichten Hauptbeiträge. In seiner Amtszeit trat die DGS als Miteinladerin zum ISA-Weltkongress auf, der 1994 in Bielefeld durchgeführt wurde - organisiert von Peter Weingart und Dietrich Storbeck - und 4000 Soziologen aus aller Welt zusammenführte. .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 27. und der 28. Soziologiekongress fanden erstmals in ostdeutschen Städten statt, 1995 in Halle und 1996 in Dresden. Um Überschneidungen mit dem Weltkongress von 1994 zu vermeiden, wurde der Zweijahresrhythmus der deutschen Kongresse unterbrochen. Mit den Themen &amp;quot;Gesellschaften im Umbruch&amp;quot; (Halle) und &amp;quot;Differenz und Integration&amp;quot; (Dresden) knüpften sie an klassische soziologische Problemstellungen an und ließen zugleich Raum zur Einbeziehung aktueller &amp;quot;Transformationsprozesse&amp;quot;. Eine wieder hergestellte Wertschätzung durch die Politik ist daran ablesbar, dass die Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt (Reinhard Höppner) und Sachsen (Kurt Biedenkopf) den Kongress im jeweiligen Bundesland als Schirmherren eröffneten; und nicht zuletzt daran, dass die dritthöchste Repräsentantin der Bundesrepublik, die Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts Jutta Limbach (ein DGS-Mitglied), in Halle die Eröffungsansprache hielt. Diese Großkongresse nehmen einen neuen Charakter an: Zwar sind die Soziologen nach wie vor eine heterogene, diskussions- und streitfreudige Profession, aber nichtdestoweniger haben sich die Komponenten einer identitätsstiftenden festartigen Veranstaltung verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Vorsitz von Stefan Hradil (1994 - 1998) wurde die Kongresse in Dresden (1996) und Freiburg (1998) vorbereitet und durchgeführt. Der Kongress in Freiburg knüpft an die Tradition von Zürich 1928 und Zürich 1988 an, bei denen sich ebenfalls die Soziologen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen gefunden haben. Die DGS befand sich in dieser Zeit in einem ruhigen Fahrwasser. Die Standardprobleme der Organisation der Großkongresse, die Vermehrung der Zahl der Sektionen, die Entwicklung eines Lehrkanons der Soziologie, sowie die Herausgabe des Mitteilungsblattes &amp;quot;Soziologie&amp;quot; dominierten. Bemerkenswert ist die Einführung des René König-Lehrbuchpreises, der für das beste soziologische Lehrbuch aus zurückliegenden beiden Jahren vergeben wird und 1998 auf dem Freiburger Kongress an Uwe Schimank für die &amp;quot;Theorien gesellschaftlicher Differenzierung&amp;quot; verliehen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== VI. Abschließende Bemerkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der langen Zeit ihrer Existenz hat sich die DGS kontinuierlich gewandelt, sowohl was ihre Mitgliedschaft als auch was ihre Aktivitäten betrifft, die mit mehr und weniger öffentlicher Sichtbarkeit ausgeübt wurden. Die Zahl der DGS-Gründer betrug 39 Gelehrte, und lange Zeit erlaubte die Satzung nicht, daß die Zahl der Mitglieder über 150 hinausging. Im Jahr 1956 gab es schließlich 207 Mitglieder, und bis 1968 stieg die Zahl auf 321 (Ziegler 1984). Die Zahl der Mitglieder erhöhte sich stärker als zuvor, nachdem 1970 die neue Satzung eingeführt worden war, und sie erreichte 750 im Jahr 1980 und 1300 im Jahr 1997, der zunehmenden Zahl von Soziologen in Deutschland entsprechend. Der Generationswechsel schreitet vor allem in den letzten Jahren schnell voran. Und die Bemühungen, Soziologinnen in die DGS zu integrieren, waren von Erfolg begleitet. Der Anteil weiblicher Mitglieder wuchs von 8,4% in den Jahren 1955/56 auf 15,6% im Jahr 1989 (Nunner-Winkler 1989, S. 78). Ihr Anteil im Vorstand ist seit einiger Zeit weit höher. Es wird geschätzt, daß 80% aller promovierten Soziologen in Deutschland Mitglied der DGS sind. Was die Anziehungskraft auf die akademischen Soziologen und Soziologinnen betrifft, so hat sich die DGS zweifellos erfolgreich entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der anwachsenden Mitgliederzahl wechselte der Charakter der DGS von einer eher esoterischen Gelehrtenvereinigung zu einer breiteren akademischen Vereinigung, die soziologisch-wissenschaftliche Anliegen unterstützt. Die DGS von heute ist eine vielgestaltige Institution mit einer größeren Zahl von Komitees, Sektionen und Arbeitsgruppen. Es gibt kontinuierliche Aktivitäten, die dazu beitragen, soziologische Anliegen in der deutschen Gesellschaft sichtbar zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am meisten beachteten Ereignisse in der DGS waren die 29 Soziologentage und die ihnen folgenden 3 Soziologiekongresse. Sie wuchsen ausgehend von kleinen Tagungen mit ungefähr 100 Teilnehmern und erreichten 470 Teilnehmer beim ersten modernen Kongress, wie der Jubiläumskongress 1959 in Berlin bezeichnet wird. Seit dem Frankfurter Soziologentag wurden Teilnehmerzahlen in der Größenordnung von 3000 erreicht. Die Konsequenzen dieses Wachstums für den Stil der Soziologentage sind nicht zu übersehen. Es handelt sich um Groß-Kongresse, die vier bis fünf Tage dauern, mit zwei- bis dreitausendtausend Teilnehmern und mehreren hundert Präsentationen, also um ein Massenereignis mit kollektiven Ritualen. Im Anschluß daran erfolgt jeweils die Publikation von zwei voluminösen Konferenzbänden. Nicht zuletzt das soziale Klima, das bei den letzten Soziologentagen herrschte, stützt die These, daß diese Kongresse die latente Funktion der sozialen Integration der Soziologen in Deutschland und auch darüber hinaus haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere auf den Soziologentagen, aber auch durch ihre Einzelaktivitäten, gewannen die Sektionen im Laufe der Zeit mehr Bedeutung. Es gab Abteilungen in der DGS von Anfang an, und Arbeitsgruppen traten auf den Soziologentagen seit 1926 auf, aber heute sind einige Sektionen größer als die ganze DGS in früherer Zeit. Sie halten ihre eigenen Arbeitstagungen ab und tragen einen großen Teil des Programms der soziologischen Kongresse. Die Zahl dieser Sektionen liegt nun bei 29; dazu gehören die Industrie- und Betriebssoziologie und die Frauenforschung, um zwei der wichtigsten Sektionen mit unterschiedlich langer Zugehörigkeit zu erwähnen (siehe die Liste am Ende).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluß sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die DGS stets ein Forum für die anhaltenden Diskussionen über die Frage der soziologischen Lehre blieb. Sie beeinflusste in einigem Ausmaß, zumindest intellektuell, die Etablierung der Soziologie zunächst an den Universitäten im Westen und nach der Vereinigung auch im Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DGS war nie Gegenstand eines ausführlichen Berichts, der ihre sozialen Prozesse und ihre Bedeutung in Relation zur Soziologie und zur Gesellschaft beschrieb. Manche der hier gegebenen Beschreibungen und Interpretationen sind deshalb fragmentarisch und provisorisch geblieben. Zum Schluss möchte ich auf die Leistung der DGS im Hinblick auf den Etablierungsprozess der Soziologie eingehen. Von den ehemaligen Vorsitzenden, die dazu auf meine Anfrage hin Position bezogen, möchte ich drei zitieren. Ralf Dahrendorf urteilt: &amp;quot;die Nachkriegsgeneration hat die Soziologie ohne und zum Teil gegen die DGS «etabliert» &amp;quot;. Die spätere Professionalisierung dagegen hat wahrscheinlich von der Existenz der DGS profitiert.&amp;quot; Die Sichtweise von Joachim Matthes beleuchtet weitere Aspekte: &amp;quot;Nach dem 2. Weltkrieg, so ist mein Eindruck, war sie (die DGS) für lange Zeit eher ein Honoratiorenverein, in dem sich diejenigen, die sich jeweils vor Ort in je ihrer Weise um die Etablierung der Soziologie bemühten, darum bemühten, ihre claims sowohl wechselseitig unter dem Gebot der «Nichteinmischung» zu sichern als auch mit einer gewissen gemeinsamen Legitimation nach außen zu versehen. So war das wohl auch, im Großen und Ganzen gesehen, in der Zeit vor 1933. Obwohl sich dies seit der Mitte der siebziger Jahre etwas geändert hat, ist dieses Merkmal noch einmal mit Macht durchgeschlagen, als es um die Etablierung der Soziologie in den neuen Bundesländern ging...;&amp;quot; Eine mehr skeptische Position im Hinblick auf die Möglichkeiten der DGS, Einfluss auszuüben, wird von M. Rainer Lepsius eingenommen: &amp;quot;Die DGS ist eine Fachvertretung ohne Vollzugsmandat, insbesondere auch gegenüber der Wissenschaftspolitik und den Hochschulverwaltungen. Doch ist sie natürlich immer ein Rahmen für die Herstellung von Selbstverständnissen der Mitglieder und bietet mit ihren Kongressen und Tagungen eine Integrationsleistung an&amp;quot;. Es gibt in der Gegenwart wie in der Vergangenheit nachdrückliche Kritik an der Leistungsfähigkeit der DGS, aber einer der hauptsächlichen Kritikpunkte scheint in der letzten Phase doch überwunden worden zu sein: Die Themen, die die Soziologie auf den Soziologentagen und Kongressen aufgegriffen hat, sind heute weniger interne Probleme der Soziologie, sondern vermehrt die Herausforderungen und Probleme, mit denen die moderne Gesellschaft konfrontiert ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diese Darstellung stellt eine Überarbeitung und Aktualisierung des gleichnamigen Beitrags aus Bernhard Schäfers 1995 (Hg.) Soziologie in Deutschland, Opladen, Leske + Budrich dar. Für hilfreiche Informationen danke ich insbesondere Karl Martin Bolte, Lars Clausen, Ralf Dahrendorf, Uta Gerhardt, Hans-Joachim Hoffmann-Nowotny, Stefan Hradil, Beate Kohler-Koch, M. Rainer Lepsius, Burkart Lutz, Joachim Matthes, Bernhard Schäfers, Erwin K. Scheuch und Wolfgang Zapf. Als breite Informationsgrundlage wurde das viermal jährlich bei Leske + Budrich erscheinende Heft &amp;quot;Soziologie&amp;quot;, das Mitteilungsblatt der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, genutzt. Seit dem Ersten Soziologentag von 1910 liegen zu allen Soziologentagen und Kongressen jeweils Tagungsbände vor, die als umfassende Informationsgrundlage verwendet wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Literaturverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Vorsitzende bzw. Präsidenten der DGS]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Methoden_und_Auswertung&amp;diff=4940</id>
		<title>Methoden und Auswertung</title>
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		<updated>2010-02-16T10:31:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: /* Vorüberlegungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
== Vorüberlegungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorüberlegungen zur Durchführung narrativer Interviews  mit Zeitzeugen, die ein bestimmtes Bild der Frankfurter Soziologie prägten, bestanden darin, anhand der skizzierten Problemlage bis zur Auflösung der Fakultäten und Gründung des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften, bestimmte Konfliktlinien nachzuvollziehen, ohne diese in den Vordergrund zu stellen. Anhand einer '''erzählgenerierenden Eingangsfrage''' wurde in der anschließenden Analyse das Spektrum der Geschichte der Frankfurter Soziologe neu ausgelotet. Die Interviews stehen aufgrund dieser Vorgehensweise gleichberechtigt neben den entstandenen Forschungsarbeiten, die aus einer anderen Perspektive: der soziologiegeschichtlichen Rekonstruktion das Thema '''Soziologie in Frankfurt''' behandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Methoden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Methodenworkshops im Oktober 2008 wurden Interviews in von Mentoren betreuten Projektgruppen durchgeführt. Diese Interviews wurden von allen Beteiligten transkribiert. Wichtige Aspekte aus den Interviews wurden im Plenum diskutiert, um jeweils den Interpretationsrahmen zu erweitern und Hintergrundinformationen auszutauschen. Insgesamt wurden 19 Interviews geführt. '''Literatur:''' Vgl. Fritz Schütze, Biographieforschung und narratives Interview, in: Neue Praxis, 13(3), (1983) 283-293 und ders. Die Technik des narrativen Interviews in Interaktionsfeldstudien: dargest. an einem Projekt zur Erforschung von kommunalen Machtstrukturen, Bielefeld 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchführung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der kurzen Vorstellung des Projekts wurde in den Interviews jeweils eine autobiografisch orientierte Eingangsfrage formuliert, die in fast allen Fällen angewendet wurde: „Wir haben Sie als Zeitzeugen und Experten zu einem Gespräch / Interview eingeladen, um das intellektuelle und politische Spektrum auszumessen, für das die Soziologie in Frankfurt bekannt geworden ist. Könnten Sie uns erzählen, wie Sie diese Zeit, als Sie in den 1960er Jahren an die Uni-Frankfurt gekommen sind, wahrgenommen haben? Könnten Sie Ihre Sicht auf die Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre in den 1960er und 1970er Jahren beschreiben? Wie sehen Sie Ihre persönliche Rolle in der Institutionalisierung der Soziologie in Frankfurt? Was assoziieren Sie mit Soziologie in Frankfurt wenn Sie an die 1960er und 1970er Jahre denken? Wofür stand für Sie die Soziologie in Frankfurt in den 1950er, 1960er und 1970er Jahren?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Transkriptionsregeln]] für die Transkription narrativer Interviews.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Abduktion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Methoden-Triangulation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rekonstruktive Sozialforschung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Anleitung zum Schreiben eines Memos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kurze Einführung zur Entstehung des narrativen Interviews]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kodieren in der Grounded Theory: [http://www.soz.unibe.ch/studium/ws0506/downloads/quali_thema11.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Literaturtipps]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Software]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Interview-Eckdaten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Methoden_und_Auswertung&amp;diff=4939</id>
		<title>Methoden und Auswertung</title>
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		<updated>2010-02-16T10:30:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: /* Vorüberlegungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
== Vorüberlegungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorüberlegungen zur Durchführung narrativer Interviews  mit Zeitzeugen, die ein bestimmtes Bild der Frankfurter Soziologie prägten, bestanden darin, anhand der skizzierten Problemlage bis zur Auflösung der Fakultäten und Gründung des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften, bestimmte Konfliktlinien nachzuvollziehen, ohne diese in den Vordergrund zu stellen. Anhand einer erzählgenerierenden Eingangsfrage wurde in der anschließenden Analyse das Spektrum der Geschichte der Frankfurter Soziologe neu ausgelotet. Die Interviews stehen aufgrund dieser Vorgehensweise gleichberechtigt neben den entstandenen Forschungsarbeiten, die aus einer anderen Perspektive: der soziologiegeschichtlichen Rekonstruktion das Thema '''Soziologie in Frankfurt''' behandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Methoden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Methodenworkshops im Oktober 2008 wurden Interviews in von Mentoren betreuten Projektgruppen durchgeführt. Diese Interviews wurden von allen Beteiligten transkribiert. Wichtige Aspekte aus den Interviews wurden im Plenum diskutiert, um jeweils den Interpretationsrahmen zu erweitern und Hintergrundinformationen auszutauschen. Insgesamt wurden 19 Interviews geführt. '''Literatur:''' Vgl. Fritz Schütze, Biographieforschung und narratives Interview, in: Neue Praxis, 13(3), (1983) 283-293 und ders. Die Technik des narrativen Interviews in Interaktionsfeldstudien: dargest. an einem Projekt zur Erforschung von kommunalen Machtstrukturen, Bielefeld 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchführung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der kurzen Vorstellung des Projekts wurde in den Interviews jeweils eine autobiografisch orientierte Eingangsfrage formuliert, die in fast allen Fällen angewendet wurde: „Wir haben Sie als Zeitzeugen und Experten zu einem Gespräch / Interview eingeladen, um das intellektuelle und politische Spektrum auszumessen, für das die Soziologie in Frankfurt bekannt geworden ist. Könnten Sie uns erzählen, wie Sie diese Zeit, als Sie in den 1960er Jahren an die Uni-Frankfurt gekommen sind, wahrgenommen haben? Könnten Sie Ihre Sicht auf die Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre in den 1960er und 1970er Jahren beschreiben? Wie sehen Sie Ihre persönliche Rolle in der Institutionalisierung der Soziologie in Frankfurt? Was assoziieren Sie mit Soziologie in Frankfurt wenn Sie an die 1960er und 1970er Jahre denken? Wofür stand für Sie die Soziologie in Frankfurt in den 1950er, 1960er und 1970er Jahren?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Transkriptionsregeln]] für die Transkription narrativer Interviews.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Abduktion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Methoden-Triangulation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rekonstruktive Sozialforschung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Anleitung zum Schreiben eines Memos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kurze Einführung zur Entstehung des narrativen Interviews]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kodieren in der Grounded Theory: [http://www.soz.unibe.ch/studium/ws0506/downloads/quali_thema11.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Literaturtipps]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Software]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Interview-Eckdaten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Methoden und Auswertung</title>
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		<updated>2010-02-16T10:30:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: /* Methoden */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
== Vorüberlegungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorüberlegungen zur Durchführung narrativer Interviews  mit Zeitzeugen, die ein bestimmtes Bild der Frankfurter Soziologie prägten, bestanden darin, anhand der skizzierten Problemlage bis zur Auflösung der Fakultäten und Gründung des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften, bestimmte Konfliktlinien nachzuvollziehen, ohne diese in den Vordergrund zu stellen. Anhand einer erzählgenerierenden Eingangsfrage wurde in der anschließenden Analyse das Spektrum der Geschichte der Frankfurter Soziologe neu ausgelotet. Die Interviews stehen aufgrund dieser Vorgehensweise gleichberechtigt neben den entstandenen Forschungsarbeiten, die aus einer anderen Perspektive: der soziologiegeschichtlichen Rekonstruktion, das Thema '''Soziologie in Frankfurt''' behandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Methoden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Methodenworkshops im Oktober 2008 wurden Interviews in von Mentoren betreuten Projektgruppen durchgeführt. Diese Interviews wurden von allen Beteiligten transkribiert. Wichtige Aspekte aus den Interviews wurden im Plenum diskutiert, um jeweils den Interpretationsrahmen zu erweitern und Hintergrundinformationen auszutauschen. Insgesamt wurden 19 Interviews geführt. '''Literatur:''' Vgl. Fritz Schütze, Biographieforschung und narratives Interview, in: Neue Praxis, 13(3), (1983) 283-293 und ders. Die Technik des narrativen Interviews in Interaktionsfeldstudien: dargest. an einem Projekt zur Erforschung von kommunalen Machtstrukturen, Bielefeld 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchführung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der kurzen Vorstellung des Projekts wurde in den Interviews jeweils eine autobiografisch orientierte Eingangsfrage formuliert, die in fast allen Fällen angewendet wurde: „Wir haben Sie als Zeitzeugen und Experten zu einem Gespräch / Interview eingeladen, um das intellektuelle und politische Spektrum auszumessen, für das die Soziologie in Frankfurt bekannt geworden ist. Könnten Sie uns erzählen, wie Sie diese Zeit, als Sie in den 1960er Jahren an die Uni-Frankfurt gekommen sind, wahrgenommen haben? Könnten Sie Ihre Sicht auf die Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre in den 1960er und 1970er Jahren beschreiben? Wie sehen Sie Ihre persönliche Rolle in der Institutionalisierung der Soziologie in Frankfurt? Was assoziieren Sie mit Soziologie in Frankfurt wenn Sie an die 1960er und 1970er Jahre denken? Wofür stand für Sie die Soziologie in Frankfurt in den 1950er, 1960er und 1970er Jahren?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Transkriptionsregeln]] für die Transkription narrativer Interviews.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Abduktion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Methoden-Triangulation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rekonstruktive Sozialforschung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Anleitung zum Schreiben eines Memos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kurze Einführung zur Entstehung des narrativen Interviews]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kodieren in der Grounded Theory: [http://www.soz.unibe.ch/studium/ws0506/downloads/quali_thema11.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Literaturtipps]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Software]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Interview-Eckdaten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Literaturliste&amp;diff=4937</id>
		<title>Literaturliste</title>
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		<updated>2010-02-08T08:52:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: /* 1968 und die wilden 70er */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Allgemeine Soziologie- und Universitätsgeschichte ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helmut Berking: Masse und Geist. Studien zur Soziologie in der Weimarer Republik,&lt;br /&gt;
	Berlin: Wissenschaftlicher Autoren-Verlag 1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Bock: Die Entwicklung der Soziologie und die Krise der Geisteswissenschaften&lt;br /&gt;
	in den 20er Jahren, in: Knut Wolfgang Nörr, Bertram Scheffold &amp;amp; Friedrich&lt;br /&gt;
	Tenbruck (Hg.): Geisteswissenschaften zwischen Kaiserreich und Republik,&lt;br /&gt;
	Stuttgart: Steiner 1994&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Bode, Werner Becker &amp;amp; Rainer Klofat: Universitäten in Deutschland,&lt;br /&gt;
	München: Prestel 1995&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Franke &amp;amp; Kurt Hammerich (Hg.): Soziologie an deutschen Universitäten: Gestern, &lt;br /&gt;
	heute, morgen, Wiesbaden: VS 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwig von Friedeburg: Bildungsreform in Deutschland. Geschichte und gesellschaftlicher&lt;br /&gt;
	Widerspruch, Frankfurt: Suhrkamp 1992&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedhelm Golücke (Hg.): Verfasserlexikon zur Studenten- und Universitätsgeschichte,&lt;br /&gt;
	Köln: SH 2004&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Notker Hammerstein: Antisemitismus und deutsche Universitäten 1871-1933, Frankfurt/&lt;br /&gt;
	New York: Campus 1995&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erich Hassinger (Hg.): Bibliographie zur Universitätsgeschichte, Freiburg: Alber 1974&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dirk Kaesler: Die frühe deutsche Soziologie 1909 bis 1934 und ihre Entstehungsmilieus.&lt;br /&gt;
	Eine wissenschaftssoziologische Untersuchung, Opladen: Westdeutscher Verlag 1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M. Rainer Lepsius (Hg.): Soziologie in Deutschland und Österreich 1918-1945,&lt;br /&gt;
	Opladen: Westdeutscher Verlag 1981  [Kölner Zeitschrift für Soziologie und &lt;br /&gt;
	Sozialpsychologie, Sonderheft 23]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stephan Moebius: Praxis der Soziologiegeschichte, Hamburg: Kovac 2004&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rainer Müller: Geschichte der Universität. Von der mittelalterlichen Universitas zur&lt;br /&gt;
deutschen Hochschule, München: Callwey 1990&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jörg Tröger (Hg.): Hochschule und Wissenschaft im Dritten Reich, Frankfurt/New York 1986&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans-Werner Prahl &amp;amp; Ingrid Schmidt-Harzbach: Die Universität. Eine Kultur- und Sozial-&lt;br /&gt;
	geschichte, München/Luzern: Bucher 1981&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes Weyer: Westdeutsche Soziologie 1945-1960. Deutsche Kontinuitäten und&lt;br /&gt;
	nordamerikanischer Einfluss, Berlin: Duncker &amp;amp; Humblot 1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== I.Universitätsgeschichte Frankfurt am Main ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Antrick: Die Akademie der Arbeit in der Universität Frankfurt am Main, Darmstadt:&lt;br /&gt;
	Roether 1966&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursula Barteilsheim: Bürgersinn und Parteiinteresse. Kommunalpolitik in Frankfurt am Main 1848 - 1914. Frankfurt [u.a.]: Campus-Verl., 1997 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursula Bartelsheim: Das Frankfurter Stiftungswesen im 19. Jahrhundert, in: Archiv für &lt;br /&gt;
Frankfurts Geschichte und Kunst 64 (1998), S. 99-124&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Coing et al.: Wissenschaftsgeschichte seit 1900. 75 Jahre Universität Frankfurt,&lt;br /&gt;
	Frankfurt: Suhrkamp 1992&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Notker Hammerstein: Die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Von der&lt;br /&gt;
	Stiftungsuniversität zur staatlichen Hochschule, Band 1: 1914-1950, Neuwied/&lt;br /&gt;
	Frankfurt am Main: Metzner 1989&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Renate Heuer &amp;amp; Siegbert Wolf (Hg.): Die Juden der Frankfurter Universität,&lt;br /&gt;
	Frankfurt/New York: Campus 1997&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andrea Hopp: Jüdisches Bürgertum in Frankfurt am Main im 19. Jahrhundert, Stuttgart: &lt;br /&gt;
Steiner 1997 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andrea Hopp: Zur Konstituierung des Frankfurter jüdischen Bürgertums im 19. Jahrhundert, &lt;br /&gt;
in: Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst 64 (1998), S. 125-142 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Kluke: Die Stiftungsuniversität Frankfurt am Main 1914-1932, Frankfurt: Kramer 1972&lt;br /&gt;
Steven M. Lowenstein: Der jüdische Anteil an der deutschen Kultur, in: Michael A. Meyer &lt;br /&gt;
(Hg.): Umstrittene Integration: 1871-1918. Deutsch-jüdische Geschichte in der &lt;br /&gt;
Neuzeit, Band 3, München: Beck 1997, S. 302-332&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arno Lustiger (Hg.): Jüdische Stiftungen in Frankfurt am Main. Stiftungen, Schenkungen, &lt;br /&gt;
Organisationen und Vereine mit Kurzbiographien jüdische Bürger, Frankfurt: &lt;br /&gt;
Kramer 1988&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
George L. Mosse: Das deutsch-jüdische Bildungsbürgertum, in: Reinhart Koselleck (Hg.):&lt;br /&gt;
Bildungsgüter und Bildungswissen. Bildungsbürgertum im 19. Jahrhundert, Band II, &lt;br /&gt;
Stuttgart: Klett-Cotta 1990, S. 168-180&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bruno Müller &amp;amp; Hans-Otto Schembs: Stiftungen in Frankfurt am Main. Geschichte und &lt;br /&gt;
Wirkung. Frankfurt: Frankfurter Bürger-Stiftung 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alfred Rammelmeyer: Fünfzig Jahre Universität Frankfurt am Main, in: Frankfurter&lt;br /&gt;
	Universitätsreden, Heft 33 (1964)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard Wachsmuth: Die Gründung der Universität Frankfurt am Main, Frankfurt: Englert &lt;br /&gt;
und Schlosser 1929&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Zunkel: Das Verhältnis des Unternehmertums zum Bildungsbürgertum zwischen &lt;br /&gt;
Vormärz und Erstem Weltkrieg, in: M. Rainer Lepsius (Hg.): Lebensführung und &lt;br /&gt;
ständische Vergesellschaftung. Bildungsbürgertum im 19. Jahrhundert, Band 3, &lt;br /&gt;
Stuttgart: Klett-Cotta 1992, S. 82-101.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== II.Soziologie in Frankfurt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clemens Albrecht et al.: Die intellektuelle Gründung der Bundesrepublik. Eine &lt;br /&gt;
Wirkungsgeschichte der Frankfurter Schule, Frankfurt / New York: Campus 1999&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alex Demirovic: Der nonkonformistische Intellektuelle. Die Entwicklung der kritischen&lt;br /&gt;
	Theorie zur Frankfurter Schule, Frankfurt: Suhrkamp 1999&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Soziologie (Hg.): Verhandlungen des Ersten Deutschen&lt;br /&gt;
	Soziologentages vom 19.-22. Oktober 1910 in Frankfurt am Main. Reden&lt;br /&gt;
	und Vorträge, Tübingen: J.C.B. Mohr 1911  (Nachdruck Frankfurt: Sauer und &lt;br /&gt;
	Auvermann 1969)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard Faber &amp;amp; Eva-Maria Ziege (Hg.): Das Feld der Frankfurter Kultur- und 	Sozialwissenschaften, Würzburg 2007 (im Erscheinen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Glatzer &amp;amp; Bärbel Weiß: Frankfurter Soziologentage 1910 – 1946 – 1968 – &lt;br /&gt;
1990, in: Forschung Frankfurt 3 (1990), S. 26-31&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Glatzer (Hg.): Ansichten der Gesellschaft, Opladen: Leske+Budrich 1999&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martin Jay: Dialektische Phantasie. Die Geschichte der Frankfurter Schule und des Instituts&lt;br /&gt;
	für Sozialforschung, Frankfurt: S.Fischer 1991&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bertram Schefold: Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler in Frankfurt am Main, 2. Aufl.&lt;br /&gt;
	Marburg: Metropolis 2004&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Simmel: Universität Frankfurt, in: Ders.: Gesamtausgabe, Band 12: Aufsätze&lt;br /&gt;
	1909-1918, Frankfurt: Suhrkamp 2001&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Steinert (Hg.): Die (mindestens) zwei Sozialwissenschaften  in Frankfurt und ihre&lt;br /&gt;
	Geschichte, Frankfurt: FB03 1989&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhard Stölting: Akademische Soziologie in der Weimarer Republik, Berlin: Duncker &amp;amp; &lt;br /&gt;
	Humblot 1986&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rolf Wiggershaus: Die Frankfurter Schule. Geschichte, theoretische Entwicklung,&lt;br /&gt;
	theoretische Bedeutung, München: dtv 1991&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== III.Spezialliteratur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gründerzeit  ====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Notker Hammerstein: Antisemitismus und deutsche Universitäten 1871-1933, Frankfurt/&lt;br /&gt;
	New York: Campus 1995&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Renate Heuer &amp;amp; Siegbert Wolf (Hg.): Die Juden der Frankfurter Universität,&lt;br /&gt;
	Frankfurt/New York: Campus 1997&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Kluke: Die Stiftungsuniversität Frankfurt am Main 1914-1932, Frankfurt: Kramer 1972&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====  Zwanziger Jahre ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helmut Berking: Masse und Geist. Studien zur Soziologie in der Weimarer Republik,&lt;br /&gt;
	Berlin: Wissenschaftlicher Autoren-Verlag 1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helmut Dubiel: Kritische Theorie der Gesellschaft. Eine einführende Rekonstruktion von&lt;br /&gt;
	den Anfängen im Horkheimer-Kreis bis zu Habermas, 3. Aufl. Weinheim/München: &lt;br /&gt;
Juventa 2001&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Habermas: Soziologie in der Weimarer Republik, in: Hermann Coing et al.: &lt;br /&gt;
Wissenschaftsgeschichte seit 1900. 75 Jahre Universität Frankfurt, Frankfurt: &lt;br /&gt;
Suhrkamp 1992, S. 29-53&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christoph Hennig: „Der übernationale Gedanke der geistigen Einheit“. Gottfried Salomon &lt;br /&gt;
(-Delatour), der vergessene Soziologe der Verständigung, in: Amalia Barboza &amp;amp;&lt;br /&gt;
Christoph Henning (Hg.): Deutsch-jüdische Wissenschaftsschicksale. Studien über Identitätskonstruktionen in der Sozialwissenschaft, Bielefeld 2006, S. 48-100&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Institut für Sozialforschung (Hg.): Ein Bericht über die Feier seiner Wiedereröffnung,&lt;br /&gt;
	seine Geschichte, seine Arbeiten, Frankfurt am Main: IfS 1952&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martin Jay: Dialektische Phantasie. Die Geschichte der Frankfurter Schule und des Instituts&lt;br /&gt;
	für Sozialforschung, Frankfurt: S.Fischer 1991&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Kluke: Die Stiftungsuniversität Frankfurt am Main 1914-1932, Frankfurt: Kramer 1972&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elke-Vera Kotowski, Julius B. Schoeps &amp;amp; Bernhard Vogt (Hg.): Wirtschaft und Gesellschaft.&lt;br /&gt;
	Franz Oppenheimer und die Grundlegung der Sozialen Marktwirtschaft,&lt;br /&gt;
	Berlin/Bodenheim: Philo 1999&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inka Mülder: Siegfried Kracauer – Grenzgänger zwischen Theorie und Literatur. Seine &lt;br /&gt;
frühen Schriften 1913-1933, Stuttgart 1985&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Salomon et al. (Hg.): Wirtschaft und Gesellschaft. Beiträge zur Ökonomik und&lt;br /&gt;
	Soziologie der Gegenwart. Festschrift für Franz Oppenheimer zu seinem&lt;br /&gt;
	60. Geburtstag, Frankfurt am Main 1924  (Nachdruck Frankfurt 1969)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Schievelbusch: Intellektuellendämmerung. Zur Lage der Intelligenz in den&lt;br /&gt;
	zwanziger Jahren, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1982&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernd Vogt: Franz Oppenheimer. Wissenschaft und Ethik der Sozialen Marktwirtschaft, &lt;br /&gt;
Bodenheim 1997&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Zeit Karl Mannheims ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalia Barboza: Karl Mannheims Soziologie in Frankfurt, in: Richard Faber &amp;amp; Eva-Maria &lt;br /&gt;
Ziege (Hg.): Das Feld der Frankfurter Kultur- und Sozialwissenschaften, Würzburg &lt;br /&gt;
2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Norbert Elias: Notizen zum Lebenslauf, in: Peter Gleichmann u.a. (Hg.): Macht und &lt;br /&gt;
Zivilisation. Materialien zu Norbert Elias’ Zivilisationstheorie 2, Frankfurt:&lt;br /&gt;
Suhrkamp 1984, S. 9-82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Norbert Elias: Über sich selbst, Frankfurt: Suhrkamp 1990&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nokuba Gerth: „Between two worlds“. Hans Gerth: Eine Biographie 1908-1978, Opladen &lt;br /&gt;
2002&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nokuba Gerth: Karl Mannheim and Hans Gerth, in: Martin Endreß &amp;amp; Ilja Srubar (Hg.): &lt;br /&gt;
Karl Mannheims Analyse der Moderne (= Jahrbuch für Soziologiegeschichte 1996), &lt;br /&gt;
Opladen 2000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Kluke: Die Stiftungsuniversität Frankfurt am Main 1914-1932, Frankfurt: Kramer 1972&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Korte: Über Norbert Elias. Das Werden eines Menschenwissenschaftlers, &lt;br /&gt;
Frankfurt: Suhrkamp 1988&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulf Matthiesen: Kontrastierungen/Kooperationen: Karl Mannheim in Frankfurt (1930-1933), &lt;br /&gt;
in: Heinz Steinert (Hg.): Die (mindestens) zwei Sozialwissenschaften  in Frankfurt und ihre Geschichte, Frankfurt: FB03 1989, S. 72-87&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====  Neubeginn nach 1945  ====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Clemens Albrecht et al.: Die intellektuelle Gründung der Bundesrepublik. Eine &lt;br /&gt;
Wirkungsgeschichte der Frankfurter Schule, Frankfurt / New York: Campus 1999&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alex Demirovic: Der nonkonformistische Intellektuelle. Die Entwicklung der kritischen&lt;br /&gt;
	Theorie zur Frankfurter Schule, Suhrkamp: Frankfurt 1999&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helmut Dubiel: Kritische Theorie der Gesellschaft. Eine einführende Rekonstruktion von&lt;br /&gt;
	den Anfängen im Horkheimer-Kreis bis zu Habermas, 3. Aufl. Weinheim/München: &lt;br /&gt;
Juventa 2001&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Institut für Sozialforschung (Hg.): Ein Bericht über die Feier seiner Wiedereröffnung,&lt;br /&gt;
	seine Geschichte, seine Arbeiten, Frankfurt am Main: IfS 1952&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Kraushaar (Hg.): Frankfurter Schule und Studentenbewegung 1946-1995.&lt;br /&gt;
	Von der Flaschenpost zum Molotow-Cocktail, 2. Aufl. Hamburg: Hamburger&lt;br /&gt;
	Edition 1998&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Steinert (Hg.): Die (mindestens) zwei Sozialwissenschaften  in Frankfurt und ihre&lt;br /&gt;
	Geschichte, Frankfurt: FB03 1989&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rolf Wiggershaus: Die Frankfurter Schule. Geschichte, theoretische Entwicklung,&lt;br /&gt;
	theoretische Bedeutung, München: dtv 1991&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 1968 und die wilden 1970er ====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clemens Albrecht et al.: Die intellektuelle Gründung der Bundesrepublik. Eine &lt;br /&gt;
Wirkungsgeschichte der Frankfurter Schule, Frankfurt / New York: Campus 1999&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alex Demirovic: Der nonkonformistische Intellektuelle. Die Entwicklung der kritischen&lt;br /&gt;
	Theorie zur Frankfurter Schule, Suhrkamp: Frankfurt 1999&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früchtl, Josef: Geist gegen den Zeitgeist : Erinnern an Adorno / hrsg. von Josef Früchtl und Maria Calloni,Frankfurt am Main : Suhrkamp, 1991&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habermas, Jürgen: Protestbewegung und Hochschulreform,Frankfurt am Main : Suhrkamp, 1969&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kailitz, Susanne: Von den Worten zu den Waffen? : Frankfurter Schule, Studentenbewegung, RAF und die Gewaltfrage. Wiesbaden : VS Verl. für Sozialwiss., 2007. Chemnitz, Univ., Diss., 2004&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kraushaar, Wolfgang (Hg.): Frankfurter Schule und Studentenbewegung 1946-1995.&lt;br /&gt;
Von der Flaschenpost zum Molotow-Cocktail, 2. Aufl. Hamburg: HamburgerEdition 1998&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulf Matthiesen: Das Wissen des Karneades in der Hauptstadt der Kritischen Theorie. &lt;br /&gt;
Thomas Luckmann in Frankfurt am Main 1965-1970, in: Dirk Tänzler, Hubert &lt;br /&gt;
Knoblauch &amp;amp; Hans-Georg Soeffner (Hg.): Neue Perspektiven der Wissenssoziologie, Konstanz  2006, S. 337-344&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Steinert (Hg.): Die (mindestens) zwei Sozialwissenschaften  in Frankfurt und ihre&lt;br /&gt;
Geschichte, Frankfurt: FB03 1989&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rolf Wiggershaus: Die Frankfurter Schule. Geschichte, theoretische Entwicklung,&lt;br /&gt;
	theoretische Bedeutung, München: dtv 1991&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====  Frankfurter Soziologie heute und morgen  ====&lt;br /&gt;
Hoefnagels, Harry: Frankfurter Soziologie: Einführung in das soziologische Denken der Frankfurter Schule / Harry Hoefnagels. [Aus d. Franz. übertr. von Brigitte Binke, dt. Bearb. von Beate Kiss]Essen : Scharioth, 1972&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Glatzer (Hg.): Ansichten der Gesellschaft, Opladen: Leske+Budrich 1999&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Steinert: Soziologie vor Ort: Frankfurt am Main, in: Soziologie. Forum der &lt;br /&gt;
Deutschen Gesellschaft für Soziologie 3 (1997), S. 64-67&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Habermas: Soziologie in der Weimarer Republik, in: Hermann Coing et al.: Wissenschaftsgeschichte seit 1900. 75 Jahre Universität Frankfurt, Frankfurt: Suhrkamp 1992, S. 29-53&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hennig, Eike [Hrsg.]: Glokalisierung / hrsg. von Eike Hennig, Frankfurt/Main : Suhrkamp, 2002&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hennig, Eike:Zum Historikerstreit : was heißt und zu welchem Ende studiert man Faschismus?, Frankfurt am Main : Athenäum, 1988&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hennig, Eike: Konservatismus - eine Gefahr für die Freiheit? : Für Iring Fetscher / hrsg. von Eike Hennig u. Richard Saage, München [u.a.] : Piper, 1983&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hennig, Eike: Anmerkungen zur Sozialgeschichte: Öffentlichkeiten und Subjekte in der Endphase der Weimarer Republik. Vorläufiges Ms.,Frankfurt/M. : Inst. für Histor.-Sozialwissenschaftl. Analysen, IHSA, 1979&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hennig, Eike: Neofaschismus und Jugend in der BRD, heute / Inst. für Histor.-Sozialwissenschaftl. Analysen, IHSA.Institut für Historisch-Sozialwissenschaftliche Analysen &amp;lt;Frankfurt, Main&amp;gt; Vorläufiges Ms., Frankfurt/M. : IHSA, 1979 Zoll, Ralf ; Hennig, Eike: Massenmedien und Meinungsbildung : Angebot, Reichweite, Nutzung und Inhalt der Medien in der BRD, München : Juventa Verl., 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hennig, Eike: Thesen zur deutschen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte : 1933 - 1938, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1973&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hennig, Eike: Bürgerliche Gesellschaft und Faschismus in Deutschland : ein Forschungsbericht. Frankfurt am Main : Suhrkamp, 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hennig, Eike: Materialien zur Rekonstruktion der marxistischen Staatstheorie / Karl Marx ; Friedrich Engels. Hrsg. u. eingel. von Eike Hennig, Frankfurt/M. [u.a.] : Ullstein, 1979&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kritische Theorie, Gesellschaftstheorie und Soziologie ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreis, Christian: Das Verhältnis der &amp;quot;Kritischen Theorie&amp;quot; von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno zum utopischen Denken. Stuttgart : Ibidem-Verl., 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolin, Richard: The Frankfurt School revisited and other essays on politics and society. 	&lt;br /&gt;
New York, NY [u.a.] : Routledge, 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spurk, Jan: Europäische Soziologie als kritische Theorie der Gesellschaft. Wiesbaden : VS, Verl. für Sozialwiss., 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Honneth, Axel [Hrsg.]: Schlüsseltexte der Kritischen Theorie : [für Ludwig von Friedeburg zum 80. Geburtstag], Festschrift für: 	Friedeburg, Ludwig von.&lt;br /&gt;
Wiesbaden : VS Verl. für Sozialwissenschaften, 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winter, Rainer [Hrsg.]: Kritische Theorie heute. Bielefeld : Transcript Verl., 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auer, Dirk ; Bonacker, Thorsten ; Müller-Doohm, Stefan:	Die Gesellschaftstheorie Adornos : Themen und Grundbegriffe. Darmstadt : Wiss. Buchges., 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller-Doohm, Stefan: Die Soziologie Theodor W. Adornos : eine Einführung. Frankfurt [u.a.] : Campus-Verl., 1996&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller-Doohm, Stefan: Gesellschaftstheorie und empirische Sozialforschung nach Theodor W. Adorno : Soziologie wider den Bann der Verdopplung. Hagen : Fernuniv., 1995&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Honneth, Axel: Pathologien der Vernunft : Geschichte und Gegenwart der Kritischen Theorie. &lt;br /&gt;
Frankfurt am Main : Suhrkamp, 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knoll, Heiko: Zur Dialektik von Theorie und Praxis bei Adorno. Frankfurt (Main), Univ., Diss., 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruschka, Andreas [Hrsg.] ; Oevermann, Ulrich [Hrsg.]: Die Lebendigkeit der kritischen Gesellschaftstheorie : Dokumentation der Arbeitstagung aus Anlass des 100. Geburtstages von Theodor W. Adorno, 4. - 6. Juli 2003 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main.&lt;br /&gt;
Arbeitstagung aus Anlass des 100. Geburtstages von Theodor W. Adorno &amp;lt;2003, Frankfurt, Main&amp;gt; Festschrift für: Adorno, Theodor W., Wetzlar : Büchse der Pandora, c 2004&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bolte, Gerhard: Flaschenpost : Thesen und Essays zur kritischen Theorie der Gesellschaft. Münster in Westfalen : Oktober-Verl., 2003&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demirovic, Alex [Hrsg.]: Modelle kritischer Gesellschaftstheorie : Traditionen und Perspektiven der Kritischen Theorie. Stuttgart [u.a.] : Metzler, 2003&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holz, Klaus: Historisierung der Gesellschaftstheorie : zur Erkenntniskritik marxistischer und kritischer Theorie. Pfaffenweiler : Centaurus-Verl.-Ges., 1993&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dietz, Simone: Lebenswelt und System : widerstreitende Ansätze in der Gesellschaftstheorie von Jürgen Habermas. Würzburg : Königshausen &amp;amp; Neumann, 1993&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türcke, Christoph [Hrsg.]:  Perspektiven kritischer Theorie : e. Sammlung zu Hermann Schweppenhäusers 60. Geburtstag  Adorno, Theodor W. [Mitarb.]Festschrift für: Schweppenhäuser, Hermann Ausgabe:  Lüneburg : zu Klampen, 1988&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kiwitz, Peter:  Lebenswelt und Lebenskunst : Perspektiven einer kritischen Theorie des sozialen Lebens. München : Fink, 1986, Bochum, Univ., Diss., 1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jay, Martin: permanent exiles : essays on the intellectual migration from Germany to America. New York, NY : Columbia Univ. Press, 1986&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Honneth, Axel [Hrsg.]:  Die Frankfurter Schule und die Folgen : Referate eines Symposiums der Alexander-von-Humboldt-Stiftung vom 10. - 15. Dezember 1984 in Ludwigsburg.  Berlin [u.a.] : de Gruyter, 1986&lt;br /&gt;
Beteiligt: Körperschaft: Alexander-von-Humboldt-Stiftung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kimmerle, Gerd : Verwerfungen : vergleichende Studien zu Adorno und Habermas. Tübingen : Ed. Diskord im Konkursbuchverl., 1986&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gmünder, Ulrich:  Kritische Theorie : Horkheimer, Adorno, Marcuse, Habermas. Stuttgart : Metzler, 1985&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arato, Andrew [Hrsg.]:  The essential Frankfurt School Reader. New York, NY : Continuum, 1982&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theunissen, Michael:  Kritische Theorie der Gesellschaft : zwei Studien,&lt;br /&gt;
vermehrt um eine Laudatio für Jürgen Habermas, anlässlich der Verleihung des Theodor-W.-Adorno-Preises der Stadt Frankfurt am Main. Berlin [u.a.] : de Gruyter, 1981&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dubiel, Helmut: Wissenschaftsorganisation und politische Erfahrung : Studien zur frühen Kritischen Theorie. Frankfurt am Main : Suhrkamp, 1978&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Düver, Lothar : Theodor W. Adorno : der Wissenschaftsbegriff der kritischen Theorie in seinem Werk. Bonn : Bouvier, 1978&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maurer, Reinhart Klemens: Jürgen Habermas' Aufhebung der Philosophie. Tübingen : Mohr, 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreckel, Reinhard:  Soziologisches Denken : eine kritische Einführung. Opladen : Leske + Budrich, 1976&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmidt, Alfred : Zur Idee der Kritischen Theorie : Elemente der Philosophie Max Horkheimers. München: Hanser, 1974&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ritsert, Jürgen: Inhaltsanalyse und Ideologiekritik : ein Versuch über kritische Sozialforschung.  Frankfurt (M.) : Athenäum-Verl., 1972&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wellmer, Albrecht: Kritische Gesellschaftstheorie und Positivismus. Frankfurt am Main : Suhrkamp, 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ritsert, Jürgen ; Rolshausen, Claus: Der Konservatismus der kritischen Theorie. Frankfurt am Main : Europ. Verl.-Anst., 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beyer, Wilhelm Raimund:  Die Sünden der Frankfurter Schule : ein Beitrag zur Kritik der &amp;quot;Kritischen Theorie&amp;quot; Frankfurt/M. : Verl. Marxistische Blätter, 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rohrmoser, Günter: Das Elend der kritischen Theorie : Theodor W. Adorno, Herbert Marcuse, Jürgen Habermas Freiburg : Rombach, 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schoeller, Wilfried F. [Hrsg.]: Die neue Linke nach Adorno . München : Kindler, 1969&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Claussen, Detlev: Abschied von gestern : kritische Theorie heute. Bremen : Wassmann, 1988&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnädelbach, Herbert: Vernunft und Geschichte. Frankfurt am Main : Suhrkamp, 1987&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)  Zeitschriften / Periodika&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forschung Frankfurt. Wissenschaftsmagazin der J.W. Goethe-Universität (seit 1981/82)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Uni-Report (seit 1967)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frankfurter Zeitung (bis 1945)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frankfurter Allgemeine Zeitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frankfurter Rundschau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Institut für Sozialforschung (diverse Periodika)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ferner:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedene Strukturberichte und Zielvereinbarungen des Fachbereichs &lt;br /&gt;
Gesellschaftswissenschaften mit dem Präsidium der J.W. Goethe-Universität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Bisherige und geplante neue Studiengänge im Bereich der Sozialwissenschaften (Diplom, &lt;br /&gt;
Magister, Bachelor, Master, Promotionsprogramme etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Archivbestände&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universitätsarchiv Frankfurt am Main (UAF)&lt;br /&gt;
Dekanatsakten des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akten des hessischen Wissenschafts- und Kultusministeriums&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtarchiv Frankfurt am Main&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archiv des Instituts für Sozialforschung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Max Horkheimer-Archiv der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theodor W. Adorno-Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archiv des Suhrkamp-Verlages&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archiv der Deutschen Gesellschaft für Soziologie&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=4936</id>
		<title>Hauptseite</title>
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		<updated>2010-02-08T08:51:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin: 0; margin-right:10px; border: 2px solid #dfdfdf; background-color:#F2F2E5; text-align:justify&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__NOEDITSECTION__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== '''Lehrforschungsprojekt: Soziologie in Frankfurt''' ==&lt;br /&gt;
=== Fragestellung und Vorgehen===&lt;br /&gt;
[[Image:AfETurm.jpg|thumb|left|100px|AfE-Turm, errichtet von 1970 bis 1972]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenstand dieses sich über zwei Semester erstreckenden Lehrforschungsprojektes war die Geschichte der Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt seit ihrer Gründung als Stiftungsuniversität im Jahre 1914 bis zum heutigen Tag, der durch eine nicht nur generationsbedingte Umbruchphase gekennzeichnet ist, in dem sich das Gesicht der Frankfurter Soziologie in naher Zukunft dramatisch verändern wird. Das Lehrforschungsprojekt bezog historische wie zeitgenössische Aspekte der soziologischen Forschung und Lehre an der Universität Frankfurt bewußt aufeinander, um anhand von historischen Quellen und zeitgenössischen Methoden der empirischen Sozialforschung dasjenige intellektuelle und politische Spektrum auszumessen, wofür der Wissenschaftsstandort Frankfurt einmal stand bzw. heute steht und vielleicht dereinst stehen könnte. Zu diesem Zweck wurden mit einigen Zeitzeugen, die in den letzten Jahrzehnten maßgeblich das Erscheinungsbild der Frankfurter Soziologie mitgeprägt haben bzw. seinen Wandel aufmerksam mitverfolgt haben, Interviews geführt. [[Interviewees Projektübersicht]] Vorträge und Auszüge der Interviews sind als Videodownloads abrufbar und den jeweiligen Personen zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsgruppen, Plenum, Ablauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jeweiligen Arbeitsgruppen befassten sich mit unterschiedlichen Phasen und Akteuren innerhalb des nun bald hundertjährigen Prozesses der Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre an der Universität Frankfurt. Dazu wurden eigene erste Fragestellungen formuliert, die in dem Artikel [[Vorüberlegungen und offene Fragestellungen]] dokumentiert sind. [[Image:Jügelhaus.jpg|thumb|right|180px|Das Jügelhaus wurde 1906 als Teil der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften errichtet]]&lt;br /&gt;
Zwischenergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen wurden in dem während der Vorlesungszeit regelmäßig stattfindenden Plenum zur Diskussion gestellt. Die durchgeführten [[Interviews]] wurden als Transkriptionen von allen Teilnehmenden angefertigt, so dass in den einzelnen Arbeiten je nach Bedarf leicht darauf zurückgegriffen werden konnte. Das Wiki-System war als [[Didaktisches Szenario]] thematisch in Diskussion und Weiterentwicklung des Projekts eingebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der beiden Semester haben [[Vorträge und Konferenzen]] stattgefunden, die jeweils zur Erweiterung des thematischen Feldes beigetragen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsgruppe 1. Frankfurt als Stiftungsuniversität bis 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Fragestellungen der Gruppe 1]] bezogen sich auf die sozialwissenschaftliche Forschung und Lehre an der alten Frankfurter '''Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften''', die Gründung der Universität Frankfurt als Stiftungsuniversität des Frankfurter Bürgertums im Jahre 1914 und die Frankfurter Soziologie in der Weimarer Republik bis zum Aufkommen des Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====[[Fragestellungen der Gruppe 1]]====&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:100px-Adickes.jpg|frame|center|90px|[[Die Anfangsgeschichte der Universität Frankfurt]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Oppenheimer1.jpg |frame|center|100px|[[Franz Oppenheimer und der erste Lehrstuhl für Soziologie an der Frankfurter Universität|Franz Oppenheimer]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:KarlMannheim1.jpg|frame|center|100|[[Karl Mannheim|Karl &amp;lt;br /&amp;gt;Mannheim]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Horkheimer1.jpg|frame|center|100|[[Das Institut für Sozialforschung in Frankfurt. Insbesondere das Wirken Max Horkheimers, sowie das Wesen des Institutes während des zweiten Weltkrieges|Max Horkheimer und das IfS]] ]]&lt;br /&gt;
|valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Elias1.jpg|frame|center|[[Mannheims Studenten in der Galaxis der Frankfurter Soziologie| Karl Mannheims StudentInnen, Norbert Elias als Assistent]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Salomon1.jpg|frame|center|100px|[[Gottfried Salomon Delatour: Sein Einfluss auf die Soziologie in Frankfurt und seine Verbindungen|Gottfried Salomon-Delatour]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Kracauer1.jpg|frame|center|100px|[[Siegfried Kracauer: Der Soziologe in der Frankfurter Zeitung. Einfluß und Wirken eines Außenseiters bis 1933|Siegfried&amp;lt;br /&amp;gt;Kracauer]] ]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsgruppe 2. Neubeginn in den 1950er - Frankfurter Soziologie heute und morgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Fragestellungen der Gruppe 2]] behandelten unter anderem den demokratischen Neubeginn der Universität in den 1950er und 1960er Jahren: Die Rückkehr der Emigranten aus dem amerikanischen Exil und das spannungsreiche Verhältnis der &amp;quot;Frankfurter Schule der Soziologie&amp;quot; zur Philosophie und Ökonomie sowie die Studentenrevolte von 1968 und die Entstehung des heutigen Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften aus der Konkursmasse der von Jürgen Habermas und Ludwig von Friedeburg betriebenen Hochschulreform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
====[[Fragestellungen der Gruppe 2]]====&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Luckmann.jpg|frame|center|50px|[[Der Fakultätenstreit]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:jürgenhabermas1.jpg |frame|center|50px|[[Jürgen Habermas - Verpasste Chance für die Soziologie und Philosophie der Universität Frankfurt/M.|Jürgen&amp;lt;br/&amp;gt;Habermas]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:4_73_0_Frauenzentrum2_gr.jpg|frame|center|50px|[[Frauen in der Soziologie in Frankfurt]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:dutschke2-kl.jpg|frame|center|50px|[[Der Mittelbau der Jahre 1965-1972]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Studentenrevolte1.jpg|frame|center|50px|[[Frankfurter Soziologie und Studentenrevolte]]]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersichten==&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Image:IfEGebäudeErstes.jpg|thumb|right|200px|Das Gebäude des Instituts für Sozialforschung zwischen 1924 und 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Rueckkehr der Frankfurter Schule - Podiumsdiskussion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Chronologie der Entstehung und Institutionalisierung der Soziologie in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Soziologische Lehrveranstaltungen von 1949-1973 - Archivbestaende der Goethe-Universitaet Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Verzeichnis bedeutender Personen für die Soziologie in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Geschichte des Vereins für Sozialpolitik 1872-1932 (Dr.Franz Boese)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rektoratsreden 1914-1989]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Dekane und Dekaninnen Fb 3|DekanInnen des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Lehrstuhlgeschichte, Aufteilung der Lehrstühle von Adorno/Horkheimer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vorlesungsverzeichnisse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Gründung der DGS als Differenzierungsprozess sozialwissenschaftlicher Institutionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Gesellschaft für Soziologie in der Nachkriegsperiode]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Institut für Sozialforschung, Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Archivzentrum der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interviews==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Interviewees Projektübersicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Übersicht der in Sozfra durchgeführten Interviews]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Methoden und Auswertung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturliste==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Literaturliste]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archiv ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vorträge und Konferenzen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Veranstaltungsdaten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine Übersicht aller Seiten zu bekommen, wurde eine Hauptkategorie [[:Kategorie:SozFRA]] eingerichtet, die nach Schlagworten alphabetisch geordnet ist, um die gezielte thematische Suche nach Artikeln zu erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin:0; border:2px solid #dfdfdf; padding: 0em 1em 1em 1em; background-color:#F8F8FF;text-align: justify&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;font-size:16px;margin-top:4px; &amp;quot;&amp;gt;Kontakt&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
'''Projektleitung'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.gesellschaftswissenschaften.uni-frankfurt.de/index.pl/klichtblau Prof. Dr.Klaus Lichtblau]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[TeilnehmerInnen| ProjektteilnehmerInnen]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.uni-frankfurt.de Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Bei Fragen oder Anregungen bitte eine Email an [mailto:F.Herrschaft@soz.uni.frankfurt.de Felicia Herrschaft] schreiben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=4935</id>
		<title>Hauptseite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=4935"/>
		<updated>2010-02-08T08:51:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
__NOEDITSECTION__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== '''Lehrforschungsprojekt: Soziologie in Frankfurt''' ==&lt;br /&gt;
=== Fragestellung und Vorgehen===&lt;br /&gt;
[[Image:AfETurm.jpg|thumb|left|100px|AfE-Turm, errichtet von 1970 bis 1972]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenstand dieses sich über zwei Semester erstreckenden Lehrforschungsprojektes war die Geschichte der Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt seit ihrer Gründung als Stiftungsuniversität im Jahre 1914 bis zum heutigen Tag, der durch eine nicht nur generationsbedingte Umbruchphase gekennzeichnet ist, in dem sich das Gesicht der Frankfurter Soziologie in naher Zukunft dramatisch verändern wird. Das Lehrforschungsprojekt bezog historische wie zeitgenössische Aspekte der soziologischen Forschung und Lehre an der Universität Frankfurt bewußt aufeinander, um anhand von historischen Quellen und zeitgenössischen Methoden der empirischen Sozialforschung dasjenige intellektuelle und politische Spektrum auszumessen, wofür der Wissenschaftsstandort Frankfurt einmal stand bzw. heute steht und vielleicht dereinst stehen könnte. Zu diesem Zweck wurden mit einigen Zeitzeugen, die in den letzten Jahrzehnten maßgeblich das Erscheinungsbild der Frankfurter Soziologie mitgeprägt haben bzw. seinen Wandel aufmerksam mitverfolgt haben, Interviews geführt. [[Interviewees Projektübersicht]] Vorträge und Auszüge der Interviews sind als Videodownloads abrufbar und den jeweiligen Personen zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsgruppen, Plenum, Ablauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jeweiligen Arbeitsgruppen befassten sich mit unterschiedlichen Phasen und Akteuren innerhalb des nun bald hundertjährigen Prozesses der Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre an der Universität Frankfurt. Dazu wurden eigene erste Fragestellungen formuliert, die in dem Artikel [[Vorüberlegungen und offene Fragestellungen]] dokumentiert sind. [[Image:Jügelhaus.jpg|thumb|right|180px|Das Jügelhaus wurde 1906 als Teil der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften errichtet]]&lt;br /&gt;
Zwischenergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen wurden in dem während der Vorlesungszeit regelmäßig stattfindenden Plenum zur Diskussion gestellt. Die durchgeführten [[Interviews]] wurden als Transkriptionen von allen Teilnehmenden angefertigt, so dass in den einzelnen Arbeiten je nach Bedarf leicht darauf zurückgegriffen werden konnte. Das Wiki-System war als [[Didaktisches Szenario]] thematisch in Diskussion und Weiterentwicklung des Projekts eingebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der beiden Semester haben [[Vorträge und Konferenzen]] stattgefunden, die jeweils zur Erweiterung des thematischen Feldes beigetragen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsgruppe 1. Frankfurt als Stiftungsuniversität bis 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Fragestellungen der Gruppe 1]] bezogen sich auf die sozialwissenschaftliche Forschung und Lehre an der alten Frankfurter '''Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften''', die Gründung der Universität Frankfurt als Stiftungsuniversität des Frankfurter Bürgertums im Jahre 1914 und die Frankfurter Soziologie in der Weimarer Republik bis zum Aufkommen des Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====[[Fragestellungen der Gruppe 1]]====&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
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[[Image:100px-Adickes.jpg|frame|center|90px|[[Die Anfangsgeschichte der Universität Frankfurt]] ]]&lt;br /&gt;
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[[Image:Oppenheimer1.jpg |frame|center|100px|[[Franz Oppenheimer und der erste Lehrstuhl für Soziologie an der Frankfurter Universität|Franz Oppenheimer]] ]]&lt;br /&gt;
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[[Image:KarlMannheim1.jpg|frame|center|100|[[Karl Mannheim|Karl &amp;lt;br /&amp;gt;Mannheim]] ]]&lt;br /&gt;
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[[Image:Horkheimer1.jpg|frame|center|100|[[Das Institut für Sozialforschung in Frankfurt. Insbesondere das Wirken Max Horkheimers, sowie das Wesen des Institutes während des zweiten Weltkrieges|Max Horkheimer und das IfS]] ]]&lt;br /&gt;
|valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Elias1.jpg|frame|center|[[Mannheims Studenten in der Galaxis der Frankfurter Soziologie| Karl Mannheims StudentInnen, Norbert Elias als Assistent]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Salomon1.jpg|frame|center|100px|[[Gottfried Salomon Delatour: Sein Einfluss auf die Soziologie in Frankfurt und seine Verbindungen|Gottfried Salomon-Delatour]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Kracauer1.jpg|frame|center|100px|[[Siegfried Kracauer: Der Soziologe in der Frankfurter Zeitung. Einfluß und Wirken eines Außenseiters bis 1933|Siegfried&amp;lt;br /&amp;gt;Kracauer]] ]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
=== Arbeitsgruppe 2. Neubeginn in den 1950er - Frankfurter Soziologie heute und morgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Fragestellungen der Gruppe 2]] behandelten unter anderem den demokratischen Neubeginn der Universität in den 1950er und 1960er Jahren: Die Rückkehr der Emigranten aus dem amerikanischen Exil und das spannungsreiche Verhältnis der &amp;quot;Frankfurter Schule der Soziologie&amp;quot; zur Philosophie und Ökonomie sowie die Studentenrevolte von 1968 und die Entstehung des heutigen Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften aus der Konkursmasse der von Jürgen Habermas und Ludwig von Friedeburg betriebenen Hochschulreform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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====[[Fragestellungen der Gruppe 2]]====&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Luckmann.jpg|frame|center|50px|[[Der Fakultätenstreit]] ]]&lt;br /&gt;
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[[Image:jürgenhabermas1.jpg |frame|center|50px|[[Jürgen Habermas - Verpasste Chance für die Soziologie und Philosophie der Universität Frankfurt/M.|Jürgen&amp;lt;br/&amp;gt;Habermas]] ]]&lt;br /&gt;
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[[Image:4_73_0_Frauenzentrum2_gr.jpg|frame|center|50px|[[Frauen in der Soziologie in Frankfurt]] ]]&lt;br /&gt;
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[[Image:dutschke2-kl.jpg|frame|center|50px|[[Der Mittelbau der Jahre 1965-1972]] ]]&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
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==Übersichten==&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Image:IfEGebäudeErstes.jpg|thumb|right|200px|Das Gebäude des Instituts für Sozialforschung zwischen 1924 und 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Rueckkehr der Frankfurter Schule - Podiumsdiskussion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Chronologie der Entstehung und Institutionalisierung der Soziologie in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Soziologische Lehrveranstaltungen von 1949-1973 - Archivbestaende der Goethe-Universitaet Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Verzeichnis bedeutender Personen für die Soziologie in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Geschichte des Vereins für Sozialpolitik 1872-1932 (Dr.Franz Boese)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rektoratsreden 1914-1989]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Dekane und Dekaninnen Fb 3|DekanInnen des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Lehrstuhlgeschichte, Aufteilung der Lehrstühle von Adorno/Horkheimer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vorlesungsverzeichnisse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Gründung der DGS als Differenzierungsprozess sozialwissenschaftlicher Institutionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Gesellschaft für Soziologie in der Nachkriegsperiode]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Institut für Sozialforschung, Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Archivzentrum der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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==Interviews==&lt;br /&gt;
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* [[Interviewpartner im Wintersemester]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Interviewees Projektübersicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Methoden und Auswertung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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==Literaturliste==&lt;br /&gt;
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*[[Literaturliste]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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== Archiv ==&lt;br /&gt;
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* [[Vorträge und Konferenzen]]&lt;br /&gt;
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* [[Veranstaltungsdaten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine Übersicht aller Seiten zu bekommen, wurde eine Hauptkategorie [[:Kategorie:SozFRA]] eingerichtet, die nach Schlagworten alphabetisch geordnet ist, um die gezielte thematische Suche nach Artikeln zu erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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----&lt;br /&gt;
'''Projektleitung'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.gesellschaftswissenschaften.uni-frankfurt.de/index.pl/klichtblau Prof. Dr.Klaus Lichtblau]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[TeilnehmerInnen| ProjektteilnehmerInnen]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.uni-frankfurt.de Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Bei Fragen oder Anregungen bitte eine Email an [mailto:F.Herrschaft@soz.uni.frankfurt.de Felicia Herrschaft] schreiben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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		<author><name>Herrschaft</name></author>
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	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Interviews&amp;diff=4934</id>
		<title>Interviews</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Interviews&amp;diff=4934"/>
		<updated>2010-02-08T08:49:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Interviewees Projektübersicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Übersicht der in Sozfra durchgeführten Interviews]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Methoden und Auswertung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Interview-Eckdaten&amp;diff=4933</id>
		<title>Interview-Eckdaten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Interview-Eckdaten&amp;diff=4933"/>
		<updated>2010-02-08T08:48:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: /* Politische Wissenschaften */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel werden Eckpunkte genannt, die in allen Interviews vorkommen sollten und mit denen die Interviews angereichert werden, wenn bestimmte Fragen, nach der Eingangsfrage nicht beantwortet wurden, so dass gezielt nachgefragt werden kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeine Fragen zum Werdegang: ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1. Wann ist der/diejenige nach Frankfurt gekommen: als Student oder als wiss. Mitarbeiter oder als Professor berufen worden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein: die meisten der Interviewten sind nach 1971 als Professoren an die Uni-Frankfurt gekommen. Manche haben in Frankfurt studiert. Dann müssten diejenigen Daten und Fakten kennen, die die Rolle der Soziologie in Frankfurt geprägt haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wie haben Sie die Sechziger Jahre wahrgenommen und wie hat sich die Studentenbewegung, die Hochschulreform ausgewirkt auf die eigenen Arbeiten, das Arbeiten am FB Gesellschaftswissenschaften?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation Ende der 1950er bis Ende der 1960er Jahre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
allgemein: Die Gruppe der Soziologen war auf zwei verschiedene Fakultäten aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab die WiSo-Soziologen, an der Fakultät für Wirtschafts und Sozialwissenschaften wie zum Beispiel [[Julius Kraft]], [[Walter Rüegg]], [[Friedrich H. Tenbruck]] (persönlicher Assistent Horkheimers), [[Thomas Luckmann]] (1965 in Frankfurt), (siehe auch [[Friedrich H. Tenbruck Archiv]]) und Soziologen, die der Philosophischen Fakultät angehörten und waren auch dem [[Institut für Sozialforschung]] zugeordnet wie [[Max Horkheimer]], [[Theodor W. Adorno]], [[Ludwig von Friedeburg]] und [[Jürgen Habermas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Richtungen wurden ab 1971 in den neugegründeten Fb Gesellschaftswissenschaften integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prominenteren wie Habermas, Luckmann, Tenbruck, Zapf, verliessen die Fakultät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie hat sich dies auf den neugegründeten Fachbereich Gesellschaftswissenschaften ausgewirkt? Die Lehramtsausbildung wurde dann noch zusätzlich dem Fb 03 zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist es durch die drei unterschiedlichen Gruppen zu entsprechenden Konflikten in dem Fachbereich gekommen? Auflösung der AfE = Abteilung f. Erziehungswissenschaften?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2. Umstellung von Fakultäten auf Fbs, ab 71', Auflösung: war das eine Verbesserung oder Verschlechterung der Verhältnisse - heute Trend wieder zurück zu den kleineren Einheiten. Dies erfordert eine andere Qualifikation der Leitung als Wissenschaftsmanager. Zug in Richtung Zentralismus, der sich abzeichnet - Kritik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 3. Die Lehrerausbildung kommt an die Universitäten, erziehungswissenschaftliches Grundstudium, alle Arten von Lehrern gleich, soziologische Lehrveranstaltung. Pädagogik, Soziologie dafür zuständig. Integration Lehrerausbildung in die Sozialwissenschaften&lt;br /&gt;
Generationswechsel in den Lehrerberufen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 4. Das Verhältnis Politikwissenschaften und Soziologie - wie waren am Anfang die Zahlenverhältnisse? Die Politologen konnten auf Kosten der Soziologen ihre Position verbessern -das muss in den Siebziger Jahren angefangen haben. Studiengänge sozialwissenschaftlicher Art, wann fängt das an zum Thema zu werden? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Gründung des FBs gab es eine Politologieprofessur: Carlo Schmid, BDA, dann Irving Fetscher, es gab 4 soziologische Lehrstühle. Dies kann in Steinert, 2003 (Heinz Steinert (Hrsg.), Die (mindestens) zwei Sozialwissenschaften in Frankfurt und ihre Geschichte. Ein Symposion des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften aus Anlaß des 75-Jahre-Jubiläums der J.W. Goethe-Universität Frankfurt 11.-12. Dezember 1989, Frankfurt am Main 1990 (= Studientexte zur Sozialwissenschaft, Sonderband 3) Geschichte des Fbs.) nachgelesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 5.  Nach 1968 Änderung der Hess. Hochschulgesetzes, Mitbestimmung, Professoren entmachtet, nicht mehr zentrale Gruppe, sondern wiss. Mitarbeiter, Studierende, nicht-wiss. Mitarbeiter dürfen mitbestimmen, die Professoren dürfen nicht überstimmt werden, können sich aber nicht durchsetzen, sondern müssen Koalitionen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klage der Professoren beim BVG. Das Bundesverfassungsgericht verbot, dass Professoren in Ausbildung und Forschungsfragen überstimmt werden können, z.b an Berufungsverfahren darf nur derjenige abstimmen, der denselben akamdemischen Grad hat. Der Status der Professoren am Fb Gesellschaftswissenschaften war nicht so gut wie an anderen Universitäten. Die Reformen wurden durchgesetzt in der Zeit als Friedeburg hessischer Kultusminister(1969-1974) war. Hochschuldenkschriften. Habermas, Friedeburg. Denninger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ab den Siebzigern: ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Spaltung der Professorenschaft in Mehrheitsfraktion und Minderheiten, marxistisch und bürgerlich (Hondrich, Puhle, Övermann?) -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1970er Jahren, ständige Konflikte mit der Universitätsleitung, extrem linke, liberale Reformer an der Spitze, der Fb03, der sich immer querstellte, Politologen, die sich heraushielten – entsprach dies der Situation am FB03?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 6. Einführung der neuen Studiengänge: Welche Rolle hatte der Diplomstudiengang für das professionelle Selbstverständnis, welche Hoffnungen und Erwartungen sind damit verbunden? Seit 1966 gemeinsame Studienordnung und Diplomstudiengang für politische Wissenschaften ab 1989.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind sie gerne nach Frankfurt gekommen? Waren sie für oder gegen das Frankfurter Modell?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigene Motive? Welche Rolle hat dies für ihre eigene Position gespielt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusatzfragen: ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Übergrosse Frankfurter Figuren, von Gruppe 1 – Denken Sie diese Figuren haben eine Rolle für das Selbstverständnis der Frankfurter Soziologie gespielt? Sehen sie eine bestimmte Tradition in Frankfurt? 1960er, 1970er Jahre. Welches waren die grossen Soziologen in Frankfurt? Hegel, Marx, seit wann werden Simmel und Weber ernstgenommen, Parsons – andere? Könnten Sie eine Ahnengalerie der Frankfurter Soziologie aufstellen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Politische Wissenschaften ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhältnis zur Ökonomie und Verhältnis Soziologie, Philosophie, Psychologie, Psychoanalyse und Sozialpsychologie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gab es modische Verschiebungen, wie Themen und Bezugsautoren?&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Interview-Eckdaten&amp;diff=4932</id>
		<title>Interview-Eckdaten</title>
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		<updated>2010-02-08T08:47:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: /* Ab den Siebzigern: */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel werden Eckpunkte genannt, die in allen Interviews vorkommen sollten und mit denen die Interviews angereichert werden, wenn bestimmte Fragen, nach der Eingangsfrage nicht beantwortet wurden, so dass gezielt nachgefragt werden kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeine Fragen zum Werdegang: ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1. Wann ist der/diejenige nach Frankfurt gekommen: als Student oder als wiss. Mitarbeiter oder als Professor berufen worden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein: die meisten der Interviewten sind nach 1971 als Professoren an die Uni-Frankfurt gekommen. Manche haben in Frankfurt studiert. Dann müssten diejenigen Daten und Fakten kennen, die die Rolle der Soziologie in Frankfurt geprägt haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wie haben Sie die Sechziger Jahre wahrgenommen und wie hat sich die Studentenbewegung, die Hochschulreform ausgewirkt auf die eigenen Arbeiten, das Arbeiten am FB Gesellschaftswissenschaften?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation Ende der 1950er bis Ende der 1960er Jahre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
allgemein: Die Gruppe der Soziologen war auf zwei verschiedene Fakultäten aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab die WiSo-Soziologen, an der Fakultät für Wirtschafts und Sozialwissenschaften wie zum Beispiel [[Julius Kraft]], [[Walter Rüegg]], [[Friedrich H. Tenbruck]] (persönlicher Assistent Horkheimers), [[Thomas Luckmann]] (1965 in Frankfurt), (siehe auch [[Friedrich H. Tenbruck Archiv]]) und Soziologen, die der Philosophischen Fakultät angehörten und waren auch dem [[Institut für Sozialforschung]] zugeordnet wie [[Max Horkheimer]], [[Theodor W. Adorno]], [[Ludwig von Friedeburg]] und [[Jürgen Habermas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Richtungen wurden ab 1971 in den neugegründeten Fb Gesellschaftswissenschaften integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prominenteren wie Habermas, Luckmann, Tenbruck, Zapf, verliessen die Fakultät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie hat sich dies auf den neugegründeten Fachbereich Gesellschaftswissenschaften ausgewirkt? Die Lehramtsausbildung wurde dann noch zusätzlich dem Fb 03 zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist es durch die drei unterschiedlichen Gruppen zu entsprechenden Konflikten in dem Fachbereich gekommen? Auflösung der AfE = Abteilung f. Erziehungswissenschaften?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2. Umstellung von Fakultäten auf Fbs, ab 71', Auflösung: war das eine Verbesserung oder Verschlechterung der Verhältnisse - heute Trend wieder zurück zu den kleineren Einheiten. Dies erfordert eine andere Qualifikation der Leitung als Wissenschaftsmanager. Zug in Richtung Zentralismus, der sich abzeichnet - Kritik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 3. Die Lehrerausbildung kommt an die Universitäten, erziehungswissenschaftliches Grundstudium, alle Arten von Lehrern gleich, soziologische Lehrveranstaltung. Pädagogik, Soziologie dafür zuständig. Integration Lehrerausbildung in die Sozialwissenschaften&lt;br /&gt;
Generationswechsel in den Lehrerberufen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 4. Das Verhältnis Politikwissenschaften und Soziologie - wie waren am Anfang die Zahlenverhältnisse? Die Politologen konnten auf Kosten der Soziologen ihre Position verbessern -das muss in den Siebziger Jahren angefangen haben. Studiengänge sozialwissenschaftlicher Art, wann fängt das an zum Thema zu werden? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Gründung des FBs gab es eine Politologieprofessur: Carlo Schmid, BDA, dann Irving Fetscher, es gab 4 soziologische Lehrstühle. Dies kann in Steinert, 2003 (Heinz Steinert (Hrsg.), Die (mindestens) zwei Sozialwissenschaften in Frankfurt und ihre Geschichte. Ein Symposion des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften aus Anlaß des 75-Jahre-Jubiläums der J.W. Goethe-Universität Frankfurt 11.-12. Dezember 1989, Frankfurt am Main 1990 (= Studientexte zur Sozialwissenschaft, Sonderband 3) Geschichte des Fbs.) nachgelesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 5.  Nach 1968 Änderung der Hess. Hochschulgesetzes, Mitbestimmung, Professoren entmachtet, nicht mehr zentrale Gruppe, sondern wiss. Mitarbeiter, Studierende, nicht-wiss. Mitarbeiter dürfen mitbestimmen, die Professoren dürfen nicht überstimmt werden, können sich aber nicht durchsetzen, sondern müssen Koalitionen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klage der Professoren beim BVG. Das Bundesverfassungsgericht verbot, dass Professoren in Ausbildung und Forschungsfragen überstimmt werden können, z.b an Berufungsverfahren darf nur derjenige abstimmen, der denselben akamdemischen Grad hat. Der Status der Professoren am Fb Gesellschaftswissenschaften war nicht so gut wie an anderen Universitäten. Die Reformen wurden durchgesetzt in der Zeit als Friedeburg hessischer Kultusminister(1969-1974) war. Hochschuldenkschriften. Habermas, Friedeburg. Denninger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ab den Siebzigern: ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Spaltung der Professorenschaft in Mehrheitsfraktion und Minderheiten, marxistisch und bürgerlich (Hondrich, Puhle, Övermann?) -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1970er Jahren, ständige Konflikte mit der Universitätsleitung, extrem linke, liberale Reformer an der Spitze, der Fb03, der sich immer querstellte, Politologen, die sich heraushielten – entsprach dies der Situation am FB03?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 6. Einführung der neuen Studiengänge: Welche Rolle hatte der Diplomstudiengang für das professionelle Selbstverständnis, welche Hoffnungen und Erwartungen sind damit verbunden? Seit 1966 gemeinsame Studienordnung und Diplomstudiengang für politische Wissenschaften ab 1989.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind sie gerne nach Frankfurt gekommen? Waren sie für oder gegen das Frankfurter Modell?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigene Motive? Welche Rolle hat dies für ihre eigene Position gespielt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusatzfragen: ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Übergrosse Frankfurter Figuren, von Gruppe 1 – Denken Sie diese Figuren haben eine Rolle für das Selbstverständnis der Frankfurter Soziologie gespielt? Sehen sie eine bestimmte Tradition in Frankfurt? 1960er, 1970er Jahre. Welches waren die grossen Soziologen in Frankfurt? Hegel, Marx, seit wann werden Simmel und Weber ernstgenommen, Parsons – andere? Könnten Sie eine Ahnengalerie der Frankfurter Soziologie aufstellen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Politische Wissenschaften ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhältnis zur Ökonomie und Verhältnis Soziologie und Philosophie&lt;br /&gt;
Psychologie, Psychoanalyse, Sozialpsychologie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adorno über Durkheim- Bourdieu – modische Verschiebungen, Themen Bezugsautoren?&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Methoden_und_Auswertung&amp;diff=4931</id>
		<title>Methoden und Auswertung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Methoden_und_Auswertung&amp;diff=4931"/>
		<updated>2010-02-08T08:46:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: /* Hinweise */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
== Vorüberlegungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorüberlegungen zur Durchführung narrativer Interviews  mit Zeitzeugen, die ein bestimmtes Bild der Frankfurter Soziologie prägten, bestanden darin, anhand der skizzierten Problemlage bis zur Auflösung der Fakultäten und Gründung des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften, bestimmte Konfliktlinien nachzuvollziehen, ohne diese in den Vordergrund zu stellen. Anhand einer erzählgenerierenden Eingangsfrage wurde in der anschließenden Analyse das Spektrum der Geschichte der Frankfurter Soziologe neu ausgelotet. Die Interviews stehen aufgrund dieser Vorgehensweise gleichberechtigt neben den entstandenen Forschungsarbeiten, die aus einer anderen Perspektive: der soziologiegeschichtlichen Rekonstruktion, das Thema '''Soziologie in Frankfurt''' behandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Methoden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Methodenworkshops im Oktober 2008, wurden in Projektgruppen, die von Mentoren betreut wurden, Interviews durchgeführt. Diese Interviews wurden von allen Beteiligten transkribiert. Wichtige Aspekte aus den Interviews wurden im Plenum diskutiert, um jeweils den Interpretationsrahmen zu erweitern und Hintergrundinformationen auszutauschen. Insgesamt wurden 19 Interviews geführt. Vgl. Fritz Schütze, Biographieforschung und narratives Interview, in: Neue Praxis, 13(3), (1983) 283-293 und ders. Die Technik des narrativen Interviews in Interaktionsfeldstudien: dargest. an einem Projekt zur Erforschung von kommunalen Machtstrukturen, Bielefeld 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchführung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der kurzen Vorstellung des Projekts wurde in den Interviews jeweils eine autobiografisch orientierte Eingangsfrage formuliert, die in fast allen Fällen angewendet wurde: „Wir haben Sie als Zeitzeugen und Experten zu einem Gespräch / Interview eingeladen, um das intellektuelle und politische Spektrum auszumessen, für das die Soziologie in Frankfurt bekannt geworden ist. Könnten Sie uns erzählen, wie Sie diese Zeit, als Sie in den 1960er Jahren an die Uni-Frankfurt gekommen sind, wahrgenommen haben? Könnten Sie Ihre Sicht auf die Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre in den 1960er und 1970er Jahren beschreiben? Wie sehen Sie Ihre persönliche Rolle in der Institutionalisierung der Soziologie in Frankfurt? Was assoziieren Sie mit Soziologie in Frankfurt wenn Sie an die 1960er und 1970er Jahre denken? Wofür stand für Sie die Soziologie in Frankfurt in den 1950er, 1960er und 1970er Jahren?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Transkriptionsregeln]] für die Transkription narrativer Interviews.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Abduktion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Methoden-Triangulation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rekonstruktive Sozialforschung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Anleitung zum Schreiben eines Memos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kurze Einführung zur Entstehung des narrativen Interviews]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kodieren in der Grounded Theory: [http://www.soz.unibe.ch/studium/ws0506/downloads/quali_thema11.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Literaturtipps]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Software]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Interview-Eckdaten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Methoden_und_Auswertung&amp;diff=4930</id>
		<title>Methoden und Auswertung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Methoden_und_Auswertung&amp;diff=4930"/>
		<updated>2010-02-08T08:46:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: /* Hinweise */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
== Vorüberlegungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorüberlegungen zur Durchführung narrativer Interviews  mit Zeitzeugen, die ein bestimmtes Bild der Frankfurter Soziologie prägten, bestanden darin, anhand der skizzierten Problemlage bis zur Auflösung der Fakultäten und Gründung des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften, bestimmte Konfliktlinien nachzuvollziehen, ohne diese in den Vordergrund zu stellen. Anhand einer erzählgenerierenden Eingangsfrage wurde in der anschließenden Analyse das Spektrum der Geschichte der Frankfurter Soziologe neu ausgelotet. Die Interviews stehen aufgrund dieser Vorgehensweise gleichberechtigt neben den entstandenen Forschungsarbeiten, die aus einer anderen Perspektive: der soziologiegeschichtlichen Rekonstruktion, das Thema '''Soziologie in Frankfurt''' behandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Methoden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Methodenworkshops im Oktober 2008, wurden in Projektgruppen, die von Mentoren betreut wurden, Interviews durchgeführt. Diese Interviews wurden von allen Beteiligten transkribiert. Wichtige Aspekte aus den Interviews wurden im Plenum diskutiert, um jeweils den Interpretationsrahmen zu erweitern und Hintergrundinformationen auszutauschen. Insgesamt wurden 19 Interviews geführt. Vgl. Fritz Schütze, Biographieforschung und narratives Interview, in: Neue Praxis, 13(3), (1983) 283-293 und ders. Die Technik des narrativen Interviews in Interaktionsfeldstudien: dargest. an einem Projekt zur Erforschung von kommunalen Machtstrukturen, Bielefeld 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchführung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der kurzen Vorstellung des Projekts wurde in den Interviews jeweils eine autobiografisch orientierte Eingangsfrage formuliert, die in fast allen Fällen angewendet wurde: „Wir haben Sie als Zeitzeugen und Experten zu einem Gespräch / Interview eingeladen, um das intellektuelle und politische Spektrum auszumessen, für das die Soziologie in Frankfurt bekannt geworden ist. Könnten Sie uns erzählen, wie Sie diese Zeit, als Sie in den 1960er Jahren an die Uni-Frankfurt gekommen sind, wahrgenommen haben? Könnten Sie Ihre Sicht auf die Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre in den 1960er und 1970er Jahren beschreiben? Wie sehen Sie Ihre persönliche Rolle in der Institutionalisierung der Soziologie in Frankfurt? Was assoziieren Sie mit Soziologie in Frankfurt wenn Sie an die 1960er und 1970er Jahre denken? Wofür stand für Sie die Soziologie in Frankfurt in den 1950er, 1960er und 1970er Jahren?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Transkriptionsregeln]] für die Transkription narrativer Interviews.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Abduktion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Methoden-Triangulation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rekonstruktive Sozialforschung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Anleitung zum Schreiben eines Memos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kurze Einführung zur Entstehung des narrativen Interviews]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kodieren in der Grounded Theory: [http://www.soz.unibe.ch/studium/ws0506/downloads/quali_thema11.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Literaturtipps]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Software]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Eckdaten Interviews'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Interview-Eckdaten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Informationen_und_Eckdaten&amp;diff=4929</id>
		<title>Informationen und Eckdaten</title>
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		<updated>2010-02-08T08:46:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: Die Seite wurde geleert.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Informationen_und_Eckdaten&amp;diff=4928</id>
		<title>Informationen und Eckdaten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Informationen_und_Eckdaten&amp;diff=4928"/>
		<updated>2010-02-08T08:45:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Eckdaten Interviews'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Interview-Eckdaten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
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	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Methoden_und_Auswertung&amp;diff=4927</id>
		<title>Methoden und Auswertung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Methoden_und_Auswertung&amp;diff=4927"/>
		<updated>2010-02-08T08:44:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: /* Vorüberlegungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
== Vorüberlegungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorüberlegungen zur Durchführung narrativer Interviews  mit Zeitzeugen, die ein bestimmtes Bild der Frankfurter Soziologie prägten, bestanden darin, anhand der skizzierten Problemlage bis zur Auflösung der Fakultäten und Gründung des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften, bestimmte Konfliktlinien nachzuvollziehen, ohne diese in den Vordergrund zu stellen. Anhand einer erzählgenerierenden Eingangsfrage wurde in der anschließenden Analyse das Spektrum der Geschichte der Frankfurter Soziologe neu ausgelotet. Die Interviews stehen aufgrund dieser Vorgehensweise gleichberechtigt neben den entstandenen Forschungsarbeiten, die aus einer anderen Perspektive: der soziologiegeschichtlichen Rekonstruktion, das Thema '''Soziologie in Frankfurt''' behandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Methoden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Methodenworkshops im Oktober 2008, wurden in Projektgruppen, die von Mentoren betreut wurden, Interviews durchgeführt. Diese Interviews wurden von allen Beteiligten transkribiert. Wichtige Aspekte aus den Interviews wurden im Plenum diskutiert, um jeweils den Interpretationsrahmen zu erweitern und Hintergrundinformationen auszutauschen. Insgesamt wurden 19 Interviews geführt. Vgl. Fritz Schütze, Biographieforschung und narratives Interview, in: Neue Praxis, 13(3), (1983) 283-293 und ders. Die Technik des narrativen Interviews in Interaktionsfeldstudien: dargest. an einem Projekt zur Erforschung von kommunalen Machtstrukturen, Bielefeld 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchführung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der kurzen Vorstellung des Projekts wurde in den Interviews jeweils eine autobiografisch orientierte Eingangsfrage formuliert, die in fast allen Fällen angewendet wurde: „Wir haben Sie als Zeitzeugen und Experten zu einem Gespräch / Interview eingeladen, um das intellektuelle und politische Spektrum auszumessen, für das die Soziologie in Frankfurt bekannt geworden ist. Könnten Sie uns erzählen, wie Sie diese Zeit, als Sie in den 1960er Jahren an die Uni-Frankfurt gekommen sind, wahrgenommen haben? Könnten Sie Ihre Sicht auf die Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre in den 1960er und 1970er Jahren beschreiben? Wie sehen Sie Ihre persönliche Rolle in der Institutionalisierung der Soziologie in Frankfurt? Was assoziieren Sie mit Soziologie in Frankfurt wenn Sie an die 1960er und 1970er Jahre denken? Wofür stand für Sie die Soziologie in Frankfurt in den 1950er, 1960er und 1970er Jahren?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Transkriptionsregeln]] für die Transkription narrativer Interviews.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Abduktion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Methoden-Triangulation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rekonstruktive Sozialforschung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Anleitung zum Schreiben eines Memos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kurze Einführung zur Entstehung des narrativen Interviews]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kodieren in der Grounded Theory: [http://www.soz.unibe.ch/studium/ws0506/downloads/quali_thema11.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Literaturtipps]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Methoden_und_Auswertung&amp;diff=4926</id>
		<title>Methoden und Auswertung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Methoden_und_Auswertung&amp;diff=4926"/>
		<updated>2010-02-08T08:43:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
== Vorüberlegungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorüberlegungen zur Durchführung narrativer Interviews  mit Zeitzeugen, die ein bestimmtes Bild der Frankfurter Soziologie prägten, bestanden darin, anhand der skizzierten Problemlage bis zur Auflösung der Fakultäten und Gründung des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften, bestimmte Konfliktlinien nachzuvollziehen, ohne diese in den Vordergrund zu stellen. Anhand einer erzählgenerierenden Eingangsfrage wurde in der anschließenden Analyse das Spektrum der Geschichte der Frankfurter Soziologe neu ausgelotet. Die Interviews stehen aufgrund dieser Vorgehensweise gleichberechtigt neben den entstandenen Forschungsarbeiten, die aus einer anderen Perspektive: der soziologiegeschichtlichen Rekonstruktion das Thema behandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Methoden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung eines Methodenworkshops im Oktober 2008, wurden in Projektgruppen, die von Mentoren betreut wurden, Interviews durchgeführt. Diese Interviews wurden von allen Beteiligten transkribiert. Wichtige Aspekte aus den Interviews wurden im Plenum diskutiert, um jeweils den Interpretationsrahmen zu erweitern und Hintergrundinformationen auszutauschen. Insgesamt wurden 19 Interviews geführt. Vgl. Fritz Schütze, Biographieforschung und narratives Interview, in: Neue Praxis, 13(3), (1983) 283-293 und ders. Die Technik des narrativen Interviews in Interaktionsfeldstudien: dargest. an einem Projekt zur Erforschung von kommunalen Machtstrukturen, Bielefeld 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchführung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der kurzen Vorstellung des Projekts wurde in den Interviews jeweils eine autobiografisch orientierte Eingangsfrage formuliert, die in fast allen Fällen angewendet wurde: „Wir haben Sie als Zeitzeugen und Experten zu einem Gespräch / Interview eingeladen, um das intellektuelle und politische Spektrum auszumessen, für das die Soziologie in Frankfurt bekannt geworden ist. Könnten Sie uns erzählen, wie Sie diese Zeit, als Sie in den 1960er Jahren an die Uni-Frankfurt gekommen sind, wahrgenommen haben? Könnten Sie Ihre Sicht auf die Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre in den 1960er und 1970er Jahren beschreiben? Wie sehen Sie Ihre persönliche Rolle in der Institutionalisierung der Soziologie in Frankfurt? Was assoziieren Sie mit Soziologie in Frankfurt wenn Sie an die 1960er und 1970er Jahre denken? Wofür stand für Sie die Soziologie in Frankfurt in den 1950er, 1960er und 1970er Jahren?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Transkriptionsregeln]] für die Transkription narrativer Interviews.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Abduktion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Methoden-Triangulation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rekonstruktive Sozialforschung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Anleitung zum Schreiben eines Memos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kurze Einführung zur Entstehung des narrativen Interviews]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kodieren in der Grounded Theory: [http://www.soz.unibe.ch/studium/ws0506/downloads/quali_thema11.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Literaturtipps]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Soziologische_Lehrveranstaltungen_von_1949-1973_-_Archivbestaende_der_Goethe-Universitaet_Frankfurt&amp;diff=4924</id>
		<title>Soziologische Lehrveranstaltungen von 1949-1973 - Archivbestaende der Goethe-Universitaet Frankfurt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Soziologische_Lehrveranstaltungen_von_1949-1973_-_Archivbestaende_der_Goethe-Universitaet_Frankfurt&amp;diff=4924"/>
		<updated>2010-02-08T08:37:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: /* Pdf der Archivbestände */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Inhalt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.Vorbemerkung                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Universitätsarchiv                                                                                &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Archivzentrum der Universitätsbibliothek Frankfurt                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Institut für Sozialforschung                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Theodor W. Adorno Archiv                                                                       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstellt von Felicia Herrschaft, Dezember 2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorbemerkung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erhalten gebliebenen Materialien soziologischer Lehrveranstaltungen, die im Frankfurter Universitätsarchiv, im Horkheimer-Nachlass des Archivzentrums der Universitätsbibliothek Frankfurt, im Archiv des Frankfurter Instituts für Sozialforschung und im Theodor W. Adorno-Archiv in Frankfurt und Berlin aufbewahrt werden, umfassen den Zeitraum von 1949 bis 1973. Der Bestand im Universitätsarchiv enthält 35 Akten, die gebunden sind und 45 Akten, die in Leitz-Ordnern abgeheftet wurden. Jede Akte enthält zwischen 100-200 Seiten, die sich in Protokolle und Referate unterteilen. Insgesamt beinhaltet der Bestand an soziologischen Lehrveranstaltungen in allen Archiven zusammen ca. 12.000 Seiten Protokolle, Referate und Seminarunterlagen. Ein großer Teil der Akten ist noch nicht geordnet und ohne ausreichende Findmittel. Die vorliegende Bestandsübersicht dokumentiert die entsprechenden Archivalien und gibt eine Übersicht über die zusammengehörigen Archivaliengruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am ausführlichsten dokumentiert sind die an der Philosophischen Fakultät und am Institut für Sozialforschung durchgeführten soziologischen Lehrveranstaltungen. Aber auch von den im Berichtzeitraum an der Frankfurter Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät durchgeführten Lehrveranstaltungen liegen entsprechende Materialien vor. Zusammen ermöglichen sie uns einen Einblick in die Lehrtätigkeit von Theodor W. Adorno, Egon Becker, Max Horkheimer, Jürgen Habermas, Christina Herkommer, Ludwig v. Friedeburg, Helge Pross, Klaus Schönbach, Manfred Teschner, Alfred Bellebaum, Julius Kraft, Hans Gerth, Karl Ulrich Mayer, Thomas Luckmann, Friedrich H. Tenbruck, Dieter Prokop, Walter Rüegg, Wolfgang Zapf und anderen Frankfurter Soziologinnen und Soziologen im Berichtszeitraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pdf der Archivbestände==&lt;br /&gt;
[[Bild:Bestand_soziologische_Lehre.pdf‎]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Die_Rueckkehr_der_Frankfurter_Schule_-_Podiumsdiskussion&amp;diff=4923</id>
		<title>Die Rueckkehr der Frankfurter Schule - Podiumsdiskussion</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Die_Rueckkehr_der_Frankfurter_Schule_-_Podiumsdiskussion&amp;diff=4923"/>
		<updated>2010-01-29T15:15:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
'''Die Rückkehr der Frankfurter Schule im Kontext der deutschsprachigen sozialwissenschaftlichen Migration und Remigration im 20. Jahrhundert (Vortrag Christian Fleck)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntag, 10. Januar 2010, 15.00 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag von Prof. Dr. Christian Fleck (Graz), anschließend Podiumsdiskussion mit dem Referenten sowie mit Prof. Dr. Tilman Allert (Frankfurt), Prof. Dr. Helma Lutz (Frankfurt) und Prof. Dr. Hans-Georg Soeffner (Essen), vertreten durch Prof. David Kettler. Die Veranstaltung wurde von Prof. Dr. Klaus Lichtblau (Frankfurt) moderiert und erfolgte in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[mms://streaming.server.uni-frankfurt.de/Lichtblau_SozFra/Fleck.WMV Vortrag Christian Fleck]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[mms://streaming.server.uni-frankfurt.de/Lichtblau_SozFra/podiumsdiskussion.wmv Podiumsdiskussion im Jüdischen Museum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Gottfried_Salomon_Delatour:_Sein_Einfluss_auf_die_Soziologie_in_Frankfurt_und_seine_Verbindungen&amp;diff=4922</id>
		<title>Gottfried Salomon Delatour: Sein Einfluss auf die Soziologie in Frankfurt und seine Verbindungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Gottfried_Salomon_Delatour:_Sein_Einfluss_auf_die_Soziologie_in_Frankfurt_und_seine_Verbindungen&amp;diff=4922"/>
		<updated>2010-01-28T15:52:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
In dieser Arbeit möchte ich erarbeiten welche Rolle Gottfried Salomon-Delatour an der Frankfurter Universität in der Zeit vor dem 2. Weltkrieg gespielt hat. Auch hatte er einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Soziologie in Deutschland und hat mit neuen Denkansätzen versucht die Soziologie auf einen neuen Weg zu bringen. Sein größtes Vorhaben war dabei die isolierte Rolle der deutschen Soziologie aufzulockern und internationaler zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Biographie]]&lt;br /&gt;
* [[Lehrveranstaltungen Salomon-Delatours bis 1933]]&lt;br /&gt;
* [[Seine Beziehung zu Walter Benjamin]]&lt;br /&gt;
* [[Seine Beziehung zu Mannheim]]&lt;br /&gt;
* [[Kontakte zu anderen Soziologen]]&lt;br /&gt;
* [[Aktivität in Soziologischen Kreisen]]&lt;br /&gt;
* [[Davoser Ferienkurse]]&lt;br /&gt;
* [[Ausgewählte Literatur von Gottfried Salomon-Delatour]]&lt;br /&gt;
* [[Salomon Delatours wissenschaftliche Arbeiten]]&lt;br /&gt;
* [[Jahrbuch für Soziologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschungsarbeiten| Salomon]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Michael_Bock&amp;diff=4921</id>
		<title>Michael Bock</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Michael_Bock&amp;diff=4921"/>
		<updated>2010-01-28T15:38:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Michael Bock''' (* 1950) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler, Kriminologe und Soziologe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus Wikipedia: [http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Bock_(Kriminologe)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
Bock studierte von 1970 bis 1975 evangelische Theologie an der Universität Tübingen (Abschluss: 1. Ev.-Theologische Dienstprüfung) und schloss dann ein Soziologiestudium an, dass er 1978 ebenfalls an der Universität Tübingen mit einer Promotion zum Doktor der Sozialwissenschaften abschloss. 1983 promovierte er zudem (auch in Tübingen) zum Doktor der Rechtswissenschaften. 1985 habilitierte er sich dort für Soziologie. Seither ist er Professor im Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Inhaber des Lehrstuhls für Kriminologie, Jugendstrafrecht, Strafvollzug und Strafrecht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Soziologe ist Bock ein Schüler Friedrich Tenbrucks, als Kriminologe Schüler Hans Göppingers, dessen großes Lehrbuch er inzwischen als alleiniger Herausgeber betreut. Bock ist somit eher einer idiographischen als einer nomothetischen Wissenschaftsauffassung verbunden. Er knüpft damit an Soziologietraditionen aus der Weimarer Republik und den frühen 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts an. Wichtige Bezugspunkte sind für ihn die Verstehende Soziologie Max Webers und dessen heuristische Idealtypus-Konstruktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Angewandten Kriminologie (Kriminalprognose und Interventionsplanung bei Straffälligen). In seinen Publikationen dominieren neben der Angewandten Kriminologie Arbeiten zur Geschichte und Methodologie der Sozialwissenschaften. Bei der Kriminalprognose kommt die von Göppinger begründete und von Bock weiter entwickelte ''Methode der idealtypisch-vergleichenden Einzelfallanalyse (MIVEA)'' zur Anwendung. Diese soll eine zuverlässige Möglichkeit darstellen, das künftige Legalverhalten einer straffällig gewordenen Person zu prognostizieren und sinnvolle Behandlungsvorschläge (Interventionsprognose) zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Reaktion auf die Debatte um die Verschärfung des Jugendstrafrechts im Vorfeld der hessischen Landtagswahl 2008 veröffentlichte Bock die ''Mainzer Erklärung zum Jugendstrafrecht'', die statt einer Änderung des Gesetzes die Verbesserung von Ausbildung und Kooperation der mit jugendlichen Straftätern befassten Institutionen und Personen fordert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der allgemeinen Öffentlichkeit wurde Bock als Vertreter der These bekannt, dass Häusliche Gewalt von beiden Geschlechtern gleichermaßen ausgehe.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.buergerimstaat.de/1_03/gewalt.htm „Häusliche Gewalt – ein Problemaufriss aus kriminologischer Sicht“] – Hrsg. Landeszentrale für politische Bildung, Baden Württemberg (2003)&amp;lt;/ref&amp;gt; Er gehörte zu den Kritikern des Gender Mainstreaming, das er als „totalitäre Steigerung von Frauenpolitik“ betrachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20040414120139/http://radbruch.jura.uni-mainz.de/~bock/vortraege/bockvor11.html „Gender Mainstreaming als totalitäre Steigerung von Frauenpolitik“] – Kritik von Michael Bock ([http://web.archive.org/web/*/http://radbruch.jura.uni-mainz.de/~bock/vortraege/bockvor11.html 14. April 2004])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitat zur Kriminalprognose ==&lt;br /&gt;
''Die neuere Forschung belegt (…) eindrucksvoll, dass die allermeisten kriminellen Karrieren irgendwann enden. Es gibt also '''keinen Anlass für Defätismus''' oder dafür, in so genannten „chronischen“ oder „Karrieretätern“ hoffnungslose Fälle zu sehen. Ob jemand ein hoffnungsloser Fall war, weiß man erst am Ende seines Lebens und nicht vorher.''&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Bock: Kriminologie. Für Studium und Praxis, 3. Auflage 2007, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
*''Soziologie als Grundlage des Wirklichkeitsverständnisses. Zur Entstehung des modernen Weltbildes'' (1980). &lt;br /&gt;
*''Kriminologie als Wirklichkeitswissenschaft'' (1984).&lt;br /&gt;
*''Recht ohne Maß: Die Bedeutung der Verrechtlichung für Person und Gemeinschaft''; Schriften zur Kultursoziologie, Band 10 (1988).&lt;br /&gt;
*''Auguste Comte'', in: Dirk Kaesler (Hrsg.), ''Klassiker der Soziologie 1. Von Auguste Comte bis Norbert Elias'' (1999).&lt;br /&gt;
*''Kriminologie. Für Studium und Praxis'', 3. Auflage (2007). &lt;br /&gt;
*''Hans Göppinger: Kriminologie'', 6. Auflage (als alleiniger Herausgeber - 2008).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.jura.uni-mainz.de/bock/ Universität Mainz] – Lehrstuhl für Kriminologie, Jugendstrafrecht, Strafvollzug und Strafrecht&lt;br /&gt;
* [http://www.mivea.de/ MIVEA] – Projekt zur Kriminalprognose&lt;br /&gt;
* [http://www.jura.uni-mainz.de/bock/Dateien/Mainzer_Erklaerung.pdf Mainzer Erklärung zum Jugendstrafrecht]&lt;br /&gt;
* ''[http://www.vafk.de/themen/expanhbock.htm Gutachten zum Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung des zivilgerichtlichen Schutzes bei Gewalttaten und Nachstellungen sowie zur Erleichterung der Überlassung der Ehewohnung bei Trennung]'' vom Freitag, 15. Juni 2001, angefertigt anlässlich der öffentlichen Anhörung im Rechtsausschuß des Deutschen Bundestages am Mittwoch, dem 20. Juni 2001&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Michael_Bock&amp;diff=4920</id>
		<title>Michael Bock</title>
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		<updated>2010-01-28T15:38:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Michael Bock''' (* 1950) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler, Kriminologe und Soziologe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus Wikipedia: [http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Bock_(Kriminologe)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
Bock studierte von 1970 bis 1975 evangelische Theologie an der Universität Tübingen (Abschluss: 1. Ev.-Theologische Dienstprüfung) und schloss dann ein Soziologiestudium an, dass er 1978 ebenfalls an der Universität Tübingen mit einer Promotion zum Doktor der Sozialwissenschaften abschloss. 1983 promovierte er zudem (auch in Tübingen) zum Doktor der Rechtswissenschaften. 1985 habilitierte er sich dort für Soziologie. Seither ist er Professor im Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Inhaber des Lehrstuhls für Kriminologie, Jugendstrafrecht, Strafvollzug und Strafrecht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Soziologe ist Bock ein Schüler Friedrich Tenbrucks, als Kriminologe Schüler Hans Göppingers, dessen großes Lehrbuch er inzwischen als alleiniger Herausgeber betreut. Bock ist somit eher einer idiographischen als einer nomothetischen Wissenschaftsauffassung verbunden. Er knüpft damit an Soziologietraditionen aus der Weimarer Republik und den frühen 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts an. Wichtige Bezugspunkte sind für ihn die Verstehende Soziologie Max Webers und dessen heuristische Idealtypus-Konstruktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Angewandten Kriminologie (Kriminalprognose und Interventionsplanung bei Straffälligen). In seinen Publikationen dominieren neben der Angewandten Kriminologie Arbeiten zur Geschichte und Methodologie der Sozialwissenschaften. Bei der Kriminalprognose kommt die von Göppinger begründete und von Bock weiter entwickelte ''Methode der idealtypisch-vergleichenden Einzelfallanalyse (MIVEA)'' zur Anwendung. Diese soll eine zuverlässige Möglichkeit darstellen, das künftige Legalverhalten einer straffällig gewordenen Person zu prognostizieren und sinnvolle Behandlungsvorschläge (Interventionsprognose) zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Reaktion auf die Debatte um die Verschärfung des Jugendstrafrechts im Vorfeld der hessischen Landtagswahl 2008 veröffentlichte Bock die ''Mainzer Erklärung zum Jugendstrafrecht'', die statt einer Änderung des Gesetzes die Verbesserung von Ausbildung und Kooperation der mit jugendlichen Straftätern befassten Institutionen und Personen fordert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der allgemeinen Öffentlichkeit wurde Bock als Vertreter der These bekannt, dass Häusliche Gewalt von beiden Geschlechtern gleichermaßen ausgehe.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.buergerimstaat.de/1_03/gewalt.htm „Häusliche Gewalt – ein Problemaufriss aus kriminologischer Sicht“] – Hrsg. Landeszentrale für politische Bildung, Baden Württemberg (2003)&amp;lt;/ref&amp;gt; Er gehörte zu den Kritikern des Gender Mainstreaming, das er als „totalitäre Steigerung von Frauenpolitik“ betrachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20040414120139/http://radbruch.jura.uni-mainz.de/~bock/vortraege/bockvor11.html „Gender Mainstreaming als totalitäre Steigerung von Frauenpolitik“] – Kritik von Michael Bock ([http://web.archive.org/web/*/http://radbruch.jura.uni-mainz.de/~bock/vortraege/bockvor11.html 14. April 2004])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitat zur Kriminalprognose ==&lt;br /&gt;
''Die neuere Forschung belegt (…) eindrucksvoll, dass die allermeisten kriminellen Karrieren irgendwann enden. Es gibt also '''keinen Anlass für Defätismus''' oder dafür, in so genannten „chronischen“ oder „Karrieretätern“ hoffnungslose Fälle zu sehen. Ob jemand ein hoffnungsloser Fall war, weiß man erst am Ende seines Lebens und nicht vorher.''&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Bock: Kriminologie. Für Studium und Praxis, 3. Auflage 2007, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
*''Soziologie als Grundlage des Wirklichkeitsverständnisses. Zur Entstehung des modernen Weltbildes'' (1980). &lt;br /&gt;
*''Kriminologie als Wirklichkeitswissenschaft'' (1984).&lt;br /&gt;
*''Recht ohne Maß: Die Bedeutung der Verrechtlichung für Person und Gemeinschaft''; Schriften zur Kultursoziologie, Band 10 (1988).&lt;br /&gt;
*''Auguste Comte'', in: Dirk Kaesler (Hrsg.), ''Klassiker der Soziologie 1. Von Auguste Comte bis Norbert Elias'' (1999).&lt;br /&gt;
*''Kriminologie. Für Studium und Praxis'', 3. Auflage (2007). &lt;br /&gt;
*''Hans Göppinger: Kriminologie'', 6. Auflage (als alleiniger Herausgeber - 2008).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.jura.uni-mainz.de/bock/ Universität Mainz] – Lehrstuhl für Kriminologie, Jugendstrafrecht, Strafvollzug und Strafrecht&lt;br /&gt;
* [http://www.mivea.de/ MIVEA] – Projekt zur Kriminalprognose&lt;br /&gt;
* [http://www.jura.uni-mainz.de/bock/Dateien/Mainzer_Erklaerung.pdf Mainzer Erklärung zum Jugendstrafrecht]&lt;br /&gt;
* ''[http://www.vafk.de/themen/expanhbock.htm Gutachten zum Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung des zivilgerichtlichen Schutzes bei Gewalttaten und Nachstellungen sowie zur Erleichterung der Überlassung der Ehewohnung bei Trennung]'' vom Freitag, 15. Juni 2001, angefertigt anlässlich der öffentlichen Anhörung im Rechtsausschuß des Deutschen Bundestages am Mittwoch, dem 20. Juni 2001&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Michael_Bock&amp;diff=4919</id>
		<title>Michael Bock</title>
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		<updated>2010-01-28T15:37:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: /* Werke (Auswahl) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Michael Bock''' (* 1950) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler, Kriminologe und Soziologe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus Wikipedia: [http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Bock_(Kriminologe)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
Bock studierte von 1970 bis 1975 evangelische Theologie an der Universität Tübingen (Abschluss: 1. Ev.-Theologische Dienstprüfung) und schloss dann ein Soziologiestudium an, dass er 1978 ebenfalls an der Universität Tübingen mit einer Promotion zum Doktor der Sozialwissenschaften abschloss. 1983 promovierte er zudem (auch in Tübingen) zum Doktor der Rechtswissenschaften. 1985 habilitierte er sich dort für Soziologie. Seither ist er Professor im Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Inhaber des Lehrstuhls für Kriminologie, Jugendstrafrecht, Strafvollzug und Strafrecht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Soziologe ist Bock ein Schüler Friedrich Tenbrucks, als Kriminologe Schüler Hans Göppingers, dessen großes Lehrbuch er inzwischen als alleiniger Herausgeber betreut. Bock ist somit eher einer idiographischen als einer nomothetischen Wissenschaftsauffassung verbunden. Er knüpft damit an Soziologietraditionen aus der Weimarer Republik und den frühen 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts an. Wichtige Bezugspunkte sind für ihn die Verstehende Soziologie Max Webers und dessen heuristische Idealtypus-Konstruktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Angewandten Kriminologie (Kriminalprognose und Interventionsplanung bei Straffälligen). In seinen Publikationen dominieren neben der Angewandten Kriminologie Arbeiten zur Geschichte und Methodologie der Sozialwissenschaften. Bei der Kriminalprognose kommt die von Göppinger begründete und von Bock weiter entwickelte ''Methode der idealtypisch-vergleichenden Einzelfallanalyse (MIVEA)'' zur Anwendung. Diese soll eine zuverlässige Möglichkeit darstellen, das künftige Legalverhalten einer straffällig gewordenen Person zu prognostizieren und sinnvolle Behandlungsvorschläge (Interventionsprognose) zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Reaktion auf die Debatte um die Verschärfung des Jugendstrafrechts im Vorfeld der hessischen Landtagswahl 2008 veröffentlichte Bock die ''Mainzer Erklärung zum Jugendstrafrecht'', die statt einer Änderung des Gesetzes die Verbesserung von Ausbildung und Kooperation der mit jugendlichen Straftätern befassten Institutionen und Personen fordert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der allgemeinen Öffentlichkeit wurde Bock als Vertreter der These bekannt, dass Häusliche Gewalt von beiden Geschlechtern gleichermaßen ausgehe.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.buergerimstaat.de/1_03/gewalt.htm „Häusliche Gewalt – ein Problemaufriss aus kriminologischer Sicht“] – Hrsg. Landeszentrale für politische Bildung, Baden Württemberg (2003)&amp;lt;/ref&amp;gt; Er gehörte zu den Kritikern des Gender Mainstreaming, das er als „totalitäre Steigerung von Frauenpolitik“ betrachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20040414120139/http://radbruch.jura.uni-mainz.de/~bock/vortraege/bockvor11.html „Gender Mainstreaming als totalitäre Steigerung von Frauenpolitik“] – Kritik von Michael Bock ([http://web.archive.org/web/*/http://radbruch.jura.uni-mainz.de/~bock/vortraege/bockvor11.html 14. April 2004])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitat zur Kriminalprognose ==&lt;br /&gt;
''Die neuere Forschung belegt (…) eindrucksvoll, dass die allermeisten kriminellen Karrieren irgendwann enden. Es gibt also '''keinen Anlass für Defätismus''' oder dafür, in so genannten „chronischen“ oder „Karrieretätern“ hoffnungslose Fälle zu sehen. Ob jemand ein hoffnungsloser Fall war, weiß man erst am Ende seines Lebens und nicht vorher.''&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Bock: Kriminologie. Für Studium und Praxis, 3. Auflage 2007, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
*''Soziologie als Grundlage des Wirklichkeitsverständnisses. Zur Entstehung des modernen Weltbildes'' (1980). &lt;br /&gt;
*''Kriminologie als Wirklichkeitswissenschaft'' (1984).&lt;br /&gt;
*''Recht ohne Maß: Die Bedeutung der Verrechtlichung für Person und Gemeinschaft''; Schriften zur Kultursoziologie, Band 10 (1988).&lt;br /&gt;
*''Auguste Comte'', in: Dirk Kaesler (Hrsg.), ''Klassiker der Soziologie 1. Von Auguste Comte bis Norbert Elias'' (1999).&lt;br /&gt;
*''Kriminologie. Für Studium und Praxis'', 3. Auflage (2007). &lt;br /&gt;
*''Hans Göppinger: Kriminologie'', 6. Auflage (als alleiniger Herausgeber - 2008).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{PND|100046061}}&lt;br /&gt;
* [http://www.jura.uni-mainz.de/bock/ Universität Mainz] – Lehrstuhl für Kriminologie, Jugendstrafrecht, Strafvollzug und Strafrecht&lt;br /&gt;
* [http://www.mivea.de/ MIVEA] – Projekt zur Kriminalprognose&lt;br /&gt;
* [http://www.jura.uni-mainz.de/bock/Dateien/Mainzer_Erklaerung.pdf Mainzer Erklärung zum Jugendstrafrecht]&lt;br /&gt;
* ''[http://www.vafk.de/themen/expanhbock.htm Gutachten zum Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung des zivilgerichtlichen Schutzes bei Gewalttaten und Nachstellungen sowie zur Erleichterung der Überlassung der Ehewohnung bei Trennung]'' vom Freitag, 15. Juni 2001, angefertigt anlässlich der öffentlichen Anhörung im Rechtsausschuß des Deutschen Bundestages am Mittwoch, dem 20. Juni 2001&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
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		<title>Interviewees Projektübersicht</title>
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		<updated>2010-01-28T15:36:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| style=&amp;quot;color:black;background-color:#F2F2F2&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;2&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|  Studierende und Promovierende &amp;lt;br&amp;gt; WiSo-Fakultät|| [[Heinz Brakemeier]]  || [[Gerhard Preyer]], [[Eike Hennig]], [[Tilman Allert]], [[Wolfgang Glatzer]]|| X ||X ||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  Studierende und Promovierende &amp;lt;br&amp;gt; Philosophische Fakultät||x ||[[Dieter Mans]], [[Hermann Kocyba]], [[Alois Hahn]] ||  X || X || X&lt;br /&gt;
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|  Assistenten  &amp;lt;br&amp;gt; WiSo-Fakultät || X || [[Hansfried Kellner]],[[Günter Dux]] || X || X || X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Assistenten &amp;lt;br&amp;gt; Philosophische Fakultät ||X|| [[Herbert Schnädelbach]] || X ||X  || X&lt;br /&gt;
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| Assistenten &amp;lt;br&amp;gt; FB Gesellschaftswissenschaften || X || X ||[[Hermann Kocyba]] || [[Claudia Honegger]] || X &lt;br /&gt;
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| Mitarbeiter IFS und &amp;lt;br&amp;gt; Professoren Philosophische Fakultät || [[Ludwig von Friedeburg]], &amp;lt;br&amp;gt; [[Jürgen Habermas]]||[[Wilhelm Schumm]], [[Ludwig von Friedeburg]] || [[Ludwig von Friedeburg]] , [[Wilhelm Schumm]]||[[Ludwig von Friedeburg]],[[Hermann Kocyba]], [[Wilhelm Schumm]] || [[Hermann Kocyba]], [[Wilhelm Schumm]]&lt;br /&gt;
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| Professoren &amp;lt;br&amp;gt; Philosophische Fakultät, &amp;lt;br&amp;gt; dann FB07 ab 1971|| X || [[Kategorie: Soziologie in Frankfurt|Friedeburg, Ludwig von]] [[Iring Fetscher]]||[[Herbert Schnädelbach]] || [[Jürgen Habermas]]|| [[Jürgen Habermas]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Professoren &amp;lt;br&amp;gt; ab 1971, Fachbereich &amp;lt;br&amp;gt; Gesellschaftswissenschaften FB 03 || X  || X || [[Iring Fetscher]], [[Heinz Steinert]], [[Ulrich Oevermann]], [[Wilhelm Schumm]]||[[Wolfgang Glatzer]], [[Hansfried Kellner]], [[Eike Hennig]], [[Heinz Steinert]], [[Wilhelm Schumm]], [[Ulrich Oevermann]]||[[Wolfgang Glatzer]], [[Hansfried Kellner]], [[Eike Hennig]], [[Heinz Steinert]], [[Wilhelm Schumm]], [[Ulrich Oevermann]]&lt;br /&gt;
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|-|}&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Interviewees Projektübersicht</title>
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		<updated>2010-01-28T15:35:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
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|-|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
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		<title>Alois Hahn</title>
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		<updated>2010-01-28T15:35:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
'''Alois Hahn'''  (* 28. Juli 1941 in Salzkotten, Westfalen) ist ein deutscher Soziologe und lehrt als Professor an der Universität Trier. Er gilt als ein bedeutender zeitgenössischer Kultursoziologe und als ein homme de lettres. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind Religionssoziologie, Soziologie des Körpers, der Beichte und der Biografie, Soziologie des Alltags und der Lebensführung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1941 geborene Alois Hahn legte 1961 sein Abitur am Friedrich-Harkort-Gymnasium zu Herdecke/Ruhr ab und wurde in die Studienstiftung des Deutschen Volkes aufgenommen. 1961-63 Studium der Soziologie, Philosophie, Politologie und Nationalökonomie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau, dann bis 1967 Studium der Soziologie, Philosophie, Völkerkunde und Nationalökonomie bei Theodor W. Adorno, Ludwig von Friedeburg, Jürgen Habermas, Thomas Luckmann und Friedrich Tenbruck (Soziologie); Haberlandt, Jensen und Schmitz (Völkerkunde); Häuser und Sauermann (Volkswirtschaftslehre) an der Universität Frankfurt am Main. 1967 promovierte er dort summa cum laude bei Tenbruck, Habermas und Haberlandt zum Dr. phil. (Einstellungen zum Tod und ihre soziale Bedingtheit. Eine soziologische Untersuchung). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1967–71 wirkte er als Wissenschaftlicher Assistent am Soziologischen Seminar der Universität Tübingen und erhielt im WS 1970/71 einen Lehrauftrag für „Empirische Sozialforschung“ an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer. 1971–73 war er Dozent für Soziologie und Politik an der Pädagogischen Hochschule Esslingen/Neckar, erhielt 1971 (bis 1974) einen Lehrauftrag für Soziologie an der Universität Tübingen und habilitierte sich am 5. Februar 1973 an der Universität Tübingen für Soziologie (Systeme des Bedeutungswissens. Prolegomena zu einer Soziologie der Geisteswissenschaften, Gutachter: F. Tenbruck und Friedhelm Neidhardt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde er nach Trier, Esslingen und auf eine C-4-Professur an die Universität der Bundeswehr Hamburg gerufen, was er alles ablehnte. 1974 folgte ein günstigerer zweiter Ruf auf eine ordentliche Professur (H 4) an der Universität Trier-Kaiserslautern; ihn nahm er an und wurde am 20. Juni 1974 dort zum ordentlichen Professor für Soziologie ernannt. 1981–83 war er dort Dekan des Fachbereichs IV und 2000–2004 „Ombudsmann zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“ der Universität. 1983 wurde ihm der Preis der Fritz-Thyssen-Stiftung &amp;quot;für den besten sozialwissenschaftlichen Aufsatz&amp;quot; des Zeitschriftenjahrgangs 1982 für den Aufsatz Zur Soziologie der Beichte und anderer Formen institutionalisierter Bekenntnisse: Selbstthematisierung und Zivilisationsprozeß zuerkannt. 1983–84 Forschungs- und Lehraufenthalt in Paris an der &amp;quot;Maison des Sciences de l'Homme&amp;quot; auf Einladung von Victor Karady und an der &amp;quot;École Pratique des Hautes Etudes&amp;quot; auf Einladung von Jacques Le Brun. Einen Ruf nach Bayreuth lehnte er 1985 ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1986 folgte ein Lehr- und Forschungsaufenthalt an der Pariser École des Hautes Etudes en Sciences Sociales auf Einladung von Pierre Bourdieu, 1987 dann Directeur d'Etudes Associé an der 5. Sektion der École Pratique des Hautes Etudes und 1990 Professeur invité ebendort. 1991 arbeitete er an der Stanford University und erhielt einen Ruf der Universität Hamburg, den er ablehnte. 1992 wurde er zum Mitglied des Comité National des Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) ernannt, wirkte 1993 als Gastprofessor an der Clark University in Worcester (MA, USA) und wurde 1994 ordentliches Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste in Salzburg. Weitere ehrenvolle Aufgaben waren 1994 eine Gastprofessur an der Universität Paris I (Panthéon-Sorbonne), 1995 die Berufung als Professeur associé am Centre des Mouvements Sociaux (CEMS) an der École des Hautes Etudes in Paris, ferner die Mitgliedschaft in der Expertenkommission Romanistik der Landesrektorenkonferenz Baden-Württemberg im Rahmen der Fachentwicklungsplanung und ein Forschungsaufenthalt in den USA (Clark-University). 1997 wurde er Gutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft. 1999 trat er ins Wissenschaftliche Komitee des „Collège Doctoral des Universités de Strasbourg“. 2002 hatte er die Otto-von-Freising-Gastprofessur an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt inne. 2004/5 war Hahn Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Veröffentlichungen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einstellungen zum Tod und ihre soziale Bedingtheit. Eine soziologische Untersuchung, Stuttgart (Enke) 1968&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Soziologie der Beichte und anderer Formen institutionalisierter Bekenntnisse. Selbstthematisierung und Zivilisationsprozess. in KZfSS Jg. 34, 1982, S. 407 - 434; wieder in Jürgen Friedrichs &amp;amp; Karl Ulrich Mayer &amp;amp; Wolfgang Schluchter, Hgg.: Soziologische Theorie und Empirie. KZfSS. Westdeutscher Verlag, Opladen 1997 ISBN 3531131397 S. 150 - 177&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Herbert Willems: Identität und Moderne. Suhrkamp, Frankfurt 1999&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konstruktionen des Selbst, der Welt und der Geschichte. Aufsätze zur Kultursoziologie. Suhrkamp, Frankfurt 2000&lt;br /&gt;
Erinnerung und Prognose. Leske &amp;amp; Budrich, Opladen 2003&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Glück des Gourmets, in: Alfred Bellebaum &amp;amp; Hans Braun, Hrsg.: Quellen des Glücks - Glück als Lebenskunst. Ergon, Würzburg 2004, S. 163-181&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Norm und Krise von Kommunikation. Lit, Berlin 2006.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Interviews&amp;diff=4915</id>
		<title>Interviews</title>
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		<updated>2010-01-28T15:33:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Interviewees Projektübersicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Übersicht der in Sozfra durchgeführten Interviews]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Informationen und Eckdaten]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Methoden und Auswertung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Verzeichnisse&amp;diff=4914</id>
		<title>Verzeichnisse</title>
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		<updated>2010-01-28T15:18:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Verzeichnis bedeutender Personen für die Soziologie in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Chronologie der Entstehung und Institutionalisierung der Soziologie in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Geschichte des Vereins für Sozialpolitik 1872-1932 (Dr.Franz Boese)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rektoratsreden 1914-1989]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Dekane und Dekaninnen Fb 3]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vorlesungsverzeichnisse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Universitätsarchiv]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Einführung des Diplomstudiengangs Soziologie in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Flugblättertexte zur Gründung der Fachbereiche 1971]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Gesellschaft für Soziologie in der Nachkriegsperiode]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Verzeichnisse&amp;diff=4913</id>
		<title>Verzeichnisse</title>
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		<updated>2010-01-28T15:18:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Verzeichnis bedeutender Personen für die Soziologie in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Chronologie der Entstehung und Institutionalisierung der Soziologie in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Geschichte des Vereins für Sozialpolitik 1872-1932 (Dr.Franz Boese)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Artikelsammlung Universität Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rektoratsreden 1914-1989]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Dekane und Dekaninnen Fb 3]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vorlesungsverzeichnisse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Universitätsarchiv]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Einführung des Diplomstudiengangs Soziologie in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Flugblättertexte zur Gründung der Fachbereiche 1971]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Gesellschaft für Soziologie in der Nachkriegsperiode]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Informationen_und_Eckdaten&amp;diff=4912</id>
		<title>Informationen und Eckdaten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Informationen_und_Eckdaten&amp;diff=4912"/>
		<updated>2010-01-28T15:17:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Eckdaten Interviews, Eingangsfragen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Eingangsfragen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Interview-Eckdaten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Kategorie:Heinz_Steinert&amp;diff=4911</id>
		<title>Kategorie:Heinz Steinert</title>
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		<updated>2010-01-28T15:16:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Image:Steinert.jpg|thumb|left|180px|Heinz Steinert]]'''Heinz Steinert''' studierte Philosophie, Psychologie und Literaturwissenschaften in Wien. 1967 promovierte er mit einer psychologischen Arbeit über experimentelle Untersuchungen zu Theorien des Kurzzeitgedächtnisses. Er begann nebenbei eine Ausbildung an der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung und habilitierte schließlich im Fachbereich Soziologie in Graz 1972 mit einer Arbeit über die Strategien sozialen Handelns. Er ist Mitbegründer und war der langjährige wissenschaftliche Leiter des Instituts für Recht und Kriminalsoziologie in Wien. Parallel hierzu hatte er eine Professur für Soziologie mit den Schwerpunkten „Devianz“ und „Soziale Ausschließung“ an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt inne. 2007 emeritierte Heinz Steinert und beschäftigt sich seitdem u.a. mit Veröffentlichungen für links-netz.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Projekte==&lt;br /&gt;
*[http://www.folks-uni.org/index.php?id=2| Salon des Indépendants. Zur Kritik des Akademismus in den Sozialwissenschaften]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interview==&lt;br /&gt;
*[[bild:Interview_Steinert.pdf| Heinz Steinert-Interview der ÖGS]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: DekanIn| Steinert, Heinz]][[Kategorie: Interviewpartner| Steinert, Heinz]] [[Kategorie: Soziologie in Frankfurt|Steinert, Heinz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Alois_Hahn&amp;diff=4910</id>
		<title>Alois Hahn</title>
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		<updated>2010-01-28T15:14:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Alois Hahn'''  (* 28. Juli 1941 in Salzkotten, Westfalen) ist ein deutscher Soziologe und lehrt als Professor an der Universität Trier. Er gilt als ein bedeutender zeitgenössischer Kultursoziologe und als ein homme de lettres. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind Religionssoziologie, Soziologie des Körpers, der Beichte und der Biografie, Soziologie des Alltags und der Lebensführung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1941 geborene Alois Hahn legte 1961 sein Abitur am Friedrich-Harkort-Gymnasium zu Herdecke/Ruhr ab und wurde in die Studienstiftung des Deutschen Volkes aufgenommen. 1961-63 Studium der Soziologie, Philosophie, Politologie und Nationalökonomie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau, dann bis 1967 Studium der Soziologie, Philosophie, Völkerkunde und Nationalökonomie bei Theodor W. Adorno, Ludwig von Friedeburg, Jürgen Habermas, Thomas Luckmann und Friedrich Tenbruck (Soziologie); Haberlandt, Jensen und Schmitz (Völkerkunde); Häuser und Sauermann (Volkswirtschaftslehre) an der Universität Frankfurt am Main. 1967 promovierte er dort summa cum laude bei Tenbruck, Habermas und Haberlandt zum Dr. phil. (Einstellungen zum Tod und ihre soziale Bedingtheit. Eine soziologische Untersuchung). Im gleichen Jahr heiratet ihn die Grundschullehrerin Erika Loll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1967–71 wirkte er als Wissenschaftlicher Assistent am Soziologischen Seminar der Universität Tübingen und erhielt im WS 1970/71 einen Lehrauftrag für „Empirische Sozialforschung“ an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer. 1971–73 war er Dozent für Soziologie und Politik an der Pädagogischen Hochschule Esslingen/Neckar, erhielt 1971 (bis 1974) einen Lehrauftrag für Soziologie an der Universität Tübingen und habilitierte sich am 5. Februar 1973 an der Universität Tübingen für Soziologie (Systeme des Bedeutungswissens. Prolegomena zu einer Soziologie der Geisteswissenschaften, Gutachter: F. Tenbruck und Friedhelm Neidhardt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde er nach Trier, Esslingen und auf eine C-4-Professur an die Universität der Bundeswehr Hamburg gerufen, was er alles ablehnte. 1974 folgte ein günstigerer zweiter Ruf auf eine ordentliche Professur (H 4) an der Universität Trier-Kaiserslautern; ihn nahm er an und wurde am 20. Juni 1974 dort zum ordentlichen Professor für Soziologie ernannt. 1981–83 war er dort Dekan des Fachbereichs IV und 2000–2004 „Ombudsmann zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“ der Universität. 1983 wurde ihm der Preis der Fritz-Thyssen-Stiftung &amp;quot;für den besten sozialwissenschaftlichen Aufsatz&amp;quot; des Zeitschriftenjahrgangs 1982 für den Aufsatz Zur Soziologie der Beichte und anderer Formen institutionalisierter Bekenntnisse: Selbstthematisierung und Zivilisationsprozeß zuerkannt. 1983–84 Forschungs- und Lehraufenthalt in Paris an der &amp;quot;Maison des Sciences de l'Homme&amp;quot; auf Einladung von Victor Karady und an der &amp;quot;École Pratique des Hautes Etudes&amp;quot; auf Einladung von Jacques Le Brun. Einen Ruf nach Bayreuth lehnte er 1985 ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1986 folgte ein Lehr- und Forschungsaufenthalt an der Pariser École des Hautes Etudes en Sciences Sociales auf Einladung von Pierre Bourdieu, 1987 dann Directeur d'Etudes Associé an der 5. Sektion der École Pratique des Hautes Etudes und 1990 Professeur invité ebendort. 1991 arbeitete er an der Stanford University und erhielt einen Ruf der Universität Hamburg, den er ablehnte. 1992 wurde er zum Mitglied des Comité National des Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) ernannt, wirkte 1993 als Gastprofessor an der Clark University in Worcester (MA, USA) und wurde 1994 ordentliches Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste in Salzburg. Weitere ehrenvolle Aufgaben waren 1994 eine Gastprofessur an der Universität Paris I (Panthéon-Sorbonne), 1995 die Berufung als Professeur associé am Centre des Mouvements Sociaux (CEMS) an der École des Hautes Etudes in Paris, ferner die Mitgliedschaft in der Expertenkommission Romanistik der Landesrektorenkonferenz Baden-Württemberg im Rahmen der Fachentwicklungsplanung und ein Forschungsaufenthalt in den USA (Clark-University). 1997 wurde er Gutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft. 1999 trat er ins Wissenschaftliche Komitee des „Collège Doctoral des Universités de Strasbourg“. 2002 hatte er die Otto-von-Freising-Gastprofessur an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt inne. 2004/5 war Hahn Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Veröffentlichungen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einstellungen zum Tod und ihre soziale Bedingtheit. Eine soziologische Untersuchung, Stuttgart (Enke) 1968&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Soziologie der Beichte und anderer Formen institutionalisierter Bekenntnisse. Selbstthematisierung und Zivilisationsprozess. in KZfSS Jg. 34, 1982, S. 407 - 434; wieder in Jürgen Friedrichs &amp;amp; Karl Ulrich Mayer &amp;amp; Wolfgang Schluchter, Hgg.: Soziologische Theorie und Empirie. KZfSS. Westdeutscher Verlag, Opladen 1997 ISBN 3531131397 S. 150 - 177&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Herbert Willems: Identität und Moderne. Suhrkamp, Frankfurt 1999&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konstruktionen des Selbst, der Welt und der Geschichte. Aufsätze zur Kultursoziologie. Suhrkamp, Frankfurt 2000&lt;br /&gt;
Erinnerung und Prognose. Leske &amp;amp; Budrich, Opladen 2003&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Glück des Gourmets, in: Alfred Bellebaum &amp;amp; Hans Braun, Hrsg.: Quellen des Glücks - Glück als Lebenskunst. Ergon, Würzburg 2004, S. 163-181&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Norm und Krise von Kommunikation. Lit, Berlin 2006.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Die_Rueckkehr_der_Frankfurter_Schule_-_Podiumsdiskussion&amp;diff=4909</id>
		<title>Die Rueckkehr der Frankfurter Schule - Podiumsdiskussion</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Die_Rueckkehr_der_Frankfurter_Schule_-_Podiumsdiskussion&amp;diff=4909"/>
		<updated>2010-01-28T15:02:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Rückkehr der Frankfurter Schule im Kontext der deutschsprachigen sozialwissenschaftlichen Migration und Remigration im 20. Jahrhundert'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntag, 10. Januar 2010, 15.00 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag von Prof. Dr. Christian Fleck (Graz), anschließend Podiumsdiskussion mit dem Referenten sowie mit Prof. Dr. Tilman Allert (Frankfurt), Prof. Dr. Helma Lutz (Frankfurt) und Prof. Dr. Hans-Georg Soeffner (Essen), vertreten durch Prof. David Kettler. Die Veranstaltung wurde von Prof. Dr. Klaus Lichtblau (Frankfurt) moderiert und erfolgte in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[mms://streaming.server.uni-frankfurt.de/Lichtblau_SozFra/podiumsdiskussion.wmv Podiumsdiskussion im Jüdischen Museum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Mannheims_Studenten_in_der_Galaxis_der_Frankfurter_Soziologie&amp;diff=4908</id>
		<title>Mannheims Studenten in der Galaxis der Frankfurter Soziologie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Mannheims_Studenten_in_der_Galaxis_der_Frankfurter_Soziologie&amp;diff=4908"/>
		<updated>2010-01-27T16:58:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: /* Die Dissertationsarbeiten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div style=&amp;quot;background-color:#F2F2D2;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:W Nina Rubinstein 003.jpg|thumbs|left|400x400px|Karl Mannheim und Norbert Elias]]&lt;br /&gt;
Als Arbeit zur Geschichte der Institutionalisierung der Forschung und Lehre an der Universität Frankfurt und zur Geschichte des Soziologischen Seminars von Karl Mannheim, möchte ich in dieser Arbeit der Frage nachgehen, wie sich das Verstaendnis der Professionalisierung des eigenen Faches im, von Karl Mannheim mit Norbert Elias und den Promovenden entwickelten Programm des Seminars fuer Soziologie, entwickelt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Norbert Elias und Mannheims Studenten in Frankfurt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Elias1.jpg|framed|Norbert Elias]]&lt;br /&gt;
Was Norbert Elias zur Soziologie trieb, war einerseits sein interdisziplinäres Interesse – er hat Philosophie, Germanistik, Medizin und Psychologie studiert und sein erkenntnistheoretisches Interesse, das der Titel seiner nicht veroeffentlichen philosophischen Habilitationschrift „Idee und Individuum. Eine kritische Untersuchung zum Begriff der Geschichte“ erkennen lässt. Der am 22. Juni 1897 in Breslau als einziges Kind wohlhabender deutsch-jüdischer Eltern geborene Elias wurde nach der Habilitation für zwei Jahre zwischen 1923/24 und 1925/26 zunächst Kaufmann, „ da das väterliche Vermögen in der Inflationszeit zum großen Teil verloren gegangen war“(Lebenslauf von Elias, Uni-Archiv). Obwohl er sich im Sommersemester 1919 in Heidelberg Seminare außer seinem schon während des Militärdienstes in Breslau begonnen Medizinstudium anhörte, vor allem aber die Professoren Rickert, Drisch und Jaspers, ging er erst nach seiner kaufmännischen Tätigkeit in einer Bresauer Eisenwarenfabrik nach Heidelberg, um über zwei grosse Arbeiten zu forschen: Zum einen über die soziologische Geschichte des menschlichen Bewusstseins und zum anderen über die Entstehung der modernen Naturwissenschaften. Beide Arbeiten sind aufgrund mangelnder finanzieller Unterstützung durch „die Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft“ unveröffentlicht geblieben. Während seines zweiten Studien- und Forschungsaufenthalt in Heidelberg beginnt das Arbeitsverhältnis zwischen Norbert Elias und dem Privatdozenten Karl Mannheim an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon vor Beginn seiner Lehrtätigkeit an der Universität Frankfurt stellte der als Nachfolger von Franz Oppenheimer berufene Karl Mannheim in einem Brief an den Kurator Rietzler finanzielle Forderungen fuer den Aufbau seines soziologischen Seminars. Norbert Elias bekam eine Assistentestelle als ausserplanmässiger Assistent. Die planmaessige Assistentenstelle bekam Gottfried Salomon-Delatour, Norbert Elias war jedoch der Assistent, der von Karl Mannheim vorgeschlagen wurde um die zahlreichen Doktorarbeiten zu betreuen und Mannheim in den Einfuehrungs-, Doktoranden-, und Fortgeschrittenen Seminaren zu unterstützen. Die Sommerferien verbrachte Elias in Paris um Material für seine Habilitationsarbeit „Der hoefische Mensch“ im Fach Soziologie zu sammeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Assistent von Karl Mannheim in Frankfurt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Mai 1930 ausserplanmaessiger Assistent am soziologischen Seminar der Universität Frankfurt am Main gegen die übliche ausserplanmässige Assistentenvergütung von 315 RM und Beschaeftigungszeit bis Ende April 1932; Aufgaben: Studienberatung und Mitarbeit an den Einfühungskursen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:W Norbert Elias 001.jpg|thumbs|left|250x250px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. April 1932 auf Antrag vom Direktor des Soziologischen Seminars Karl Mannheim wird die Beschäftigungszeit als ausserplanmässiger Assistent bis zum 30. April 1934 verlängert; Aufgaben: Studienberatung, Mitarbeit an den Einführungskursen, Verwaltungsaufgaben, Ausbau und Instandhaltung der Bibliothek und Leitung der bibliographischen Arbeitsgemeinschaft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. Juni 1932 schreibt Norbert Elias einen Brief an Nina Rubinstein, in dem er ihr Anweisungen, die er mit Mannheim zuvor absprach, für den Zusammenhang zwischen Haltung und Beruf darstellt. Dieser Brief wurde offensichtlich kurz nachdem Karl Mannheim Frankfurt verlassen hat, geschrieben. „Ich habe im Augenblick eine ganz klare Vorstellung davon, und zwar im Zusammenhang mit meiner eigenen Arbeit, wie ihre Arbeit in dem Sinne, den Sie vorgeschlagen haben, zu machen ist.“ Als Mannheim noch in Frankfurt war, hat ihm Norbert Elias vorgelesen, was Nina Rubinstein geschrieben hat und beide waren mit der Beschränkung der Fragestellung auf die französische Emigration einverstanden. „ Ich will versuchen, so gut als es eben in einem Briefe geht, die eigentliche Fragestellung der französischen Emigration anzudeuten“. Norbert Elias typisiert die geschichtliche Bewegung und den Konflikt zwischen den zwei sich gegenüber für moralisch überlegen haltenden Schichten. Die Schicht derjenigen, die „nicht durch Arbeit [ihr] Brot“ verdienen müssen und die derjenigen, die durch eine Berufsarbeit ein Einkommen verdienen. Beide Haltungen, die berufsethische und die adlige, sind als geistige Existenzbedingungen der jeweiligen Schichten zu verstehen, die „gleich echt und gleichermassen gesellschaftlich erzwungen“ sind. Die aus ihrer gesellschaftlichen Situation entstandene adlige Haltung findet sich in der Emigration einer fremden Welt gegenüber, an deren Verfassung sie sich anpassen muss, meistens ungeschickt, bis sie als Existenzbedingung schließlich zerbricht. Diesen Entwicklungsprozess zu zeigen, ist die Aufgabe der Dissertationsarbeit von Nina Rubinstein. „Den ganzen Prozess zu zeigen, in dem langsam etwa ein russischer Emigrant in seinem Verhalten aus seiner Überlieferung, aus den bürgerlichen Motivierungen und Idealen herausgeschleudert wird, hinein in eine Welt, die er weder verstehen, noch lieben kann, das wäre die Aufgabe einer Arbeit über die russische Emigration gewesen“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18. Februar 1933 Antrag fuer Zulassung zur Habilitation für das Fach der Soziologie mit der Arbeit „Der höfische Mensch“, ein Beitrag zur Soziologie des Hofes, der höfischen Gesellschaft und des absoluten Königtums &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. März 1933 Der Oberpräsident der Provinz Hessen/Nassau erhebt kein Bedenken gegen die Zulassung von Norbert Elias als Privatdozent der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Frankfurt a.M. Mit dem Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeantentums vom 7. April 1933 wird seine Probevorlesung und die Verleihung der venia verhindert und kommt nie zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30. Juni 1933 wird Norbert Elias aus Universitätsdiensten ausgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Studenten von Mannheim===&lt;br /&gt;
                                                                                  &lt;br /&gt;
[[image:Rubinstein.jpg|frame|Nina Rubinstein]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nina Rubinstein wird 1908 in Berlin in einem baltoßrussischen Elternhaus geboren. In ihrer bei Karl Mannheim in Frankfurt geschriebenen Doktorarbeit „ Beitrag zur Soziologie der politischen Emigration“ geht es um Revolution, Vertreibung und Exil. Nach einem Orientierungssemester in Berlin geht Nina Rubinstein nach Heidelberg und kommt, vermutlich über zwei menschewistische Genossen, zum Mannheimkreis in Heidelberg. Ursprünglich möchte sie schon dort eine Arbeit über die russische politische Emigration schreiben, was sich unter der Betreuung von Karl Mannheim und Norbert Elias in Frankfurt zu einer Arbeit über die französische Emigration nach 1789 entwickelt. Da sie weder ihre Arbeit in Frankfurt, noch ihr Studium beenden kann, weil sie 1933 aus Deutschland emigrieren muss, versuchte sie, ihr Studium zunächst an der Sorbonne und später an der New School for Social Research abzuschließen, kann dies aber nicht. Ihre Promotion wird erst 1989 mit dem Einwirken von David Kettler abgeschlossen. (Nachlass Nina Rubinstein)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[image: Gfreund.jpg|frame|Gisèle Freund]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gisèle Freund ist  am 19. Dezember 1908 in Schöneberg bei Berlin geboren. Sie macht das Abitur und geht 1931 zum Studium der Kunstgeschichte nach Freiburg. Ein Jahr später wechselt sie nach Frankfurt, wo sie bei Karl Mannheim und Theodor W. Adorno Soziologie belegt. Während ihrer Frankfurter Studienzeit engagiert sie sich in sozialistischen Studentengruppen gegen den Nationalsozialismus. Wegen ihrer jüdischen Herkunft muss sie 1933 Deutschland verlassen und emigriert nach Paris, wo es ihr gelingt, mit ihrer bei Karl Mannheim geschriebenen Arbeit über Photographie und Gesellschaft sich an der Sorbonne zu promovieren. Ihre Doktorarbeit stößt auf großes Interesse bei Walter Benjamin, wegen ihres Themas. Sie war an linken Studentengruppen beteiligt, was sich in der Ausarbeitung ihres Dissertationsprojekt wiederspiegelt. Trotz der Promotion hat das berufliche Schicksal von Gisele Freund sie, wie bei den meisten von Mannheims Studenten, nicht in eine soziologische Laufbahn geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Web Wilhelm Carle 001.jpg|thumbs|100px|Wilhelm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wilhelm Carle''', der eine Arbeit als Beitrag zur Soziologie der Presse schreibt, wird am 06.09.1887 in New York geboren. Sein Abitur absolviert er als Externer im Jahre 1929, obwohl er sein Studium schon im WS 1919 an der Universität Frankfurt begonnen hat. 1921/22 verbringt er ein Semester in Berlin und setzt sein Studium seit dem SS 1929 wieder in Frankfurt fort. In Frankfurt studiert er zunächst Medizin, aber strebt den „Lebensberuf“ Redakteur an. Den Ersten Weltkrieg erlebt er an der Westfront. Vorher ist er bei Handels- und Industriefirmen tätig. Nach dem Krieg reist er, durch seine journalistische Tätigkeit bedingt, nach Österreich, Ungarn, die Schweiz, Italien, Frankreich, Holland, England und Sowjetrussland. Im Lebenslauf zu seiner Dissertation &amp;quot;Weltanschaung und Presse&amp;quot;. Eine Untersuchung an zehn Tages-Zeitungen. Als Beitrag zu einer kuenftigen Soziologie der Presse.&amp;quot;, die unter Betreuung von Karl Mannheim im Soziologischen Seminar entsteht, erwähnt er als seine Lehrer die Professoren Gelb, Schumann, Tillich, Wertheimer, Oppenheimer, Salomon, Mannheim und Horkheimer, der zusammen mit Mannheim die Promotion begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Web Hans Gerth 001.jpg|thumbs|100px|Hans Gerth]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Web Hilde HerleMann 002.jpg|thumbs|100px|Hilde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''' Hans Gerth, Hilde Herlemann'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kurt Wolff''' ist als drittes Kind des jüdischen Weinhändlers Oscar Loius Wolff und seiner Frau Ida am 20.Mai 1912 in Darmstadt geboren. Er macht seine Abitur 1930 am Realgymnasium in Darmstadt und gleich danach fängt er an, Philosophie, Germanistik, Romanistik und Soziologie bei Karl Mannheim in Frankfurt zu studieren. Während des Wintersemesters 1931-32 besucht er auch Seminare in München. Kurt Wolff hat seine Dissertationsarbeit über „Intelligenz in Darmstadt“ zusammen mit Karl Mannheim und Norbert Elias im Soziologischen Seminar von Karl Mannheim an der Universität Frankfurt entwickelt. Leider noch während der Zeit, in der er Intellektuelle aus seiner Heimatstadt für seine Doktorarbeit interviewte, kommt Hitler an der Macht und Kurt Wolff wird gezwungen, nach Italien zu emigrieren. 1935 promoviert er in Florenz mit einer Arbeit über Wissenssoziologie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Dissertationsarbeiten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Interview beschreibt Isle Seglow, eine Studentin Mannheims, die Situation der Frankfurter Universität in den 1930ern. „The leading men of the Sociology Department had wide interests and wide contacts beyond their specialism and they found response from a whole galaxy of brilliant men assembled at Frankfurt University at that time. There was Wertheimer the Gestalt psychologist, Tillich the philosopher and theologian, Goldstein the neurologist, Foulkes the psychoanalyst (profoundly influenced by Elias type of sociology)  Their lectures and seminars were also attended by some of the sociology, including myself, and we were encouraged to do so.”(Seglow, Work at a Research Programm, S. 18)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Web Frida UNK 001.jpg|thumbs|100px| Frida]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Web Maragtete Freudenthal 001.jpg|thumbs|100px|Margarete]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Web Natascha Halperin 001.jpg|thumbs|100px|Natascha]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Frida Haussing, Margarete Freudenthal, Natascha Halperin'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lebenserfahrung und Forschungsinteresse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Seglow berichtet, studierten viele der Studenten und späteren Doktoranden von Karl Mannheim am Anfang andere Fächer, besuchten Seminare in anderen Disziplinen und von anderen Professoren und sind dann später erst zu Mannheim gewechselt. Ihre Studieninteressen umfassten Philosophie, Geschichte, Germanistik, Pädagogik, Psychologie, sogar Theologie und Medizin. Aus den Anmeldekarten, die alle Studierende in den 1930er Jahren beim Einschreiben an der Universität ausfüllten, kann man erfahren, welche Zukunftspläne die Studenten hatten. Am Anfang ihres Studiums hatten viele von ihnen die Absicht, sich mit Journalistik oder Sozialarbeit zu beschäftigen, was sich aber später nicht erfüllte. So stellt sich die Frage, was diese Studierenden zu Mannheim hinzog, wieso sie Soziologie studierten und im Soziologischen Seminar Forschungsinteressen entwickelten, die sie in Doktorarbeiten umsetzen wollten. Ein erster Hinweis auf die Beantwortung dieser Frage findet sich in folgendem Sachverhalt: Im Seminar für Soziologie hatten die Studenten die Möglichkeit, ihre Lebenserfahrung und Interessen in ihren Forschungen soziologisch fruchtbar zu machen. Wie Amalia Barboza in ihrem Aufsatz vorstellt, haben die Studenten in ihren Arbeiten diese Lebenserfahrungen als ihr Arbeitsthema gewählt. „Die Studentin Nina Rubinstein zum Beispiel, die aus einer russischen adligen Familie stammte, die nach Deutschland hatte emigrieren müssen, unternahm in ihrer Doktorarbeit einen Vergleich der Emigration nach der Französischen mit der nach der Russischen Revolution (Rubinstein 2000). Eine andere Studentin, Ilse Seglow, die früher Schauspielerin gewesen war und immer noch Kontakt zum Theaterleben hatte, erstellte eine Arbeit über dieses ihr vertraute Milieu (Seglow 1977). Kurt Wolff, der schon damals Gedichte und Essays schrieb, fing an, eine Untersuchung über die Dichter seiner Heimatstadt Darmstadt zu schreiben.16 Gisèle Freund, die damals nur „Hobbyphotographin“ war, entschied sich, eine Untersuchung über die Entstehung der Photographie zu verfassen (Freund 1977). Sallis-Freudenthal, die schon eine „Karriere“ als Hausfrau hinter sich hatte, entschied sich „nach bitter-süßer Neigung und Erfahrung für den Haushalt“ (Sallis-Freudenthal 1977) als Thema. Sie wählte ein Forschungsgebiet, das sie aus eigener Erfahrung bestens kannte. Eine andere Studentin, Käthe Truhel, die „staatlich geprüfte Wohlfahrtspflegerin“ gewesen war, entschied sich gleichfalls für eine Analyse ihres früheren Berufes. Sie führte eine Sozialanalyse der einschlägigen Bürokratien durch, in der sie sich hauptsächlich mit den ersten Sozialbeamtinnen und Frauenberufsverbänden beschäftigte.“(Barboza, Die verpasste Chancen einer Kooperation zwischen der „Frankfurter Schule“ und Karl Mannheims Soziologischem Seminar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Anziehungskraft des Mannheimischen Soziologischen Seminars===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anziehungskraft des Mannheimischen Soziologischen Seminars ist nicht nur aus den Forschungsinteressen der Studenten zu erklären und daher ohne den Magnetismus von Karl Mannheim als Professor und Norbert Elias als sein Assistent nicht vorzustellen. Der Professor und sein Assistent stellen zwei unterschiedliche Persönlichkeiten dar, die einen Einfluss auf die Studenten ausüben.  Karl Mannheim ist ein durchaus exzentrischer Lehrer für die Verhältnisse der deutschen Universität einer Zeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:W Nina Rubinstein 004.jpg|thumbs|250px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nina Rubinstein trägt im Seminar vor'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurt Wolff erinnert sich an seine ersten Eindrücke von Professor Mannheim:  „Als ich, hauptsächlich aus Neugier, in seine Vorlesung ging, war ich unmittelbar fasziniert, vor allem von zwei Dingen (voller Geheimnis sind die Wege Gottes, oder war es die List der Vernunft?): Mannheims ungarischem Akzent und seinen seidenen Hemden. Später in seinen Seminaren, nachdem ich weit tiefer beeindruckt worden war, fiel mir eine andere Merkwürdigkeit auf: Er konsumierte nicht-angezündete Zigaretten, indem er an ihnen saugte und kaute“(Kurt Wolff, Soziologie in der gefährdeten Welt, S.68, 1998) Das ist nicht nur der erste Eindruck, den Professor Mannheim seinen Studenten Kurt Wolff spüren ließ, sondern ein Einfluss, den Mannheim auf all seine Studenten ausübte. „Da war eben etwas an Mannheim, das mich faszinierte und mich an seinem Akzent, seinen Hemden, seinem Zigarettenbrei kleben ließ“, schreibt Kurt Wolff weiter. (Wolff, S. 69) Die äußere Anziehungskraft des Professors stimmte mit dem Geist seiner Vorlesungen überein, die zwar eine Schwierigkeit für die Studenten darstellten, sie aber zu soziologischen Forschungen bewogen. Gisela Freund beschreibt die Situation so: „Mannheim ließ immer den Abstand fühlen, der zwischen ihm und seinen Schülern bestand. Seine Vorlesungen und Seminare waren für mich, eine Anfangsstudentin, nicht immer leicht zu folgen. Er liebte, wie so viele deutsche Professoren, seine Gedanken in eine Terminologie einzukleiden, eine Art Geheimsprache, die nur seinen Schülern verständlich war.“(Freund, S.12, Norbert Elias als Lehrer) Norbert Elias war dagegen ein Assistent, der Verständnis für die wissenschaftlichen Schwierigkeiten der Studenten hatte.  Gisela Freund schätzt die Rolle, die Norbert Elias gespielt hat folgendermaßen ein: „Norbert Elias war das Bindeglied zwischen Mannheim und seinen Studenten. Er war ungemein beliebt, da er es verstand auf die Probleme jedes einzelnen einzugehen, und dies auch mit Großzügigkeit tat“ (Freund, S. 12) &lt;br /&gt;
Kurt Wolff hat an dem Eliasschen Seminar teilgenommen und seinen Arbeitsplan unter der Betreuung von Elias entwickelt. Er hat in einem Brief an ihn geschrieben:„Im übrigen, vielmehr in erster Linie, danke ich Ihnen aufrichtig und mit dem Gefühl, sehr fortgeschritten zu sein, d.h. viel gelernt zu haben“(Wolff, Archiv Konstanz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Web Gisela Freund 001.jpg|thumbs|100px|]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Web Toni Oelsner 001.jpg|thumbs|100px|Toni]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gisele Freund, Toni Oelsner'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gisele Freund hatte auch eine lebenslange freundschaftliche Beziehung zu Norbert Elias. Sie hat ihre Arbeit nicht zusammen mit Walter Benjamin entwickelt, wie wir aus ihrer Aussage erfahren: „Des öfteren ist behauptet worden, dass Walter Benjamin eigentlich mein Lehrer gewesen wäre. Zwar saßen Benjamin und ich in späteren Jahren in Paris fast jeden Tag im gleichen Saal der Staatsbibliothek, und sein Geist hatte auf mich damals dieselbe Anziehungskraft wie auf die Studenten dreissig Jahre später, aber nie besprachen wir meine Arbeit, wie auch Benjamin, der sich zu der Zeit mit Baudelaire beschäftigte, wenig über seine Forschungen sprach. Dagegen diskutierte ich mit Elias viel über meine Arbeit, der ja auch die erste Zeit der Emigration in Paris zubrachte. Er tat es mit einer Uneigennützlichkeit die bis zum Selbstvergessen reichte. Zwar waren meine Ideen entscheidend beeinflusst von der materialistischen Arbeitsmethode. Für diese hatte er weniger Verständnis, aber grundsätzlich war unsere Gedankenwelt nicht so verschieden, wenn ich auch bestimmte Tatsachen in etwas anderem Lichte sah.“(Freund:13)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anhang:Norbert Elias als Gastprofessor in Frankfurt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*SS 1977 Während der Gastprofessur in Bochum hält Norbert Elias an der Universität Frankfurt a. M. Vorlesungen über „Soziologie-Marxismus-Psychoanalyse im Lichte der Zivilisationstheorie“, Kolloquium und Vorlesung, Mo abends n.V. und Di 14-15.30 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1954- Elias schreibt an Max Horkheimer wegen der Entschädigungsverfahren. Horkheimer hat nie beantwortet. Adorno hat sich mit der Sache beschaeftigt und auch sein Gutachten gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1977-1978 Während seiner Gastprofessur in Frankfurt wollte Elias nicht nur Vorlesungen halten, sondern auch ein Seminar anbieten, hatte aber keinen Assistent. Nach Frankfurt wurde er vermutlich von Eike Hennig eingeladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1978 Das Gebäude, in dem das Kolloqium von Elias stattfand, wurde geschlossen und er hat sich an Ludwig von Friedeburg gewendet, ob er einen Raum im IfS für seine Veranstaltung bekommen könnte. Friedeburg lehnt seine Anfrage ab, mit dem Grund, dass das Institut keinen staendigen Hausmeister hat, der Montags so spät abends die Tür zuschliessen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*19-20 Mai 1978 Elias hält einen Vortrag „Ist eine nicht-utopische Humanisierung von Menschen möglich?“ auf den 5. Römmerberggeschpräche „Humanisierung und Utopie“, auf die Foucault und Bergmann eingeladen waren, aber nicht teilgenommen haben. „Die Frankfurter“ Ludwig von Friedeburg hielt einen Vortrag über „Was ist utopisch an humaner Schule?“. Iring Fletscher über „Die Gefahr der Fantasielösigkeit und das Argument des Utopismus“, Rudolf Wiethölter über „Radikale Vereinfachung-zur grossen Koalition in humanen Utopien“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*23.10.1989- In einem Brief an Nina Rubinstein schreibt Elias &amp;quot;Ich errinere mich noch gut daran, dass wir manchmal ueber Ihre Arbeit miteinander sprachen.&amp;quot; Und weiter&amp;quot; Und was Sie erleben ist das normale Verfahren der Frankfurter Universitaet, eine Art von Wierdergutmachung.&amp;quot; ueber ihre spaetere Promotion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universitaetsarchiv Frankfurt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archiv Konstanz &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsches Literaturarchiv Marbach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barboza, Amalia(2007): Die verpassten Chancen einer Kooperation zwischen der „Frankfurter Schule“ und Karl Mannheims Soziologischen Seminars, Frankfurt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carle, Wilhelm( 1932): Weltanschauung ung Presse, Frankfurt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elias, Norbert(1989): Autobiographisches und Interviews, Frankfurt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freund, Gisele (1976): Photographie und Gesellschaft, München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freund, Gisele: Norbert Elias als Lehrer,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rubinstein, Nina(2000): Die franzoesische Emigration nach 1789, Graz-Wien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seglow, Ilse: Work at a Reasearch Programm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolff, Kurt, Soziographie Hans Schievelhuths, Archiv Konstanz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolff, Kurt(1998): Soziologie in der gefaehrdeten Welt, Frankfurt, Surkamp&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
[http://www.dla-marbach.de/aktuelles/tagungen/index.html Nachlass Norbert Elias ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.uni-graz.at/sozwww/agsoe/ Nachlass Nina Rubinstein]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.jstor.org/view/0094033x/ap020021/02a00030/0 Interview mit Toni Oelsner]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschungsarbeiten| Mannheims Studenten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
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		<updated>2010-01-27T16:06:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sonntag, 10. Januar 2010, 15.00 Uhr&lt;br /&gt;
Die Rückkehr der Frankfurter Schule im Kontext der deutschsprachigen sozialwissenschaftlichen Migration und Remigration im 20. Jahrhundert&lt;br /&gt;
Vortrag von Prof. Dr. Christian Fleck (Graz), anschließend Podiumsdiskussion mit dem Referenten sowie mit Prof. Dr. Tilman Allert (Frankfurt), Prof. Dr. Helma Lutz (Frankfurt) und Prof. Dr. Hans-Georg Soeffner (Essen). Die Veranstaltung wird von Prof. Dr. Klaus Lichtblau (Frankfurt) moderiert und erfolgt in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Die Rückkehr der Frankfurter Schule im Kontext der deutschsprachigen sozialwissenschaftlichen Migration und Remigration im 20. Jahrhundert&lt;br /&gt;
Vortrag von Prof. Dr. Christian Fleck (Graz), anschließend Podiumsdiskussion mit dem Referenten sowie mit Prof. Dr. Tilman Allert (Frankfurt), Prof. Dr. Helma Lutz (Frankfurt) und Prof. Dr. Hans-Georg Soeffner (Essen). Die Veranstaltung wird von Prof. Dr. Klaus Lichtblau (Frankfurt) moderiert und erfolgt in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. &lt;br /&gt;
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		<updated>2010-01-27T15:14:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: Die Seite wurde neu angelegt: „Sonntag, 10. Januar 2010, 15.00 Uhr Die Rückkehr der Frankfurter Schule im Kontext der deutschsprachigen sozialwissenschaftlichen Migration und Remigration im 20…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sonntag, 10. Januar 2010, 15.00 Uhr&lt;br /&gt;
Die Rückkehr der Frankfurter Schule im Kontext der deutschsprachigen sozialwissenschaftlichen Migration und Remigration im 20. Jahrhundert&lt;br /&gt;
Vortrag von Prof. Dr. Christian Fleck (Graz), anschließend Podiumsdiskussion mit dem Referenten sowie mit Prof. Dr. Tilman Allert (Frankfurt), Prof. Dr. Helma Lutz (Frankfurt) und Prof. Dr. Hans-Georg Soeffner (Essen). Die Veranstaltung wird von Prof. Dr. Klaus Lichtblau (Frankfurt) moderiert und erfolgt in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Herrschaft</name></author>
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		<title>Hauptseite</title>
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		<updated>2010-01-27T15:14:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin: 0; margin-right:10px; border: 2px solid #dfdfdf; background-color:#F2F2E5; text-align:justify&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__NOEDITSECTION__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== '''Lehrforschungsprojekt: Soziologie in Frankfurt''' ==&lt;br /&gt;
=== Fragestellung und Vorgehen===&lt;br /&gt;
[[Image:AfETurm.jpg|thumb|left|100px|AfE-Turm, errichtet von 1970 bis 1972]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenstand dieses sich über zwei Semester erstreckenden Lehrforschungsprojektes war die Geschichte der Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt seit ihrer Gründung als Stiftungsuniversität im Jahre 1914 bis zum heutigen Tag, der durch eine nicht nur generationsbedingte Umbruchphase gekennzeichnet ist, in dem sich das Gesicht der Frankfurter Soziologie in naher Zukunft dramatisch verändern wird. Das Lehrforschungsprojekt bezog historische wie zeitgenössische Aspekte der soziologischen Forschung und Lehre an der Universität Frankfurt bewußt aufeinander, um anhand von historischen Quellen und zeitgenössischen Methoden der empirischen Sozialforschung dasjenige intellektuelle und politische Spektrum auszumessen, wofür der Wissenschaftsstandort Frankfurt einmal stand bzw. heute steht und vielleicht dereinst stehen könnte. Zu diesem Zweck wurden mit einigen Zeitzeugen, die in den letzten Jahrzehnten maßgeblich das Erscheinungsbild der Frankfurter Soziologie mitgeprägt haben bzw. seinen Wandel aufmerksam mitverfolgt haben, Interviews geführt. [[Interviewees Projektübersicht]] Vorträge und Auszüge der Interviews sind als Videodownloads abrufbar und den jeweiligen Personen zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsgruppen, Plenum, Ablauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jeweiligen Arbeitsgruppen befassten sich mit unterschiedlichen Phasen und Akteuren innerhalb des nun bald hundertjährigen Prozesses der Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre an der Universität Frankfurt. Dazu wurden eigene erste Fragestellungen formuliert, die in dem Artikel [[Vorüberlegungen und offene Fragestellungen]] dokumentiert sind. [[Image:Jügelhaus.jpg|thumb|right|180px|Das Jügelhaus wurde 1906 als Teil der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften errichtet]]&lt;br /&gt;
Zwischenergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen wurden in dem während der Vorlesungszeit regelmäßig stattfindenden Plenum zur Diskussion gestellt. Die durchgeführten [[Interviews]] wurden als Transkriptionen von allen Teilnehmenden angefertigt, so dass in den einzelnen Arbeiten je nach Bedarf leicht darauf zurückgegriffen werden konnte. Das Wiki-System war als [[Didaktisches Szenario]] thematisch in Diskussion und Weiterentwicklung des Projekts eingebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der beiden Semester haben [[Vorträge und Konferenzen]] stattgefunden, die jeweils zur Erweiterung des thematischen Feldes beigetragen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsgruppe 1. Frankfurt als Stiftungsuniversität bis 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Fragestellungen der Gruppe 1]] bezogen sich auf die sozialwissenschaftliche Forschung und Lehre an der alten Frankfurter '''Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften''', die Gründung der Universität Frankfurt als Stiftungsuniversität des Frankfurter Bürgertums im Jahre 1914 und die Frankfurter Soziologie in der Weimarer Republik bis zum Aufkommen des Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====[[Fragestellungen der Gruppe 1]]====&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:100px-Adickes.jpg|frame|center|90px|[[Die Anfangsgeschichte der Universität Frankfurt]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Oppenheimer1.jpg |frame|center|100px|[[Franz Oppenheimer und der erste Lehrstuhl für Soziologie an der Frankfurter Universität|Franz Oppenheimer]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:KarlMannheim1.jpg|frame|center|100|[[Karl Mannheim|Karl &amp;lt;br /&amp;gt;Mannheim]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Horkheimer1.jpg|frame|center|100|[[Das Institut für Sozialforschung in Frankfurt. Insbesondere das Wirken Max Horkheimers, sowie das Wesen des Institutes während des zweiten Weltkrieges|Max Horkheimer und das IfS]] ]]&lt;br /&gt;
|valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Elias1.jpg|frame|center|[[Mannheims Studenten in der Galaxis der Frankfurter Soziologie| Karl Mannheims StudentInnen, Norbert Elias als Assistent]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Salomon1.jpg|frame|center|100px|[[Gottfried Salomon Delatour: Sein Einfluss auf die Soziologie in Frankfurt und seine Verbindungen|Gottfried Salomon-Delatour]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Kracauer1.jpg|frame|center|100px|[[Siegfried Kracauer: Der Soziologe in der Frankfurter Zeitung. Einfluß und Wirken eines Außenseiters bis 1933|Siegfried&amp;lt;br /&amp;gt;Kracauer]] ]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsgruppe 2. Neubeginn in den 1950er - Frankfurter Soziologie heute und morgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Fragestellungen der Gruppe 2]] behandelten unter anderem den demokratischen Neubeginn der Universität in den 1950er und 1960er Jahren: Die Rückkehr der Emigranten aus dem amerikanischen Exil und das spannungsreiche Verhältnis der &amp;quot;Frankfurter Schule der Soziologie&amp;quot; zur Philosophie und Ökonomie sowie die Studentenrevolte von 1968 und die Entstehung des heutigen Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften aus der Konkursmasse der von Jürgen Habermas und Ludwig von Friedeburg betriebenen Hochschulreform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
====[[Fragestellungen der Gruppe 2]]====&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Luckmann.jpg|frame|center|50px|[[Der Fakultätenstreit]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:jürgenhabermas1.jpg |frame|center|50px|[[Jürgen Habermas - Verpasste Chance für die Soziologie und Philosophie der Universität Frankfurt/M.|Jürgen&amp;lt;br/&amp;gt;Habermas]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:4_73_0_Frauenzentrum2_gr.jpg|frame|center|50px|[[Frauen in der Soziologie in Frankfurt]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:dutschke2-kl.jpg|frame|center|50px|[[Der Mittelbau der Jahre 1965-1972]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Studentenrevolte1.jpg|frame|center|50px|[[Frankfurter Soziologie und Studentenrevolte]]]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersichten==&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Image:IfEGebäudeErstes.jpg|thumb|right|200px|Das Gebäude des Instituts für Sozialforschung zwischen 1924 und 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Rueckkehr der Frankfurter Schule - Podiumsdiskussion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Chronologie der Entstehung und Institutionalisierung der Soziologie in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Soziologische Lehrveranstaltungen von 1949-1973 - Archivbestaende der Goethe-Universitaet Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Verzeichnis bedeutender Personen für die Soziologie in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Geschichte des Vereins für Sozialpolitik 1872-1932 (Dr.Franz Boese)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rektoratsreden 1914-1989]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Dekane und Dekaninnen Fb 3|DekanInnen des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Lehrstuhlgeschichte, Aufteilung der Lehrstühle von Adorno/Horkheimer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vorlesungsverzeichnisse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Gründung der DGS als Differenzierungsprozess sozialwissenschaftlicher Institutionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Gesellschaft für Soziologie in der Nachkriegsperiode]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Institut für Sozialforschung, Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Archivzentrum der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interviews==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Interviewpartner im Wintersemester]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Informationen und Eckdaten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Interviewees Projektübersicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Methoden und Auswertung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturliste==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Literaturliste]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archiv ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vorträge und Konferenzen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Veranstaltungsdaten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine Übersicht aller Seiten zu bekommen, wurde eine Hauptkategorie [[:Kategorie:SozFRA]] eingerichtet, die nach Schlagworten alphabetisch geordnet ist. Das wird die gezielte thematische Suche nach Artikeln erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin:0; border:2px solid #dfdfdf; padding: 0em 1em 1em 1em; background-color:#F8F8FF;text-align: justify&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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----&lt;br /&gt;
'''Projektleitung'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.gesellschaftswissenschaften.uni-frankfurt.de/index.pl/klichtblau Prof. Dr.Klaus Lichtblau]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[TeilnehmerInnen| ProjektteilnehmerInnen]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.uni-frankfurt.de Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
Bei Fragen oder Anregungen bitte eine Email an [mailto:F.Herrschaft@soz.uni.frankfurt.de Felicia Herrschaft] schreiben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Image:patrick_alexander.JPG&lt;br /&gt;
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		<author><name>Herrschaft</name></author>
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		<title>&quot;Der Streit der Fakultäten: Die Linken gegen die Rechten – oder doch etwas mehr? Anmerkungen zur Soziologie in Frankfurt&quot;</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=%22Der_Streit_der_Fakult%C3%A4ten:_Die_Linken_gegen_die_Rechten_%E2%80%93_oder_doch_etwas_mehr%3F_Anmerkungen_zur_Soziologie_in_Frankfurt%22&amp;diff=4903"/>
		<updated>2010-01-27T15:11:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;'''Vortrag Clemens Albrecht - Auszüge'''&lt;br /&gt;
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Zunächst die Grundlage des Konfliktes, den wir hier behandeln, nämlich der Kernkonflikt ist klar. Es geht um die Frage, wo ist die Soziologie beheimatet. Ist sie am Institut für Sozialforschung beheimatet, oder ist sie an der Wiso- Fakultät beheimatet. Das ist die Grundlage des Konfliktes. Es gibt sozusagen zwei Soziologien und wer hat dann die Oberhoheit über die Frankfurter Soziologie. Diese Grundlage wird ende der 30er Jahre gelegt und zwar durch eine schlicht und einfach historisch kontingente Entscheidung. Diese kontingente Entscheidung fällt in einem Club von drei engen Freunden, und die heißen Max Horkheimer, Felix Weil und Friedrich Pollock.&lt;br /&gt;
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Und nun passiert folgendes, der erste Direktor des Instituts für Sozialforschung, Grünberg, bekommt einen Schlaganfall, 1928, er wird arbeitsunfähig, lebt noch lange Jahre, stirbt erst in den 40er Jahren. Und jetzt gibt es diese drei jungen Leute, die überlegen, was sie mit unserem, so sagen sie immer, Institut weitermachen. Warum war es unser Institut, wie die drei sagen. Erstens, weil Felix Weil derjenige war, der das ganze initiiert hat und sein Vater hat das Geld gegeben und zum zweiten, wie kann man sagen war es das intellektuelle Kernprojekt dieser kleinen Gruppe. Bei denen Grünberg und die erste Phase so etwas wie eine vorgeschobene Institutspolitik war, auf die man dann später aufgesprungen ist. Jetzt ging es zwischen diesen dreien um die entscheidende Frage, wer kann den Laden übernehmen und aufgrund der Tatsache, dass nur einer habilitiert war und soweit war und aufgrund seiner persönlichen Fähigkeiten mit Sicherheit der einzige war der dafür in Frage kam, hat man sich dafür entschieden, dass das Max Horkheimer macht. Er sollte also den Direktorenposten übernehmen, er war allerdings in Philosophie habilitiert. Hatte von Soziologie, und von der Wissenschaft, aus der sich die Soziologie heraus entwickelt hatte, nämlich der Nationalökonomie, überhaupt keine Ahnung. Das ist die Grundlage des Konfliktes.&lt;br /&gt;
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In dem Moment, in dem nun Horkheimer Direktor wurde, des IFS, war nun die Frage, wo wird nun dieser Lehrstuhl platziert. Mit Grünberg konnte dieser Lehrstuhl an der Wiso- Fakultät platziert werden. Mit Horkheimer nicht mehr, weil jetzt eine zweite Konstellation hinzukommt, gleichzeitig mit Horkheimer wird Karl Mannheim nach Frankfurt berufen. Und nun geht es im Senat um die zentrale Frage, wie heißt Horkheimers Ordinariat. Horkheimer selbst möchte die Bezeichnung für Philosophie und Soziologie. Mannheim wehrt sich eminent dagegen und mit Mannheim andere Mitglieder der Wiso-Fakultät, Oppenheimer mit dem Argument, da möchte sich jemand die Soziologie aneignen, der von Soziologie eigentlich überhaupt keine Ahnung hat. Und darum schlagen sie als Lehrstuhlbezeichnung Sozialphilosophie vor. Horkheimers Lehrstuhl heißt also Sozialphilosophie und er wird an der philosophischen Fakultät eingerichtet, nicht an der Wiso-Fakultät. Und damit haben wir aus historisch kontingenten  Gründen die Anlage eines Schismas, die sich strukturell sozusagen fortschleppt und wie das häufig in Institutionen ist, auch ohne große ideologischen Gegensätzen zwischen den Personen, da müssen nicht die einen Nazis sein und die anderen keine Nazis, laufend Streitpunkte konstruiert. Es entstehen laufend strukturelle Probleme, die nun irgendwie geklärt werden müssen, das ist der eigentliche Ursache dieses Dauerkonfliktes.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Soziologische_Lehrveranstaltungen_von_1949-1973_-_Archivbestaende_der_Goethe-Universitaet_Frankfurt&amp;diff=4901</id>
		<title>Soziologische Lehrveranstaltungen von 1949-1973 - Archivbestaende der Goethe-Universitaet Frankfurt</title>
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		<updated>2010-01-27T13:08:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herrschaft: /* Pdf der Archivbestände */&lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;==Inhalt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.Vorbemerkung                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Universitätsarchiv                                                                                &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Archivzentrum der Universitätsbibliothek Frankfurt                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Institut für Sozialforschung                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Theodor W. Adorno Archiv                                                                       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstellt von Felicia Herrschaft, Dezember 2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorbemerkung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erhalten gebliebenen Materialien soziologischer Lehrveranstaltungen, die im Frankfurter Universitätsarchiv, im Horkheimer-Nachlass des Archivzentrums der Universitätsbibliothek Frankfurt, im Archiv des Frankfurter Instituts für Sozialforschung und im Theodor W. Adorno-Archiv in Frankfurt und Berlin aufbewahrt werden, umfassen den Zeitraum von 1949 bis 1973. Der Bestand im Universitätsarchiv enthält 35 Akten, die gebunden sind und 45 Akten, die in Leitz-Ordnern abgeheftet wurden. Jede Akte enthält zwischen 100-200 Seiten, die sich in Protokolle und Referate unterteilen. Insgesamt beinhaltet der Bestand an soziologischen Lehrveranstaltungen in allen Archiven zusammen ca. 12.000 Seiten Protokolle, Referate und Seminarunterlagen. Ein großer Teil der Akten ist noch nicht geordnet und ohne ausreichende Findmittel. Die vorliegende Bestandsübersicht dokumentiert die entsprechenden Archivalien und gibt eine Übersicht über die zusammengehörigen Archivaliengruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am ausführlichsten dokumentiert sind die an der Philosophischen Fakultät und am Institut für Sozialforschung durchgeführten soziologischen Lehrveranstaltungen. Aber auch von den im Berichtzeitraum an der Frankfurter Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät durchgeführten Lehrveranstaltungen liegen entsprechende Materialien vor. Zusammen ermöglichen sie uns einen Einblick in die Lehrtätigkeit von Theodor W. Adorno, Egon Becker, Max Horkheimer, Jürgen Habermas, Christina Herkommer, Ludwig v. Friedeburg, Helge Pross, Klaus Schönbach, Manfred Teschner, Alfred Bellebaum, Julius Kraft, Hans Gerth, Karl Ulrich Mayer, Thomas Luckmann, Friedrich H. Tenbruck, Dieter Prokop, Walter Rüegg, Wolfgang Zapf und anderen Frankfurter Soziologinnen und Soziologen im Berichtszeitraum.&lt;br /&gt;
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==Pdf der Archivbestände==&lt;br /&gt;
[[Bild:bestand_lehre_archive.pdf‎]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herrschaft</name></author>
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