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	<title>SozFra - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Gesellschaftstheorie</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Entsprechend dem Wunsch „an der Erziehung der jungen Generation in Deutschland mitzuwirken und, entgegen dem Zug der verwalteten Welt, wie Adorno sie taufte, den autonomen Gedanken in unseren Studenten zu entfalten, unbekümmert um das statistische Ausmaß seiner Möglichkeiten“&amp;lt;bibref f=&amp;quot;sozfra.bib&amp;quot;&amp;gt;Kraushaar:2008d&amp;lt;/bibref&amp;gt; schafften Horkheimer und Adorno in den 1960er Jahren durch Publikationen und der Nähe zu den Studenten dieses Verlangen zu verwirklichen. Hierbei scheint insbesondere Max Horkheimers und Theodor W. Adornos Kritische Theorie, vorzugsweise die Dialektik der Aufklärungaus dem Jahre 1947, sowie die negative Dialektik von Adorno 1966, als Nährstoff für die Gedanken und schließlich kämpferischen Okkupationen der Hochschüler gedient zu haben. Ob die tatsächlich eingetroffenen Ereignisse in einem solchen Ausmaß von Horkheimer und Adorno beabsichtigt waren, lässt sich im Nachhinein nicht wahrheitsgemäß überprüfen, mit Sicherheit lässt sich die Forderung im oben angeführten Zitat jedoch als eine Art psychologischer und instrumenteller Versuch ausmachen. Aber auch Herbert Marcuses Werke wie Triebstruktur und Gesellschaft (1955), Der eindimensionale Mensch (1964), der Essay zur Repressiven Toleranz (1965) und Schriften zu Autorität und Familie in Zusammenarbeit mit Fromm und Horkheimer gehören zu den wichtigsten Büchern der Kritischen Theorie. &amp;quot;Vor allem der im californischen Exil lebende Herbert Marcuse, (....)wurde schon früh ein theoretischer Stichwortgeber für die antiautoritäre Linke&amp;quot;&amp;lt;bibref f=&amp;quot;sozfra.bib&amp;quot;&amp;gt;Schildt:2008&amp;lt;/bibref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals wird die Bezeichnung Kritische Theorie in der 1937 veröffentlichten Schrift Traditionelle und Kritische Theorie Horkheimers verwendet, wobei sie fokussiert auf die Kontroverse zwischen den bestehenden und den möglichen Verhältnissen innerhalb einer Gesellschaft verweist, die man als Objekt eben dieser selbst kreiert. In hohem Maße basierend auf die Essaysammlung Dialektik der Aufklärung, wurden die kritischen Denkmodelle, Auffassungen, Begrifflichkeiten und Ideen von der antiautoritären Protestbewegung aufgegriffen und für ihre eigene Propaganda verwendet.&amp;lt;bibref f=&amp;quot;sozfra.bib&amp;quot;&amp;gt;Kraushaar:2008c&amp;lt;/bibref&amp;gt; Die jungen Akademiker testeten, verifizierten oder verwarfen die aufgestellten Thesen der Theoretiker, zu denen auch Fromm, Marcuse und zahlreiche weitere Gelehrte gezählt werden. Die erstaunliche Kurzlebigkeit der aufgegriffenen Theoreme sollte charakteristisch für die Beschäftigung mit ihnen und der uneigenen Theoriebildung der Studentenbewegung sein.&amp;lt;bibref f=&amp;quot;sozfra.bib&amp;quot;&amp;gt;Kraushaar:2008b&amp;lt;/bibref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans-Jürgen Krahl, einer der besten Schüler Adornos und zugleich Studentenaktivist, galt als ein theoretischer Hauptverfechter der 68er-Bewegung. Er ging davon aus, „dass der Monopolkapitalismus die kapitalistische Zirkulationssphäre beseitigt hatte.“&amp;lt;bibref f=&amp;quot;sozfra.bib&amp;quot;&amp;gt;Kraushaar:2008d&amp;lt;/bibref&amp;gt; Bezug nahm er mit dieser These auf Horkheimers Aufsatz Autoritärer Staat, den dieser 1940 verfasste. Durch die Beseitigung der Zirkulationssphäre wandelte sich die Konstellation der gesellschaftlichen Bedingungen. Liberalkapitalistische Grundvoraussetzungen seien durch die deliberalen Austauschbedingungen ungleicher Tauschpartner in der Marktwirtschaft nicht mehr gegeben und verloren als Legitimationsgrundlage des modernen Rechtsstaates ihre Aufgabe. Die Regierenden behalten durch ihre Staatsintervention die Oberhand und verhindern durch die Steuerung des Kapitals Revolutionen. Gleichwohl ist jederzeit eine Diktatur möglich. Diese Aufhebung des liberalen Kapitalismus, wie Marx ihn propagierte, sei nicht mehr gegeben. Krahl versucht durch diese verstärkt kapitalismuskritische Weiterführung Horkheimers Gedanken, eine Umwälzung des bestehenden Monopolkapitalismus mit Hilfe eines theoretischen Grundgerüstes einer möglichen Revolution zu entfachen. Zugleich erfüllt das revolutionäre Handeln alle drei Eigenschaften der Kritischen Theorie: „sozialpsychologisch ist es antiautoritär und nonkonformistisch, politisch ist es die systematisch begründete, voluntaristische, bestimmte Negation bestehender Herrschaftsverhältnisse, philosophisch ist es erkenntniskritisch-praktisch an der Konstitution einer neuen Gegenstands- und Erfahrungswelt orientiert.“&amp;lt;bibref f=&amp;quot;sozfra.bib&amp;quot;&amp;gt;Kraushaar:2008d&amp;lt;/bibref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
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		<title>Gesellschaftstheorie</title>
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		<updated>2008-03-24T18:08:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: Die Seite wurde neu angelegt: Entsprechend dem Wunsch „an der Erziehung der jungen Generation in Deutschland mitzuwirken und, entgegen dem Zug der verwalteten Welt, wie Adorno sie taufte, den auto...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Entsprechend dem Wunsch „an der Erziehung der jungen Generation in Deutschland mitzuwirken und, entgegen dem Zug der verwalteten Welt, wie Adorno sie taufte, den autonomen Gedanken in unseren Studenten zu entfalten, unbekümmert um das statistische Ausmaß seiner Möglichkeiten“&amp;lt;bibref f=&amp;quot;sozfra.bib&amp;quot;&amp;gt;Kraushaar:2008d&amp;lt;/bibref&amp;gt; schafften Horkheimer und Adorno in den 1960er Jahren durch Publikationen und der Nähe zu den Studenten dieses Verlangen zu verwirklichen. Hierbei scheint insbesondere Max Horkheimers und Theodor W. Adornos Kritische Theorie, vorzugsweise die Dialektik der Aufklärungaus dem Jahre 1947, sowie die negative Dialektik von Adorno 1966, als Nährstoff für die Gedanken und schließlich kämpferischen Okkupationen der Hochschüler gedient zu haben. Ob die tatsächlich eingetroffenen Ereignisse in einem solchen Ausmaß von Horkheimer und Adorno beabsichtigt waren, lässt sich im Nachhinein nicht wahrheitsgemäß überprüfen, mit Sicherheit lässt sich die Forderung im oben angeführten Zitat jedoch als eine Art psychologischer und instrumenteller Versuch ausmachen. Aber auch Herbert Marcuses Werke wie Triebstruktur und Gesellschaft (1955), Der eindimensionale Mensch (1964), der Essay zur Repressiven Toleranz (1965) und Schriften zu Autorität und Familie in Zusammenarbeit mit Fromm und Horkheimer gehören zu den wichtigsten Büchern der Kritischen Theorie. &amp;quot;Vor allem der im californischen Exil lebende Herbert Marcuse, (....)wurde schon früh ein theoretischer Stichwortgeber für die antiautoritäre Linke&amp;quot;&amp;lt;bibref f=&amp;quot;sozfra.bib&amp;quot;&amp;gt;Schildt:2008&amp;lt;/bibref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals wird die Bezeichnung Kritische Theorie in der 1937 veröffentlichten Schrift Traditionelle und Kritische Theorie Horkheimers verwendet, wobei sie fokussiert auf die Kontroverse zwischen den bestehenden und den möglichen Verhältnissen innerhalb einer Gesellschaft verweist, die man als Objekt eben dieser selbst kreiert. In hohem Maße basierend auf die Essaysammlung Dialektik der Aufklärung, wurden die kritischen Denkmodelle, Auffassungen, Begrifflichkeiten und Ideen von der antiautoritären Protestbewegung aufgegriffen und für ihre eigene Propaganda verwendet.&amp;lt;bibref f=&amp;quot;sozfra.bib&amp;quot;&amp;gt;Kraushaar:2008c&amp;lt;/bibref&amp;gt; Die jungen Akademiker testeten, verifizierten oder verwarfen die aufgestellten Thesen der Theoretiker, zu denen auch Fromm, Marcuse und zahlreiche weitere Gelehrte gezählt werden. Die erstaunliche Kurzlebigkeit der aufgegriffenen Theoreme sollte charakteristisch für die Beschäftigung mit ihnen und der uneigenen Theoriebildung der Studentenbewegung sein.&amp;lt;bibref f=&amp;quot;sozfra.bib&amp;quot;&amp;gt;Kraushaar:2008b&amp;lt;/bibref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans-Jürgen Krahl, einer der besten Schüler Adornos und zugleich Studentenaktivist, galt als ein theoretischer Hauptverfechter der 68er-Bewegung. Er ging davon aus, „dass der Monopolkapitalismus die kapitalistische Zirkulationssphäre beseitigt hatte.“&amp;lt;bibref f=&amp;quot;sozfra.bib&amp;quot;&amp;gt;Kraushaar:2008d&amp;lt;/bibref&amp;gt; Bezug nahm er mit dieser These auf Horkheimers Aufsatz Autoritärer Staat, den dieser 1940 verfasste. Durch die Beseitigung der Zirkulationssphäre wandelte sich die Konstellation der gesellschaftlichen Bedingungen. Liberalkapitalistische Grundvoraussetzungen seien durch die deliberalen Austauschbedingungen ungleicher Tauschpartner in der Marktwirtschaft nicht mehr gegeben und verloren als Legitimationsgrundlage des modernen Rechtsstaates ihre Aufgabe. Die Regierenden behalten durch ihre Staatsintervention die Oberhand und verhindern durch die Steuerung des Kapitals Revolutionen. Gleichwohl ist jederzeit eine Diktatur möglich. Diese Aufhebung des liberalen Kapitalismus, wie Marx ihn propagierte, sei nicht mehr gegeben. Krahl versucht durch diese verstärkt kapitalismuskritische Weiterführung Horkheimers Gedanken, eine Umwälzung des bestehenden Monopolkapitalismus mit Hilfe eines theoretischen Grundgerüstes einer möglichen Revolution zu entfachen. Zugleich erfüllt das revolutionäre Handeln alle drei Eigenschaften der Kritischen Theorie: „sozialpsychologisch ist es antiautoritär und nonkonformistisch, politisch ist es die systematisch begründete, voluntaristische, bestimmte Negation bestehender Herrschaftsverhältnisse, philosophisch ist es erkenntniskritisch-praktisch an der Konstitution einer neuen Gegenstands- und Erfahrungswelt orientiert.“&amp;lt;bibref f=&amp;quot;sozfra.bib&amp;quot;&amp;gt;Kraushaar:2008d&amp;lt;/bibref&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
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		<title>LiteraturlisteToDo</title>
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		<updated>2008-03-24T14:17:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;hier bitte, die Literatur einfügen, die eingebunden werden soll&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIE ZEIT Geschichte, Nr. 2/2007: Michael Naumann und Wolfgang Kraushaar im Gespräch über 1968, die Folgen und das Selbstverständnis der Republik: moderiert von Gunter Hofmann und Jörg Lau; Quelle: http://www.zeit.de/zeit-geschichte/naumann&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Deutschland_in_den_1960er_Jahren&amp;diff=4165</id>
		<title>Deutschland in den 1960er Jahren</title>
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		<updated>2008-03-24T12:14:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In der deutschen Geschichte gibt es nach dem Zweiten Weltkrieg nur wenige Ereignisse, die bis heute prägend für die deutsche Bevölkerung sind. Unter anderem gehören dazu die sechziger Jahre mit ihren weitreichenden Veränderungen. Sowohl intellektuell, als auch alltagspraktisch haben Neuerungen einen Umbruch in der Gesellschaft verursacht, wie er wohl so radikal kaum zuvor stattgefunden hat. Gewiss lässt sich diese Transformation zutreffender als ein schleichender, in den späten 1950er Jahren ansetzender, Transformationsprozes beschreiben. Dennoch kann man mit Recht in der sogenannten 68er-Bewegung mit ihren Hochburgen in Frankfurt und Berlin einen markanten Kulminations- und Wendepunkt in der deutschen Geschichte sehen. &lt;br /&gt;
Einerseits gab es Errungenschaften wie Farbfernsehen, die Entstehung einer Rockmusikkultur mit den Beatles oder Chubby Checker und damit die Entdeckung neuen Vergnügens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht selten verhalf ein Einkommenszuwachs und gleichzeitig der erste eigene PKW, sowie die Durchsetzung des arbeitsfreien Samstages Familien zu einem luxuriöseren Lebensstil. Andererseits gab es, so Einschätzungen von Historikern, einen Verfall tradierter Werte. &lt;br /&gt;
Während zuvor Gehorsam gegenüber der Eltern zu den selbstverständlichen Tugenden gehörte, sollte in den 60ern ein radikaler Wandel stattfinden: Die Erforschung der vergangenen Dekaden und eine damit einhergehende Denunziation der Vätergeneration an dem Zweiten Weltkrieg Mitschuld zu tragen, waren für die jungen Erwachsenen offensichtlich. Dass jedoch einige Elternteile damals selbst erst junge Heranwachsende und zugleich Opfer des Weltkrieges waren, wurde zur Nebensache. Das verstärkte Kramen in der Vergangenheit wurde durch die Verschwiegenheit der Elterngeneration weiter gefördert und dadurch ein Entfachen der Neugier bei den Jugendlichen provoziert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Scham der Eltern über die nationalsozialistische Vergangenheit zu sprechen, wurde als Verdrängung der schrecklichen Geschehnisse interpretiert. Worüber niemand sprach, musste selbst nachgeforscht werden. „Nachdem die erste Nachkriegszeit vorbei war entdeckten die jungen Leute es hat sich ja gar nichts radikal geändert. Was habt ihr nun eigentlich gemacht? Und fragten dann die Eltern. Und natürlich bei sechs oder sieben Millionen Mitglieder in der Partei waren kaum andere da und die Eltern wollten nicht darüber reden.“&amp;lt;bibref f=&amp;quot;sozfra.bib&amp;quot;&amp;gt;Fetscher:2008&amp;lt;/bibref&amp;gt; Iring Fetscher, der seit 1963 am Lehrstuhl für politische Wissenschaft als Professor tätig war, beschreibt ferner den beinahe unveränderten Zustand, dass zahlreiche ehemalige Parteimitglieder nach wie vor ihren Beruf ausübten. Parteifunktionäre verschwanden nach Kriegsende, um kurz darauf ihre alte Anstellung erneut anzunehmen. Hans Martin Schleyer, ein führender Naziwirtschaftler, habe beispielsweise im Dritten Reich tschechische Unternehmer enteignet und eine große Rolle gespielt, gleichzeitig aber auch Leben gerettet. Kurz nach seinem Revisionsverfahren 1948, wo er als Mitläufer eingestuft wurde, begann er seine Tätigkeit in der Industrie- und Handelskammer Baden-Baden. Diese Kontinuität der Führung zwischen dem Dritten Reich und dem Nachkriegsdeutschland, haben die Linksradikalen bemängelt, so Fetscher. Es hatte kaum jemand von den offiziellen, zugelassenen Parteien Anstoß genommen, dass es eine gewisse personelle Kontinuität gab, wobei bei den großen Firmen die Führungsgarnitur die gleiche war wie 1930, 1935 oder 1940, so der Philossoph. Allerdings sei das kein Grund zu sagen, die Bundesrepublik sei neonazistisch oder neofaschistisch.&amp;lt;bibref f=&amp;quot;sozfra.bib&amp;quot;&amp;gt;Fetscher:2008&amp;lt;/bibref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu der Vergangenheitskritik kamen die aktuellen Geschehnisse in Vietnam. Nach der französischen Niederlage 1954 gegen die Unabhängigkeitskämpfer in Vietnam, engagierten sich die Vereinigten Staaten zunehmends im Süden des Landes gegen die Vietcong-Rebellen, welche eine Vereinigung mit dem kommunistischen Norden anstrebten. Nach einem Flächenbombadement in Nordvietnam, sowie größflächiger Entlaubung im Süden, um dem Vietcong die Angriffsfläche zu nehmen, gewann diese dennoch die Oberhand. Angesichts der 40 000 eigenen Opfer seitens der USA entwickelte sich eine mächtige Antikriegsbewegung in den 1960er Jahren. Radikale amerikanische Kriegsgegner demonstrierten in zahlreichen Städten gegen die amerikanische Beteiligung am Krieg Übersee. „Der Vietnamkrieg galt für die jugendliche Protestbewegung in der gesamten westlichen Welt als Beweis für den Verrat aller humanitären Ideale durch die westlichen Kriegsparteien.“&amp;lt;bibref f=&amp;quot;sozfra.bib&amp;quot;&amp;gt;Schildt:2008&amp;lt;/bibref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Iring Fetscher berichtet seine Erinnerungen an die 68er-Revolte aus der Perspektive eines Deutschen in den Vereinigten Staaten, da er in den Jahren 1968/69 ein Studienjahr an der New school for social research in New York verbrachte. „Das war für mich auch sehr lehrreich, weil die gleiche Opposition da war. Natürlich gegen den Vietnamkrieg noch viel mehr (...) Und ich fand, dass die politische Orientierung rationaler war als bei uns und die war keineswegs sanft. Die haben auch ihre Regierung ganz schön angegriffen und an der New school for Social Research war ohnehin eine Tradition von Antinazis, Antifaschisten und Linken. Da waren noch einige von den Alten, also die aus dem Dritten Reich geflohen waren. Sie waren emeritiert, aber kamen auch noch zu Veranstaltungen.&amp;quot; Die Situation in Deutschland hingegen beschreibt Fetscher als eher etwas gedämpft und nicht so radikal wie in den Staaten: &amp;quot;Andere waren immerhin, sagen wir mal, nicht radikal ablehnend. Sie sagten: 'Gut, wir verstehen das. Sie sind enttäuscht, dass das Land sich nicht radikaler verändert hat.' Der Eindruck war ja nicht ganz unberechtigt, dass man dachte: Die Nazis sind weg, jetzt kommen die alten Herren wieder. Jetzt kommen die Überlebenden aus der Weimarer Republik an die Lehrstühle. Statt Adorno war es dann eben Adenauer, der das repräsentierte. Dann kam auch noch Ludwig Erhard, der sogar Wirtschaftsprobleme für die Nazis entworfen hatte. (...) es waren sicher keine demokratischen Neuerer, weder Adenauer noch Ludwig Erhard, noch die anderen. Zum Beispiel der erste Präsident Theodor Heuss. Der hatte noch 1933 für die Machtergreifung gestimmt. Es hatten ja alle Parteien mit Ausnahme der Kommunisten und Sozialdemokraten hatten das Ermächtigungsgesetz unterstützt und da war er halt dabei. Und die Katholiken natürlich auch. Die hatten dann gleich das große Konkordat beschlossen im Mai oder Juni 1933.&amp;quot;&amp;lt;bibref f=&amp;quot;sozfra.bib&amp;quot;&amp;gt;Fetscher:2008&amp;lt;/bibref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Naumann, Politiker und Journalist, durchlichtet die Studentenrevolte aus einer weiteren Perspektive und sieht in der 68er-Bewegung eine zum ersten Mal stattfindende Hinterfragung der Identitätsstiftung, die bis heute nicht völlig verschwunden sei: „Spätestens nach 1945 gab es aus gutem Grund eine Vertrauenskrise zwischen Bürger und Staat. Dies ist bis heute nicht völlig verschwunden. Und wie überwindet man sie? Zum Beispiel durch gesellschaftliche und historische Debatten, die um die Frage kreisen: Wer sind wir? Und diese Frage wurde uns von den 68ern das erste Mal nach dem Krieg schmerzhaft und nachhaltig gestellt.“7 Offen für neue Dinge wollte man sein und gleichzeitig mehr Mitspracherecht besitzen. Nicht mehr nur zuschauen was auf der Bühne des Lebens geschieht, sondern selbst agieren lautete die Devise, um seinen Lebensweg unabhängig zu beschreiten. Dieses Selbstbestimmungsinteresse offenbarte sich sowohl in der Interaktion innerhalb einer Familie als auch im gesellschaftlichen und später politischen Kontext. Antiautoritäre Bewegungen fanden großen Zuspruch, da die „Mentalität des Obrigkeitsstaats damals noch nicht verwelkt war“8, so Naumann. Die oben angeschnittenen Umwälzungen in der Gesellschaft, welche letztlich als Probleme identifiziert wurden, belasteten traditionelle autoritäre Beziehungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das neue Selbstvertrauen, welches man aus dem Aufschwung der Marktwirtschaft und der damit verbundenen Steigerung des Wohlstands entwickelte, setzte sich in den Menschen nieder. Während sich die Gesellschaft von einer industriellen zu einer post-industriellen Gesellschaft entwickelte, fand nahezu jeder Arbeitssuchende eine Anstellung. Das verlängerte Wochenende, durch die Einführung der arbeitsfreien Samstage, sollte die Möglichkeiten geben, mehr Freizeit mit der Familie zu verbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit offenbarte sich aber auch ein Trend der weiblichen Emanzipation, der sich vor allem in dem Strukturwandel der Frauenerwerbstätigkeit widerspiegelte. In den Jahren 1960 bis 1970 Jahren stieg der Anteil an Beamtinnen und Angestellten auf nahezu 40 Prozent an.&amp;lt;bibref f=&amp;quot;sozfra.bib&amp;quot;&amp;gt;Schildt:2008&amp;lt;/bibref&amp;gt; Während die Zahl an gewöhnlichen Arbeiterinnen sank, stieg die Erwerbstätigkeit der Frauen in damals klassischen Männerberufen. Einher ging dieser Wandel mit der Veränderung der klassischen Familienstruktur: Mütter waren nun nicht mehr nur Hausfrauen, sondern trugen durch außerfamiliäre Beschäftigungen zum Wohlstand der Familie bei. Zugleich musste der Nachwuchs jedoch tagsüber in Kinderkrippen oder Spielstuben untergebracht werden, weshalb der Begriff „Schlüsselkinder“ erstmals prägend für die Epoche war. Mit dem Erlass des Gleichberechtigungsgesetzes im Jahre 1957 wurde die Gleichstellung der Frau gesetzlich besiegelt und somit ein wichtiger Grundpfeiler für die nachfolgende Emanzipation gesteckt. Solche und zahlreiche weitere technische und emanzipatorische Errungenschaften führten schließlich in eine neue Medien- und Konsumgesellschaft mit der Forderung nach Freiheiten. Es schien, als kriegte man nicht genug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der tiefgreifende Wandel der damaligen Gesellschaft und die damit verbundenen familiären Veränderungen waren Nährboden der antiautoritären Protestbewegung, da es zwar einerseits positive Umgestaltungen im Leben der Menschen gab, andererseits aber der Staat und zugleich die Besetzungsmächte durch den Wiederaufbau nach dem Krieg fortwährend einen obrigkeitsstaatlichen Einfluss hatten auf die deutsche Bevölkerung, deren historische, soziale und kulturelle Entwicklung. Dieser autoritären Einflussnahme wollten sich die Jugendlichen nicht mehr beugen. Neues Selbstbewusstsein wurde aus politischen Schriften gezogen. Bestätigt wird der gesellschaftliche Hintergrund der Revolte durch die Aussage Michael Naumanns in seinem Interview mit Wolfgang Kraushaar: „68 war doch hauptsächlich eine kulturelle Bewegung und vielleicht zu zwanzig Prozent eine politische. Auf seinem Höhepunkt zählte der SDS maximal 2000 Mitglieder!“ Weiter erwähnt Naumann, dass „68 für die fällige Distanzierung nicht nur von der Generation der im Nationalsozialismus verstrickten Väter steht; es ging auch um die Offenlegung der von Exnazis bevölkerten Universitätslehrkörper.“10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele wie dieses offenbaren den gesellschaftlichen, aber vielleicht auch einen inneren Kampf der Individuen, der sich letzten Endes nur auf dem Rücken der Gesellschaft austragen lies. Den Kampf, seine eigene Identität, das eigene Ich zu finden oder gar neu zu kreieren. Dies konnte nur durch eine Hinterfragung der Historie und eine Abgrenzung zur Elterngeneration erfolgen. Die kritische Theorie war hierbei Mittel zum Zweck: &lt;br /&gt;
Das Aufgreifen theoretischer Denkmodelle zur Umsetzung verschwommener, idealistischer Ziele half den jungen Menschen damals ihren eigenen Weg zu gehen, sich von den Eltern zu distanzieren. In Horkheimer, Adorno, Fromm und Marcuse fanden sie Theoretiker, in Dutschke, Krahl und Cohn-Bendit umsetzungswillige Praktiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;bibreferences/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
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		<title>Deutschland in den 1960er Jahren</title>
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		<updated>2008-03-24T12:13:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In der deutschen Geschichte gibt es nach dem Zweiten Weltkrieg nur wenige Ereignisse, die bis heute prägend für die deutsche Bevölkerung sind. Unter anderem gehören dazu die sechziger Jahre mit ihren weitreichenden Veränderungen. Sowohl intellektuell, als auch alltagspraktisch haben Neuerungen einen Umbruch in der Gesellschaft verursacht, wie er wohl so radikal kaum zuvor stattgefunden hat. Gewiss lässt sich diese Transformation zutreffender als ein schleichender, in den späten 1950er Jahren ansetzender, Transformationsprozes beschreiben. Dennoch kann man mit Recht in der sogenannten 68er-Bewegung mit ihren Hochburgen in Frankfurt und Berlin einen markanten Kulminations- und Wendepunkt in der deutschen Geschichte sehen. &lt;br /&gt;
Einerseits gab es Errungenschaften wie Farbfernsehen, die Entstehung einer Rockmusikkultur mit den Beatles oder Chubby Checker und damit die Entdeckung neuen Vergnügens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht selten verhalf ein Einkommenszuwachs und gleichzeitig der erste eigene PKW, sowie die Durchsetzung des arbeitsfreien Samstages Familien zu einem luxuriöseren Lebensstil. Andererseits gab es, so Einschätzungen von Historikern, einen Verfall tradierter Werte. &lt;br /&gt;
Während zuvor Gehorsam gegenüber der Eltern zu den selbstverständlichen Tugenden gehörte, sollte in den 60ern ein radikaler Wandel stattfinden: Die Erforschung der vergangenen Dekaden und eine damit einhergehende Denunziation der Vätergeneration an dem Zweiten Weltkrieg Mitschuld zu tragen, waren für die jungen Erwachsenen offensichtlich. Dass jedoch einige Elternteile damals selbst erst junge Heranwachsende und zugleich Opfer des Weltkrieges waren, wurde zur Nebensache. Das verstärkte Kramen in der Vergangenheit wurde durch die Verschwiegenheit der Elterngeneration weiter gefördert und dadurch ein Entfachen der Neugier bei den Jugendlichen provoziert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Scham der Eltern über die nationalsozialistische Vergangenheit zu sprechen, wurde als Verdrängung der schrecklichen Geschehnisse interpretiert. Worüber niemand sprach, musste selbst nachgeforscht werden. „Nachdem die erste Nachkriegszeit vorbei war entdeckten die jungen Leute es hat sich ja gar nichts radikal geändert. Was habt ihr nun eigentlich gemacht? Und fragten dann die Eltern. Und natürlich bei sechs oder sieben Millionen Mitglieder in der Partei waren kaum andere da und die Eltern wollten nicht darüber reden.“&amp;lt;bibref f=&amp;quot;sozfra.bib&amp;quot;&amp;gt;Fetscher:2008&amp;lt;/bibref&amp;gt; Iring Fetscher, der seit 1963 am Lehrstuhl für politische Wissenschaft als Professor tätig war, beschreibt ferner den beinahe unveränderten Zustand, dass zahlreiche ehemalige Parteimitglieder nach wie vor ihren Beruf ausübten. Parteifunktionäre verschwanden nach Kriegsende, um kurz darauf ihre alte Anstellung erneut anzunehmen. Hans Martin Schleyer, ein führender Naziwirtschaftler, habe beispielsweise im Dritten Reich tschechische Unternehmer enteignet und eine große Rolle gespielt, gleichzeitig aber auch Leben gerettet. Kurz nach seinem Revisionsverfahren 1948, wo er als Mitläufer eingestuft wurde, begann er seine Tätigkeit in der Industrie- und Handelskammer Baden-Baden. Diese Kontinuität der Führung zwischen dem Dritten Reich und dem Nachkriegsdeutschland, haben die Linksradikalen bemängelt, so Fetscher. Es hatte kaum jemand von den offiziellen, zugelassenen Parteien Anstoß genommen, dass es eine gewisse personelle Kontinuität gab, wobei bei den großen Firmen die Führungsgarnitur die gleiche war wie 1930, 1935 oder 1940, so der Philossoph. Allerdings sei das kein Grund zu sagen, die Bundesrepublik sei neonazistisch oder neofaschistisch.&amp;lt;bibref f=&amp;quot;sozfra.bib&amp;quot;&amp;gt;Fetscher:2008&amp;lt;/bibref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu der Vergangenheitskritik kamen die aktuellen Geschehnisse in Vietnam. Nach der französischen Niederlage 1954 gegen die Unabhängigkeitskämpfer in Vietnam, engagierten sich die Vereinigten Staaten zunehmends im Süden des Landes gegen die Vietcong-Rebellen, welche eine Vereinigung mit dem kommunistischen Norden anstrebten. Nach einem Flächenbombadement in Nordvietnam, sowie größflächiger Entlaubung im Süden, um dem Vietcong die Angriffsfläche zu nehmen, gewann diese dennoch die Oberhand. Angesichts der 40 000 eigenen Opfer seitens der USA entwickelte sich eine mächtige Antikriegsbewegung in den 1960er Jahren. Radikale amerikanische Kriegsgegner demonstrierten in zahlreichen Städten gegen die amerikanische Beteiligung am Krieg Übersee. „Der Vietnamkrieg galt für die jugendliche Protestbewegung in der gesamten westlichen Welt als Beweis für den Verrat aller humanitären Ideale durch die westlichen Kriegsparteien.“&amp;lt;bibref f=&amp;quot;sozfra.bib&amp;quot;&amp;gt;Schildt:2008&amp;lt;/bibref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Iring Fetscher berichtet seine Erinnerungen an die 68er-Revolte aus der Perspektive eines Deutschen in den Vereinigten Staaten, da er in den Jahren 1968/69 ein Studienjahr an der New school for social research in New York verbrachte. „Das war für mich auch sehr lehrreich, weil die gleiche Opposition da war. Natürlich gegen den Vietnamkrieg noch viel mehr (...) Und ich fand, dass die politische Orientierung rationaler war als bei uns und die war keineswegs sanft. Die haben auch ihre Regierung ganz schön angegriffen und an der New school for Social Research war ohnehin eine Tradition von Antinazis, Antifaschisten und Linken. Da waren noch einige von den Alten, also die aus dem Dritten Reich geflohen waren. Sie waren emeritiert, aber kamen auch noch zu Veranstaltungen.&amp;quot; Die Situation in Deutschland hingegen beschreibt Fetscher als eher etwas gedämpft und nicht so radikal wie in den Staaten: &amp;quot;Andere waren immerhin, sagen wir mal, nicht radikal ablehnend. Sie sagten: 'Gut, wir verstehen das. Sie sind enttäuscht, dass das Land sich nicht radikaler verändert hat.' Der Eindruck war ja nicht ganz unberechtigt, dass man dachte: Die Nazis sind weg, jetzt kommen die alten Herren wieder. Jetzt kommen die Überlebenden aus der Weimarer Republik an die Lehrstühle. Statt Adorno war es dann eben Adenauer, der das repräsentierte. Dann kam auch noch Ludwig Erhard, der sogar Wirtschaftsprobleme für die Nazis entworfen hatte. (...) es waren sicher keine demokratischen Neuerer, weder Adenauer noch Ludwig Erhard, noch die anderen. Zum Beispiel der erste Präsident Theodor Heuss. Der hatte noch 1933 für die Machtergreifung gestimmt. Es hatten ja alle Parteien mit Ausnahme der Kommunisten und Sozialdemokraten hatten das Ermächtigungsgesetz unterstützt und da war er halt dabei. Und die Katholiken natürlich auch. Die hatten dann gleich das große Konkordat beschlossen im Mai oder Juni 1933.&amp;quot;&amp;lt;bibref f=&amp;quot;sozfra.bib&amp;quot;&amp;gt;Fetscher:2008&amp;lt;/bibref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Naumann, Politiker und Journalist, durchlichtet die Studentenrevolte aus einer weiteren Perspektive und sieht in der 68er-Bewegung eine zum ersten Mal stattfindende Hinterfragung der Identitätsstiftung, die bis heute nicht völlig verschwunden sei: „Spätestens nach 1945 gab es aus gutem Grund eine Vertrauenskrise zwischen Bürger und Staat. Dies ist bis heute nicht völlig verschwunden. Und wie überwindet man sie? Zum Beispiel durch gesellschaftliche und historische Debatten, die um die Frage kreisen: Wer sind wir? Und diese Frage wurde uns von den 68ern das erste Mal nach dem Krieg schmerzhaft und nachhaltig gestellt.“7 Offen für neue Dinge wollte man sein und gleichzeitig mehr Mitspracherecht besitzen. Nicht mehr nur zuschauen was auf der Bühne des Lebens geschieht, sondern selbst agieren lautete die Devise, um seinen Lebensweg unabhängig zu beschreiten. Dieses Selbstbestimmungsinteresse offenbarte sich sowohl in der Interaktion innerhalb einer Familie als auch im gesellschaftlichen und später politischen Kontext. Antiautoritäre Bewegungen fanden großen Zuspruch, da die „Mentalität des Obrigkeitsstaats damals noch nicht verwelkt war“8, so Naumann. Die oben angeschnittenen Umwälzungen in der Gesellschaft, welche letztlich als Probleme identifiziert wurden, belasteten traditionelle autoritäre Beziehungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das neue Selbstvertrauen, welches man aus dem Aufschwung der Marktwirtschaft und der damit verbundenen Steigerung des Wohlstands entwickelte, setzte sich in den Menschen nieder. Während sich die Gesellschaft von einer industriellen zu einer post-industriellen Gesellschaft entwickelte, fand nahezu jeder Arbeitssuchende eine Anstellung. Das verlängerte Wochenende, durch die Einführung der arbeitsfreien Samstage, sollte die Möglichkeiten geben, mehr Freizeit mit der Familie zu verbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit offenbarte sich aber auch ein Trend der weiblichen Emanzipation, der sich vor allem in dem Strukturwandel der Frauenerwerbstätigkeit widerspiegelte. In den Jahren 1960 bis 1970 Jahren stieg der Anteil an Beamtinnen und Angestellten auf nahezu 40 Prozent an.&amp;lt;bibref f=&amp;quot;sozfra.bib&amp;quot;&amp;gt;Schildt:2008&amp;lt;/bibref&amp;gt; Während die Zahl an gewöhnlichen Arbeiterinnen sank, stieg die Erwerbstätigkeit der Frauen in damals klassischen Männerberufen. Einher ging dieser Wandel mit der Veränderung der klassischen Familienstruktur: Mütter waren nun nicht mehr nur Hausfrauen, sondern trugen durch außerfamiliäre Beschäftigungen zum Wohlstand der Familie bei. Zugleich musste der Nachwuchs jedoch tagsüber in Kinderkrippen oder Spielstuben untergebracht werden, weshalb der Begriff „Schlüsselkinder“ erstmals prägend für die Epoche war. Mit dem Erlass des Gleichberechtigungsgesetzes im Jahre 1957 wurde die Gleichstellung der Frau gesetzlich besiegelt und somit ein wichtiger Grundpfeiler für die nachfolgende Emanzipation gesteckt. Solche und zahlreiche weitere technische und emanzipatorische Errungenschaften führten schließlich in eine neue Medien- und Konsumgesellschaft mit der Forderung nach Freiheiten. Es schien, als kriegte man nicht genug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der tiefgreifende Wandel der damaligen Gesellschaft und die damit verbundenen familiären Veränderungen waren Nährboden der antiautoritären Protestbewegung, da es zwar einerseits positive Umgestaltungen im Leben der Menschen gab, andererseits aber der Staat und zugleich die Besetzungsmächte durch den Wiederaufbau nach dem Krieg fortwährend einen obrigkeitsstaatlichen Einfluss hatten auf die deutsche Bevölkerung, deren historische, soziale und kulturelle Entwicklung. Dieser autoritären Einflussnahme wollten sich die Jugendlichen nicht mehr beugen. Neues Selbstbewusstsein wurde aus politischen Schriften gezogen. Bestätigt wird der gesellschaftliche Hintergrund der Revolte durch die Aussage Michael Naumanns in seinem Interview mit Wolfgang Kraushaar: „68 war doch hauptsächlich eine kulturelle Bewegung und vielleicht zu zwanzig Prozent eine politische. Auf seinem Höhepunkt zählte der SDS maximal 2000 Mitglieder!“ Weiter erwähnt Naumann, dass „68 für die fällige Distanzierung nicht nur von der Generation der im Nationalsozialismus verstrickten Väter steht; es ging auch um die Offenlegung der von Exnazis bevölkerten Universitätslehrkörper.“10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele wie dieses offenbaren den gesellschaftlichen, aber vielleicht auch einen inneren Kampf der Individuen, der sich letzten Endes nur auf dem Rücken der Gesellschaft austragen lies. Den Kampf, seine eigene Identität, das eigene Ich zu finden oder gar neu zu kreieren. Dies konnte nur durch eine Hinterfragung der Historie und eine Abgrenzung zur Elterngeneration erfolgen. Die kritische Theorie war hierbei Mittel zum Zweck: &lt;br /&gt;
Das Aufgreifen theoretischer Denkmodelle zur Umsetzung verschwommener, idealistischer Ziele half den jungen Menschen damals ihren eigenen Weg zu gehen, sich von den Eltern zu distanzieren. In Horkheimer, Adorno, Fromm und Marcuse fanden sie Theoretiker, in Dutschke, Krahl und Cohn-Bendit umsetzungswillige Praktiker.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Deutschland_in_den_1960er_Jahren&amp;diff=4160</id>
		<title>Deutschland in den 1960er Jahren</title>
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		<updated>2008-03-24T08:49:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In der deutschen Geschichte gibt es nach dem Zweiten Weltkrieg nur wenige Ereignisse, die bis heute prägend für die deutsche Bevölkerung sind. Unter anderem gehören dazu die sechziger Jahre mit ihren weitreichenden Veränderungen. Sowohl intellektuell, als auch alltagspraktisch haben Neuerungen einen Umbruch in der Gesellschaft verursacht, wie er wohl so radikal kaum zuvor stattgefunden hat. Gewiss lässt sich diese Transformation zutreffender als ein schleichender, in den späten 1950er Jahren ansetzender, Transformationsprozes beschreiben. Dennoch kann man mit Recht in der sogenannten 68er-Bewegung mit ihren Hochburgen in Frankfurt und Berlin einen markanten Kulminations- und Wendepunkt in der deutschen Geschichte sehen. &lt;br /&gt;
Einerseits gab es Errungenschaften wie Farbfernsehen, die Entstehung einer Rockmusikkultur mit den Beatles oder Chubby Checker und damit die Entdeckung neuen Vergnügens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht selten verhalf ein Einkommenszuwachs und gleichzeitig der erste eigene PKW, sowie die Durchsetzung des arbeitsfreien Samstages Familien zu einem luxuriöseren Lebensstil. Andererseits gab es, so Einschätzungen von Historikern, einen Verfall tradierter Werte. &lt;br /&gt;
Während zuvor Gehorsam gegenüber der Eltern zu den selbstverständlichen Tugenden gehörte, sollte in den 60ern ein radikaler Wandel stattfinden: Die Erforschung der vergangenen Dekaden und eine damit einhergehende Denunziation der Vätergeneration an dem Zweiten Weltkrieg Mitschuld zu tragen, waren für die jungen Erwachsenen offensichtlich. Dass jedoch einige Elternteile damals selbst erst junge Heranwachsende und zugleich Opfer des Weltkrieges waren, wurde zur Nebensache. Das verstärkte Kramen in der Vergangenheit wurde durch die Verschwiegenheit der Elterngeneration weiter gefördert und dadurch ein Entfachen der Neugier bei den Jugendlichen provoziert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Scham der Eltern über die nationalsozialistische Vergangenheit zu sprechen, wurde als Verdrängung der schrecklichen Geschehnisse interpretiert. Worüber niemand sprach, musste selbst nachgeforscht werden. „Nachdem die erste Nachkriegszeit vorbei war entdeckten die jungen Leute es hat sich ja gar nichts radikal geändert. Was habt ihr nun eigentlich gemacht? Und fragten dann die Eltern. Und natürlich bei sechs oder sieben Millionen Mitglieder in der Partei waren kaum andere da und die Eltern wollten nicht darüber reden.“3 Iring Fetscher, der seit 1963 am Lehrstuhl für politische Wissenschaft als Professor tätig war, beschreibt ferner den beinahe unveränderten Zustand, dass zahlreiche ehemalige Parteimitglieder nach wie vor ihren Beruf ausübten. Parteifunktionäre verschwanden nach Kriegsende, um kurz darauf ihre alte Anstellung erneut anzunehmen. Hans Martin Schleyer, ein führender Naziwirtschaftler, habe beispielsweise im Dritten Reich tschechische Unternehmer enteignet und eine große Rolle gespielt, gleichzeitig aber auch Leben gerettet. Kurz nach seinem Revisionsverfahren 1948, wo er als Mitläufer eingestuft wurde, begann er seine Tätigkeit in der Industrie- und Handelskammer Baden-Baden. Diese Kontinuität der Führung zwischen dem Dritten Reich und dem Nachkriegsdeutschland, haben die Linksradikalen bemängelt, so Fetscher. Es hatte kaum jemand von den offiziellen, zugelassenen Parteien Anstoß genommen, dass es eine gewisse personelle Kontinuität gab, wobei bei den großen Firmen die Führungsgarnitur die gleiche war wie 1930, 1935 oder 1940, so der Philossoph. Allerdings sei das kein Grund zu sagen, die Bundesrepublik sei neonazistisch oder neofaschistisch. 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu der Vergangenheitskritik kamen die aktuellen Geschehnisse in Vietnam. Nach der französischen Niederlage 1954 gegen die Unabhängigkeitskämpfer in Vietnam, engagierten sich die Vereinigten Staaten zunehmends im Süden des Landes gegen die Vietcong-Rebellen, welche eine Vereinigung mit dem kommunistischen Norden anstrebten. Nach einem Flächenbombadement in Nordvietnam, sowie größflächiger Entlaubung im Süden, um dem Vietcong die Angriffsfläche zu nehmen, gewann diese dennoch die Oberhand. Angesichts der 40 000 eigenen Opfer seitens der USA entwickelte sich eine mächtige Antikriegsbewegung in den 1960er Jahren. Radikale amerikanische Kriegsgegner demonstrierten in zahlreichen Städten gegen die amerikanische Beteiligung am Krieg Übersee. „Der Vietnamkrieg galt für die jugendliche Protestbewegung in der gesamten westlichen Welt als Beweis für den Verrat aller humanitären Ideale durch die westlichen Kriegsparteien.“5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Iring Fetscher berichtet seine Erinnerungen an die 68er-Revolte aus der Perspektive eines Deutschen in den Vereinigten Staaten, da er in den Jahren 1968/69 ein Studienjahr an der New school for social research in New York verbrachte. „Das war für mich auch sehr lehrreich, weil die gleiche Opposition da war. Natürlich gegen den Vietnamkrieg noch viel mehr (...) Und ich fand, dass die politische Orientierung rationaler war als bei uns und die war keineswegs sanft. Die haben auch ihre Regierung ganz schön angegriffen und an der New school for Social Research war ohnehin eine Tradition von Antinazis, Antifaschisten und Linken. Da waren noch einige von den Alten, also die aus dem Dritten Reich geflohen waren. Sie waren emeritiert, aber kamen auch noch zu Veranstaltungen.&amp;quot; Die Situation in Deutschland hingegen beschreibt Fetscher als eher etwas gedämpft und nicht so radikal wie in den Staaten: &amp;quot;Andere waren immerhin, sagen wir mal, nicht radikal ablehnend. Sie sagten: 'Gut, wir verstehen das. Sie sind enttäuscht, dass das Land sich nicht radikaler verändert hat.' Der Eindruck war ja nicht ganz unberechtigt, dass man dachte: Die Nazis sind weg, jetzt kommen die alten Herren wieder. Jetzt kommen die Überlebenden aus der Weimarer Republik an die Lehrstühle. Statt Adorno war es dann eben Adenauer, der das repräsentierte. Dann kam auch noch Ludwig Erhard, der sogar Wirtschaftsprobleme für die Nazis entworfen hatte. (...) es waren sicher keine demokratischen Neuerer, weder Adenauer noch Ludwig Erhard, noch die anderen. Zum Beispiel der erste Präsident Theodor Heuss. Der hatte noch 1933 für die Machtergreifung gestimmt. Es hatten ja alle Parteien mit Ausnahme der Kommunisten und Sozialdemokraten hatten das Ermächtigungsgesetz unterstützt und da war er halt dabei. Und die Katholiken natürlich auch. Die hatten dann gleich das große Konkordat beschlossen im Mai oder Juni 1933.&amp;quot;6 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Naumann, Politiker und Journalist, durchlichtet die Studentenrevolte aus einer weiteren Perspektive und sieht in der 68er-Bewegung eine zum ersten Mal stattfindende Hinterfragung der Identitätsstiftung, die bis heute nicht völlig verschwunden sei: „Spätestens nach 1945 gab es aus gutem Grund eine Vertrauenskrise zwischen Bürger und Staat. Dies ist bis heute nicht völlig verschwunden. Und wie überwindet man sie? Zum Beispiel durch gesellschaftliche und historische Debatten, die um die Frage kreisen: Wer sind wir? Und diese Frage wurde uns von den 68ern das erste Mal nach dem Krieg schmerzhaft und nachhaltig gestellt.“7 Offen für neue Dinge wollte man sein und gleichzeitig mehr Mitspracherecht besitzen. Nicht mehr nur zuschauen was auf der Bühne des Lebens geschieht, sondern selbst agieren lautete die Devise, um seinen Lebensweg unabhängig zu beschreiten. Dieses Selbstbestimmungsinteresse offenbarte sich sowohl in der Interaktion innerhalb einer Familie als auch im gesellschaftlichen und später politischen Kontext. Antiautoritäre Bewegungen fanden großen Zuspruch, da die „Mentalität des Obrigkeitsstaats damals noch nicht verwelkt war“8, so Naumann. Die oben angeschnittenen Umwälzungen in der Gesellschaft, welche letztlich als Probleme identifiziert wurden, belasteten traditionelle autoritäre Beziehungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das neue Selbstvertrauen, welches man aus dem Aufschwung der Marktwirtschaft und der damit verbundenen Steigerung des Wohlstands entwickelte, setzte sich in den Menschen nieder. Während sich die Gesellschaft von einer industriellen zu einer post-industriellen Gesellschaft entwickelte, fand nahezu jeder Arbeitssuchende eine Anstellung. Das verlängerte Wochenende, durch die Einführung der arbeitsfreien Samstage, sollte die Möglichkeiten geben, mehr Freizeit mit der Familie zu verbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit offenbarte sich aber auch ein Trend der weiblichen Emanzipation, der sich vor allem in dem Strukturwandel der Frauenerwerbstätigkeit widerspiegelte. In den Jahren 1960 bis 1970 Jahren stieg der Anteil an Beamtinnen und Angestellten auf nahezu 40 Prozent an.9 Während die Zahl an gewöhnlichen Arbeiterinnen sank, stieg die Erwerbstätigkeit der Frauen in damals klassischen Männerberufen. Einher ging dieser Wandel mit der Veränderung der klassischen Familienstruktur: Mütter waren nun nicht mehr nur Hausfrauen, sondern trugen durch außerfamiliäre Beschäftigungen zum Wohlstand der Familie bei. Zugleich musste der Nachwuchs jedoch tagsüber in Kinderkrippen oder Spielstuben untergebracht werden, weshalb der Begriff „Schlüsselkinder“ erstmals prägend für die Epoche war. Mit dem Erlass des Gleichberechtigungsgesetzes im Jahre 1957 wurde die Gleichstellung der Frau gesetzlich besiegelt und somit ein wichtiger Grundpfeiler für die nachfolgende Emanzipation gesteckt. Solche und zahlreiche weitere technische und emanzipatorische Errungenschaften führten schließlich in eine neue Medien- und Konsumgesellschaft mit der Forderung nach Freiheiten. Es schien, als kriegte man nicht genug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der tiefgreifende Wandel der damaligen Gesellschaft und die damit verbundenen familiären Veränderungen waren Nährboden der antiautoritären Protestbewegung, da es zwar einerseits positive Umgestaltungen im Leben der Menschen gab, andererseits aber der Staat und zugleich die Besetzungsmächte durch den Wiederaufbau nach dem Krieg fortwährend einen obrigkeitsstaatlichen Einfluss hatten auf die deutsche Bevölkerung, deren historische, soziale und kulturelle Entwicklung. Dieser autoritären Einflussnahme wollten sich die Jugendlichen nicht mehr beugen. Neues Selbstbewusstsein wurde aus politischen Schriften gezogen. Bestätigt wird der gesellschaftliche Hintergrund der Revolte durch die Aussage Michael Naumanns in seinem Interview mit Wolfgang Kraushaar: „68 war doch hauptsächlich eine kulturelle Bewegung und vielleicht zu zwanzig Prozent eine politische. Auf seinem Höhepunkt zählte der SDS maximal 2000 Mitglieder!“ Weiter erwähnt Naumann, dass „68 für die fällige Distanzierung nicht nur von der Generation der im Nationalsozialismus verstrickten Väter steht; es ging auch um die Offenlegung der von Exnazis bevölkerten Universitätslehrkörper.“10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele wie dieses offenbaren den gesellschaftlichen, aber vielleicht auch einen inneren Kampf der Individuen, der sich letzten Endes nur auf dem Rücken der Gesellschaft austragen lies. Den Kampf, seine eigene Identität, das eigene Ich zu finden oder gar neu zu kreieren. Dies konnte nur durch eine Hinterfragung der Historie und eine Abgrenzung zur Elterngeneration erfolgen. Die kritische Theorie war hierbei Mittel zum Zweck: &lt;br /&gt;
Das Aufgreifen theoretischer Denkmodelle zur Umsetzung verschwommener, idealistischer Ziele half den jungen Menschen damals ihren eigenen Weg zu gehen, sich von den Eltern zu distanzieren. In Horkheimer, Adorno, Fromm und Marcuse fanden sie Theoretiker, in Dutschke, Krahl und Cohn-Bendit umsetzungswillige Praktiker.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
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		<title>Deutschland in den 1960er Jahren</title>
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		<updated>2008-03-24T08:44:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In der deutschen Geschichte gibt es nach dem Zweiten Weltkrieg nur wenige Ereignisse, die bis heute prägend für die deutsche Bevölkerung sind. Unter anderem gehören dazu die sechziger Jahre mit ihren weitreichenden Veränderungen. Sowohl intellektuell, als auch alltagspraktisch haben Neuerungen einen Umbruch in der Gesellschaft verursacht, wie er wohl so radikal kaum zuvor stattgefunden hat. Gewiss lässt sich diese Transformation zutreffender als ein schleichender, in den späten 1950er Jahren ansetzender, Transformationsprozes beschreiben. Dennoch kann man mit Recht in der sogenannten 68er-Bewegung mit ihren Hochburgen in Frankfurt und Berlin einen markanten Kulminations- und Wendepunkt in der deutschen Geschichte sehen. &lt;br /&gt;
Einerseits gab es Errungenschaften wie Farbfernsehen, die Entstehung einer Rockmusikkultur mit den Beatles oder Chubby Checker und damit die Entdeckung neuen Vergnügens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht selten verhalf ein Einkommenszuwachs und gleichzeitig der erste eigene PKW, sowie die Durchsetzung des arbeitsfreien Samstages Familien zu einem luxuriöseren Lebensstil. Andererseits gab es, so Einschätzungen von Historikern, einen Verfall tradierter Werte. &lt;br /&gt;
Während zuvor Gehorsam gegenüber der Eltern zu den selbstverständlichen Tugenden gehörte, sollte in den 60ern ein radikaler Wandel stattfinden: Die Erforschung der vergangenen Dekaden und eine damit einhergehende Denunziation der Vätergeneration an dem Zweiten Weltkrieg Mitschuld zu tragen, waren für die jungen Erwachsenen offensichtlich. Dass jedoch einige Elternteile damals selbst erst junge Heranwachsende und zugleich Opfer des Weltkrieges waren, wurde zur Nebensache. Das verstärkte Kramen in der Vergangenheit wurde durch die Verschwiegenheit der Elterngeneration weiter gefördert und dadurch ein Entfachen der Neugier bei den Jugendlichen provoziert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Scham der Eltern über die nationalsozialistische Vergangenheit zu sprechen, wurde als Verdrängung der schrecklichen Geschehnisse interpretiert. Worüber niemand sprach, musste selbst nachgeforscht werden. „Nachdem die erste Nachkriegszeit vorbei war entdeckten die jungen Leute es hat sich ja gar nichts radikal geändert. Was habt ihr nun eigentlich gemacht? Und fragten dann die Eltern. Und natürlich bei sechs oder sieben Millionen Mitglieder in der Partei waren kaum andere da und die Eltern wollten nicht darüber reden.“1 Iring Fetscher, der seit 1963 am Lehrstuhl für politische Wissenschaft als Professor tätig war, beschreibt ferner den beinahe unveränderten Zustand, dass zahlreiche ehemalige Parteimitglieder nach wie vor ihren Beruf ausübten. Parteifunktionäre verschwanden nach Kriegsende, um kurz darauf ihre alte Anstellung erneut anzunehmen. Hans Martin Schleyer, ein führender Naziwirtschaftler, habe beispielsweise im Dritten Reich tschechische Unternehmer enteignet und eine große Rolle gespielt, gleichzeitig aber auch Leben gerettet. Kurz nach seinem Revisionsverfahren 1948, wo er als Mitläufer eingestuft wurde, begann er seine Tätigkeit in der Industrie- und Handelskammer Baden-Baden. Diese Kontinuität der Führung zwischen dem Dritten Reich und dem Nachkriegsdeutschland, haben die Linksradikalen bemängelt, so Fetscher. Es hatte kaum jemand von den offiziellen, zugelassenen Parteien Anstoß genommen, dass es eine gewisse personelle Kontinuität gab, wobei bei den großen Firmen die Führungsgarnitur die gleiche war wie 1930, 1935 oder 1940, so der Philossoph. Allerdings sei das kein Grund zu sagen, die Bundesrepublik sei neonazistisch oder neofaschistisch. 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu der Vergangenheitskritik kamen die aktuellen Geschehnisse in Vietnam. Nach der französischen Niederlage 1954 gegen die Unabhängigkeitskämpfer in Vietnam, engagierten sich die Vereinigten Staaten zunehmends im Süden des Landes gegen die Vietcong-Rebellen, welche eine Vereinigung mit dem kommunistischen Norden anstrebten. Nach einem Flächenbombadement in Nordvietnam, sowie größflächiger Entlaubung im Süden, um dem Vietcong die Angriffsfläche zu nehmen, gewann diese dennoch die Oberhand. Angesichts der 40 000 eigenen Opfer seitens der USA entwickelte sich eine mächtige Antikriegsbewegung in den 1960er Jahren. Radikale amerikanische Kriegsgegner demonstrierten in zahlreichen Städten gegen die amerikanische Beteiligung am Krieg Übersee. „Der Vietnamkrieg galt für die jugendliche Protestbewegung in der gesamten westlichen Welt als Beweis für den Verrat aller humanitären Ideale durch die westlichen Kriegsparteien.“3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Iring Fetscher berichtet seine Erinnerungen an die 68er-Revolte aus der Perspektive eines Deutschen in den Vereinigten Staaten, da er in den Jahren 1968/69 ein Studienjahr an der New school for social research in New York verbrachte. „Das war für mich auch sehr lehrreich, weil die gleiche Opposition da war. Natürlich gegen den Vietnamkrieg noch viel mehr (...) Und ich fand, dass die politische Orientierung rationaler war als bei uns und die war keineswegs sanft. Die haben auch ihre Regierung ganz schön angegriffen und an der New school for Social Research war ohnehin eine Tradition von Antinazis, Antifaschisten und Linken. Da waren noch einige von den Alten, also die aus dem Dritten Reich geflohen waren. Sie waren emeritiert, aber kamen auch noch zu Veranstaltungen.&amp;quot; Die Situation in Deutschland hingegen beschreibt Fetscher als eher etwas gedämpft und nicht so radikal wie in den Staaten: &amp;quot;Andere waren immerhin, sagen wir mal, nicht radikal ablehnend. Sie sagten: 'Gut, wir verstehen das. Sie sind enttäuscht, dass das Land sich nicht radikaler verändert hat.' Der Eindruck war ja nicht ganz unberechtigt, dass man dachte: Die Nazis sind weg, jetzt kommen die alten Herren wieder. Jetzt kommen die Überlebenden aus der Weimarer Republik an die Lehrstühle. Statt Adorno war es dann eben Adenauer, der das repräsentierte. Dann kam auch noch Ludwig Erhard, der sogar Wirtschaftsprobleme für die Nazis entworfen hatte. (...) es waren sicher keine demokratischen Neuerer, weder Adenauer noch Ludwig Erhard, noch die anderen. Zum Beispiel der erste Präsident Theodor Heuss. Der hatte noch 1933 für die Machtergreifung gestimmt. Es hatten ja alle Parteien mit Ausnahme der Kommunisten und Sozialdemokraten hatten das Ermächtigungsgesetz unterstützt und da war er halt dabei. Und die Katholiken natürlich auch. Die hatten dann gleich das große Konkordat beschlossen im Mai oder Juni 1933.&amp;quot;4 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Naumann, Politiker und Journalist, durchlichtet die Studentenrevolte aus einer weiteren Perspektive und sieht in der 68er-Bewegung eine zum ersten Mal stattfindende Hinterfragung der Identitätsstiftung, die bis heute nicht völlig verschwunden sei: „Spätestens nach 1945 gab es aus gutem Grund eine Vertrauenskrise zwischen Bürger und Staat. Dies ist bis heute nicht völlig verschwunden. Und wie überwindet man sie? Zum Beispiel durch gesellschaftliche und historische Debatten, die um die Frage kreisen: Wer sind wir? Und diese Frage wurde uns von den 68ern das erste Mal nach dem Krieg schmerzhaft und nachhaltig gestellt.“5 Offen für neue Dinge wollte man sein und gleichzeitig mehr Mitspracherecht besitzen. Nicht mehr nur zuschauen was auf der Bühne des Lebens geschieht, sondern selbst agieren lautete die Devise, um seinen Lebensweg unabhängig zu beschreiten. Dieses Selbstbestimmungsinteresse offenbarte sich sowohl in der Interaktion innerhalb einer Familie als auch im gesellschaftlichen und später politischen Kontext. Antiautoritäre Bewegungen fanden großen Zuspruch, da die „Mentalität des Obrigkeitsstaats damals noch nicht verwelkt war“6, so Naumann. Die oben angeschnittenen Umwälzungen in der Gesellschaft, welche letztlich als Probleme identifiziert wurden, belasteten traditionelle autoritäre Beziehungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das neue Selbstvertrauen, welches man aus dem Aufschwung der Marktwirtschaft und der damit verbundenen Steigerung des Wohlstands entwickelte, setzte sich in den Menschen nieder. Während sich die Gesellschaft von einer industriellen zu einer post-industriellen Gesellschaft entwickelte, fand nahezu jeder Arbeitssuchende eine Anstellung. Das verlängerte Wochenende, durch die Einführung der arbeitsfreien Samstage, sollte die Möglichkeiten geben, mehr Freizeit mit der Familie zu verbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit offenbarte sich aber auch ein Trend der weiblichen Emanzipation, der sich vor allem in dem Strukturwandel der Frauenerwerbstätigkeit widerspiegelte. In den Jahren 1960 bis 1970 Jahren stieg der Anteil an Beamtinnen und Angestellten auf nahezu 40 Prozent an.7 Während die Zahl an gewöhnlichen Arbeiterinnen sank, stieg die Erwerbstätigkeit der Frauen in damals klassischen Männerberufen. Einher ging dieser Wandel mit der Veränderung der klassischen Familienstruktur: Mütter waren nun nicht mehr nur Hausfrauen, sondern trugen durch außerfamiliäre Beschäftigungen zum Wohlstand der Familie bei. Zugleich musste der Nachwuchs jedoch tagsüber in Kinderkrippen oder Spielstuben untergebracht werden, weshalb der Begriff „Schlüsselkinder“ erstmals prägend für die Epoche war. Mit dem Erlass des Gleichberechtigungsgesetzes im Jahre 1957 wurde die Gleichstellung der Frau gesetzlich besiegelt und somit ein wichtiger Grundpfeiler für die nachfolgende Emanzipation gesteckt. Solche und zahlreiche weitere technische und emanzipatorische Errungenschaften führten schließlich in eine neue Medien- und Konsumgesellschaft mit der Forderung nach Freiheiten. Es schien, als kriegte man nicht genug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der tiefgreifende Wandel der damaligen Gesellschaft und die damit verbundenen familiären Veränderungen waren Nährboden der antiautoritären Protestbewegung, da es zwar einerseits positive Umgestaltungen im Leben der Menschen gab, andererseits aber der Staat und zugleich die Besetzungsmächte durch den Wiederaufbau nach dem Krieg fortwährend einen obrigkeitsstaatlichen Einfluss hatten auf die deutsche Bevölkerung, deren historische, soziale und kulturelle Entwicklung. Dieser autoritären Einflussnahme wollten sich die Jugendlichen nicht mehr beugen. Neues Selbstbewusstsein wurde aus politischen Schriften gezogen. Bestätigt wird der gesellschaftliche Hintergrund der Revolte durch die Aussage Michael Naumanns in seinem Interview mit Wolfgang Kraushaar: „68 war doch hauptsächlich eine kulturelle Bewegung und vielleicht zu zwanzig Prozent eine politische. Auf seinem Höhepunkt zählte der SDS maximal 2000 Mitglieder!“ Weiter erwähnt Naumann, dass „68 für die fällige Distanzierung nicht nur von der Generation der im Nationalsozialismus verstrickten Väter steht; es ging auch um die Offenlegung der von Exnazis bevölkerten Universitätslehrkörper.“8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele wie dieses offenbaren den gesellschaftlichen, aber vielleicht auch einen inneren Kampf der Individuen, der sich letzten Endes nur auf dem Rücken der Gesellschaft austragen lies. Den Kampf, seine eigene Identität, das eigene Ich zu finden oder gar neu zu kreieren. Dies konnte nur durch eine Hinterfragung der Historie und eine Abgrenzung zur Elterngeneration erfolgen. Die kritische Theorie war hierbei Mittel zum Zweck: &lt;br /&gt;
Das Aufgreifen theoretischer Denkmodelle zur Umsetzung verschwommener, idealistischer Ziele half den jungen Menschen damals ihren eigenen Weg zu gehen, sich von den Eltern zu distanzieren. In Horkheimer, Adorno, Fromm und Marcuse fanden sie Theoretiker, in Dutschke, Krahl und Cohn-Bendit umsetzungswillige Praktiker.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Frankfurter_Soziologie_und_Studentenrevolte&amp;diff=4158</id>
		<title>Frankfurter Soziologie und Studentenrevolte</title>
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		<updated>2008-03-24T08:41:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: Die Seite wurde neu angelegt: Mit meiner Arbeit zum Thema '''''„Frankfurter Soziologie und Studentenrevolte“''''' bearbeite ich, in welchem Ausmaß die soziologische Theoriebildung der Frankfurt...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mit meiner Arbeit zum Thema '''''„Frankfurter Soziologie und Studentenrevolte“''''' bearbeite ich, in welchem Ausmaß die soziologische Theoriebildung der Frankfurter Schule und deren [[Gesellschaftstheorie]] zur Sprengkraft der Studentenbewegung beigetragen hat bzw. ob diese im Zusammenhang steht mit einem Bild der Gesellschaft, wie es in den 60er Jahren von der Frankfurter Soziologie vermittelt wurde. Dieses Bild der Soziologie und die Einschätzungen zur 68er Bewegung der damaligen Akteure, werde ich mit Hilfe von Auszügen einiger Interviews erörtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie stellt sich das Beziehungsgeflecht zwischen Studenten, Theoretikern und der Gesellschaft zur damaligen Zeit [[an der Frankfurter Universität]] dar und wie wird das in den Interviews dargestellt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Artikel [[Deutschland in den 1960er Jahren]] habe ich einige Eckpunkte versammelt, die eine Einschätzung der allgemeingesellschaftlichen Situation ermöglichen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In meinen Aufsätzen wird deutlich, dass nur einige Texte von der Studentenbewegung rezipiert wurden, die der Frankfurter Schule zuzuordnen sind. Von den Interviewten wie zum Beispiel Oevermann und Luckmann wird erheblicher Widerstand gegen eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit bestimmten Texten genannt. Wovon hat sich die Studentenrevolte inspirieren lassen, wenn nicht von den klassischen soziologischen Texten? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde ebenfalls versuchen herauskristallisieren, welche Absichten die Studenten mit diesem Widerstand verfolgten. Gab es zentrale Texte in dieser Zeit, welche die Rebellion mit theoretischem Gehalt nährten? Wurden Denkmodelle und Schriften von beispielsweise Adorno, Horkheimer, Fromm und Marcuse fehlinterpretiert oder lediglich mit den falschen Mitteln verwirklicht? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bilddokumente]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=SozFra:Portal&amp;diff=4157</id>
		<title>SozFra:Portal</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=SozFra:Portal&amp;diff=4157"/>
		<updated>2008-03-24T08:41:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__NOEDITSECTION__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;background-color:#F2F2E5;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== '''Lehrforschungsprojekt: Soziologie in Frankfurt''' ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fragestellung und Vorgehen===&lt;br /&gt;
[[Image:AfETurm.jpg|thumb|left|100px|AfE-Turm, errichtet von 1970 bis 1972]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenstand dieses sich über zwei Semester erstreckenden Lehrforschungsprojektes ist die Geschichte der Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt seit ihrer Gründung als Stiftungsuniversität im Jahre 1914 bis zum heutigen Tag, der durch eine nicht nur generationsbedingte Umbruchphase gekennzeichnet ist, in dem sich das Gesicht der Frankfurter Soziologie in naher Zukunft dramatisch verändern wird. Die Veranstaltung bezieht also historische wie zeitgenössische Aspekte der soziologischen Forschung und Lehre an der Universität Frankfurt bewußt aufeinander, um anhand von historischen Quellen und zeitgenössischen Methoden der empirischen Sozialforschung dasjenige intellektuelle und politische Spektrum auszumessen, wofür der Wissenschaftsstandort Frankfurt einmal stand bzw. heute steht und vielleicht dereinst stehen könnte. Zu diesem Zweck sind mit einigen Akteuren und Zeitzeugen Interviews geührt worden, die in den letzten Jahrzehnten maßgeblich das Erscheinungsbild der Frankfurter Soziologie mitgeprägt haben bzw. seinen Wandel aufmerksam mitverfolgt haben. [[Interviewees Projektübersicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsgruppen, Plenum, Ablauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jeweiligen Arbeitsgruppen befassten sich mit unterschiedlichen Phasen und Akteuren innerhalb des nun bald hundertjährigen Prozesses der Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre an der Universität Frankfurt. Dazu wurden eigene erste Fragestellungen fomuliert, die in dem Artikel [[Vorüberlegungen und offene Fragestellungen]] dokumentiert sind. [[Image:Jügelhaus.jpg|thumb|right|180px|Das Jügelhaus wurde 1906 als Teil der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften errichtet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischenergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen wurden in dem während der Vorlesungszeit regelmäßig stattfindenden Plenum zur Diskussion gestellt. Die durchgeführten [[Interviews]] wurden als Transkriptionen von allen Teilnehmenden angefertigt, so dass in den einzelnen Arbeiten je nach Bedarf leicht darauf zurückgegriffen konnte. Das Wiki-System war als [[Didaktisches Szenario]] thematisch in Diskussion und Weiterentwicklung des Projekts eingebunden.&lt;br /&gt;
Während der beiden Semester haben [[Vorträge und Konferenzen]] stattgefunden, die jeweils zur Erweiterung des thematischen Feldes beigetragen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsgruppe 1. Frankfurt als Stiftungsuniversität bis 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Fragestellungen der Gruppe 1]] beziehen sozialwissenschaftliche Forschung und Lehre an der alten Frankfurter '''Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften''', die Gründung der Universität Frankfurt als Stiftungsuniversität des Frankfurter Bürgertums im Jahre 1914 (wobei insbesondere auch auf die mäzenatische Rolle des jüdischen Bürgertums eingegangen werden soll), die &amp;quot;wilden zwanziger Jahre&amp;quot;: die Frankfurter Soziologie in der Weimarer Republik und ihr Verhältnis zum philosophischen Elfenbeinturm sowie zur außerakademischen Kunstkritik und Kulturessayistik, in die entstehenden Arbeiten ein. (BetreuerInnen: [[Amalia Barboza]], [[Aurélien Berlan]], [[Claudius Härpfer]], [[Felicia Herrschaft]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====[[Fragestellungen der Gruppe 1]]====&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:100px-Adickes.jpg|frame|center|90px|[[Die Anfangsgeschichte der Universität Frankfurt]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Oppenheimer1.jpg |frame|center|100px|[[Franz Oppenheimer und der erste Lehrstuhl für Soziologie an der Frankfurter Universität|Franz Oppenheimer]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:KarlMannheim1.jpg|frame|center|100|[[Karl Mannheim|Karl &amp;lt;br /&amp;gt;Mannheim]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Horkheimer1.jpg|frame|center|100|[[Das Institut für Sozialforschung in Frankfurt. Insbesondere das Wirken Max Horkheimers, sowie das Wesen des Institutes während des zweiten Weltkrieges|Max Horkheimer und das IfS]] ]]&lt;br /&gt;
|valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Elias1.jpg|frame|center|100|[[Mannheims Studenten in der Galaxis der Frankfurter Soziologie| Karl Mannheims StudentInnen, Bild: Norbert Elias]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Salomon1.jpg|frame|center|100px|[[Gottfried Salomon Delatour: Sein Einfluss auf die Soziologie in Frankfurt und seine Verbindungen|Gottfried Salomon-Delatour]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Kracauer1.jpg|frame|center|100px|[[Siegfried Kracauer: Der Soziologe in der Frankfurter Zeitung. Einfluß und Wirken eines Außenseiters bis 1933|Siegfried&amp;lt;br /&amp;gt;Kracauer]] ]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsgruppe 2. Neubeginn in den 1950er - Frankfurter Soziologie heute und morgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Fragestellungen der Gruppe 2]] behandeln unter anderem den demokatischen Neubeginn der Universität in den 1950er und 1960er Jahren: Die Rückkehr der Emigranten aus dem amerikanischen Exil und das spannungsreiche Verhältnis der &amp;quot;Frankfurter Schule der Soziologie&amp;quot; zur Philosophie und Ökonomie sowie die Studentenrevolte von 1968 und die Entstehung des heutigen Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften aus der Konkursmasse der von Jürgen Habermas und Ludwig von Friedeburg beabsichtigten Hochschulreform. (BetreuerInnen: [[Fehmi Akalin]], [[Thorsten Benkel]], [[Claudius Härpfer]], [[Felicia Herrschaft]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
====[[Fragestellungen der Gruppe 2]]====&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;2&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Luckmann.jpg|frame|center|50px|[[Der Fakultätenstreit]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:jürgenhabermas1.jpg |frame|center|50px|[[Jürgen Habermas - Verpasste Chance für Frankfurt|Jürgen&amp;lt;br/&amp;gt;Habermas]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:4_73_0_Frauenzentrum2_gr.jpg|frame|center|50px|[[Frauen in der Soziologie in Frankfurt]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Goethe_zitat.jpg|frame|center|50px|[[Die Berufungspolitik ab 1945]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:dutschke2-kl.jpg|frame|center|50px|[[Der Mittelbau der Jahre 1965-1972]] ]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Image:Studentenrevolte1.jpg|frame|center|50px|[[Frankfurter Soziologie und Studentenrevolte]]]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Verzeichnis bedeutender Personen für die Soziologie in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Chronologie der Entstehung und Institutionalisierung der Soziologie in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Geschichte des Vereins für Sozialpolitik 1872-1932 (Dr.Franz Boese)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Artikelsammlung Universität Frankfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rektoratsreden 1914-1989]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Dekane und Dekaninnen Fb 3|DekanInnen des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vorlesungsverzeichnisse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Image:IfEGebäudeErstes.jpg|thumb|right|200px|Das Gebäude des Instituts für Sozialforschung zwischen 1924 und 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interviews==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Interviewpartner im Wintersemester]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Informationen und Eckdaten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Auszüge Transkriptionen der Interviews]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Methoden und Auswertung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturliste==&lt;br /&gt;
*[[Literaturliste]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[LiteraturlisteToDo | Literatur, die eingebunden werden soll]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[LiteraturDone | Einbindungsschlüssel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archiv ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vorträge und Konferenzen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Veranstaltungsdaten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[TeilnehmerInnen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Deutschland_in_den_1960er_Jahren&amp;diff=4156</id>
		<title>Deutschland in den 1960er Jahren</title>
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		<updated>2008-03-22T10:21:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: Die Seite wurde neu angelegt: In der deutschen Geschichte gibt es nach dem Zweiten Weltkrieg nur wenige Ereignisse, die bis heute prägend für die deutsche Bevölkerung sind. Unter anderem gehören...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In der deutschen Geschichte gibt es nach dem Zweiten Weltkrieg nur wenige Ereignisse, die bis heute prägend für die deutsche Bevölkerung sind. Unter anderem gehören dazu die sechziger Jahre mit ihren weitreichenden Veränderungen. Sowohl intellektuell, als auch alltagspraktisch haben Neuerungen einen Umbruch in der Gesellschaft verursacht, wie er wohl so radikal kaum zuvor stattgefunden hat. Gewiss lässt sich diese Transformation zutreffender als ein schleichender, in den späten 1950er Jahren ansetzender, Transformationsprozes beschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch kann man mit Recht in der sogenannten 68er-Bewegung mit ihren Hochburgen in Frankfurt und Berlin einen markanten Kulminations- und Wendepunkt in der deutschen Geschichte sehen. &lt;br /&gt;
Einerseits gab es Errungenschaften wie Farbfernsehen, die Entstehung einer Rockmusikkultur mit den Beatles oder Chubby Checker und damit die Entdeckung neuen Vergnügens. Nicht selten verhalf ein Einkommenszuwachs und gleichzeitig der erste eigene PKW, sowie die Durchsetzung des arbeitsfreien Samstages Familien zu einem luxuriöseren Lebensstil. Andererseits gab es, so Einschätzungen von Historikern, einen Verfall tradierter Werte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während zuvor Gehorsam gegenüber der Eltern zu den selbstverständlichen Tugenden gehörte, sollte in den 60ern ein radikaler Wandel stattfinden: Die Erforschung der vergangenen Dekaden und eine damit einhergehende Denunziation der Vätergeneration an dem Zweiten Weltkrieg Mitschuld zu tragen, waren für die jungen Erwachsenen offensichtlich. Dass jedoch einige Elternteile damals selbst erst junge Heranwachsende und zugleich Opfer des Weltkrieges waren, wurde zur Nebensache. Das verstärkte Kramen in der Vergangenheit wurde durch die Verschwiegenheit der Elterngeneration weiter gefördert und dadurch ein Entfachen der Neugier bei den Jugendlichen provoziert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Scham der Eltern über die nationalsozialistische Vergangenheit zu sprechen, wurde als Verdrängung der schrecklichen Geschehnisse interpretiert. Worüber niemand sprach, musste selbst nachgeforscht werden. „Nachdem die erste Nachkriegszeit vorbei war entdeckten die jungen Leute es hat sich ja gar nichts radikal geändert. Was habt ihr nun eigentlich gemacht? Und fragten dann die Eltern. Und natürlich bei sechs oder sieben Millionen Mitglieder in der Partei waren kaum andere da und die Eltern wollten nicht darüber reden.“1 Auch Fetschers Aussage beschreibt den beinahe unveränderten Zustand, dass zahlreiche ehemalige Parteimitglieder nach wie vor ihren beruf ausübten. Zahlreiche Parteifunktionäre verschwanden kurz nach Kriegsende, um kurz darauf ihre alte Anstellung erneut anzunehmen. „Den Ponto habe ich zufälligerweise gekannt. Das waren eigentlich ganz liebe Leute, größtenteils. Nicht gerade Herr Schleyer, aber gut. Da hat damals der, ich glaube es war (Pause) es war einer von den linken Intellektuellen hat gesagt: „Durch die Gewalttat gegen Schleyer haben sie es fertig gebracht, dieses unsympathische Nazigesicht zum (lacht) Mitleid zu erwecken für dieses unsympathische Nazigesicht.“ Und da ist was dran. Man konnte nicht mehr gegen Schleyer sein, nachdem er so gewaltsam entführt wurde und dann auch noch umgebracht wurde. Natürlich hat er im Dritten Reich die tschechischen Unternehmer enteignet und hat da eine ziemliche Rolle gespielt und hat angeblich auch Leute gerettet. Das hat er sicher auch getan, aber er war eben ein führender Naziwirtschaftler und äh insofern hatten die da schon jemanden getroffen, der für die Kontinuität, das war die eine Idee der Linksradikalen, die Kontinuität der Führung zwischen dem Dritten Reich und dem Nachkriegsdeutschland. Und da waren ein paar Personen, die schon auffielen. Das waren Seehofer, das waren Kloppke, das waren bei den Wirtschaftlern eine ganze Menge Leute, aber eben auch Hanns Martin Schleyer. Aber das ist kein Grund zu sagen, die Bundesrepublik sei neonazistisch oder neofaschistisch oder so. Aber das stimmte schon. Man hatte kaum von den offiziellen, zugelassenen Parteien, hat kaum jemand Anstoß daran genommen, dass es eine gewisse personale Kontinuität gab. War insbesondere bei den großen Unternehmungen, also bei (Pause) Schwarz (lange Pause). Bevor ich promoviert wurde, vielleicht auch nach der Promotion, war ich mit einer Gruppe von französischen Studenten und deutschen Studenten zusammen im Ruhrgebiet. Das war ja die erste große deutsch-französische Kohle- und Stahlgemeinschaft und da stellte sich doch heraus, dass bei den großen Firmen die ganze Führungsgarnitur, die war die gleiche noch wie 1930 oder 1935 oder 1940. Und, na ja, gut. (lange Pause) Such is life.“2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu der Vergangenheitskritik kamen die aktuellen Geschehnisse in Vietnam. Nach der französischen Niederlage 1954 gegen die Unabhängigkeitskämpfer in Vietnam, engagierten sich die Vereinigten Staaten zunehmends im Süden des Landes gegen die Vietcong-Rebellen, welche eine Vereinigung mit dem kommunistischen Norden anstrebten. Nach einem Flächenbombadement in Nordvietnam, sowie größflächiger Entlaubung im Süden, um dem Vietcong die Angriffsfläche zu nehmen, gewann diese dennoch die Oberhand. Angesichts der 40 000 eigenen Opfer seitens der USA entwickelte sich eine mächtige Antikriegsbewegung in den 1960er Jahren. Radikale amerikanische Kriegsgegner demonstrierten in zahlreichen Städten gegen die amerikanische Beteiligung am Krieg Übersee. „Der Vietnamkrieg galt für die jugendliche Protestbewegung in der gesamten westlichen Welt als Beweis für den Verrat aller humanitären Ideale durch die westlichen Kriegsparteien.“3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Iring Fetscher berichtet seine Erinnerungen an die 68er-Revolte aus der Perspektive eines Deutschen in den Vereinigten Staaten, da er in den Jahren 1968/69 ein Studienjahr an der New school for social research in New York verbrachte. „Das war für mich auch sehr lehrreich, weil die gleiche Opposition da war. Natürlich gegen den Vietnamkrieg noch viel mehr, die waren ja betroffen und viele Studenten von mir und auch von anderen Universitäten, die waren entweder nach Kanada gegangen, oder hatten ihre Einberufung verbrannt. Aber sie hatten auch eine legale Möglichkeit den Kriegsdienst abzulehnen, indem sie in die Slums gingen als Lehrer. Das haben sie auch gemacht, größtenteils. Und es war (Pause) ich fand das die politische Orientierung war rationaler als bei uns und die war keineswegs sanft. Die haben auch ihre Regierung ganz schön angegriffen und an der New school for social research war ohnehin eine Tradition von Antinazis, Antifaschisten und Linken (Pause) waren noch einige da von den Alten, also die aus dem Dritten Reich geflohen waren, waren emeritiert, aber kamen auch noch zu Veranstaltungen“..... „Andere waren immerhin, sagen wir mal, nicht radikal ablehnend. Sie sagten: &amp;quot;Gut, wir verstehen das. Sie sind enttäuscht, dass das Land sich nicht radikaler verändert hat.&amp;quot; Der Eindruck war ja nicht ganz unberechtigt, dass man dachte: Die Nazis sind weg, jetzt kommen die alten Herren wieder. Jetzt kommen die Überlebenden aus der Weimarer Republik an die Lehrstühle. Statt Adorno war es dann eben Adenauer, der das repräsentierte. Dann kam auch noch Ludwig Erhard, der sogar Wirtschaftsprobleme für die Nazis entworfen hatte. Er war nicht so ganz neu vom Himmel gefallen“.... „aber es waren sicher keine demokratischen Neuerer, weder Adenauer noch Ludwig Erhard, noch die anderen.  Zum Beispiel der erste Präsident Theodor Heuss. Der hatte noch 1933 für die Machtergreifung gestimmt. Das waren nicht so neue Leute. Es hatten ja alle Parteien mit Ausnahme der Kommunisten und Sozialdemokraten hatten das Ermächtigungsgesetz unterstützt und da war er halt dabei. Und die Katholiken natürlich auch. Die hatten dann gleich das große Konkordat beschlossen im Mai oder Juni 1933. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Naumann sieht in der 68er-Bewegung eine zum ersten Mal stattfindende Hinterfragung der Identitätsstiftung, die bis heute nicht völlig verschwunden sei: „Spätestens nach 1945 gab es aus gutem Grund eine Vertrauenskrise zwischen Bürger und Staat. Dies ist bis heute nicht völlig verschwunden. Und wie überwindet man sie? Zum Beispiel durch gesellschaftliche und historische Debatten, die um die Frage kreisen: Wer sind wir? Und diese Frage wurde uns von den 68ern das erste Mal nach dem Krieg schmerzhaft und nachhaltig gestellt.“4 Offen für neue Dinge wollte man sein und gleichzeitig mehr Mitspracherecht besitzen. Nicht mehr nur zuschauen was auf der Bühne des Lebens geschieht, sondern selbst agieren lautete die Devise, um seinen Lebensweg unabhängig zu beschreiten. Dieses Selbstbestimmungsinteresse offenbarte sich sowohl in der Interaktion innerhalb einer Familie als auch im gesellschaftlichen und später politischen Kontext. Antiautoritäre Bewegungen fanden großen Zuspruch, da die „Mentalität des Obrigkeitsstaats damals noch nicht verwelkt war“5, so Michael Naumann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben angeschnittenen Umwälzungen in der Gesellschaft, welche letztlich als Probleme identifiziert wurden, belasteten autoritäre Beziehungen. Das neue Selbstvertrauen, welches man aus dem Aufschwung der Marktwirtschaft und der damit verbundenen Steigerung des Wohlstands entwickelte, setzte sich in den Menschen nieder. Während sich die Gesellschaft von einer industriellen zu einer post-industriellen Gesellschaft entwickelte, fand nahezu jeder Arbeitssuchende eine Anstellung. Das verlängerte Wochenende, durch die Einführung der arbeitsfreien Samstage, sollte die Möglichkeiten geben, mehr Freizeit mit der Familie zu verbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit offenbarte sich aber auch ein Trend der weiblichen Emanzipation, der sich vor allem in dem Strukturwandel der Frauenerwerbstätigkeit widerspiegelte. In den Jahren 1960 bis 1970 Jahren stieg der Anteil an Beamtinnen und Angestellten auf nahezu 40 Prozent an.6 Während die Zahl an gewöhnlichen Arbeiterinnen sank, stieg die Erwerbstätigkeit der Frauen in damals klassischen Männerberufen. Einher ging dieser Wandel mit der Veränderung der klassischen Familienstruktur: Mütter waren nun nicht mehr nur Hausfrauen, sondern trugen durch außerfamiliäre Beschäftigungen zum Wohlstand der Familie bei. Zugleich musste der Nachwuchs jedoch tagsüber in Kinderkrippen oder Spielstuben untergebracht werden, weshalb der Begriff „Schlüsselkinder“ erstmals prägend für die Epoche war. Mit dem Erlass des Gleichberechtigungsgesetzes im Jahre 1957 wurde die Gleichstellung der Frau gesetzlich besiegelt und somit ein wichtiger Grundpfeiler für die nachfolgende Emanzipation gesteckt. Solche und zahlreiche weitere technische und emanzipatorische Errungenschaften führten schließlich in eine neue Medien- und Konsumgesellschaft mit der Forderung nach Freiheiten. Es schien, als kriegte man nicht genug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der tiefgreifende Wandel der damaligen Gesellschaft und die damit verbundenen familiären Veränderungen waren Nährboden der antiautoritären Protestbewegung, da es zwar einerseits positive Umgestaltungen im Leben der Menschen gab, andererseits aber der Staat und zugleich die Besetzungsmächte durch den Wiederaufbau nach dem Krieg fortwährend einen obrigkeitsstaatlichen Einfluss hatten auf die deutsche Bevölkerung, deren historische, soziale und kulturelle Entwicklung. Dieser autoritären Einflussnahme wollten sich die Jugendlichen nicht mehr beugen. Neues Selbstbewusstsein wurde aus politischen Schriften gezogen. Bestätigt wird der gesellschaftliche Hintergrund der Revolte durch die Aussage Michael Naumanns in seinem Interview mit Wolfgang Kraushaar: „68 war doch hauptsächlich eine kulturelle Bewegung und vielleicht zu zwanzig Prozent eine politische. Auf seinem Höhepunkt zählte der SDS maximal 2000 Mitglieder!“ Weiter erwähnt Naumann, dass „68 für die fällige Distanzierung nicht nur von der Generation der im Nationalsozialismus verstrickten Väter steht; es ging auch um die Offenlegung der von Exnazis bevölkerten Universitätslehrkörper.“7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele wie dieses offenbaren den kulturellen Kampf, vielleicht aber auch einen inneren Kampf der Individuen, der sich letzten Endes nur auf dem Rücken der Gesellschaft austragen lies. Den Kampf, seine eigene Identität, das eigene Ich zu finden oder gar neu zu kreieren. Dies konnte nur durch eine Hinterfragung der Historie und eine Abgrenzung zur Elterngeneration erfolgen. Die kritische Theorie war hierbei Mittel zum Zweck: Das Aufgreifen theoretischer Denkmodelle zur Umsetzung verschwommener, idealistischer Ziele half den jungen Menschen damals ihren Weg zu gehen, sich von den Eltern zu distanzieren. In Horkheimer, Adorno, Fromm und Marcuse fanden sie Theoretiker, in Dutschke, Krahl und Cohn-Bendit umsetzungswillige Praktiker.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Wie_wurde_die_Studentenrevolte_theoretisch_vorbereitet%3F&amp;diff=4155</id>
		<title>Wie wurde die Studentenrevolte theoretisch vorbereitet?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Wie_wurde_die_Studentenrevolte_theoretisch_vorbereitet%3F&amp;diff=4155"/>
		<updated>2008-03-22T10:03:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mit meiner Arbeit zum Thema '''''„Die Frankfurter Soziologie in den 1960er Jahren“''''' bearbeite ich, in welchem Ausmaß die soziologische Theoriebildung der Frankfurter Schule und deren [[Gesellschaftstheorie]] zur Sprengkraft der Studentenbewegung beigetragen hat bzw. ob diese im Zusammenhang steht mit einem Bild der Gesellschaft, wie es in den 60er Jahren von der Frankfurter Soziologie vermittelt wurde. Dieses Bild der Soziologie und die Einschätzungen zur 68er Bewegung der damaligen Akteure, werde ich mit Hilfe von Auszügen einiger Interviews erörtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie stellt sich das Beziehungsgeflecht zwischen Studenten, Theoretikern und der Gesellschaft zur damaligen Zeit [[an der Frankfurter Universität]] dar und wie wird das in den Interviews dargestellt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Artikel [[Deutschland in den 1960er Jahren]] habe ich einige Eckpunkte versammelt, die eine Einschätzung der allgemeingesellschaftlichen Situation ermöglichen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In meinen Aufsätzen wird deutlich, dass nur einige Texte von der Studentenbewegung rezipiert wurden, die der Frankfurter Schule zuzuordnen sind. Von den Interviewten wie zum Beispiel Oevermann und Luckmann wird erheblicher Widerstand gegen eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit bestimmten Texten genannt. Wovon hat sich die Studentenrevolte inspirieren lassen, wenn nicht von den klassischen soziologischen Texten? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde ebenfalls versuchen herauskristallisieren, welche Absichten die Studenten mit diesem Widerstand verfolgten. Gab es zentrale Texte in dieser Zeit, welche die Rebellion mit theoretischem Gehalt nährten? Wurden Denkmodelle und Schriften von beispielsweise Adorno, Horkheimer, Fromm und Marcuse fehlinterpretiert oder lediglich mit den falschen Mitteln verwirklicht? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bilddokumente]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Wie_wurde_die_Studentenrevolte_theoretisch_vorbereitet%3F&amp;diff=4131</id>
		<title>Wie wurde die Studentenrevolte theoretisch vorbereitet?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Wie_wurde_die_Studentenrevolte_theoretisch_vorbereitet%3F&amp;diff=4131"/>
		<updated>2008-03-19T16:54:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mit meiner Arbeit zum Thema '''''„Die Frankfurter Soziologie in den 1960er Jahren“''''' bearbeite ich, in welchem Ausmaß die soziologische Theoriebildung der Frankfurter Schule und deren [[Gesellschaftstheorie]] zur Sprengkraft der '''Studentenbewegung''' beigetragen hat bzw. ob diese im Zusammenhang steht mit einem Bild der Gesellschaft, wie es in den 60er Jahren von der Frankfurter Soziologie vermittelt wurde. Dieses Bild der Soziologie und die Einschätzungen zur 68er Bewegung der damaligen Akteure, werde ich mit Hilfe von Auszügen einiger Interviews erörtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie stellt sich das Beziehungsgeflecht zwischen Studenten, Theoretikern und der Gesellschaft zur damaligen Zeit dar und wie wird das in den Interviews dargestellt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Artikel [[Frankfurt in den 1960er Jahren]] habe ich einige Eckpunkte versammelt, die eine Einschätzung gesellschaftlicher Veränderungen ermöglichen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In meinen Aufsätzen wird deutlich, dass nur einige Texte von der Studentenbewegung rezipiert wurden, die der Frankfurter Schule zuzuordnen sind. Von den Interviewten wie zum Beispiel Oevermann und Luckmann wird erheblicher Widerstand gegen eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit bestimmten Texten genannt. Wovon hat sich die Studentenrevolte inspirieren lassen, wenn nicht von den klassischen soziologischen Texten? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde ebenfalls versuchen herauskristallisieren, welche Absichten die Studenten mit diesem Widerstand verfolgten. Gab es '''zentrale Texte''' in dieser Zeit, welche die Rebellion mit theoretischem Gehalt nährten? ''Wurden Denkmodelle und Schriften von beispielsweise Adorno, Horkheimer, Fromm und Marcuse fehlinterpretiert oder lediglich mit den falschen Mitteln verwirklicht?'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bilddokumente]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Ein_Abbild_der_Gesellschaft_in_den_1960er_Jahren&amp;diff=3990</id>
		<title>Ein Abbild der Gesellschaft in den 1960er Jahren</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Ein_Abbild_der_Gesellschaft_in_den_1960er_Jahren&amp;diff=3990"/>
		<updated>2008-03-16T17:50:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In der deutschen Geschichte gibt es nach dem Zweiten Weltkrieg nur wenige Ereignisse, die bis heute prägend für die deutsche Bevölkerung sind. Unter anderem gehören dazu die sechziger Jahre mit ihren weitreichenden Veränderungen. Sowohl intellektuell, als auch alltagspraktisch haben Neuerungen einen Umbruch in der Gesellschaft verursacht, wie er wohl so radikal kaum zuvor stattgefunden hat. Gewiss lässt sich diese Transformation zutreffender als ein schleichender, in den späten 1950er Jahren ansetzender, Transformationsprozes beschreiben. Dennoch kann man mit recht in der sogenannten 68er-Bewegung einen markanten Kulminations- und Wendepunkt sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einerseits gab es Errungenschaften wie Farbfernsehen, die Entstehung einer Rockmusikkultur wie den Beatles oder Chubby Checker und damit die Entdeckung neuen Vergnügens. Nicht selten verhalf ein Einkommenszuwachs und gleichzeitig der erste eigene PKW, sowie die Durchsetzung des arbeitsfreien Samstages Familien zu einem luxuriöseren Lebensstil. Andererseits gab es, so Einschätzungen von Historikern, einen Verfall tradierter Werte. Während zuvor Gehorsam gegenüber der Eltern zu den selbstverständlichen Tugenden gehörte, sollte in den 60ern ein radikaler Wandel stattfinden: Die Erforschung der vergangenen Dekaden und eine damit einhergehende Denunziation der Vätergeneration an dem Zweiten Weltkrieg Mitschuld zu tragen, waren für die jungen Erwachsenen offensichtlich. Dass jedoch einige Elternteile damals selbst erst junge Heranwachsende und zugleich Opfer des Weltkrieges waren, wurde zur Nebensache. Das verstärkte Kramen in der Vergangenheit wurde durch die Verschwiegenheit der Elterngeneration weiter gefördert und dadurch ein Entfachen der Neugier bei den Jugendlichen provoziert. Die Scham der Eltern über die nationalsozialistische Vergangenheit zu sprechen, wurde als Verdrängung der schrecklichen Geschehnisse interpretiert. Worüber niemand sprach, musste selbst nachgeforscht werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Naumann sieht in der 68er-Bewegung eine zum ersten Mal stattfindende Hinterfragung der Identitätsstiftung, die bis heute nicht völlig verschunden sei: „Spätestens nach 1945 gab es aus gutem Grund eine Vertrauenskrise zwischen Bürger und Staat. Dies ist bis heute nicht völlig verschwunden. Und wie überwindet man sie? Zum Beispiel durch gesellschaftliche und historische Debatten, die um die Frage kreisen: Wer sind wir? Und diese Frage wurde uns von den 68ern das erste Mal nach dem Krieg schmerzhaft und nachhaltig gestellt.“ (Interview ZEIT)&lt;br /&gt;
Offen für neue Dinge wollte man sein und gleichzeitig mehr Mitspracherecht besitzen. Nicht mehr nur zuschauen was auf der Bühne des Lebens geschieht, sondern selbst agieren lautete die Devise, um seinen Lebensweg unabhängig zu beschreiten. Dieses Selbstbestimmungsinteresse offenbarte sich sowohl in der Interaktion innerhalb einer Familie als auch im gesellschaftlichen und später politischen Kontext. Antiautoritäre Bewegungen fanden großen Zuspruch, da die „Mentalität des Obrigkeitsstaats damals noch nicht verwelkt war“(Interview ZEIT), so Michael Naumann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben angeschnittenen Neuerungen im Wandel der Gesellschaft, welche letztlich als Probleme identifiziert wurden, belasteten autoritäre Beziehungen.&lt;br /&gt;
Das neue Selbstvertrauen, welches man aus dem Aufschwung der Marktwirtschaft und der damit verbundenen Steigerung des Wohlstands entwickelte, setzte sich in den Menschen nieder. Während sich die Gesellschaft von einer industriellen zu einer post-industriellen Gesellschaft entwickelte, fand nahezu jeder Arbeitssuchende eine Anstellung. Das verlängerte Wochenende, durch die Einführung der arbeitsfreien Samstage, sollte die Möglichkeiten geben, mehr Freizeit mit der Familie zu verbringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit offenbarte sich aber auch ein Trend der weiblichen Emanzipation, der sich vor allem in dem Strukturwandel der Frauenerwerbstätigkeit widerspiegelte. In den Jahren 1960 bis 1970 Jahren stieg der Anteil an Beamtinnen und Angestellten auf nahezu 40 Prozent an. Während die Zahl an gewöhnlichen Arbeiterinnen sank, stieg die Erwerbstätigkeit der Frauen in damals klassischen Männerberufen. Einher ging dieser Wandel mit der Veränderung der klassischen Familienstruktur: Mütter waren nun nicht mehr nur Hausfrauen, sondern trugen durch außerfamiliäre Beschäftigungen zum Wohlstand der Familie bei. Zugleich musste der Nachwuchs jedoch tagsüber in Kinderkrippen oder Spielstuben untergebracht werden, weshalb der Begriff „Schlüsselkinder“ erstmals prägend für die Epoche war. Mit dem Erlass des Gleichberechtigungsgesetzes im Jahre 1957 wurde die Gleichstellung der Frau gesetzlich besiegelt und somit ein wichtiger Grundpfeiler für die nachfolgende Emanzipation gesteckt.&lt;br /&gt;
Solche und weitere Neuerungen führten schließlich in eine neue Medien- und Konsumgesellschaft mit der Forderung nach Freiheiten. Es schien, als kriegte man nicht genug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der tiefgreifende Wandel der damaligen Gesellschaft und die damit verbundenen familiären Veränderungen waren Nährboden der antiautoritären Protestbewegung, da es zwar einerseits positive Umgestaltungen im Leben der Menschen gab, andererseits aber der Staat und zugleich die Besetzungsmächte durch den Wiederaufbau nach dem Krieg fortwährend einen autoritären Einfluss hatten auf die deutsche Bevölkerung, auf deren historische, soziale und kulturelle Entwicklung.&lt;br /&gt;
Dieser Einflussnahme wollten sich die Jugendlichen nicht mehr beugen. Neues Selbstbewusstsein wurde aus politischen Schriften gezogen. Bestätigt wird der gesellschaftliche Hintergrund der Revolte durch die Aussage Michael Naumanns in seinem Interview mit Wolfgang Kraushaar: „68 war doch hauptsächlich eine kulturelle Bewegung und vielleicht zu zwanzig Prozent eine politische. Auf seinem Höhepunkt zählte der SDS maximal 2000 Mitglieder!“ Weiter erwähnt Naumann, dass „68 für die fällige Distanzierung nicht nur von der Generation der im Nationalsozialismus verstrickten Väter steht; es ging auch um die Offenlegung der von Exnazis bevölkerten Universitätslehrkörper.“(Interview ZEIT)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele wie dieses offenbaren den kulturellen Kampf, vielleicht aber auch einen inneren Kampf der Individuen, der sich letzten Endes nur auf dem Rücken der Gesellschaft austragen lies. Den Kampf, seine eigene Identität, das eigene Ich zu finden oder gar neu zu kreieren. Dies konnte nur durch eine Hinterfragung der Historie und eine Abgrenzung zur Elterngeneration erfolgen. Die kritische Theorie war lediglich Mittel zum Zweck: Das Aufgreifen theoretischer Denkmodelle zur Umsetzung verschwommener, idealistischer Ziele half den jungen Menschen damals ihren Weg zu gehen, sich von den Eltern zu distanzieren. In Horkheimer und Adorno fanden sie Theoretiker, in Dutschke und Krahl umsetzungswillige Praktiker.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=LiteraturlisteToDo&amp;diff=3989</id>
		<title>LiteraturlisteToDo</title>
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		<updated>2008-03-16T17:27:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;hier bitte, die Literatur einfügen, die eingebunden werden soll&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habermas, Jürgen: Protestbewegung und Hochschulreform, Frankfurt am Main : Suhrkamp, 1969&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoefnagels, Harry: Frankfurter Soziologie, Essen : Verlag der Scharioth'schen Buchhandlung, 1972&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIE ZEIT Geschichte, Nr. 2/2007: Michael Naumann und Wolfgang Kraushaar im Gespräch über 1968, die Folgen und das Selbstverständnis der Republik : moderiert von Gunter Hofmann und Jörg Lau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kraushaar, Wolfgang: Denkmodelle der 68er aus Politik und Zeitgeschichte (B 22-23/2001) : Bundeszentrale für politische Bildung; Quelle: http://www.bpb.de/themen/4Q83FF.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schildt, Axel: Rebellion und Reform. Die Bundesrepublik der Sechzigerjahre, Bonn 2005 : aus der bpb-Reihe: Zeitbilder; Quelle: http://www.bpb.de/themen/P9B42Q.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kraushaar, Wolfgang: Frankfurter Schule und Studentenbewegung Band 2, Hamburg  : Rogner&amp;amp;Bernhard GmbH &amp;amp; Co. Verlags KG, 1998&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kraushaar, Wolfgang: Frankfurter Schule und Studentenbewegung Band 3, Hamburg  : Rogner&amp;amp;Bernhard GmbH &amp;amp; Co. Verlags KG, 1998&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Coing, Helmut: Wissenschaftsgeschichte seit 1900 : 75 Jahre Universität Frankfurt, Frankfurt am Main : Suhrkamp, 1992&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gespräch mit Tilmann Allert am 17. Januar 2008, geführt von Timo Wagner, Eva Frankenthal, Tobias Hesse und Aurélien Berlan. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gespräch mit Iring Fetscher am 21. Januar 2008, geführt von Patrick Taube, Julia Steinecker und Fehmi Akalin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gespräch mit Wolfgang Glatzer am 21. Dezember 2007, geführt von Tobias Hesse, Nina Merget, Victoria Wendt und Fehmi Akalin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Briefwechsel mit Jürgen Habermas, geführt von Felicia Herrschaft, Antworten vom 21.Februar 2008 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gespräch mit Dieter Mans am 10. Januar 2008, geführt von Alexandra Leo, Victoria Wendt und Thorsten Benkel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gespräch mit Ulrich Oevermann am 6. Februar 2008, geführt von Radostina Ilieva, Kai Müller, Julia Steinecker, Claudius Härpfer und Felicia Herrschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gespräch mit Wilhelm Schumm am 23. November 2007, geführt von Eva Frankenthal, Alexandra Leo, Alexander Thierfeld und Thorsten Benkel.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=LiteraturlisteToDo&amp;diff=3988</id>
		<title>LiteraturlisteToDo</title>
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		<updated>2008-03-16T17:21:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;hier bitte, die Literatur einfügen, die eingebunden werden soll&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habermas, Jürgen: Protestbewegung und Hochschulreform,Frankfurt am Main : Suhrkamp, 1969&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoefnagels, Harry: Frankfurter Soziologie, Essen : Verlag der Scharioth'schen Buchhandlung, 1972&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIE ZEIT Geschichte, Nr. 2/2007: Michael Naumann und Wolfgang Kraushaar im Gespräch über 1968, die Folgen und das Selbstverständnis der Republik : moderiert von Gunter Hofmann und Jörg Lau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kraushaar, Wolfgang: Denkmodelle der 68er aus Politik und Zeitgeschichte (B 22-23/2001) : Bundeszentrale für politische Bildung; Quelle: http://www.bpb.de/themen/4Q83FF.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schildt, Axel: Rebellion und Reform. Die Bundesrepublik der Sechzigerjahre, Bonn 2005 : aus der bpb-Reihe: Zeitbilder; Quelle: http://www.bpb.de/themen/P9B42Q.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kraushaar, Wolfgang: Frankfurter Schule und Studentenbewegung Band 1, Hamburg  : Rogner&amp;amp;Bernhard GmbH &amp;amp; Co. Verlags KG, 1998&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kraushaar, Wolfgang: Frankfurter Schule und Studentenbewegung Band 2, Hamburg  : Rogner&amp;amp;Bernhard GmbH &amp;amp; Co. Verlags KG, 1998&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Coing, Helmut: Wissenschaftsgeschichte seit 1900 : 75 Jahre Universität Frankfurt. - Erstausg., 1. Aufl. - Frankfurt am Main : Suhrkamp, 1992&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=LiteraturlisteToDo&amp;diff=3987</id>
		<title>LiteraturlisteToDo</title>
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		<updated>2008-03-16T17:13:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;hier bitte, die Literatur einfügen, die eingebunden werden soll&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habermas, Jürgen: Protestbewegung und Hochschulreform,Frankfurt am Main : Suhrkamp, 1969&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoefnagels, Harry: Frankfurter Soziologie, Essen : Verlag der Scharioth'schen Buchhandlung, 1972&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIE ZEIT Geschichte, Nr. 2/2007: Michael Naumann und Wolfgang Kraushaar im Gespräch über 1968, die Folgen und das Selbstverständnis der Republik : moderiert von Gunter Hofmann und Jörg Lau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kraushaar, Wolfgang: Denkmodelle der 68er aus Politik und Zeitgeschichte (B 22-23/2001) : Bundeszentrale für politische Bildung; Quelle: http://www.bpb.de/themen/4Q83FF.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schildt, Axel: Rebellion und Reform. Die Bundesrepublik der Sechzigerjahre, Bonn 2005 : aus der bpb-Reihe: Zeitbilder; Quelle: http://www.bpb.de/themen/P9B42Q.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kraushaar, Wolfgang: Frankfurter Schule und Studentenbewegung Band 1, Hamburg  : Rogner&amp;amp;Bernhard GmbH &amp;amp; Co. Verlags KG, 1998&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kraushaar, Wolfgang: Frankfurter Schule und Studentenbewegung Band 2, Hamburg  : Rogner&amp;amp;Bernhard GmbH &amp;amp; Co. Verlags KG, 1998&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Wie_wurde_die_Studentenrevolte_theoretisch_vorbereitet%3F&amp;diff=3870</id>
		<title>Wie wurde die Studentenrevolte theoretisch vorbereitet?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Wie_wurde_die_Studentenrevolte_theoretisch_vorbereitet%3F&amp;diff=3870"/>
		<updated>2008-03-13T14:15:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mit meiner Arbeit zum Thema '''''„Theoretische Vorbereitung der Studentenrevolte 1968“''''' bearbeite ich, in welchem Ausmaß die soziologische Theoriebildung der Frankfurter Schule und das Verständnis von [[Gesellschaftsverständnis]], zur Sprengkraft der '''Studentenbewegung''' beigetragen hat und ob dies im Zusammenhang steht zu einem Bild der Gesellschaft wie es in den 60er Jahren von der Frankfurter Soziologie vermittelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Auszügen aus den von uns durchgeführten Interviews möchte ich [[Ein Abbild der Gesellschaft in den 1960er Jahren]] skizzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inwiefern wurden neu aufgestellte theoretische Denkmodelle zeitgenössischer Soziologen benutzt, um die Aufstände vorzubereiten und zu rechtfertigen? Hier möchte ich der Frage nachgehen wie Theorie und Praxis im Verhältnis zueinander stehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wurde die 68er Bewegung theoretisch vorbereitet: [[Die theoretische Vorbereitung der 68er-Bewegung]] ? und gab es zentrale Texte dafür? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde ebenfalls versuchen herauskristallisieren, welche Absichten die Studenten mit diesem Widerstand verfolgten. Gab es '''zentrale Texte''' in dieser Zeit, welche die Rebellion mit theoretischem Gehalt nährten? Wurden Denkmodelle und Schriften von beispielsweise Adorno, Horkheimer, Fromm und Marcuse fehlinterpretiert oder lediglich mit den falschen Mitteln verwirklicht? &lt;br /&gt;
''Siehe auch Habermas, Friedeburg, Denninger: [[Protestbewegung und Hochschulreform]]''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie sieht das Beziehungsgeflecht zwischen Studenten, Theoretikern und der Gesellschaft zur damaligen Zeit aus und inwieweit hat es sich dieses Beziehungskonstrukt während und nach der Revolte aufgrund von Unstimmigkeiten in der Ausführung verändert? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bilddokumente]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Die_theoretische_Vorbereitung_der_68er-Bewegung&amp;diff=3788</id>
		<title>Die theoretische Vorbereitung der 68er-Bewegung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Die_theoretische_Vorbereitung_der_68er-Bewegung&amp;diff=3788"/>
		<updated>2008-03-13T11:16:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Entsprechend dem Wunsch „an der Erziehung der jungen Generation in Deutschland mitzuwirken und, entgegen dem Zug der verwalteten Welt, wie Adorno sie taufte, den autonomen Gedanken in unseren Studenten zu entfalten, unbekümmert um das statistische Ausmaß seiner Möglichkeiten“ schafften Horkheimer und Adorno in den 1960er Jahren durch Publikationen und der Nähe zu den Studenten diesen Wunsch zu verwirklichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierbei scheint vor allem die Kritische Theorie als Nähstoff für die Gedanken und schließlich kämpferischen Okkupationen der Hochschüler gedient zu haben. Theoretische Denkmodelle, Auffassungen, Begrifflichkeiten und Ideen wurden von der antiautoritären Protestbewegung aufgegriffen und für ihre eigne Propaganda verwendet. Ob dies in einem solchen Ausmaß von Horkheimer und Adorno beabsichtigt war, lässt sich im Nachhinein nicht wahrheitsgemäß überprüfen, mit Sicherheit lässt sich im Bezug auf das oben angeführte Zitat jedoch eine Art psychologischer und instrumenteller Versuch ausmachen, wie es in dem Buch „Die Welle“ beschrieben ist. Die jungen Akademiker testen, verifizieren oder verwerfen die aufgestellten Thesen der Theoretiker, zu denen auch Fromm und Marcuse gezählt werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Fundament dieser Denkmodelle erhob sich eine Bewegung reaktionärer Macher, die sich oftmals durch eine charismatische Selbstdarstellung heroisch ins Rampenlicht rückten.&lt;br /&gt;
Gleich welche Eingebung hinter den theoretischen Denkmodellen Adornos und Horkheimers, aber auch Marcuses und Fromms stehen mochten, de facto zeigten sie eine enorme Auswirkung in den 1960er Jahren, als die Studentenbewegung revolutionär und aggressiv den Autoritäten gegenüber stand. Mans schätzt jedoch, dass die willensstarke revolutionäre Bewegung erst Ende 1967 durchbrach und Flugblätter, Zeitungsartikel, Teach-Ins und erste Demonstrationen verstärkt über die Denkmodelle aufklärten und informierten. Werke wie „Student und Politik“ gaben laut Mans den jungen Akademikern Nahrung zur Meinungsbildung. Er beschreibt in seinem von uns durchgeführtem Interview sehr schön, dass es zu den bekannten Texten zwar auch akademische Auseinandersetzungen gab, moralische Bewertungen allerdings außerhalb der Vorlesungsräume verliefen. Diese Aussage zeigt, dass es bei der Protestbewegung weniger um realistische und wahrheitsliebende Fakten ging, als mehr um die aufständischen Proteste an sich, die Revolte gegen die bestehenden Gesellschaftsverhältnisse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Institut für Sozialforschung an der Goethe-Universität wurde zu der damaligen Zeit unter Horkheimer, Adorno und von Friedeburg eine kritische Soziologie betrieben, die es leicht ermöglichte, in die Praxis umgesetzt zu werden. Dies verleugneten die Autoren der Kritischen Theorie auch nicht explizit, jedoch nehmen sie Abstand zu den Pfaden der praktischen Umsetzung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nichts desto trotz stützte sich die theoretische Vorbereitung der Studentenrevolte im wesentlichen auf die negative Dialektik, wobei weitere gesellschaftskritische Werke zusätzlich Brennstoff waren für die damaligen gesellschaftlichen Verhältnisse. Grundeinstellung war, sich von allen möglichen autoritären Abhängigkeiten zu lösen. Ob dies nun die Beziehung zwischen Staat und Individuum, Eltern und Kind, oder Professor zu Student war. Jegliche Unterwerfung und Ungleichheit sollte bekämpft werden. Abhängigkeitsverhältnisse die zuvor als positiv, oder zumindest üblich empfunden wurden, da sie sich aus der Entwicklung der modernen Menschheit ergaben, sollten ihre Gültigkeit verlieren und untergraben werden. Entsprechend mussten neue Gesetzmäßigkeiten geschaffen und alte Gesellschaftsverhältnisse ausgelöscht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans-Jürgen Krahl, ein Schüler Adornos, galt als einer der theoretischen Verfechter der Studentenrevolte. Er ging davon aus, „dass der Monopolkapitalismus die kapitalistische Zirkulationssphäre beseitigt hatte.“ Bezug nahm er mit dieser These auf Horkheimers Aufsatz Autoritärer Staat, den dieser 1940 verfasste. Durch die Beseitigung der Zirkulationssphäre wandelte sich die Konstellation der gesellschaftlichen Bedingungen. Liberalkapitalistische Grundvoraussetzungen seien durch die deliberalen Austauschbedingungen ungleicher Tauschpartner in der Marktwirtschaft nicht mehr gegeben und verlierten als Legitimationsgrundlage des modernen Rechtsstaates ihre Aufgabe. Die Regierenden behalten durch ihre Staatsintervention die Oberhand und verhindern durch die Steuerung des Kapitals Revolutionen. Gleichwohl ist jederzeit eine Diktatur möglich. Diese Aufhebung des liberalen Kapitalismus, wie Marx ihn propagierte, sei nicht mehr gegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krahl versucht durch diese verstärkt kapitalismuskritische Weiterführung Horkheimers Gedanken, eine Umwälzung des bestehenden Monopolkapitalismus mit Hilfe eines theoretischen Grundgerüstes einer möglichen Revolution zu entfachen. Zugleich erfüllt das revolutionäre Handeln alle drei Eigenschaften der Kritischen Theorie: „sozialpsychologisch ist es antiautoritär und nonkonformistisch, politisch ist es die systematisch begründete, voluntaristische, bestimmte Negation bestehender Herrschaftsverhältnisse, philosophisch ist es erkenntniskritisch-praktisch an der Konstitution einer neuen Gegenstands- und Erfahrungswelt orientiert.“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Ein_Abbild_der_Gesellschaft_in_den_1960er_Jahren&amp;diff=3784</id>
		<title>Ein Abbild der Gesellschaft in den 1960er Jahren</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Ein_Abbild_der_Gesellschaft_in_den_1960er_Jahren&amp;diff=3784"/>
		<updated>2008-03-13T11:14:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
In der deutschen Geschichte gibt es nach dem Zweiten Weltkrieg nur wenige Ereignisse, die bis heute prägend für die deutsche Bevölkerung sind. Unter anderem gehören dazu die sechziger Jahre mit ihren weitreichenden Veränderungen. Sowohl intellektuell, als auch alltagspraktisch haben Neuerungen einen Umbruch in der Gesellschaft verursacht, wie er wohl so radikal kaum zuvor stattgefunden hat. Gewiss lässt sich diese Transformation zutreffender als ein schleichender, in den späten 1950er Jahren ansetzender, Transformationsprozes beschreiben. Dennoch kann man mit recht in der sogenannten 68er-Bewegung einen markanten Kulminations- und Wendepunkt sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einerseits gab es Errungenschaften wie Farbfernsehen, die Entstehung einer Rockmusikkultur wie den Beatles oder Chubby Checker und damit die Entdeckung neuen Vergnügens. Nicht selten verhalf ein Einkommenszuwachs und gleichzeitig der erste eigene PKW, sowie die Durchsetzung des arbeitsfreien Samstages Familien zu einem luxuriöseren Lebensstil. Andererseits gab es, so Einschätzungen von Historikern, einen Verfall tradierter Werte. Während zuvor Gehorsam gegenüber der Eltern zu den selbstverständlichen Tugenden gehörte, sollte in den 60ern ein radikaler Wandel stattfinden: Die Erforschung der vergangenen Dekaden und eine damit einhergehende Denunziation der Vätergeneration an dem Zweiten Weltkrieg Mitschuld zu tragen, waren für die jungen Erwachsenen offensichtlich. Dass jedoch einige Elternteile damals selbst erst junge Heranwachsende und zugleich Opfer des Weltkrieges waren, wurde zur Nebensache. Das verstärkte Kramen in der Vergangenheit wurde durch die Verschwiegenheit der Elterngeneration weiter gefördert und dadurch ein Entfachen der Neugier bei den Jugendlichen provoziert. Die Scham der Eltern über die nationalsozialistische Vergangenheit zu sprechen, wurde als Verdrängung der schrecklichen Geschehnisse interpretiert. Worüber niemand sprach, musste selbst nachgeforscht werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Naumann sieht in der 68er-Bewegung eine zum ersten Mal stattfindende Hinterfragung der Identitätsstiftung, die bis heute nicht völlig verschunden sei: „Spätestens nach 1945 gab es aus gutem Grund eine Vertrauenskrise zwischen Bürger und Staat. Dies ist bis heute nicht völlig verschwunden. Und wie überwindet man sie? Zum Beispiel durch gesellschaftliche und historische Debatten, die um die Frage kreisen: Wer sind wir? Und diese Frage wurde uns von den 68ern das erste Mal nach dem Krieg schmerzhaft und nachhaltig gestellt.“&lt;br /&gt;
Offen für neue Dinge wollte man sein und gleichzeitig mehr Mitspracherecht besitzen. Nicht mehr nur zuschauen was auf der Bühne des Lebens geschieht, sondern selbst agieren lautete die Devise, um seinen Lebensweg unabhängig zu beschreiten. Dieses Selbstbestimmungsinteresse offenbarte sich sowohl in der Interaktion innerhalb einer Familie als auch im gesellschaftlichen und später politischen Kontext. Antiautoritäre Bewegungen fanden großen Zuspruch, da die „Mentalität des Obrigkeitsstaats damals noch nicht verwelkt war“, so Michael Naumann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben angeschnittenen Neuerungen im Wandel der Gesellschaft, welche letztlich als Probleme identifiziert wurden, belasteten autoritäre Beziehungen.&lt;br /&gt;
Das neue Selbstvertrauen, welches man aus dem Aufschwung der Marktwirtschaft und der damit verbundenen Steigerung des Wohlstands entwickelte, setzte sich in den Menschen nieder. Während sich die Gesellschaft von einer industriellen zu einer post-industriellen Gesellschaft entwickelte, fand nahezu jeder Arbeitssuchende eine Anstellung. Das verlängerte Wochenende, durch die Einführung der arbeitsfreien Samstage, sollte die Möglichkeiten geben, mehr Freizeit mit der Familie zu verbringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit offenbarte sich aber auch ein Trend der weiblichen Emanzipation, der sich vor allem in dem Strukturwandel der Frauenerwerbstätigkeit widerspiegelte. In den Jahren 1960 bis 1970 Jahren stieg der Anteil an Beamtinnen und Angestellten auf nahezu 40 Prozent an. Während die Zahl an gewöhnlichen Arbeiterinnen sank, stieg die Erwerbstätigkeit der Frauen in damals klassischen Männerberufen. Einher ging dieser Wandel mit der Veränderung der klassischen Familienstruktur: Mütter waren nun nicht mehr nur Hausfrauen, sondern trugen durch außerfamiliäre Beschäftigungen zum Wohlstand der Familie bei. Zugleich musste der Nachwuchs jedoch tagsüber in Kinderkrippen oder Spielstuben untergebracht werden, weshalb der Begriff „Schlüsselkinder“ erstmals prägend für die Epoche war. Mit dem Erlass des Gleichberechtigungsgesetzes im Jahre 1957 wurde die Gleichstellung der Frau gesetzlich besiegelt und somit ein wichtiger Grundpfeiler für die nachfolgende Emanzipation gesteckt.&lt;br /&gt;
Solche und weitere Neuerungen führten schließlich in eine neue Medien- und Konsumgesellschaft mit der Forderung nach Freiheiten. Es schien, als kriegte man nicht genug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der tiefgreifende Wandel der damaligen Gesellschaft und die damit verbundenen familiären Veränderungen waren Nährboden der antiautoritären Protestbewegung, da es zwar einerseits positive Umgestaltungen im Leben der Menschen gab, andererseits aber der Staat und zugleich die Besetzungsmächte durch den Wiederaufbau nach dem Krieg fortwährend einen autoritären Einfluss hatten auf die deutsche Bevölkerung, auf deren historische, soziale und kulturelle Entwicklung.&lt;br /&gt;
Dieser Einflussnahme wollten sich die Jugendlichen nicht mehr beugen. Neues Selbstbewusstsein wurde aus politischen Schriften gezogen. Bestätigt wird der gesellschaftliche Hintergrund der Revolte durch die Aussage Michael Naumanns in seinem Interview mit Wolfgang Kraushaar: „68 war doch hauptsächlich eine kulturelle Bewegung und vielleicht zu zwanzig Prozent eine politische. Auf seinem Höhepunkt zählte der SDS maximal 2000 Mitglieder!“ Weiter erwähnt Naumann, dass „68 für die fällige Distanzierung nicht nur von der Generation der im Nationalsozialismus verstrickten Väter steht; es ging auch um die Offenlegung der von Exnazis bevölkerten Universitätslehrkörper.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele wie dieses offenbaren den kulturellen Kampf, vielleicht aber auch einen inneren Kampf der Individuen, der sich letzten Endes nur auf dem Rücken der Gesellschaft austragen lies. Den Kampf, seine eigene Identität, das eigene Ich zu finden oder gar neu zu kreieren. Dies konnte nur durch eine Hinterfragung der Historie und eine Abgrenzung zur Elterngeneration erfolgen. Die kritische Theorie war lediglich Mittel zum Zweck: Das Aufgreifen theoretischer Denkmodelle zur Umsetzung verschwommener, idealistischer Ziele half den jungen Menschen damals ihren Weg zu gehen, sich von den Eltern zu distanzieren. In Horkheimer und Adorno fanden sie Theoretiker, in Dutschke und Krahl umsetzungswillige Praktiker.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Wie_wurde_die_Studentenrevolte_theoretisch_vorbereitet%3F&amp;diff=3777</id>
		<title>Wie wurde die Studentenrevolte theoretisch vorbereitet?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Wie_wurde_die_Studentenrevolte_theoretisch_vorbereitet%3F&amp;diff=3777"/>
		<updated>2008-03-13T10:57:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mit meiner Arbeit zum Thema '''''„Theoretische Vorbereitung der Studentenrevolte 1968“''''' bearbeite ich, in welchem Ausmaß die soziologische Theoriebildung der Frankfurter Schule und das Verständnis von [[Gesellschaftsverständnis]], zur Sprengkraft der '''Studentenbewegung''' beigetragen hat und ob dies im Zusammenhang steht zu einem Bild der Gesellschaft wie es in den 60er Jahren von der &amp;quot;[[Frankfurter Soziologie]]&amp;quot; vermittelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wie kann ein Bild dieser Gesellschaft skizziert werden, beispielsweise anhand der Interviews?'''&lt;br /&gt;
[[Ein Abbild der Gesellschaft in den 1960er Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inwiefern wurden neu aufgestellte theoretische Denkmodelle zeitgenössischer Soziologen benutzt, um die Aufstände vorzubereiten und zu rechtfertigen? Hier möchte ich der Frage nachgehen wie Theorie und Praxis im Verhältnis zueinander stehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wurde die 68er Bewegung theoretisch vorbereitet: [[Die theoretische Vorbereitung der 68er-Bewegung]] ? und gab es zentrale Texte dafür? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde ebenfalls versuchen herauskristallisieren, welche Absichten die Studenten mit diesem Widerstand verfolgten. Gab es '''zentrale Texte''' in dieser Zeit, welche die Rebellion mit theoretischem Gehalt nährten? Wurden Denkmodelle und Schriften von beispielsweise Adorno, Horkheimer, Fromm und Marcuse fehlinterpretiert oder lediglich mit den falschen Mitteln verwirklicht? &lt;br /&gt;
''Siehe auch Habermas, Friedeburg, Denninger: [[Protestbewegung und Hochschulreform]]''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie sieht das Beziehungsgeflecht zwischen Studenten, Theoretikern und der Gesellschaft zur damaligen Zeit aus und inwieweit hat es sich dieses Beziehungskonstrukt während und nach der Revolte aufgrund von Unstimmigkeiten in der Ausführung verändert? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Hoffnung, dass die im Wintersemester 2007/08 von unserer Arbeitsgruppe durchgeführten Interviews neue Erkenntnisse zur Studentenrevolte hervorbringen, soll die damalige Zeit in ihrer Gesamtheit wiedergegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bilddokumente]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
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		<title>Wie wurde die Studentenrevolte theoretisch vorbereitet?</title>
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		<updated>2008-03-13T10:55:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mit meiner Arbeit zum Thema '''''„Theoretische Vorbereitung der Studentenrevolte 1968“''''' bearbeite ich, in welchem Ausmaß die soziologische Theoriebildung der Frankfurter Schule und das Verständnis von [[Gesellschaftsverständnis]], zur Sprengkraft der '''Studentenbewegung''' beigetragen hat und ob dies im Zusammenhang steht zu einem Bild der Gesellschaft wie es in den 60er Jahren von der &amp;quot;[[Frankfurter Soziologie]]&amp;quot; vermittelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wie kann ein Bild dieser Gesellschaft skizziert werden, z.b. anhand der Interviews?'''&lt;br /&gt;
[[Ein Abbild der Gesellschaft in den 1960er Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inwiefern wurden neu aufgestellte theoretische Denkmodelle zeitgenössischer Soziologen benutzt, um die Aufstände vorzubereiten und zu rechtfertigen? Hier möchte ich der Frage nachgehen wie Theorie und Praxis im Verhältnis zueinander stehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wurde die 68er Bewegung theoretisch vorbereitet: [[Die theoretische Vorbereitung der 68er-Bewegung]] ? und gab es zentrale Texte dafür? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde ebenfalls versuchen herauskristallisieren, welche Absichten die Studenten mit diesem Widerstand verfolgten. Gab es '''zentrale Texte''' in dieser Zeit, welche die Rebellion mit theoretischem Gehalt nährten? Wurden Denkmodelle und Schriften von beispielsweise Adorno, Horkheimer, Fromm und Marcuse fehlinterpretiert oder lediglich mit den falschen Mitteln verwirklicht? &lt;br /&gt;
''Siehe auch Habermas, Friedeburg, Denninger: [[Protestbewegung und Hochschulreform]]''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie sieht das '''Beziehungsgeflecht''' zwischen Studenten, Theoretikern und der Gesellschaft zur damaligen Zeit aus und inwieweit hat es sich dieses Beziehungskonstrukt während und nach der Revolte aufgrund von Unstimmigkeiten in der Ausführung verändert? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Hoffnung, dass die im Wintersemester 2007/08 von unserer Arbeitsgruppe durchgeführten Interviews neue Erkenntnisse zur Studentenrevolte hervorbringen, soll die damalige Zeit in ihrer '''Gesamtheit''' wiedergegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bilddokumente]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
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		<title>Fragestellung</title>
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		<updated>2008-03-10T21:01:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: Die Seite wurde neu angelegt: Mit meinen Arbeiten zum Thema '''''„Theoretische Vorbereitung der Studentenrevolte 1968“''''' möchte ich durchleuchten ob, oder in welchem Ausmaß die soziologisch...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mit meinen Arbeiten zum Thema '''''„Theoretische Vorbereitung der Studentenrevolte 1968“''''' möchte ich durchleuchten ob, oder in welchem Ausmaß die soziologischen Theoriebildungen der Frankfurter Schule als Sprengkraft der '''Studentenbewegung''' dienlich waren. Inwiefern wurden neu aufgestellte theoretische Denkmodelle zeitgenössischer Soziologen benutzt, um die Aufstände vorzubereiten und zu rechtfertigen? Hier möchte ich der Frage nachgehen wie Theorie und Praxis im Verhältnis zueinander stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde ebenfalls herauskristallisieren, welche Absichten die Studenten mit dem Widerstand verfolgten. Gab es '''zentrale Texte''' der Zeit, welche die Rebellion mit theoretischem Gehalt nährten? Wurden Denkmodelle und Schriften von beispielsweise Adorno, Horkheimer, Fromm und Marcuse fehlinterpretiert oder lediglich mit den falschen Mitteln verwirklicht? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie sieht das '''Beziehungsgeflecht''' zwischen Studenten, Theoretikern und der Gesellschaft zur damaligen Zeit aus und inwieweit hat es sich dieses Beziehungskonstrukt während und nach der Revolte aufgrund von Unstimmigkeiten in der Ausführung verändert? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Hoffnung, dass die im Wintersemester 2007/08 von unserer Arbeitsgruppe durchgeführten Interviews neue Erkenntnisse zur Studentenrevolte hervorbringen, soll die damalige Zeit in ihrer '''Gesamtheit''' wiedergegeben werden.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
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		<title>Wie wurde die Studentenrevolte theoretisch vorbereitet?</title>
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		<updated>2008-03-10T20:52:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Fragestellung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ein Abbild der Gesellschaft in den 1960er Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die theoretische Vorbereitung der 68er-Bewegung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bilddokumente]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
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		<title>Die theoretische Vorbereitung der 68er-Bewegung</title>
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		<updated>2008-03-10T20:45:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: Die Seite wurde neu angelegt:  Entsprechend dem Wunsch „an der Erziehung der jungen Generation in Deutschland mitzuwirken und, entgegen dem Zug der verwalteten Welt, wie Adorno sie taufte, den aut...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Wunsch „an der Erziehung der jungen Generation in Deutschland mitzuwirken und, entgegen dem Zug der verwalteten Welt, wie Adorno sie taufte, den autonomen Gedanken in unseren Studenten zu entfalten, unbekümmert um das statistische Ausmaß seiner Möglichkeiten“ schafften Horkheimer und Adorno in den 1960er Jahren durch Publikationen und der Nähe zu den Studenten dieses Verlangen zu verwirklichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierbei scheint vor allem die Kritische Theorie als Nähstoff für die Gedanken und schließlich kämpferischen Okkupationen der Hochschüler gedient zu haben. Theoretische Denkmodelle, Auffassungen, Begrifflichkeiten und Ideen wurden von der antiautoritären Protestbewegung aufgegriffen und für ihre eigne Propaganda verwendet. Ob dies in einem solchen Ausmaß von Horkheimer und Adorno beabsichtigt war, lässt sich im Nachhinein nicht wahrheitsgemäß überprüfen, mit Sicherheit lässt sich im Bezug auf das oben angeführte Zitat jedoch eine Art psychologischer und instrumenteller Versuch ausmachen, wie es in dem Buch „Die Welle“ beschrieben ist. Die jungen Akademiker testen, verifizieren oder verwerfen die aufgestellten Thesen der Theoretiker, zu denen auch Fromm und Marcuse gezählt werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Fundament dieser Denkmodelle erhob sich eine Bewegung reaktionärer Macher, die sich oftmals durch eine charismatische Selbstdarstellung heroisch ins Rampenlicht rückten.&lt;br /&gt;
Gleich welche Eingebung hinter den theoretischen Denkmodellen Adornos und Horkheimers, aber auch Marcuses und Fromms stehen mochten, de facto zeigten sie eine enorme Auswirkung in den 1960er Jahren, als die Studentenbewegung revolutionär und aggressiv den Autoritäten gegenüber stand. Mans schätzt jedoch, dass die willensstark reaktionär aufkommende Bewegung erst Ende 1967 durchbrach und Flugblätter, Zeitungsartikel, Teach-Ins und erste Demonstrationen verstärkt über die Denkmodelle aufklärten und informierten. Werke wie „Student und Politik“ gaben laut Mans den jungen Akademikern Nahrung zur Meinungsbildung. Er beschreibt in seinem von uns durchgeführtem Interview sehr schön, dass es zu den bekannten Texten zwar auch akademische Auseinandersetzungen gab, moralische Bewertungen allerdings außerhalb der Vorlesungsräume verliefen. Diese Aussage zeigt, dass es bei der Protestbewegung weniger um realistische und wahrheitsliebende Fakten ging, als mehr um die aufständischen Proteste an sich, die Revolte gegen die bestehenden Gesellschaftsverhältnisse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Institut für Sozialforschung an der Goethe-Universität wurde zu der damaligen Zeit unter Horkheimer, Adorno und von Friedeburg eine kritische Soziologie betrieben, die es leicht ermöglichte, in die Praxis umgesetzt zu werden. Dies verleugneten die Autoren der Kritischen Theorie auch nicht explizit, jedoch nehmen sie Abstand zu den Pfaden der praktischen Umsetzung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nichts desto trotz stützte sich die theoretische Vorbereitung der Studentenrevolte im wesentlichen auf die negative Dialektik, wobei weitere gesellschaftskritische Werke zusätzlich Brennstoff waren für die damaligen gesellschaftlichen Verhältnisse. Grundeinstellung war, sich von allen möglichen autoritären Abhängigkeiten zu lösen. Ob dies nun die Beziehung zwischen Staat und Individuum, Eltern und Kind, oder Professor zu Student war. Jegliche Unterwerfung und Ungleichheit sollte bekämpft werden. Abhängigkeitsverhältnisse die zuvor als positiv, oder zumindest üblich empfunden wurden, da sie sich aus der Entwicklung der modernen Menschheit ergaben, sollten ihre Gültigkeit verlieren und untergraben werden. Entsprechend mussten neue Gesetzmäßigkeiten geschaffen und alte Gesellschaftsverhältnisse ausgelöscht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans-Jürgen Krahl, ein Schüler Adornos, galt als einer der theoretischen Verfechter der Studentenrevolte. Er ging davon aus, „dass der Monopolkapitalismus die kapitalistische Zirkulationssphäre beseitigt hatte.“ Bezug nahm er mit dieser These auf Horkheimers Aufsatz Autoritärer Staat, den dieser 1940 verfasste. Durch die Beseitigung der Zirkulationssphäre wandelte sich die Konstellation der gesellschaftlichen Bedingungen. Liberalkapitalistische Grundvoraussetzungen seien durch die deliberalen Austauschbedingungen ungleicher Tauschpartner in der Marktwirtschaft nicht mehr gegeben und verlierten als Legitimationsgrundlage des modernen Rechtsstaates ihre Aufgabe. Die Regierenden behalten durch ihre Staatsintervention die Oberhand und verhindern durch die Steuerung des Kapitals Revolutionen. Gleichwohl ist jederzeit eine Diktatur möglich. Diese Aufhebung des liberalen Kapitalismus, wie Marx ihn propagierte, sei nicht mehr gegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krahl versucht durch diese verstärkt kapitalismuskritische Weiterführung Horkheimers Gedanken, eine Umwälzung des bestehenden Monopolkapitalismus mit Hilfe eines theoretischen Grundgerüstes einer möglichen Revolution zu entfachen. Zugleich erfüllt das revolutionäre Handeln alle drei Eigenschaften der Kritischen Theorie: „sozialpsychologisch ist es antiautoritär und nonkonformistisch, politisch ist es die systematisch begründete, voluntaristische, bestimmte Negation bestehender Herrschaftsverhältnisse, philosophisch ist es erkenntniskritisch-praktisch an der Konstitution einer neuen Gegenstands- und Erfahrungswelt orientiert.“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
	</entry>
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		<title>Wie wurde die Studentenrevolte theoretisch vorbereitet?</title>
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		<updated>2008-03-10T20:42:52Z</updated>

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&lt;div&gt;[[Ein Abbild der Gesellschaft in den 1960er Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die theoretische Vorbereitung der 68er-Bewegung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bilddokumente]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Eine_theoretische_Vorbereitung_der_68er-Bewegung&amp;diff=3332</id>
		<title>Eine theoretische Vorbereitung der 68er-Bewegung</title>
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		<updated>2008-03-10T20:41:37Z</updated>

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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Entsprechend dem Wunsch „an der Erziehung der jungen Generation in Deutschland mitzuwirken und, entgegen dem Zug der verwalteten Welt, wie Adorno sie taufte, den autonomen Gedanken in unseren Studenten zu entfalten, unbekümmert um das statistische Ausmaß seiner Möglichkeiten“ schafften Horkheimer und Adorno in den 1960er Jahren durch Publikationen und der Nähe zu den Studenten dieses Verlangen zu verwirklichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierbei scheint vor allem die Kritische Theorie als Nähstoff für die Gedanken und schließlich kämpferischen Okkupationen der Hochschüler gedient zu haben. Theoretische Denkmodelle, Auffassungen, Begrifflichkeiten und Ideen wurden von der antiautoritären Protestbewegung aufgegriffen und für ihre eigne Propaganda verwendet. Ob dies in einem solchen Ausmaß von Horkheimer und Adorno beabsichtigt war, lässt sich im Nachhinein nicht wahrheitsgemäß überprüfen, mit Sicherheit lässt sich im Bezug auf das oben angeführte Zitat jedoch eine Art psychologischer und instrumenteller Versuch ausmachen, wie es in dem Buch „Die Welle“ beschrieben ist. Die jungen Akademiker testen, verifizieren oder verwerfen die aufgestellten Thesen der Theoretiker, zu denen auch Fromm und Marcuse gezählt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Fundament dieser Denkmodelle erhob sich eine Bewegung reaktionärer Macher, die sich oftmals durch eine charismatische Selbstdarstellung heroisch ins Rampenlicht rückten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich welche Eingebung hinter den theoretischen Denkmodellen Adornos und Horkheimers, aber auch Marcuses und Fromms stehen mochten, de facto zeigten sie eine enorme Auswirkung in den 1960er Jahren, als die Studentenbewegung revolutionär und aggressiv den Autoritäten gegenüber stand. Mans schätzt jedoch, dass die willensstark reaktionär aufkommende Bewegung erst Ende 1967 durchbrach und Flugblätter, Zeitungsartikel, Teach-Ins und erste Demonstrationen verstärkt über die Denkmodelle aufklärten und informierten. Werke wie „Student und Politik“ gaben laut Mans den jungen Akademikern zusätzliche Nahrung zur Meinungsbildung. Er beschreibt in seinem, von uns durchgeführtem Interview, sehr schön, dass es zu den bekannten Texten zwar auch akademische Auseinandersetzungen gab, moralische Bewertungen allerdings außerhalb der Vorlesungsräume verliefen. Diese Aussage zeigt, dass es bei der Protestbewegung weniger um realistische und wahrheitsliebende Fakten ging, als mehr um die aufständischen Proteste an sich, die Revolte gegen die bestehenden Gesellschaftsverhältnisse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Institut für Sozialforschung an der Goethe-Universität wurde zu der damaligen Zeit unter Horkheimer, Adorno und von Friedeburg eine kritische Soziologie betrieben, die es leicht ermöglichte, in die Praxis umgesetzt zu werden. Dies verleugneten die Autoren der Kritischen Theorie auch nicht explizit, jedoch nehmen sie Abstand zu den Pfaden der praktischen Umsetzung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nichts desto trotz stützte sich die theoretische Vorbereitung der Studentenrevolte im wesentlichen auf die negative Dialektik, wobei weitere gesellschaftskritische Werke zusätzlich Brennstoff waren für die damaligen gesellschaftlichen Verhältnisse. Grundeinstellung war, sich von allen autoritären Abhängigkeiten zu lösen. Ob dies nun die Beziehung zwischen Staat und Individuum, Eltern und Kind, oder Professor zu Student war. Jegliche Unterwerfung und Ungleichheit sollte bekämpft werden. Abhängigkeitsverhältnisse die zuvor als positiv, oder zumindest üblich empfunden wurden, da sie sich aus der Entwicklung der modernen Menschheit ergaben, sollten ihre Gültigkeit verlieren und untergraben werden. Entsprechend mussten neue Gesetzmäßigkeiten geschaffen und alte Gesellschaftsverhältnisse ausgelöscht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans-Jürgen Krahl, ein Schüler Adornos, galt als einer der theoretischen Verfechter der Studentenrevolte. Er ging davon aus, „dass der Monopolkapitalismus die kapitalistische Zirkulationssphäre beseitigt hatte.“ Bezug nahm er mit dieser These auf Horkheimers Aufsatz Autoritärer Staat, den dieser 1940 verfasste. Durch die Beseitigung der Zirkulationssphäre wandelte sich die Konstellation der gesellschaftlichen Bedingungen. Liberalkapitalistische Grundvoraussetzungen seien durch die deliberalen Austauschbedingungen ungleicher Tauschpartner in der Marktwirtschaft nicht mehr gegeben und verlierten als Legitimationsgrundlage des modernen Rechtsstaates ihre Aufgabe. Die Regierenden behalten durch ihre Staatsintervention die Oberhand und verhindern durch die Steuerung des Kapitals Revolutionen. Gleichwohl ist jederzeit eine Diktatur möglich. Die Aufhebung des liberalen Kapitalismus, wie Marx ihn propagierte, sei nicht mehr gegeben. Krahl versucht durch diese verstärkt kapitalismuskritische Weiterführung Horkheimers Gedanken, eine Umwälzung des bestehenden Monopolkapitalismus mit Hilfe eines theoretischen Grundgerüstes einer möglichen Revolution zu entfachen. Zugleich erfüllt das revolutionäre Handeln alle drei Eigenschaften der Kritischen Theorie: „sozialpsychologisch ist es antiautoritär und nonkonformistisch, politisch ist es die systematisch begründete, voluntaristische, bestimmte Negation bestehender Herrschaftsverhältnisse, philosophisch ist es erkenntniskritisch-praktisch an der Konstitution einer neuen Gegenstands- und Erfahrungswelt orientiert.“&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Ein Abbild der Gesellschaft in den 1960er Jahren</title>
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		<updated>2008-03-10T20:37:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der deutschen Geschichte gibt es nach dem Zweiten Weltkrieg nur wenige Ereignisse, die bis heute prägend für die deutsche Bevölkerung sind. Unter anderem gehören dazu die sechziger Jahre mit ihren weitreichenden Veränderungen. Sowohl in der Forschung als auch in der Lebensweise haben Neuerungen einen Umbruch in der Gesellschaft verursacht, wie er wohl so radikal kaum zuvor stattgefunden hat. Zwar sei die Transformation der Gesellschaft, so Historiker, eher durch einen schleichenden Transformationsprozess, beginnend in den späten 1950er Jahren, von Statten gegangen, doch seien diese Veränderungen vor allem in der sogenannten 68er-Bewegung verkörpert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einerseits gab es Errungenschaften wie Farbfernsehen, die Emporhebung von Musikstars wie den Beatles, Elvis oder Chubby Checker und damit die Entdeckung neuen Vergnügens. Nicht selten verhalf ein Einkommenszuwachs und gleichzeitig der erste eigene PKW, sowie die Durchsetzung des arbeitsfreien Samstages Familien zu einem luxuriöseren Lebensstil. Andererseits gab es, so Einschätzungen, einen Verfall tradierter Werte. Während zuvor Gehorsam gegenüber der Eltern eine der Tugenden bedeutete, sollte in den 60ern ein radikaler Wandel stattfinden: Die Erforschung der vergangenen Dekaden und eine damit einhergehende Denunziation der Vätergeneration an dem Zweiten Weltkrieg Mitschuld zu tragen, waren für die jungen Erwachsenen offensichtlich. Dass jedoch einige Elternteile damals selbst erst junge Heranwachsende und zugleich Opfer des Weltkrieges waren, wurde zur Nebensache. Das verstärkte Kramen in der Vergangenheit wurde durch die Verschwiegenheit der Elterngeneration heraufbeschworen und dadurch ein Entfachen der Neugier bei den Jugendlichen provoziert. Die Scham der Eltern über die nationalsozialistische Vergangenheit zu sprechen, wurde als Verdrängung der schrecklichen Geschehnisse diagnostiziert. Worüber niemand sprach, musste selbst nachgeforscht werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Naumann sieht in der 68er-Bewegung eine zum ersten Mal stattfindende Hinterfragung der Identitätsstiftung, die bis heute nicht völlig verschunden sei: „Spätestens nach 1945 gab es aus gutem Grund eine Vertrauenskrise zwischen Bürger und Staat. Dies ist bis heute nicht völlig verschwunden. Und wie überwindet man sie? Zum Beispiel durch gesellschaftliche und historische Debatten, die um die Frage kreisen: Wer sind wir? Und diese Frage wurde uns von den 68ern das erste Mal nach dem Krieg schmerzhaft und nachhaltig gestellt.“&lt;br /&gt;
Offen für neue Dinge wollte man sein und gleichzeitig mehr Mitspracherecht besitzen. Nicht mehr nur zuschauen was auf der Bühne des Lebens geschieht, sondern selbst agieren lautete die Devise, um sein Schicksal eigens in der Hand zu haben. Dieses Selbstbestimmungsinteresse offenbarte sich sowohl in der Interaktion innerhalb einer Familie als auch im gesellschaftlichen und später politischen Kontext. Antiautoritäre Bewegungen fanden großen Zuspruch, da die „Mentalität des Obrigkeitsstaats damals noch nicht verwelkt war“, so Michael Naumann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Neuerungen im Wandel der Gesellschaft, welche letztlich als Probleme identifiziert wurden, belasteten autoritäre Beziehungen.&lt;br /&gt;
Das neue Selbstvertrauen, welches man aus dem Aufschwung der Marktwirtschaft und der damit verbundenen Steigerung des Wohlstands entwickelte, setzte sich in den Menschen nieder. Während sich die Gesellschaft von einer industriellen zu einer post-industriellen Gesellschaft entwickelte, fand nahezu jeder Arbeitssuchende eine Anstellung. Das verlängerte Wochenende, durch die Einführung der arbeitsfreien Samstage, sollte die Möglichkeiten geben, mehr Freizeit mit der Familie zu verbringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit offenbarte sich aber auch ein Trend der weiblichen Emanzipation, der sich vor allem in dem Strukturwandel der Frauenerwerbstätigkeit widerspiegelte. In den Jahren 1960 bis 1970 Jahren stieg der Anteil an Beamtinnen und Angestellten auf nahezu 40 Prozent an. Während die Zahl an gewöhnlichen Arbeiterinnen sank, stieg die Erwerbstätigkeit der Frauen in damals klassischen Männerberufen. Einher ging dieser Wandel mit der Veränderung der klassischen Familienstruktur: Mütter waren nun nicht mehr nur Hausfrauen, sondern trugen durch außerfamiliäre Beschäftigungen zum Wohlstand der Familie bei. Zugleich musste der Nachwuchs jedoch tagsüber in Kinderkrippen oder Spielstuben untergebracht werden, weshalb der Begriff „Schlüsselkinder“ erstmals prägend für die Epoche war. Mit dem Erlass des Gleichberechtigungsgesetzes im Jahre 1957 wurde die Gleichstellung der Frau gesetzlich besiegelt und somit ein wichtiger Grundpfeiler für die nachfolgende Emanzipation gesteckt.&lt;br /&gt;
Solche und weitere Neuerungen führten schließlich in eine neue Medien- und Konsumgesellschaft mit der Forderung nach Mehr. Mehr Freiheit, mehr antiautoritäre Vernetzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der tiefgreifende Wandel der damaligen Gesellschaft und die damit verbundenen familiären Veränderungen waren Nährboden der antiautoritären Protestbewegung, da es zwar einerseits positive Umgestaltungen im Leben der Menschen gab, andererseits aber der Staat und zugleich die Besetzungsmächte durch den Wiederaufbau nach dem Krieg fortwährend großen Einfluss hatten.&lt;br /&gt;
Dieser Einflussnahme wollten sich die Jugendlichen nicht mehr beugen. Neues Selbstbewusstsein wurde aus politischen Schriften gezogen. Bestätigt wird der gesellschaftliche Hintergrund der Revolte durch die Aussage Michael Naumanns in seinem Interview mit Wolfgang Kraushaar: „68 war doch hauptsächlich eine kulturelle Bewegung und vielleicht zu zwanzig Prozent eine politische. Auf seinem Höhepunkt zählte der SDS maximal 2000 Mitglieder!“ Weiter erwähnt Naumann, dass „68 für die fällige Distanzierung nicht nur von der Generation der im Nationalsozialismus verstrickten Väter steht; es ging auch um die Offenlegung der von Exnazis bevölkerten Universitätslehrkörper.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele wie dieses offenbaren den kulturellen Kampf, vielleicht aber auch einen inneren Kampf der Individuen, der sich letzten Endes nur auf dem Rücken der Gesellschaft austragen lies. Den Kampf, seine eigene Identität, das eigene Ich zu finden oder gar neu zu kreieren. Dies konnte nur durch eine Hinterfragung der Historie und eine Abgrenzung zur Elterngeneration erfolgen. Die kritische Theorie war lediglich Mittel zum Zweck: Das Aufgreifen theoretischer Denkmodelle zur Umsetzung verschwommener, idealistischer Ziele half den jungen Menschen damals ihren Weg zu gehen, sich von den Eltern zu distanzieren. In Horkheimer und Adorno fanden sie Theoretiker, in Dutschke und Krahl umsetzungswillige Praktiker.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Ein_Abbild_der_Gesellschaft_in_den_1960er_Jahren&amp;diff=3330</id>
		<title>Ein Abbild der Gesellschaft in den 1960er Jahren</title>
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		<updated>2008-03-10T20:35:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: Die Seite wurde neu angelegt: '''Ein Abbild der Gesellschaft'''   In der deutschen Geschichte gibt es nach dem Zweiten Weltkrieg nur wenige Ereignisse, die bis heute prägend für die deutsche Bevö...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Ein Abbild der Gesellschaft'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der deutschen Geschichte gibt es nach dem Zweiten Weltkrieg nur wenige Ereignisse, die bis heute prägend für die deutsche Bevölkerung sind. Unter anderem gehören dazu die sechziger Jahre mit ihren weitreichenden Veränderungen. Sowohl in der Forschung als auch in der Lebensweise haben Neuerungen einen Umbruch in der Gesellschaft verursacht, wie er wohl so radikal kaum zuvor stattgefunden hat. Zwar sei die Transformation der Gesellschaft, so Historiker, eher durch einen schleichenden Transformationsprozess, beginnend in den späten 1950er Jahren, von Statten gegangen, doch seien diese Veränderungen vor allem in der sogenannten 68er-Bewegung verkörpert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einerseits gab es Errungenschaften wie Farbfernsehen, die Emporhebung von Musikstars wie den Beatles, Elvis oder Chubby Checker und damit die Entdeckung neuen Vergnügens. Nicht selten verhalf ein Einkommenszuwachs und gleichzeitig der erste eigene PKW, sowie die Durchsetzung des arbeitsfreien Samstages Familien zu einem luxuriöseren Lebensstil. Andererseits gab es, so Einschätzungen, einen Verfall tradierter Werte. Während zuvor Gehorsam gegenüber der Eltern eine der Tugenden bedeutete, sollte in den 60ern ein radikaler Wandel stattfinden: Die Erforschung der vergangenen Dekaden und eine damit einhergehende Denunziation der Vätergeneration an dem Zweiten Weltkrieg Mitschuld zu tragen, waren für die jungen Erwachsenen offensichtlich. Dass jedoch einige Elternteile damals selbst erst junge Heranwachsende und zugleich Opfer des Weltkrieges waren, wurde zur Nebensache. Das verstärkte Kramen in der Vergangenheit wurde durch die Verschwiegenheit der Elterngeneration heraufbeschworen und dadurch ein Entfachen der Neugier bei den Jugendlichen provoziert. Die Scham der Eltern über die nationalsozialistische Vergangenheit zu sprechen, wurde als Verdrängung der schrecklichen Geschehnisse diagnostiziert. Worüber niemand sprach, musste selbst nachgeforscht werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Naumann sieht in der 68er-Bewegung eine zum ersten Mal stattfindende Hinterfragung der Identitätsstiftung, die bis heute nicht völlig verschunden sei: „Spätestens nach 1945 gab es aus gutem Grund eine Vertrauenskrise zwischen Bürger und Staat. Dies ist bis heute nicht völlig verschwunden. Und wie überwindet man sie? Zum Beispiel durch gesellschaftliche und historische Debatten, die um die Frage kreisen: Wer sind wir? Und diese Frage wurde uns von den 68ern das erste Mal nach dem Krieg schmerzhaft und nachhaltig gestellt.“&lt;br /&gt;
Offen für neue Dinge wollte man sein und gleichzeitig mehr Mitspracherecht besitzen. Nicht mehr nur zuschauen was auf der Bühne des Lebens geschieht, sondern selbst agieren lautete die Devise, um sein Schicksal eigens in der Hand zu haben. Dieses Selbstbestimmungsinteresse offenbarte sich sowohl in der Interaktion innerhalb einer Familie als auch im gesellschaftlichen und später politischen Kontext. Antiautoritäre Bewegungen fanden großen Zuspruch, da die „Mentalität des Obrigkeitsstaats damals noch nicht verwelkt war“, so Michael Naumann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Neuerungen im Wandel der Gesellschaft, welche letztlich als Probleme identifiziert wurden, belasteten autoritäre Beziehungen.&lt;br /&gt;
Das neue Selbstvertrauen, welches man aus dem Aufschwung der Marktwirtschaft und der damit verbundenen Steigerung des Wohlstands entwickelte, setzte sich in den Menschen nieder. Während sich die Gesellschaft von einer industriellen zu einer post-industriellen Gesellschaft entwickelte, fand nahezu jeder Arbeitssuchende eine Anstellung. Das verlängerte Wochenende, durch die Einführung der arbeitsfreien Samstage, sollte die Möglichkeiten geben, mehr Freizeit mit der Familie zu verbringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit offenbarte sich aber auch ein Trend der weiblichen Emanzipation, der sich vor allem in dem Strukturwandel der Frauenerwerbstätigkeit widerspiegelte. In den Jahren 1960 bis 1970 Jahren stieg der Anteil an Beamtinnen und Angestellten auf nahezu 40 Prozent an. Während die Zahl an gewöhnlichen Arbeiterinnen sank, stieg die Erwerbstätigkeit der Frauen in damals klassischen Männerberufen. Einher ging dieser Wandel mit der Veränderung der klassischen Familienstruktur: Mütter waren nun nicht mehr nur Hausfrauen, sondern trugen durch außerfamiliäre Beschäftigungen zum Wohlstand der Familie bei. Zugleich musste der Nachwuchs jedoch tagsüber in Kinderkrippen oder Spielstuben untergebracht werden, weshalb der Begriff „Schlüsselkinder“ erstmals prägend für die Epoche war. Mit dem Erlass des Gleichberechtigungsgesetzes im Jahre 1957 wurde die Gleichstellung der Frau gesetzlich besiegelt und somit ein wichtiger Grundpfeiler für die nachfolgende Emanzipation gesteckt.&lt;br /&gt;
Solche und weitere Neuerungen führten schließlich in eine neue Medien- und Konsumgesellschaft mit der Forderung nach Mehr. Mehr Freiheit, mehr antiautoritäre Vernetzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der tiefgreifende Wandel der damaligen Gesellschaft und die damit verbundenen familiären Veränderungen waren Nährboden der antiautoritären Protestbewegung, da es zwar einerseits positive Umgestaltungen im Leben der Menschen gab, andererseits aber der Staat und zugleich die Besetzungsmächte durch den Wiederaufbau nach dem Krieg fortwährend großen Einfluss hatten.&lt;br /&gt;
Dieser Einflussnahme wollten sich die Jugendlichen nicht mehr beugen. Neues Selbstbewusstsein wurde aus politischen Schriften gezogen. Bestätigt wird der gesellschaftliche Hintergrund der Revolte durch die Aussage Michael Naumanns in seinem Interview mit Wolfgang Kraushaar: „68 war doch hauptsächlich eine kulturelle Bewegung und vielleicht zu zwanzig Prozent eine politische. Auf seinem Höhepunkt zählte der SDS maximal 2000 Mitglieder!“ Weiter erwähnt Naumann, dass „68 für die fällige Distanzierung nicht nur von der Generation der im Nationalsozialismus verstrickten Väter steht; es ging auch um die Offenlegung der von Exnazis bevölkerten Universitätslehrkörper.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele wie dieses offenbaren den kulturellen Kampf, vielleicht aber auch einen inneren Kampf der Individuen, der sich letzten Endes nur auf dem Rücken der Gesellschaft austragen lies. Den Kampf, seine eigene Identität, das eigene Ich zu finden oder gar neu zu kreieren. Dies konnte nur durch eine Hinterfragung der Historie und eine Abgrenzung zur Elterngeneration erfolgen. Die kritische Theorie war lediglich Mittel zum Zweck: Das Aufgreifen theoretischer Denkmodelle zur Umsetzung verschwommener, idealistischer Ziele half den jungen Menschen damals ihren Weg zu gehen, sich von den Eltern zu distanzieren. In Horkheimer und Adorno fanden sie Theoretiker, in Dutschke und Krahl umsetzungswillige Praktiker.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Wie_wurde_die_Studentenrevolte_theoretisch_vorbereitet%3F&amp;diff=3324</id>
		<title>Wie wurde die Studentenrevolte theoretisch vorbereitet?</title>
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		<updated>2008-03-09T18:07:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Ein Abbild der Gesellschaft in den 1960er Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Eine theoretische Vorbereitung der 68er-Bewegung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Ereignisse überstürzen sich...]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bilddokumente]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
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		<title>Wie wurde die Studentenrevolte theoretisch vorbereitet?</title>
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		<updated>2008-03-09T18:04:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Die Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Theoretische Vorbereitung der 68er-Bewegung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Ereignisse überstürzen sich...]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bilddokumente]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
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		<title>Julia Steinecker</title>
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		<updated>2008-02-17T13:22:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: Die Seite wurde geleert.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
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		<title>Julia Steinecker</title>
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		<updated>2008-02-17T13:21:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: Die Seite wurde neu angelegt: Julia Steinecker Karl- Arnold- Straße 65 63456 Hanau Julia.Steinecker@gmx.de Mobil: 0177 4776807&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Julia Steinecker&lt;br /&gt;
Karl- Arnold- Straße 65&lt;br /&gt;
63456 Hanau&lt;br /&gt;
Julia.Steinecker@gmx.de&lt;br /&gt;
Mobil: 0177 4776807&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Zuteilung_nach_Arbeitsgruppen&amp;diff=1522</id>
		<title>Zuteilung nach Arbeitsgruppen</title>
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		<updated>2007-11-23T16:56:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;a) Gruppe I&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Illieva&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phase I: Kocyba&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phase II: Oevermann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koolwaay&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phase I: -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phase II: Friedeburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Reis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phase I: Kocyba&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phase II: Hennig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Taube&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phase I: Preyer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phase II: Fetscher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Thierfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phase I: Schumm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phase II: Steinert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wagner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phase I: Preyer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phase II: Allert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wendt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phase I: Glatzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phase II: Ritsert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Gruppe II&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frankenthal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phase I: Schumm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phase II: Allert, Friedeburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hesse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phase I: Glatzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phase II: Allert, Hennig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Leo&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phase I: Schumm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phase II: Hennig, Ritsert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Merget&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phase I: Glatzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phase II: Friedeburg, Steinert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Müller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phase I: Kocyba&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phase II: Oevermann, Steinert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Steinecker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phase I: Preyer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phase II: Fetscher, Oevermann&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Prof._Dr._J%C3%BCrgen_Ritsert_(Soziologie)&amp;diff=1045</id>
		<title>Prof. Dr. Jürgen Ritsert (Soziologie)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Prof._Dr._J%C3%BCrgen_Ritsert_(Soziologie)&amp;diff=1045"/>
		<updated>2007-09-21T15:56:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Professor Dr. Jürgen Ritsert'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. Juli 1935 wird Hans-Jürgen Ritsert als Sohn des Ingenieurs Hans-Wilhelm Ritsert und Eva geb. Jacobi in Frankfurt am Main geboren. Nach dem Besuch der Volksschule im Stadtteil Nied, besucht Ritsert das Leibniz-Realgymnasium in Höchst. Im Jahr 1956 legt er die Reifeprüfung mit einer neusprachlichen Fächerkombination ab. Im Anschluss tritt Ritsert eine Lehre als Großhandelskaufmann bei der Fiat-Automobil AG an, die er im Frühjahr 1958 mit der Kaufmannsgehilfenprüfung abschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer des gleichen Jahres beginnt Ritsert das Studium der Soziologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt/ Main, welches er im Jahre 1963 mit der Diplomprüfung abschließt. Unter anderem besucht Ritsert an der Universität Vorlesungen aus den Bereichen Soziologie, Philosophie, Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre und Öffentlichem Recht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1961 heiratet Jürgen Ritsert Margot Moeser,mit der er zwei Kinder hat (Claudia und Daniela). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit März 1963 arbeitet Jürgen Ritsert als wissenschaftlicher Assistent von Professor Ludwig von Friedeburg am Institut für Soziologie an der Freien Universität in Berlin. Im April 1965 beginnt Ritsert seine Dissertation über Freiheitsantinomie und Handlungstheorie; seine mündliche Prüfung für die Promotion zum Dr. rer. pol. in den Fächern Soziologie, Betriebssoziologie, Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre und Philosophie absolviert er im Februar 1966 mit der Auszeichnung magna cum laude an der Freien Universität in Berlin.&lt;br /&gt;
Von 1966 kehrt er zurück nach Frankfurt/ Main, wo er als wissenschaftlicher Assistent des Professors von Friedeburg bis 1968 an der Goethe-Universität tätig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1968 wird Jürgen Ritsert unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Probe zu einem Akademischen Rates zur Anstellung ernannt. An der Goethe-Universität erhält Ritsert zur gleichen Zeit den Lehrauftrag zur „Problemgeschichte der Soziologie“. Zwei Jahre später erfolgt die Berufung zum Akademischen Rat auf Lebenszeit. Im November 1971 ernennt ihn das Land Hessen zum Professor an einer Universität. Nach der Berufung primo et unico loco durch die philosophische Fakultät ist Ritsert als Professor für Soziologie am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität tätig.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Forschungssemester legt Ritsert in den Jahren 1973/74 und 1976/77 ein, wobei er in seinem ersten Forschungssemester weiterhin 4 Semesterwochenstunden an der Universität lehrt. &lt;br /&gt;
Im Juli 1978 wird er durch das Land Hessen zum Professor ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Wintersemester 1980/81 wird Ritsert ein erneutes Forschungssemester genehmigt. Im Sommersemester 1982, sowie im darauffolgenden Wintersemester wird Ritsert aufgrund seiner Mitarbeit an dem DFG-Projekt „Sozialgeschichte der Soziologie und Sozialphilosophie“ beurlaubt. Es folgt im Wintersemester 1984/85 eine weitere Freistellung von der Lehrtätigkeit. Zum weiteren Verfassen neuer Schriften erhält er ferner in den Wintersemestern 1993/94 und 1997/98 Forschungssemester. Mit Ende des Wintersemesters 1998/99 geht Prof. Dr. Jürgen Ritsert in den wohlverdienten Ruhestand, lehrt jedoch als Emeritus weiter freiwillig am Fachbereich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Einige der zahlreichen Publikationen:'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*v. Friedeburg/Horlemann/Hübner/Kadritzke/Ritsert/Schumm (Hg.): Freie Universität und politisches Potential der Studenten, Luchterhand Verlag, Neuwied/Berlin 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die autoritäre Wissenschaft - Technischer Fortschritt als sozialer Rückschritt, in: G. Hartfiel (Hg.): Die autoritäre Gesellschaft, Westdeutscher Verlag, Köln/Opladen 1969.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gründe und Ursachen gesellschaftlichen Handelns (Hg.), Campus Verlag, Frankfurt/New York 1975.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*J. Ritsert/H. Brunkhorst: Theorie, Interesse, Forschungsstrategien - Probleme kritischer Sozialforschung, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Braucht die Soziologie noch den Begriff der Klasse? - Über Webers Klassentheorie und neuere Versuche, sie loszuwerden. Leviathan - Zeit­schrift für Sozialwissenschaften, 15 (1987), S. 4 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Kampf um das Surplusprodukt - Einführung in den klassischen Klassenbegriff, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Das Bellen des toten Hundes - Über Hegelsche Argumentationsfiguren im sozialwissenschaftlichen Kontext, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Über die Aeronautik von Heißluftballons - Neue Unübersichtlichkeit in der Soziologie oder neue Ungleichheit in der Gesellschaft?, Studientexte zur Sozialwissenschaft; Sonderband 2, Frankfurt/M 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Subjekt und Person - Zur Philosophie der Anerkennung und zur Soziologie des Individuums, Studientexte zur Sozialwissenschaft; Sonderband 6, Frankfurt/M 1992.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gerechtigkeit und Gleichheit, Reihe: &amp;quot;Einstiege - Grundbegriffe der Sozialphilosophie und Gesellschaftstheorie&amp;quot; im Verlag Westfälisches Dampfboot, Band 1, Münster 1997.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gesellschaft. Eine unergründlicher Grundbegriff der Soziologie, Campus Verlag Frankfurt/M 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Soziologie des Individuums. Eine Einführung, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sozialphilosophie und Gesellschaftstheorie, Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Denkweisen und Grundbegriffe der Soziologie, 15. Auflage, Campus Verlag, Frankfurt/New York 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Das Prinzip der Dialektik. Studien über strikte Antinomie und kritische Theorie (zusammen mit Heiko Knoll), Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 2006. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bestimmung und Selbstbestimmung. Über Grundzüge des Freiheitsbegriffes, Merus-Verlag, Hamburg 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:JuliaSteinecker|JuliaSteinecker]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Prof._Dr._J%C3%BCrgen_Ritsert_(Soziologie)&amp;diff=1044</id>
		<title>Prof. Dr. Jürgen Ritsert (Soziologie)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Prof._Dr._J%C3%BCrgen_Ritsert_(Soziologie)&amp;diff=1044"/>
		<updated>2007-09-21T15:56:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Professor Dr. Jürgen Ritsert'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. Juli 1935 wird Hans-Jürgen Ritsert als Sohn des Ingenieurs Hans-Wilhelm Ritsert und Eva geb. Jacobi in Frankfurt am Main geboren. Nach dem Besuch der Volksschule im Stadtteil Nied, besucht Ritsert das Leibniz-Realgymnasium in Höchst. Im Jahr 1956 legt er die Reifeprüfung mit einer neusprachlichen Fächerkombination ab. Im Anschluss tritt Ritsert eine Lehre als Großhandelskaufmann bei der Fiat-Automobil AG an, die er im Frühjahr 1958 mit der Kaufmannsgehilfenprüfung abschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer des gleichen Jahres beginnt Ritsert das Studium der Soziologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt/ Main, welches er im Jahre 1963 mit der Diplomprüfung abschließt. Unter anderem besucht Ritsert an der Universität Vorlesungen aus den Bereichen Soziologie, Philosophie, Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre und Öffentlichem Recht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1961 heiratet Jürgen Ritsert Margot Moeser,mit der er zwei Kinder hat (Claudia und Daniela). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit März 1963 arbeitet Jürgen Ritsert als wissenschaftlicher Assistent von Professor Ludwig von Friedeburg am Institut für Soziologie an der Freien Universität in Berlin. Im April 1965 beginnt Ritsert seine Dissertation über Freiheitsantinomie und Handlungstheorie; seine mündliche Prüfung für die Promotion zum Dr. rer. pol. in den Fächern Soziologie, Betriebssoziologie, Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre und Philosophie absolviert er im Februar 1966 mit der Auszeichnung magna cum laude an der Freien Universität in Berlin.&lt;br /&gt;
Von 1966 kehrt er zurück nach Frankfurt/ Main, wo er als wissenschaftlicher Assistent des Professors von Friedeburg bis 1968 an der Goethe-Universität tätig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1968 wird Jürgen Ritsert unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Probe zu einem Akademischen Rates zur Anstellung ernannt. An der Goethe-Universität erhält Ritsert zur gleichen Zeit den Lehrauftrag zur „Problemgeschichte der Soziologie“. Zwei Jahre später erfolgt die Berufung zum Akademischen Rat auf Lebenszeit. Im November 1971 ernennt ihn das Land Hessen zum Professor an einer Universität. Nach der Berufung primo et unico loco durch die philosophische Fakultät ist Ritsert als Professor für Soziologie am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität tätig.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Forschungssemester legt Ritsert in den Jahren 1973/74 und 1976/77 ein, wobei er in seinem ersten Forschungssemester weiterhin 4 Semesterwochenstunden an der Universität lehrt. &lt;br /&gt;
Im Juli 1978 wird er durch das Land Hessen zum Professor ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Wintersemester 1980/81 wird Ritsert ein erneutes Forschungssemester genehmigt. Im Sommersemester 1982, sowie im darauffolgenden Wintersemester wird Ritsert aufgrund seiner Mitarbeit an dem DFG-Projekt „Sozialgeschichte der Soziologie und Sozialphilosophie“ beurlaubt. Es folgt im Wintersemester 1984/85 eine weitere Freistellung von der Lehrtätigkeit. Zum weiteren Verfassen neuer Schriften erhält er ferner in den Wintersemestern 1993/94 und 1997/98 Forschungssemester. Mit Ende des Wintersemesters 1998/99 geht Prof. Dr. Jürgen Ritsert in den wohlverdienten Ruhestand, lehrt jedoch als Emeritus weiter freiwillig am Fachbereich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ritsert selbst sieht seine Arbeitsschwerpunkte im Bereich der Wissenschaftstheorie der Sozialwissenschaften, den Theorien gesamtwirtschaftlicher Struktur und Entwicklung, sowie der Sozialphilosophie und der empirischen Ideologiekritik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Einige der zahlreichen Publikationen:'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*v. Friedeburg/Horlemann/Hübner/Kadritzke/Ritsert/Schumm (Hg.): Freie Universität und politisches Potential der Studenten, Luchterhand Verlag, Neuwied/Berlin 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die autoritäre Wissenschaft - Technischer Fortschritt als sozialer Rückschritt, in: G. Hartfiel (Hg.): Die autoritäre Gesellschaft, Westdeutscher Verlag, Köln/Opladen 1969.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gründe und Ursachen gesellschaftlichen Handelns (Hg.), Campus Verlag, Frankfurt/New York 1975.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*J. Ritsert/H. Brunkhorst: Theorie, Interesse, Forschungsstrategien - Probleme kritischer Sozialforschung, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Braucht die Soziologie noch den Begriff der Klasse? - Über Webers Klassentheorie und neuere Versuche, sie loszuwerden. Leviathan - Zeit­schrift für Sozialwissenschaften, 15 (1987), S. 4 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Kampf um das Surplusprodukt - Einführung in den klassischen Klassenbegriff, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Das Bellen des toten Hundes - Über Hegelsche Argumentationsfiguren im sozialwissenschaftlichen Kontext, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Über die Aeronautik von Heißluftballons - Neue Unübersichtlichkeit in der Soziologie oder neue Ungleichheit in der Gesellschaft?, Studientexte zur Sozialwissenschaft; Sonderband 2, Frankfurt/M 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Subjekt und Person - Zur Philosophie der Anerkennung und zur Soziologie des Individuums, Studientexte zur Sozialwissenschaft; Sonderband 6, Frankfurt/M 1992.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gerechtigkeit und Gleichheit, Reihe: &amp;quot;Einstiege - Grundbegriffe der Sozialphilosophie und Gesellschaftstheorie&amp;quot; im Verlag Westfälisches Dampfboot, Band 1, Münster 1997.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gesellschaft. Eine unergründlicher Grundbegriff der Soziologie, Campus Verlag Frankfurt/M 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Soziologie des Individuums. Eine Einführung, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sozialphilosophie und Gesellschaftstheorie, Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Denkweisen und Grundbegriffe der Soziologie, 15. Auflage, Campus Verlag, Frankfurt/New York 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Das Prinzip der Dialektik. Studien über strikte Antinomie und kritische Theorie (zusammen mit Heiko Knoll), Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 2006. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bestimmung und Selbstbestimmung. Über Grundzüge des Freiheitsbegriffes, Merus-Verlag, Hamburg 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<updated>2007-08-15T12:44:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: Die Seite wurde neu angelegt: Bild:Herbert Marcuse.jpg&lt;/p&gt;
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		<updated>2007-08-15T12:40:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
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		<title>Wie wurde die Studentenrevolte theoretisch vorbereitet?</title>
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		<updated>2007-08-15T12:21:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: Die Seite wurde neu angelegt: Theoretische Vorbereitung der 68er-Bewegung  Die Ereignisse überstürzen sich...  Die Gesellschaft  Bilddokumente&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Theoretische Vorbereitung der 68er-Bewegung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Ereignisse überstürzen sich...]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bilddokumente]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
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		<title>SozFra:Portal</title>
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		<updated>2007-08-15T12:14:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: /* Fragestellungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;background-color:#f8f8ff;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== '''Lehrforschungsprojekt: Soziologie in Frankfurt''' ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelles ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Treffen Gruppe 1 und 2, 12.07.07 Hoersaal 3, 14 Uhr ct'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einladungen, Gespräche, Vorträge ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Mittwoch, den 4. Juli 2007, 17-19 Uhr im Raum 3501 (AfE-Turm):&lt;br /&gt;
'''Vortrag von PD. Dr. Richard Faber über „Das Feld der Frankfurter Kultur- und Sozialwissenschaften“'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Der Soziologe Franz Oppenheimer]] Vortrag anläßlich der akademischen Feier zu Ehren von Franz Oppenheimer am 21. Mai 2007 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von '''Prof. Klaus Lichtblau'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''23-25. Mai 2007''', '''David Kettler, Research Professor in Social Studies'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Program(s): Political Studies, German Studies'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A.B., M.A., Ph.D., Columbia University. Professor emeritus, political studies, Trent University, Canada. Author or coauthor: Adam Ferguson: His Social and Political Thought (expanded edition, 2005); Marxismus und Kultur; Karl Mannheim; Karl Mannheim and the Crisis of Liberalism: &amp;quot;The Secret of These New Times&amp;quot;; Sociology as Political Education; Domestic Regimes, the Rule of Law, and Democratic Social Change: Exile, Science and Bildung. Editor/translator of four volumes. Numerous articles in professional journals, edited volumes, handbooks, encyclopedias. (1991– ) Research Professor in Social Studies.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Artikel zur Diskussion und Vorbereitung:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Neg(oti)ations: Learning from Three Frankfurt Schools.]]&lt;br /&gt;
[[Das Geheimnis des bemerkenswerten Aufstiegs Karl Mannheims.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von David Kettler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
publications: [http://www.bard.edu/contestedlegacies/publications/ | The Contested Legacies of German Emigre Intellectuals]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.bard.edu/contestedlegacies/kettler/works.shtml | Publications David Kettler]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Angaben zum Lehrforschungsprojekt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Dozent'''&lt;br /&gt;
[http://www.gesellschaftswissenschaften.uni-frankfurt.de/index.pl/klichtblau Prof. Dr. Klaus Lichtblau]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Empiriepraktikum, 4 SWS'''&lt;br /&gt;
Zeit und Ort: Do 14:00 - 18:00, FLAT 6  (ab 19. April 2007)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Mentoren:'' Fehmi Akalin; [http://www.gesellschaftswissenschaften.uni-frankfurt.de/index.pl/dr._amalia_barboza Amalia Barboza ]; [http://www.gesellschaftswissenschaften.uni-frankfurt.de/tbenkel Thorsten Benkel ]; Aurélien Berlan; Claudius Härpfer; Felicia Herrschaft; Marek Mieszkalski; Marc Noguiera&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fragestellung und Vorgehen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenstand dieses sich über zwei Semester erstreckenden Lehrforschungsprojektes ist die Geschichte der Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt seit ihrer Gründung als Stiftungsuniversität im Jahre 1914 bis zum heutigen Tag, der durch eine nicht nur generationsbedingte Umbruchphase gekennzeichnet ist, in dem sich das Gesicht der Frankfurter Soziologie in naher Zukunft dramatisch verändern wird. Die Veranstaltung bezieht also historische wie zeitgenössische Aspekte der soziologischen Forschung und Lehre an der Universität Frankfurt bewußt aufeinander, um anhand von historischen Quellen und zeitgenössischen Methoden der empirischen Sozialforschung dasjenige intellektuelle und politische Spektrum auszumessen, wofür der Wissenschaftsstandort Frankfurt einmal stand bzw. heute steht und vielleicht dereinst stehen könnte. Zu diesem Zweck sollen auch eine Reihe von Akteuren und Zeitzeugen befragt werden, die in den letzten Jahrzehnten maßgeblich das Erscheinungsbild der Frankfurter Soziologie mitgeprägt haben bzw. seinen Wandel aufmerksam mitverfolgt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsgruppen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Arbeitsgruppen ist vorgesehen, sich mit unterschiedlichen Phasen und Akteuren innerhalb des nun bald hundertjährigen Prozesses der Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre an der Universität Frankfurt zu beschäftigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischenergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen sollen in dem während der Vorlesungszeit regelmäßig stattfindenden Plenum zur Diskussion gestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragestellungen, die von beiden Gruppen bearbeitet werden können, bitte hier ablegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''[[Wurde der gesamte soziologische Lehrbetrieb ab 1933 eingestellt]]? Haben noch soziologische Übungen und Seminare stattgefunden?'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsgruppe I. Frankfurt als Stiftungsuniversität bis 1945 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Programmpunkte:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sozialwissenschaftliche Forschung und Lehre an der alten Frankfurter Akademie für Handels- und Sozialwissenschaften und die Gründung der Universität Frankfurt als Stiftungsuniversität des Frankfurter Bürgertums im Jahre 1914 (wobei insbesondere auch auf die mäzenatische Rolle des jüdischen Bürgertums eingegangen werden soll) und die &amp;quot;wilden zwanziger Jahre&amp;quot;: Frankfurter Soziologie in der Weimarer Republik und ihr Verhältnis zum philosophischen Elfenbeinturm sowie zur außerakademischen Kunstkritik und Kulturessayistik (Betreuer: [[Aurélien Berlan]], [[Claudius Härpfer]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Programm der Arbeitsgruppe [[Frankfurter Soziologie im Zeitraum zwischen 1930 und 1933]]: Karl Mannheim und Norbert Elias als etablierte Außenseiter der Profession (Betreuerin: [[Amalia Barboza]],[[Aurélien Berlan]], [[Felicia Herrschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Teilnehmerinnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalia Barboza (a.barboza@soz.uni-frankfurt.de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aurlélien Berlan (aurelberlan@gmail.com)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Claudius Härpfer (haerpfer@stud.uni-frankfurt.de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Felicia Herrschaft (F.Herrschaft@soz.uni-frankfurt.de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Radostina Ilieva (radostpetrova@yahoo.com)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Koester (Alphax@web.de) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jens Koolwaay (jenskoolwaay@gmail.com)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tobias Reis (tobias.reis@t-online.de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Patrick Taube (Taube-PRW@t-online.de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alexander Thierfeld (alexander.thierfeld@googlemail.com)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Timo Wagner (timohwagner@web.de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Victoria Wendt (v_wendt@yahoo.com)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fragestellungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mannheims soziolgisches Programm in Frankfurt: Werk und Lehre]] (Jens Koolwaay) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mannheims Studenten und Norbert Elias als Betreuer und Vertreter der historischen Soziologie]] (Radostina Ilieva)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gottfried Salomon Delatour: Sein Einfluss auf die Soziologie in Frankfurt und seine Verbindungen]] (Timo Wagner)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Kracauer: Der Soziologe in der Frankfurter Zeitung. Einfluß und Wirken eines Außenseiters bis 1933]] (Victoria Wendt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Pollock und Max Horkheimers Freundschaft]] (Tobias Reis)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Franz Oppenheimer und der erste Lehrstuhl für Soziologie an der Frankfurter Universität]]  (Patrick Taube)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Texte der Arbeitsgruppe I ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Amalia Barboza]] Die verpassten Chancen einer Kooperation zwischen der „Frankfurter Schule“ und Karl Mannheims Soziologischem Seminar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Willy Strzelewicz - Diskurse im Institut für Sozialforschung um 1930]] (Aurélien Berlan)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Claudius Härpfer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Biographische Stationen Mannheims]] (Felicia Herrschaft)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Tenbruck- Wie kann man die Geschichte der Sozialwissenschaften in den 20er Jahren schreiben]] (Radostina Ilieva)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Christian Koester]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Heinz Steinert - Die fünfte Fakultät: Strömungen in der Geschichte der Sozialwissenschaften an der Universität Frankfurt]] (Jens Koolway)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*   [[Rolf Wiggershaus- Die Frankfurter Schule. Geschichte, theoretische Entwicklung, theoretische Bedeutung]] (Tobias Reis)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*   [[Max Horkheimer - Die gegenwärtige Lage der Sozialphilosophie und die Aufgaben eines Instituts für Sozialforschung]] (Patrick Taube)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*   [[Franz Oppenheimer und der erste Lehrstuhl für Soziologie an der Frankfurter Universität]]  (Patrick Taube)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Paul Kluke - Die Stiftungsuniversität Frankfurt am Main 1914 – 1932]] (Alexander Thierfeld)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Michael Bock - Die Entwicklung der Soziologie und die Krise der Geisteswissenschaften in den 20er Jahren]] (Timo Wagner)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  [[Intellektuellendämmerung - Zur Lage der Frankfurter Intelligenz in den 20er Jahren (Wolfgang Schivelbusch)]] (Victoria Wendt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsgruppe II. Neubeginn in den 1950er - Frankfurter Soziologie heute und morgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Programmpunkte:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der demokatische Neubeginn in den 1950er und 1960er Jahren: Die Rückkehr der Emigranten aus dem amerikanischen Exil und das spannungsreiche Verhältnis der &amp;quot;Frankfurter Schule der Soziologie&amp;quot; zur Philosophie und Ökonomie (Betreuer: Fehmi Akalin, [[Thorsten Benkel]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Studentenrevolte von 1968 und die Entstehung des heutigen Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften aus der Konkursmasse der von Jürgen Habermas und Ludwig von Friedeburg beabsichtigten Hochschulreform (Betreuer: Marek Mieszkalski, Marc Nogueira)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''Teilnehmerinnen:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thorsten Benkel (benkel@soz.uni-frankfurt.de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fehmi Akalin (Fehmi.Akalin@gmx.de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eva Frankenthal  (eva.frankenthal@gmx.de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tobias Hesse  (tobihesse@web.de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alexandra Leo  (alex.leo@web.de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nina Merget  (Nina_xxx@web.de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kai Müller  (kasimu@gmx.de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aki Sakuta  (aki_sakuta@yahoo.com)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julia Steinecker  (Julia.Steinecker@gmx.de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fragestellungen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Thomas Luckmann an der Universität Frankfurt (1965-1970) - Neubeginn in Deutschland im Brennpunkt geistiger Auseinandersetzungen]] (Eva Frankenthal) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Habermas]] (Tobias Hesse)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Frauen in der Soziologie in Frankfurt]] (Alexandra Leo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Berufungspolitik ab 1945]] (Nina Merget)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Der Mittelbau der Jahre 1965-1972]] (Kai Müller) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Wie wurde die Studentenrevolte theoretisch vorbereitet?]] (Julia Steinecker)&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Ich habe ein theoretisches Denkmodell aufgestellt. Wie konnte ich ahnen, daß Leute es mit Molotowcocktails verwirklichen wollen.&amp;quot;'' (Theodor W. Adorno)  &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
====Verzeichnis Soziologen und Soziologinnen in Frankfurt ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Verzeichnis bedeutender Personen für die Soziologie in Frankfurt nach 1945]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Texte der Arbeitsgruppe II===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Kracauer revisited]]  (Fehmi Akalin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kritische Theorie - Negativität als Methode]]  (Thorsten Benkel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Kurzbiographie zu Karl Mannheim]] (Eva Frankenthal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rolf Wiggershaus - Theodor W. Adorno]]  (Tobias Hesse)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Adornos Anmerkungen zur Wissenssoziologie Karl Mannheims in der &amp;quot;Negative(n) Dialektik&amp;quot;]]  (Kai Müller)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Dimensionen kritischer Theorie]]  (Marc Nogueira)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Eine Zusammenfassung von Theodor W. Adornos Aufsatz &amp;quot;Neue wertfreie Soziologie&amp;quot;]] (Aki Sakuta)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Karl Mannheim aus der Sicht Adornos und Horkheimers entlehnt aus dem Adorno-Horkheimer Briefwechsel ab 1933]]  (Julia Steinecker und Nina Merget)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswahl Interviewpartner ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Interviewpartner im Wintersemester und die Zuordnung der Seminarteilnehmer zu den einzelnen Interviews stehen fest. Änderungen sind allerdings noch möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Interviewpartner im Wintersemester]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Methoden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auswahlliteratur zum Methodenworkshop: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alexander Bogner, Beate Littig &amp;amp; Wolfgang Menz (Hg.): Das Experteninterview. Theorie, Methode, Anwendung; 2. Aufl. Wiesbaden: VS 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Diekmann: Empirische Sozialforschung; Reinbek: Rowohlt 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ivonne Küsters: Narrative Interviews; Wiesbaden: VS 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arnd-Michael Nohl: Interview und dokumentarische Methode; 2. Aufl. Wiesbaden: VS 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Transkriptionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[f4]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;f4&amp;quot; beinhaltet alle Funktionen eines klassischen Transkriptionsgerätes zum Verschriften von Interviews und Diskussionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Transkriptionsregeln]] für die Transkriptions narrativer Interviews.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====switch====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[switch]] ist ein Programm um Audiodateien in Mp3-Formate zu verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====audacity====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[audacity]] ist ein Programm um MP3-Dateien zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturliste==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''[[Literaturliste]]''' In diese Liste können weitere Literaturangaben eingetragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bibliographieren====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[JabRef]]  Bibliographie-Manager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Lit-link]]  Programm zur Verwaltung von Informationen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Citavi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Endnote]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[ReferenceManager]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Links====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Geschichte des Vereins für Sozialpolitik 1872-1932 (Dr.Franz Boese)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Institutionen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.fritz-bauer-institut.de/| Fritz Bauer Institut]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.ifs.uni-frankfurt.de/| Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akademie der Arbeit [http://www.akademie-der-arbeit.de/] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sigmund-Freud-Institut [http://www.sfi-frankfurt.de/]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archive ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte hier Archivinformationen ablegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Uni - Archive - [[Hinweise]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FAZ - Archiv [http://fazarchiv.faz.net/FAZ.ein]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitungen in Frankfurt seit 1615 [http://www.ub.uni-frankfurt.de/wertvoll/ffmztg.html]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anleitungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Anleitungen zum wissenschaftlichen Arbeiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Anleitung zum Einstellen von Artikeln]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktisches Szenario==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Wiki-System stellt eine produktive digitale Lernumgebung für die Erarbeitung eines Glossars über die Geschichte der Institutionalisierung der  soziologischen Forschung und Lehre an der Johann Wolfgang Goethe-Universität  Frankfurt seit ihrer Gründung als Stiftungsuniversität im Jahre 1914 bis zum heutigen Tag. Dieses Glossar kann auch weiteren Forschergruppen an der Universität Frankfurt oder assoziierten Instituten zur Verfügung gestellt werden. Dies soll die Zugänglichkeit und Weiterführung der dort erarbeiteten Informationen und Wissensformen garantieren. Diese gezielte Einbindung eines eLearning-Konzeptes in den Forschungsprozess kann die Betreuungssituation für fortgeschrittene Studierende verbessern, das Interesse an eLearning-Szenarien  wecken und die Grundlage bilden für den internationalen und interdisziplinären Austausch junger ForscherInnen. Zwischenergebnisse der einzelnen  Arbeitsgruppen sollen in dem während der Vorlesungszeit regelmäßig stattfindenden Plenum zur Diskussion gestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Blended Learning Szenarien werden Ergebnisse, Artikel, Interviews, die in SOZFRA eingesetzt wurden in der Präsenzveranstaltung vorgestellt (Impulsreferate) und diskutiert. Aus diesem Lehrforschungsprojekt können außerdem eine Reihe von Diplom- und Magisterarbeiten entstehen, deren Niederschrift bereits im Rahmen des MediaWikis (SOZFRA) erfolgt und für alle Beteiligten damit nachvollziehbar ist.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Prof._Dr._J%C3%BCrgen_Ritsert_(Soziologie)&amp;diff=964</id>
		<title>Prof. Dr. Jürgen Ritsert (Soziologie)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Prof._Dr._J%C3%BCrgen_Ritsert_(Soziologie)&amp;diff=964"/>
		<updated>2007-08-15T12:05:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: /* ''Einige der zahlreichen Publikationen:'' */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Professor em. Dr. Jürgen Ritsert'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wurde am 7.Juli 1935 in Frankfurt am Main geboren. Sein Abitur besteht er 1956. Es folgt eine kaufmännische Lehre, die er 1958 abschließt. Im Anschluss beginnt er sein Studium der Soziologie an der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt am Main. 1961 heiratet Jürgen Ritsert Margot Moeser,mit der er zwei Kinder hat (Claudia und Daniela). 1963 schließt er sein Studium zum '''Diplomsoziologen''' ab und wird Assistent von Prof. Dr. Ludwig von Friedeburg an der '''FU Berlin''' (1963-1966). 1966 promoviert Ritsert zum Dr. rer. pol. an der Freien Universität in Berlin. Ab 1966 '''Akademischer Rat''' in Frankfurt. Ab 1971 nach der Berufung primo et unico loco durch die philosophische Fakultät. '''Professor für Soziologie''' am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Johann Wolfgang Goethe Universität. Im Jahr 2000 wird Dr. Jürgen Ritsert pensioniert, lehrt jedoch als '''Emeritus''' weiter freiwillig am Fachbereich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Einige der zahlreichen Publikationen:'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*v. Friedeburg/Horlemann/Hübner/Kadritzke/Ritsert/Schumm (Hg.): Freie Universität und politisches Potential der Studenten, Luchterhand Verlag, Neuwied/Berlin 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die autoritäre Wissenschaft - Technischer Fortschritt als sozialer Rückschritt, in: G. Hartfiel (Hg.): Die autoritäre Gesellschaft, Westdeutscher Verlag, Köln/Opladen 1969.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gründe und Ursachen gesellschaftlichen Handelns (Hg.), Campus Verlag, Frankfurt/New York 1975.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*J. Ritsert/H. Brunkhorst: Theorie, Interesse, Forschungsstrategien - Probleme kritischer Sozialforschung, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Braucht die Soziologie noch den Begriff der Klasse? - Über Webers Klassentheorie und neuere Versuche, sie loszuwerden. Leviathan - Zeit­schrift für Sozialwissenschaften, 15 (1987), S. 4 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Kampf um das Surplusprodukt - Einführung in den klassischen Klassenbegriff, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Das Bellen des toten Hundes - Über Hegelsche Argumentationsfiguren im sozialwissenschaftlichen Kontext, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Über die Aeronautik von Heißluftballons - Neue Unübersichtlichkeit in der Soziologie oder neue Ungleichheit in der Gesellschaft?, Studientexte zur Sozialwissenschaft; Sonderband 2, Frankfurt/M 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Subjekt und Person - Zur Philosophie der Anerkennung und zur Soziologie des Individuums, Studientexte zur Sozialwissenschaft; Sonderband 6, Frankfurt/M 1992.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gerechtigkeit und Gleichheit, Reihe: &amp;quot;Einstiege - Grundbegriffe der Sozialphilosophie und Gesellschaftstheorie&amp;quot; im Verlag Westfälisches Dampfboot, Band 1, Münster 1997.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gesellschaft. Eine unergründlicher Grundbegriff der Soziologie, Campus Verlag Frankfurt/M 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Soziologie des Individuums. Eine Einführung, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sozialphilosophie und Gesellschaftstheorie, Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Denkweisen und Grundbegriffe der Soziologie, 15. Auflage, Campus Verlag, Frankfurt/New York 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Das Prinzip der Dialektik. Studien über strikte Antinomie und kritische Theorie (zusammen mit Heiko Knoll), Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 2006. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bestimmung und Selbstbestimmung. Über Grundzüge des Freiheitsbegriffes, Merus-Verlag, Hamburg 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-[[Benutzer:JuliaSteinecker|JuliaSteinecker]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Prof._Dr._J%C3%BCrgen_Ritsert_(Soziologie)&amp;diff=963</id>
		<title>Prof. Dr. Jürgen Ritsert (Soziologie)</title>
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		<updated>2007-08-15T12:05:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Professor em. Dr. Jürgen Ritsert'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wurde am 7.Juli 1935 in Frankfurt am Main geboren. Sein Abitur besteht er 1956. Es folgt eine kaufmännische Lehre, die er 1958 abschließt. Im Anschluss beginnt er sein Studium der Soziologie an der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt am Main. 1961 heiratet Jürgen Ritsert Margot Moeser,mit der er zwei Kinder hat (Claudia und Daniela). 1963 schließt er sein Studium zum '''Diplomsoziologen''' ab und wird Assistent von Prof. Dr. Ludwig von Friedeburg an der '''FU Berlin''' (1963-1966). 1966 promoviert Ritsert zum Dr. rer. pol. an der Freien Universität in Berlin. Ab 1966 '''Akademischer Rat''' in Frankfurt. Ab 1971 nach der Berufung primo et unico loco durch die philosophische Fakultät. '''Professor für Soziologie''' am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Johann Wolfgang Goethe Universität. Im Jahr 2000 wird Dr. Jürgen Ritsert pensioniert, lehrt jedoch als '''Emeritus''' weiter freiwillig am Fachbereich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ''Einige der zahlreichen Publikationen:'' ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*v. Friedeburg/Horlemann/Hübner/Kadritzke/Ritsert/Schumm (Hg.): Freie Universität und politisches Potential der Studenten, Luchterhand Verlag, Neuwied/Berlin 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die autoritäre Wissenschaft - Technischer Fortschritt als sozialer Rückschritt, in: G. Hartfiel (Hg.): Die autoritäre Gesellschaft, Westdeutscher Verlag, Köln/Opladen 1969.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gründe und Ursachen gesellschaftlichen Handelns (Hg.), Campus Verlag, Frankfurt/New York 1975.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*J. Ritsert/H. Brunkhorst: Theorie, Interesse, Forschungsstrategien - Probleme kritischer Sozialforschung, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Braucht die Soziologie noch den Begriff der Klasse? - Über Webers Klassentheorie und neuere Versuche, sie loszuwerden. Leviathan - Zeit­schrift für Sozialwissenschaften, 15 (1987), S. 4 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Kampf um das Surplusprodukt - Einführung in den klassischen Klassenbegriff, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Das Bellen des toten Hundes - Über Hegelsche Argumentationsfiguren im sozialwissenschaftlichen Kontext, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Über die Aeronautik von Heißluftballons - Neue Unübersichtlichkeit in der Soziologie oder neue Ungleichheit in der Gesellschaft?, Studientexte zur Sozialwissenschaft; Sonderband 2, Frankfurt/M 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Subjekt und Person - Zur Philosophie der Anerkennung und zur Soziologie des Individuums, Studientexte zur Sozialwissenschaft; Sonderband 6, Frankfurt/M 1992.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gerechtigkeit und Gleichheit, Reihe: &amp;quot;Einstiege - Grundbegriffe der Sozialphilosophie und Gesellschaftstheorie&amp;quot; im Verlag Westfälisches Dampfboot, Band 1, Münster 1997.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gesellschaft. Eine unergründlicher Grundbegriff der Soziologie, Campus Verlag Frankfurt/M 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Soziologie des Individuums. Eine Einführung, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sozialphilosophie und Gesellschaftstheorie, Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Denkweisen und Grundbegriffe der Soziologie, 15. Auflage, Campus Verlag, Frankfurt/New York 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Das Prinzip der Dialektik. Studien über strikte Antinomie und kritische Theorie (zusammen mit Heiko Knoll), Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 2006. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bestimmung und Selbstbestimmung. Über Grundzüge des Freiheitsbegriffes, Merus-Verlag, Hamburg 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-[[Benutzer:JuliaSteinecker|JuliaSteinecker]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
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		<title>Prof. Dr. Jürgen Ritsert (Soziologie)</title>
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		<updated>2007-08-15T11:58:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Professor em. Dr. Jürgen Ritsert'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wurde am 7.Juli 1935 in Frankfurt am Main geboren. Sein Abitur besteht er 1956. Es folgt eine kaufmännische Lehre, die er 1958 abschließt. Im Anschluss beginnt er sein Studium der Soziologie an der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt am Main. 1961 heiratet Jürgen Ritsert Margot Moeser,mit der er zwei Kinder hat (Claudia und Daniela). 1963 schließt er sein Studium zum Diplomsoziologen ab und wird Assistent von Prof. Dr. Ludwig von Friedeburg an der FU Berlin (1963-1966). 1966 promoviert Ritsert zum Dr. rer. pol. an der Freien Universität in Berlin. Ab 1966 Akademischer Rat in Frankfurt. Ab 1971 nach der Berufung primo et unico loco durch die philosophische Fakultät. Professor für '''Soziologie''' am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Johann Wolfgang Goethe Universität. Im Jahr 2000 wird Dr. Jürgen Ritsert pensioniert, lehrt jedoch als Emeritus weiter freiwillig am Fachbereich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Einige der zahlreichen Publikationen:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handlungstheorie und Freiheitsantinomie, Duncker und Humblot, Berlin 1966.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
v. Friedeburg/Horlemann/Hübner/Kadritzke/Ritsert/Schumm (Hg.): Freie Universität und politisches Potential der Studenten, Luchterhand Verlag, Neuwied/Berlin 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die autoritäre Wissenschaft - Technischer Fortschritt als sozialer Rückschritt, in: G. Hartfiel (Hg.): Die autoritäre Gesellschaft, Westdeutscher Verlag, Köln/Opladen 1969.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gründe und Ursachen gesellschaftlichen Handelns (Hg.), Campus Verlag, Frankfurt/New York 1975.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Wissenschaftslogik einer kritischen Soziologie (Hg.), Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Ritsert/H. Brunkhorst: Theorie, Interesse, Forschungsstrategien - Probleme kritischer Sozialforschung, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Braucht die Soziologie noch den Begriff der Klasse? - Über Webers Klassentheorie und neuere Versuche, sie loszuwerden. Leviathan - Zeit­schrift für Sozialwissenschaften, 15 (1987), S. 4 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft - Einführung in den Grundbegriff der Soziologie, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kampf um das Surplusprodukt - Einführung in den klassischen Klassenbegriff, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bellen des toten Hundes - Über Hegelsche Argumentationsfiguren im sozialwissenschaftlichen Kontext, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Aeronautik von Heißluftballons - Neue Unübersichtlichkeit in der Soziologie oder neue Ungleichheit in der Gesellschaft?, Studientexte zur Sozialwissenschaft; Sonderband 2, Frankfurt/M 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AG Soziologie: Denkweisen und Grundbegriffe der Soziologie, veränderte und ergänzte Neufassung von 1992, 10. Aufl., Campus Verlag, Frank­furt/New York 1992 (15. Auflage 2004). Griechische Übersetzung 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Subjekt und Person - Zur Philosophie der Anerkennung und zur Soziologie des Individuums, Studientexte zur Sozialwissenschaft; Sonderband 6, Frankfurt/M 1992.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerechtigkeit und Gleichheit, Reihe: &amp;quot;Einstiege - Grundbegriffe der Sozialphilosophie und Gesellschaftstheorie&amp;quot; im Verlag Westfälisches Dampfboot, Band 1, Münster 1997.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleines Lehrbuch der Dialektik, Primus-Verlag und Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, Darmstadt 1997. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft. Eine unergründlicher Grundbegriff der Soziologie, Campus Verlag Frankfurt/M 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soziologie des Individuums. Eine Einführung, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ideologie. Themen und Probleme der Wissenssoziologie, Reihe „Einstiege“ 11/12, Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einführung in die Logik der Sozialwissenschaften, 2. überarbeitete Auflage und Studienausgabe, Münster 2003. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sozialphilosophie und Gesellschaftstheorie, Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkweisen und Grundbegriffe der Soziologie, 15. Auflage, Campus Verlag, Frankfurt/New York 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip der Dialektik. Studien über strikte Antinomie und kritische Theorie (zusammen mit Heiko Knoll), Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 2006. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestimmung und Selbstbestimmung. Über Grundzüge des Freiheitsbegriffes, Merus-Verlag, Hamburg 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:JuliaSteinecker|JuliaSteinecker]] 13:58, 15. Aug. 2007 (MEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Prof._Dr._J%C3%BCrgen_Ritsert_(Soziologie)&amp;diff=961</id>
		<title>Prof. Dr. Jürgen Ritsert (Soziologie)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Prof._Dr._J%C3%BCrgen_Ritsert_(Soziologie)&amp;diff=961"/>
		<updated>2007-08-15T11:52:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[['''Professor em. Dr. Jürgen Ritsert''']] &lt;br /&gt;
wurde am 7.Juli 1935 in Frankfurt am Main geboren. Sein Abitur besteht er 1956. Es folgt eine kaufmännische Lehre, die er 1958 abschließt. Im Anschluss beginnt er sein Studium der Soziologie an der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt am Main. 1961 heiratet Jürgen Ritsert Margot Moeser,mit der er zwei Kinder hat (Claudia und Daniela). 1963 schließt er sein Studium zum Diplomsoziologen ab und wird Assistent von Prof. Dr. Ludwig von Friedeburg an der FU Berlin (1963-1966). 1966 promoviert Ritsert zum Dr. rer. pol. an der Freien Universität in Berlin. Ab 1966 Akademischer Rat in Frankfurt. Ab 1971 nach der Berufung primo et unico loco durch die philosophische Fakultät. Professor für Soziologie am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Johann Wolfgang Goethe Universität. Im Jahr 2000 wird Dr. Jürgen Ritsert pensioniert, lehrt jedoch als Emeritus weiter freiwillig am Fachbereich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einige herausgesuchte Publikationen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handlungstheorie und Freiheitsantinomie, Duncker und Humblot, Berlin 1966.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
v. Friedeburg/Horlemann/Hübner/Kadritzke/Ritsert/Schumm (Hg.): Freie Universität und politisches Potential der Studenten, Luchterhand Verlag, Neuwied/Berlin 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die autoritäre Wissenschaft - Technischer Fortschritt als sozialer Rückschritt, in: G. Hartfiel (Hg.): Die autoritäre Gesellschaft, Westdeutscher Verlag, Köln/Opladen 1969.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundzüge sozialwissenschaftlich-statistischer Argumentation, Westdeutscher Verlag, Köln/Opladen 1971. (zusammen mit E. Becker).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorbemerkungen zu Siegfried Kracauer &amp;quot;The Challenge of Qualitative Content Analysis&amp;quot;, Ästhetik und Kommunikation - Beiträge zur politi­schen Erziehung, Heft 7 (1972), S. 49 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Probleme politisch-ökonomischer Theoriebildung, Fischer-Athenäum, Frankfurt/M 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gründe und Ursachen gesellschaftlichen Handelns (Hg.), Campus Verlag, Frankfurt/New York 1975.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Wissenschaftslogik einer kritischen Soziologie (Hg.), Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken und gesellschaftliche Wirklichkeit - Arbeitsbuch zum klassischen Ideologiebegriff, Campus-Verlag, Frankfurt/New York 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Ritsert/H. Brunkhorst: Theorie, Interesse, Forschungsstrategien - Probleme kritischer Sozialforschung, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anerkennung, Selbst und Gesellschaft - Zur gesellschaftlichen Konstitution von Subjektivität in Hegels Jenaer Realphilosophie, Soziale Welt 32 Heft 3, (1981) S. 275 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indizienparadigma und Totalitätsempirie - Kommentar zu einigen Thesen Adornos über das Verhältnis von Theorie und empirischer Sozialforschung, in: L. v. Friedeburg und J. Habermas (Hg.): Adorno Konferenz 1983, Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M 1983, S. 226-233.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Braucht die Soziologie noch den Begriff der Klasse? - Über Webers Klassentheorie und neuere Versuche, sie loszuwerden. Leviathan - Zeit­schrift für Sozialwissenschaften, 15 (1987), S. 4 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft - Einführung in den Grundbegriff der Soziologie, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kampf um das Surplusprodukt - Einführung in den klassischen Klassenbegriff, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bellen des toten Hundes - Über Hegelsche Argumentationsfiguren im sozialwissenschaftlichen Kontext, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Aeronautik von Heißluftballons - Neue Unübersichtlichkeit in der Soziologie oder neue Ungleichheit in der Gesellschaft?, Studientexte zur Sozialwissenschaft; Sonderband 2, Frankfurt/M 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Produktionsparadigma, Kulturkampfthese und neue soziale Bewegungen,  Leviathan 17 (1989), S. 337 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Models and Concepts of Ideology, Editions Rodopi, Amsterdam/Atlanta GA 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AG Soziologie: Denkweisen und Grundbegriffe der Soziologie, veränderte und ergänzte Neufassung von 1992, 10. Aufl., Campus Verlag, Frank­furt/New York 1992 (15. Auflage 2004). Griechische Übersetzung 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Subjekt und Person - Zur Philosophie der Anerkennung und zur Soziologie des Individuums, Studientexte zur Sozialwissenschaft; Sonderband 6, Frankfurt/M 1992.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L. Stanko/J. Ritsert: Zeit als Kategorie der Sozialwissenschaften, Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 1994.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerechtigkeit und Gleichheit, Reihe: &amp;quot;Einstiege - Grundbegriffe der Sozialphilosophie und Gesellschaftstheorie&amp;quot; im Verlag Westfälisches Dampfboot, Band 1, Münster 1997.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nichtidentische bei Adorno - Substanz- oder Problembegriff?, in: Zeitschrift für kritische Theorie, Jhg. 3 (1997), Heft 1. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleines Lehrbuch der Dialektik, Primus-Verlag und Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, Darmstadt 1997. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soziale Klassen, Reihe: „Einstiege“, Band 8, Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 1998.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft. Eine unergründlicher Grundbegriff der Soziologie, Campus Verlag Frankfurt/M 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soziologie des Individuums. Eine Einführung, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ideologie. Themen und Probleme der Wissenssoziologie, Reihe „Einstiege“ 11/12, Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einführung in die Logik der Sozialwissenschaften, 2. überarbeitete Auflage und Studienausgabe, Münster 2003. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sozialphilosophie und Gesellschaftstheorie, Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkweisen und Grundbegriffe der Soziologie, 15. Auflage, Campus Verlag, Frankfurt/New York 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip der Dialektik. Studien über strikte Antinomie und kritische Theorie (zusammen mit Heiko Knoll), Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 2006. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestimmung und Selbstbestimmung. Über Grundzüge des Freiheitsbegriffes, Merus-Verlag, Hamburg 2007.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Prof._Dr._J%C3%BCrgen_Ritsert_(Soziologie)&amp;diff=960</id>
		<title>Prof. Dr. Jürgen Ritsert (Soziologie)</title>
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		<updated>2007-08-15T11:33:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;JuliaSteinecker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Professor em. Dr. Jürgen Ritsert''' &lt;br /&gt;
wurde am 7.Juli 1935 in Frankfurt am Main geboren. Sein Abitur besteht er 1956. Es folgt eine kaufmännische Lehre, die er 1958 abschließt. Im Anschluss beginnt er sein Studium der Soziologie an der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt am Main. 1961 heiratet Jürgen Ritsert Margot Moeser,mit der er zwei Kinder hat (Claudia und Daniela). 1963 schließt er sein Studium zum Diplomsoziologen ab und wird Assistent von Prof. Dr. Ludwig von Friedeburg an der FU Berlin (1963-1966). 1966 promoviert Ritsert zum Dr. rer. pol. an der Freien Universität in Berlin. Ab 1966 Akademischer Rat in Frankfurt. Ab 1971 nach der Berufung primo et unico loco durch die philosophische Fakultät. Professor für Soziologie am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Johann Wolfgang Goethe Universität. Im Jahr 2000 wird Dr. Jürgen Ritsert pensioniert, lehrt jedoch als Emeritus weiter freiwillig am Fachbereich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Gestalt der Ideologie in der Popularliteratur über den Zweiten Weltkrieg, Soziale Welt 15, Heft 3 (1964), S. 244 ff. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritische Philosophie und positive Sozialwissenschaft, Soziale Welt 17, Heft 3 (1966), S. 193 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handlungstheorie und Freiheitsantinomie, Duncker und Humblot, Berlin 1966.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stichwort: Institution, in: Evangelisches Staatslexikon, Kunst und Grundmann, (Hg.): Stuttgart 1966.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
v. Friedeburg/Horlemann/Hübner/Kadritzke/Ritsert/Schumm (Hg.): Freie Universität und politisches Potential der Studenten, Luchterhand Verlag, Neuwied/Berlin 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Substratbegriffe in der Theorie des sozialen Handelns, Soziale Welt 19, Heft 2 (1968), S. 119 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Organismusanalogie und politische Ökonomie, Soziale Welt 17, Heft 1, (1968) S. 55 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antinomien des Anomiekonzeptes, Soziale Welt 20. Heft 2 (1969), S. 145 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die autoritäre Wissenschaft - Technischer Fortschritt als sozialer Rückschritt, in: G. Hartfiel (Hg.): Die autoritäre Gesellschaft, Westdeutscher Verlag, Köln/Opladen 1969.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundzüge sozialwissenschaftlich-statistischer Argumentation, Westdeutscher Verlag, Köln/Opladen 1971. (zusammen mit E. Becker).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erkenntnistheorie, Soziologie und Empirie, Aufsätze 1968 - 1970, Amster­dam 1971.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltsanalyse und Ideologiekritik - Ein Versuch über kritische Sozialforschung, Fischer-Athenäum, Frankfurt/M 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorbemerkungen zu Siegfried Kracauer &amp;quot;The Challenge of Qualitative Content Analysis&amp;quot;, Ästhetik und Kommunikation - Beiträge zur politi­schen Erziehung, Heft 7 (1972), S. 49 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Probleme politisch-ökonomischer Theoriebildung, Fischer-Athenäum, Frankfurt/M 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R. Prewo/J. Ritsert/E. Stracke: Systemtheoretische Ansätze in der Soziologie - Eine kritische Analyse. Rowohlt-Verlag, Reinbek b. Hamburg 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wissenschaftsanalyse als Ideologiekritik (gesammelte Aufsätze), Campus Verlag, Frankfurt/New York 1975.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gründe und Ursachen gesellschaftlichen Handelns (Hg.), Campus Verlag, Frankfurt/New York 1975.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Ritsert/F. Heider/E. Stracke: Grundzüge der Varianz- und Faktorenanalyse, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Wissenschaftslogik einer kritischen Soziologie (Hg.), Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Remmele,/J. Ritsert/L. Voegelin: Zur Diskussion um Praxisbezug und Berufsperspektive in den Sozialwissenschaften, in: E. Becker et altera: Sozialwissenschaften: Studiensituation, Vermittlungsprobleme, Praxisbezug - Orientierungshilfen für Studenten und Dozenten, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken und gesellschaftliche Wirklichkeit - Arbeitsbuch zum klassischen Ideologiebegriff, Campus-Verlag, Frankfurt/New York 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AG Soziologie: Denkweisen und Grundbegriffe der Soziologie, (9. und letzte Auflage der Ursprungsfassung: 1990), Campus Verlag, Frank­furt/New York 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Griechische Übersetzung 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Ritsert/H. Brunkhorst: Theorie, Interesse, Forschungsstrategien - Probleme kritischer Sozialforschung, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesellschaftliche Basis des Selbst - Entwurf einer Argumentationslinie im Anschluß an Mead, Soziale Welt 31, Heft 3, (1980) S. 288 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
E. Becker/J. Ritsert (Hg.): Zur sozialen und sozialwissenschaftlichen Qualifikation von Lehrern - Eine empirische Untersuchung zur sozialen Lage und zu den Handlungsorientierungen Frankfurter Lehrer. Schriftenreihe des Didaktischen Zentrums der J.W. Goethe Universität, Schlußbericht des von der DFG geförderten Projekts &amp;quot;Textinterpretation und Unterrichtpra­xis&amp;quot; (TuP), Frankfurt/M 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anerkennung, Selbst und Gesellschaft - Zur gesellschaftlichen Konstitution von Subjektivität in Hegels Jenaer Realphilosophie, Soziale Welt 32 Heft 3, (1981) S. 275 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
E. Becker/J. Ritsert: Drei Beiträge zur fröhlichen Wissenschaft; zuerst: Seminarmaterialien 1 (1981), dann: Sonderband 1 der Studientexte zur Sozialwissenschaft (hg. v. E. Becker/H. Brentel/J. Ritsert am Fb Gesellschaftswissenschaften der J.W. Goethe-Universität) 3. Aufl. 1989.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diverse hektogr. Beiträge zum DFG-Projekt: E. Becker/J. Ritsert/C.Rolshausen: Sozialgeschichte der Sozialwissenschaften und Sozialphilosophie; Beiträge ab 1982.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Beiträge in: L. Nowak (ed.): Social Classes, Action &amp;amp; Historical Materialism, Editions Rodopi Amsterdam 1982.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wertbeziehung to the Societal Basis - Two Lines of Argument in Max Webers Theory of Action?;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Totality, Theory and Historical Analysis. On Critical Sociology and Em­pi­rical Research;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
On Horkheimers and Adornos Concept of Ideology; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Interessenbasis sozialwissenschaftlicher Theorien, Seminarmaterialien 2; hekt. Man. am Fb Gesellschaftswissenschaften, Frankfurt/M 1983&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figure hegeliane di argumentazione e modo marxiano di esposizione. Frammenti di un 'analisi di discorso del Capitale, Paradigmi - Revista di Critica Filosofica Nr. 3 (1983), S. 629 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indizienparadigma und Totalitätsempirie - Kommentar zu einigen Thesen Adornos über das Verhältnis von Theorie und empirischer Sozialforschung, in: L. v. Friedeburg und J. Habermas (Hg.): Adorno Konferenz 1983, Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M 1983, S. 226-233.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weber eller Marx - Om konstellationen mellem idealtyperne i protestantismestesen. (Weber oder Marx - Über die Konstellation der Idealtypen in der Protestantismusthese), in: Kurasje 35/36 (1985), S. 85 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft - Einführung in einen unergründlichen Grundbegriff, Seminarmaterialien 3, hekt. Man. am Fb Gesellschaftswissenschaften, Frank­furt/M 1985.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studien über Hegelmarxismus, Seminarmaterialien 4; hekt. Man. am Fb Gesellschaftswissenschaften, Frankfurt/M 1985.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rezension des Buches von U. Beck: „Risikogesellschaft“, in: Politische Vierteljahresschrift, PVS-Literatur 1 (1987), S. 58 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F. Quesnay: Historische Wurzeln des reproduktionstheoretischen Klassenbegriffs, Seminarmaterialien 6; hekt. Man. am Fb Gesellschaftswissen­schaften, Frankfurt/M 1987.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Braucht die Soziologie noch den Begriff der Klasse? - Über Webers Klassentheorie und neuere Versuche, sie loszuwerden. Leviathan - Zeit­schrift für Sozialwissenschaften, 15 (1987), S. 4 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermittlung der Gegensätze in sich - Dialektische Themen und Variationen in der Musiksoziologie Adornos, Studientexte zur Sozialwissen­schaft; hekt. Man. am Fb Gesellschaftswissenschaften, Heft 4, Frank­furt/M 1987.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ricerca Sociale e Totalitá - Il Methodo Di Th. W. Adorno, Paradigmi, V/13 (1987), S. 19 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft - Einführung in den Grundbegriff der Soziologie, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kampf um das Surplusprodukt - Einführung in den klassischen Klassenbegriff, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bellen des toten Hundes - Über Hegelsche Argumentationsfiguren im sozialwissenschaftlichen Kontext, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Aeronautik von Heißluftballons - Neue Unübersichtlichkeit in der Soziologie oder neue Ungleichheit in der Gesellschaft?, Studientexte zur Sozialwissenschaft; Sonderband 2, Frankfurt/M 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analytische und dialektische Modelle - Über Syntax und Semantik politökonomischer Kernvorstellungen, Studientexte zur Sozialwissen­schaft; Heft 5, Frankfurt/M 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Praxis der Soziologie und Soziologie der Praxis, in: U. Beck (Hg.): Über Soziologie. Jubiläumsheft zum 40. Jahrgang der Zeitschrift Soziale Welt, Heft 1/2 (1989), S. 184-195.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Produktionsparadigma, Kulturkampfthese und neue soziale Bewegungen,  Leviathan 17 (1989), S. 337 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Struktur, Kultur und Aktion - Über die Rolle von Motivationshypothesen bei der Bearbeitung des Vermittlungsproblems. Seminarmaterialen 7; hekt. Man. am Fb Gesellschaftswissenschaften, Frankfurt/M 1989.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F. Reusswig/J. Ritsert: Spekulative Identität - Über Sinn und Bedeutung eines dialektischen Grundgedankens bei Hegel, Seminarmaterialien 5; hekt. Man. am Fb Gesellschaftswissenschaften, Frankfurt/M 1989.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Models and Concepts of Ideology, Editions Rodopi, Amsterdam/Atlanta GA 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ästhetische Theorie als Gesellschaftskritik - Umrisse der Dialektik in Adornos Spätwerk, Studientexte zur Sozialwissenschaft, Sonderband 4, Frankfurt/M 1990. 2., durchgesehene und veränderte Auflage von 1996. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stichworte zum Stichwort Dialektik, Seminarmaterialien 8; hekt. Man. am Fb Gesellschaftswissenschaften, Frankfurt/M 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Abschaffung von Klassen durch Soziologie. Vortrag im Rahmen einer Veranstaltung des IfS. Seminarmaterialien 9; hekt. Man. am Fb Ge­sellschaftswissenschaften, Frankfurt/M 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
The Wittgenstein-Problem in Sociology or: The linguistic turn as a Pirouette, in: Poznán Studies in the Philosophy of Sciences and the Hu­manities 22 (1991), S. 7-38.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sozialstruktur, Interaktion und Individuierung - Rohmaterialien zur Anerkennungsproblematik (erweitert zu Subjekt und Person, Studientexte zur Sozialwissenschaft, Sonderband 6, s.u.) Frankfurt/M 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F. Reusswig/J. Ritsert: Marxsche Dialektik - Stichworte zu einer unendlichen Geschichte, Seminarmaterialien 11; hekt. Man. am Fb Gesell­schaftswissenschaften, Frankfurt/M 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AG Soziologie: Denkweisen und Grundbegriffe der Soziologie, veränderte und ergänzte Neufassung von 1992, 10. Aufl., Campus Verlag, Frank­furt/New York 1992 (15. Auflage 2004). Griechische Übersetzung 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Subjekt und Person - Zur Philosophie der Anerkennung und zur Soziologie des Individuums, Studientexte zur Sozialwissenschaft; Sonderband 6, Frankfurt/M 1992.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F. Grubauer/J. Ritsert,/A.. Scherr/M. R. Vogel (Hg.): Subjektivität - Bildung - Reproduktion, Deutscher Studienverlag, Weinheim 1992.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee des Hochschulunterrichts im Grenzbereich der Paxis, Seminarmaterialien 12, hekt. Man. am Fb Gesellschaftswissenschaften der J.W. Goe­the Universität, Frankfurt/M 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soziale Diskrepanzen - Konzepte und Kategorien einer Theorie sozialer Ungleichheit. 1. Teil: Genesis . Studientexte zur Sozialwissenschaft, Band 8/I, Frank­furt/M 1994.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studienskripte zur Logik der Sozialwissenschaften - Skript 1: Der erste Werturteilsstreit in der deutschen Soziologie. Studientexte zur Sozialwis­senschaft Band 9/I, Frankfurt/M 1994.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studienskripte zur Logik der Sozialwissenschaften - Skript 2: Der Positi­vismusstreit in der deutschen Soziologie. Studientexte zur Sozialwissen­schaft, Band 9/II, Frankfurt/M 1994.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L. Stanko/J. Ritsert: Zeit als Kategorie der Sozialwissenschaften, Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 1994.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Nazarkiewicz/J. Ritsert: Das Geheimnis des Referats - Unernste Vorhaltungen zu ernsten Vorträgen, Seminarmaterialien 13, hekt. Man. am Fb Gesellschaftswissenschaften der J.W. Goethe Universität, Frankfurt/M 1994.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studienskripte zur Logik der Sozialwissenschaften - Skript 3: Die Kuhnsche Wende in der Wissenschaftstheorie und ihre Folgen. Studienskripte zur Sozialwissenschaft Band 9/III, Frankfurt/M 1994.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studienskripte zur Logik der Sozialwissenschaften - Skript 4: Neuere Tendenzen in der Logik der Sozialwissenschaften. Studientexte zur Sozialwis­senschaft, Band 9/IV, Frankfurt/M 1994.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rationalität Adornos, Seminarmaterialien 14, hekt. Man. am Fb Ge­sellschaftswissenschaften, Frankfurt/M 1995. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studienskripte zur Logik der Sozialwissenschaften - Skript 5: Was ist Dialektik?. Studientexte zur Sozialwissenschaft Band 9/V, Frankfurt/M 1995. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerechtigkeit für Marx, links, Nr. 304/305, Sept./Okt. 1995, S. 32-36.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einführung in die Logik der Sozialwissenschaften, Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 1996.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbindlichkeit ohne System? - Über eine grundlegende Argumentationsfigur in Adornos „Ästhetischer Theorie“, Seminarmaterialien 15, hekt. Man. am FB Gesellschaftswissenschaften der J.W. Goethe-Universität Frankfurt/M.. Frankfurt/M. Januar 1997.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soziale Diskrepanzen - Konzepte und Kategorien einer Theorie sozialer Ungleichheit, Teil II: Transformation, Studienskripte zur Sozialwissenschaft Band 8/II, Frankfurt/M. 1997.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerechtigkeit und Gleichheit, Reihe: &amp;quot;Einstiege - Grundbegriffe der Sozialphilosophie und Gesellschaftstheorie&amp;quot; im Verlag Westfälisches Dampfboot, Band 1, Münster 1997.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nichtidentische bei Adorno - Substanz- oder Problembegriff?, in: Zeitschrift für kritische Theorie, Jhg. 3 (1997), Heft 1. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleines Lehrbuch der Dialektik, Primus-Verlag und Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, Darmstadt 1997. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist wissenschaftliche Objektivität?, Vortrag zum 25. Jubiläum des Fachbereichs 03, Gesellschaftswissenschaften, der J. W. Goethe-Universität zu Frankfurt/M. (1997). In: W. Glatzer (Hrsg.): Ansichten der Gesellschaft. Frankfurter Beiträge aus Soziologie und Politikwissenschaft, Opladen 1999, S. 51-58. Die erweiterte Fassung ist erschienen in: Leviathan – Zeitschrift für Sozialwissenschaft, Heft 2 (1998), S. 184-198.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Realabstraktion – Ein zu recht abgewertetes Thema der kritischen Theorie?, in: Chr. Görg/R. Roth (Hrsg.): Kein Staat zu machen – Zur Kritik der Sozialwissenschaften, Verlag Wesrtfälisches Dampfboot, Münster 1998, S. 324-348.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soziale Klassen, Reihe: „Einstiege“, Band 8, Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 1998.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Studien zu Adorno, Studientexte zur Sozialwissenschaft, Band 16, Frankfurt/M 1998.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaft. Eine unergründlicher Grundbegriff der Soziologie, Campus Verlag Frankfurt/M 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soziologie des Individuums. Eine Einführung, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassungen von L. J. J. Wittgenstein: Philosophische Untersuchungen und M. Mann: Geschichte der Macht, in: S. Papcke/G. Oesterdiekhoff (Hrsg.): Schlüsselwerke der Soziologie, Westdeutscher Verlag 2001. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reflexivität und das Problem der Emanzipation, in O. Brüchert . Chr. Resch (Hrsg.): Zwischen Herrschaft und Befreiung. Kulturelle, politische und wissenschaftliche Strategien, Festschrift für Heinz Steinert, Münster 2002, 18-25.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Asymmetrische und reine Anerkennung. Notizen zu Hegels Parabel über „Herr und Knecht“, in: B. Hafeneger, P. Henkenborg, A. Scherr: Die Idee der Anerkennung in der Pädagogik. Grundlagen, Konzepte, Praxisfelder,  Wochenschau Verlag, Schwalbach/Ts. 2002, S. 80-103.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ideologie. Themen und Probleme der Wissenssoziologie, Reihe „Einstiege“ 11/12, Verlag Westfälisches Dampfboot,, Münster 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einführung in die Logik der Sozialwissenschaften, 2. überarbeitete Auflage und Studienausgabe, Münster 2003. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Positionen und Probleme der Erkenntnistheorie, Beitrag für das Projekt „Denkverhältnisse“ von Frau Prof. Dr. Gudrun Axeli Knapp an der Universität Hannover, Manuskript (114 Seiten), Frankfurt/M 2004.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sozialphilosophie und Gesellschaftstheorie, Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkweisen und Grundbegriffe der Soziologie, 15. Auflage, Campus Verlag, Frankfurt/New York 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen des Vernunftbegriffes in der „Dialektik der Aufklärung“, Beitrag zum Colloquium von Heinz Steinert im Sommersemester 2005, Manuskript (23 Seiten), Frankfurt/M 2005. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sozialontologie. Philosophische Hintergrundannahmen über das Sein der Gesellschaft, Seminarmaterialien 18, Manuskript, Frankfurt/M  2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip der Dialektik. Studien über strikte Antinomie und kritische Theorie (zusammen mit Heiko Knoll), Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 2006. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestimmung und Selbstbestimmung. Über Grundzüge des Freiheitsbegriffes, Merus-Verlag, Hamburg 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorlesungsmanuskripte zum „download“:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Manuskript zur Vorlesung über „Sozialcharaktere in der Geschichte der bürgerlichen Gesellschaft“ (SS 04/WS 05). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Manuskript zur Vorlesung im Sommersemester 2005 und Wintersemester 2005/2006: Was ist Gesellschaft? – Antworten ausgewählter Klassiker der Soziologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr und Knecht. Hintergrundannahmen sozialwissenschaftlicher Ungleichheitstheorien im Lichte einer klassischen Parabel, Seminarmaterialien 19, Manuskript, Frankfurt/M 2007. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einleitung in die Soziologie anhand von Schriften Theodor W. Adornos, Vorlesung im Sommersemester 2006 und Wintersemester 2006/07. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Vorbereitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anerkennung als Prinzip der Gesellschaftskritik. Über die Wurzeln bei Kant, Fichte und Hegel, Seminarmaterialien 20, Frankfurt/M 2007.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JuliaSteinecker</name></author>
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