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	<title>Frankfurter Soziologie und Studentenrevolte - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in SozFra</subtitle>
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		<title>Fehmi Akalin: /* Resumée */</title>
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		<updated>2008-07-10T18:16:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Resumée&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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		<author><name>Fehmi Akalin</name></author>
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		<title>Fehmi Akalin: /* An der Frankfurter Universität */</title>
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		<updated>2008-07-10T18:15:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;An der Frankfurter Universität&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Marcuse hatte die Vorstellung, dass die Arbeiter in den Vereinigten Staaten vollständig in die Konsumgesellschaft integriert seien, und dass Deutschland als neuer Träger der gesellschaftlichen Veränderung die Ausgebeuteten der Dritten Welt und die Studenten in den Metropolen bräuchte. &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;„Natürlich gab es in Amerika eine Studentenbewegung, die auch noch […] verbunden war mit der afroamerikanischen Befreiungsbewegung. […] Daher war es für Marcuse, glaube ich leichter, sich das so vorzustellen, aber er hat auch hier den Studenten zugeredet und sich gefreut, dass was los ist. Und das hat Adorno ganz abgelehnt, entschieden abgelehnt. Ich habe das damals nicht so genau gewusst, dass sie so gegeneinander stehen. Marcuse war wirklich der Einzige, den die Studenten zu einem gewissen Grad für sich in Anspruch nehmen konnten.“ &lt;/del&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt; &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt; &lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt; &lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt; &lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Mit Sicherheit hing die Aktualisierung der Kritischen Theorie mit der damaligen Betrachtung der sozialen Realität zusammen, so wie die Frankfurter sie damals sahen. Die These, „dass die freie Entfaltung der Individuen von der vernünftigen Verfassung der Gesellschaft abhängt“,  schrieb sich die Frankfurter Schule auf die Fahnen und baute ideologisch auf diesem Fundament ihre Gedankengänge auf. Mit der Vorannahme, dass es im Einflussbereich der Menschen liegt, sich ihre Gesellschaft selbst zu gestalten, weil diese sie keine natürliche Gegebenheit ist, „drängt sich die Frage nach der Menschenwürdigkeit der Gesellschaft nahezu auf“ , so der niederländische Soziologe Hoefnagels. Die Frankfurter sehen das Ziel einer Gesellschaft in der Anlage einer vernünftigen Gesellschaftsordnung und in der Entwicklung optimaler Möglichkeiten individueller Entfaltung. Die Frankfurter Schule verlor nie aus den Augen, dass „die Gesellschaft Resultat menschlicher Tätigkeit ist, die, auch wenn sie deren Ordnung nicht bewusst erzeugt, zumindest für sie verantwortlich ist.“  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt; &lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Mit Sicherheit hing die Aktualisierung der Kritischen Theorie mit der damaligen Betrachtung der sozialen Realität zusammen, so wie die Frankfurter sie damals sahen. Die These, „dass die freie Entfaltung der Individuen von der vernünftigen Verfassung der Gesellschaft abhängt“,  schrieb sich die Frankfurter Schule auf die Fahnen und baute ideologisch auf diesem Fundament ihre Gedankengänge auf. Mit der Vorannahme, dass es im Einflussbereich der Menschen liegt, sich ihre Gesellschaft selbst zu gestalten, weil diese sie keine natürliche Gegebenheit ist, „drängt sich die Frage nach der Menschenwürdigkeit der Gesellschaft nahezu auf“ , so der niederländische Soziologe Hoefnagels. Die Frankfurter sehen das Ziel einer Gesellschaft in der Anlage einer vernünftigen Gesellschaftsordnung und in der Entwicklung optimaler Möglichkeiten individueller Entfaltung. Die Frankfurter Schule verlor nie aus den Augen, dass „die Gesellschaft Resultat menschlicher Tätigkeit ist, die, auch wenn sie deren Ordnung nicht bewusst erzeugt, zumindest für sie verantwortlich ist.“  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt; &lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt; &lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Nichts desto trotz stützte sich die theoretische Vorbereitung der Studentenrevolte im Wesentlichen auf die Negative Dialektik. Das oberste Ziel bestand darin, sich von allen möglichen autoritären Abhängigkeiten zu lösen. Ob dies nun die Beziehung zwischen Staat und Individuum, Eltern und Kind oder Professor und Student war. Jegliche Unterwerfung und Ungleichheit sollte bekämpft werden. Abhängigkeitsverhältnisse, die zuvor als positiv, oder zumindest als normal empfunden wurden, da sie sich aus der Entwicklung der modernen Menschheit ergaben, sollten ihre Gültigkeit verlieren und untergraben werden. Entsprechend mussten neue Verhältnisse formiert und alte Gesellschaftsverhältnisse ausgelöscht werden.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Nichts desto trotz stützte sich die theoretische Vorbereitung der Studentenrevolte im Wesentlichen auf die Negative Dialektik. Das oberste Ziel bestand darin, sich von allen möglichen autoritären Abhängigkeiten zu lösen. Ob dies nun die Beziehung zwischen Staat und Individuum, Eltern und Kind oder Professor und Student war. Jegliche Unterwerfung und Ungleichheit sollte bekämpft werden. Abhängigkeitsverhältnisse, die zuvor als positiv, oder zumindest als normal empfunden wurden, da sie sich aus der Entwicklung der modernen Menschheit ergaben, sollten ihre Gültigkeit verlieren und untergraben werden. Entsprechend mussten neue Verhältnisse formiert und alte Gesellschaftsverhältnisse ausgelöscht werden. Dass jedoch nicht alle Studenten und Jugendlichen die Gesellschaft aus der Sicht der Kritischen Theorie betrachteten, sieht man an den Mitgliederzahlen der SDS, die zu ihrer Blütezeit gerade mal 2000 Studenten zählte.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt; &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Dass jedoch nicht alle Studenten und Jugendlichen die Gesellschaft aus der Sicht der Kritischen Theorie betrachteten, sieht man an den Mitgliederzahlen der SDS, die zu ihrer Blütezeit gerade mal 2000 Studenten zählte&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;. Retrospektiv resümiert Herbert Schnädelbach in einem Interview die Frankfurter Zeit in Bezug auf die Studentenrevolte wie folgt: „Ich konnte überhaupt nicht verstehen, warum Adorno immer dazu neigte, diese junge Bundesrepublik, der es doch nun leidlich gut ging und wir eigentlich auch ein ganz angenehmes Leben hatten, ohne materielle Sorgen, immer noch mit dem Grauen des Faschismus und mit Auschwitz in Zusammenhang zu bringen. Ich habe es nie ganz verstanden, warum Adorno so tat, als hätte sich gegenüber den Schrecken des Nationalsozialismus gar nichts Wesentliches verändert. Jedenfalls haben wir das als junge Studenten bei ihm nicht wahrgenommen. Was mich immer abgestoßen hat, war diese ganze Gewaltrhetorik der Studenten und Jugendbewegung. Da wurden immer Strategien entwickelt und da musste etwas zerschlagen werden; diese revolutionäre Gewaltrhetorik war mir einfach zuwider. Weil ich einfach als Kind schon erlebt hatte, was es bedeutet, wenn Gewalt gegen Personen, gegen lebende Menschen ausgeübt wird. Gerade für meine Generation, die den Krieg noch bewusst als Kind erlebt hat, war doch im Grunde die Bundesrepublik so etwas wie ein Refugium, wie ein hoffnungsvoller Neuanfang. Paradies will ich nicht gerade sagen, aber es war doch im Rückblick auf den erlebten Schrecken eine hoffnungsvolle Zeit und da war immer diese negative Rhetorik, die nur darauf beruhte, dass keine Versöhnung möglich sei und dass man in einer antagonistischen Gesellschaft lebte. Das war für mich emotional unzugänglich.“ &lt;/del&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt; &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt; &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Festzuhalten ist auch, dass es nicht nur unterschiedliche Perspektiven innerhalb der Studentenschaft gab, sondern auch in den Fakultäten. Jürgen Habermas berichtet, dass die philosophische Fakultät bereits in den 60er Jahren gespalten war in eine konservative Mehrheit um Alfred Rammelmeyer und eine relativ kleine linke und linksliberale Gruppe um Adorno, Mitscherlich, Friedeburg und ihn. Ein unverkennbares Ressentiment gegen Horkheimer und Adorno bestand laut Habermas bereits, als er 1964 in die Fakultät eintrat. Diese Spaltung hatte weniger mit der Ausrichtung des Fachs zu tun, als vielmehr mit den persönlichen Beziehungen Adornos und Horkheimers zu den älteren Kollegen, die ja in vielen Fällen bis vor 1933 zurückreichten. Außerdem hatte Horkheimer einen „kurzen Draht“ zum Ministerium, den er offenbar auch ausgiebig nutzte. Andererseits waren die persönlichen und akademischen Querelen im Rahmen der allgemeinen Frontstellungen und intellektuellen Konflikte der jungen Bundesrepublik auch politisch intoniert, da sich in den 50er Jahren die Remigranten wie in einem fremden Land fühlten. Hinzu kam das Ressentiment gegen den „intellektuellen&amp;quot; Adorno, dessen Persönlichkeit so offensichtlich den akademischen Durchschnitt überragte. Die Studentenproteste hatten die in der Fakultät ohnehin bestehenden Gräben nur noch mehr vertieft. &lt;/del&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt; &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt; &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Wilhelm Schumm, damals Wissenschaftlicher Assistent an der Frankfurter Universität, bestätigt die These, dass man zwischen mehreren Abstufungen der Perspektiven zwischen Protestsympathisant und Gegner unterscheiden muss und fachspezifische Verallgemeinerungen unzutreffend sind, was angesichts der verstärkten Einbindung der Sozialwissenschaften ohnehin schwer fällt. „Es gab auch andere Kollegen, wie etwa  Gronemeier, Mathematiker in Berlin, der sehr große Sympathien für die Studentenbewegung hatte. Aber die Sympathisanten waren bei den anderen Fächern in der Minderheit. Während es bei den Soziologen zwar nicht die Mehrheit, aber doch ein relativ großer Anteil von Kollegen auf der Seite der Reformsympathisanten waren. Das war die generelle Situation. Das galt für Berlin und das galt auch für Frankfurt&lt;/del&gt;.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt; &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt; &lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt; &lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Auch Iring Fetscher vermittelt &lt;/del&gt;in &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;unserem Interview interessante Einsichten aus seiner Frankfurter Zeit&lt;/del&gt;, &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;als er 1963 &lt;/del&gt;die &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;kommissarische Lehrstuhlvertretung des Ordinariats für Politische Wissenschaft annahm. Auf die Frage&lt;/del&gt;, &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;wie er die Frankfurter Universität zur damaligen Zeit wahrgenommen habe&lt;/del&gt;, &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;antwortet Fetscher&lt;/del&gt;, &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;dass &lt;/del&gt;er &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;als Beauftragter für &lt;/del&gt;die &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;studentische Organisation einiges mitbekommen habe&lt;/del&gt;. &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;„Einmal &lt;/del&gt;hatte &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;ich einen Konflikt &lt;/del&gt;mit der &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Studentenvertretung&lt;/del&gt;. &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Die wollten &lt;/del&gt;einen &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Vortrag veranstalten: 'Enteignet Springer!'&lt;/del&gt;, &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;worauf ich entgegnete, dass dieser Vortrag gegen das Prinzip der Demokratie stehe und der Titel verallgemeinert werden müsse&lt;/del&gt;. &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Nachdem ich den Studierenden &lt;/del&gt;die &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;finanzielle Unterstützung für den Vortrag entzog, war &lt;/del&gt;der &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Konflikt erledigt.“  Grundsätzlich wurde &lt;/del&gt;der &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Konflikt mit Studenten von Fetscher nicht als bedrohend empfunden&lt;/del&gt;, da den &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Aufständischen eigentlich der Rückhalt &lt;/del&gt;in &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;der Gesellschaft fehlte&lt;/del&gt;. &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Als Beispiel nennt er &lt;/del&gt;den &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Versuch von Studenten&lt;/del&gt;, den &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;DGB oder die IG Metall für sich zu gewinnen, dabei aber rabiat abgewiesen wurden&lt;/del&gt;. &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Seines Erachtens war es zur damaligen Zeit vollkommen illusorisch, anzunehmen, man könne eine Revolution anzetteln. Auch &lt;/del&gt;die &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;zunehmende Flucht &lt;/del&gt;in &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;die Gewalt hätte &lt;/del&gt;nur noch &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;zur Isolation in der Gesellschaft geführt. Lediglich ein paar linke Professoren hätten mit Studierenden über ihre Forderungen diskutiert. Aber auch hier hatten sie sich durch ihre Radikalität um die Unterstützung der Hochschullehrer gebracht&lt;/del&gt;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Festzuhalten ist auch, dass es nicht nur unterschiedliche Perspektiven innerhalb der Studentenschaft gab, sondern auch &lt;/ins&gt;in &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;den Fakultäten. Jürgen Habermas berichtet&lt;/ins&gt;, &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;dass &lt;/ins&gt;die &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;philosophische Fakultät bereits in den 60er Jahren gespalten war in eine konservative Mehrheit um Alfred Rammelmeyer und eine relativ kleine linke und linksliberale Gruppe um Adorno&lt;/ins&gt;, &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Mitscherlich&lt;/ins&gt;, &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Friedeburg und ihn. Ein unverkennbares Ressentiment gegen Horkheimer und Adorno bestand laut Habermas bereits&lt;/ins&gt;, &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;als &lt;/ins&gt;er &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;1964 in &lt;/ins&gt;die &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Fakultät eintrat&lt;/ins&gt;. &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Diese Spaltung &lt;/ins&gt;hatte &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;weniger &lt;/ins&gt;mit der &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Ausrichtung des Fachs zu tun, als vielmehr mit den persönlichen Beziehungen Adornos und Horkheimers zu den älteren Kollegen, die ja in vielen Fällen bis vor 1933 zurückreichten&lt;/ins&gt;. &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Außerdem hatte Horkheimer &lt;/ins&gt;einen &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;„kurzen Draht“ zum Ministerium&lt;/ins&gt;, &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;den er offenbar auch ausgiebig nutzte&lt;/ins&gt;. &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Andererseits waren &lt;/ins&gt;die &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;persönlichen und akademischen Querelen im Rahmen &lt;/ins&gt;der &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;allgemeinen Frontstellungen und intellektuellen Konflikte &lt;/ins&gt;der &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;jungen Bundesrepublik auch politisch intoniert&lt;/ins&gt;, da &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;sich in &lt;/ins&gt;den &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;50er Jahren die Remigranten wie &lt;/ins&gt;in &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;einem fremden Land fühlten&lt;/ins&gt;. &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Hinzu kam das Ressentiment gegen &lt;/ins&gt;den &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;„intellektuellen&amp;quot; Adorno&lt;/ins&gt;, &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;dessen Persönlichkeit so offensichtlich &lt;/ins&gt;den &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;akademischen Durchschnitt überragte&lt;/ins&gt;. &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Die Studentenproteste hatten &lt;/ins&gt;die in &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;der Fakultät ohnehin bestehenden Gräben &lt;/ins&gt;nur noch &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;mehr vertieft&lt;/ins&gt;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt; &lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt; &lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt; &lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;== Resumée ==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt; &lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;== Resumée ==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Fehmi Akalin</name></author>
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		<title>Fehmi Akalin: /* Kritische Gesellschaftstheorie */</title>
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		<updated>2008-07-10T18:11:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kritische Gesellschaftstheorie&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 10. Juli 2008, 18:11 Uhr&lt;/td&gt;
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		<author><name>Fehmi Akalin</name></author>
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		<title>Fehmi Akalin: /* Deutschland in den 1960er Jahren */</title>
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		<updated>2008-07-10T18:10:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Deutschland in den 1960er Jahren&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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&lt;/table&gt;</summary>
		<author><name>Fehmi Akalin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Frankfurter_Soziologie_und_Studentenrevolte&amp;diff=4700&amp;oldid=prev</id>
		<title>Fehmi Akalin: /* Resumée */</title>
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		<updated>2008-07-08T10:26:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Resumée&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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		<author><name>Fehmi Akalin</name></author>
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		<title>Fehmi Akalin: /* Resumée */</title>
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		<updated>2008-07-08T10:14:42Z</updated>

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		<author><name>Fehmi Akalin</name></author>
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		<title>Fehmi Akalin: /* An der Frankfurter Universität */</title>
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		<updated>2008-07-08T10:09:34Z</updated>

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&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Im Institut für Sozialforschung an der Goethe-Universität wurde zu der damaligen Zeit unter Horkheimer, Adorno und von Friedeburg eine kritische Soziologie betrieben, die es leicht ermöglichte, in die Praxis umgesetzt zu werden. Dies verleugneten die Autoren der Kritischen Theorie auch nicht, jedoch nahmen sie Abstand zu den Pfaden der praktischen Umsetzung. Auch Fetscher schätzt die antiautoritäre Protestbewegung als eigenständiges Gebilde ein, welche ihre Forderungen zwar aus den gesellschaftskritischen Texten, primär aus jenen der Frankfurter Soziologen, ableitete, jedoch kaum Unterstützung von Seiten der Theoretiker erhielt. „Sie haben benutzt, was sie kriegen konnten. Sie haben zum Beispiel die von den Frankfurtern in der Emigration geschriebenen Arbeiten in Raubdrucken wieder veröffentlicht, bevor sie offiziell verfügbar waren. Und gar kein Zweifel, war Horkheimer, der das Institut für Sozialforschung übernahm, war Marxist, wenn auch kein Sowjetmarxist. […] Aber die Protestler wurden ja nicht direkt akzeptiert, nicht von Adorno und erst recht nicht von Horkheimer, am ehesten vielleicht von Marcuse.“  Günter Behrmann geht ebenfalls auf die These ein, dass Adorno, Horkheimer, und Habermas als die Väter der Studentenbewegung benannt werden. Es „scheint sich bald herumgesprochen zu haben, dass der Studentenprotest einiges mit ,der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule’ zu tun habe und dass Adorno, Horkheimer und Habermas die geistigen Väter der Studentenbewegung seien.“  Behrmann räumt hier ein, dass diese Ansicht zwar nicht gänzlich falsch sei, aber auch Hochschullehrer, wie beispielsweise Abendroth, Hoffmann und Maus, in Marburg einflussreiche Gruppen formierten und allgemein gesagt werden kann, dass man in den theoretisch bedeutsamen Veröffentlichungen und der neuen Linken vor der Mitte der 1960er Jahre vergeblich nach einer kritischen Theorie als Referenzrahmen theoretischer Diskussionen gesucht hat. „Selbst als dann die von Marcuse gelegten Spuren aufgenommen und weiterverfolgt wurden, zeichnete sich weder in der Frankfurter Neuen Kritik noch im Berliner Argument eine allgemeine Hinwendung zur kritischen Theorie Frankfurter Provenienz ab.“  Selbsterklärend ist für Behrmann, dass sich durch die Verbindung von Studentenbewegung mit ihren vermeintlichen Theoretikern, den Lesern der gehobenen Presse eine Einsicht in die Denkweise der Studenten bot, ohne benennen zu müssen, worin diese detailliert lag.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot;&gt;Zeile 53:&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Fehmi Akalin</name></author>
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		<title>Fehmi Akalin: /* Kritische Gesellschaftstheorie */</title>
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		<updated>2008-07-08T10:05:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kritische Gesellschaftstheorie&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 8. Juli 2008, 10:05 Uhr&lt;/td&gt;
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&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Günter Behrmann beschreibt im Gegenzug, wie Habermas Anfang der 60er zwar für ein demokratisch-oppositionelles staatsbürgerliches Engagement der Studenten plädierte, den Wortführern der SDS jedoch mit seinen Forderungen nicht weit genug ging. „Hierin unüberhörbar schon von alten und neuen Schriften Marcuses wie von Horkheimers politischen Aufsätzen der Emigrationszeit beeinflusst, glauben sie an die Notwendigkeit und Möglichkeit einer neuen weltrevolutionären Bewegung und an die eigene Avantgarderolle.“   Gelehrte wie Habermas benennen die Forderungen der Studenten öffentlich als utopisch, so dass diese schließlich mit „Verachtung auf die ,alten Herren’, die ihnen ,nicht konsequent genug und zu feige’ sind“  herabschauen.&lt;/del&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt; &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Hans-Jürgen Krahl, ein Schüler Adornos, Studentenaktivist und einer der führenden theoretischen Köpfe der 68er-Bewegung, ging davon aus, „dass der Monopolkapitalismus die kapitalistische Zirkulationssphäre beseitigt hatte.“  Bezug nahm er mit dieser These auf Horkheimers Aufsatz Autoritärer Staat, den dieser 1940 verfasst hatte. Durch die Beseitigung der Zirkulationssphäre wandelte sich die Konstellation der gesellschaftlichen Bedingungen. Liberalkapitalistische Grundvoraussetzungen seien durch die deliberalen Austauschbedingungen ungleicher Tauschpartner in der Marktwirtschaft nicht mehr gegeben und eigneten sich nicht als Legitimationsgrundlage des modernen Rechtsstaates. Nach dieser These behalten die Regierenden durch ihre Staatsintervention die Oberhand und verhindern durch die Steuerung des Kapitals Revolutionen. Gleichwohl ist jederzeit eine Diktatur möglich. Diese Aufhebung des liberalen Kapitalismus, wie Marx ihn propagierte, sei nicht mehr gegeben. Krahl versuchte durch diese verstärkt kapitalismuskritische Weiterführung von Horkheimers Gedanken eine Umwälzung des bestehenden Monopolkapitalismus und auf der Basis dieses theoretischen Grundgerüstes eine mögliche Revolution zu initiieren. Demnach erfüllt das revolutionäre Handeln alle drei Eigenschaften der Kritischen Theorie: „sozialpsychologisch ist es antiautoritär und nonkonformistisch, politisch ist es die systematisch begründete, voluntaristische, bestimmte Negation bestehender Herrschaftsverhältnisse, philosophisch ist es erkenntniskritisch-praktisch an der Konstitution einer neuen Gegenstands- und Erfahrungswelt orientiert.“ &lt;/del&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt; &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt; &lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Im Institut für Sozialforschung an der Goethe-Universität wurde zu der damaligen Zeit unter Horkheimer, Adorno und von Friedeburg eine kritische Soziologie betrieben, die es leicht ermöglichte, in die Praxis umgesetzt zu werden. Dies verleugneten die Autoren der Kritischen Theorie auch nicht, jedoch nahmen sie Abstand zu den Pfaden der praktischen Umsetzung. Auch Fetscher schätzt die antiautoritäre Protestbewegung als eigenständiges Gebilde ein, welche ihre Forderungen zwar aus den gesellschaftskritischen Texten, primär aus jenen der Frankfurter Soziologen, ableitete, jedoch kaum Unterstützung von Seiten der Theoretiker erhielt. „Sie haben benutzt, was sie kriegen konnten. Sie haben zum Beispiel die von den Frankfurtern in der Emigration geschriebenen Arbeiten in Raubdrucken wieder veröffentlicht, bevor sie offiziell verfügbar waren. Und gar kein Zweifel, war Horkheimer, der das Institut für Sozialforschung übernahm, war Marxist, wenn auch kein Sowjetmarxist. […] Aber die Protestler wurden ja nicht direkt akzeptiert, nicht von Adorno und erst recht nicht von Horkheimer, am ehesten vielleicht von Marcuse.“  Günter Behrmann geht ebenfalls auf die These ein, dass Adorno, Horkheimer, und Habermas als die Väter der Studentenbewegung benannt werden. Es „scheint sich bald herumgesprochen zu haben, dass der Studentenprotest einiges mit ,der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule’ zu tun habe und dass Adorno, Horkheimer und Habermas die geistigen Väter der Studentenbewegung seien.“  Behrmann räumt hier ein, dass diese Ansicht zwar nicht gänzlich falsch sei, aber auch Hochschullehrer, wie beispielsweise Abendroth, Hoffmann und Maus, in Marburg einflussreiche Gruppen formierten und allgemein gesagt werden kann, dass man in den theoretisch bedeutsamen Veröffentlichungen und der neuen Linken vor der Mitte der 1960er Jahre vergeblich nach einer kritischen Theorie als Referenzrahmen theoretischer Diskussionen gesucht hat. „Selbst als dann die von Marcuse gelegten Spuren aufgenommen und weiterverfolgt wurden, zeichnete sich weder in der Frankfurter Neuen Kritik noch im Berliner Argument eine allgemeine Hinwendung zur kritischen Theorie Frankfurter Provenienz ab.“  Selbsterklärend ist für Behrmann, dass sich durch die Verbindung von Studentenbewegung mit ihren vermeintlichen Theoretikern, den Lesern der gehobenen Presse eine Einsicht in die Denkweise der Studenten bot, ohne benennen zu müssen, worin diese detailliert lag.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt; &lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Im Institut für Sozialforschung an der Goethe-Universität wurde zu der damaligen Zeit unter Horkheimer, Adorno und von Friedeburg eine kritische Soziologie betrieben, die es leicht ermöglichte, in die Praxis umgesetzt zu werden. Dies verleugneten die Autoren der Kritischen Theorie auch nicht, jedoch nahmen sie Abstand zu den Pfaden der praktischen Umsetzung. Auch Fetscher schätzt die antiautoritäre Protestbewegung als eigenständiges Gebilde ein, welche ihre Forderungen zwar aus den gesellschaftskritischen Texten, primär aus jenen der Frankfurter Soziologen, ableitete, jedoch kaum Unterstützung von Seiten der Theoretiker erhielt. „Sie haben benutzt, was sie kriegen konnten. Sie haben zum Beispiel die von den Frankfurtern in der Emigration geschriebenen Arbeiten in Raubdrucken wieder veröffentlicht, bevor sie offiziell verfügbar waren. Und gar kein Zweifel, war Horkheimer, der das Institut für Sozialforschung übernahm, war Marxist, wenn auch kein Sowjetmarxist. […] Aber die Protestler wurden ja nicht direkt akzeptiert, nicht von Adorno und erst recht nicht von Horkheimer, am ehesten vielleicht von Marcuse.“  Günter Behrmann geht ebenfalls auf die These ein, dass Adorno, Horkheimer, und Habermas als die Väter der Studentenbewegung benannt werden. Es „scheint sich bald herumgesprochen zu haben, dass der Studentenprotest einiges mit ,der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule’ zu tun habe und dass Adorno, Horkheimer und Habermas die geistigen Väter der Studentenbewegung seien.“  Behrmann räumt hier ein, dass diese Ansicht zwar nicht gänzlich falsch sei, aber auch Hochschullehrer, wie beispielsweise Abendroth, Hoffmann und Maus, in Marburg einflussreiche Gruppen formierten und allgemein gesagt werden kann, dass man in den theoretisch bedeutsamen Veröffentlichungen und der neuen Linken vor der Mitte der 1960er Jahre vergeblich nach einer kritischen Theorie als Referenzrahmen theoretischer Diskussionen gesucht hat. „Selbst als dann die von Marcuse gelegten Spuren aufgenommen und weiterverfolgt wurden, zeichnete sich weder in der Frankfurter Neuen Kritik noch im Berliner Argument eine allgemeine Hinwendung zur kritischen Theorie Frankfurter Provenienz ab.“  Selbsterklärend ist für Behrmann, dass sich durch die Verbindung von Studentenbewegung mit ihren vermeintlichen Theoretikern, den Lesern der gehobenen Presse eine Einsicht in die Denkweise der Studenten bot, ohne benennen zu müssen, worin diese detailliert lag.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot; id=&quot;mw-diff-left-l46&quot; &gt;Zeile 46:&lt;/td&gt;
&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot;&gt;Zeile 50:&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Fehmi Akalin</name></author>
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		<title>Fehmi Akalin: /* Deutschland in den 1960er Jahren */</title>
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		<updated>2008-07-08T09:56:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Deutschland in den 1960er Jahren&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 8. Juli 2008, 09:56 Uhr&lt;/td&gt;
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&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;In der Nachkriegszeit gab es einerseits Errungenschaften &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;wie das Farbfernsehen&lt;/del&gt;, die &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Entstehung einer Rockmusikkultur mit herausragenden Vertretern wie den Beatles oder Chubby Checker, was &lt;/del&gt;man zusammenfassend als das Aufkommen einer neuern Erlebniskultur umschreiben könnte. Nicht selten verhalf ein Einkommenszuwachs und gleichzeitig auch der erste eigene PKW, sowie die Durchsetzung des arbeitsfreien Samstages zahlreichen Familien zu einem luxuriöseren Lebensstil. Andererseits &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;gab es laut &lt;/del&gt;Zeitzeugen&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;, &lt;/del&gt;einen Verfall tradierter Werte. Während zuvor Gehorsam gegenüber den Eltern zu den selbstverständlichen Tugenden gehörte, sollte in den 60ern diesbezüglich ein radikaler Wandel stattfinden: Die Erforschung der vergangenen Dekaden und eine damit einhergehende Denunziation der Vätergeneration, an dem Zweiten Weltkrieg Mitschuld zu tragen, waren für die jungen Erwachsenen offensichtlich bedeutsam. Dass jedoch einige Elternteile damals selbst erst junge Heranwachsende und zugleich Opfer des Naziregimes waren, wurde ignoriert. Die Verschwiegenheit der Elterngeneration entfachte zudem die Neugier der Kinder und führte zu einem stärkeren Kramen in der Vergangenheit. &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Der Soziologie- und Sozialpsychologieprofessor &lt;/del&gt;Ulrich Oevermann erklärt &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;sich &lt;/del&gt;das 68er- Phänomen wie folgt: „Diese Eltern haben ihre Kinder nach der Devise erzogen: ,Unsere Kinder sollen es mal besser haben.’ Diese 68er hatten es wirklich gut! Aber sie haben über ihre Eltern zu Gericht gesessen, damit sie sich von der Dankbarkeitsverpflichtung loslösen konnten. Die haben ihre Eltern regelrecht auf das Tribunal gestellt, und das sattsam.“  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;In der Nachkriegszeit gab es einerseits &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;kulturelle &lt;/ins&gt;Errungenschaften, die man zusammenfassend als das Aufkommen einer neuern Erlebniskultur umschreiben könnte. Nicht selten verhalf ein Einkommenszuwachs und gleichzeitig auch der erste eigene PKW, sowie die Durchsetzung des arbeitsfreien Samstages zahlreichen Familien zu einem luxuriöseren Lebensstil. Andererseits &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;konstatierten konservative &lt;/ins&gt;Zeitzeugen einen Verfall tradierter Werte. Während zuvor Gehorsam gegenüber den Eltern zu den selbstverständlichen Tugenden gehörte, sollte in den 60ern diesbezüglich ein radikaler Wandel stattfinden: Die Erforschung der vergangenen Dekaden und eine damit einhergehende Denunziation der Vätergeneration, an dem Zweiten Weltkrieg Mitschuld zu tragen, waren für die jungen Erwachsenen offensichtlich bedeutsam. Dass jedoch einige Elternteile damals selbst erst junge Heranwachsende und zugleich Opfer des Naziregimes waren, wurde ignoriert. Die Verschwiegenheit der Elterngeneration entfachte zudem die Neugier der Kinder und führte zu einem stärkeren Kramen in der Vergangenheit. Ulrich Oevermann erklärt das 68er- Phänomen wie folgt: „Diese Eltern haben ihre Kinder nach der Devise erzogen: ,Unsere Kinder sollen es mal besser haben.’ Diese 68er hatten es wirklich gut! Aber sie haben über ihre Eltern zu Gericht gesessen, damit sie sich von der Dankbarkeitsverpflichtung loslösen konnten. Die haben ihre Eltern regelrecht auf das Tribunal gestellt, und das sattsam.“ &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Die Scham der Eltern, über die nationalsozialistische Vergangenheit zu sprechen, wurde als Verdrängung der schrecklichen Geschehnisse interpretiert. Worüber niemand sprach, darüber musste selbst nachgeforscht werden. Oevermann erkennt die Verdrängungsthese jedoch nicht an und konstatiert, dass die Eltern tatsächlich nichts zu sagen hatten, sondern sich grundsätzlich schämten: „Die Leute haben nichts verdrängt. Wenn, dann haben sie abgespalten, aber nicht verdrängt; die haben sich geschämt - das ist etwas grundsätzlich anderes als verdrängen. Sie haben sich geschämt, diesem verbrecherischen System angehört zu haben.“  &lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt; &lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt; &lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Die Scham der Eltern, über die nationalsozialistische Vergangenheit zu sprechen, wurde als Verdrängung der schrecklichen Geschehnisse interpretiert. Worüber niemand sprach, darüber musste selbst nachgeforscht werden. Oevermann erkennt die Verdrängungsthese jedoch nicht an und konstatiert, dass die Eltern nichts zu sagen hatten, sondern sich grundsätzlich schämten: „Die Leute haben nichts verdrängt. Wenn, dann haben sie abgespalten, aber nicht verdrängt; die haben sich geschämt - das ist etwas grundsätzlich anderes als verdrängen. Sie haben sich geschämt, diesem verbrecherischen System angehört zu haben.“  &lt;/del&gt;Iring Fetscher, seit 1963 Professor für politische Wissenschaft an der Goethe-Universität, verweist ferner auf den beinahe unveränderten Zustand, dass zahlreiche ehemalige Parteimitglieder des Dritten Reiches im Nachkriegsdeutschland nach wie vor ihren Beruf ausübten. „Nachdem die erste Nachkriegszeit vorbei war, entdeckten die jungen Leute: ‚Es hat sich ja gar nichts radikal geändert. Was habt ihr nun eigentlich gemacht?’ Und sie fragten dann die Eltern. […] Aber die Eltern wollten nicht darüber reden.“  Ehemalige Parteifunktionäre verschwanden zwar unmittelbar nach Kriegsende von der Bildfläche, aber nur um kurz darauf ihre alten Positionen erneut einzunehmen, so wie beispielsweise Hanns Martin Schleyer, ein führender Naziwirtschaftler, der im Dritten Reich tschechische Unternehmer enteignet hatte. Kurz nach seinem Revisionsverfahren 1948, bei dem er als Mitläufer eingestuft worden war, begann er seine Tätigkeit in der Industrie- und Handelskammer Baden-Baden. Diese Art von Kontinuität zwischen dem Dritten Reich und dem Nachkriegsdeutschland, haben die Linksradikalen als Skandal empfunden, so Iring Fetscher. Es hatte nämlich von den offiziellen, zugelassenen Parteien kaum jemand Anstoß daran genommen, dass bei den großen Firmen die Führungsgarnitur die gleiche war wie 1930, 1935 oder 1940. Allerdings sei es problematisch, daraus die These aufzustellen, die Bundesrepublik sei generell neonazistisch oder neofaschistisch gewesen.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Iring Fetscher, seit 1963 Professor für politische Wissenschaft an der Goethe-Universität, verweist ferner auf den beinahe unveränderten Zustand, dass zahlreiche ehemalige Parteimitglieder des Dritten Reiches im Nachkriegsdeutschland nach wie vor ihren Beruf ausübten. „Nachdem die erste Nachkriegszeit vorbei war, entdeckten die jungen Leute: ‚Es hat sich ja gar nichts radikal geändert. Was habt ihr nun eigentlich gemacht?’ Und sie fragten dann die Eltern. […] Aber die Eltern wollten nicht darüber reden.“  Ehemalige Parteifunktionäre verschwanden zwar unmittelbar nach Kriegsende von der Bildfläche, aber nur um kurz darauf ihre alten Positionen erneut einzunehmen, so wie beispielsweise Hanns Martin Schleyer, ein führender Naziwirtschaftler, der im Dritten Reich tschechische Unternehmer enteignet hatte. Kurz nach seinem Revisionsverfahren 1948, bei dem er als Mitläufer eingestuft worden war, begann er seine Tätigkeit in der Industrie- und Handelskammer Baden-Baden. Diese Art von Kontinuität zwischen dem Dritten Reich und dem Nachkriegsdeutschland, haben die Linksradikalen als Skandal empfunden, so Iring Fetscher. Es hatte nämlich von den offiziellen, zugelassenen Parteien kaum jemand Anstoß daran genommen, dass bei den großen Firmen die Führungsgarnitur die gleiche war wie 1930, 1935 oder 1940. Allerdings sei es problematisch, daraus die These aufzustellen, die Bundesrepublik sei generell neonazistisch oder neofaschistisch gewesen.  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt; &lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt; &lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Ein vergleichbarer, politisch motivierter Generationenkonflikt vollzog sich in den USA angesichts des Vietnamkrieges. Nach der französischen Niederlage 1954 gegen die Unabhängigkeitskämpfer in Vietnam, engagierten sich die Vereinigten Staaten zunehmend im Süden des Landes gegen die Vietcong-Rebellen, welche eine Vereinigung mit dem kommunistischen Norden anstrebten. Nach einem Flächenbombardement in Nordvietnam, sowie großflächiger Entlaubung im Süden, um dem Vietcong die Angriffsfläche zu nehmen, gewann jener dennoch die Oberhand. Angesichts der 40 000 Opfer auf der Seite der USA entwickelte sich eine mächtige Antikriegsbewegung in den 1960er Jahren. Radikale amerikanische Kriegsgegner demonstrierten in zahlreichen Städten gegen die amerikanische Beteiligung am Krieg in Übersee. „Der Vietnamkrieg galt für die jugendliche Protestbewegung in der gesamten westlichen Welt als Beweis für den Verrat aller humanitären Ideale durch die westlichen Kriegsparteien.“  &lt;/del&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt; &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&lt;/del&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt; &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Iring Fetscher, der 1968/69 ein Studienjahr an der New School for Social Research in New York verbrachte, berichtet seine Erinnerungen an die 68er-Revolte aus der Perspektive eines Deutschen in den Vereinigten Staaten. „Das war für mich sehr lehrreich, weil die gleiche Opposition auch dort agierte, natürlich gegen den Vietnamkrieg noch viel mehr (...) und ich fand, dass die politische Orientierung dort viel rationaler war als bei uns, obwohl diese keineswegs sanft war. Die haben auch ihre Regierung ganz schön angegriffen und an der New School for Social Research gab es ohnehin eine Tradition von Antinazis, Antifaschisten und Linken. Da waren noch einige, die aus dem Dritten Reich geflohen waren. Sie waren emeritiert, aber kamen noch zu Veranstaltungen.“ Die Situation in Deutschland hingegen beschreibt Fetscher als eher gedämpfter und weniger radikal als in den Staaten: „Andere waren immerhin, sagen wir mal, nicht radikal ablehnend. Sie sagten: ‚Gut, wir verstehen das. Sie sind enttäuscht, dass das Land sich nicht radikaler verändert hat.' Der Eindruck war ja nicht ganz unberechtigt, da man dachte: Die Nazis sind weg, aber jetzt kommen die alten Herren wieder. Jetzt kommen die Überlebenden aus der Weimarer Republik an die Lehrstühle. Statt Adorno war es dann eben Adenauer, der das repräsentierte, oder Ludwig Erhard. (...) Es waren sicher keine demokratischen Neuerer, weder Adenauer noch Ludwig Erhard, noch die Anderen, zum Beispiel der erste Präsident Theodor Heuss: Der hatte noch 1933 für die Machtergreifung gestimmt. Es hatten ja alle Parteien mit Ausnahme der Kommunisten und Sozialdemokraten das Ermächtigungsgesetz unterstützt und da war er halt dabei. Und die Katholiken natürlich auch. Die hatten dann gleich das große Konkordat beschlossen im Juni 1933.“ &lt;/del&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt; &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&lt;/del&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt; &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Michael Naumann, Politiker und Journalist, durchleuchtet die Studentenrevolte aus einer weiteren Perspektive und sieht in der 68er-Bewegung eine zum ersten Mal stattfindende Hinterfragung der Identitätsstiftung, die bis heute nicht völlig nachgelassen habe: „Spätestens nach 1945 gab es aus gutem Grund eine Vertrauenskrise zwischen Bürger und Staat. Dies ist bis heute nicht völlig verschwunden. Und wie überwindet man sie? Zum Beispiel durch gesellschaftliche und historische Debatten, die um die Frage kreisen: Wer sind wir? Und diese Frage wurde uns von den 68ern das erste Mal nach dem Krieg schmerzhaft und nachhaltig gestellt.“  Offen für neue Dinge wollte man sein und gleichzeitig mehr Mitspracherecht besitzen. Nicht mehr nur zuschauen, was auf der Bühne des Lebens geschieht, sondern selbst agieren, lautete die Devise. Dieses Selbstbestimmungsinteresse offenbarte sich sowohl in der Interaktion innerhalb der Familie als auch im größeren politischen Kontext. Antiautoritäre Bewegungen fanden großen Zuspruch, da die „Mentalität des Obrigkeitsstaats damals noch nicht verwelkt war“ , so Naumann. Die oben angeschnittenen Umwälzungen in der Gesellschaft, welche letztlich als Probleme identifiziert wurden, belasteten traditionelle autoritäre Beziehungen.&lt;/del&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt; &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&lt;/del&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt; &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Das neue Selbstvertrauen, welches man aus dem Aufschwung der Marktwirtschaft und der damit verbundenen Steigerung des Wohlstands entwickelte, kam mehr und mehr zum Vorschein. Während sich die Gesellschaft von einer industriellen zu einer post-industriellen Gesellschaft entwickelte, fand nahezu jeder Arbeitssuchende eine Anstellung. Das verlängerte Wochenende, als Folge der Einführung des arbeitsfreien Samstags, bedeutete die Möglichkeiten, mehr Freizeit mit der Familie zu verbringen. Parallel dazu offenbarte sich auch ein Trend zur weiblichen Emanzipation, der sich vor allem in dem Strukturwandel der Frauenerwerbstätigkeit widerspiegelte. In den Jahren 1960 bis 1970 stieg der Anteil an Beamtinnen und Angestellten auf nahezu 40 Prozent an.  Während die Zahl an gewöhnlichen Arbeiterinnen sank, stieg die Erwerbstätigkeit der Frauen in damals klassischen Männerberufen. Einher ging dieser Wandel mit der Veränderung der klassischen Familienstruktur: Mütter waren nun nicht mehr nur Hausfrauen, sondern trugen durch außerfamiliäre Beschäftigungen zum Einkommen der Familie bei. Zugleich musste der Nachwuchs jedoch tagsüber in Kinderkrippen oder Spielstuben untergebracht werden, weshalb der Begriff „Schlüsselkinder“ aufkam. Mit dem Erlass des Gleichberechtigungsgesetzes im Jahre 1957 war die Gleichstellung der Frau gesetzlich besiegelt und somit ein wichtiger Grundpfeiler für die nachfolgende Emanzipation gesteckt worden. Solche und zahlreiche weitere technische und emanzipatorische Errungenschaften führten schließlich zu einer Transformation in eine Medien- und Konsumgesellschaft.&lt;/del&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt; &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt; &lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Der tiefgreifende Wandel der damaligen Gesellschaft und die damit verbundenen familiären Veränderungen begünstigten die antiautoritäre Protestbewegung, da es zwar einerseits positive Umgestaltungen im Leben der Menschen gab, andererseits aber der Staat und zugleich die Besetzungsmächte durch den Wiederaufbau nach dem Krieg fortwährend einen obrigkeitsstaatlichen Einfluss auf die historische, soziale und kulturelle Dimension der Bundesrepublik ausübten. Dieser autoritären Einflussnahme wollten sich die Jugendlichen nicht mehr beugen. Ihr neues Selbstbewusstsein zogen sie unter anderem auch aus politischen Schriften. In einem Interview mit Wolfgang Kraushaar bestätigt Michael Naumann diesen gesellschaftlichen Hintergrund der Revolte: „68 war doch hauptsächlich eine kulturelle Bewegung und vielleicht zu zwanzig Prozent eine politische. Auf seinem Höhepunkt zählte der SDS maximal 2000 Mitglieder!“ Weiter erwähnt Naumann, dass 1968 nicht nur „für die fällige Distanzierung […] von der Generation der im Nationalsozialismus verstrickten Väter steht; es ging auch um die Offenlegung der von Exnazis bevölkerten Universitätslehrkörper.“  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt; &lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Der tiefgreifende Wandel der damaligen Gesellschaft und die damit verbundenen familiären Veränderungen begünstigten die antiautoritäre Protestbewegung, da es zwar einerseits positive Umgestaltungen im Leben der Menschen gab, andererseits aber der Staat und zugleich die Besetzungsmächte durch den Wiederaufbau nach dem Krieg fortwährend einen obrigkeitsstaatlichen Einfluss auf die historische, soziale und kulturelle Dimension der Bundesrepublik ausübten. Dieser autoritären Einflussnahme wollten sich die Jugendlichen nicht mehr beugen. Ihr neues Selbstbewusstsein zogen sie unter anderem auch aus politischen Schriften. In einem Interview mit Wolfgang Kraushaar bestätigt Michael Naumann diesen gesellschaftlichen Hintergrund der Revolte: „68 war doch hauptsächlich eine kulturelle Bewegung und vielleicht zu zwanzig Prozent eine politische. Auf seinem Höhepunkt zählte der SDS maximal 2000 Mitglieder!“ Weiter erwähnt Naumann, dass 1968 nicht nur „für die fällige Distanzierung […] von der Generation der im Nationalsozialismus verstrickten Väter steht; es ging auch um die Offenlegung der von Exnazis bevölkerten Universitätslehrkörper.“  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt; &lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt; &lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Fehmi Akalin</name></author>
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		<title>Fehmi Akalin: /* Erkenntnisinteresse */</title>
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		<updated>2008-07-08T09:44:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Erkenntnisinteresse&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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		<author><name>Fehmi Akalin</name></author>
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