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	<title>Kritische Theorie - Negativität als Methode - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-28T20:15:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in SozFra</subtitle>
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		<title>TBenkel: /* ''d) Naturbeherrschung wider die Natur'' */</title>
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		<updated>2007-05-10T20:57:48Z</updated>

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		<title>TBenkel am 10. Mai 2007 um 20:56 Uhr</title>
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		<updated>2007-05-10T20:56:54Z</updated>

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In der DdA werden die Produktionsverhältnisse nicht ohne Eingedenken der Basis-Überbau-Diskrepanz behandelt. Verdinglichung liegt, wie das Zitat ausweist, vor, wenn der Einzelne nur mehr als „Variable“ fungiert, also als Ziffer in Statistiken oder, die Reminiszenz zur Informationsverarbeitung sei gestattet, als Träger der „Eigenschaftsmöglichkeiten“ 1 oder 0 – success or failure. Eine unbeschwerte Existenz würde keinem aufbürden, an Auswahlvorgängen teil zu nehmen, die sein wirtschaftliches oder soziales (Über)Leben in Frage stellen oder gar gefährden können. Eine solche Utopie lässt indes die „verwaltete Welt“ (in einem bekannten Ausspruch Max Webers ist diese Dominanz des bürokratischen Systems als „stahlhartes Gehäuse der Hörigkeit“ charakterisiert) nicht zu. Logistik, Organisation und Verwaltungsakte führen unumgänglich in institutionelle Anonymisierung und Entfremdung vom Subjekt: Es wird, als zu behandelnder Gegenstand, auch im Denken zum Objekt. In der Zeit vor dem Nationalsozialismus, zumal in jener Epoche, die der bürokratischer „Gesamterfassung“ der Gesellschaft (ein glücklicherweise nach wie vor unvollendetes Projekt der Moderne), war vorrangig der ökonomische Bereich die Sphäre, in der solche Objektivierung sich abspielte . Industrialisierung und Pauperismus fanden in einer der DdA näheren Zeit neue Höhepunkte – hier ist vor allem an den Fordismus zu denken. Mit der Inthronisation des SS-Staates hat die Objektivierung die letzte Stufe erreicht, über die keine Verdinglichungsmaßnahme mehr hinausgehen kann. Hier wurde aus Verwaltungsakten, von den sprichwörtlichen „Schreibtischtätern“ als Theorie geplant, im Praxisvollzug zum Massenmord. Fatal wäre nach Adorno und Horkheimer, den Faschismus als bloßen Rückfall innerhalb eines ansonsten positiven geschichtlichen Entwicklungsprozesses zu qualifizieren; dies wäre eine Reduktion weg von der ganzheitlichen hin zur selektiven Betrachtung, welche den Kontext und die historische Gewordenheit ignoriert. Der Holocaust hat seine Wurzeln, so der Tenor der DdA, neben seinen antisemitischen, pseudoreligiösen und ideologischen Implikaten. in der Pervertierung des basalsten humanistischen Gedankens, der Akzeptanz des anderen. Die Objektivierungsmaschinerie, instutionalisiert als Methode zur Verbesserung betriebswirtschaftlicher und bürokratischer Effizienz, die sich im amerikanischen Exil für die Autoren weiterhin beobachten ließ, dient mit diesem Zweck .&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt; &lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Das Zitat deutet auf zwei weiteren zentrale Elemente der DdA hin: Zum einen auf die Verdinglichung des Individuums, zum einen auf den ideologischen Effizienzgedanken. Objektivierung lässt sich als Begriff dichotom definieren: Zum einen kann Objektivität als Synonym für Faktizität verwendet werden, was aber den Prozesscharakter der Objektivierung relativiert, weil das materiell Bestehende zumeist als solches auch ohne eingreifende Subjekte besteht. Zum anderen, und auf diese Bedeutung verweisen Adorno und Horkheimer, lässt sich unter Objektivierung der Vorgang einer Wandlung vom Subjekt zum Objekt hin verstehen , allgemeinhin seit Marx Verdinglichung genannt. In der DdA werden die Produktionsverhältnisse nicht ohne Eingedenken der Basis-Überbau-Diskrepanz behandelt. Verdinglichung liegt, wie das Zitat ausweist, vor, wenn der Einzelne nur mehr als „Variable“ fungiert, also als Ziffer in Statistiken oder, die Reminiszenz zur Informationsverarbeitung sei gestattet, als Träger der „Eigenschaftsmöglichkeiten“ 1 oder 0 – success or failure. Eine unbeschwerte Existenz würde keinem aufbürden, an Auswahlvorgängen teil zu nehmen, die sein wirtschaftliches oder soziales (Über)Leben in Frage stellen oder gar gefährden können. Eine solche Utopie lässt indes die „verwaltete Welt“ (in einem bekannten Ausspruch Max Webers ist diese Dominanz des bürokratischen Systems als „stahlhartes Gehäuse der Hörigkeit“ charakterisiert) nicht zu. Logistik, Organisation und Verwaltungsakte führen unumgänglich in institutionelle Anonymisierung und Entfremdung vom Subjekt: Es wird, als zu behandelnder Gegenstand, auch im Denken zum Objekt. In der Zeit vor dem Nationalsozialismus, zumal in jener Epoche, die der bürokratischer „Gesamterfassung“ der Gesellschaft (ein glücklicherweise nach wie vor unvollendetes Projekt der Moderne), war vorrangig der ökonomische Bereich die Sphäre, in der solche Objektivierung sich abspielte . Industrialisierung und Pauperismus fanden in einer der DdA näheren Zeit neue Höhepunkte – hier ist vor allem an den Fordismus zu denken. Mit der Inthronisation des SS-Staates hat die Objektivierung die letzte Stufe erreicht, über die keine Verdinglichungsmaßnahme mehr hinausgehen kann. Hier wurde aus Verwaltungsakten, von den sprichwörtlichen „Schreibtischtätern“ als Theorie geplant, im Praxisvollzug zum Massenmord. Fatal wäre nach Adorno und Horkheimer, den Faschismus als bloßen Rückfall innerhalb eines ansonsten positiven geschichtlichen Entwicklungsprozesses zu qualifizieren; dies wäre eine Reduktion weg von der ganzheitlichen hin zur selektiven Betrachtung, welche den Kontext und die historische Gewordenheit ignoriert. Der Holocaust hat seine Wurzeln, so der Tenor der DdA, neben seinen antisemitischen, pseudoreligiösen und ideologischen Implikaten. in der Pervertierung des basalsten humanistischen Gedankens, der Akzeptanz des anderen. Die Objektivierungsmaschinerie, instutionalisiert als Methode zur Verbesserung betriebswirtschaftlicher und bürokratischer Effizienz, die sich im amerikanischen Exil für die Autoren weiterhin beobachten ließ, dient mit diesem Zweck .&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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&lt;/table&gt;</summary>
		<author><name>TBenkel</name></author>
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		<id>https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Kritische_Theorie_-_Negativit%C3%A4t_als_Methode&amp;diff=144&amp;oldid=prev</id>
		<title>Herrschaft: /* ''b) Kritik des Positivismus'' */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/SOZFRA/index.php?title=Kritische_Theorie_-_Negativit%C3%A4t_als_Methode&amp;diff=144&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2007-05-09T11:45:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;&amp;#039;&amp;#039;b) Kritik des Positivismus&amp;#039;&amp;#039;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 9. Mai 2007, 11:45 Uhr&lt;/td&gt;
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		<author><name>Herrschaft</name></author>
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		<title>Herrschaft: /* b) Kritik des Positivismus */</title>
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		<updated>2007-05-09T11:44:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;b) Kritik des Positivismus&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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In der DdA werden die Produktionsverhältnisse nicht ohne Eingedenken der Basis-Überbau-Diskrepanz behandelt. Verdinglichung liegt, wie das Zitat ausweist, vor, wenn der Einzelne nur mehr als „Variable“ fungiert, also als Ziffer in Statistiken oder, die Reminiszenz zur Informationsverarbeitung sei gestattet, als Träger der „Eigenschaftsmöglichkeiten“ 1 oder 0 – success or failure. Eine unbeschwerte Existenz würde keinem aufbürden, an Auswahlvorgängen teil zu nehmen, die sein wirtschaftliches oder soziales (Über)Leben in Frage stellen oder gar gefährden können. Eine solche Utopie lässt indes die „verwaltete Welt“ (in einem bekannten Ausspruch Max Webers ist diese Dominanz des bürokratischen Systems als „stahlhartes Gehäuse der Hörigkeit“ charakterisiert) nicht zu. Logistik, Organisation und Verwaltungsakte führen unumgänglich in institutionelle Anonymisierung und Entfremdung vom Subjekt: Es wird, als zu behandelnder Gegenstand, auch im Denken zum Objekt. In der Zeit vor dem Nationalsozialismus, zumal in jener Epoche, die der bürokratischer „Gesamterfassung“ der Gesellschaft (ein glücklicherweise nach wie vor unvollendetes Projekt der Moderne), war vorrangig der ökonomische Bereich die Sphäre, in der solche Objektivierung sich abspielte . Industrialisierung und Pauperismus fanden in einer der DdA näheren Zeit neue Höhepunkte – hier ist vor allem an den Fordismus zu denken. Mit der Inthronisation des SS-Staates hat die Objektivierung die letzte Stufe erreicht, über die keine Verdinglichungsmaßnahme mehr hinausgehen kann. Hier wurde aus Verwaltungsakten, von den sprichwörtlichen „Schreibtischtätern“ als Theorie geplant, im Praxisvollzug zum Massenmord. Fatal wäre nach Adorno und Horkheimer, den Faschismus als bloßen Rückfall innerhalb eines ansonsten positiven geschichtlichen Entwicklungsprozesses zu qualifizieren; dies wäre eine Reduktion weg von der ganzheitlichen hin zur selektiven Betrachtung, welche den Kontext und die historische Gewordenheit ignoriert. Der Holocaust hat seine Wurzeln, so der Tenor der DdA, neben seinen antisemitischen, pseudoreligiösen und ideologischen Implikaten. in der Pervertierung des basalsten humanistischen Gedankens, der Akzeptanz des anderen. Die Objektivierungsmaschinerie, instutionalisiert als Methode zur Verbesserung betriebswirtschaftlicher und bürokratischer Effizienz, die sich im amerikanischen Exil für die Autoren weiterhin beobachten ließ, dient mit diesem Zweck .  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Das Zitat deutet auf zwei weiteren zentrale Elemente der DdA hin: Zum einen auf die Verdinglichung des Individuums, zum einen auf den ideologischen Effizienzgedanken. Objektivierung lässt sich als Begriff dichotom definieren: Zum einen kann Objektivität als Synonym für Faktizität verwendet werden, was aber den Prozesscharakter der Objektivierung relativiert, weil das materiell Bestehende zumeist als solches auch ohne eingreifende Subjekte besteht. Zum anderen, und auf diese Bedeutung verweisen Adorno und Horkheimer, lässt sich unter Objektivierung der Vorgang einer Wandlung vom Subjekt zum Objekt hin verstehen , allgemeinhin seit Marx Verdinglichung genannt. In der DdA werden die Produktionsverhältnisse nicht ohne Eingedenken der Basis-Überbau-Diskrepanz behandelt. Verdinglichung liegt, wie das Zitat ausweist, vor, wenn der Einzelne nur mehr als „Variable“ fungiert, also als Ziffer in Statistiken oder, die Reminiszenz zur Informationsverarbeitung sei gestattet, als Träger der „Eigenschaftsmöglichkeiten“ 1 oder 0 – success or failure. Eine unbeschwerte Existenz würde keinem aufbürden, an Auswahlvorgängen teil zu nehmen, die sein wirtschaftliches oder soziales (Über)Leben in Frage stellen oder gar gefährden können. Eine solche Utopie lässt indes die „verwaltete Welt“ (in einem bekannten Ausspruch Max Webers ist diese Dominanz des bürokratischen Systems als „stahlhartes Gehäuse der Hörigkeit“ charakterisiert) nicht zu. Logistik, Organisation und Verwaltungsakte führen unumgänglich in institutionelle Anonymisierung und Entfremdung vom Subjekt: Es wird, als zu behandelnder Gegenstand, auch im Denken zum Objekt. In der Zeit vor dem Nationalsozialismus, zumal in jener Epoche, die der bürokratischer „Gesamterfassung“ der Gesellschaft (ein glücklicherweise nach wie vor unvollendetes Projekt der Moderne), war vorrangig der ökonomische Bereich die Sphäre, in der solche Objektivierung sich abspielte . Industrialisierung und Pauperismus fanden in einer der DdA näheren Zeit neue Höhepunkte – hier ist vor allem an den Fordismus zu denken. Mit der Inthronisation des SS-Staates hat die Objektivierung die letzte Stufe erreicht, über die keine Verdinglichungsmaßnahme mehr hinausgehen kann. Hier wurde aus Verwaltungsakten, von den sprichwörtlichen „Schreibtischtätern“ als Theorie geplant, im Praxisvollzug zum Massenmord. Fatal wäre nach Adorno und Horkheimer, den Faschismus als bloßen Rückfall innerhalb eines ansonsten positiven geschichtlichen Entwicklungsprozesses zu qualifizieren; dies wäre eine Reduktion weg von der ganzheitlichen hin zur selektiven Betrachtung, welche den Kontext und die historische Gewordenheit ignoriert. Der Holocaust hat seine Wurzeln, so der Tenor der DdA, neben seinen antisemitischen, pseudoreligiösen und ideologischen Implikaten. in der Pervertierung des basalsten humanistischen Gedankens, der Akzeptanz des anderen. Die Objektivierungsmaschinerie, instutionalisiert als Methode zur Verbesserung betriebswirtschaftlicher und bürokratischer Effizienz, die sich im amerikanischen Exil für die Autoren weiterhin beobachten ließ, dient mit diesem Zweck .&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Herrschaft</name></author>
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		<title>Herrschaft: /* ''a) Das Totalitäre der Aufklärung'' */</title>
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