Gutachten von Mannheim
„ Die Dissertation „ Weltanschaung und Presse „ von Wilhelm Carle stellt einen zweifelsohne interessanten Versuch dar, das allgemeine Problem der Wissenssoziologie und Ideologienlehre an einer konkreten gegenwartserscheinung sich bewaehren zu lassen „. Karl Mannheim hat in seinem Gutachten zu dieser Arbeit das Charakteristische im methodischen und methodolgischen Sinne in der Arbeit geschildert. Der Versuch einer Bewältigung der Probleme bei dem Umgang mit den Zeitungmaterielien und Quellen ist für den Leser der Weltanschung und Presse nachvollziehbar und auf Grund der Lebenserfahrung von Wilhelm Carle im journalistischen Bereich „real-soziologisch“geschrieben. Bei dem Versuch einer geisteswissenschaftlich-soziologischen Analyse der Denkweisen hat Carle „geschickt die Methoden der bisherigen wissensoziologischen Versuche“ verwendet. „ Aus derselben Quelle, die die Verdienste der Arbeit hervorbingt, sind aber auch die Maengel zu verstehen“. Für Karl Mannheim sind die Fähigkeiten die Lebenserfahrung in Wissenschft zu verwandelt und die geistesgeschichtliche Analyse soziologisch zu erfassen, Bedingungen des soziologisch-wissenschaftliches Arbeitens, „die das geregelte akademische Studium vermittlen koennte“. Mannheims Vorschlag für die Note, an dem sich Max Horkheimer angeschlossen hat, ist zwischen „gut“ und „genuegend“(3/4)