Chronologie der Entstehung und Institutionalisierung der Soziologie in Frankfurt

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  • 1914 Gründung der Universität.
  • 1. April 1919 - Franz Oppenheimer übernimmt die neubegründete Professur für Soziologie und theoretische Nationalökonomie an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Frankfurt am Main.
  • Wintersemester 1919/1920 - erste Vorlesungen Franz Oppenheimers (unter anderem über das "System der Soziologie").
  • 1923 erteilt die preußische Regierung die Genehmigung für den Bau eines Institutes für Sozialforschung, nebenbei wird ebenfalls die „Gesellschaft für Sozialforschung e.V.“, deren Mitglieder u.a. Weil, Gerlach und Horkheimer angehören, gegründet. Beide finanzieren sich größtenteils durch das Privatvermögen von Weil Senior.
  • Am 22. Juni 1924 wird das Institut für Sozialforschung unter Führung Grünbergs eröffnet.
  • 1926 Max Horkheimer wird Privatdozent an der Universität in Frankfurt.
  • Wintersemester 1928/1929 - letzte Vorlesungen Franz Oppenheimers.
  • Ende März 1929 - Emeritierung Franz Oppenheimers.
  • 01.04.1930 Das Soziologische Seminar von Karl Mannheim entsteht.
  • 14.10.1930 Lebenslange Vereinbarung zwischen Felix Weil, Friedrich Pollock und Max Horkheimer, dass letzterem „gewisse Beträge“ zu Forschungszwecken zur Verfügung gestellt werden, auch wenn der Gesellschaft für Sozialforschung die erforderlichen Mittel entzogen würden. Abgedeckt werden sollen diese Beträge durch das Privatvermögen von Felix Weil.
  • 24.01.1931 Antrittsvorlesung von Max Horkheimer als neuer Direktor des Institutes für Sozialforschung über "Die gegenwärtige Lage der Sozialphilosophie und die Aufgaben eines Instituts für Sozialforschung".
  • 10.02.1932 Pollock und Weil schließen mit Horkheimer einen Vertrag, der Horkheimer einen monatlichen Betrag von 1500 Reichsmark für die Dauer seines Lebens zusichert. Dieser Betrag soll, je nach politischer Situation und jeweiligem Aufenthaltsort, in 5 verschiedenen Währungen ausgezahlt werden können. In dem Fall, dass Horkheimer vor seiner Gattin sterben sollte, soll jene 750 Reichsmark monatlich, sowie Pensionsansprüche einer Ehefrau eines Professors nach preußischer Stellung bekommen.
  • 14.03.1933 Schließung des Institutes für Sozialforschung wegen eines Schusses an der Universität. Es werden auch Studentenräume in der Universität durchsucht.
  • 14.04.1933 In der Frankfurter Zeitung werden die Namen jener Professoren abgedruckt, die als erste Hochschullehrer „beurlaubt“ worden sind. Auffällig dabei ist, dass neben Horkheimer noch weitere fünf Professoren von der Frankfurter Universität ihren Hut nehmen mussten. (Mannheim, Heller, Löwe, Zinsheimer, Tillich).
  • 01.02. 1946 Der Lehrbetrieb an der WiSo Fakultät wird wieder aufgenommen.
  • 1954 Die Diplomprüfungsordnung tritt in Kraft.
  • 1970 Das Hessische Hochschulgesetz tritt in Kraft.
  • Juli 1971 Gründung der Fachbereiche



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